Klick, klick, klick - reibungslos schalten und sicher bremsen sind Markenkennzeichen von Shimano. Vor 100 Jahren startete die Erfolgsgeschichte des japanischen Unternehmens mit einem Freilauf.
Klein, 40 Quadratmeter, als Werkstatt. Nein, nicht um Messer zu produzieren, wie’s alle ringsum machen. Vielmehr beseelt von der Vision, das Fahrrad zu beflügeln, erfindet und entwickelt er den 3.3.3.-Freilauf. Das Produkt ist erfolgreich: 1930, also keine zehn Jahre nach Gründung von „Shimano Iron Works“, fertigt er mit 20 Mitarbeitern diverse Varianten. Unglaubliche 60.000 Freiläufe pro Monat! Folglich wagt man 1931 den Export.
Mehrere Generationen der Shimano-Familie, getrieben vom Firmencredo „Näher an der Natur, näher am Menschen“, sorgen für eine internationale Ausrichtung. Neun Jahre später erweitern die Japaner übrigens erstmals ihr Produkt-Portfolio - und starten die Herstellung von Angelrollen. In deren Innenleben filigrane Präzisionstechnik wie bei Fahrradschaltungen.
Für die Fahrrad-Branche entwickelt Shimano nun Umwerfer und Kurbelsätze für Touren- und Rennräder, die aber in Europa zunächst keine Abnehmer finden. Man glaubt es kaum: Anfang der 1980er war die Marke aus dem Land des Lächelns nahezu unbekannt in der Radszene Europas. Der König unter ihnen: Campagnolo.
Der Stuttgarter entschließt sich 1967 - nach vorsichtigen, gegenseitigen und vertrauensbildenden Besuchen - Komponenten aus Sakai zu importieren. Dann wäre da noch Andries Gaastra, der einst Shimanos Einstieg in den Rennsport einfädelt.
Gaastra sorgt dafür, dass ab 1981 das Team „Capri Sonne“ mit Koga-Rädern bei der Tour de France startet - inklusive Shimano-Komponenten. Ermutigt durch erste Rennsport-Erfolge und ihr neues Standing in der Fahrradbranche richten 1972 die Strategen aus Sakai in Düsseldorf eine europäische Zentrale ein.
Erste Podium-Plätze im Radrennsport, von medialem Rückenwind beflügelt - die hochwertige Dura-Ace-Serie für Rennräder legt einen Siegeszug bei ambitionierten Rennradfahrern hin. Der Knaller dann 1982: Shimano wird zum technischen Wegbereiter des Mountainbikes, die MTB-Gruppe „XT“ feiert Premiere. Die Biker sind begeistert, jeder will sie haben, sie ist eine lebende Legende.
Bei Schaltungsgruppen dagegen ist die Marke weltweit die Nummer 1. Die Japaner führten übrigens als erste aufeinander abgestimmte Gruppen in einer Leistungsklasse ein - aus Schaltwerk, Ritzel (bzw. Nabenschaltung bei Stadträdern), Umwerfer, Lagern, Kurbeln, Bremsen, Schalt- und Bremshebeln.
Ein Geschwader von hochspezialisierten Ingenieuren entwickelt stetig Neuerungen in der Antriebs- und Bremstechnik, gegengecheckt weltweit von unzähligen Touren- und Profi-Testfahrern. Leuchtendes Beispiel: Anfang der 1990er erstaunt die erste Brems-Schaltkombination „Shimano Total Integration“ (STI) die Fachwelt. Auch bei Scheibenbremsen für Mountainbikes - dann bei Rennrädern - setzen die Macher aus Sakai den Maßstab.
Ebenfalls richtungweisend: Schon vor 30 Jahren entwickelt das Unternehmen Klickpedale. Seit Jahren lässt der Ritzelriese unter eigenem Label lässige bis hochfunktionelle Radsportbekleidung schneidern für Tourenfahrer, Biker und Rennradfans. Zudem sind die Japaner Eigentümer der belgischen Helmmarke Lazer.
Shimano unterstützt seit über 35 Jahren Radsportveranstaltungen, ist Sponsor von Road-, Triathlon-, MTB- und BMXTeams sowie unzähligen Einzelsportlern, macht bei Events den Service - ein wahrer Helfer in der Not, für Profis … und Amateure. Hut ab! Keine Frage, das 100-jährige Engagement zeigt, dass Shimano innovativ mit der Zeitgeht.
Die Anfänge der Mountainbike-Schaltung
Erstveröffentlichung: 11. 1982 reagierte Shimano auf den Trend, der sich da in Kalifornien entwickelte: Gelände-Fahrradfahren, auch Mountainbiking genannt. Der raue Einsatz erforderte spezielle Komponenten. 1982 brachten die Japaner ihre erste Mountainbike-Schaltung auf den Markt.Damals: Shimano MTB-Schaltung 1984
Man will’s nicht glauben: Obwohl das erste Schaltwerk bereits 1869 in Paris vorgestellt wurde, galt eine Gangschaltung unter Rennradlern ursprünglich als unsportlich. Daher schalteten die „Tour de France“-Piloten entweder gar nicht oder sie mussten die Hinterradnabe lösen, um die Kettenstellung zu verändern. Erst in den 1960er-Jahren entstanden die ersten ernstzunehmenden Rahmenschaltungen im Rennrad-Sport. Sensation 1973: die erste 10-Gang-Kettenschaltung.
1981 erkannte Yoshizo Shimano (damals Präsident von Shimano USA) den Bedarf der neuen Funsportler in Kalifornien. Die Mountainbike-Bewegung verlangte nach einer robusten Schaltung, die vom Lenker aus bedient werden konnte. Ein Jahr später präsentierte Shimano die erste Schaltgruppe für Mountainbiker: die Deore XT mit 6fach-Kassette.
XT wurde im Moutainbike-Sport zum Synonym für Highend. Erst zehn Jahre später übernahm die XTR-Gruppe diese Position.
Features der ersten XT-Gruppe
- Die erste XT-Gruppe war mit 6fach-Ritzelpaket ausgestattet.
- Drei Kettenblätter ergaben damit 18 Gänge.
- Technik-Highlight 1982: „verbesserte Gummi-Dichtung“ und dicke 2-mm-Züge.
- Erfolgsrezept: Über ein Parallelogramm verändert das Schaltwerk seine Stellung und wechselt damit die Gänge.
- Unter Zug: Der Schaltwerkskäfig hatte die Funktion eines ständigen Kettenspanners.
Typenbezeichnung: RD-M700
Erscheinungsjahr: 1982
Material: Leicht-Alu
Gänge: 18
Gewicht: 254 Gramm
Shimano MTB-Schaltung 2024
Die letzte Entwicklungsstufe des Shimano Deore XT-Schaltwerks sieht mysteriös aus wie ein Spionage-Objekt aus der geheimen „Area 51“. 2021 wurde das M8100 vorgestellt mit seiner Shadow-RD+-Technik und ist bis heute Benchmark. Die ShadowRD+-Technik reduziert die Vorspannung im Schaltwerk, puffert mit einem Anschlagsdämpfer die Schaltvorgänge und macht damit das Schalten leise wie nie zuvor. Die Hyperglide+-Features unterstützen. Sie lassen die Kette geschmeidig wandern, selbst unter Last. Größere Umlenkrollen (13 Zähne) steigern die Effektivität. Das XT-Schaltwerk wurde auf 12-fach-Antrieb optimiert mit großem Übersetzungsumfang.
Übrigens: Auch die neusten Ausbaustufe des XT-Schaltwerks arbeitet nach dem Schrägparallelogramm-Prinzip. Damit verläuft der Schwenkweg der Schaltschwinge nicht nur nach innen, sondern auch nach unten. Das entspricht der Kletterbewegung der Kette. Dieses Prinzip hatte 1984 Konkurrent Suntour erfunden.
Features der aktuellen XT-Gruppe
- Durchgestylt: Die Shimano-Produktdesigner scheinen das Schaltwerk durch den Windkanal gejagt zu haben.
- ShadowRD+ nennen die Japaner ihre Technik. Sie sollen die Gangwechsel leise machen - wie nie zuvor.
- Auch das neueste Modell des XT-Schaltwerks arbeitet nach dem Schrägparallelogramm-Prinzip. Das bewährt sich seit 1984.
- „Bigger is better“: Der Durchmesser der Umlenkrollen wurde vergrößert, das steigert die Effizienz.
Typenbezeichnung: RD-M8100
Erscheinungsjahr: 2021
Material: Alu
Gänge: 12
Gewicht: 284 Gramm
Klar ist, je teurer eine Schaltgruppe ist, desto besser und leichter ist sie auch. Doch muss es natürlich nicht immer eine XT oder XTR Schaltung sein. Für die/den Durchschnittmountainbiker:rin reicht auch eine Alivio oder Deoreschaltung völlig aus, um sportliche Touren zu machen oder Spaß auf den Trails zu haben. Auch diese Schaltungen haben sich lange bewährt und garantieren lang anhaltenden Fahrspaß. Oftmals kommt in den günstigeren Schaltgruppen die gleiche Technik zum Einsatz, lediglich das Material unterscheidet sich.
Und wie der Name „Gruppe“ schon vermuten lässt: Eine Schaltgruppe besteht meist aus Schaltwerk (hinten), Umwerfer (vorne), Kurbelgarnituren, Kassetten, Kettenblätter, Schalthebeln, Bremshebeln und den dazugehörigen Scheibenbremsen. Manchmal werden vom Hersteller des Fahrrads aber auch Komponenten ausgetauscht, sodass die Teile nicht alle der gleichen Gruppe angehören.
Die Shimano Schaltgruppen im Überblick
Shimano Tourney ist für den Einsatz auf Einsteiger- und Freizeit-Fahrrädern konzipiert ist. Sie bietet eine einfache Schaltung mit ausreichend Gängen und ist in der Regel preisgünstiger als andere Schaltgruppen von Shimano. Die Schaltung ist robust und zuverlässig, aber nicht ganz so leistungsstark und präzise wie höherwertige Schaltgruppen.
Die Shimano Altus Schaltgruppe ist eine der Einstiegs-Schaltgruppen von Shimano und bietet eine solide Leistung zu einem erschwinglichen Preis. Mit der Acera-Schaltung kannst du erste Erfahrungen im Gelände sammeln.
Die Shimano Alivio Schaltgruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe, die für Alltagsfahrten und leichtes Gelände geeignet ist. Sie zeichnet sich durch reibungslose und präzise Schaltvorgänge aus. Die Alivio Schaltgruppe verfügt auch über ein stilvolles und modernes Design. Im Vergleich zur Acera Schaltgruppe bietet die Alivio Schaltgruppe eine höhere Qualität.
Die Shimano Deore ist eine hochwertige und leistungsstarke Schaltgruppe, die für den Einsatz im Gelände und für Mountainbike-Touren geeignet ist. Sie zeichnet sich durch ihre Robustheit und Zuverlässigkeit aus, die auch bei schwierigen Bedingungen und rauem Gelände eine hervorragende Leistung bietet. Die Deore Schaltgruppe verfügt auch über ein aktuelles, zeitloses Design. Im Vergleich zu günstigeren Shimano Schaltgruppen bietet die Deore Schaltgruppe eine noch höhere Qualität und Leistung.
Die Shimano SLX Schaltgruppe bietet viele Vorteile für Mountainbiker:innen. Zum Beispiel ist sie sehr langlebig und zuverlässig, sodass du dich auf sie verlassen kannst, wann immer du unterwegs bist. Sie ist leicht und kompakt, was sie zu einer sehr guten Wahl macht. Darüber hinaus ist sie sehr präzise und bietet ein reibungsloses Schaltverhalten, sodass du immer mit der richtigen Übersetzung unterwegs bist.
Die Shimano Deore XT Schaltgruppe ist eine hochwertige Komponentengruppe für Mountainbikes, die sich durch ihre zuverlässige Schaltleistung, ihre präzisen Gangwechsel und ihre robuste Bauweise auszeichnet. Sie bietet auch ein breites Übersetzungsverhältnis, sodass du in jeder Situation einen passenden Gang findest.
Die XTR Schaltgruppe ist für Fahrer entwickelt, die höchste Anforderungen an die Leistung ihres Mountainbikes stellen. Sie bietet eine schnelle und präzise Schaltung und eignet sich für anspruchsvolle Trail-Sessons oder auch den beliebten Alpencross. Mit dieser Ausstattung stehen dir alle Möglichkeiten offen.
Die Zukunft: Shimano XTR Di2 M9200 2025
Die neue Shimano XTR ist da! Funkelnd und edel flimmern aktuell Hochglanz-Bilder des neuen Schaltungs-Flaggschiffs über die Bildschirme. Kein Wunder, schließlich ist eine neue MTB-Schaltung von Shimano ein ziemlich großer Deal. Lange Zeit waren die Japaner Marktführer für Mountainbike-Teile. Mehr noch: Die erste jemals extra für den Geländeradsport auf breiten Reifen entwickelte Schaltgruppe stammte von Shimano.
Ein Dämpfer kam durch die Markteinführung der elektronischen Schaltwerke der größten Konkurrenz. Die Sram-AXS-Schaltwerke sollten den Markt nachhaltig verändern. Plötzlich wollte jeder sich von lästigen Zügen lossagen und auch die kabelgebundene Elektro-Schaltungen der Shimano Di2-Baureihe setzten Staub an. Jetzt ist Shimano endlich zurück. Sieben Jahre lang ließ man sich mit der Neuentwicklung der XTR Di2 Zeit. Ein Blick auf die Shimano XT von 1982, der Urgroßmutter aller MTB-Schaltungen, zeigt, dass der Weg zur ersten Funk-Schaltgruppe von Shimano ein langer war. Zeit zurückzublicken.
Als 1869 die erste Fahrrad-Kettenschaltung der Geschichte das Licht der Welt erblickte, war Mountainbiken noch nicht einmal als Idee geboren. Mit dem Rad durchs Gelände fahren, Trails gar? Damals undenkbar. Radprofis gab es zwar auch damals schon, bei der Tour de France waren sie jedoch mit schmalen Asphaltschneider-Reifen und Singlespeed-Antrieben unterwegs. Ihre Skepsis gegenüber Getrieben fürs Fahrrad hielt sich fast 100 Jahre lang.
Erst in den 1960ern nämlich begann die Verbreitung von Schaltungen an Rennrädern. 1973 war das erste Zehnfach-Schaltwerk geboren. Einige Jahre später stolperten in Kalifornien junge Wilde auf umgebauten Militär-Fahrrädern über die Berge - die Geburtsstunde des Mountainbikens. Der neue Funsport wurde bald zu einer richtigen Bewegung und Yoshizo Shimano erkannte den Bedarf nach einer robusten Schaltung mit Aktivierung vom Lenker aus. 1982 präsentierte sein Unternehmen der jungen Bike-Welt die Shimano Deore XT M700. Eine Highend-Schaltgruppe mit sage und schreibe drei mal sechs Gängen.
Erst 1992 schuf Shimano mit der XTR eine neue Oberklasse für Mountainbike-Schaltungen.
Hinter der Entwicklung der ersten Schaltgruppe für Mountainbikes steckten keine geringere Namen als die der MTB-Pioniere Joe Breeze und Gary Fisher. Gemeinsam mit den japanischen Ingenieuren von Shimano brachten sie die XT vom Prototypen bis zur Serienreife. Beide Charakterköpfe sind auch heute noch im Bike-Cosmos unterwegs und konnten in den vergangenen 53 Jahren beobachten, wie nach und nach immer mehr Schwachstellen von MTB-Schaltungen eliminiert wurden.
In den frühen Jahren plagte Mountainbiker vor allem das Thema Haltbarkeit: Ketten rissen bei hektischen Schaltvorgängen, Schaltwerkskäfige wurden von Felsen geköpft und der Schlamm setzte den Antrieb zu. Aber auch in der Funktion mussten Biker lange Kompromisse eingehen. Die schmale Übersetzungsbandbreite der Kassetten machte lange einen Umwerfer und mehrere Kettenblätter notwendig, um steile Berge zu erklimmen. Erst 2019 brachte Shimano die erste Zwölffach-Schaltung auf dem Markt.
Dass die Shimano XTR von 2025 zwölf Gänge sortieren kann, verwundert niemanden. Dass sie dass ganz ohne Schaltzug oder Kabel tut, ist bei den Japanern eine große Neuheit. Die Shimano XTR Di2 M9200 setzt voll auf Elektronik. Optisch ist das moderne Schaltwerk fast doppelt so groß, wie das Modell von 1982, trotzdem ist es inklusive Akku “nur” gut 130 Gramm schwerer. Modernste Elektrotechnik und wirtschaftliche Entwicklungen haben den Preis von damals 65 D-Mark auf heute 665 Euro fürs Schaltwerk alleine getrieben. Ist die XTR Di2 Generation 2025 deshalb auch zehn mal so gut? Mit Sicherheit! Die Präzision, mit der das Teil die Gänge wechselt spielt in einer ganz anderen Liga. Trotz weniger Bauteile realisiert die Schaltgruppe genügend Übersetzungsbandbreite für große Touren. In der App lassen sich die Funktionen der Shimano XTR Di2 M9200 individualisieren. An E-Bikes schaltet sie sogar auf Wunsch vollautomatisch.
Mit einer extra starken Schaltwerksstabilisierung, kompakterem Käfig, stärkeren Links sowie Umlenkrollen, abgerundeten Oberflächen und einer automatischen Recovery-Funktion dürfte die neue XTR zudem die stabilste Shimano-Schaltung aller Zeiten sein.
Details zum Shimano Deore XT M700 Gangschaltung von 1982
- Gänge: 3 x 6 (mechanisch)
- Gewicht: 254 g
Details zum Shimano XTR Di2 M9200 Schaltwerk von 2025
- Gänge: 1 x 12 (elektronisch via Funk)
- Gewicht: 388 g
Bremspower auf einem anderen Level: Shimano Bremsen im Laufe der Zeit
Natürlich haben sich in 53 Jahren nicht nur Gangschaltungen enorm weiterentwickelt. Dank technischen Fortschritt konnten Mountainbikes immer schneller durchs Gelände bewegt werden. Um den neuen Speed zu kontrollieren brauchte es immer stärkere Bremsen. Die Shimano Deore XT Gruppe von 1982 umfasste auch einen Satz Felgenbremsen - nach damaligen Standards ein echter Anker, denn Breezer und Fisher hatten im regen Austausch mit anderen Testfahrern aus den USA und den Entwicklern in Asien dafür gesorgt, dass die Bremsschuhe die Felge nicht nur harmlos streichelten. Im Vergleich zu den damals weit verbreiteten Trommelbremsen ein echter Fortschritt!
Die erste hydraulische Scheibenbremse entwickelte Formula schon 1987 in Italien. Schon 15 Jahre zuvor experimentierte Shimano mit Scheibenbremsen an Fahrrädern. Fürs Gelände eignete sich allerdings erst die hydraulische Deore XT aus dem Jahre 2003 wirklich. 2017 folgte in der XT-Familie die erste Vierkolben-Bremse für noch mehr Verzögerungsleistung.
Shimano hat sich mit der Performance seiner Scheibenbremsen über die Jahre einen guten Namen gemacht. Die Shimano XTR aus dem Jahre 2025 knüpft an die Erfolge der letzten Jahre an und kommt mit kleinen aber feinen Detailverbesserungen. So wurde der Hebel für eine bessere Ergonomie neu designet und der Hebelweg soll besonders reibungslos und direkt in Bremskraft übersetzt werden. Der Bremssattel wiederum kommt mit einer Option für Enduro- und Trailbiker mit vier Kolben. Crosscountry-Racer können weiterhin auf eine leichte Zweikolben-Variante mit Carbon-Hebel zurückgreifen. Ein optimiertes Mineralöl und verbesserte Dichtungen im Inneren sollen den Druckpunkt konstant halten. Von so viel Bremspower konnte man vor 53 Jahren nicht einmal träumen.
Insbesondere im Bereich der Schaltungsgruppen für Fahrräder hat Shimano eine überragende Marktstellung. Die Spitzengruppen sind traditionell die XTR für Mountainbikes und die Dura Ace für den Straßenrennsport. Shimano hat als erster Hersteller jeweils komplett aufeinander abgestimmte Gruppen, bestehend aus Schaltwerk, Ritzelpaket (oder Getriebenabe im City-Bereich), Kurbeln, Lagern und Bremsen, sowie Schalt- und Bremshebeln einer Leistungsklasse eingeführt, die aber auch untereinander kompatibel sind. Direkte Konkurrenten sind Campagnolo aus Italien und SRAM aus den USA.
Shimano vermarktet die meisten seiner Teile als "Gruppen". Eine Gruppe besteht zumindest aus einem Nabensatz, Schaltwerk, Umwerfer sowie Kontrollgriffen, der Kurbelgarnitur und dem Bremsensatz, die alle den gleichen Gruppennamen tragen.
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