Shimano Deore Ritzel Vorne Informationen

Die Deore-Gruppe von Shimano wurde für das Modelljahr 2021 rundum erneuert und ist erstmals auch in einer Variante mit 12 Gängen erhältlich.

Neuerungen und Technologien

Nur zwei Jahre hat es gedauert, bis Shimano die Technologien der Mountainbike-Topgruppe XTR an die Einsteigergruppe Deore weitergegeben hat. Zwar wird es diese Gruppe als „M4100“ nach wie vor in einer Zehngang- und als „M5100“ in einer Elfgang-Variante geben - jeweils mit einem oder zwei Kettenblättern an der Kurbel und kompatibel mit konventionellen Shimano HG-Freilaufkörpern. Entsprechend bietet die Zwölfgang-Kassette mit ihren haltbaren Edelstahl-Ritzeln eine enorme Bandbreite von 510 Prozent, passt aber wegen dem Zehner-Ritzel nur auf Microspline-Freilaufkörper.

Kurbel und Kettenblätter

Die Deore-Kurbel wird in 170 oder 175 mm Länge und mit einem Kettenblatt mit 30 oder 32 Zähnen angeboten. Wer ein kleineres oder größeres Kettenblatt benötigt, kann zu Teilen aus den XT- oder SLX-Gruppen greifen - die Direct-Mount-Aufnahme ist identisch.

Bremsen und zusätzliche Optionen

Bei den Scheibenbremsen hat man die Wahl aus Zweikolben-Varianten für normale Aufbauten und Vierkolben-Bremszangen für E-Mountainbikes, Lastenvelos und Piloten mit mehr Kampfgewicht. Selbst ein optionaler Auslösehebel für Variostützen, der sich unter dem Lenker montieren lässt, gehört zur neuen, ab sofort lieferbaren „Deore M6100“.

Verschleiß und Wartung

Den Verschleiß am Fahrrad-Ritzel zu erkennen gehört zum Einmaleins in puncto Fahrspaß und Fahrsicherheit. Antriebskomponenten sind Verschleißteile und müssen regelmäßig gewechselt werden. Verschlissene Zahnkränze erschweren nicht nur das Radfahren, sondern können auch gefährlich werden, da die Kette durchrutschen kann. Es gibt an vielerlei Gebrauchsgegenständen immer wieder mal Verschleißteile - so auch am Fahrrad: Hier unterliegen einige Bauteile einem gewissen Verschleiß, welcher logischerweise nicht genau voraus zu planen ist, da dieser eben von vielen unterschiedlichen Umständen abhängig ist. Stark ausschlaggebend sind natürlich die gefahrenen Kilometer. Ebenso machen sich die Qualität der verwendeten Produkte und die tatsächliche Umsetzung samt Intensität von Wartung & Pflege beim Verschleiß bemerkbar.

Wann sollte man die Kettenblätter tauschen?

Für den Tausch von Kettenblättern kann der ungefähre Richtwert von etwa 25.000 bis 30.000 km genannt werden, bis ein Wechsel nötig ist. Das kleinste Kettenblatt hat km-mäßig noch mehr Luft. So müssen meist nur Tourenfahrer oder Extrembiker das Kettenblatt am Fahrrad wechseln. Viel fahren bedeutet viel Verschleiß - bedeutet somit also, dass eine übermäßige Beanspruchung den Verscheiß fördert.

Wie erkennt man verschlissene Kettenblätter?

Anhand der spitz zugeschliffenen Zähne erkennen Sie an Ihrem „Drahtesel“ ein verschlissenes Kettenblatt - meist sieht man es am größten Kettenblatt am besten. Wenn sie dies dann bemerken, ist es dringend nötig das Shimano-Kettenblatt zu tauschen.

Austausch der Kettenblätter

Auch ohne großartige Vorkenntnisse können Sie Kettenblätter selber wechseln. Sinnvoll ist es, sich das benötigte Werkzeug (Innensechskantschlüssel in 4 mm, 5 mm und in 10 mm, sowie einen Kettenblattschlüssel) zur Montage bereit zu legen. Kleine Schälchen oder Schachteln am besten gleich dazu stellen. Hier können gelöste Schrauben und Muttern bei der Arbeit sicher und sortiert aufbewahrt werden.

Montage

Touren-, City- und Mountainbikes sind meist mit 3-fach Kurbeln ausgestattet. Am Rennrad findet man oft 2-fach Kurbeln. Die Shimano Kettenblätter sind mit Kettenblattschrauben am 4-armigen (teils auch 3-armigen) Kurbelstern befestigt - Rennräder haben 5-armige Kurbelsterne. Ein Kurbelstern besteht aus einem inneren und einem äußeren Lochkreis. Das mittlere und das große Kettenblatt wird mittels Kettenblattschrauben am äußeren Lochkreis befestigt - die Steighilfen müssen dabei dem kleinen Kettenblatt zugewandt sein. Das kleine Kettenblatt wird am inneren Lochkreis des Kurbelsterns befestigt.

Wenn Sie neue Kettenblätter von Shimano kaufen möchten, sollten Sie den Lochabstand und den Lochkreisdurchmesser des Kettenblattes wissen. Es ist sinnvoll für Ihren Fahrradantrieb nur Einzelteile des identischen Herstellers zu nutzen. Wir empfehlen Ihnen, beim Austausch der Kettenblätter von Shimano auch gleich die Fahrradkette und die Ritzelkassette zu ersetzen.

Demontage und Montage Schritt für Schritt

  1. Als erstes lockern Sie am großen Kettenblatt von Shimano die Kettenblattschrauben - jedoch ohne sie ganz zu entfernen.
  2. Um das mittlere Blatt von Shimano abzubauen, muss vorab der Kurbelarm abgenommen werden. Dafür einfach die Schraube, welche als Kurbelabzieher dient, an der Tretkurbel mit dem passenden Innensechskantschlüssel lösen und dann den Arm vom Konus nehmen.
  3. Bevor Sie dann die neuen Kettenblätter montieren, ist es wichtig, die wiederzuverwendenden Kettenblattschrauben gut zu fetten.
  4. Zum Schluss den Kurbelarm auf den Tretlagerkonus schieben. Dieser muss dann um 180 Grad versetzt zum Gegenüberliegenden positioniert sein.

Tipp vom Kurbelix-Team: Legen Sie alle abgebauten Teile geordnet beiseite. So können sie beim Zusammenbauen später mit einem Handgriff schnell das richtige Teil plus die dazugehörigen Schrauben etc.

Beispiel: SHIMANO DEORE FC-T6010 Kettenblatt

Ein Beispiel für ein Original SHIMANO Kettenblatt ist das Modell mit 48 Zähnen für die DEORE FC-T6010 Kurbelgarnitur für 3 x 10-fach Antriebe und Schutzringmontage:

  • Einsatzbereich: Trekking
  • Version für die Montage eines Hosenschutzrings/Kettenschutzrings
  • Kompatibilität: 10 / 3-fach
  • Befestigung: 4-Arm Spider
  • Lockkreis: 104 mm
  • Material: Aluminium

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