Shimano Dura Ace Kassette 9-fach: Ein umfassender Test

Seit Jahren fahren viele Radfahrer mit einem 9-fach-System und sind damit zufrieden. Allerdings wird es zunehmend schwieriger, Kassetten in der gewünschten Abstufung zu finden. Daher stellt sich die Frage, ob sich eine Umrüstung auf 10-fach lohnt, wo die Auswahl deutlich größer ist.

Verschleiß und Robustheit: 9-fach vs. 10-fach

Ein Hauptanliegen ist der Verschleiß. Das 10-fach-System packt mehr Ritzel auf die gleiche Breite, was zu schmaleren Ketten führt. Einige Radfahrer äußern Bedenken hinsichtlich der Haltbarkeit.

Es gibt jedoch auch positive Erfahrungen mit 10-fach-Systemen. Ein Freund fährt seit etwa 10 Jahren eine 10-fach XT-Trekkinggruppe und ist mit der langen Lebensdauer zufrieden. In Bezug auf Kettenblätter und Kassetten gab es bei 10-fach keine Beanstandungen. Ultegra Kettenblätter haben über 40.000 km Laufleistung und sehen noch gut aus.

Andererseits berichten einige, dass Ultegra 10-fach-Ketten (6600 und 6701) sowie die Connex 10S8 schneller verschleißen als 9-fach HG93 Ketten. 11-fach 600er und 700er Ketten sollen jedoch robuster sein als 10-fach.

Kettenempfehlungen und Praxiserfahrungen

Einige Radfahrer empfehlen, eine 11-fach SRAM XX1 Kette in einem 2x10 Antrieb zu fahren, da diese als sehr langlebig gilt. Am Randonneur wurden damit bereits zweimal 12.000 km erreicht. Die KMC X10 EL in Silber wurde ebenfalls als eine der haltbarsten Ketten in einem Kettentest hervorgehoben und ließ alle 9-fach Ketten alt aussehen.

Es gibt jedoch auch gegenteilige Erfahrungen. Einige Radfahrer berichten, dass sowohl 8-fach, 9-fach als auch 10-fach Ketten maximal 2500 km halten, unabhängig vom Hersteller. Dies liegt möglicherweise an Fahrten bei jedem Wetter und einer einfachen Kettenpflege mit Lappen und gelegentlichem Ölen.

Ein anderer Radfahrer fährt eine 11-fach Kette in Kombination mit einer 1x11 Apex Gruppe und stellt fest, dass diese bisher nicht schneller verschleißt. Andere fahren bereits 2x12 Chorus.

Technische Aspekte und Verschleißursachen

Die geringere Baubreite der Ketten wurde vor allem durch schmalere Laschen erreicht. Die innere Breite (Rollenbreite) hat sich kaum verändert. Ein großer Vorteil bei 10-fach MTB-Antrieben ist das bessere Schaltverhalten durch den vergrößerten Seileinzugweg. Die Schaltung verstellt sich selten, und es gibt eine große Bandbreite von Abstufungen und Möglichkeiten (z.B. 1 - 3 Kettenblätter vorne).

Die meisten Kettenverschleißlehren messen nur den Innenabstand zwischen den Rollen. Dies ist nicht optimal, da die Rollendurchmesser, die für den Verschleiß irrelevant sind, mitgemessen werden. SRAM-Ketten haben beispielsweise etwas kleinere Röllchen, wodurch die Lehren selbst bei neuen Ketten schon etwas weiter rein gehen.

Besser geeignet ist die Lehre von Shimano (TL-CN42). Nach subjektiver Erfahrung gibt es beim Verschleiß keine großen Unterschiede zwischen den Systemen. Eine Kette hält etwa 5-7.000 km, dann ist aber auch die Kassette ruiniert. Ein Kettenwechsel alle 2.500 - 3.000 km sorgt dafür, dass die Kassette 3 Kettenwechsel übersteht. Dies gilt sowohl für 9-fach als auch für 10-fach.

Beim Verschleiß wird zwischen Kettenlängung und Abrieb durch Verdreckung unterschieden. Kettenlängung bei sauberer Kette ist kein großes Problem für die Kettenblätter. Die Kette trägt im Wesentlichen an einer Flanke der Zahnräder. Erst wenn Dreck ins Spiel kommt, beginnt der Abrieb. Bei Ganzjahresbetrieb mit Streusalz und Split war das Material (Alu / Stahl) der Kassette oder Kettenblätter egal. Auch hier wurde kein Unterschied zwischen 9-fach und 10-fach festgestellt.

Mischen von Komponenten und Kettenpflege

Es ist möglich, in einem 10-fach Antrieb 9 / 10-fach Kette und Kettenblätter bei Bedarf ohne Probleme zu mischen, solange die Kassette 10-fach ist. In Bezug auf Ritzel und Kettenblätter gibt es aus Erfahrung Entwarnung. Von 10X 105 bis Dura Ace, Connex und KMC Ketten waren einige enttäuscht. Maximal 3000 km unter besten Bedingungen waren drin. Kaum eine Kette gab es unter 20 €. Die HG93 9x bekommt man heute noch für um die 15 €.

Renn-/Gravelschaltungen sind hier empfindlicher, wahrscheinlich durch die bescheidene Zugverlegung am Lenker. Seit 10-fach und 11-fach wird festgestellt, dass die Ketten mehr Schmierung für gleich gutes Schalten und leisen Lauf benötigen. Dies hält Dreck fest, was den Verschleißfaktor erhöht.

Beim Rückbau von 10x auf 9x führt die schmalere 10x Kette hinten zu trägerem Schalten und vorn mit 9x Umwerfer und/oder 9x Kurbel zu mehr Schaltfehlern.

Dünnere Kettenlaschen und Materialermüdung

Bei Shimano kam ab 10x häufiger zu Rissen vor. Das Laschenmaterial rund um den Niet ist verdammt dünn geschliffen. Die Reserven sind geringer als bei einer 9X Kette. Ein so langes Second Life wie bei 9x Ketten wird den 10X Ketten mit ähnlichen Legierungen nicht zugetraut.

Alternativen und individuelle Präferenzen

Es gibt Alternativen zu 3x9 Systemen. Einige fahren 1x13 im Hochgebirge, obwohl 1x13 keine 3x9 in der Bandbreite ersetzen kann. Die Entscheidung für ein bestimmtes System hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab.

Messmethoden und Kettenverschleiß

Es wird empfohlen, keinen Checker (Kaliber) zu verwenden, sondern die Messung mit einem Messschieber. Bei einem Checker sind zu viele Annahmen (z.B. Röllchen-Verschleiß) bzgl. des Verschleißes gemacht, die die Wirklichkeit der Einsatz-Bedingungen nicht korrekt abbilden.

MYBIKE-Verschleißtest Ergebnisse (Auszug)
Kette Preis (Euro) Gewicht (Gramm) Verschleiß (Millimeter) Testurteil
KMC E10 52,95 285 0,078 BEFRIEDIGEND
KMC X10 33,90 264 0,017 SEHR GUT (Testsieger 3/2019)
Shimano Deore HG 54 29,95 276 0,016 SEHR GUT
SRAM PC 1031 22,00 272 0,102 AUSREICHEND

Hinweis: Die vollständigen Testergebnisse und weitere Details finden Sie im Originalartikel.

Kassetten und Freilaufkörper

Traditionelle Hinterradnaben wurden mit einem genormten Gewinde für aufschraubbare Ritzelpakete mit Freilauf - sogenannte „Schraubkränze“ - ausgestattet. Im Laufe der letzten Jahre haben Shimano-Kassettennaben die traditionellen Schraubkranznaben grösstenteils abgelöst. Aufgrund der Anordnung der Lager in einer Shimano-Kassettennabe, wird die Achse näher an den Enden gestützt. Als Ergebnis sind verbogene Achsen ein sehr seltenes Problem bei diesen Naben.

Hyperglide und Ritzeldesign

In den späten 1980ern führte Shimano „Hyperglide“ ein, ein neues Design für die Ritzel, mit dem die Kette gleichzeitig über zwei angrenzende Ritzel laufen kann. Die Kette läuft auf dem neuen Ritzel, bevor sie sich vom alten Ritzel gelöst hat. Damit dies funktioniert, müssen die Zähne der Ritzel untereinander exakt ausgerichtet sein.

Um die Hyperglide-Funktionalität zu bieten, müssen die Ritzel zueinander gleich ausgerichtet werden. Hyperglide-Kassetten werden üblicherweise als Einheit verkauft und mit einem Buchstaben gekennzeichnet, der diese spezielle Zusammenstellung identifiziert. Es sind dutzende Kombinationen erhältlich.

Anpassung und Austauschbarkeit

Es ist nicht schwer, Shimano-Kassetten anzupassen. Wenn man ein nicht freigegebenes Ritzel als Austausch verwendet, Uniglide oder Hyperglide, wird es immer noch funktionieren, aber Schaltvorgänge von/zu diesem Ritzel sind möglicherweise nicht so weich wie dies bei Hyperglide normalerweise ist.

Es macht keine Probleme, sagen wir, 9-fach oder 8-fach-Ritzel in 7- oder 8-fach-Kassetten zu verwenden. Praktisch alle Shimano-Freilaufkörper sind untereinander austauschbar.

Dura-Ace-spezifische Aspekte

Shimano Dura-Ace Fahrradkomponenten haben einige Kompatibilitätsprobleme mit anderen Teilen. Der Name Dura-Ace geht zurück bis mindestens 1973. 1984 führte Shimano Dura-Ace S.I.S. (Shimano Indexing System), das erste erfolgreiche Index-Schaltsystem ein.

Der Hauptunterschied zwischen Dura-Ace vor 1997 und dem Rest der Shimano-Gruppen ist die Schaltzugführung des Schaltwerks. Die alte Dura-Ace-Gruppe verwendete ein kürzeres Stück Schaltzug pro Gangwechsel. Dies hat mit der Geometrie der Zugaufhängung zu tun.

1989 verwendeten Shimano-Kassetten ein System mit „gedrehten Zähnen“, das als „Uniglide“ bezeichnet wurde. Sie wiesen 9 identische Nuten auf, die in die entsprechenden Aussparungen des Freilaufkörpers gesteckt wurden. Zwischen den Ritzeln wurden passende Abstandshalter eingefügt.

Der einzige, funktionale Unterschied zwischen Dura-Ace und anderen Shimano-Kassetten ist, dass die geschraubten Uniglide-Abschlussritzel in der Dura-Ace-Version ein anderes Gewinde verwendeten. Dies ermöglichte die Verwendung von 11-Zähne-Ritzeln mit Uniglide-Dura-Ace. Alle 6- und 7-fach Dura-Ace Kassetten waren Uniglide.

Dura-Ace-Freilaufkörper von 1996 oder früher (6-, 7- und 8-fach) benötigen eine Nabe mit passendem Gewinde. Dura-Ace-Naben von 1997 und später (9-fach) haben eine Aufnahme mit Nuten und Aussparungen zwischen dem Freilaufkörper und dem Nabengehäuse.

Im Jahr 2004 wurde die Kurbel und das Tretlager geändert. Bei diesem System ist die Tretlagerwelle dauerhaft mit der rechten Kurbel verbunden und verwendet „aussenliegende“ Lager, die ausserhalb vom Tretlagergehäuse montiert werden. Diese Anordnung der Lager erlaubt die Verwendung grösserer Durchmesser und dadurch auch einer hohlen Welle mit grösserem Durchmesser.

Die 10-fach-Freilaufkörper von Dura-Ace-Naben haben tiefere Aussparungen als andere Modelle von Shimano. Als Ergebnis davon ist es nicht möglich, andere als die 10-fach-Kassetten auf Dura-Ace 7800 Naben zu montieren. Es ist allerdings nicht nötig, Dura-Ace-Kassetten zu verwenden. Die Probleme mit der Austauschbarkeit betreffen nur diese spezielle Nabe. Die 10-fach-Kassetten passen problemlos auf jeden 8- oder 9-fach-Freiaufkörper von Shimano.

Für das 2008er-Modelljahr hat Shimano die 7850-Kassettennaben eingeführt. Diese weisen Titan-Freilaufkörper auf und sind wieder zum ursprünglichen Rippenmuster zurückgekehrt, das auch bei anderen Shimano-Kassettennaben verwendet wird, so dass sie mit jeder Hyperglide-Kassette, 7-, 8-, 9-, 10-fach verwendet werden können.

Als der Wechsel von 8- zu 9-fach erfolgte, beginnend mit der 1997er Dura-Ace, gab es auch eine kleine Änderung im Aufbau der Kettenblätter. Der Unterschied zwischen „9-fach“-Kurbeln und älteren Modellen ist nur das kleine Kettenblatt.

Für das 2002er-Modelljahr hat Shimano in der Dura-Ace-Gruppe Dreifach-Kurbeln mit den entsprechenden STI-Schalthebeln, Umwerfern und Schaltwerken eingeführt. Anstatt einen Kurbelsatz mit zwei Sätzen an Montagelöchern zu verwenden, wie bei anderen modernen Dreifachkurbeln, wurde das 30er-Kettenblatt am 39er-Kettenblatt befestigt und nicht an der Kurbel selber - in der Art eines Willow Triplizer oder eines TA Konverterblatts.

Shimano DURA-ACE Di2 9200

Mit der Shimano DURA-ACE Di2 9200 legen die Japaner ihre Top-Schaltgruppe neu auf und setzen dabei auf einen 12-fach-Antrieb und kabellose Kommunikation zwischen Schalthebel und Umwerfer bzw. Schaltwerk. Dazu kommen neue Brems- und Laufradsysteme auf DURA-ACE-Niveau.

Ergonomie und Schaltverhalten

Die Griffe sind weiter nach innen gedreht und weiter nach oben gezogen, wodurch unter den Griffen mehr Platz entsteht. Die Schaltwippen verlaufen bei den ST-R9270-Griffen hinter der Bremse weiter nach unten und stehen minimal weiter nach außen als beim Vorgängermodell. All diese Änderungen sollen zu besserer Schalt- und Brems-Ergonomie führen.

Die Kabelverbindung zu Schaltwerk und Umwerfer entfällt und wird durch ein proprietäres Shimano-Funksignal ersetzt. Das Shimano Wireless IC (Integrated Circuit) soll dabei viermal schneller kommunizieren als das gängige ZigBee-Protokoll.

Schaltwerk und Umwerfer

Das Schaltwerk ist bei der neuesten Generation der japanischen Top-Gruppe DURA-ACE zum Herzstück des Systems avanciert. Hier befindet sich zukünftig neben der Junction-Box auch die Funkeinheit für Bluetooth und ANT+ sowie die Ladebuchse für den Akku, der Schaltwerk und Umwerfer speist.

Das Shimano DURA-ACE Di2 RD-R9250-Schaltwerk kann nun Kassetten bis zu 34 T aufnehmen. Laut Shimano sollen die Schaltvorgänge am Schaltwerk um 58 % schneller vonstattengehen.

Der Umwerfer der japanischen Top-Gruppe war aus Performance-Sicht schon vor dem Update seinen Konkurrenten von SRAM und Campagnolo überlegen. Seinen Vorsprung baut er in der jüngsten Ausbaustufe als FD-R9250 nochmals aus.

Bremsen

Die Japaner haben an vielen Stellschrauben gedreht, um die Performance der Shimano DURA-ACE BR-R9270-Bremse zu verbessern. Zunächst wurden in den STIs die sogenannten SERVO-WAVE-Module implementiert. Sie wirken vereinfacht gesagt wie ein Verstärker.

Dazu kommen die neuen RT-MT900-Bremsscheiben, deren Verformung bei Wärme im Vergleich zum Vorgänger um stolze 66 % verringert worden sein soll. Dazu kommt ein neuer Bremssattel, der nun aus einem Stück gefertigt wird und so das Gewicht um 17 g im Vergleich zum Vorgängermodell senkt - auf 233 g pro Paar.

Kurbeln

Zu den weiteren Schlüsselkomponenten der neuen DURA-ACE Di2 9200 gehören die Kurbeln der neuen Top-Gruppe. Dabei habt ihr die Wahl zwischen der DURA-ACE FC-R9200-Gruppe, die ohne Powermeter kommt, und ihrer großen Schwester, der FC-R9200-P - sie ist mit einem beidseitig messenden Powermeter ausgestattet.

Neuerungen und Technologien

Die wichtigsten Neuerungen: Die Gruppen werden künftig ausschließlich als elektronische Di2-Versionen angeboten. Die neue Top-Gruppe Dura-Ace R9200 wird demnach künftig als Semi-Wireless-Schaltung mit einem Zwölffach-Antrieb angeboten.

Die neue Top-Gruppe soll zudem schneller schalten als das Vorgängermodell. Das Schaltwerk reagiert dem Hersteller zufolge um 58 Prozent, die Umwerfer um 45 Prozent schneller.

Die neuen Scheibenbremsen sollen eine höhere Bremspower als jene der Vorgängergruppen ermöglichen. Shimano bedient sich dafür der ServoWave-Technologie. Mit dem ersten Anteil des Bremshebel-Weges bewegt man die Bremsbeläge weit in die Richtung der Bremsscheiben. Danach ändert sich das Verhältnis vom Hebelweg zum Weg: Dadurch kann der Abstand der Beläge um zehn Prozent vergrößert werden, was jegliches Scheiben-Schleifen verhindern soll.

Ultegra R8100

Die neue Ultegra R8100 wird künftig ebenfalls ausschließlich alselektronische Di2-Version angeboten. Die Neuerungen und Technologien der neuen Dura-Ace kommen so auch bei der Ultegra vor. Die Schaltgeschwindigkeit soll bei beiden Gruppen gleich hoch sein.

Haupt-Unterschiede zwischen der Ultegra- und der Dura-Ace-Gruppe: Die Bremshebel der Ultegra bestehen aus Aluminium statt aus Carbon - und die Kassette aus Stahl statt aus Titan.

Laufräder

Neben der neuen Gruppe stellt Shimano drei neuentwickelte Dura-Ace-Laufradsätze vor: die Modelle C36, C50 und C60. Die Laufräder werden für Tubeless- und Tubetypesysteme angeboten sowie für Disc- und Felgenbremsen, in letzterer Variante allerdings nur in Verbindung mit Schlauchreifen.

Kettenverschleiß und Pflege

Die Kette ist ein geniales Bauteil, das mit einem sensationellen Wirkungsgrad um die 98 Prozent die Kraft ans Hinterrad leitet und damit einen wichtigen Beitrag zum effizienten Fahren leistet. Durch Reibung wird Material abgetragen. Mit ein bisschen Zuwendung, vor allem regelmäßiger Schmierung, verrichtet die Kette ihre Arbeit in der Regel unauffällig.

Eine gelängte Kette verändert die Zahnprofile aber so, dass eine neue Kette darauf irgendwann nicht mehr läuft. Bei hochwertigen Rädern empfiehlt es sich daher, die Kette rechtzeitig zu wechseln, dann halten die Zahnräder zwei bis vier Ketten lang. Ein sportlich betriebenes E-Bike kann eine Kette auf 1000 Kilometer hinrichten. Am gepflegten Schönwetterrad hält die gleiche Kette auch 7000 Kilometer und mehr.

Ketten für E-Bikes

Sollte man am E-Bike also besondere Ketten mit dem Zusatz „E“ verwenden? Der Test fördert erhebliche Unterschiede im Verschleißverhalten zutage. Während manche Exemplare nach dem Testmarathon noch nicht austauschpflichtig wären, sind andere schon extrem gelängt. Auffällig ist, dass zwei ausgewiesene E-Bike-Ketten im Test - von KMC und von Miché - besonders schlecht abschneiden. Extrem haltbar sind hingegen alle Shimano-Ketten, auch die ganz günstigen, sowie die KMC X10. Auch die Wippermann-Ketten zeigen eine ordentliche Performance, fallen aber durch stärkeren Rollenverschleiß auf. Die teurere Edelstahlkette längt sich dabei etwas weniger als die einfacheren Modelle. Auch bei SRAM ist die teurere PC 1071 deutlich haltbarer als die billige PC 1031.

Das Attribut „E-Bike-tauglich“ ist keine Qualitätsaussage. Auch der Preis gibt nur bedingt Auskunft über die Qualität einer Kette. Durch die Bank glänzend sind die Ergebnisse der Shimano-Ketten. Auch die günstigste, die HG 54, schneidet sehr gut ab. Den Testsieg holt sich KMC mit der günstigen X10, die mit einem Kettenschloss montiert wird.

Regelmäßig gereinigte und geölte Ketten halten deutlich länger als verschmutzte.

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