Shimano Deore XT Schuhe und Pedale im Test: Ein umfassender Überblick

SPD, die Kurzform von Shimano Pedaling Dynamics, ist das mit Abstand beliebteste Klick-System der Welt. Das Shimano XT PD-M8020 kann durch seine Zuverlässigkeit und das definierte Klick-Gefühl viele Pluspunkte sammeln und ist immer noch Benchmark für Tourenfahrer.

SPD-Pedale: Der Standard für Tourenfahrer

Das XT Trail-Pedal in seiner heutigen Grundform kam ursprünglich 2011 auf den Markt. In seiner neuesten Variante hört das Pedal auf den Namen PD-M8020 und verfügt über eine größere Standfläche als das Original. Das XT Trail-Pedal zählt zu den beliebtesten Modellen am Markt, so gilt das PD-M8020 heute als Gradmesser für das gesamte Segment.

Das XT-Trail-Pedal ist der Inbegriff für Zuverlässigkeit, die Cleats halten ewig und sind weltweit erhältlich. Die Auslösehärte lässt sich leicht einstellen und ermöglicht dem Fahrer die Pedal-Verbindung auf die eigenen Vorlieben anzupassen. Für Einsteiger bietet Shimano mit den SM-SH56 besondere Cleats an, die nicht nur beim Drehen auslösen, sondern auch auf Zug - für sportliche Fahrer sind sie jedoch eher ungeeignet.

Einklicken gelingt intuitiv von hinten und oben und der Mechanismus gibt stets mit einem definierten Klick Rückmeldung. Das SPD-System bietet kaum Float, wer in Kurven gerne den Fuß eindreht, klickt öfter mal ungewollt aus. Dafür kommt man in brenzligen Situationen sehr leicht aus dem Pedal. Tipp für Sparfüchse: Mit dem PD-M530 bietet Shimano auch noch ein deutlich günstigeres Pedal mit ähnlicher Bauform an, das uns in der Vergangenheit nie enttäuscht hat.

Die richtigen Schuhe für SPD-Pedale

Mit richtigen Schuhen macht Radfahren noch mehr Spaß: Man fährt schneller, ermüdet langsamer und die Gelenke werden geschont. Alle Radschuhe haben eine steife Sohle. Sie verteilt die Kraftübertragung auf den gesamten Fuß und entlastet so die Bereiche, die auf dem Pedal aufliegen. Viele Radschuhe können mit Pedalplatten ausgerüstet werden. Zusammen mit entsprechenden Pedalen als Gegenstück fährt man so »eingeklickt«: Schuh und Pedal sind nach dem ersten Eindrücken verbunden.

So drückt man beim Pedalieren nicht nur auf das Pedal, sondern zieht es auch hoch. Zudem sitzt der Fuß immer an der optimalen Stelle am Pedal. Zum Lösen der Verbindung wird die Ferse zur Seite gedreht. Viele Radfahrer fallen mindestens einmal um, weil sie bei den ersten Ausfahrten das Ausklicken beim Anhalten vergessen. Wer das beherrscht, man lernt es mit etwas Übung schnell, möchte wahrscheinlich nicht mehr ohne fahren.

Es gibt mehrere Systeme für die Verbindung von Schuh und Pedal. Weitverbreitet und auch für Radreisen und Pendelstrecken geeignet ist das System SPD (Shimano Pedaling Dynamics). Im Unterschied zu bei Rennradfahrern verbreiteten Systemen erlaubt SPD eine versenkte Integration der Pedalplatte aus Metall in die Sohle. So läuft man mit den Schuhen, ohne dass die Pedalplatten auf dem Boden klackern. Wir haben daher nur Schuhe getestet, die für SPD-Pedalplatten geeignet sind.

Testkriterien

Alle Schuhe wurden mit Pedalplatten versehen und abwechselnd eingeklickt und nicht eingeklickt gefahren. Dabei wurde auch eine Tour durch den Regen eingeplant, bei Trockenheit ging es durch einen flachen Bach.

Einzelne Schuhmodelle im Test

Bei diesem Test kann es keinen Sieger geben. Alle Schuhe eignen sich für ihren Einsatzzweck - und jeweils ein Stück darüber hinaus.

Vaude Pavei II STX

Auf die nächste Bikepacking-Tour würde ich den wasserdichten Pavei II STX von Vaude mitnehmen. Der Pavei II wird von Vaude als Unisex-Schuh angeboten und ist laut Hersteller mit einer Sympatex-Mebran aus recycelten Materialien versehen. So ist er wasserdicht, die Lüftung leidet aber darunter. Im Test sind meine Füße auch bei längeren Fahrten im Regen trocken geblieben. Überhaupt ist der Pavei II ein guter Schuh für sportliche Langstreckenfahrer dank der steifen Sohle und der guten Polsterung. Auch nach 70 Kilometern hatte ich keine Druckstellen am Fuß.

Der Schuh hat eine griffige Sohle, die auch bei steilen Schiebestrecken Halt bietet. Die Pedalplatten haben ausreichend Luft zum Boden, sodass man ohne Klackern gut durch den Supermarkt kommt. Für längere Laufstrecken ist der Schuh aber nicht geeignet.

Shimano EX 500

...oder den EX 500 von Shimano. Der eignet sich auch gut für den Einsatz in der Stadt. Der Ex 500 ist ein Radschuh, der für Tourenfahrten ausgerichtetet ist mit seiner relativ steifen Sohle. Das Profil hat Shimano aber weich gehalten und die Sohle vorn nach oben gebogen. So eignet sich der Schuh auch für längere Strecken zu Fuß. Er macht sich auf Schiebestrecken im Wald ebenso gut wie beim Weg in die Eisdiele oder durch den Supermarkt.

Gebunden wird er per Schnellverschluss-Schuhband und einem Klettverschluss. Dieser sorgt für zusätzliche Spannung und kann zudem das überhängende Schuhband fixieren. Eine gute Lösung. Allerdings lässt der Schnellverschluss keine vollständige Öffnung des Schuhs zu. Man kommt nur schlecht hinein.

Das Obermaterial aus einem Mesh-Gewebe bietet eine gute Lüftung, sodass sich der Schuh auch für Sommertage eignet. Innen ist er am oberen Abschluss und an der Hacke weich gepolstert und ist angenehm zu tragen. Auf dem Rad macht er ebenfalls einen guten Eindruck: Er bringt ausreichend Druck auf das Pedal. Shimano-typisch ist die Pedalplatte eher Richtung Mittelfuß ausgerichtet. Der Hersteller bezeichnet das als Vorteil beim Touring. Ich bevorzuge aber mehr Pedaldruck im vorderen Bereich des Fußes. Im Test haben wir die Platte über die integrierte Einstellmöglichkeit nach vorn schieben müssen, um eine ähnliche Stellung wie etwa beim Crankbrothers-Schuh zu erreichen.

Achtung: Shimano-Schuhe müssen mindestens eine Nummer größer bestellt werden als übliche Schuhe, bei mir sind es sogar 1,5 Nummern. Der EX 500 wird im Handel gelegentlich auch als EX 5 bezeichnet - es handelt sich aber um den gleichen Schuh. Das Paar in Größe 44 wiegt 846 Gramm.

Der Schuh ist ein guter Allrounder und leistet sich in keiner Disziplin Schwächen. Man kommt etwas schwer hinein. Und die gute Lüftung hat den Nachteil, dass bei Regen der Schuh schnell Feuchtigkeit durchlässt. Für wen sich der EX 500 eignet: Vor allem für Radreisende oder um auf Tagestouren aufzubrechen.

Crankbrothers Mallet Trail Lace

Aber dieses Feld decken der Crankbothers-Schuh und - etwas weniger sportlich, aber noch stylischer - der Velosamba von Adidas ab.

Der Schuh von Crankbrothers sieht zwar sportlich aus, aber so gar nicht nach Fahrradschuh, eher wie ein Sneaker. Er hat aber alles, was ihn zum Radschuh macht: Eine steife Zwischensohle und eine Aufnahme für Pedalplatten. Crankbrothers liefert das eigene Pedalplatten-System »Match« mit. Es ist aber am Schuh kompatibel zu SPD. Wir haben die Match-Platten am Schuh entfernt und die SPD-Platten angebracht.

Im Test bleibt beim Laufen ausreichend Abstand zwischen dem Metall und dem Boden. Die Laufsohle ist weich und mit etwas Profil versehen, sodass man mit den Schuhen sicher auf glattem Untergrund sowie auf Waldböden laufen kann.

Die Sohle ist steif, aber vorn hochgezogen. Der Fuß kann einigermaßen abrollen. Zu lange Strecken würde ich aber mit dem Mallet Trail Lace nicht laufen wollen. Beim Radfahren sitzt er sehr bequem am Fuß, lässt sich leicht einklicken und liefert mit der steifen Sohle auch bei langen Fahrten ausreichend Druck auf dem Pedal. Vorn an den Zehen ist der Schuh zum Schutz verstärkt. Ein Paar in Größe 43 wiegt jedoch eher schwere 870 Gramm.

Wasserdicht ist er nicht, dafür gut durchlüftet. Ein schönes Detail ist die kleine Tasche am oberen Ende der Schnürung: Sie kann die gebundene Schleife aufnehmen und sorgt so für Ordnung am Fuß und verhindert, dass sich die Schuhbänder verhaken.

Der Schuh kann auch im Büro bestehen und ist ein guter Fahrradschuh auch für längere Einsätze. Er ist relativ schwer und trotz des urbanen Erscheinungsbildes nicht so gut für längere Laufstrecken geeignet. Für wen sich der Crankbrothers Mallet Trail Lace eignet: Vor allem für Pendler, die den Schuh gelegentlich abseits des Fahrrads tragen wollen.

Adidas Velosamba

Der Samba war in den Fünfzigerjahren mal ein Fußballschuh, der sich auch auf vereisten Plätzen bewährte. Seit einigen Jahren genießt er nun Kultstatus als Retroschuh. Der Schuh wird von Adidas immer wieder neu aufgelegt, seit einiger Zeit nicht nur als Sneaker, sondern auch als Variante fürs Rad mit steifer Sohle und Platz für Pedalplatten. Von außen sieht der Velosamba fast aus wie der aktuelle Samba.

Auch wenn der Velosamba so aussieht: Er eignet sich nicht für andere Sportarten als Radfahren. Schnelles Laufen macht im Test mit dem Schuh keinen Spaß. Auch Adidas kann nicht zaubern und muss den Kompromiss zwischen steifer Sohle zum Pedalieren und der nötigen Geschmeidigkeit fürs Gehen suchen. Ich halte aber fest: Der Kompromiss ist gelungen. Denn der Schuh läuft sich im Alltag recht gut. Man kann ihn notfalls im Büro anbehalten, die Kollegen besuchen oder in die Kantine laufen - ohne Klackern. Die Pedalplatten haben ausreichend Spielraum bis zum Boden.

Am Fahrrad ist der Schuh aber so lala. Er fällt ab, Wenn man ihn mit sportlichen Modellen vergleicht wie dem Pavei von Vaude, dem Fizik- oder dem Five-Ten-Schuh. Der Samba sitzt nicht ganz so bequem und man spürt nach einiger Zeit die Pedalplatte in der Sohle.

Dennoch ist er ein vollwertiger Radschuh, der das Pedalieren erleichtert. Als Besonderheit im Vergleich zum herkömmlichen Samba hat Adidas die Polsterung innen verstärkt und eine kleine Lasche integriert, mit der die Schleife der Schnürsenkel fixiert werden kann.

Adidas bietet den Velosamba in verschiedenen Varianten an: mit Oberfläche aus Textil oder Leder.

Sieht nicht aus wie ein Radschuh und man kann die Schuhe auch mal den ganzen (Büro-)Arbeitstag tragen. Die Sohle ist nicht ganz so steif wie bei der Konkurrenz.

Five Ten Kestrel BOA

Da die drei Streifen fehlen, kommt man nicht sofort drauf: Five Ten ist eine Marke von Adidas. Entsprechend selbstbewusst ist der Kestrel bepreist. Bei vielen Händlern wird er aber mit deutlichem Nachlass angeboten.

Der Schuh ist eindeutig auf Radsport ausgelegt: Geschlossen wird er über zwei Klettbänder und ein »BOA«-System. Das kommt aus dem Rennradsport und besteht aus sehr dünnen, aber stabilen Bändern, die über ein Drehrad gespannt werden. Es reicht, das Rad zu drehen. Es rastet ein und hält so die Spannung. Gelöst wird der Schuh durch ein leichtes Hochziehen des Drehrads. Das System ist ebenso sicher wie bequem: Schneller lassen sich Schuhe sonst nicht an- und ausziehen sowie nachspannen.

Der Schuh hat an der Sohle kräftige Profilstollen. Toll, wenn man auf matschigen Passagen das Rad schieben muss. Sonst ist der Schuh zum Laufen aber weniger gut geeignet. Man kann mit ihm nur schlecht Abrollen und stakst etwas unbeholfen durch die Gegend. Für den Gang zur Eisdiele oder durch den Supermarkt reicht es aber.

Die Pedalplatte verschwindet knapp unter den Stollen. So knapp, dass ich nicht über Schwiegermutters Parkettboden laufen würde. Gelegentlich kann das Metall den Boden berühren.

An den Pedalen kann der Kestrel seine Vorteile ausspielen: Er lässt sich sehr leicht einklicken, wie von selbst findet der Schuh seine Position. Die Kraftübertragung ist dank der harten Sohle hervorragend. Der Schuh ist nicht wasserfest, hält aber ein paar Pfützen aus. Die Isolierung bietet eine gute Mischung aus Wärme und Belüftung: Bei Temperaturen um die 10 Grad ist er warm genug, andererseits kommt man bei 20 Grad nicht ins Schwitzen. Er wiegt als Paar nur 780 Gramm.

Der Schuh ist sportlich, bequem und findet schnell die Klickposition auf dem Pedal. Der BOA-Verschluss ist ein echter Gewinn. Für längere Strecken zu Fuß ist er nicht geeignet. Für wen sich der Kestrel BOA eignet: Vor allem für Radreisen, bei denen es auch mal sportlicher zugehen soll.

Chrome Southside Pro 3.0

Mit dem Southside Pro 3.0 adressiert Chrome unter anderem Fahrradboten: Er soll maximale Performance am Rad erlauben und gleichzeitig schnell beim Treppensteigen sein. Im Test zeigt sich, dass dieser Anspruch Kompromisse erfordert.

Was das Treppensteigen angeht: Mit dem Schuh läuft man nicht so bequem wie mit üblichen Straßenschuhen, die Sohle ist dafür zu steif. Sie ist aber weich genug, um ohne Anstrengung Treppen zu erklimmen. Auch schnell, wenn es sein muss. Was beim Laufen eher stört: Die Pedalplatten haben nur einen hauchdünnen Abstand zum Boden. Sehr oft klackern sie, was nicht schlimm ist, solange man wie schon erwähnt nicht über Parkettboden läuft. Vermutlich wird sich die Sohle nach einiger Zeit etwas ablaufen - und das Klackern schlimmer werden. Ob das stört, muss man individuell entscheiden. Es schadet jedenfalls nicht den Schuhen oder den Pedalplatten.

Auf dem Rad ist der Schuh zunächst unauffällig. Er ist nicht wasserdicht. Es dauert aber, bis Feuchtigkeit durch die Oberfläche aus Nylon und Leder kommt. Bei Temperaturen um die 10 Grad bleiben die Füße warm.

Bei längeren Testfahrten zeigt sich, dass die Pedalplatte bei Druck auf dem Pedal spürbar ist. Eigentlich kein großes Problem, aber auf Dauer stört es und nimmt auch etwas Kraft weg. Bei Schuhen mit härterer Sohle passiert das nicht. Der US-Hersteller Chrome bietet den Southside Pro 3.0 auch in einer Variante ohne »Pro« an: ohne Pedalplattenaufnahme. Unser Exemplar wiegt als Paar in Größe 43 satte 1120 Gramm und ist so das schwerste im Testfeld.

Der Schuh eignet sich als Straßenschuh und kann notfalls den ganzen Tag im Büro getragen werden.

Shimano XT PD-T8000 Kombipedal

Viele Jahre und in Summe mehrere zehntausend Kilometer fuhren wir an unseren MTBs und Reiserädern das bewährte Shimano Kombipedal PD-M324. Als 2018 das Shimano XT PD-T8000-Kombipedal auf den Markt kam, waren wir gespannt. Das SPD-System wurde bei dem Shimano XT PD-T8000 - Pedalen verbessert. Klickmechanismus deutlich mehr Luft als bei dem älteren Shimano PD-M324 Pedal, so dass Dreck und Schmutz leichter herausfallen kann.

Im Alltag verwenden wir fast nur die Plattformseite und sind von dem Grip selbst bei schlechtem Wetter mit Regen oder Schnee überzeugt. Das Gewicht ist für uns angesichts der Ausstattung in Ordnung. Die Haltbarkeit der Lager scheint uns geringer zu sein als bei bei dem älteren Shimano PD-M324 Pedalen.

Für unseren Einsatzbereich sind wir mit dem Shimano XT PD-T8000-Kombipedal insgesamt sehr zufrieden. schnell die Pedalseite wechseln kann. Das nutzen wir vor allem beim MTB-Einsatz.

Shimano DEORE XT PD-M8120 Pedale

Der volle Name des Pedals lautet Shimano DEORE XT PD-M8120. Als einziges Pedal im Test hat das Shimano keine Pins auf seinem Alu-Käfig angebracht, die Federspannung des Klick-Mechanismus lässt sich aber über eine Schraube einstellen. Dabei ist der vordere Bügel fest und der hintere Teil gefedert. Float und Auslösewinkel sind bei dem mitgelieferten Cleat fix bei 4° bzw. 13°. Einklicken in das SPD-Pedal fühlt sich ähnlich an wie bei einer Ski-Bindung: Man muss das Cleat vorne unter den Bügel einhaken und dann die Ferse herunterdrücken. Das klingt erstmal kompliziert, geht aber sehr schnell und intuitiv von der Hand - äh dem Fuß. Sie bieten dabei gutes Feedback und man hört und spürt eindeutig, wenn man im Klicksystem eingerastet ist.

Mit 4° ist der Float-Bereich relativ klein und am Ende dieses Bereichs spürt man einen deutlichen Anschlag, wenn man an die gespannte Feder anstößt. Es fühlt sich eher kantig als frei an. Das Verstellen bzw. Anpassen der Federspannung ist dabei deutlich spürbar und verändert das Ein- und Ausklick-Gefühl von leichtem Rein-flutschen zu „wie bekomme ich meinen Fuß hier je wieder heraus?“. Der Alu-Käfig ist robust und das XT hat eine hohe Haltbarkeit - selbst nach mehreren Monaten intensiver Benutzung sind weder an Pedal noch an Cleat sichtbare Verschleißspuren. Geht doch mal etwas zu Bruch, solltet ihr aber keine Probleme haben, Ersatzteile zu bekommen, da das Shimano-System so weit verbreitet ist wie kein anderes.

Die Shimano DEORE XT PD-M8120-Pedale haben sich nicht ohne Grund zum Standard unter Klickpedalen etabliert. Sie bieten einen großen Verstellbereich der Federspannung und ein definiertes Klick-Gefühl - dafür aber auch einen etwas eckigen Float. Allerdings ist die Selbstreinigung schlecht und der kleine Käfig bietet keinen guten Halt.

Shimano Deore XT Plattform Pedale

Die Shimano Deore XT Plattform Pedale gibt es in zwei Größen: S/M (Schuhgröße 36-44) und M/L (Schuhgröße 43-48). Letzteres entspricht unserem Testmodell und schnell wird klar - die Pedale sind riesig. Auch die Bauhöhe von 20 Millimetern ist bei den Deore am dicksten und uns passiert es immer wieder, dass wir auf dem Trail schneller an Steinen oder Wurzeln anecken als gewohnt. Eine Konsequenz aus der Größe ist natürlich auch das hohe Gewicht von 485 Gramm pro Set. Im Lieferumfang sind lange und kurze Pins enthalten; für den Trail/AllMountain-, Enduro- und DH-Einsatz empfiehlt es sich klar, auf die längeren zurückzugreifen, die in der Praxis mit ordentlich Grip punkteten.

Alternativen zu Radschuhen: ClipClap Explore Klickpedal-Adapter

Als Alternative zu echten Radschuhen werden die kürzlich neu vorgestellten Klickpedal-Adapter ClipClap Explore angepriesen. Sie bestehen aus einer Platte, die unten SPD-Pedalplatten aufnimmt. (Es gibt auch ein Modell für Rennrad-Pedale mit SPD-SL.). Oben sind sie mit breiten Klettstreifen versehen. Das Prinzip: Man bindet diese Adapter unter Straßenschuhe und kann so in eingeklickt fahren.

Das funktioniert im Prinzip gut. Man muss die Klettbänder fest anziehen und darauf achten, dass die Platten korrekt unter dem Vorderfuß sitzen. Ist man eingeklickt, hat man nicht die Stabilität wie mit echten Radschuhen. Es fühlt sich etwa so an wie mit Pedalkäfigen oder -riemen, die früher an Rennrad-Pedalen waren. Etwas schwammig, aber man kann die Kraft beim Hochziehen des Beines nutzen.

Shimano XT 12-fach Schalthebel

Die Schaltvorgänge sind knackig und „on point“. Die Gangwechsel laufen sauber, leichtgängig, geräuscharm und vor allen Dingen schnell ab. Was mir aber ausdrücklich gut gefallen hat, das sind die neuen Schalthebel. Dabei sind es nicht die gummierten Kontaktflächen der Schalt-Paddles, sondern vor allem der Verstellbereich der I-SPEC EV Montage. Damit lassen sich die Hebel in seitlicher Richtung um mehr als 14 mm verschieben und wie gehabt auch in Rotationsrichtung anpassen. Das Thema Ergonomie ist damit definitiv vorbildlich gelöst. Dank 2-Way-Release Technik funktioniert der Schalthebel überdies auch intuitiv - je nach Vorlieben des Nutzers.

Tabellarische Übersicht

Schuhmodell Einsatzbereich Besonderheiten
Vaude Pavei II STX Bikepacking, Langstrecken Wasserdicht, steife Sohle
Shimano EX 500 Touring, Alltag Gute Allround-Eigenschaften, atmungsaktiv
Crankbrothers Mallet Trail Lace Pendeln, Alltag Sneaker-Optik, steife Sohle
Adidas Velosamba Alltag, Büro Retroschuh-Optik, alltagstauglich
Five Ten Kestrel BOA Radsport, sportliche Touren BOA-Verschluss, hohe Kraftübertragung
Chrome Southside Pro 3.0 Fahrradboten, Alltag Robust, alltagstauglich

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