Shimano Dura Ace Mechanisch Test: Eine detaillierte Analyse

Das Thema „Die Wahl der richtigen Gruppe für ein Rennrad“ lässt niemanden kalt. Am Marktführer Shimano führt ohnehin kein Weg vorbei.

Überblick über Shimano Dura Ace

Der Komponentenriese aus Japan ist mit gleich drei Gruppen im Testfeld vertreten: der elektronischen Ultegra Di2 und den beiden mechanischen Top-Gruppen Dura Ace und Ultegra. Radprofis fahren immer das teuerste Material - sollte man meinen. Umso erstaunlicher ist es, dass einige Weltklasse Athleten die günstigere mechanische Dura Ace der elektronischen Dura Ace Di2 vorziehen.

Die Rede ist etwa von Alberto Contador und Fabian Cancellara. Nur am Zeitfahrrad setzen beide auf das elektronische Ensemble, am Straßenrad wechseln die Topstars ihre Gänge weiterhin mechanisch. Der erste Eindruck der Dura Ace macht bereits deutlich, dass es sich hier um eine Topgruppe handelt.

Design und Funktionalität

Edles Schwarz und auf Hochglanz polierte Oberflächen wechseln sich ab, ergänzt durch einen Hauch Carbon an Schaltwerkskäfig und Bremshebeln. Im Vergleich zur Vorgängerversion konnte durch die Vier-Arm-Bauweise Gewicht eingespart werden.

Weiteres Gewichtstuning betreibt Shimano bei der Kassette, die aus sechs Titan- und fünf Stahlritzeln zusammengesetzt wird. Shimano bietet dem Hobbyschrauber eine Gruppe, die sich auch von weniger geübten Mechanikern schnell und präzise einstellen lässt.

Schaltperformance und Ergonomie

Die mitgelieferten, beschichteten Schalt- und Bremszüge senken die Bedienkräfte auf ein Minimum und sorgen für butterweiche und präzise Gangwechsel - ohnehin schon immer ein Markenzeichen von Shimano. Vorsicht ist geboten bei der Zugverlegung.

Die Haptik der Brems-Schalthebel ist Geschmackssache. Für unsere Tester lagen bei der Ergonomie der Griffe die Chorus EPS und die Shimano Di2 vorne.

Bremsleistung und Verschleiß

Der Druckpunkt der Bremsen ist deutlich definiert, im Vergleich zur Konkurrenz fehlt es ab und an etwas an absoluter Bremskraft. Bei Dosierbarkeit und Nassbremsverhalten hat die Dura Ace die Nase jedoch weit vorn und bringt auch schwere Fahrer sicher zum Stillstand. Erfreulich ist der geringe Verschleiß.

Vergleich mit anderen Schaltgruppen

Um einen umfassenden Überblick zu gewährleisten, ist es wichtig, die Shimano Dura Ace mit anderen Top-Schaltgruppen auf dem Markt zu vergleichen. Hierzu gehören unter anderem Sram Red 22, Campagnolo Chorus EPS und Shimano Ultegra Di2.

Sram Red 22

Die leichteste Seriengruppe auf dem Markt kommt von den US-Amerikanern von Sram. Schon allein wegen des sehr geringen Gewichts musste die Red-22-Gruppe in dieses Testfeld aufgenommen werden. Die Sram Red 22 war klar die leichteste Gruppe im Test.

Campagnolo Chorus EPS

In den letzten Jahren ist Campagnolo etwas aus dem Blickfeld verschwunden. Wir haben in diesen Test die innovative elektronische Version des Klassikers Chorus aufgenommen. Diese liegt in einem Preisbereich weit unterhalb der Edel-Gruppen Record und Super Record.

Shimano Ultegra Di2

Funktional und ergonomisch steht sie der elektronischen Top-Gruppe Dura Ace Di2 9070 in nichts nach. Den Gewichtsvorteil der Dura Ace lässt sich Shimano teuer bezahlen. Die Shimano Ultegra Di2 6870 begeistert mit einer tollen Schaltperformance unter allen Bedingungen.

Innovationen und Technologien

Shimano hat im Laufe der Jahre zahlreiche Innovationen in seine Dura Ace Gruppen integriert. Dazu gehören unter anderem die Vier-Arm-Kurbel, die optimierte Bremsleistung und die präzisen Schaltmechanismen.

Vier-Arm-Kurbel

Bei der Kurbelgarnitur setzt Shimano weiterhin auf Aluminium, wodurch die Dura Ace die steifste Kurbel im Testfeld bleibt. Im Vergleich zur Vorgängerversion konnte durch die Vier-Arm-Bauweise Gewicht eingespart werden.

Bremsleistung

Dass man auch nach wie vor an diese bewährte Bremstechnik glaubt und nicht alles auf die Karte Disc setzen möchte, zeigen einige technische Neuerungen bei den Dura Ace Dual Pivot Bremsen. Die Arme wurden verlängert und in ihrer Form angepasst, um zukünftig auch für die immer beliebter werdenden 28mm breiten Reifen genügend Platz zu bieten.

Fazit

Die mechanische Shimano Dura Ace bleibt eine ausgezeichnete Wahl für Rennradfahrer, die Wert auf Präzision, Zuverlässigkeit und geringes Gewicht legen. Obwohl sie nicht die modernsten elektronischen Funktionen bietet, überzeugt sie durch ihre bewährte Technologie und hohe Leistung.

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