Shimano Deore XT Laufradsatz im Test: Eine umfassende Analyse

Shimano ist seit vielen Jahren einer der beliebtesten Hersteller von Fahrradteilen bzw. Fahrradkomponenten. Ein Grund dafür ist zum Beispiel die enorme Auswahl an unterschiedlichen Bauteilen, die für nahezu jeden Fahrertyp das passende Produkt anbieten kann. Diese werden ständig weiterentwickelt und verbessert und liegen somit in punkto Innovation und Qualität immer auf einem aktuellen Level. Ein weiterer Grund ist das faire Preis-Leistungs-Verhältnis, das Shimano bietet. Durch die Verwendung unterschiedlicher Materialien und weiterer Faktoren kann Shimano verschiedene Baugruppen anbieten, so dass für jeden Geldbeutel das Passende dabei ist. Bei der Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten kann die Entscheidung für eine bestimmte Baugruppe allerdings auch mal schwer fallen. In diesem Fall bringt Sie eine präzise Selbstanalyse auf den richtigen Weg, denn Shimano kann, wie oben erwähnt, für nahezu jeden Fahrertyp etwas Passendes anbieten. Stellen Sie also zunächst fest, was genau Sie von Ihren neuen Fahrradkomponenten erwarten. Hierbei spielen zum Beispiel die ungefähre Jahreskilometerleistung und das bevorzugte Terrain eine entscheidende Rolle. Die Baugruppen Shimano Deore LX und XT unterscheiden sich unter anderem in der Verwendung verschiedener Materialien und in der Konsequenz dann auch in der Belastbarkeit, im Gewicht und im Preis.

Die neue Shimano Deore XT Gruppe im Detail

Nach der Vorstellung der neuen Shimano XTR 12-Fach Gruppe, lässt Shimano nun die neue XT 12-Fach Gruppe aus dem Sack. Somit ziehen die Japaner mit der Konkurrenz gleich und legen in vielen Details visuell sowie technisch noch eins oben drauf. Unser HIBIKE Gravity Teamfahrer Eric Junker wird dieses Jahr mit der Komponentengruppe bei Enduro Rennen und seinen Bike-Trips unterwegs sein. Um den Unterschied zwischen der 2-Kolben- und 4-Kolben-Bremse herauszustellen, wird in einem Zeitabstand von acht Wochen die hier beschriebene 2-Kolben-Bremse durch die 4-Kolben-Bremse ersetzt.

Kurbelgarnitur und Kassetten

Die neuen XT 1×12-fach Kurbeln zeichnen sich durch die DYNAMIC CHAIN ENGAGEMENT + Technologie aus, deren spezielles hochpräzise gefertigtes Zahnprofil dafür sorgt, dass die Kette auf rauem Gelände optimalen Halt auf dem oberen Teil des Kettenblattes findet. Gleichermaßen gut löst sie sich wieder vom Kettenblatt und stellt somit sowohl Effizienz, Leichtgängigkeit, als auch Geräuscharmut des Antriebs sicher. Verfügbar ist die Kurbel in Boost- und Non-Boost-Spezifikation. Jedes Gramm zählt: Innenlager… …Kurbel… …und Kettenblatt. Die Kassetten der XT sind in den Optionen 10-45 Z oder 10-51 Z verfügbar. Für geringe Gangsprünge ist die 10-45er-Kassette optimal. Für eine große Bandbreite hingegen ist die 10-51Z-Version die Wahl. Beide weisen die HYPERGLIDE+ Technologie auf, welche für eine sehr hohe Schaltgeschwindigkeit, Präzision und Leichtgängigkeit sorgt und zu einem leisen Antrieb beiträgt. Die Kasette der neuen Deore XT wird montiert. Die Kassette wiegt 468 Gramm. Die Kassetten verfügen über eine Spider-Konstruktion aus Aluminium.

Schaltwerk und Schalthebel

Die XT HYPERGLIDE+ Kette wurde von Grund auf überarbeitet und optimiert, sie ist ein integraler Bestandteil des neuen Antriebsstrangs. Mit ihren neu geformten Kontaktflächen zu Kettenblatt- und Kassettenzähnen sorgt sie für schnelle, präzise und leichtgängige Schaltvorgänge in beide Richtungen und das auch unter sehr hoher Last. Mit einer Version für 1-fach- und 2-fach-Systeme sorgen die beiden neuen XT Schaltwerke für schnelle als auch präzise Gangwechsel über den sehr großen Übersetzungsbereich. Leit- und Spannrollen mit 13 Zähnen und ein Gummidämpfer dämmen Geräusche und erhöhen den Fahrkomfort. Zudem sorgen sie dafür, dass die Kette dort bleibt, wo sie sitzen soll - egal was passiert. 281 Gramm wiegt das neue XT Schaltwerk. Der neue XT I-SPEC EV Schalthebel ist extrem flexibel einstellbar und somit für jeden Fahrertyp stets ergonomisch. 133 Gramm wiegt der neue XT Schalthebel.

Bremsen

Die neue DEORE XT kommt wahlweise mit Zwei-Kolben-Bremsen oder Vier-Kolben-Bremsen. Das neue Bremshebel-Design, der nun schräggestellt montiert wird und sich an zwei Punkten am Lenker abstützt, sorgt für mehr Steifigkeit als auch für direkteres Feedback und mehr Bremsleistung. Abgerundet wird dies durch die SERVO WAVE Technologie. Die bei den Bremsscheiben verwendete ICE TECHNOLOGY FREEZA sorgt für noch bessere Wärmeableitung, was wiederrum eine konsistente Bremsleistung und eine höhere Lebensdauer der Bremsbeläge mit sich bringt.

Der Laufradsatz im Test

Für den Test der neuen XT Gruppe, fahre ich einen passenden Custom Shimano Laufradsatz mit Center Lock Naben. Sie sind mit HB-MT900 & FH-MT901 Naben, Pancho Wheels Vibe Black Edition Alu TLR Felgen und DT Swiss Competition Speichen ausgestattet. Sie verfügen über eine komfortable Innenbreite von 30 mm - so übersteht man auch die härtesten Trails. Schlichte Laufräder aus dem Hause Shimano mit Scylence-Freilauf Nur minimal schwerer: das hinterer Laufrad aus dem Hause Shimano. Mein erster Eindruck: Ungewohnt leise fliege ich mit meinem Trek Enduro Bike durch den Wald. Das liegt an dem neuen Nicht-Sound des Scylence-Freilaufs. Dieser Nicht-Sound ist zuallererst gewöhnungsbedürftig. Sonst bin ich immer mit Newmen Laufrädern unterwegs, welche sicherlich zu den lautesten auf dem Markt. Durch den nicht vorhandenen Klang des neuen Scylence-Freilaufs ist es möglich mein Gehör auf die Reifen zu fokussieren. Untergrundwechsel welche mir sonst nie durch Geräuschveränderung auffallen, nehme ich nun bewusst wahr. Eric Junker hat sichtlich Spaß beim Test der neuen Shimano DEORE XT Gruppe.

Performance auf dem Trail

Wie erwartet, präsentiert Shimano eine perfekte Schaltung auf höchstem Niveau. Während der Ausfahrt ist die Schaltung sehr leise und sehr präzise. Die Gänge lassen sich durch die neue HYPERGLIDE+ Technologie auch in stark belasteten Situationen oder bei schnellem Antritt einwandfrei schalten. Damit sind ganz neue Möglichkeiten gegeben. Eigentlich achte ich immer darauf sehr sauber zu Schalten. Bevor ich jedoch wichtige Sekunden in einem Rennen verliere, kann es schon passieren, dass ich auch mal unsauber schalte. Bei der neuen Shimano XT habe ich das Gefühl, als wenn ihr das nichts ausmacht: die Kette wird ebenso sanft und vor allem leise wie bei entspannten Schaltvorgängen geführt. Das gibt mir als Racer eine gewisse Entspannung und Sicherheit. Probleme wie Kettenklemmer sowie den bekanntlichen „Supergau“, einen Kettenabwurf, sind weit entfernt. Von Vorteil finde ich auch, dass man die Federkraft der neuen Shimano DEORE XT individuell einstellen kann. Alles in allem fühlt sich die Schaltung sehr kontrolliert, weich und leise an. Das liegt sicherlich auch an der bekannten Shadow+ Funktion. Die Schaltung nimmt stets den richtigen und direkten Weg zum jeweiligen Ziel. Die Smarte Shadow+ Funktion am Schaltwerk. Das große Ritzelpaket sorgt für Vortrieb an jeder Steigung. Der Schalthebel verbindet die Kommandostation mit der auszuführenden Kraft, dem Schaltwerk. Die Kommando-Ausführung zum Schaltwerk funktioniert wie vorher bereits beschrieben tadellos und knackig. Auch das Feedback für den Fahrer setzt Shimano meiner Meinung nach super um. Die genaue Abstufung lässt sofort wissen, dass ein Schaltvorgang vollzogen wurde. Das Schalten in die schweren Gänge ist, wie von Shimano gewohnt, über Zeigefinger als auch Daumen möglich. Des weiteren ist mir das Mehrfachschalten in die schweren Gänge sehr positiv aufgefallen.

Besondere Details und Vorteile

Was mir aber besonders gefallen hat, ist ein wirklich sinnvolles Detail am Schalthebel: Der profilierte Gummi-Einsatz am Schalthebel gibt mir endlich einen griffigeren Untergrund gegenüber einem Hebel aus reinen Metall. Auch bei schlechtem Wetter habe ich somit bessere Kontrolle. Sonst habe ich mir immer in Skatshops Griptape gekauft um auch bei schlechten Wettersituationen den Halt nicht zu verlieren. Durch die passende Lenkerfernbedienung zum Verstellen der Sattelstütze bietet Shimano ein super aufgeräumtes und einheitliches Komplettpaket. Meiner Meinung nach ein wirklicher Hingucker. Diese SL-MT800 Lenkerfernbedienung ist I-spec EV-kompatibel und funktioniert mit allen gängigen Variostützen. Auf den ersten Blick hat sich an den neuen Shimano DEORE XT Bremsen kaum etwas geändert. Sie überzeugen visuell mit ihrer filigranen und schlanken Bauweise. Durch die oben beschriebene andere Bauweise ist ein direktes Feedback auf dem Trail spürbar. Zu der versprochenen höheren Leistung kann ich aktuell noch kein Urteil fällen.

Scylence-Nabe

Die größte Überraschung bringt sicherlich die Lautlosigkeit der Scylence-Nabe mit sich. Schon wie bei dem großen Bruder der XTR, wird es durch den Freilauf sowie den Nabenkörper möglich, dass sich zwei Mitnehmerplatten vollständig voneinander lösen. Somit hört man kein Geräusch, wenn man mal nicht in die Pedale tritt. Der Micro Spline Freilauf macht das Gesamtpaket dann sogar noch etwas leichter. Besonders aufgefallen sind mir das schnelle Einrasten und die höhere Steifigkeit der Hinterradnabe. Das fördert die rasche Beschleunigung und vermindert die unnatürliche Ablenkung. Ich bin gespannt zu testen und zu berichten, wie sich der gesamte Laufradsatz zum Thema Haltbarkeit und vor allem der Steifigkeit schlagen wird.

Bremsscheiben und Freilauf

Die neue Bremsscheibe kann nur mit Center Lock Nabe verbaut werden. Grundsätzlich überzeugt mich das System sehr! Es ist einfach, sicher und dazu noch super schnell montiert. Allerdings sind Center Lock Naben im Mountainbike Sport aktuell nicht weit verbreitetet. Vielleicht setzt sich der Standard durch oder Shimano bietet von der neuen Bremsscheibe eine 6-Loch Variante an. Bezüglich des Freilaufes ist beachten, dass er bisher nicht bei allen Laufrad-Herstellern verfügbar bzw. auf bestimmte Hersteller limitiert wurde.

Erster Eindruck und Fazit

Es ist spürbar, dass die neue Shimano DEORE XT Gruppe auf dem großen Bruder der XTR Gruppe basiert. Wie gewohnt bringt die Shimano DEORE XT Gruppe eine hohe Schaltgenauigkeit mit sich. Mein erster Eindruck ist, dass hier noch mal eins oben drauf gesetzt werden konnte. Mit ihrem ansprechenden modernen Design passt sie an wirklich jedes Bike und ist in Windeseile montiert. Dabei hilft auch das vorhandene Kettenschloss. Das für mich wertvollste Merkmal ist das extrem ruhige und leise Schalten.

Langzeittest und Vergleich zur XTR Gruppe

Dauertest: Mit der XTR M9100 wagte Shimano 2018 den ersten Schritt in Richtung 12-fach Mountainbike-Gruppen. Knapp ein Jahr später wurde das 12-fach Vergnügen mit der Shimano XT M8100 erschwinglicher und zugänglicher für die Massen. Zum Launch haben wir die Gruppe bereits umfangreich vorgestellt. Hier könnt ihr den Artikel nachlesen. An unserem Ibis Ripley Testbike haben wir die komplette XT-Gruppe montiert, um einen möglichst guten Gesamteindruck zu bekommen. Bei der Übersetzung haben wir uns für 30er Kettenblatt entschieden und diese mit der 10-51 Kassette kombiniert. Allerdings erfordert es für die Kassette den neu entwickelten Microspline-Freilauf. Hier sollte man überprüfen, ob man seinen bestehenden Laufradsatz darauf umrüsten kann. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten ist das jedoch für die gängigsten Naben meist kein Problem mehr. Dazu passend haben wir auch die Trail-Variante der Bremssättel gewählt mit vier statt zwei Bremskolben und zusätzlichen Kühlrippen. Bei der Markteinführung lag der Preis für die XT M8100 bei ca.950 Euro, mittlerweile bekommt man die Komplettgruppe (Anfang 2021) aber schon für ca. 760 Euro. Im Vergleich dazu kostet die XTR-Gruppe in gleicher Ausführung in etwas das Doppelte, wobei man damit lediglich ca. Persönlich würde ich fast soweit gehen, die XT M8100 als die schönere XTR-Gruppe zu bezeichnen.

Design und Ergonomie

Die 12-Fach XT Gruppe ist größtenteils in schlichtem Schwarz gehalten. Somit ist die Gruppe optisch sehr neutral und kann in verschiedene Aufbauten farblich gut integriert werden, ohne jedoch optisch langweilig zu sein. Die Ergonomie einer Gruppe wird durch die Kontaktpunkte zum Fahrer bestimmt. Das sind im Grunde Schalthebel und Bremsgriff. Bei der XT-Gruppe sind diese durch die I-Spec Technologie ergonomisch und aufgeräumt am Lenker befestigt. So sind Schalt- und Bremshebel gut angeordnet, um diese jederzeit gut erreichen zu können. Der Schalthebel kann zusätzlich nach links und rechts um ca. Hochgeschalten wird mit dem kleineren Hebel dieser kann mit Druck und Zug ausgelöst und mit dem größeren Hebel wird heruntergeschaltet, beide Hebel haben eine griffige Oberfläche, so rutscht man selbst bei nassen und schlammigen Bedingungen nur schwer beim Schalten ab. Zudem sind die Schalthebel ergonomisch geformt und schmiegen sich gut an den Daumen bzw. Die Bremshebel sind als Einfinger-Bremshebel ausgelegt, was dem Anspruch der meisten Biker genügen sollte. Shimano setzt auf dieses bewährte Design schon seit einigen Jahren. Die Hebel liegen sehr ergonomisch am Finger an und an der Außenseite sind runde Einsenkungen eingefräst worden, damit man mehr Grip bei den Bremsmanövern hat und der Hebel einem nicht so leicht vom Finder rutscht. Außerdem verfügen die Bremshebel über einen großzügigen Einstellbereich der Griffweite, dieser kann werkzeuglos über einen Drehregler eingestellt werden. So sollte sehr kleine als auch sehr große Hände die richtige Griffposition finden können. Kleine Ausfräsungen am Bremshebel sollen den Grip erhöhen.

Schaltperformance und Bremsleistung

Die Shimano XT Schaltgruppe ist seit vielen Jahren eine feste Größe am Fahrradmarkt und steht wie kaum ein anderer Name für Qualität. Diesem Ruf wird sie auch in ihrer neuesten Ausführung als M8100 voll und ganz gerecht - nun jedoch eben mit deutlich größerer Bandbreite. Das im Vergleich zum Vorgänger hinzugekommene Ritzel beeinträchtigt die Schaltperformance nicht. Die Schaltvorgänge finden fast digital mit dem richtigen Feedback am Schalthebel statt. Aufs kleinere Ritzel können zwei Gänge mit einem Druck geschalten werden. Auch nervöse Schaltvorgänge mit viel Zug auf der Kette bereiteten der XT-Gruppe keine Probleme. Schlamm und Dreck machen das Treten und Schalten lauter, beeinflussen die Performance jedoch nicht eklatant. Die Übersetzung mit dem 30er Kettenblatt und der Kassette von 10-51 ist mehr als ausreichend für den Traileinsatz. Über Jahre hinweg hat sich die Shadow Plus Schaltwerksdämpfung bewährt und auch am neuen XT 12 Fach-Schaltwerk wurde die Kette ruhig gehalten. Auch die Shimano-Scheibenbremsen haben sich über die Jahren hinweg schon bewährt. Inzwischen sind sie an einem Punkt angekommen, wo man sich fragen muss, ob Verbesserungen überhaupt noch notwendig sind. Doch auch bei der aktuellsten Evolutionsstufe der Shimano-Bremsen wurde ein kleines Detail ergänzt, was die Performance sehr positiv beeinflusst. Nahe der Hebelachse des Bremsgriff wurde ein Steg ergänzt, der sich am Lenker abstützt. Bisher gab es nur über die Schelle den Kontakt zum Lenker. Mit dieser zusätzlichen Abstützung wird der Griff an sich um einiges steifer. Im direkten Vergleich mit der Vorgängerbremse ist das nicht nur spür- sondern auch sichtbar, da sich der Hebel nicht mehr verwinden kann. Ansonsten war die Performance der Bremse sehr solide. Manchmal werden Shimano Bremsen als eher schwieriger dosierbar beschrieben. Unserer Meinung war aber die Dosierbarkeit für den Traileinsatz mehr als ausreichend. Trotz der Standard-Shimano-Bremsscheiben hatten wir keine Temperaturprobleme mit der Bremse.

Montage und Verschleiß

Was fiel uns allgemein an der Gruppe auf? Eigentlich relativ wenig, was bei einer Mountainbikegruppe für sich spricht. Zunächst einmal funktionierte die Montage völlig problemlos. Die Schaltung war schnell eingestellt und auch die Bremsen waren schnell befüllt und entlüftet. Über die gesamte Saison hinweg mussten wir an keiner Stelle wirklich nachjustieren. Daran hat jedoch auch der edle Ibis Ripley Rahmen seinen Anteil. Die Züge konnten schnell verlegt werden und der Rahmen war top ausgerichtet. Kettenlinie und Ausrichtung des Schaltauges waren perfekt für die verbaute XT-Gruppe. Die Hinterbauten vieler Rahmen sind leider leicht verzogen, was sich negativ auf die Schaltperformance auswirkt, obwohl die Schaltung selbst nicht dafür verantwortlich ist. Einen winzigen Kritikpunkt haben wir aber doch: Die Kassette auf dem neuen Microspline lockerte sich nach einiger Zeit. Nach ca. 1500 km mit der Gruppe konnten wir nur sehr wenig Verschleiß feststellen. Die Kette sitzt noch sehr stabil auf dem Kettenblatt und auch die Zähne an den Kettenblätter und Kassette sehen noch sehr frisch aus. Auch die Bremsbeläge würden wir als sehr haltbar beschreiben.

Fazit zum Langzeittest

Die neue Shimano XT-Gruppe kann alles genauso gut wie der teurere Bruder XTR. Wer nicht nicht aufs letzte Gramm schaut und den Geldbeutel schonen möchte, der muss mit der günstigeren Shimano-Gruppe keine Abstriche machen.

Vergleich mit anderen Laufradsätzen

Es gibt zahlreiche Alternativen auf dem Markt. Hier eine Übersicht und Vergleich verschiedener Alu- und Carbonlaufräder:

Alu-Laufräder im Test

ModellPreis pro PaarGewicht v./h.Max. SystemgewichtMaterial Felge/SpeicheMaulweite v./h.SpeichenanzahlAchsstandardsDisc-Aufnahme/FreilaufTesturteil
Crankbrothers Synthesis Enduro Alloy600 Euro913.5 g /111 gkeine AngabeAlu/Stahl31/29 mm28/3215 x 110 mm / 12 x 148 mm6-Loch / MS, XD, HGGut
DT Swiss XM 1700 Spline719 Euro897 g/993 g120 kgAlu/Stahl30/30 mm28/2815 x 110 mm / 12 x 148 mmCL / MS, XD, HGSehr gut
Mavic Crossmax XL S 29750 Euro881 g/1010 g120 kgAlu/Stahl30/30 mm24/2415 x 110 mm / 12 x 148 mm6-Loch, CL / MS, XD, HGGut
Newmen Evolution SL A.30680 Euro831 g/971 g125 kgAlu/Stahl30/30 mm28/2815 x 110 mm / 12 x 148 mm6-Loch / MS, XD, HGSehr gut
Race Face Aeffect R600 Euro923,5 g/1070 gkeine BeschränkungAlu/Stahl30/30 mm28/2815 x 110 mm / 12 x 148, 12 x 157 mm6-Loch / MS, XD, HGSehr gut (Kauftipp)
Shimano Deore XT WH-M8120430 Euro933 g/1079 gkeine AngabeAlu/Stahl30/30 mm28/2815 x 110 mm / 12 x 148 mmCL / MSGut
Spank 350 Vibrocore699 Euro917 g/1119 gkeine AngabeAlu/Stahl30/30 mm28/2815 x 110, 20 x 110 mm / 12 x 148, 12 x 150/157 mm6-Loch / MS, XD, HGGut
Veltec ETR Extradrei549 Euro827,5 g/964,5 gkeine AngabeAlu/Stahl30/30 mm32/32QR, 15 x 100, 15 x 110, 20 x 110 mm / QR, 12 x 142, 12 x 148 mm6-Loch / MS, XD, HGSehr gut (Testsieger)

Carbon-Laufräder im Test

ModellPreis pro PaarGewicht v./h.Max. SystemgewichtMaterial Felge/SpeicheMaulweite v./h.SpeichenanzahlAchsstandardsDisc-Aufnahme/FreilaufTesturteil
Acros Enduro-Carbon-LRS 29"1199 Euro731 g/819 gkeine BeschränkungCarbon/Stahl29/29 mm28/2815 x 100, 15 x 110 mm / 12 x 142, 12 x 148 mm6-Loch, CL / MS, XD, HGÜberragend (Testsieger)
Crankbrothers Synthesis Enduro Carbon1699 Euro829 g/1017 gkeine AngabeCarbon/Stahl31/29 mm28/3215 x 110 mm / 12 x 148 mm6-Loch / XD, HGSehr gut
DT Swiss XMC 1501 Spline One1599 Euro766 g/ 863 g120 gCarbon/Stahl30/30 mm28/2815 x 110 mm / 12 x 148 mmCL / MS, XD, HGÜberragend
Newmen Advanced SL A.301450 Euro715 g/864,5 g125 gCarbon/Stahl29/29 mm28/2815 x 110 mm / 12 x 148 mmCL / MS, XD, HGÜberragend (Kauftipp)
Race Face Next R311699 Euro816 g/912 gkeine BeschränkungCarbon/Stahl31/31 mm28/2815 x 110 mm / 12 x 148, 12 x 157 mm6-Loch / MS, XD, HGSehr gut

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