Shimano Deore XT 10-fach Gruppe im Test: Langlebigkeit und Performance für E-Mountainbikes

Vor allem E-Mountainbikes verlangen Ketten und Ritzeln einiges ab. Shimano will mit neuen 10fach und 11fach LinkGlide-Schaltgruppen die Haltbarkeit verdreifachen. Nicht nur Dreck und Matsch, sondern auch die Mehrbelastung durch E-Bike-Motoren treiben den Verschleiß von Kette und Ritzel in die Höhe. Shimano bietet nun für Mountainbiker eine verstärkte Version der Deore- und Deore XT-Schaltgruppe an, die bis zu dreimal länger halten soll als herkömmliche Ketten und Ritzel.

LinkGlide richtet sich an alle, die mehr Wert auf Haltbarkeit legen als auf ein möglichst geringes Gewicht und doch die gewohnte Schaltperformance nicht missen wollen. Vor allem Einsteiger-E-MTBs sollen zukünftig mit den LinkGlide-Komponenten von Shimano ausgerüstet werden.

Shimano bietet die LinkGlide-Technik beim 1x10 Deore (M5130-Serie) und beim 1x11 Deore XT Antrieb (M8130-Serie). Shimanos Deore 1x10 und Deore XT als 1x11-Version sind Dauerbrenner, vor allem bei günstigeren E-Bikes. Es liegt also nahe, dass diese Antriebsgruppen als erstes verstärkt werden.

Unterschiede und Kompatibilität

Der Unterschied zu den 12fach-Versionen der Deore und Deore XT liegt im Materialaufwand. Stärkere Kette, stärkere Ritzel und ein stärkeres Kettenblatt sollen für die höhere Haltbarkeit sorgen. Damit wird die Schaltgruppe aber nicht nur schwerer, sondern es ändern sich auch die Übersetzungsverhältnisse. So sind LinkGlide-Komponenten nicht mit den herkömmlichen Deore- und Deore XT-Teilen kombinierbar. Wer also auf LinkGlide wechseln möchte, der muss die komplette Schaltgruppe samt Schalthebel tauschen. Lediglich Ketten, die als „E-Bike Rated“ erkennbar sind, sind mit den LinkGlide-Komponenten kombinierbar.

LinkGlide-Komponenten sind an dem kleinen LinkGlide-Logo erkennbar und es lassen sich maximal zwei Gänge mit einem Daumendruck schalten.

Mehr Material, mehr Gewicht, weniger Verschleiß

Durch den erhöhten Materialaufwand sollen LinkGlide-Ketten und -Kassetten dreimal länger halten als die der herkömmlichen Shimano-Komponenten. Doch neben der Haltbarkeit erhöht sich auch das Gewicht. Mit 780 Gramm soll die LinkGlide Deore-XT-Kassette ungefähr 369 Gramm mehr wiegen als eine Deore XT 11fach-Kassette. Zum Vergeich: die 12fach-Kassette mit 10-51 Zähnen wiegt 469 Gramm. Die neue 10fach Deore-Kassette soll 634 Gramm auf die Waage bringen.

LinkGlide ist ausschließlich für die 1x10 Deore und die 1x11 Deore XT zu haben. Die 12fach-Varianten dieser MTB-Antriebe sind auf geringes Gewicht getrimmt und sollen laut Shimano vorerst nicht als LinkGlide-Versionen kommen.

Durch Steig- und Fallhilfen soll die Schaltgeschwindigkeit und -geschmeidigkeit der LinkGlide-Version genauso gut sein wie die der regulären Deore und Deore XT. Außerdem verfügen auch die neuen Schaltwerke über die bekannte Shadow Plus-Dämpfer. Der Reibungsmechanismus hält die Kette auch in ruppigen Steinfeldern zuverlässig auf Ritzel und Kettenblatt.

Sowohl der XT- als auch der Deore-Schalthebel werden mit einer Klemme am Lenker befestigt. Der XT-Schalthebel kann außerdem mittels I-Spec-Schnelle mit der Bremsenklemmung kombiniert werden. Als Kette kommt bei beiden Antrieben die LG500-Version mit 257 Gramm zum Einsatz. Die Kette ist auch mit anderen 11fach-Antrieben von Shimano kompatibel.

Die Preise für die LinkGlide-Gruppen sind noch nicht bekannt. Sie werden preislich wohl auf dem Niveau der herkömmlichen Elffach bzw. Zehnfach-Gruppen liegen.

Shimano Deore im Detail

Die Shimano Deore Gruppe ist bereits seit den Achtziger Jahren eine feste Größe im Portfolio des Marktführers. Sie bildete seit jeher den Einstieg in die Shimano MTB-Komponenten. In Punkto Wertigkeit oberhalb der Deore liegen heute die Gruppen SLX, XT und XTR. Die untere Position der Deore ist jedoch keineswegs negativ behaftet. Ganz im Gegenteil. Denn wenn man bei Shimano Komponenten eines garantieren kann, dann ist es ihre reibungslose, ja im Grunde sogar perfekte Funktion über alle Preisklassen hinweg.

Zweiter positiver Aspekt: Im Zuge der Upgrades, die Shimano seinen Komponenten fast jährlich spendiert, werden die Gruppen immer hochwertiger und nähern sich einander an. So hat Shimano der Deore Gruppe im Modelljahr 2021 zahlreiche Premium-Technologien implementiert, die kaum einen Wunsch offen lassen. Deshalb ist die Deore durchaus nicht nur für Einsteiger, sondern auch für ambitioniertere Biker interessant.

Komponenten der Deore Gruppe

Unter dem Begriff „Gruppe“ versteht man in der Regel alle Antriebs- und Bremskomponenten am Bike.

Kurbelgarnitur Deore 2021

In Zeiten, wo Antriebe mit einem einzelnen Kettenblatt langsam aber sicher zum Standard am MTB werden, stehen Kurbeln und Schaltungen natürlich besonders im Fokus. Zu Recht, denn gerade in diesem Punkt hat Shimano die Deore auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Bisher lediglich mit Doppel- oder Dreifach-Kettenblatt erhältlich, gibt es die Deore Kurbel jetzt auch in einer Einfach-Version. Das Kettenblatt wahlweise mit 30 oder 32 Zähnen. Die eingesetzten Technologien wie das Dynamic Chain Engagement (speziell geformte Zähne für sicheren und leisen Lauf der Kette) und Direct-Mount (zentrale Befestigung an der Kurbel) sind dieselben, wie bei den Top-Gruppen bis hinauf zur XTR.

Parallel dazu sind die 11- und 10-fach Versionen der Deore weiterhin im Shimano Programm (alternativ mit Ein- oder Zweifach-Kurbel).

Kassette und Kette Deore 2021

Passend zur neuen 1-fach Kurbel hat Shimano eine Kassette mit 12 Edelstahl-Ritzeln entwickelt, mit der der Abstufung 10 bis 51 Zähne. Klar, hier muss man Abstriche beim Gewicht hinnehmen, aber dafür kann Stahl in Punkto Verschleißfestigkeit punkten. Die bewährte Hyperglide Technologie mit speziell geformten Zähnen und Steighilfen sorgt in Kombination mit der 12-fach HG Kette für Schaltperformance auf Top-Niveau. Wir sind sicher, dass man bei einem Blind-Test kaum einen Unterschied zu einer Deore XT Schaltung bemerken würde.

Schaltwerk und Schalthebel Deore 2021

Das neue 12-fach Schaltwerk kann mit seiner elegant-schwarzen Farbe nicht nur optisch überzeugen. Die bei den modernen 1×12 Antrieben üblichen, extremen Größenunterschiede der Ritzel erfordern beim Schaltwerk spielfreie Lagerpunkte und höchste Präzision. So reduzieren große Leit- und Spannrollen mit 13 Zähnen Laufgeräusche. Außerdem sorgt der robuste Käfig für hohe Kettenspannung und hält damit die Kette auch in holprigem Gelände im Zaum.

Auch der rechte 12-fach Schalthebel profitiert von den Technologien der höher positionierten Gruppen SLX, XT und XTR. Beispielsweise ermöglicht I-Spec EV einen deutlich größeren Einstellbereich der Montagepunkte am Lenker als bisher. Was die individuelle Cockpit-Ergonomie auf ein neues Level hebt. In Kombination mit weiteren Features wie Rapidfire Plus und Two-Way-Release lässt sich mit den neuen Deore Schalthebeln schneller, präziser und komfortabler denn je in beiden Richtungen durch die Kassette schalten.

Scheibenbremsen Deore 2021

Mit Präsentation des neuen 4-Kolben-Sattels stellt Shimano klar, dass die Deore Gruppe jetzt auch für sportlich-ambitionierte Biker eine interessante Option ist. Denn wer in Richtung Enduro unterwegs ist und stets nach den steilsten Abfahrten sucht, für den ist eine kraftvolle 4-Kolben-Bremse zumindest am Vorderrad Pflicht. Ob 2- oder 4-Kolben-Version - beide Bremsanlagen teilen sich denselben Bremshebel. Dessen neue, zusätzliche Abstützung am Lenker sorgt für eine steifere Konstruktion und damit bessere Kraftübertragung von den Fingern ins System. Zudem sind die Bremshebel mit der bewährten Servo Wave Technologie ausgestattet: Im ersten Teil des Hebelwegs werden die Beläge schnell nahe an die Scheiben führt. Im zweiten Teil stellt das System dann viel Hebelweg für den eigentlichen Bremsvorgang zur Verfügung. Der Vorteil: Mehr Leistung bei verbesserter Kontrolle. Um das neue Deore-Cockpit perfekt zu machen, bietet Shimano nun auch einen Remote-Hebel für Teleskop Sattelstützen an.

Shimano XT M8100 im Dauertest

Mit der XTR M9100 wagte Shimano 2018 den ersten Schritt in Richtung 12-fach Mountainbike-Gruppen. Knapp ein Jahr später wurde das 12-fach Vergnügen mit der Shimano XT M8100 erschwinglicher und zugänglicher für die Massen. An einem Ibis Ripley Testbike wurde die komplette XT-Gruppe montiert, um einen möglichst guten Gesamteindruck zu bekommen. Bei der Übersetzung wurde ein 30er Kettenblatt gewählt und diese mit der 10-51 Kassette kombiniert. Allerdings erfordert es für die Kassette den neu entwickelten Microspline-Freilauf. Hier sollte man überprüfen, ob man seinen bestehenden Laufradsatz darauf umrüsten kann. Dazu passend wurden auch die Trail-Variante der Bremssättel gewählt mit vier statt zwei Bremskolben und zusätzlichen Kühlrippen.

Bei der Markteinführung lag der Preis für die XT M8100 bei ca.950 Euro, mittlerweile bekommt man die Komplettgruppe aber schon für ca. 760 Euro. Im Vergleich dazu kostet die XTR-Gruppe in gleicher Ausführung in etwas das Doppelte, wobei man damit lediglich ca. Persönlich würde man fast soweit gehen, die XT M8100 als die schönere XTR-Gruppe zu bezeichnen.

Design und Ergonomie

Die 12-Fach XT Gruppe ist größtenteils in schlichtem Schwarz gehalten. Somit ist die Gruppe optisch sehr neutral und kann in verschiedene Aufbauten farblich gut integriert werden, ohne jedoch optisch langweilig zu sein.

Die Ergonomie einer Gruppe wird durch die Kontaktpunkte zum Fahrer bestimmt. Das sind im Grunde Schalthebel und Bremsgriff. Bei der XT-Gruppe sind diese durch die I-Spec Technologie ergonomisch und aufgeräumt am Lenker befestigt. So sind Schalt- und Bremshebel gut angeordnet, um diese jederzeit gut erreichen zu können. Der Schalthebel kann zusätzlich nach links und rechts um ca. Hochgeschalten wird mit dem kleineren Hebel dieser kann mit Druck und Zug ausgelöst und mit dem größeren Hebel wird heruntergeschaltet, beide Hebel haben eine griffige Oberfläche, so rutscht man selbst bei nassen und schlammigen Bedingungen nur schwer beim Schalten ab. Zudem sind die Schalthebel ergonomisch geformt und schmiegen sich gut an den Daumen bzw.

Die Bremshebel sind als Einfinger-Bremshebel ausgelegt, was dem Anspruch der meisten Biker genügen sollte. Shimano setzt auf dieses bewährte Design schon seit einigen Jahren. Die Hebel liegen sehr ergonomisch am Finger an und an der Außenseite sind runde Einsenkungen eingefräst worden, damit man mehr Grip bei den Bremsmanövern hat und der Hebel einem nicht so leicht vom Finder rutscht. Außerdem verfügen die Bremshebel über einen großzügigen Einstellbereich der Griffweite, dieser kann werkzeuglos über einen Drehregler eingestellt werden. So sollte sehr kleine als auch sehr große Hände die richtige Griffposition finden können. Kleine Ausfräsungen am Bremshebel sollen den Grip erhöhen.

Schaltperformance und Bremsleistung

Die Shimano XT Schaltgruppe ist seit vielen Jahren eine feste Größe am Fahrradmarkt und steht wie kaum ein anderer Name für Qualität. Diesem Ruf wird sie auch in ihrer neuesten Ausführung als M8100 voll und ganz gerecht - nun jedoch eben mit deutlich größerer Bandbreite. Das im Vergleich zum Vorgänger hinzugekommene Ritzel beeinträchtigt die Schaltperformance nicht. Die Schaltvorgänge finden fast digital mit dem richtigen Feedback am Schalthebel statt. Aufs kleinere Ritzel können zwei Gänge mit einem Druck geschalten werden. Auch nervöse Schaltvorgänge mit viel Zug auf der Kette bereiteten der XT-Gruppe keine Probleme. Schlamm und Dreck machen das Treten und Schalten lauter, beeinflussen die Performance jedoch nicht eklatant. Die Übersetzung mit dem 30er Kettenblatt und der Kassette von 10-51 ist mehr als ausreichend für den Traileinsatz. Über Jahre hinweg hat sich die Shadow Plus Schaltwerksdämpfung bewährt und auch am neuen XT 12 Fach-Schaltwerk wurde die Kette ruhig gehalten.

Auch die Shimano-Scheibenbremsen haben sich über die Jahren hinweg schon bewährt. Inzwischen sind sie an einem Punkt angekommen, wo man sich fragen muss, ob Verbesserungen überhaupt noch notwendig sind. Doch auch bei der aktuellsten Evolutionsstufe der Shimano-Bremsen wurde ein kleines Detail ergänzt, was die Performance sehr positiv beeinflusst. Nahe der Hebelachse des Bremsgriff wurde ein Steg ergänzt, der sich am Lenker abstützt. Bisher gab es nur über die Schelle den Kontakt zum Lenker. Mit dieser zusätzlichen Abstützung wird der Griff an sich um einiges steifer. Im direkten Vergleich mit der Vorgängerbremse ist das nicht nur spür- sondern auch sichtbar, da sich der Hebel nicht mehr verwinden kann. Ansonsten war die Performance der Bremse sehr solide. Manchmal werden Shimano Bremsen als eher schwieriger dosierbar beschrieben. Unserer Meinung war aber die Dosierbarkeit für den Traileinsatz mehr als ausreichend. Trotz der Standard-Shimano-Bremsscheiben hatten wir keine Temperaturprobleme mit der Bremse.

Montage und Wartung

Zunächst einmal funktionierte die Montage völlig problemlos. Die Schaltung war schnell eingestellt und auch die Bremsen waren schnell befüllt und entlüftet. Über die gesamte Saison hinweg mussten wir an keiner Stelle wirklich nachjustieren. Daran hat jedoch auch der edle Ibis Ripley Rahmen seinen Anteil. Die Züge konnten schnell verlegt werden und der Rahmen war top ausgerichtet. Kettenlinie und Ausrichtung des Schaltauges waren perfekt für die verbaute XT-Gruppe. Die Hinterbauten vieler Rahmen sind leider leicht verzogen, was sich negativ auf die Schaltperformance auswirkt, obwohl die Schaltung selbst nicht dafür verantwortlich ist.

Verschleiß

Nach ca. 1500 km mit der Gruppe konnten wir nur sehr wenig Verschleiß feststellen. Die Kette sitzt noch sehr stabil auf dem Kettenblatt und auch die Zähne an den Kettenblätter und Kassette sehen noch sehr frisch aus. Auch die Bremsbeläge würden wir als sehr haltbar beschreiben.

Fazit

Die neue Shimano XT-Gruppe kann alles genauso gut wie der teurere Bruder XTR. Wer nicht nicht aufs letzte Gramm schaut und den Geldbeutel schonen möchte, der muss mit der günstigeren Shimano-Gruppe keine Abstriche machen.

Ob es an der XT HYPERGLIDE+ Technologie in Kassette oder Kette oder aber der DYNAMIC CHAIN ENGAGEMENT + Technologie der Kettenblätter liegt, ich vermag es nicht zu sagen, aber: Der neue Shimano Einfach-Antriebsstrang funktioniert nach meiner Auffassung extrem gut. Das eingangs erwähnte Shimano-Schaltpräzisionsgefühl inklusive… Adlerauge, sei wachsam!

Die Schaltvorgänge sind knackig und „on point“. Die Gangwechsel laufen sauber, leichtgängig, geräuscharm und vor allen Dingen schnell ab. Aus diesem Blickwinkel konnte Shimanos neue 12-fach XT bereits überzeugen.

Was mir aber ausdrücklich gut gefallen hat, das sind die neuen Schalthebel. Dabei sind es nicht die gummierten Kontaktflächen der Schalt-Paddles, sondern vor allem der Verstellbereich der I-SPEC EV Montage. Damit lassen sich die Hebel in seitlicher Richtung um mehr als 14 mm verschieben und wie gehabt auch in Rotationsrichtung anpassen. Das Thema Ergonomie ist damit definitiv vorbildlich gelöst. Dank 2-Way-Release Technik funktioniert der Schalthebel überdies auch intuitiv - je nach Vorlieben des Nutzers.

Neu ist dagegen die Schaltfunktion beim linken Hebel (nur für 2-fach Aufbauten): der neue Rapidfire Plus Mono Schalthebel weist nur mehr eine Bedienrichtung auf. Der erste Hebeldruck hebt den Umwerfer aufs große Kettenblatt und arretiert ihn dort. Der zweite löst ihn und hebt die Kette aufs kleine Blatt.

Übersicht der Shimano Schaltgruppen

Klar ist, je teurer eine Schaltgruppe ist, desto besser und leichter ist sie auch. Doch muss es natürlich nicht immer eine XT oder XTR Schaltung sein. Für die/den Durchschnittmountainbiker:rin reicht auch eine Alivio oder Deoreschaltung völlig aus, um sportliche Touren zu machen oder Spaß auf den Trails zu haben. Auch diese Schaltungen haben sich lange bewährt und garantieren lang anhaltenden Fahrspaß. Oftmals kommt in den günstigeren Schaltgruppen die gleiche Technik zum Einsatz, lediglich das Material unterscheidet sich.

Eine Schaltgruppe besteht meist aus Schaltwerk (hinten), Umwerfer (vorne), Kurbelgarnituren, Kassetten, Kettenblätter, Schalthebeln, Bremshebeln und den dazugehörigen Scheibenbremsen. Manchmal werden vom Hersteller des Fahrrads aber auch Komponenten ausgetauscht, sodass die Teile nicht alle der gleichen Gruppe angehören.

  • Shimano Tourney: Für Einsteiger- und Freizeit-Fahrräder konzipiert. Einfache Schaltung mit ausreichend Gängen, preisgünstiger. Robust und zuverlässig, aber nicht so leistungsstark und präzise wie höherwertige Schaltgruppen.
  • Shimano Altus: Eine der Einstiegs-Schaltgruppen von Shimano, solide Leistung zu einem erschwinglichen Preis.
  • Shimano Acera: Mit der Acera-Schaltung kannst du erste Erfahrungen im Gelände sammeln.
  • Shimano Alivio: Hochwertige Komponentengruppe, geeignet für Alltagsfahrten und leichtes Gelände. Reibungslose und präzise Schaltvorgänge, stilvolles und modernes Design. Höhere Qualität im Vergleich zur Acera Schaltgruppe.
  • Shimano Deore: Hochwertige und leistungsstarke Schaltgruppe, geeignet für den Einsatz im Gelände und für Mountainbike-Touren. Robust und zuverlässig, auch bei schwierigen Bedingungen und rauem Gelände. Aktuelles, zeitloses Design. Höhere Qualität und Leistung im Vergleich zu günstigeren Shimano Schaltgruppen.
  • Shimano SLX: Sehr langlebig und zuverlässig, leicht und kompakt. Präzise und bietet ein reibungsloses Schaltverhalten.
  • Shimano Deore XT: Hochwertige Komponentengruppe für Mountainbikes, zeichnet sich durch zuverlässige Schaltleistung, präzise Gangwechsel und robuste Bauweise aus. Bietet ein breites Übersetzungsverhältnis.
  • Shimano XTR: Für Fahrer entwickelt, die höchste Anforderungen an die Leistung ihres Mountainbikes stellen. Bietet eine schnelle und präzise Schaltung und eignet sich für anspruchsvolle Trail-Sessons oder auch den beliebten Alpencross.

Shimano Deore Trekking T6000 (2018)

Shimano stellt jetzt den Nachfolger der Deore Trekking-Gruppe vor. Sie erbt einige Merkmale der Top-Gruppe Shimano XT, bleibt aber beim bewährten 3×10-Standard. Wesentliche Neuerungen der 2018er Deore-Gruppe mit dem Kürzel T-6000 sollen ein Schaltwerk im Shadow-Design wie bei den MTB-Gruppen sein sowie für den Trekkingeinsatz optimierte Scheibenbremsen mit 3-Finger-Bremshebeln.

Geschaltet wird bei der neuen Deore mit Rapidfire-Plus-Hebeln für vorne und hinten. Sie kommen standradmäßig mit Optislick-Zügen die nach RADtouren-Erfahrung für lange reibungsarme und fehlerfreie Schaltfunktion sorgen. Wir gewohnt gibt es eine optische Ganganzeige, und das Runterschalten ist mit dem Daumen oder Zeigefinger möglich.

Die neuen hydraulischen Scheibenbremsen wurden laut Shimano speziell für die spezifischen Anforderungen im Trekking-Einsatz optimiert. Dazu erhielten sie einen langen und komfortabel zu bedienenden 3-Finger-Bremshebel (BL-T6000). Für die entsprechende Verzögerungsleistung, die ebenfalls gezielt für das Trekking-Segment angepasst wurde, sorgen die BR-T615 Bremssättel, die für eine denkbar einfache Wartung mit der One-Way-Bleeding Technologie ausgestattet sind. Ein Vorteil für Vielfahrer: Die neuen Bremsen sollen ideal mit den SM-RT54-Bremsscheiben (180 / 160 mm) harmonieren. Diese sind bereits zu Online-Preisen unter 10 Euro als Ersatzteil zu haben. Auch die ebenfalls empfohlenen Resin-Beläge zählen zu den günstigen Ersatzkomponenten. Ein mechanisches V-Brake-System bleibt ebenfalls im Angebot.

Für einen breiten Überetzungsbereich setzt Shimano auf die Hollowtech II-Kurbel mit 48-36-26 Zähnen im 4-Arm-Design. Ersatzteilfreundlichkeit auch hier: Die drei Kettenblätter sind mit vier Schrauben einzeln am Kurbelarm befestigt und lassen sich so einfach und individuell tauschen.

Besonders viel hat sich am Schaltwerk getan: Das 10-fach Schaltwerk (RD-T610) besitzt eine für den Trekking-Einsatz optimierte Federspannung, die gewohnt geringe Bedienkräfte ermöglicht. Neu ist das SHADOW RD Design, das bis zum vorletzten Jahr ausschließlich den Mountainbike-Grup-pen vorbehalten war. Es rat zur Seite viel weniger weit neben der Rad hervor, so dass es besser vor Beschädigungen durch Hindernisse oder in Fahrradständern geschützt ist. Zugleich verringert die Spannung des Schaltwerkskäfigs das Schlagen der Kette, insbesondere auf unebenen Untergründen ein Vorteil. Es kann mit Kassetten der Abstufung 11-34, 11-32 oder 11-28 Zähnen kombiniert werden

Die Komponenten der neuesten Generation können Sie unter der Produktbezeichnung T8000 ausmachen. Äußerlich unterscheiden sich Mountainbike- und Trekking-Gruppen so deutlich wie ihre Anwender. Für Trekkingfahrer legt Shimano wert auf das breite Spektrum einer 3×10 Schaltung mit bekannter Abstufung: 48-36-26 Zähne an der Kurbel und 11-32, 11-34 oder 11-36 Zähne an der Kassette. Neu ist das erstmals im Trekkingsegment eingesetzte Shadow-Schaltwerk. Es zeichnet sich durch eine besonders flache Bauweise aus und ist dadurch weniger anfällig für Schäden. In den Mountainbike-Gruppen gehört es längst zum Standard. Nach eigenen Angaben ist es Shimano nun gelungen, Schaltkomfort und flaches Profil auch für Trekkingfahrer ansprechend zu kombinieren. Speziell für die Bedürfnisse von Trekkingfahren sind auch die neuen 3-Finger-Bremshebel angepasst. Per „i-spec“ lassen sie sich so montieren, dass das Cockpit aufgeräumt ist. Für Bremsen und Bremsscheiben bedient sich Shimano aus dem eigenen schon bekannten Portfolio.

Tabelle: Shimano Schaltgruppen im Überblick

Schaltgruppe Einsatzbereich Besondere Merkmale
Tourney Einsteiger, Freizeit Einfach, preisgünstig
Altus Einstieg Solide Leistung
Acera Gelände (Einsteiger) Erste Erfahrungen im Gelände
Alivio Alltag, leichtes Gelände Reibungslos, stilvoll
Deore MTB, Gelände Robust, zeitlos
SLX MTB Langlebig, präzise
Deore XT MTB (Hochwertig) Zuverlässig, robust
XTR MTB (Top-Level) Schnell, präzise

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