Shimano Bremsscheibe 160mm 6 Loch: Test und Vergleich

Die Bremsscheibe 160 mm Centerlock ist eine sehr gute Wahl für jeden Radfahrer, der ein hochwertiges und zuverlässiges Bremsensystem benötigt. Höchste Achtung ist bei der Auswahl der Bremsscheiben fürs Fahrrad geboten, denn diese können im Zweifel zwischen Leben und Tod entscheiden.

Was macht eine gute Bremsscheibe aus?

Doch was macht eine gute Bremsscheibe aus? In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf es bei einer Fahrrad Bremsscheibe ankommt und welche Modelle empfehlenswert sind. Viele Käufer lassen sich von vermeintlich hochwertigen Motoren und unrealistischen Reichweitenangaben blenden. Die E-Bike Bremsscheiben werden beim Kauf nur mit wenigen Blicken gecheckt. Häufig wird den Angeboten im Internet mit „hochwertigen Scheibenbremsen“ geworben.

Unterschiede bei Scheibenbremsen

Dass es bei den Scheibenbremsen jedoch große und signifikante Unterschiede gibt, wird von den meisten Herstellern verschwiegen. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die Bremsscheiben der E-Bikes wissen müssen und wie Sie die unterschiedlichen Modelle erkennen können.

Verschiedene Bremssysteme bei E-Bikes

Da es sich bei den E-Bikes fast ausschließlich um sehr neue Modelle handelt, werden natürlich keine alten Bremssysteme wie etwa der Band- oder Trommelbremse verbaut. Die meisten E-Bikes sind mit Felgenbremsen oder Scheibenbremsen ausgestattet. Diese unterscheiden sich jeweils nochmal in mechanische und hydraulische Modelle.

Grundsätzlich sind immer die hydraulischen Bremsscheiben den mechanischen Bremsscheiben vorzuziehen. Einfach gesagt wäre die Reihenfolge von schlechter bis besser:

  • mechanische Felgenbremsen
  • mechanische Scheibenbremsen
  • hydraulische Felgenbremsen
  • hydraulische Scheibenbremsen

Außerdem gibt es natürlich auch noch einige Modelle, welche mit einer Rücktrittbremse ausgestattet sind. Dies ist häufig bei den beliebten City E-Bikes für die Stadt der Fall.

Mechanische E-Bike Bremsscheiben

Die mechanischen Bremsscheiben werden mit einem klassischen Seilzug betätigt. Diese Technik wird bei Fahrrädern bereits seit mehreren Jahrzehnten eingesetzt und gilt als grundsolide. Allerdings gibt es einige Nachteile, welche sich besonders bei den schweren und schnellen E-Bikes bemerkbar machen. Die mechanischen Bremsscheiben benötigen hohe Bedienkräfte und besitzen damit in der Regel längere Bremswegr als die hydraulischen Bremsscheiben.

Außerdem muss mit zunehmenden Verschleiß der Bremsbeläge auch regelmäßig die Bremse nachgestellt werden, da der Betätigungsweg des Bremshebels sonst immer länger wird. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass diese einfache Technik auch für Laien einfach zu verstehen ist, sodass kleine Reparaturen ohne Spezialwerkzeuge in Eigenregie durchgeführt werden können.

Hydraulische E-Bike Bremsscheiben

Bei den hydraulischen Bremsscheiben wird statt einem Seilzug eine spezielle Bremsflüssigkeit als Übertragungsmedium verwendet. Die hydraulischen Bremsscheiben wurden erstmals bei den Mountainbikes serienmäßig verbaut und ähneln dem Prinzip einer Auto- bzw. Motorradbremsen. Der große Vorteil bei dieser Art von Bremsscheiben ist, dass nur sehr geringe Betätigungskräfte notwendig sind, um eine maximale Verzögerung zu erreichen.

Für ungeübte Fahrer stellt das Bremsen mit einer hydraulische Bremsscheiben eine kurze Umgewöhnungsphase mit sich. Im Anschluss wird man jedoch mit einem deutlich besseren Fahrgefühl und einer besseren Dosierbarkeit der Bremskraft entschädigt. Als Nachteil muss jedoch erwähnt werden, dass für die Wartung und Reparatur von hydraulischen Bremsscheiben spezielle Werkzeuge benötigt werden.

Scheibenbremsen oder Felgenbremsen?

Ich persönliche rate sowohl bei den E-Mountainbikes als auch bei einem City und Trekking E-Bike immer zu hydraulischen Scheibenbremsen. Scheibenbremsen bieten eine bessere Dosierbarkeit, sind weniger Wartungsintensiv und bieten meistens auch eine bessere Bremskraft.

Bei den Felgenbremsen gibt es darüberhinaus das Problem, dass die Bremskraft dieser Modelle stark von der Witterung abhängig sind. Bei Regen etwa wird die Bremskraft von Felgenbremsen starkt beeinträchtigt. Natürlich spiegelt sich dies auch im Kaufpreis des E-Bikes wieder und so sind die Modelle mit hydraulischen Fahrrad Bremsscheiben meistens auch etwas teurer, als die Modelle mit Felgenbremsen.

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Shimano-Bremsscheibe Vergleich 2025

Die besten Shimano-Bremsscheiben: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.

Hier ist ein Vergleich von Shimano-Bremsscheiben, basierend auf verschiedenen Kriterien:

Modell Befestigung Bremswirkung Material Gewicht Kompatibilität
Shimano SMRT70L Centerlock Besonders gut Keine Herstellerangaben 100 g Resin- | Metallbeläge
Shimano IRTMT800SI RT-MT800 Centerlock Sehr gut Aluminium, Edelstahl 100 g Keine Herstellerangaben
Shimano RT-EM600 Centerlock Sehr gut Aluminium, Edelstahl 266 g Keine Herstellerangaben
Shimano RTMT900L Centerlock Sehr gut Aluminium, Edelstahl 272 g Keine Herstellerangaben
Shimano SM-RT76L 6-Loch Besonders gut Edelstahl Keine Herstellerangaben Keine Herstellerangaben
Shimano E-SM-RT64LEC Centerlock Besonders gut Aluminium, Edelstahl 100 g Keine Herstellerangaben
Shimano SM-RT86M2 6-Loch Sehr gut Edelstahl 100 g Für Kunstharz- und Metallbeläge
Shimano SM-RT56 6-Loch Sehr gut Edelstahl 250 g Für Kunstharz- und Metallbeläge

Wichtige Aspekte bei der Auswahl einer Bremsscheibe

Die Bremsscheibe ist als Reibpartner des Bremsbelags ein essentielles Bauteil jeder Bremsanlage. Doch Bremsscheibe ist nicht gleich Bremsscheibe. Sie unterscheiden sich in Durchmesser, Stärke, Material und Form. Alle diese Faktoren beeinflussen die Bremseigenschaften deines Rades. Spätestens wenn die Mindestdicke erreicht ist, solltest Du Deine Bremsscheibe wechseln.

Man unterscheidet zwischen einteiligen und zweiteiligen (floating) Bremsscheiben. Die Reibfläche jeder Bremsscheibe (bis auf sehr wenige Ausnahmen) ist aus Edelstahl. Einteilige Bremsscheiben sind komplett aus Edelstahl und in einem Stück gefertigt.

Zweiteilige Bremsscheiben

Zweiteilige Bremsscheiben haben in der Regel einen Spider aus Aluminium, der Reibring ist aus Edelstahl. Hintergrund für die zweiteilige Bauweise ist zum einen die geringe Dichte von Aluminium, somit wird eine Reduzierung des Gesamtgewichts erzielt, zum anderen hat Aluminium eine höhere Wärmeleitfähigkeit als Edelstahl und fördert die Kühlung der Bremsscheibe.

Durchmesser der Bremsscheibe

Der Durchmesser der Bremsscheibe beeinflusst das Bremsverhalten unter allen genannten Aspekten am stärksten. Je größer der Durchmesser der Bremsscheibe umso größer ist die Bremskraft, da der Hebelarm durch die Verwendung einer größeren Bremsscheibe größer wird, und sich somit das Kräfte - Übersetzungsverhältnis ändert. Eine größere Bremsscheibe begünstigt zudem die Kühlung der Bremsanlage, da die Bremsscheibe eine größere Oberfläche hat und aus mehr Material besteht.

Stärke der Bremsscheibe

Mittlerweile haben Bremsscheiben eine Stärke von ca. 1,6 mm bis sogar 2,3 mm. Die Stärke spielt damit bei der Kompatibilität neuerdings auch eine Rolle. Dank automatischer Belagnachstellung können auch schmale Scheiben verwendet werden bei Bremssystemen, deren originale Scheiben eine Stärke von beispielsweise 2,0 mm haben (z.B. Je dünner die Bremsscheibe, umso leichter ist Sie tendenziell, allerdings werden Sie aufgrund des geringen Materialeinsatzes auch schneller heiß.

Verallgemeinert kann man sagen, dass die Ausschnitte in der Reibfläche günstig für die Kühlung der Scheibe sind. Sie reduzieren das Gewicht und reißen die oberste Schicht des Bremsbelages wieder auf und verhindern so ein Verglasen des Belages.

Befestigungsmöglichkeiten

Üblicherweise werden Bremsscheiben mit 6 Linsenkopfschrauben (M5x10 bis M5x15 je nach Stärke der Scheibenbremsaufnahme) befestigt (6-Loch Standard). Wenige spezielle Naben gibt es mit 3-Loch, 4-Loch oder 5-Loch Befestigung, hierfür sind spezielle Bremsscheiben nötig. Des Weiteren ist die Centerlock Befestigung eine gängige Befestigungsmöglichkeit. Hier hat die Bremsscheibe eine zur Nabe passende Verzahnung und wird mit nur einer Mutter gesichert.

Bei der Wahl des richtigen Verschlussrings ist zu beachten, dass Verschlussringe mit Innenverzahnung in der Regel nur bei Schnellspann- und Steckachsnaben bis 12 mm zu verwenden sind. Ist Deine Nabe für 15 oder 20 mm ausgelegt wie heutzutage an der Gabel im MTB-Bereich üblich brauchst Du einen Verschlussring mit Außenverzahnung.

Empfohlene Scheibengrößen

Grundsätzlich gilt: Am Hinterrad kann die Bremsscheibe im Vergleich zu vorne eine Größe kleiner ausfallen, da am Vorderrad ca. 2/3 der Bremskraft übertragen werden können, am Hinterrad nur ca. 1/3. Wer viel am Hinterrad bremst oder die Bremse gerne schleifen lässt wählt die gleiche Scheibengröße wie am Vorderrad.

Je nach Einsatzbereich und Anspruch wählst Du die passende Scheibe. Für dein leichtes XC Bike ist jedes Gramm wichtig und Du bist technisch versiert? Dann wählst Du Scheiben mit 160 mm / 160 mm oder 160 mm / 140 mm (VR / HR) Durchmesser mit geringer Stärke und kleiner Reibfläche. Für dein All-Mountain Bike wählst Du Scheiben mit 180 mm/ 160 mm Durchmesser mit etwas größerer Reibfläche und Stärke oder 203 mm / 180 mm mit kleiner Reibfläche.

Für Enduro oder Freeride Bikes empfiehlt sich die Kombination von 203 mm / 180 mm Durchmesser. Da Performance und Standfestigkeit hier eine größere Rolle spielen solltest Du hier auf Bremsscheiben mit großer Reibfläche und mehr "Fleisch" setzen. Zudem empfiehlt es sich für schwere Fahrer die Scheiben eine Nummer größer zu wählen. Auch wer viel in technisch anspruchsvollem Gelände fährt oder die Bremsanlage zeitweise stark beansprucht wählt die Bremsscheiben eine Nummer größer oder greift auf ein robusteres Modell zurück.

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