Shimano Deore Mechanische Scheibenbremse Test: Ein umfassender Überblick

Bremsen sind ein entscheidender Faktor für Kontrolle und Sicherheit auf dem Fahrrad, doch viele Radfahrer schenken ihnen kaum Beachtung. Dabei sorgt die Bremsanlage für eine kontrollierte Entschleunigung und damit für Sicherheit. Dieser Artikel befasst sich mit den mechanischen Scheibenbremsen von Shimano Deore und vergleicht sie mit hydraulischen Systemen, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.

Die Bedeutung von Bremsen beim Fahrradkauf

Oft wird beim Radkauf gefragt: „Hat das Rad eine XT-Schaltung?“ Die Kundschaft achtet stark auf das XT-Schaltwerk, aber die Bremsanlage wird oft vernachlässigt. Dabei ist die Bremsanlage entscheidend für die Sicherheit.

Vergleich von Bremsentypen

Im Radbereich gibt es verschiedene Bremsmedien, die untereinander nicht kompatibel sind. Dazu gehören DOT, Mineralöle, Hydrauliköl und Wasser.

  • DOT: Weltweite Verfügbarkeit, günstiger Preis, hoher Siedepunkt und Wasserbindung. Allerdings unterliegt es Alterungserscheinungen und sollte jährlich getauscht werden.
  • Mineralöle: Werden von Magura, Shimano, Tektro und TRP eingesetzt. Sie sind dickflüssiger als DOT, greifen Oberflächen nicht so aggressiv an und brauchen keinen regelmäßigen Wechsel. Es gibt jedoch keinen Standard für Mineralöle, daher sollte nur die jeweilig vorgeschriebene Variante verwendet werden.
  • Hydrauliköl (Bionol): Wird bei Trickstuff eingesetzt und in Deutschland aus nachwachsenden, biologisch abbaubaren Pflanzenölen hergestellt. Es ist giftklassefrei, toxikologisch unbedenklich und sogar für die Lebensmittelproduktion zugelassen, aber sehr teuer.
  • Wasser: Wird bei BFO verwendet. Es ist druckstabil, dünnflüssig und hat ein hohes Wärmeaufnahmevermögen. Zudem ist es billig, überall zu bekommen und umweltfreundlich.

Mechanische vs. Hydraulische Shimano Bremsen

Bei E-Bikes werden hauptsächlich Felgenbremsen oder Scheibenbremsen verbaut, die sich in mechanische und hydraulische Modelle unterteilen. Hydraulische Shimano Bremsen sind in der Regel den mechanischen vorzuziehen.

Reihenfolge von schlechter bis besser:

  1. Mechanische Felgenbremsen
  2. Mechanische Scheibenbremsen
  3. Hydraulische Felgenbremsen
  4. Hydraulische Scheibenbremsen

Einige Modelle sind auch mit einer Rücktrittbremse ausgestattet, besonders bei City E-Bikes.

Mechanische Shimano Bremsen

Mechanische Bremsen werden mit einem klassischen Seilzug betätigt, eine seit Jahrzehnten bewährte Technik. Allerdings haben sie Nachteile, besonders bei schweren und schnellen E-Bikes. Sie benötigen hohe Bedienkräfte und haben längere Bremswege als hydraulische Bremsen.

Nachteile mechanischer Bremsen:

  • Hohe Bedienkräfte
  • Längere Bremswege
  • Regelmäßiges Nachstellen erforderlich

Vorteile mechanischer Bremsen:

  • Einfache Technik, auch für Laien verständlich
  • Kleine Reparaturen ohne Spezialwerkzeug möglich

Mit zunehmendem Verschleiß der Bremsbeläge muss die Bremse regelmäßig nachgestellt werden, da der Betätigungsweg des Bremshebels sonst immer länger wird. Positiv ist jedoch, dass diese einfache Technik auch für Laien einfach zu verstehen ist, sodass kleine Reparaturen ohne Spezialwerkzeuge in Eigenregie durchgeführt werden können.

Hydraulische Shimano Bremsen

Bei hydraulischen Shimano Bremsen wird statt eines Seilzugs eine Bremsflüssigkeit als Übertragungsmedium verwendet. Diese Bremsen wurden erstmals bei Mountainbikes serienmäßig verbaut und ähneln dem Prinzip von Auto- bzw. Motorradbremsen.

Vorteile hydraulischer Bremsen:

  • Geringe Betätigungskräfte für maximale Verzögerung
  • Besseres Fahrgefühl
  • Bessere Dosierbarkeit der Bremskraft

Nachteile hydraulischer Bremsen:

  • Spezialwerkzeuge für Wartung und Reparatur erforderlich

Für ungeübte Fahrer erfordert das Bremsen mit hydraulischen Bremsen eine kurze Umgewöhnungsphase. Als Nachteil muss jedoch erwähnt werden, dass für die Wartung und Reparatur spezielle Werkzeuge benötigt werden.

Montage und Wartung

Bei der Montage setzen alle Hersteller beim Bremssattel auf den Postmount-Standard. Dieser ist einfach und schnell montiert, zudem kann der Bremssattel über ein integriertes Langloch genau zur Bremsscheibe ausgerichtet werden. Zur Anpassung an individuelle Vorlieben lässt sich an jeder Bremse die Hebelweite zum Lenker justieren. Ohne Werkzeug ist das bei BFO, Hayes, Hope, Shimano XT, Sram und TRP möglich. Ästheten bevorzugen drehbare Leitungsanschlüsse am Bremssattel, um die Bremsleitung optimal auszurichten.

Damit eine Bremse dauerhaft einwandfrei funktioniert, sind Wartung und Service wichtig. Beim Spülen und Entlüften des Bremssystems ist auf eine gute Zugänglichkeit und Bedienung der Serviceports sowie den Entlüftungsvorgang selbst zu achten. Shimano XT und Sram sind hier vorbildlich.

Bremsbeläge und Bremsscheiben

Die Bremskraft hängt vom Übersetzungsverhältnis des Bremshebels zum Bremssattel, der Scheibengröße sowie dem Zusammenspiel von Belag und Bremsscheibe ab. Beläge sind Hauptreibpartner und maßgeblich für die Performance verantwortlich. Es gibt organische, semi- oder Sintermetallbeläge. Die meisten Hersteller haben verschiedene Belagstypen im Portfolio. Nur bei Trickstuff verliert man bei Fremdbelagsnutzung die Garantie der Bremse nicht.

Damit die Bremsanlage von Anfang an ihre Leistung abruft, müssen Beläge und Scheibe aufeinander eingebremst werden. Hier eine Anleitung:

  1. Auf circa 20 km/h beschleunigen, im Sattel sitzen bleiben und langsam, gleichmäßig bis auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen.
  2. Bremsungen bis zum Stillstand vermeiden!
  3. Auf 30 km/h beschleunigen und erneut bis auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen.
  4. Vor der ersten Ausfahrt das Bremssystem abkühlen lassen.

Prüfstandtest

Beim Prüfstandtest wurden alle Scheibenbremsen auf ein Rad montiert, das auf einem Rollenprüfstand fixiert war. Das Prüfprogramm bremste alle Bremsen ordnungsgemäß ein, bis die maximale Bremskraft anlag. Der Test basiert auf der DIN-Norm für Bremssysteme und wurde vom Prüfinstitut Velotech in Schweinfurt durchgeführt.

Bei der Bremskraft bieten Hayes und Trickstuff die höchste Leistung. Im Vergleich von trockenen zu nassen Bedingungen bremsen Hayes und Magura MT Sport am konstantesten. Sram, Tektro und Trickstuff überzeugen durch fast gleichbleibende Handkräfte.

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Worauf Sie beim Kauf von Shimano Bremsen achten sollten

Zusammenfassend gibt es drei Dinge, die Sie bei der Auswahl der richtigen Shimano Bremsen für Ihr Fahrrad beachten müssen:

  1. Preis: Achten Sie vor dem Kauf auf den Preis der Bremse.
  2. Qualität: Berücksichtigen Sie die Qualität des Bremssystems und seiner Komponenten.
  3. Alter des Fahrrads: Berücksichtigen Sie das Alter des Fahrrads.

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