Nach der Vorstellung der neuen Shimano XTR 12-Fach Gruppe präsentiert Shimano nun die neue XT 12-Fach Gruppe. Somit ziehen die Japaner mit der Konkurrenz gleich und legen in vielen Details visuell sowie technisch noch eins oben drauf.
Die neue Shimano DEORE XT Gruppe im Detail
Die neuen XT 1×12-fach Kurbeln zeichnen sich durch die DYNAMIC CHAIN ENGAGEMENT + Technologie aus, deren spezielles hochpräzise gefertigtes Zahnprofil dafür sorgt, dass die Kette auf rauem Gelände optimalen Halt auf dem oberen Teil des Kettenblattes findet. Gleichermaßen gut löst sie sich wieder vom Kettenblatt und stellt somit sowohl Effizienz, Leichtgängigkeit, als auch Geräuscharmut des Antriebs sicher. Verfügbar ist die Kurbel in Boost- und Non-Boost-Spezifikation.
Jedes Gramm zählt: Innenlager, Kurbel und Kettenblatt.
Die Kassetten der XT sind in den Optionen 10-45 Z oder 10-51 Z verfügbar. Für geringe Gangsprünge ist die 10-45er-Kassette optimal. Für eine große Bandbreite hingegen ist die 10-51Z-Version die Wahl. Beide weisen die HYPERGLIDE+ Technologie auf, welche für eine sehr hohe Schaltgeschwindigkeit, Präzision und Leichtgängigkeit sorgt und zu einem leisen Antrieb beiträgt. Die Kasette der neuen Deore XT wird montiert. Die Kassette wiegt 468 Gramm.
Die Kassetten verfügen über eine Spider-Konstruktion aus Aluminium.
Die XT HYPERGLIDE+ Kette wurde von Grund auf überarbeitet und optimiert, sie ist ein integraler Bestandteil des neuen Antriebsstrangs. Mit ihren neu geformten Kontaktflächen zu Kettenblatt- und Kassettenzähnen sorgt sie für schnelle, präzise und leichtgängige Schaltvorgänge in beide Richtungen und das auch unter sehr hoher Last.
Mit einer Version für 1-fach- und 2-fach-Systeme sorgen die beiden neuen XT Schaltwerke für schnelle als auch präzise Gangwechsel über den sehr großen Übersetzungsbereich. Leit- und Spannrollen mit 13 Zähnen und ein Gummidämpfer dämmen Geräusche und erhöhen den Fahrkomfort. Zudem sorgen sie dafür, dass die Kette dort bleibt, wo sie sitzen soll - egal was passiert. 281 Gramm wiegt das neue XT Schaltwerk.
Der neue XT I-SPEC EV Schalthebel ist extrem flexibel einstellbar und somit für jeden Fahrertyp stets ergonomisch. 133 Gramm wiegt der neue XT Schalthebel.
Die neue DEORE XT kommt wahlweise mit Zwei-Kolben-Bremsen oder Vier-Kolben-Bremsen. Das neue Bremshebel-Design, der nun schräggestellt montiert wird und sich an zwei Punkten am Lenker abstützt, sorgt für mehr Steifigkeit als auch für direkteres Feedback und mehr Bremsleistung. Abgerundet wird dies durch die SERVO WAVE Technologie. Die bei den Bremsscheiben verwendete ICE TECHNOLOGY FREEZA sorgt für noch bessere Wärmeableitung, was wiederrum eine konsistente Bremsleistung und eine höhere Lebensdauer der Bremsbeläge mit sich bringt.
Für den Test der neuen XT Gruppe, fahre ich einen passenden Custom Shimano Laufradsatz mit Center Lock Naben. Sie sind mit HB-MT900 & FH-MT901 Naben, Pancho Wheels Vibe Black Edition Alu TLR Felgen und DT Swiss Competition Speichen ausgestattet. Sie verfügen über eine komfortable Innenbreite von 30 mm - so übersteht man auch die härtesten Trails. Schlichte Laufräder aus dem Hause Shimano mit Scylence-Freilauf Nur minimal schwerer: das hinterer Laufrad aus dem Hause Shimano.
Erster Eindruck und Praxistest
Mein erster Eindruck: Ungewohnt leise fliege ich mit meinem Trek Enduro Bike durch den Wald. Das liegt an dem neuen Nicht-Sound des Scylence-Freilaufs. Dieser Nicht-Sound ist zuallererst gewöhnungsbedürftig. Sonst bin ich immer mit Newmen Laufrädern unterwegs, welche sicherlich zu den lautesten auf dem Markt. Durch den nicht vorhandenen Klang des neuen Scylence-Freilaufs ist es möglich mein Gehör auf die Reifen zu fokussieren. Untergrundwechsel welche mir sonst nie durch Geräuschveränderung auffallen, nehme ich nun bewusst wahr.
Eric Junker hat sichtlich Spaß beim Test der neuen Shimano DEORE XT Gruppe.
Schaltperformance und Fahreindruck
Wie erwartet, präsentiert Shimano eine perfekte Schaltung auf höchstem Niveau. Während der Ausfahrt ist die Schaltung sehr leise und sehr präzise. Die Gänge lassen sich durch die neue HYPERGLIDE+ Technologie auch in stark belasteten Situationen oder bei schnellem Antritt einwandfrei schalten. Damit sind ganz neue Möglichkeiten gegeben. Eigentlich achte ich immer darauf sehr sauber zu Schalten.
Bevor ich jedoch wichtige Sekunden in einem Rennen verliere, kann es schon passieren, dass ich auch mal unsauber schalte. Bei der neuen Shimano XT habe ich das Gefühl, als wenn ihr das nichts ausmacht: die Kette wird ebenso sanft und vor allem leise wie bei entspannten Schaltvorgängen geführt. Das gibt mir als Racer eine gewisse Entspannung und Sicherheit. Probleme wie Kettenklemmer sowie den bekanntlichen „Supergau“, einen Kettenabwurf, sind weit entfernt. Von Vorteil finde ich auch, dass man die Federkraft der neuen Shimano DEORE XT individuell einstellen kann. Alles in allem fühlt sich die Schaltung sehr kontrolliert, weich und leise an. Das liegt sicherlich auch an der bekannten Shadow+ Funktion.
Die Schaltung nimmt stets den richtigen und direkten Weg zum jeweiligen Ziel. Die Smarte Shadow+ Funktion am Schaltwerk. Das große Ritzelpaket sorgt für Vortrieb an jeder Steigung. Der Schalthebel verbindet die Kommandostation mit der auszuführenden Kraft, dem Schaltwerk.
Die Kommando-Ausführung zum Schaltwerk funktioniert wie vorher bereits beschrieben tadellos und knackig. Auch das Feedback für den Fahrer setzt Shimano meiner Meinung nach super um. Die genaue Abstufung lässt sofort wissen, dass ein Schaltvorgang vollzogen wurde. Das Schalten in die schweren Gänge ist, wie von Shimano gewohnt, über Zeigefinger als auch Daumen möglich. Des weiteren ist mir das Mehrfachschalten in die schweren Gänge sehr positiv aufgefallen.
Besondere Details am Schalthebel
Was mir aber besonders gefallen hat, ist ein wirklich sinnvolles Detail am Schalthebel: Der profilierte Gummi-Einsatz am Schalthebel gibt mir endlich einen griffigeren Untergrund gegenüber einem Hebel aus reinen Metall. Auch bei schlechtem Wetter habe ich somit bessere Kontrolle. Sonst habe ich mir immer in Skatshops Griptape gekauft um auch bei schlechten Wettersituationen den Halt nicht zu verlieren.
Durch die passende Lenkerfernbedienung zum Verstellen der Sattelstütze bietet Shimano ein super aufgeräumtes und einheitliches Komplettpaket. Meiner Meinung nach ein wirklicher Hingucker. Diese SL-MT800 Lenkerfernbedienung ist I-spec EV-kompatibel und funktioniert mit allen gängigen Variostützen.
Bremsen und Naben im Fokus
Auf den ersten Blick hat sich an den neuen Shimano DEORE XT Bremsen kaum etwas geändert. Sie überzeugen visuell mit ihrer filigranen und schlanken Bauweise. Durch die oben beschriebene andere Bauweise ist ein direktes Feedback auf dem Trail spürbar. Zu der versprochenen höheren Leistung kann ich aktuell noch kein Urteil fällen. Die größte Überraschung bringt sicherlich die Lautlosigkeit der Scylence-Nabe mit sich. Schon wie bei dem großen Bruder der XTR, wird es durch den Freilauf sowie den Nabenkörper möglich, dass sich zwei Mitnehmerplatten vollständig voneinander lösen. Somit hört man kein Geräusch, wenn man mal nicht in die Pedale tritt. Der Micro Spline Freilauf macht das Gesamtpaket dann sogar noch etwas leichter. Besonders aufgefallen sind mir das schnelle Einrasten und die höhere Steifigkeit der Hinterradnabe. Das fördert die rasche Beschleunigung und vermindert die unnatürliche Ablenkung.
Ich bin gespannt zu testen und zu berichten, wie sich der gesamte Laufradsatz zum Thema Haltbarkeit und vor allem der Steifigkeit schlagen wird. Die neue Bremsscheibe kann nur mit Center Lock Nabe verbaut werden. Grundsätzlich überzeugt mich das System sehr! Es ist einfach, sicher und dazu noch super schnell montiert. Allerdings sind Center Lock Naben im Mountainbike Sport aktuell nicht weit verbreitetet. Vielleicht setzt sich der Standard durch oder Shimano bietet von der neuen Bremsscheibe eine 6-Loch Variante an. Bezüglich des Freilaufes ist beachten, dass er bisher nicht bei allen Laufrad-Herstellern verfügbar bzw. auf bestimmte Hersteller limitiert wurde.
Fazit zum ersten Eindruck
Es ist spürbar, dass die neue Shimano DEORE XT Gruppe auf dem großen Bruder der XTR Gruppe basiert. Wie gewohnt bringt die Shimano DEORE XT Gruppe eine hohe Schaltgenauigkeit mit sich. Mein erster Eindruck ist, dass hier noch mal eins oben drauf gesetzt werden konnte. Mit ihrem ansprechenden modernen Design passt sie an wirklich jedes Bike und ist in Windeseile montiert. Dabei hilft auch das vorhandene Kettenschloss. Das für mich wertvollste Merkmal ist das extrem ruhige und leise Schalten.
Shimano XT vs. SRAM GX Eagle im Vergleich
Im Vergleich zu SRAM GX Eagle bietet die Shimano XT mit einer Kassette mit 10-51 Zähnen satte 511 Prozent Bandbreite. Genau einen Zahn mehr also als die direkte Konkurrenz der Sram GX Eagle - bei nur minimal mehr Gewicht. Und auch in Sachen Ergonomie setzt die Shimano XT ein dickes Ausrufezeichen. Ein gummierter Schalthebel sorgt für perfekten Grip. Zudem können durch die "Multi-Shift"-Technik gleich zwei Gänge auf einmal in Richtung kleine Ritzel geschaltet werden, was in diesem Test ein Alleinstellungsmerkmal ist. Es lassen sich zudem bei einem Schaltvorgang bis zu vier Gänge auf einmal hochschalten.
Einziges Manko: Die Fingerkraft beim Betätigen des kleinen Hebels ist spürbar höher, als man es von einer XT gewohnt ist. Doch egal ob unter voller Last oder beim gemütlichen Fahren, die Gänge werden knackig und maximal präzise eingelegt und stehen sofort zur Verfügung. Die Montage ist einfach, einzig dass der neue "Micro-Spline-Freilauf" etwas fummeliger ist, könnte man bemängeln - hier hat Sram die Nase vorn.
Dennoch: Die XT kann ihr Revier als Volksgruppe Nr.1 wieder knapp für sich gewinnen. Verarbeitung, Gewicht, Bandbreite, Ergonomie - alles top. Testsieg!
Shimano SLX im Vergleich
Überraschend: Die Shimano SLX kam dieses Jahr zeitgleich mit der neuen XT auf den Markt, normal legt Shimano immer ein Jahr dazwischen. Optisch ist sie ein Hingucker und auch technisch - auf dem Papier - auf dem neusten Stand. Etwa dank der großen 10-51er-Kassettte, welche dieselbe Bandbreite wie bei der Shimano XT bereitstellt und damit den direkten Konkurrenten Sram NX Eagle (11-50 Zähne) um über 50 % Bandbreite abhängt! Auch das Gewicht ist um rund 180 g geringer als bei der NX. Aber kann sie auch in Sachen Funktion mithalten?
So viel vorweg: Im Vergleich zu den Konkurrenten, speziell mit Blick auf die XT, läuft das System etwas rauer. Hinzu kommt, dass der Gangwechsel minimal träger abläuft. Dank Shimanos "Hyperglide-Plus"-Technologie soll ein müheloses Schalten unter Belastung möglich sein. Und? Beim Schalten unter hoher Last ächzt die SLX, führt den Schaltbefehl jedoch problemlos und präzise aus.
Vergleicht man den SLX-Schalthebel mit dem der XT, fällt auf, dass dieser einfacher gehalten ist. So haben die Japaner auf die Gummibeschichtung sowie auf die "Multi-Shift"-Funktion am kleinen Hebel verzichtet. Es lässt sich also nur ein Ritzel auf einmal nach unten wechseln. Auch können nur drei Gänge auf einmal in Richtung großes Ritzel geschaltet werden. Wie bei der XT praktisch: Der kleine Hebel kann mit Zeigefinger oder Daumen betätigt werden, was der SLX in Sachen Ergonomie eine sehr gute Note einbringt. Und auch unter dem Strich steht ein verdientes "Sehr gut"!
SRAM NX Eagle im Vergleich
Als Sram 2018 die NX Eagle vorstellte, machte diese die 1 x 12-Philosophie der US-Amerikaner noch attraktiver: Knapp 400 Euro kostet der Einstieg in die 12-fach-Welt nur noch, online ist sie sogar für rund 270 Euro erhältlich. Komplett!
Eigentlich dürfte es klar sein, dass der Preis einen Haken hat. Im Falle der NX ist es die Verwendung von günstigeren Materialien (Stahl und Kunststoff statt Alu), vor allem aber die Größe des kleinsten Ritzels. Statt 10-50 bietet Sram die NX mit 11-50-Zähne-Kassette an. Dadurch ergibt sich eine Bandbreite von nur 454 statt der 500 Prozent, die alle anderen Eagle-Gruppen so erfolgreich machten. Ein Vorteil ist wiederum, dass die Kassette auf herkömmlichen Shimano-Freiläufen montiert werden kann, was die NX Eagle für Nachrüster mit älteren Bikes extrem spannend macht.
Apropos spannend: Der Kunststoffhebel ist der leichteste im Test, die Kassette aus einzelnen Stahlritzeln hingegen mit Abstand die schwerste. Auch optisch wirkt die Kassette wenig edel. In Summe ist die NX die deutlich schwerste Gruppe im Testfeld.
Bei der Schaltperformance sind hingegen klar die Gene der teureren Eagle-Brüder erkennbar. Der Gangwechsel verläuft zuverlässig, leise und butterweich. In Richtung der großen Ritzel ist der Schaltvorgang aber eine Spur zu schwammig. In Richtung der kleinen Gänge verzögert sich der Schaltvorgang schon mal, ist dann aber schön knackig. Die NX bietet die Möglichkeit, fünf Gänge auf einmal hoch- und einen runterzuschalten.
Überblick über die Test-Ergebnisse
Hier eine Zusammenfassung der Testergebnisse der verglichenen Schaltgruppen:
| Schaltgruppe | Testergebnis |
|---|---|
| Shimano XT (M8100) | ÜBERRAGEND (90 Punkte) |
| SRAM GX Eagle | SEHR GUT (83 Punkte) |
| Shimano SLX (M7100) | SEHR GUT (76 Punkte) |
| SRAM NX Eagle | GUT (69 Punkte) |
Wichtige Aspekte beim Kauf einer neuen Schaltung
Mit der Wahl einer neuen Schaltung ist es nicht getan: Speziell der Freilauf muss passen. Was es sonst noch so zu beachten gibt, zeigen wir hier.
- Welcher Freilauf? Standard, XD-Body, Micro spline.
- Kurbeln von Fremdanbietern: Achten Sie auf die Kompatibilität.
- Alternativ schalten: Umwerfend, Elektronisch, Kompakt.
Individuell zusammengestellte Gruppen
Wenn die Komplettgruppen in unserem Shop Deine persönlichen Vorstellungen vom Antrieb für Dein Custom-Bike nicht abdecken, kannst Du Dir natürlich auch eine individuelle Lösung zusammenstellen. Du kannst innerhalb eines Herstellers meist die Gruppen durchmischen, solange die Bauteile für die gleiche Anzahl Gänge ausgelegt sind.
Es ist kein Problem, eine Shimano XTR-Kurbel mit SLX-Schaltwerk und XT-Kassette zu betreiben und dazu Deore Schalthebel zu benutzen. Voraussetzung ist allerdings, dass alle Komponenten gleich viele Schaltstufen haben, also 10, 11 oder 12 Gänge. Komponenten mit unterschiedlichen Schaltstufen kannst Du nicht miteinander kreuzen - da ist die Fehlfunktion vorprogrammiert.
Ähnlich bei SRAM: Du kannst eine GX-Kurbel mit XX1 Kette betreiben, dazu einen NX-Schalthebel verwenden und Kassette und Schaltwerk aus der X01 Gruppe daran hängen. Aber auch hier müssen die Schaltstufen gleich sein. Zudem ist zu beachten, dass Komponenten aus dem SRAM Transmission-Ökosystem nur untereinander, nicht mit den älteren SRAM Eagle Komponenten kompatibel sind.
Hochwertige Komponenten für längere Lebensdauer
Es liegt in der Natur der Sache, dass hochpreisige Komponenten technisch ausgereifter und oft langlebiger oder beides sind. Doch die Relevanz ist bei den einzelnen Komponenten unterschiedlich ausgeprägt. Wenn es um Haltbarkeit und Schaltqualität geht, ergibt es Sinn, eine sehr hochwertige Kette zu montieren. Da die Kette sowohl Kassette als auch Kettenblatt sowie Schalträdchen umschlingt und so für den Verschleiß aller dieser Komponenten verantwortlich ist, kann eine präzise gefertigte Kette den Verschleiß des gesamten Antriebs reduzieren. Gleichzeitig verschleißt die Kette selber auch langsamer.
Kompatibilitätshinweise
Achte sorgsam auf die Kompatibilität zum Rest der Gruppe. Für eine absolut reibungslose und garantierte Performance empfehlen wir immer noch, komplett „markentreu“ zu bleiben.
Shimano Deore vs. Shimano XT: Ein Vergleich
Passionierte Mountainbiker (MTB) legen Wert auf hochwertiges sowie robustes aber gleichzeitig leicht bedienbares Equipment. Das Schaltwerk ist dabei eine der wichtigsten Komponenten im anspruchsvollen Gelände. Namenhafte Vertreter sind hier die Shimano Deore oder Shimano XT-Schaltgruppen.
Vorteile und Nachteile
- Gutes Preis-Leistungsverhältnis
- Zuverlässige und präzise Schaltperformance
- Leichtes Einstellen und Warten
- Breite Übersetzungsbandbreite
- Geeignet für verschiedene Fahrradtypen
- Schwerer als höherwertige Schaltwerke
Die Shimano Deore ist eine Produktlinie, die seit vielen Jahren auf dem Markt ist und sich im mittleren Preissegment bewegt. Die Shimano Deore XT ist hingegen eine höherwertige Produktlinie, die sich eher an fortgeschrittene und ambitionierte Fahrer richtet. Betrachtet man die Hierarchie der Produktlinien, so steht die XT-Serie über der SLX-Serie, die wiederum über der Deore-Serie einzuordnen sind.
Material und Gewicht
Ein wichtiger Unterschied zwischen den beiden Schaltwerken besteht im verwendeten Material und dem daraus resultierenden Gewicht. Das Shimano Deore Schaltwerk ist in der Regel aus einer Kombination von Aluminium und Stahl gefertigt. Das Shimano XT Schaltwerk hingegen besteht größtenteils aus höherwertigen Aluminiumlegierungen und Kunststoff. Dies reduziert das Gewicht und erhöht die Performance, ohne dabei die Haltbarkeit zu beeinträchtigen. Für Fahrer, die Wert auf ein geringes Gewicht legen, ist das XT-Schaltwerk die bessere Wahl.
Schaltpräzision und -geschwindigkeit
Das Shimano Deore Schaltwerk bietet eine solide und zuverlässige Schaltperformance, die für die meisten Freizeitfahrer und Einsteiger ausreichend ist. Ein Vorteil der Schaltwerk-Gruppe: Eine hohe Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten. Das Shimano XT Schaltwerk hingegen bietet eine höhere Schaltpräzision und -geschwindigkeit. Dies wird durch die Verwendung von hochwertigeren Materialien, einer besseren Verarbeitung und fortschrittlicheren Technologien erreicht. Es ist auch bemerkenswert, wie gut die Steighilfen in der Kassette und die Kette der Shimano XT aufeinander abgestimmt sind. Dadurch schaltet die Shimano XT auch unter Volllast-Bedingungen sehr präzise und zuverlässig. Für ambitionierte Fahrer, die auf eine schnelle und präzise Schaltleistung angewiesen sind, ist das XT-Schaltwerk die bessere Wahl.
Kompatibilität und Innovationen
Beide Schaltwerke sind mit verschiedenen Kassettengrößen und Kettenblattkombinationen kompatibel. Dies ermöglicht eine gewisse Flexibilität bei der Zusammenstellung des Antriebssystems. Der Hintergrund ist, dass die XT-Serie auf fortgeschrittene Fahrer ausgerichtet ist, die häufig individuelle Anforderungen und Vorlieben haben.
Das Shimano Deore Schaltwerk profitiert von bewährten Technologien und bietet eine solide und zuverlässige Performance. Das Shimano XT Schaltwerk hingegen integriert weitere fortschrittlichere Technologien und Innovationen, die für eine verbesserte Performance sorgen. Dazu gehören neben dem Shadow RD+ Stabilisator mit einstellbarer Federkraft, das Direct Mount Schaltauge und die Linkglide / Hyperglide+ Technologie für schnellere und sanftere Schaltvorgänge.
Langlebigkeit und Robustheit
Beide Schaltwerke sind für ihre Langlebigkeit und Robustheit bekannt. Das Shimano Deore Schaltwerk, mit seiner Kombination aus Stahl und Aluminium, ist besonders widerstandsfähig und hält auch härteren Bedingungen stand. Das Shimano XT Schaltwerk hingegen, mit seiner hochwertigeren Materialkombination und Verarbeitung, bietet eine längere Lebensdauer und ist weniger anfällig für Verschleiß.
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