Shimano Deore XT Schalthebel 3x9 Test: Eine umfassende Analyse

In der Welt des Mountainbikens (MTB) und des Radsports allgemein sind die Komponenten der Schaltung von entscheidender Bedeutung für Leistung und Fahrgefühl. Besonders hervorzuheben sind hier die Schalthebel, die eine zentrale Rolle bei der Steuerung der Gänge spielen. Dieser Artikel widmet sich der Shimano Deore XT Schalthebel 3x9 und bietet eine umfassende Analyse.

Kompatibilität und Austauschbarkeit

Viele Radfahrer, die noch 3x9 Shimano Schaltungen nutzen, stehen vor der Frage, ob ältere Schalthebel durch modernere XT-Qualitätshebel ersetzt werden können. Es stellt sich die Frage, ob verschiedene Shimano Schalthebel, wie SL-M310 (8-fach), SL-M530, SL-M590 und SL-M770-A, bei Bedarf durch einen SL-M770A 9-fach ersetzt werden können.

Bei Shimano war es bei 8-fach und 9-fach sowohl bei den MTB- als auch den Rennradkomponenten (mit einer exotischen Dura-Ace-Ausnahme) so, dass alle den gleichen Seilweg hatten. Sprich, alles ist untereinander austauschbar.

Den XT- oder gar XTR-Hebel auf Halde zu legen ist bei deinem Fuhrpark sicher nicht verkehrt.

Alternativen und Verfügbarkeit

Da die besseren 9-Fach Shimano Komponenten (XT, SLX, Deore) auslaufen, überlege ich mir vorsorglich 9-Fach Schalthebel in XT Qualität auf Lager zu legen. Nur kommst du da bissl spät. Bei Rose, CNC und Kurbelix finde ich nix mehr. Alivio, Acera, das ist das höchste der Gefühle, womit Shimano den Markt noch versorgt.

XT 9fach MTB Hebel scheint es nicht mehr zu geben. Es ist ratsam, sich auf dem Gebrauchtmarkt umzusehen oder auf die Hebel der günstigeren Gruppen auszuweichen.

Alternativ gibt es Paul Thumbies mit 9fach Shimano Barends oder mit Unterrohrschalthebeln (für Alurahmen). Die letzteren beiden gibt es bei Bike Components.

Alternativen bei Defekten

Was spricht denn gegen einen Umstieg auf 10fach, wenn denn mal Neuteile benötigt werden? Dann ist halt auch zwingend ein neues Schaltwerk fällig. Richtig. Und viele andere Teile auch. Deshalb ja auch erst wenn Neuteile benötigt werden. Die alten 9fach-Teile kann der TE auf seinen anderen Rädern noch auffahren. Die Vorteile der 10fach Schaltung gibt es gratis dazu.

Es gibt kein richtig oder falsch, ich kann mir eben jetzt für mich persönlich passende Antriebe zusammenstellen.

Qualitätsunterschiede und Funktionen

Unterschiede sind (neben etwas anderem Design und Materialien):

  • Keine Demontagemöglichkeit der Lenkerschelle (u.U. für irgendwelche Bastelumbauten relevant)
  • Nur bis zu 3 Gangsprünge nach oben und 1 Gangsprung nach unten möglich.

Ohne es genau zu wissen, aber sind die Alivio Hebel nicht mindestens auf Deore Niveau von vor X Jahren? Shimano hat bisher die Technologie mit der Zeit weit nach unten durchgereicht.

Bei den XT und XTR-Schaltern sind bis zu 4 nach oben und bis zu 2 nach unten (bei XT ist bei Letzterem der Umbau auf "Multi-Release" notwendig).

Vor- und Nachteile von 10-fach-Systemen

Ein Vorteil der 10-fach Schaltung ist, vorne auf das dritte Kettenblatt verzichten zu können. Für mich ist das entscheidende Argument gegen 10-fach: Man kann MTB-Teile und Rennradteile nicht mehr kombinieren. Andererseits kann man alte, vorhandene Sachen ja noch an anderen Rädern aufbrauchen und m.M.n.

10fach: Besseres Schaltverhalten (natürlich nicht so flutschig und knackig wie bei ner Sora), längere Lebensdauer (natürlich nicht so lange wie bei ner Sora), größere Fehlertoleranz (natürlich nicht so groß wie bei ner Sora), mehr Auswahl bei Übersetzungsabstufungen (natürlich nicht so viele wie bei ner Sora)... Fazit: Sora rules.

Shimano MTB Schaltgruppen im Überblick

Der Schaltungsmarkt ist groß und manchmal unübersichtlich. Das liegt daran, dass die beiden großen Schaltungshersteller Shimano und SRAM mittlerweile nicht nur Schaltungen in unterschiedlichen Qualitätsstufen anbieten, sondern ihre Gruppen auch auf verschiedene Einsatzbereiche im Mountainbikesport abgestimmt haben.

Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick über die verschiedenen Gruppen und ihre Position in der Schaltungshierarchie der beiden Hersteller. Die Reihenfolge orientiert sich dabei von der hochwertigsten und auch teuersten Schaltung hin zu den preiswerteren Varianten.

GruppeBeschreibung
Shimano XTRHigh-End Gruppe für Wettkampf und ambitionierte Fahrer
Shimano XTSehr gute Schaltperformance und relativ niedriges Gewicht
Shimano SLXGute Performance, oft bei Trail- und Enduro-Bikes verbaut
Shimano DeoreSolide Gruppe für den Einstiegsbereich
Shimano AlivioPreiswerte Option für Trekking und Freizeit
Shimano AceraEinsteigergruppe, kombiniert mit Alivio-Komponenten
Shimano AltusPreiswerte Einsteigergruppe mit bis zu 3x9 Gängen

Funktionsweise einer Mountainbike-Schaltung

Eine Mountainbike-Schaltung ist in der Regel eine Kettenschaltung. An der Kurbel sind ein bis drei Kettenblätter montiert, während sich an der Hinterradnabe eine Ritzelkassette befindet mit meist 10 bis 12 Ritzel. Beim Schalten zieht oder hebt der Umwerfer die Kette auf das gewünschte Kettenblatt. Das Schaltwerk hingegen ist dafür zuständig, die Kette auf eines der Ritzel zu leiten.

Für einen schnellen Schaltvorgang sind die Teile der MTB-Schaltung wie Kette, Ritzel und vor allem Schaltwerk und Umwerfer aufeinander abgestimmt. Außerdem sorgen Umwerfer und Schaltwerk im optimalen Zusammenspiel für präzise Schaltvorgänge, bei denen auch Gänge übersprungen werden können.

Mechanische vs. elektronische Schaltungen

Für die Betätigung von Schaltwerk und Umwerfer gibt es derzeit zwei Systeme, die hauptsächlich bei einer Schaltung eingesetzt werden: mechanisch oder elektronisch. Bei Mountainbikes ist die mechanische Schaltung noch am weitesten verbreitet. Hier sind die Schalter über Schaltzüge mit Schaltwerk und Umwerfer verbunden. Durch Betätigung des Schaltgriffs wird der Schaltzug um eine bestimmte Länge verkürzt oder freigegeben.

Shimano (Rapid Fire) und SRAM (Trigger) bieten Schalthebel an, die während der Fahrt leicht zu bedienen sind. Sie können mit Daumen und/oder Zeigefinger bedient werden. Eine andere Variante sind Drehschalter wie bei der Grip Shift von SRAM oder Revoshift von Shimano.

Clutch-Technologie

Shimano und SRAM setzen seit einigen Jahren auf die sogenannte Clutch-Technologie. Was bei Shimano „Shadow Plus“ und bei SRAM „Type 2“ bzw. „Type 3“ heißt, beschreibt eine erhöhte Federspannung, bei der der Schaltwerkkäfig durch eine zusätzliche Feder nach hinten gezogen und die Kette auf höherer Spannung gehalten wird. Kettenschlagen und ungewollte Schaltsprünge können so deutlich reduziert werden.

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