Die Suche nach dem passenden Einstieg in die Welt der japanischen Rutenbau-Technologie führt viele Angler zur Crazee Bass-Serie von A-Tec. In Kombination mit einer geeigneten Rolle, wie der Shimano Casitas, lassen sich beachtliche Ergebnisse erzielen. Dieser Artikel beleuchtet die Details und gibt Empfehlungen zum optimalen Wurfgewicht.
Erster Eindruck der A-Tec Crazee Bass C662M
Die A-Tec Crazee Bass C662M kam schnell und sicher verpackt an. Goldene Zierwicklungen an den Ringen und dezente Metallapplikationen am Rollenhalter und den Griffstücken fallen sofort ins Auge. Die Verarbeitung ist tadellos: Spaltmaße, Lacknasen oder unsaubere Wicklungen sucht man vergeblich.
Der erste Eindruck vom Blank ist straff, sogar sehr straff für das angegebene Wurfgewicht. Auffällig ist auch die Power, die der Blank über die gesamte Länge ausstrahlt. Als Partnerin kam die Shimano Casitas zum Einsatz, ein bewährtes Arbeitspferd.
Praxiserfahrungen mit der Crazee Bass C662M und Shimano Casitas
Die Crazee Bass C662M wurde über fünf Monate ausgiebig getestet. Das angegebene Wurfgewicht kann man getrost vergessen. Der Blank entfaltet seine Stärken ab etwa 10 Gramm Ködergewicht und ermöglicht zielgenaue Würfe. Als absolute Obergrenze würde ich etwa 30 Gramm ansetzen.
Mittlerweile schätze ich den straffen Blank und den etwas längeren Griff sehr. Kommt es allerdings zum Backlash, ist meistens Schnurbruch die Folge. Die straffe Spitze ist Fluch und Segen zugleich.
Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
Die Crazee Bass C662M hat durch ihren straffen Aufbau viele Stärken. Neben dem Einsatz als Twitchrute für Minnows bis 10 cm, fische ich auch kleinere Swimbaits bis 20 Gramm extrem gerne damit. Auch das Pitchen von Rubberjigs vom Boot oder das vertikale Angeln ist mit ihr eine wahre Freude, da jede Bewegung 1:1 auf den Köder übertragen wird. Der straffe Blank muss sich auch hinter höherpreisigen Konkurrenten nicht verstecken, spielt aber in puncto Feinfühligkeit nicht in der obersten Liga. Ein „Brett“ ist die A-Tec Crazee Bass C662M aber mitnichten.
Optisch ist die C662M nicht unbedingt ein Hingucker, auch wenn ich das sachliche Understatement mittlerweile sehr zu schätzen weiß. Wer sie zu nehmen weiß und das angegebene Wurfgewicht nach oben korrigiert, erhält eine straffe, leichte und sauber verarbeitete Rute zum Einstiegspreis, die man nicht mehr missen möchte.
Alternativen und Empfehlungen
Für ein optimales Baitcast-Erlebnis ist es wichtig, die richtige Rolle zu wählen. Hier sind einige Empfehlungen und Überlegungen:
- Shimano Curado: Eine gute Wahl für den Einstieg, wirft ab 5-7 g.
- Shimano Casitas: Startet ab 7g, aber nicht ideal für alles.
- Abu Garcia Revo und Ambassadeur: Benutzerfreundlich, wartungsarm, top verarbeitet und gut zu justieren.
Es ist ratsam, nicht zu sehr an der Rute zu sparen und eine qualitativ hochwertige Rolle zu wählen. Eine Mittelklasse BC Kombo startet in der Regel ab 300€.
Die Shimano Casitas im Detail
Die Shimano Casitas 150/151 macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Sie sieht super aus, ist leicht, salzwassergeeignet und kostet nur 119$.
Die Casitas ist ein heißer Kandidat als Rolle für die nächste Anschaffung, insbesondere in Kombination mit einer Shimano Zodias.
Weitere Shimano Baitcast-Rollen im Überblick
Für die Saison 2018 hatte Shimano ein umfassendes Lineup an Baitcast-Rollen im Programm, darunter:
- Calcutta Conquest: Eine der schönsten Rollen auf dem Baitcast-Markt.
- Calcutta D: Geeignet für schwere Exprides (bis 56 Gramm).
- Cardiff A: Eine günstige und kompakte schwere Baitcaster.
- Corvalus: Ideal für Anfänger und Fortgeschrittene.
- Alde BFS XG: Ein ultrahochgezüchtetes Bait Finesse-Tool.
- Tranx: Eine großködertaugliche Rolle mit fetter Bremskraft.
- Metanium MGL: Eine der Lieblingsrollen, gutmütig und leicht einzustellen.
- Chronarch MGL: Zeichnet sich durch eine herausragende Wurfperformance aus.
- Curado K: Neu im Programm und der Nachfolger der Curado 201 I.
- Grappler: Aus dem JDM-Programm, zum Meeresangeln mit Jigs gebaut.
- Citica I: Die günstigste Shimano Baitcaster mit Hagane-Features.
Die Casitas ist zusammen mit der Citica I DER Preis/Leistungs-Hammer.
Tipps für Baitcast-Einsteiger
Das Angeln mit einer Baitcaster unterscheidet sich stark vom Angeln mit einer Stationär-Kombo. Hier sind einige wichtige Punkte:
- Gewichte und Angelmethoden: Definiere, welche Gewichte du werfen und wie du angeln möchtest.
- Budget: Spare nicht am Equipment, um Frustration zu vermeiden.
- Marken und Bremssysteme: Finde heraus, welcher Hersteller und welches Bremssystem am besten zu dir passen.
- Übersetzung: Wähle die passende Übersetzung je nach Bait und Köderführung.
- Schnur: Starte mit einer günstigen, monofilen Schnur.
Empfohlene Rollen für Einsteiger
- Daiwa Tatula SV TW 103 HSL: Geeignet für Einsteiger und Fortgeschrittene.
- Shimano Curado-Serie: Eine gute Alternative, um Shimano-Produkte und Bremssysteme zu testen.
Fazit
Die Wahl der richtigen Ausrüstung und das Verständnis der Technik sind entscheidend für den Erfolg beim Baitcasten. Mit der Shimano Casitas und der A-Tec Crazee Bass C662M lassen sich vielseitige Angelmethoden abdecken, wobei das Wurfgewicht entsprechend angepasst werden sollte. Übung und Geduld sind der Schlüssel zum Erfolg.
Verwandte Beiträge:
- Shimano GRX Schaltwerk 11-fach: Test & Kaufberatung
- Shimano Dura Ace Kassette 11-fach: Test, Vergleich & Kaufberatung
- Shimano XT Übersetzung: Die optimale Übersetzung finden
- Shimano EP8 App Einstellungen: Optimale Einstellungen für Deine E-Bike Tour
- Motorrad Funktionsunterwäsche Herren Sommer Test – Ultimativer Komfort & Sicherheit bei jeder Fahrt!
- Motorrad Protektoren Set: Schutz für Kopf bis Fuß
Kommentar schreiben