Shimano Deore Bremshebel richtig einstellen: Eine Anleitung

Um mit dem Fahrrad sicher unterwegs sein zu können, sind sowohl eine funktionierende Lichtanlage als auch ein verlässliches Bremssystem mehr als nötig. Jedoch nützt Ihnen auch die beste und teuerste Bremsanlage nichts, wenn diese nicht korrekt am „Drahtesel“ positioniert ist.

Da es nicht bei jedem Fahrrad eine identische Einstellung für den Shimano Bremshebel gibt, ist es wichtig die richtige Position je nach City-, Trekking-, Mountainbike oder Rennrad anzupassen. Nachfolgen erläutern wir Ihnen leicht verständlich, wie Sie die optimale Einstellung dank einiger Empfehlungen und Richtlinien finden, an denen Sie sich orientieren können, um den Shimano Bremshebel passend einzustellen.

Die richtige Position finden

Ganz wichtig ist es, dass Sie sich beim Radfahren und in Ihrer Position wohl fühlen müssen, auch wenn Sie die Shimano Bremse betätigen wollen. Setzen Sie sich hierzu als erstes auf Ihr Bike und nehmen Ihre übliche Sitzhaltung ein.

Neigungswinkel des Bremshebels

Als nächstes wird jetzt der Neigungswinkel des Bremshebels eingestellt. Berücksichtigen Sie dafür folgende Faustformel: Finger und Arme sollten - beginnend bei der Schulter - eine durchgehende Linie darstellen. Die Handgelenke sollten dabei nicht abgeknickt sein; weder nach unten, noch nach oben.

Die optimale Haltung Ihrer Hände kann durch ergonomisch geformte Lenkergriffe positiv beeinflusst werden. Weitere Vorteile der für Sie korrekten Bremshebelposition und der entsprechend passenden Körperhaltung sind, dass eventuelle Ermüdungserscheinungen und sogar Erkrankungen, wie z.B. das Karpaltunnelsystem, verhindert bzw.

Zusätzliche Einstellmöglichkeiten bei Topgruppen

Die jeweiligen Schalthebel der teuren Topgruppen von Shimano und Sram bieten teils noch mehr Einstellmöglichkeiten. So lässt sich beim Sram-XX1-Hebel sogar die Position des unteren Daumenhebels isoliert verstellen (siehe folgende Grafik, unterer Pfeil).

Die Bedeutung funktionierender Bremsen

Jedem ist wohl klar, dass die Fahrradbremse eines der wohl wichtigsten Bauteile am Rad ist - sie ist im höchsten Maß mitverantwortlich für die Sicherheit im Straßenverkehr. Eine 100 % Funktionalität ist mehr als wichtig; Geschwindigkeit muss auf Wunsch (schnell) reduziert werden. Daher ist eine gute Pflege der Bremsen wichtig, insbesondere regelmäßig zu kontrollieren und entsprechend zu warten. Die üblichen Verschleißteile (z.B. Shimano Bremsbeläge) am Bike müssen entsprechend der Abnutzung von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden.

Einstellen der V-Brakes

V-Brakes (= V-Bremsen) sind die wohl am häufigste Bremsenart, die verbaut wird. Wenn die Shimano V-Brake Felgenbremse neu eingestellt werden soll, darf Ihr Blick nicht nur die Bremse an sich beachten. Auch die weiteren betroffenen Fahrrad-Komponenten, wie z.B. die Fahrradfelge muss mit einbezogen werden.

Jede noch so neue und qualitativ hohe Bremse kann die 100%ige Bremsqualität nicht entfalten, wenn eventuell die Felgenflanken abgenutzt, verzogen oder zerbeult sind. Daher ist es unbedingt nötig, die Felge auf einen einwandfreien Zustand zu checken; sie darf keine „Acht“ oder ähnliches aufweisen. Ebenso müssen die Bremsbeläge im nächsten Atemzuge überprüft werden.

Werkzeug und Vorgehensweise

Für das Einstellen der Fahrradbremse benötigen Sie nur wenig Werkzeug: Meist reicht ein Kreuzschraubendreher und ein Satz Innensechskantschlüssel. Die Schrauben müssen Sie nun am Bremshebel mittig einstellen: Einmal voll anziehen; dann werden sie mit ca. 7 Umdrehungen gelockert. Jetzt muss die Schraube gelockert werden, welche den Bowdenzug bzw.

Den Shimano Bremsbelag bringen Sie in die richtige Position, indem der Bremsarm Richtung Felge gedrückt wird. Im nächsten Schritt ziehen Sie die Schraube des Bremsbelages vorsichtig wieder fest. Den Kabelbinder mit der Zange bzw. Nun wird der Bowdenzug zurück in die Führung gesetzt: Drücken Sie beide Bremsarme zusammen und ziehen die Schraube wieder fest. (Abstand der Bremsarme zur Felge ca.

Zugspannung der Feder

Veränderung der Zugspannung der Feder am Shimano Bremsarm: Sie können die Zugspannung über die Schraube an der Feder regulieren.

Probleme mit Scheibenbremsen

Wenn sich der Bremshebel durchdrücken lässt, ohne dass die MTB-Scheibenbremse zupackt, kann es auf dem Trail gefährlich werden. Wir zeigen die Ursachen für die fehlende Leistung und wie man das Problem behebt. Wenn die Bremsleistung ihrer Bremse nur noch dürftig ist, sollten Sie handeln. Schieben Sie die Reparatur nicht auf die lange Bank, denn das kann auf dem Trail schnell gefährlich werden. Sie müssen den Bremshebel ihrer hydraulischen Scheibenbremse bis zum Griff ziehen, damit sie überhaupt verzögert?

Dieses Problem kann drei Gründe haben. Im Video zeigen wir die Ursachen des Problems und eine Anleitung, wie Sie es schnell beheben können. Ein wichtige Info vorab: Eine Scheibenbremse ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil. Wer daran selbst rumschraubt, sollte wissen, was er tut und vor allem gründlich arbeiten. Ohne ausreichende Schraubererfahrung schadet es nicht, eine Fahrradwerkstatt aufzusuchen und sich Rat bei Experten zu holen.

Mögliche Ursachen und Lösungen

  1. Verschlissene Bremsbeläge:

    In den meisten Fällen sind einfach die Bremsbeläge verschlissen. Wenn die Beläge auf den Trägerplatten schon stark abgenutzt sind, reicht das Öl im Ausgleichsbehälter des Hebels oft nicht mehr aus, um ausreichend Druck im System zu erzeugen. Ob die Bremsbeläge stark abgenutzt sind, erkennt man am einfachsten, wenn man von hinten auf den Bremssattel sieht und die Trägerplatten schon ganz eng beisammen stehen.

  2. Falsche Hebelweite:

    Wenn der Bremshebel der Disc-Brake trotz neuer oder noch intakter Bremsbeläge leer durchgeht, ohne dass die Scheibenbremse zupackt, kann es auch sein, dass die Hebelweite falsch eingestellt ist. Bei fast allen MTB-Scheibenbremsen kann man die Hebelweite über eine Schraube (meist ein kleiner Innensechskant) einstellen. Bei vielen hochwertigen Bremsen kann die Hebelweite sogar ohne Werkzeug angepasst werden.

  3. Luft im Bremssystem:

    Wenn sich der Bremshebel trotz intakter Bremsbeläge und korrekter Hebelweiteneinstellung bis zum Lenker durchziehen lässt, bleibt nur noch eine Fehlerquelle übrig: Dann befindet sich Luft im hydraulischen System der Scheibenbremse. Weil das Entlüften je nach Hersteller und Bremsenmodell unterschiedlich funktioniert, man für diese Schrauber-Arbeiten spezielles Werkzeug braucht und weil die Bremse ein sicherheitsrelevantes Bauteil ist, raten wir in diesem Fall dazu, eine Fachwerkstatt aufzusuchen.

Ein weiteres klares Anzeichen von Luft im Bremssystem ist ein schwammiger oder ständig wandernder Druckpunkt. Dann müssen Sie die Scheibenbremse entlüften. Wir raten dafür, eine Fahrradwerkstatt aufzusuchen.

Keine Leistung und der Bremshebel lässt sich komplett durchziehen: Dann sollten Sie vor der nächsten MTB-Tour handeln.

Wichtiger Hinweis

Noch zwei wichtige Hinweise zum Schluss: So eine Scheibenbremse wird beim Bergabfahren schnell extrem heiß. Das heißt: Direkt nach der Abfahrt sollte man niemals anfangen, an der Scheibenbremse am Mountainbike zu schrauben, sondern warten, bis die Bremse abgekühlt ist.

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