Shimano Deore LX Wartung und Reparatur: Rapidfire Schalthebel und Hydraulikbremsen

Shimano Rapidfire Schalthebel sind ein aus den 90ern geprägter Begriff und auch heute noch sehr gefragt. Kein Wunder, dass dieser Blogbeitrag hier seit über 15 Jahren noch hoch frequentiert ist und mittlerweile knapp 100 Kommentare erhalten hat. Deshalb möchte ich heute einmal den Beitrag aktualisieren und wieder frisches Leben einhauchen.

Shimano Rapidfire Schalthebel: Ein Überblick

Der Shimano Rapidfire Schalthebel ist ein spezifisches Design von Fahrradschalthebeln, das von der Firma Shimano entwickelt wurde. Diese Schalthebel sind vor allem bei Mountainbikes und einigen anderen Fahrradtypen beliebt. Das Hauptmerkmal des Rapidfire-Systems ist, dass es dem Fahrer ermöglicht, mehrere Gänge mit nur einem einzigen Hebelzug zu wechseln, was einen schnellen und reibungslosen Gangwechsel gewährleistet. Meistens gibt es zwei Hebel pro Schalthebel: einen zum Hochschalten und einen zum Herunterschalten.

Shimano Rapidfire Schalthebel sind ein Schaltmechanismus, der in einer Vielzahl von Fahrradtypen zu finden ist.

  • Fahrradtypen: Shimano Rapidfire Schalthebel sind hauptsächlich an Mountainbikes zu finden, können aber auch an einigen Hybrid- und Trekkingrädern vorkommen.
  • Modelle: Shimano produziert eine breite Palette von Fahrradkomponenten, die in verschiedenen Qualitäts- und Preiskategorien eingeteilt sind. Dazu gehören beispielsweise die Deore, SLX, XT und XTR Linien für Mountainbikes. Jede dieser Linien kann ihre eigene Version eines Rapidfire Schalthebels haben, die sich in Material, Gewicht, Design und Preis unterscheidet.
  • Schaltungstypen: Rapidfire Schalthebel gibt es sowohl für Ketten- als auch Nabenschaltungen.
  • Herstellungsdatum: Shimano hat den Rapidfire Schalthebel in den späten 1980er Jahren eingeführt, und er ist seitdem ein populäres Feature in vielen ihrer Schaltungs-Produktlinien geblieben. Das Design und die Technologie der Rapidfire Schalthebel haben sich über die Jahre hinweg weiterentwickelt, aber das grundlegende Prinzip des schnellen und einfachen Gangwechsels ist geblieben.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass, obwohl Shimano einer der größten und bekanntesten Hersteller von Fahrradkomponenten ist, es auch andere Marken gibt, die ähnliche Schaltsysteme produzieren. Es ist also nicht unbedingt so, dass ein Mountainbike oder Hybridrad mit einem Rapidfire-ähnlichen System ausgestattet sein muss, nur weil es solche Schalthebel hat. Es könnte auch von einem anderen Hersteller sein.

Reparatur des Schalthebels

In diesem Beitrag versuchen wir zusammen einen Shimano Rapidfire Schalthebel mit Ganganzeige zu reparieren. Dazu brauchen wir evtl. einen Kreuzschlitz-Schraubenzieher und/oder einen Inbus-Schlüssel (4 oder 5mm), etwas Öl, Sprühfett und WD-40 oder ein ähnliches Präparat. Ich arbeite sehr gerne mit WD-40 (nicht als Öl- oder Fettersatz, aber in diesem Fall ist es recht nützlich).

Problembeschreibung - Defekter Rapidfire-Schalthebel

Wenn ihr versucht zu schalten - hoch oder runter - aber es passiert nichts obwohl alle Züge sauber und leichtgängig laufen, dann sind wahrscheinlich einige Teile im Schalthebel defekt oder abgenutzt.

Manchmal ist der Shimano Schalthebel einfach verklebt oder ausgetrocknet. Sprüht oder tropft etwas leichtgängiges Öl („Kriechöl“ wie zB WD-40) in den Schalthebel. Schaltet alle Gänge nach oben und unten mehrmals durch. Manchmal „löst“ sich das Problem so fast wie von selbst. Wenn das nicht der Fall ist, müsst ihr das Gehäuse entfernen und mal einen Blick ins Innere riskieren.

Es gibt zwar viele unterschiedliche Varianten dieses Schalthebels, aber das grundsätzliche Konzept (die Funktionsweise) ist überall gleich. Ihr wollt sicher nicht alle Schrauben entfernen müssen. Davon gibt es jede Menge. Besser ist es die Schraube zu suchen, die den Staubschutz befestigt und nur diese zu lösen.

Im Inneren sind viele kleine Rädchen und Federn. Wenn die sich mal alle selbständig machen, ist es sehr schwer, alle wieder in der richtigen Reihenfolge zusammen zu setzen. Wenn der Staubschutz mal entfernt ist, seht ihr einen (vielleicht kompliziert erscheinenden) Mechanismus aus Zahnrädchen und eine federbetriebene „Kralle“.

Ihr werdet sehen, dass, wenn ihr in leichtere Gänge schaltet, die Feder die Kralle gegen die Zahnräder drückt bis es in die nächste Position „klickt“. Das baut Spannung auf die Feder auf und drückt so das Kabel in seine nächste Position, was dazu führt, dass das Schaltwerk hinten genau ein Ritzel weiterspringt. Genauso funktioniert es in die andere Richtung. Nur das hier der Seilzug gelöst wird und so das Schaltwerk die Kette um ein Ritzel in den leichteren Gang bringt.

Wenn bei diesen Abläufen irgendetwas nicht funktioniert, schaut euch die Rädchen und Federn und Krallen im Inneren des Schalthebels genau an. Vielleicht könnt ihr hier etwas entdecken, was defekt ist oder nicht wie gewollt funktioniert. Wenn dem so ist, braucht ihr in der Regel einen neuen Gangschalter. Wenn alles gut aussieht, könnte ein wenig Öl und Schmiermittel Abhilfe schaffen.

Schalthebel komplett demontieren und wechseln

Sollte es nach dieser Methode dennoch nicht funktionieren, dann ist vermutlich der innere Mechanismus zu stark abgenutzt und die Zähne des Rädchens greifen nicht mehr. Hier muss meist der komplette Schalthebel getauscht werden. Dazu müsst ihr diesen ausbauen und einen neuen wieder einbauen und die Gangschaltung neu einstellen (mit dem neuen Schaltzug).

Gangschalter ausbauen

Zuerst entfernt ihr den Schaltzug. Wir bevorzugen hier die Stellung des höchsten Ganges. Baut jetzt den Gangschalter vom Lenker ab.

Jetzt müsst ihr allerdings alle restlichen Schrauben entfernen, um an den inneren Mechanismus zu kommen. Aber Vorsicht beim Auseinanderbauen. Merkt euch genau die Reihenfolge, in der die Teile im Mechanismus wieder eingebaut werden müssen. Hier sind viele kleine Schrauben, Federn und Zahnrädchen. Die falsche Reihenfolge und es kann wirklich nervig werden.

Reinigen und zusammenbauen

Nutzt zuerst das WD-40, um die Teile von Schmutz und Unrat zu befreien. Wischt anschließend alles wieder ab und lasst alle Teile lufttrocknen. Anschließend sprüht alles mit Sprühöl oder Fett ein - besonders zwischen die sich bewegenden Teile, und baut dann alles wieder so ein, wie es vorher auch rausgenommen wurde.

Baut den Schalthebel wieder an den Lenker und befestigt das Schaltkabel. Falls nötig, stellt die Schaltung nochmal ein und testet, ob alles wieder wie gewünscht funktioniert. Wenn nicht, werdet ihr wohl um einen neuen Schalthebel nicht herum kommen.

Zusätzliche Tipps zur Wartung

Wie kann ich den Umwerfer an meiner Shimano Deore LX Gruppe einstellen?

An deinem Umwerfer (oben) sind 2 Schrauben angebracht - wie übrigens bei allen Schaltungen von Shimano. Die eine begrenzt das obere Kettenblatt und die andere das untere Kettenblatt. Die unterste Schraube muss so eingestellt werden das die Kette nicht über das große Kettenblatt springen kann.

Wenn dein Umwerfer nicht mehr auf das mittlere Kettenblatt kommt solltest du zuerst die Spannung deines Schaltzuges überprüfen. Ist dieser zu locker, geht das betätigen deines Shimano LX Schalthebels „ins Leere“.

Um deine Shimano Deore LX einstellen zu können, solltest du diese Optionen prüfen.

Wartung von Hydraulikbremsen

Bei der Wartung von Hydraulikbremsen haben viele Fahrer Fragen und stehen vor Problemen, die mittels guter Technikbücher kaum zu lösen sind. immer kürzer werdenden Modellwechsel erschweren es ohnehin, den Überblick zu bewahren. Auch mir wird es kaum gelingen, sämtliche Fragen und Antworten zu allen möglichen Bremsenmodellen zu beantworten, zumal auch ich kein Fahrradmechaniker bin.

Über mehrere Fahrten hinweg bemerkte ich einen zunehmenden Bremsdruckverlust bei der Shimano-Vorderradbremse. Daraufhin habe ich den Ausgleichsbehälter am Bremsgriff geöffnet und siehe da, Dreck war in den Behälter eingedrungen und hatte für Undichtigkeit gesorgt. ganz feine schlammartige Matsch, der sich bei unseren Fahrten über nahezu alles legt, war auch auf der Gummimembran im Bremseninneren zu finden.

Ich habe alles gereinigt, etwas Hydrauliköl in den offenen Ausgleichsbehälter gefüllt und mit vorsichtigen Pumpbewegungen des Bremshebels die im System befindliche Luft herausgepumpt. alles wieder fein säuberlich zusammengesetzt und verschraubt und siehe da - alles funktioniert wieder bestens.

Magura HS 33 Felgenbremse

Wer eine Magura HS 33 Felgenbremse hat, der kennt das kleine rote Rendelrad im Bremsgriff, das sog. TPA, mit dem man die Bremsbeläge nachstellen kann. Rades im Bremsgriff, aufgrund starken Dreckeintrags in den hohlen Bremsgriff. Das ist dann der Moment, in dem sich das Gewinde des Drückstifts verabschiedet hat. gefallen, wie auf dem Bild links deutlich zu sehen ist. Dazu löst man einfach die Verschraubung des Bremsgriffs im Gehäuse und nimmt den Griff inklusive der TPA-Einheit heraus.

muss, hat es sich als sehr hilfreich erwiesen, den abgeschraubten und verschmutzen Griff ein paar Stunden vorher intensiv im Bereich der TPA-Schraube mit Ballistol einzusprühen. der Dreck und der Stift kann wieder bewegt werden. Dies ist auch m.E. kommt. Griff mit gewechseltem Alu-Drückstift und defektem Stahlstift.

Als Ersatz konnte ich den Drückstift nur in der Alu-Version, statt der bisherigen Stahl-Version, bekommen. bis gar nicht mehr zu bekommen sind. Insbesondere die rote, aus Kunststoff gefertigte TPA-Schraube versagte immer wieder und das Gewinde wurde blank gerieben. Bremsgummis zur Felge nur noch über die Grundeinstellung verändern, was mir auf Dauer zu umständlich war. Die aktuellen Bremsgriffe der Serie HS 33 R lassen sich problemlos an den verlegten Bremsschläuchen anbringen. Befüllen und Entlüften des Systems geändert wurde. Modell.

Weitere Bremsprobleme

Auch Scheibenbremsen, egal ob hydraulisch oder mechanisch, können quietschen.

2. Laufräder ausbauen und Bremsscheiben prüfen

Um an der Bremsanlage arbeiten zu können, müssen natürlich die Laufräder vom Rad abmontiert werden. Vorher aber kannst Du noch prüfen, ob die Bremsscheiben gerade oder eventuell verzogen sind. Eine verzogene Scheibe erkennst Du daran, dass sie bei Rotation im Bremssattel seitlich “taumelt“. Ein leichter Verzug ist zu verschmerzen und kann mit einem Richtwerkzeug begradigt werden. Dieser Verzug kann im Fahrbetrieb teils auffallen - Du spürst während des Bremsens ein leichtes, frequentes Pulsieren. Wenn Dich das nicht sonderlich stört, kann die Scheibe ruhig so weitergefahren werden.

Ist die Scheibe stark verzogen, so dass der Bremssattel nicht mehr schleiffrei einstellbar ist, kann es sein, dass sie nicht mehr zu begradigen ist und ausgetauscht werden muss. Nun wird noch die Reibfläche der Scheiben geprüft. Diese unterliegt natürlich, genau wie die Beläge, einem gewissen Verschleiß, auch wenn dieser aufgrund der Härte des Stahls deutlich langsamer fortschreitet als bei den Bremsbelägen. Nimmst Du Dir die Scheibe vor, kannst Du mit dem Fingernagel am Übergang zwischen Reibfläche und Trägerarmen oft eine „Stufe“ spüren. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Reibfläche bereits dünner geworden ist. Mit dem Messschieber kannst Du die genaue Dicke messen. Ist sie nahe der Verschleißgrenze oder gar darunter, muss sie getauscht werden. Diese Verschleißgrenze ist auf der Scheibe aufgedruckt.

Wenn die Scheibe rot- bis bläuliche Verfärbungen aufweist, ist dies ein Indiz dafür, dass sie mindestens einmal auf einer Abfahrt sehr heiß geworden ist. Das darf aber durchaus sein und ist kein Grund zum Austausch - es sei denn, die Scheibe sieht komplett „verglüht“ aus. Schau Dir auch die Reibfläche genauer an: Siehst Du dort eingebrannte Fragmente der Beläge, hat sich Material dieser gelöst und mit der Scheibe unter Hitzeeinwirkung „verbunden“. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Bremsbeläge an ihre Belastungsgrenze gekommen sind. Falls Du organische Beläge nutzt, wäre der Umstieg auf Sintermetall-Beläge ratsam, da diese mehr Hitze vertragen.

Um nichts auszulassen, empfiehlt es sich, noch die Verschraubung der Scheiben an den Naben zu prüfen, idealerweise mit dem Drehmomentschlüssel. Die Drehmomentwerte sind jeweils auf der Scheibe bzw. auf dem Center Lock-Verschlussring aufgedruckt. Findest Du keine Angabe auf der 6-Loch-Scheibe, sind 6-7Nm ein guter Anhaltspunkt. Bei Center Lock ist ein Wert von 40Nm vorgesehen.

Sind die Bremsscheiben verölt oder stark verdreckt, müssen sie gereinigt werden. Hierzu nimmst Du einen herkömmlichen Bremsenreiniger , der auf einen Öl- und fettfreien Lappen gesprüht wird. Damit werden beide Seiten der Bremsfläche gründlich abgewischt. Anschließend empfehlen wir, noch einmal mit einem in Wasser getränkten Lappen nachzuwischen, denn Bremsenreiniger hinterlässt Rückstände auf der Scheibe, die den Reibwert verringern und somit temporär die Bremsleistung verschlechtern.

Service Kit für Shimano Hydraulikbremsen

Das Service Kit für Shimano ist ein Entlüftungs-Kit, das dazu dient, die Leistung und Zuverlässigkeit Ihrer Shimano hydraulischen Scheibenbremsen zu optimieren. Es enthält 100ml abgefüllt aus Grossgebinde Original Shimano Mineralöl, das speziell für hydraulische Bremssysteme von Shimano entwickelt wurde. Das Kit enthält auch alle erforderlichen Werkzeuge und Zubehörteile, um den Entlüftungsprozess einfach und effizient durchzuführen. Die regelmäßige Entlüftung Ihrer Bremsen ist wichtig, um Luftblasen aus dem Bremssystem zu entfernen und die Bremsleistung zu verbessern.

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