Multirollen sind stark im Kommen - zumindest, wenn man den Verkaufszahlen Glauben schenkt. Doch was steckt eigentlich hinter den trendig anmutenden Rollen? Als Multirollen werden im deutschsprachigen Raum die großen, runden Modelle bezeichnet, die man besonders aus der Salzwasserfischerei kennt. Kleinere Modelle, die zum Spinnfischen verwendet werden, sind unter dem Namen Baitcaster bekannt. Entstanden sind diese Rollen in den USA speziell zum Schwarzbarsch-Angeln. Das Prinzip ist dasselbe und mittlerweile sind auch kleinere Modelle in Rund erhältlich.
Im Gegensatz zur klassischen Stationärrolle dreht sich bei der Multirolle die Rollenspule um die eigene Achse, weswegen etwas mehr Übung in der Handhabung der Rolle nötig ist. Dafür erlaubt sie äußerst zielgenaues Werfen, da die Schnur direkt in die Hand gekurbelt wird. Auf einer Seite einer Multirolle befinden sich in der Regel die Kurbel (bei Baitcastern sind das zumeist Doppelkurbeln) und die Sternenbremse, sowie die eventuell vorhandene Rücklaufsperre. Anders als bei Stationärrollen kann die Kurbel nicht einfach umgesteckt werden. Linkshänder müssen also von vornherein ein dementsprechendes Modell kaufen. Und um der Verwirrung ein Ende zu bereiten: Rechtshänder müssen ein Linkshandmodell kaufen, da sie mit der linken Hand kurbeln, und umgekehrt. Das Gehäuse ist bei qualitativ hochwertigen Multirollen per CNC aus einem einzigen Block Aluminium gefräst. Die Schnurführung ist im Idealfall aus Titan gefertigt.
Dem Vertikalangeln mit Stationärrolle steht nichts entgegen. Allerdings bietet eine Baitcaster oder Multirolle hier einen entscheidenden Vorteil: Sie ermöglicht das Ablassen der Schnur per Knopfdruck. Besonders in Europa hat sich daher das Verwenden von Baitcastern beim Vertikalangeln durchgesetzt.
Das Werfen mit einer Multirolle gestaltet sich umso leichter, je schwerer der Köder ist. Nur sehr hochwertige Rollen haben einen entsprechenden Lauf, um auch leichte Köder weit entfernt zu positionieren. Stationärrollen haben normalerweise eine einzige Bremse, die einfach zu handhaben ist. Größere Wurfweite ist bei einer Stationärrolle leichter zu erreichen, allerdings fliegt hier der Köder weitaus unstabiler. Mit einer Stationärrolle können auch sehr leichte Köder problemlos ausgeworfen werden, da die Schnur ohne Widerstand abgegeben wird. Bei Gegenwind ist von Multirollen abzuraten, es bietet sich hier die Gefahr der Perückenbildung.
Gegenüber Stationärrollen sind Multirollen robuster und kompakter gebaut. Selbst wenn oft für Multirollen monofile Schnur empfohlen wird: Wer viel Wert auf den direkten Kontakt mit dem Fisch legt und erfahren ist, wird auf geflochtene Schnur zurückgreifen und diese mit einem Vorfach aus Fluorocarbon oder Monofil kombinieren. Je dünner die Schnur gewählt wird, desto weicher muss die Bremse eingestellt werden. Wer mit der Multirolle noch ungeübt ist, sollte sich erstmal für Monofil entscheiden. Nylonschnur wirft sich erheblich einfacher und bildet dabei weniger Perücken. Wenn sich solche bilden, dann sind sie allerdings aufgrund des Memoryeffekts wesentlich hässlicher, als die einer geflochtenen Schnur. Am besten wählt man eine Schnur ohne Memoryeffekt. Wer mit Werfen und Einstellen der Multirolle etwas Erfahrung hat, kann getrost zu geflochtener Schnur wechseln.
Bremssysteme und Einstellungen
Grundsätzlich hat jede Multirolle mehrere Bremssysteme, die es vorallem korrekt einzustellen gilt, um ein reibungsloses Funtionieren der Rolle zu gewährleisten. Ein Bremssystem fungiert gegen die Überdrehung der Spult beim Auswerfen und kann je nach Hersteller und Preisklasse entweder über kleine Magneten oder aber über die Fliehkraft kuntionieren. Mit Rollen, die über ein Fliehkraftsystem verfügen, wie etwa die meisten Shimano-Modelle, können größere Wurfweiten erzielt werden und Anfängerfehler werden leichter verziehen. Jede Multirolle hat dazu noch eine zweite, mechanische Bremse. Meist ist dies ein Knopf hinter der Sternenbremse, mit dem die Spule zusätzlich abgebremst werden kann. Diese Bremse kann auch als sogenannte „Notbremse“ genutzt werden.
Als Kampfbremse sind Multirollen entweder mit einer Sternenbremse oder einem Lever Drag austgestattet. Mit der Sternenbremse wird durch einfaches Drehen eingestellt, wie viel Widerstand dem Fisch beim Drill entgegengesetzt wird. Beim Lever Drag liegt die Bremse im Inneren der Spule und wird durch Drücken des Hebels aktiviert. Gleichzeitig wird über diese Schiebebremse auch der Freilauf reguliert.
Um ein Multirollenbremssystem korrekt einzustellen, wird bei Rollen mit Fliehkraftbremse der Seitendeckel geöffnet und die Bremskraft über die entsprechenden verstellbaren Stifte geregelt. Werden die Stifte eingeschoben, ist das Fliehkraftgewicht ausgeschaltet. Für gängige Ködergewichte reichen meist ein bis zwei aktivierte Fliehkraftgewichte aus.
Die Übersetzung wird bei Multirollen in Kurbelumdrehunden angegeben. Wieviel Schnur also pro Umdrehung eingeholt wird, ist abhängig vom Durchmesser der Spule. Schnelle Modelle, die pro Umdrehung viel Schnur einholen, werden gerne verwendet, wenn in starker Strömung geangelt wird und dementsprechend rasch eingeholt werden muss. Wer hingegen eher grundnah fischt, ist mit einer langsameren Übersetzung gut beraten.
Hier scheiden sich die Geister. Eines gleich vorweg: Eine Spinnrolle wirft auch in ungepflegtem Zustand noch durchaus gut. Bei einer Multirolle macht sich sofort bemerkbar, wenn sie geölt werden will. Es sollten also in regelmässigen Abständen den Kugellagern einige Tropfen Öl zugeführt werden. Auch die Schnurführung will immer wieder gefettet werden, um einwandfrei zu laufen. In der Regel lässt sich sagen, dass Schnurführung und Kugellager bei wöchentlichem Fischen alle drei bis vier Monate nachgefettet werden sollte.
Die Shimano Curado DC 151 HG im Detail
Willkommen bei meinem Test der Shimano Curado DC 151 HG Baitcast-Rolle. Ich habe sie bestellt, unter die Lupe genommen und gefischt. Ich bin kein Fanboy einer bestimmten Marke, sondern von geilem Tackle. In meinem Arsenal befanden und befinden sich Abu Garcia Revos, Daiwas und eben Shimanos. Bis jetzt habe ich meine Rollen immer nach Köder- und Wurfspektrum und natürlich nach persönlichem Geschmack ausgewählt.
Die Curado DC 151 HG kommt mit einer 7.4:1 Übersetzung, was soviel heißt, dass die Rolle mit einer Kurbelumdrehung, 79cm Schnur einzieht. Sie verfügt über 6+1 Kugellager, einem CI4+ Aluminiumgehäuse und hat eine Bremskraft von ca. 5 kg. Mit einem Gewicht von ca. 220g ist sie nicht gerade die leichteste Baitcast-Rolle, aber auch nicht die schwerste. Ich würde die Shimano Curado DC 151 HG in der Kategorie Durchschnitt bis günstiger einordnen.
In der günstigen Klasse hat Shimano die SLX DC platziert, in der höheren die Metanium DC, die gleich mal das doppelte kostet, die die Curado DC. Die Scorpion DC ist ein Model für den asiatischen Markt und ist dann eher eine entweder-oder-Frage bzw. Schaut ein bisschen länger nach einem guten Händler, meldet Euch für deren Newsletter an (manchmal gibt es hierfür 10€ geschenkt) oder wartet auf tolle Angebote.
Mein erster Endruck der Curado DC war, sagen wir mal ernüchternd. Ich hatte das Päckchen erhalten, währen ich im Urlaub war, durfte also eine Woche lang eine gewisse Vorfreude aufbauen. Als ich die Box aber geöffnet hatte, war da eben nur das typische Shimano Zeug drin. Als ich die Rolle selbst ausgepackt habe, fehlte leider auch der Moment, den ich beispielsweise bei meiner ersten Daiwa Steez oder der Shimano Aldebaran hatte. Sie wirkt im ersten Moment einfach nicht hochwertig. Wie bereits erwähnt, kommt mit der Shimano Curado DC 151 HG weder eine Tasche noch sonst etwas. Die Rolle ist auch nicht, wie z.B. bei der Abu Garcia Revo Toro Beast in Schaumstoff gebettet. Der erste Eindruck zur Rolle selbst war nicht überaus positiv aber auch in keiner Weise negativ. Die Rolle ist ein Stück breiter als ich es mir erhofft hätte aber noch im Rahmen, dass ich mit meinen kleinen zarten Händen vernünftig greifen kann. Das Gehäuse ist weder zu viel Plastik, noch hochwertig. Einfach eine durchschnittliche Rolle aus dem Hause Shimano. Die Knobs gefallen mir allerdings nicht wirklich.
Das I-DC4 Bremssystem
Die Shimano Curado DC 151 HG verfügt über vier Einstellungen. Von 1-4 vergrößert man die Bremskraft der Spule und erhält so mehr Unterstützung beim Wefen. Ich habe mir eine schöne M-Baitcast-Rute aus dem Hause Megabass geschnappt, welche speziell für Crankbaits, Chatterbaits und eventuell einen leichteren Spinnerbait herhalten soll. Sie hat ein Wurfgewicht von 7g - 28g und eine parabolische Aktion. Ich sehe die Curado DC weder im Finessebereich, noch in der Sektion Bigbait. Je nach benötigter Wurfweite, Zielfisch und Schnur würde ich sagen, dass sie sich ab 10g bis 30g am wohlsten fühlt. Klar kann sie mehr ab, das bezweifle ich nicht. Shimano gibt auch nur Aussagen wie „kann auch oder ist auch“ zu Papier, wenn es um das Fischen auf Hecht geht.
Ich nutze diese Rolle wie gesagt hauptsächlich für Crankbaits, vibrierende Köder oder auch mal einen mittelschwereren Jig im Bereich um die 15g, weniger für leichte Köder. Hierfür habe ich die Tailwalk Fullrange in meinem Lineup. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, Flurocarbon zu nutzen. Mehr Dehnung als geflochtene Schnur und ehrlich? Da ich ein absoluter Nube bin, wenn es um härteres Flurocarbon aus Japan geht, bin ich auf Berkley gegangen.
Genug über die Verpackung und das ganze Drumherum geschrieben. Die Shimano Curado DC 151 HG ist der Wahnsinn! Das I-DC4-Bremssystem ist genial. Ihr müsst Euch das so vorstellen, ich habe zum Testen und weil gerade Forellenbesatz war, mit einem kleinen Meerforellenköder geangelt. Die Dinger stehen quasi in der Luft! Der erste Wurf mit dem Flugwunder war erwartend zaghaft und auch nicht sehr weit. Das Setting der Rolle war auf 4 gestellt, was soviel heißt wie „höchste Bremsunterstützung“. Hier merkt man doch, wie die Unterstützung ein bisschen weniger wird. Der Köder fliegt weiter und das Bremssystem surrt wie man es bei diesem System erwartet. Angeblich für Flurocarbon gedacht, sollten Köder hier wunderbar und nur noch durch den Daumen gebremst werden müssen, sobald der Köder auf das Wasser trifft. Die Rute also einmal gegen Himmel geneigt und gib ihm. Am meisten hat mich beeindruckt, wie man das Fluro dabei beobachten konnte, wie es versucht von der Rolle zu hüpfen und sich sofort wieder ablegt. Die geringste Bremsunterstützung findet man bei Stufe 1. Eher gedacht für geflochtene Schnüre und man darf hier in keinem Fall ohne Daumen werfen. Für mich ist die 1-Stufe eher eine reguläre Bremse mit DC-Sound.
Fazit
Wer meint, dass er sich mit der Curado DC eine Baitcast-Rolle kaufen kann, die alles verzeiht, der liegt leider falsch. Es gibt an der Performance wenig auszusetzen. Das Teil ist ein Castingwunder und wer damit Probleme hat, der ist einfach nicht motiviert genug um es zu können oder sollte die Finger von Baitcastern lassen. Allerdings wäre mir ein etwas schnittigeres Gehäuse bei der Curado DC lieb gewesen. Gerade wenn es regnet, leidet die Griffigkeit schon sehr, was die hände ermüden lässt. Ich führe das auf meine kleinen Hände zurück, denke aber nicht, dass Angler mit großen Händen so begeistert sind, wenn sie dauernd zupacken müssen, als wäre ein Ölschicht auf dem Gehäuse.
Die Rolle ist ein Muss! Man verlernt zwar bei dauerhaftem Gebrauch, den Daumen einzusetzen und backlashed beim Rollenwechsel erst einmal die Nicht-DC-Rollen, dennoch kann ich hier nur eine Kaufempfehlung aussprechen.
Das I-DC-Bremssystem der Curado DC besteht aus 2 Teilen. Einem Mikroprozessor und einer Spule, die ein Magnetfeld erzeugt das ganze System mit Energie versorgt. Der Mikroprozessor misst die Spulengeschwindigkeit und reguliert diese, um Backlashes zu vermeiden.
Shimano SLX DC XT: Eine Alternative?
[Werbung] Die SLX Serie in dem Shimano Baitcaster Lineup hat einen Budget-Beigeschmack, aber die Shimano SLX DC XT soll einen Wendepunkt darstellen. Zumindest vermitteln die Spezifikationen den Gedanken, dass die SLX Serie einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat. Ich muss sagen, dass ich von der SLX MGL 71 schon wirklich angetan war, auch wenn ich mir nie eine der normalen SLX Versionen mit der 151er Spule oder eine SLX DC gekauft hätte. Aber die Shimano SLX DC XT hat mich wieder mutig werden lassen und die 70er Spulengröße hat mich schlussendlich über den Tipping-Point gebracht und ich habe mir eine der neuen DC Baitcaster bestellt.
Die Shimano SLX DC XT macht optisch einen sehr guten Eindruck. Im Gegensatz zum schlichten Schwarz als Grundton für die vorhergehenden Modelle, hat die SLX DC XT eine eher metallisch graue Optik. Im Sonnenlicht kann man im richtigen Winkel das SLX DC Logo sehr gut erkennen. Das Einzige was noch an die auffällig blauen Schriftzüge und Aufdrucke der alten SLX Baitcaster erinnert, ist ein kleines Detail an der Spool Tension und an der Handle Nut. Das Handle hat einen diskreten Schwung, was auch zur restlichen eher unauffälligen Gestaltung passt. Zu diesem angenehm schlichten Aussehen passen auch die dezenten Soft Touch Knobs. Ein visuelles Highlight ist auf jeden Fall der Daumentaster. Der metallisch glänzende Look ohne Inlay sticht schnell ins Auge.
Damit kommen wir auch schon zu einem noch wichtigeren Thema als der Optik. Was gibt das Innere der Shimano SLX DC XT her? Da wir gerade schon bei der äußeren Beschreibung des Daumentasters waren, können wir auch gleich tiefer tauchen. Der Daumentaster hat zum Glück keine fühlbare Schwammigkeit. Entweder er ist gedrückt oder nicht, dazwischen ist kein unnötiges Spiel. Das Gefühl des Widerstandes beim Drücken ist perfekt, aber das Geräusch könnte für meinen Geschmack ein bisschen weniger hohl sein.
Im Inneren der Rolle sorgen die Micro Module Gears für ein sehr smoothes Kurbelerlebnis. Ich war extrem überrascht wie smooth sich die Shimano SLX DC XT kurbelt. Meiner Meinung nach kann das auf jeden Fall mit dem Kurbelgefühl einer Shimano 2020 Metanium MGL mithalten. Prinzipiell habe ich das Gefühl, dass die Toleranzen der Shimano SLX DC XT extrem gut sind. Oft hatte ich ein etwas ungutes Gefühl beim Spiel im Handle oder Anti Reverse Bearing der letzten Shimano Baitcaster die ich getestet habe. Bei der SLX DC XT kann ich diese Probleme aber nicht feststellen. Die Sternbremse der Shimano SLX DC XT klickt schön und präzise wenn man sie verstellt. Der Widerstand fühlt sich gut an und die verschiedenen Klicks wirken sehr definiert. Leider hat der Spool Tension Knob keinen Klicker verbaut.
Im Gegensatz zu den alten SLX DC Baitcastern mit dem i-DC 4 verfügt die Shimano SLX DC XT über das moderne i-DC 5 Bremssystem. Das i-DC 5 hat eine Vielzahl an möglichen Einstellungen um das Bremsverhalten so gut wie möglich an die Bedingungen anpassen zu können. Man kann ganz prinzipiell zwischen F (Fluorocarbon), N (Nylon/Mono) und P (Geflecht) wählen. Sobald die verwendete Schnur eingestellt ist kannst du genauere Feineinstellungen vornehmen. Am Wahlrädchen am Non Handle Side Plate kann man dann noch 1, 2, 3, 4, oder W auswählen. 1 ist die schwächste Einstellung, 2, 3 und 4 sind natürlich stärker. W ist die fünfte Einstellung und sollte laut der Bedienungsanleitung von Shimano Japan für starken Wind verwendet werden. Ich habe das japanische Handbuch verlinkt, da die deutschsprachige Seite bei der Beschreibung der SLX DC XT vom A (Automatic) Modus redet, den es zwar beim i-DC 5 anderer Rollen gab, der aber bei dieser Rolle nicht vorhanden ist.
Ich finde, dass das i-DC 5 der Shimano SLX DC XT dem i-DC 4 um Welten überlegen ist. Falls du eine Baitcaster mit der 4er DC System hast und zufrieden bist solltest du keine Baitcaster mit dem 5er kaufen, weil du die alte Rolle danach nie wieder angreifen wirst!
Ich habe die Shimano SLX DC XT ein bisschen mit Rubber Jigs geangelt und ganz viel mit Hardbaits. Die Hauptschnur war Sufix Advance Fluorocarbon. Hardbaits sind für das Bremssystem auf jeden Fall ein bisschen mehr Herausforderung als ein sehr kompakter Jig oder ein sehr kompaktes Rig, besonders bei Wind. Wie oben schon erwähnt ist mir sofort aufgefallen, wie extrem smooth sich die SLX DC XT kurbelt. Durch die Micro Module Gears ist es ein Gefühl wie mit einem heißen Messer durch Butter zu schneiden. Entgegen dem Ruf der SLX Serie kann diese Rolle von der Buttrigkeit auf jeden Fall mit einer Metanium MGL mithalten.
Die Rolle liegt gut in der Hand und ich empfinde sie als sehr angenehm. Sie ist im Wurf gutmütig, aber greift bei richtiger Einstellung nicht zu stark ein und somit kommt man auch auf sehr gute Distanzen, selbst mit leichten Hardbaits. Jeder Wurf wird vom berühmten DC Whine, dem charakteristischen Ton der DC Rollen begleitet. Mir macht es immer wieder Freude dieses Geräusch zu hören. Außerdem ist das Kurbeln und das Verstellen der Bremse sowie das Drücken des Daumentasters immer von einem soliden, wertigen Gefühl begleitet. Das minimale Wurfgewicht mit dem mehr oder weniger jeder klarkommen sollte ist meiner Meinung nach 5 g. Die Spule ist zwar mit 17 g recht schwer im direkten Vergleich mit anderen Baitcastern, aber für eine DC Baitcaster ist das ein sehr gutes Gewicht.
Ich bin hin und weg, die Shimano SLX DC XT ist ganz schnell zu einer meiner absoluten Lieblingsrollen geworden. Es gibt nichts was mir nicht gefällt an der neuen DC Baitcaster mit der kleineren Spulengröße. Da das i-DC 5 dem i-DC 4 deutlich überlegen ist kann man mit der überraschend smoothen und schön verarbeiteten Baitcaster nur Spaß haben, vorausgesetzt man mag den DC Sound.
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