Shimano stellt kontinuierlich neue Deore-Gruppen vor, die das preisgünstige Segment für Mountainbikes aufmischen. Die Deore Gruppe von Shimano steht schon seit vielen Jahren für zuverlässige, bewährte Performance für ambitionierte Einsteiger zu einem äußerst attraktiven Preis. Wie von Shimano gewohnt, „erbt“ die Deore Gruppe zahlreiche Features die zuvor den höherwertigen Gruppen vorbehalten waren. Die neueste Evolutionsstufe hört auf das Kürzel Deore M6000. Und das Wichtigste vorneweg: Anders als vielleicht vermutet bleibt die Shimano Deore auch weiterhin eine 10fach-Schaltgruppe! Doch sie übernimmt einige bekannte Details von höherwertigen Antrieben und macht auch designtechnisch einen Schritt nach vorne.
Wir betrachten hier verschiedene Aspekte und Modelle des Shimano Deore Schaltwerks (RD) im Detail.
Shimano Deore Trekking T6000 (2018)
Shimano stellt jetzt den Nachfolger der Deore Trekking-Gruppe vor. Sie erbt einige Merkmale der Top-Gruppe Shimano XT, bleibt aber beim bewährten 3×10-Standard. Wesentliche Neuerungen der 2018er Deore-Gruppe mit dem Kürzel T-6000 sollen ein Schaltwerk im Shadow-Design wie bei den MTB-Gruppen sein sowie für den Trekkingeinsatz optimierte Scheibenbremsen mit 3-Finger-Bremshebeln.
Schalthebel und Bremsen
Geschaltet wird bei der neuen Deore mit Rapidfire-Plus-Hebeln für vorne und hinten. Sie kommen standradmäßig mit Optislick-Zügen die nach RADtouren-Erfahrung für lange reibungsarme und fehlerfreie Schaltfunktion sorgen. Wir gewohnt gibt es eine optische Ganganzeige, und das Runterschalten ist mit dem Daumen oder Zeigefinger möglich. Die neuen hydraulischen Scheibenbremsen wurden laut Shimano speziell für die spezifischen Anforderungen im Trekking-Einsatz optimiert. Dazu erhielten sie einen langen und komfortabel zu bedienenden 3-Finger-Bremshebel (BL-T6000). Für die entsprechende Verzögerungsleistung, die ebenfalls gezielt für das Trekking-Segment angepasst wurde, sorgen die BR-T615 Bremssättel, die für eine denkbar einfache Wartung mit der One-Way-Bleeding Technologie ausgestattet sind.
Ein Vorteil für Vielfahrer: Die neuen Bremsen sollen ideal mit den SM-RT54-Bremsscheiben (180 / 160 mm) harmonieren. Diese sind bereits zu Online-Preisen unter 10 Euro als Ersatzteil zu haben. Auch die ebenfalls empfohlenen Resin-Beläge zählen zu den günstigen Ersatzkomponenten. Ein mechanisches V-Brake-System bleibt ebenfalls im Angebot.
Kurbel und Übersetzung
Für einen breiten Überetzungsbereich setzt Shimano auf die Hollowtech II-Kurbel mit 48-36-26 Zähnen im 4-Arm-Design. Ersatzteilfreundlichkeit auch hier: Die drei Kettenblätter sind mit vier Schrauben einzeln am Kurbelarm befestigt und lassen sich so einfach und individuell tauschen.
Schaltwerk RD-T610
Besonders viel hat sich am Schaltwerk getan: Das 10-fach Schaltwerk (RD-T610) besitzt eine für den Trekking-Einsatz optimierte Federspannung, die gewohnt geringe Bedienkräfte ermöglicht. Neu ist das SHADOW RD Design, das bis zum vorletzten Jahr ausschließlich den Mountainbike-Grup-pen vorbehalten war. Es rat zur Seite viel weniger weit neben der Rad hervor, so dass es besser vor Beschädigungen durch Hindernisse oder in Fahrradständern geschützt ist. Zugleich verringert die Spannung des Schaltwerkskäfigs das Schlagen der Kette, insbesondere auf unebenen Untergründen ein Vorteil. Es kann mit Kassetten der Abstufung 11-34, 11-32 oder 11-28 Zähnen kombiniert werden.
Shimano Deore M6000
Die neueste Evolutionsstufe hört auf das Kürzel Deore M6000. Und das Wichtigste vorneweg: Anders als vielleicht vermutet bleibt die Shimano Deore auch weiterhin eine 10fach-Schaltgruppe! Doch sie übernimmt einige bekannte Details von höherwertigen Antrieben und macht auch designtechnisch einen Schritt nach vorne.
Antriebsoptionen
Zukünftig hat man auch bei der Deore die Wahl, ob man ein Zweifach- oder Dreifach-Set-up fahren will. Der Zweifach-Antrieb der Shimano Deore knüpft damit in Sachen Übersetzungsbandbreite an XTR, XT und SLX an. Die Vierarm-Kurbeln kommen im bewährten Hollowtech II-Design. Verfügbar ist die Zweifach-Kurbelgarnitur in den drei Übersetzungsvarianten 38-28, 36-26, 34-24 Zähnen und alternativ als B-Version mit drei Millimeter weiter außen liegender Kettenlinie für Rahmen mit Boost-Standard.
Wem der 10-Zähne-Sprung der Zweifach-Kurbeln nicht reicht, greift zur Dreifach-Kurbel mit einer Abstufung von 40-30-22 Zähnen. Außerdem ergänzt eine neue Kassette die Deore-Gruppe: Die CS-HG500 mit Dyna-Sys-Technologie garantiert mit 11-42er-Abstufung eine große Spreizung der zehn Ritzel. Damit können auch Biker mit 10fach-Antrieb erstmals eine 11-42er-Kassette fahren. Die bewährten Kassetten mit 11-32er, 11-34er- und 11-36er-Abstufung wird es aber auch weiterhin geben.
Schaltwerk und Umwerfer
Hinten sorgt bei beiden Deore-Versionen ein Shadow RD+-Schaltwerk für präzise und reibungslose Gangwechsel und mehr Kettenzug, wenn es ruppig bergab geht. Da es keine 1x10-Version der Deore gibt, braucht man immer einen Umwerfer. Drei Typen stehen zur Wahl: Side Swing (seitlich angelenkt), Top Swing oder Down Swing. Um die Verwirrung beim Umwerfer komplett zu machen und für die unterschiedlichsten MTB-Rahmen passende Modelle zu haben, gbit es zusätzlich fünf Montageoptionen - einmal mit hoher, mittlerer und tiefer Klemmschelle, dann eine Direct-Mount-Version und schließlich als E-Type.
Angelenkt und bedient werden Schaltwerk und Umwerfer mittels Rapidfire Plus-Schalthebeln, mit denen man mehrere Gänge mit einem Daumendruck schalten kann. Zudem verfügen die Deore-Schalthebel über eine optische Ganganzeige, die den aktuell gewählten Gang auf einen Blick erkennen lassen.
Bremsen
Auch in Sachen Scheibenbremsen gleicht sich die neue Shimano Deore den Top-Gruppen an. Die neuen hydraulischen Scheibenbremsen mit leistungs-starken Servo-Wave-Hebeln und wärmeisolierten Bremssätteln lassen sich nämlich nun optional auch mit Ice-Tech-Belägen bestücken.
Shimano Deore M6100, M5100 und M4100 (2021)
Mit gleich drei neuen Deore Gruppen mischt Shimano für das Modelljahr 2021 das preisgünstige Segment für Mountainbikes auf. Für die Saison 2021 wird nun auch Shimano eine 12-fach Schaltgruppe für das etwas günstigere Preissegment anbieten: Die Shimano Deore M6100. Damit jedoch nicht genug: Mit den Serien M5100 und M4100 erhält die Deore-Familie noch weiteren Zuwachs, dann mit elf bzw. zehn Gängen.
Als 11-fach Gruppe kann die M5100 sowohl mit einem als auch mit zwei Kettenblättern gefahren werden. Entsprechend lautet bezüglich der M6100 die wohl wichtigste und entscheidende Frage: Welche Kassetten wird es geben und wie groß fällt dementsprechend die Bandbreite aus? Mit seiner 10-51 Kassette, die in verschiedenen Ausführungen auch schon bei XT(R) und SLX zum Einsatz kommt, setzte Shimano ein für viele überraschendes Ausrufezeichen.
Kassette und Schaltwerk (M6100)
Dass nun auch die eigentliche Einsteigergruppe die enorm breit abgestufte Kassette bekommt, ist für uns durchaus überraschend. Einerseits bekommt man nämlich zwar eine riesige Bandbreite, die im Einstiegsbereich ihres Gleichen sucht, jedoch ist man auch auf ein Laufrad bzw. eine Nabe mit Microspline Freilauf angewiesen, was zumindest bisher immer die Kosten spürbar in die Höhe trieb. Für die neue Deore CS-M6100 Kassette würden wir dann knapp 600g vermuten. Auf der Habenseite dürfte diese jedoch neben der durch die Stahl-Konstruktion bessere Haltbarkeit wohl auch einen ausgesprochen attraktiven Preis verbuchen können - schließlich ist die SLX Kassette bereits für unter 70 Euro zu haben.
Für den Ritzelwechsel verantwortlich zeigt sich das Tandem aus RD-M6100 Schaltwerk, das natürlich mit der hauseigenen Shadow+ Dämpfung ausgestattet ist und sich optisch klar vom Vorgänger abhebt und dem SL-M6100 Schalthebel.
Kurbel (M6100)
Natürlich ist keine neue Gruppe komplett ohne die entsprechenden Kurbeln - und irgendwie sind sie auch immer ein wenig das Aushängeschild der Baureihe. Im Falle der Deore M6100 setzt Shimano auf ein mutiges, kantiges, futuritisches Design, das ganz und gar nicht nach Einsteiger-Komponente aussieht und unserer Ansicht nach auch einige der teureren Kurbeln optisch lässig aussticht. Erhältlich ist die hohlgeschmiedete Alu-Kurbel ab Werk mit 30 oder 32er Blatt, das per Direct Mount befestigt wird. Die Kurbelarme gibt es entweder in 170mm oder 175mm Länge, bei den Q-Faktoren gibt es mit 172mm, 178mm und 181mm sogar derer drei.
Bremsen (M6100)
Es geht spannend weiter: Die neuen Deore Bremsen kommen in zwei Versionen auf den Markt. Der BR-M6100 Bremssattel ist mit seinen zwei Bremskobeln eher für den Touren- und XC-Bereich ausgelegt, sein größerer Bruder, der BR-M6120 bringt mit vier Kolben hingegen auch ein Enduro zuverlässig zum Stehen. Für beide Bremssättel ist der gleiche Geber vorgesehen - das ist durchaus erwähnenswert, denn so sind beispielsweise beliebte Kombinationen aus einem Vierkolben-Sattel vorn und zwei Kolben hinten problemlos möglich. Der Geber selbst orientiert sich technisch wie optisch stark an den Pendants aus SLX und XT Reihe.
M5100 und M4100
Mit den beiden Produktgruppen M5100 und M4100 verfolgt Shimano nun auch innerhalb der Deore-Familie den Kurs, den die Japaner zuvor bei der GRX Gravel-Gruppe eingeschlagen hatten. Auch dort gibt es innerhalb einer „Gruppen-Familie“ mehrere Abstufungen, die sich preislich und bei den Features unterscheiden. Je nach dem anvisierten Preispunkt sollten die beiden Deore-Neuzgänge für Nachrüster und Hersteller eine wirklich attraktive Option darstellen.
Durch die Möglichkeit, auch einen Umwerfer zu verbauen lassen sich hier fein abgestufte Antriebe mit großer Bandbreite realisieren, wie sie beispielsweise an Einstiegsrädern für den XC-Bereich oder auch für sportliche Trekkingräder sinnvoll sein könnten. Gerade bei den Kassetten und Kettenblättern bringen die beiden neuen Deore Gruppen für 2021 einige spannende Neuigkeiten mit. Für diejenigen, die auf einen Umwerfer verzichten möchten, gibt es im 11-fach System der M5100 eine neue 11-51 Kassette, die 10-fach Schaltung der M4100 bekommt eine 11-46 Variante.
Schaltwerke (M5100 und M4100)
Für einen zügigen Wechsel der Ritzel sind insgesamt drei Unterschiedliche Schaltwerke verantwortlich. Das RD-M5100 ist ausschließlich für den 1×11 Antrieb vorgesehen, hat die entsprechende Shadow+ Dämpfung und bietet genügend Kapazität für die mächtige 11-51 Kassette. Das Pendant für den 2-fach Antrieb trägt die Bezeichnung RD-M5120, kommt jedoch zusätzlich auch bei sämtlichen 10-fach Kombinationen mit einem oder zwei Kettenblättern zum Einsatz.
Die Kompatibilität zwischen 10-fach und 11-fach Antrieben der neuen Deore-Bauteile ist durchaus interessant, denn das war in der Vergangenheit bei Shimano nicht der Fall. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch auch, dass sich das Übersetzungsverhältnis zwischen Schaltwerk und Schalthebel verändert hat - entsprechend dürfte ein Kombinieren mit bestehenden Komponenten älterer Baureihen schwierig werden.
Bremsen (M4100)
Die MT410 (2-Kolben) bzw. MT420 Bremsen sind die günstigsten Disc-Vertreter der neuen Deore-Gruppe und erfreulicherweise wahlweise auch mit vier Kolben erhältlich. Damit sind sie beispielsweise auch eine durchaus gute Wahl für E-Bikes.
Shimano Deore M6100 im Praxistest
Noch ein paar Euro-Scheine darunter siedelt sich die brandneue Deore M6100 an, die jetzt ebenfalls als 1 x 12-Antrieb daherkommt und komplett ohne Bremse laut Shimano rund 280-290 Euro kosten soll (exakte UVPs geben die Japaner wie immer nicht an). Wie bei Shimano üblich darf die jüngste Gruppe die Techniken der Etablierten erben. Lust auf etwas Fach-Japanisch-Englisch? "Shadow RD+", "Two Way Release", "Hyperglide+", "Dynamic Chain Engagement+", "Rapidfire Plus" wären ab sofort als Features im Deore-Aufgebot. Besser verständlich sind da nackte Zahlen: So hat die langlebige Edelstahl-Kassette harmonisch abgestufte Ritzel mit 10-51 Zähnen, was eine satte Bandbreite von 510 Prozent ergibt. Leicht ist die Deore-Gruppe allerdings nicht, vor allem besagte Kassette und die (hübschen) Alu-Kurbeln drücken mit Vehemenz auf die Waage.
Und in der Praxis? Da schlägt sich die Deore mehr als wacker angesichts ihres attraktiven Preises. Die Hebel schmiegen sich prima am Finger an, zudem lässt sich der kleinere mit dem Daumen nach vorne oder mit dem Zeigefinger nach hinten drücken - eine tolle Funktion. Hoch schaltet die Deore zwar "nur" drei Gänge auf einen Rutsch, dies funktioniert aber auch unter Last ordentlich. Dafür ist jedoch eine sehr penible, mitunter etwas zeitraubende Einstellung der Schaltung nötig. Beim Runterschalten spürt man hin und wieder eine kleine Verzögerung - das machen XT & Co. besser, aber eben nicht zu diesem Preis.
Vergleichsweise gering sind die notwendigen Fingerkräfte. Ganz anders als etwa bei der neuen TRP-Schaltung. Gerade Einsteigern dürfte das gefallen. Doch auch Pros dürfen verlocken: Dank des zuschaltbaren Reibungsdämpfers steht das Schaltwerk auch im harten Downhill stabil - klasse.
Vorteile der Shimano Deore M6100
- Große Bandbreite
- Gute Ergonomie
- Stabiles Schaltwerk
- Attraktiver Preis
Viel Schaltung für wenig Geld! Die ganze Deore-Gruppe kostet nicht viel mehr als ein XTR-Schaltwerk, macht dafür einen tollen Job.
Shimano Deore M6100 Komponenten im Detail
Der japanische Fahrradteilehersteller stellt mit der DEORE M6100 das neueste Mitglied der 12-fach MTB Komponentenfamilie her und präsentiert parallel dazu eine 11-fach DEORE M5100 sowie die 10-fach-Variante M4100, die ebenfalls den klangvollen Namen SHIMANO DEORE trägt. Die M6100 Serie basiert auf der DNA der SHIMANO Top-MTB-Gruppen XTR, DEORE XT und SLX. Zum Einsatz kommt dieselbe DYNAMIC CHAIN ENGAGEMENT+ Technologie wie bei den XTR, DEORE XT und SLX Kurbeln, die mit ihren speziell geformten Zähnen gleichermaßen den Rückhalt der Kette auf dem Kettenblatt wie den reibungslosen und leisen Lauf garantiert.
Kurbel
Zur Wahl stehen Kubelarmlängen von 170 mm oder 175 mm, Kettenblätter mit 30 oder 32 Zähnen (wobei die größeren oder kleineren Kettenblätter der SLX, XT oder XTR auch mit der DEORE Kurbel genutzt werden können und das Spektrum entsprechend erweiteren) sowie Versionen mit drei verschiedenen Q-Faktoren: 172 mm (für 142/148 mm O.L.D.), 178 mm (148 mm O.L.D.) und 181 mm (O.L.D. 157 mm).
Kassette und Kette
Die SHIMANO DEORE 12-fach MICROSPLINE Kassette (CS-M6100) besteht aus 12 haltbaren Edelstahl-Ritzeln und hat eine Übersetzung von 10-51 Zähnen. Und zwar selbst unter hoher Last. Die SHIMANO DEORE 12-fach HG Kette (CN-M6100) ermöglicht eine leise und leichtgängige Kraftübertragung und zugleich besseren Rückhalt auf Ritzeln und Kettenblätter.
Schaltwerk
Das DEORE 12-fach-Schaltwerk (RD-M6100-SGS) garantiert schnelle und präzise Schaltvorgänge über die gesamte Bandbreite von 10-51 Zähnen.
Schalthebel
Der rechte 12-fach-Schalthebel der DEORE (SL-M6100-IR) profitiert von denselben Technologien wie seine Geschwister auf XTR, DEORE XT und SLX Niveau, unter anderem von I-Spec EV.
Bremsen
Die DEORE M6100 Bremsen kommen in zwei Versionen auf den Markt - mit XC-spezifischem Zwei-Kolben-Bremssattel (BR-M6100) oder mit einem Vier-Kolben-Bremssattel für den Trail/Enduro-Einsatz (BR-M6120). Dazu sind die Bremshebel mit SHIMANOs bewährter SERVO WAVE Technologie ausgestattet, die mit dem ersten Teil des Hebelwegs die Beläge schnell nahe an die Scheiben führt und im zweiten Teil viel Hebelweg für den eigentlichen, leistungsstarken und gut kontrollierbaren Bremsvorgang zur Verfügung stellt. Ein optionaler Auslösehebel für versenkbare Sattelstützen (SL-MT500) komplettiert nach Wunsch das DEORE Cockpit. Mit diesem Hebel lassen sich Dropper-Posts betätigen, ohne den festen Griff am Lenker lockern zu müssen.
Shimano Deore 11-fach und 10-fach
Die DEORE, die neben der neuen 12-fach-Linie auch eine neue 11-fach-Serie sowie weiterhin eine 10-fach Serie enthält, erhöht die Vielseitigkeit und das Einsatzspektrum dieser Gruppe um ein Vielfaches. Im Gegensatz zur 12-fach DEORE, haben diese beiden Serien auch eine 2-fach Option (2×11, 2×10) im Line-up. Wer sich für ein 11-fach-System entscheidet, hat die Wahl, entweder die 10-51Z HG Kassette (CS-M5100) mit einer 1-fach Kurbel (FC-M5100) mit 30 oder 32 Zähnen oder die 11-42Z HG Kassette mit einer 2-fach Kurbel mit Standard- (FC-M5100-2) oder Boost-Einbaubreite (FC-M5100-B2) und 36-26 Zähnen zu kombinieren.
Schaltwerke (11-fach und 10-fach)
Die Schaltwerke sind jeweils von der Wahl des Antriebsstrangs abhängig. So ist das SHIMANO SHADOW RD+ Schaltwerk RD-M5100-SGS für den Einsatz mit einem 1×11-fach-Antrieb vorgesehen. Es kommt spielend mit der großen Bandbreite der 11-51Z-Kassette zurecht. Das RD-M5120-SGS Schaltwerk weist ebenfalls das für SHIMANO SHADOW RD+ typische flache Profil auf und ist auf Kassetten bis 42 Zähne (2×11/2×10-fach) bzw. bis 46 Zähne (1×10-fach) ausgelegt.
Umwerfer
Die DEORE Umwerfer (FD-M5100/M4100) garantieren leichtgängige, leise und reibungslose Schaltvorgänge vorne und bieten zugleich ausreichend Freiraum für breite Reifen (bis zu 2,3“) auf breiten Felgen.
Schalthebel (11-fach und 10-fach)
Sowohl für 1-fach- als auch für 2-fach-Systeme bieten die zugehörigen Schalthebel (SL-M5100-IL/IR) mittels I-SPEC EV die Möglichkeit, Schalt- und Bremshebel bzw. bei 1-fach auch einen Auslösehebel für versenkbare Sattelstützen integriert mit den Bremshebeln an einer gemeinsamen Schelle zu montieren. Dies ermöglicht ein cleanes Cockpit-Design und lässt viele Freiheiten für eine ergonomische Positionierung der Bedienelemente. Auf der linken Seite kommt bei den 2-fach-Schalthebeln die RAPIDFIRE PLUS MONO Technologie zum Einsatz, bei der mit nur einem Hebel hoch- wie heruntergeschaltet wird, was eine schnelle, direkte und vor allem intuitive Bedienung ermöglicht.
Bremsen (11-fach und 10-fach)
Passend zu den 10-fach- und 11-fach-Versionen der DEORE sind Scheibenbremssysteme verfügbar, bei denen der Bremshebel BL-M4100 wahlweise mit einem Zwei- oder einem Vier-Kolben-Bremssattel kombiniert wird. Auch der BL-M4100 ist wie seine großen Geschwister zusätzlich am Lenker abgestützt und so signifikant steifer als Vorgängermodelle. Zudem weist auch er einen kürzeren Leerweg auf.
Shimano Deore im Vergleich zu anderen Gruppen
Klar ist, je teurer eine Schaltgruppe ist, desto besser und leichter ist sie auch. Doch muss es natürlich nicht immer eine XT oder XTR Schaltung sein. Für die/den Durchschnittmountainbiker:rin reicht auch eine Alivio oder Deoreschaltung völlig aus, um sportliche Touren zu machen oder Spaß auf den Trails zu haben. Auch diese Schaltungen haben sich lange bewährt und garantieren lang anhaltenden Fahrspaß. Oftmals kommt in den günstigeren Schaltgruppen die gleiche Technik zum Einsatz, lediglich das Material unterscheidet sich.
Und wie der Name „Gruppe“ schon vermuten lässt: Eine Schaltgruppe besteht meist aus Schaltwerk (hinten), Umwerfer (vorne), Kurbelgarnituren, Kassetten, Kettenblätter, Schalthebeln, Bremshebeln und den dazugehörigen Scheibenbremsen. Manchmal werden vom Hersteller des Fahrrads aber auch Komponenten ausgetauscht, sodass die Teile nicht alle der gleichen Gruppe angehören.
Shimano Schaltgruppen im Überblick
- Shimano Tourney: Für Einsteiger- und Freizeit-Fahrräder konzipiert.
- Shimano Altus: Solide Leistung zu einem erschwinglichen Preis.
- Shimano Acera: Erste Erfahrungen im Gelände sammeln.
- Shimano Alivio: Für Alltagsfahrten und leichtes Gelände geeignet.
- Shimano Deore: Für den Einsatz im Gelände und für Mountainbike-Touren geeignet.
- Shimano SLX: Langlebig, zuverlässig, leicht und kompakt.
- Shimano Deore XT: Zuverlässige Schaltleistung, präzise Gangwechsel und robuste Bauweise.
- Shimano XTR: Für Fahrer entwickelt, die höchste Anforderungen an die Leistung ihres Mountainbikes stellen.
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