Mit dem Slogan „For those who never compromise“ stellt Shimano seine neue Dura-Ace Schaltgruppe vor und will damit auf die kompromisslose Performance seiner neuesten High-End Rennradschaltung hinweisen. Die Shimano Dura-Ace ist seit Jahren einer der Spitzenreiter, wenn es um Sachen Schaltgruppe geht und auch die Erfolge der Profis, welche mit einer Shimano Dura-Ace unterwegs waren, suchen ihresgleichen.
Um auch weiterhin oben auf zu sein, führt Shimano mit seinen neuesten Rennrad-Schaltgruppen auch einige neue Technologien ein, die laut Hersteller eine neue Ära einläuten sollen. Auf den ersten Blick sieht man nur minimale Unterschiede zum Vorgänger, aber schon bei genauerem Hinsehen wir einem klar, hier hat sich was getan. Lautet das Motto bei der lang erwarteten Top-Gruppe aus Japan also eher "Evolution denn Revolution"? Gemach, im Fall der neuen Dura-Ace ist es die Vielzahl von Verbesserungen - Shimano nennt es "Science of Speed" -, die am Ende ein Bild ergeben.
Und zwar ein sehr eindrucksvolles, wie der erste Praxistest der neuen Top-Gruppe gezeigt hat. Das Update von Shimanos Flagschiff ist schon überfällig, jetzt wurde die neue Top-Gruppe endlich vorgestellt. Wir haben alle Infos und einen ersten Test. Die größte Neuerung dürfte dabei direkt ins Auge stechen, denn mit einer 12-fach Kassette stockt man nun die Bandbreite noch einmal deutlich auf und bietet im Zuge dessen auch weitere interessante Verbesserungen und Features.
Ergonomie und Design der Brems-Schaltgriffe
Erste Station sind die Brems-Schaltgriffe, bei welchen man direkt bemerkt, dass sich die gesamte Form verändert hat. Gerade durch Anpassungen im Millimeterbereich konnte die Ergonomie der Griffe deutlich verbessert werden und uns im Test von der ersten Sekunde an bis über viele Stunden hinweg einfach nur überzeugen. Die Schaltwippen verlaufen bei den ST-R9270-Griffen hinter der Bremse weiter nach unten und stehen minimal weiter nach außen als beim Vorgängermodell.
All diese Änderungen sollen zu besserer Schalt- und Brems-Ergonomie führen. Im Detail verwendet Shimano für die bessere Ergonomie einen erhöhten Griff-Kopf mit einer leichten Kurve nach Innen und bietet zudem eine vergrößerte Fläche zwischen dem Schalthebel und dem Lenker. Was sich auf den ersten Blick banal anhört ist unserer Meinung nach ein echter Gamechanger, denn hier durch erhält man nicht nur einen angenehmeren und auch sichereren Zeigefinger- und Daumengriff an den Griffköpfen sondern bringt auch die drei Finger hinter dem Bremshebel komplett zwischen Schalthebel und Lenker, um zusätzliche Kontrolle bei höherem Komfort zu gewährleisten.
Eine weitere Änderung ist der vergrößerte Versatz zwischen den Di2-Tasten am Hebel, der eine bessere Unterscheidung zwischen der Hoch- und Runterschalttaste ermöglicht, insbesondere auch mit Handschuhen oder nassen Fingern. Auch die Ergonomie wurde weiter optimiert. Die Schalt-/Bremshebel zum Beispiel, die mit längerem Griffkörper und höheren Höckern großen Händen mehr Platz bieten und mehr Variationen beim Greifen ermöglichen.
Die Hebel sind leicht nach außen gestellt, die Schalttasten fallen etwas größer aus, sind klarer voneinander abgesetzt - und treffsicherer bedienbar. Die leicht nach außen gestellten Schalt-Bremshebel sind sowohl zum Schalten als auch zum Bremsen gut zu erreichen und lassen sich durch die Einstellung von Reach und Druckpunkt gut an eure persönlichen Bedürfnisse anpassen. Die einzelnen Schaltwippen für das Hoch- bzw. Runterschalten sind bei der neuen DURA-ACE deutlich stärker voneinander abgegrenzt und lassen sich dadurch auch bei ruppiger Fahrbahn viel besser unterscheiden.
Ein falscher Gangwechsel wird so unwahrscheinlicher. Durch die veränderte Form der Griffe passen jetzt auch drei breite Finger ohne Platznot hinter den Bremshebel, was sehr angenehm ist. Die Griffe der Shimano DURA-ACE Di2 ST-R9270 sind deutlich größer geworden und liegen vom Volumen her deutlich näher an denen der SRAM eTap AXS-Gruppen als am Vorgängermodell. Sie lassen sich aber sehr gut greifen und überzeugen mit einer Oberfläche, die angenehm weich und gedämpft in der Hand liegt.
Drahtlose Konnektivität und Zuverlässigkeit
Aus technischer Sicht kommt hier natürlich auch eine wesentliche Veränderung der gesamten Dura-Ace und Ultegra Plattform ins Spiel, denn da es sich bei der neuen Shimano Dura-Ace (und auch Ultegra) um Wireless-Schaltgruppen handelt, gibt es keine Kabel mehr die für die Ansteuerung von Umwerfer und Schaltwerk durch den Rahmen geführt werden müssen. Die Schalthebel arbeiten also mit einer drahtlosen Verbindung. Schaltbefehle werden vom STI-Hebel nun per Funk übertragen, wenn gewünscht.
Die neuen kabellosen Schaltgriffe benötigen natürlich auch das entsprechende Pendant, um das gesendete Signal empfangen und verarbeiten zu können. Hier spielen vor allem die neuen Shimano Dura-Ace und Ultegra Schaltwerke einen entscheidende Rolle, denn durch die neue Plattform agieren diese nicht mehr nur als Gangwechsler, sondern nehmen eine zentrale Rolle in der Steuerung des gesamten Systems ein. Die Kabelverbindung zu Schaltwerk und Umwerfer, die wir vom Vorgänger kennen, entfällt und wird durch ein proprietäres Shimano-Funksignal ersetzt.
Das Shimano Wireless IC (Integrated Circuit) soll dabei viermal schneller kommunizieren als das gängige ZigBee-Protokoll, das sich als Netzwerk für die Übertragung geringer Datenmengen im Heimgebrauch etabliert hat. Außerdem soll das Shimano Wireless IC 75 % weniger Strom verbrauchen und weniger anfällig für Interferenzen sein. Mittels eigenem Protokoll garantiert Shimano eine zuverlässige Funktion und minimiert die Anfälligkeit der kabellosen Verbindung erheblich.
Das bereits zuvor erwähnte eigene Chip-Protokoll sorgt aber nicht nur für hohe Zuverlässigkeit, sondern neben einem geringeren Stromverbrauch auch für deutlich schnellere Schaltvorgänge. Diese werden durch das Zusammenspiel mit einer verbesserten Motorkonstruktion ermöglicht. Eine Knopfzelle (CR1632) in jedem Hebel liefert den Strom und soll bis zu zwei Jahre halten. Alternativ ist weiterhin eine Anbindung per Kabel möglich. Bei den Hebeln für mechanische Felgenbremsen, die Shimano auch zur neuen R9200-Gruppe optional anbietet, ist die Verkabelung obligatorisch: Felgenbrems-Anhänger müssen auf die Funkschaltung verzichten, deren Hebel gibt’s nicht drahtlos.
Schnellere Schaltvorgänge
Auch wenn das Resultat nur Sekundenbruchteile sind, die gespart werden, so kann man im Vergleich zum Shimano Dura-Ace oder Ultegra Vorgänger wirklich spürbar schneller schalten. In Prozent handelt es sich laut Hersteller um eine 58%ige Verkürzung der Schaltwerksbetriebszeit und einer 45%ige Verkürzung der Umwerferbetriebszeit. In Zahlen: 58 % schnellere Gangwechsel am Schaltwerk, 45 % schneller am Umwerfer. Laut Shimano sollen die Schaltvorgänge am Schaltwerk um 58 % schneller vonstattengehen.
Der kleinere Teil davon ist realisierbar, weil die kabellose Kommunikation zwischen STIs und Schaltwerk schneller ist als die verkabelte Kommunikation bei der Vorgängerversion. Der größere Teil soll aus Hardwareverbesserungen kommen - sprich: Das Bauteil selbst bewegt sich einfach schneller. Dazu soll das proprietäre Funkprotokoll seinen Teil beitragen, das laut Hersteller deutlich stromsparender und schneller funktioniert als vergleichbare gängige Protokolle.
Schaltwerk und Kassetten-Optionen
Um noch einmal kurz auf das Schaltwerk zurückzukommen: Durch die Erweiterung auf eine 12-fach Kassette und die damit einhergehenden Abstufungsoptionen, bringt Shimano seine neuen Schaltgruppen mit einem einzigen Schaltwerkkäfig, welcher für die gesamte Bandbreite genutzt werden kann. Das Shimano DURA-ACE Di2 RD-R9250-Schaltwerk kann nun Kassetten bis zu 34 T aufnehmen. Als Kopf des Systems empfängt das Schaltwerk nicht nur die Funksignale für sich selbst, sonder auch für den Umwerfer, die es dann per Kabel über den Akku weiterleitet.
Beim Stichwort Bandbreite sieht man bei den neuen Gruppen auch einige Veränderungen, denn während man nun quasi alle Kassetten-Variationen zwischen 11-34 (11-28T, 11-30T und 11-34T) nutzen kann gibt es an der Kurbel die Optionen 50-34T, 52-36T oder die neuen 54-40T Kettenblätter. Hiermit erhalten Rennfahrer und ambitionierte Radsportler ein deutlich umfangreicheres Setup für jegliches Terrain.
Um die neuen Abstufungen und 12-fach Kassetten optimal nutzen zu können, gibt es selbstverständlich auch eine neue 12-Gang Hyperglide Kette für wenig Reibung und lange Haltbarkeit. Die große Besonderheit an der 12-fach Kassette: Diese kann auch auf 11-fach Freilaufkörpern gefahren werden. So sind auch geliebte Laufräder mit der neuen Shimano Dura-Ace und Ultegra 12-fach kompatibel. Einen kundenfreundlichen Weg geht Shimano beim neuen 12-fach-Standard und setzt nicht auf ein kleines 9er- oder 10er-Ritzel, sondern hält am 11er fest.
Aus zwei Gründen: ein besserer Wirkungsgrad des Antriebs durch größere Umschlingungswinkel und die Abwärtskompatibilität der 12-fach-Kassette. Heißt: Das neue 12-fach-Ritzelpaket passt auf alle Laufräder mit Shimano 11-fach-Freilaufkörper. Die neuen 12-fach Kassetten sind weiterhin mit 11-fach Freiläufen kompatibel. Wer teure Laufräder sein Eigen nennt, weiß das sicher zu schätzen. Zwar weist die neue Kassette eine engere Verzahnung auf (nicht identisch mit Microspline wie am MTB), um hohe Drehmomente besser zu verkraften, "alte" Laufräder lassen sich aber weiterhin verwenden.
Umgekehrt klappt’s dagegen nicht: Auf Laufräder mit neuem 12-fach-Freilaufkörper passen keine 11-fach-Kassetten mehr. Dem Trend zu immer höheren Geschwindigkeiten im Profiradsport begegnet Shimano mit einer neuen Kettenblattkombination: Die klassische "Heldenkurbel" 53/39 entfällt, 54/40 ist das neue Maß der Dinge. Semikompakt- (52/36) und Kompaktkurbel (50/34) bleiben im Programm. Ebenso wie die bereits erwähnten Felgenbremsen, was Traditionalisten freuen wird.
Kurbelgarnituren und Powermeter-Optionen
Das Antriebssystem ist natürlich ohne die Kurbelgarnituren nicht vollständig. Es stehen zwei Versionen zur Verfügung, die integrierte Powermeter-Version oder die Non-Powermeter-Version. Beide Kurbeln sind natürlich in verschiedenen Größen mit Kurbelarmlängen von 160 bis 177,5 mm und mit einem Q-Faktor von 148 mm erhältlich und verfügen über die Hollowtech II Technologie.
Die Powermeter-Version, welche nun auch in der Ultegra Variante verfügbar ist, verwendet Bluetooth- und ANT+-Technologie, um Daten zu übertragen. Die Kurbel mit Powermeter ist überraschenderweise lediglich 70 g schwerer als jene ohne. Laut Shimano sollen die Kurbeln eine optimale Balance aus Steifigkeit, Gewicht und Rotations-Performance bieten.
Das soll sich in einer besseren Kraftübertragung an die Kette und präziseren Schaltvorgängen des Umwerfers bemerkbar machen - wir können beides aus unserer ersten Testfahrt bestätige... Natürlich macht ein derart hochwertiges Antriebssystem nur Sinn, wenn man die Power auch in Geschwindigkeit ummünzen kann und auch behält. Hierfür hat Shimano sein komplettes Laufrad-Lineup überarbeitet.
Laufräder
Mit jeweils drei Felgenhöhen sowohl auf Dura-Ace als auch Ultegra Niveau deckt Shimano alle Bedürfnisse ab. Die C36- und C50-Laufräder bieten ein 1:1-Standard-Speichenmuster mit 1,5-mm-Speichen für weniger Gewicht, während das C60 ein 2:1-Speichenmuster mit dickeren 1,8-mm-Speichen für mehr Steifigkeit und Kraftübertragung bietet.
Last but not least stellen die Japaner der neuen Gruppe auch neue Laufräder zur Seite: mit aero-optimierten Vollcarbon-Felgen (deshalb nur für Disc-Bremsen freigegeben) und neuem Freilauf, der 63 % schneller greifen soll als der Vorgänger. Die Tubeless-ready-Sätze wiegen je nach Felgenhöhe (35, 50 oder 60 mm) ab 1338 g (1465 und 1609 g mit den höheren Modellen) und sind für den professionellen Einsatz auch mit Schlauchreifenfelge zu haben.
Verbessertes Bremssystem
Geschwindigkeit ist aber nichts, wenn man diese nicht kontrollieren kann. Als ein zusätzliches, essentielles Thema wurde auch das Bremssystem komplett überarbeitet. Nach intensivem Testen können wir sagen: „Es macht einen riesen Unterschied!“ Innovativer gibt sich erwartungsgemäß die grundlegend überarbeitete Disc-Variante: Dank neuer Hebelübersetzung ("Servo Wave"-Technologie) packt die Bremse schneller kräftig zu, einteilige Bremskörper bringen mehr Steifigkeit bei minimalem Gewicht, 10 % mehr Abstand zwischen Belägen und Scheibe sollen für weniger Geräusche sorgen.
Durch die neue Servo Wave-Technologie, die von Shimanos MTB- und Gravel-Bremssystemen übernommen wurde, haben Fahrer einen kürzeren Weg bis die Bremse greift und können eine direktere Verbindung zwischen Bremsbelägen und Bremsscheiben herstellen, was ein besseres Federn oder eine bessere Modulation der Bremsen ermöglicht, was zu mehr Vertrauen in technischen Situationen führt. Darüber hinaus wurde durch 10% breiteres Bremsbelag- und Bremsscheibenspiel ein deutlich leiseres System ermöglicht, das durch weniger Wärmeverformung des Rotors und weniger vorübergehende Interferenzen zwischen Belag und Rotor erreicht wird.
Außerdem wurde auch die Bremsenwartung verbessert. Jetzt ist es möglich, die Bremse zu entlüften, ohne den Bremssattel vom Rahmen zu entfernen, was dank eines separaten Entlüftungsanschlusses und einer separaten Ventilschraube ermöglicht wird. Und "neue", aus dem MTB-Line-up übernommene Scheiben - wie gehabt in Alu-Stahl-Sandwichbauweise - sollen sich hitzebeständiger zeigen als die Vorgänger.
Option für Felgenbremsen
Weiterhin mit FelgenbremsenEine Knopfzelle (CR1632) in jedem Hebel liefert den Strom und soll bis zu zwei Jahre halten. Alternativ ist weiterhin eine Anbindung per Kabel möglich. Bei den Hebeln für mechanische Felgenbremsen, die Shimano auch zur neuen R9200-Gruppe optional anbietet, ist die Verkabelung obligatorisch: Felgenbrems-Anhänger müssen auf die Funkschaltung verzichten, deren Hebel gibt’s nicht drahtlos. Aber zumindest müssen Felgenbrems-Fans nicht komplett auf die neue Dura-Ace mit 12 Ritzeln verzichten.
Ebenso wie die bereits erwähnten Felgenbremsen, was Traditionalisten freuen wird.
Anpassung und Individualisierung
Wie gehabt erlaubt auch die R9200 die Anpassung typischer Di2-Features an eigene Vorlieben über die - ebenfalls überarbeitete - E-Tube-App, namentlich: Schaltgeschwindigkeit, Belegung der Schalttasten, Schaltmodi (Synchro- und Semi-Synchro-Shift mit automatisierter Umwerfer-Betätigung sowie Multi-Shift zum Durchschalten beliebig vieler Gänge mit einem Knopfdruck).
Fazit des Tests
Doch die Wahrheit liegt im Radsport auf der Straße, und schon nach wenigen Metern wird mit jeder Kurbelumdrehung klarer: Shimano hat geliefert. Die Ergonomie der Hebel: noch etwas besser als bei der alten Dura-Ace, große Hände haben mehr Platz, die höheren Hörnchen bieten mehr Möglichkeiten zu greifen. Die größeren Schalttasten mit definierterem Feedback: ebenfalls ein Schritt nach vorn. Die Geschwindigkeit beim Gangwechsel: spürbar schneller.
Vor allem der Umwerfer begeistert mich bei jedem Schaltvorgang: Unabhängig vom Pedaldruck und der Umlaufgeschwindigkeit - die Kette wechselt in atemberaubender Geschwindigkeit von einem Blatt aufs andere. Beeindruckend! Kein Kettenabwurf, kein Klemmer, egal unter welchen Umständen. Dieser Antrieb legt die Messlatte ein gutes Stück höher, so viel steht fest. Das Test-Set-up mit 52/36-Kurbel und 11-30er-Kassette bietet ausreichend Entfaltung und ein eng gestuftes Getriebe mit Eingang-Sprüngen vom 11er- bis zum 17er-Ritzel. Top!
Auch die Scheibenbremse präsentiert sich stabiler, glänzt mit toller Dosierbarkeit ohne große Handkräfte, dank "Servo Wave"-Übersetzung mit sanft ansteigendem Bremsdruck. Der größere Abstand der Beläge zur Scheibe zeigt ebenfalls Wirkung: Das gefürchtete Klingeln bei heißgebremster Anlage ließ sich im Test nur mutwillig provozieren. Selbst harte Bremsungen bei der Abfahrt vom Hautacam in den Pyrenäen brachten die Anlage nicht aus der Ruhe. Das lässt hoffen - aktuelle Shimano-Bremsen werden mit zunehmendem Alter anfälliger für Geräusche.
Das sauberere Erscheinungsbild macht den Verlust teilweise wett wie auch die Tatsache, dass sich jede Di2 ab sofort ohne zusätzlichen Funksender per App individualisieren oder mit einem Radcomputer koppeln lässt. Shimano macht klar, dass neben intelligenter Software, Connectivity und digitaler Systemintegration auch die Scheibenbremse Einzug ins Pro-Tour-Peloton halten wird.
Shimano Ultegra R8100
Parallel zur Dura-Ace präsentierte Shimano auch eine neue Ultegra. 12-fach. Mit Funk. Und allen wesentlichen Neuerungen des Top-Ensembles. Wermutstropfen: Eine mechanische Version der beliebten Nummer 2 im Shimano-Portfolio mit zwölf Ritzeln soll es nicht geben! Wer künftig auf Ultegra-Niveau mechanisch schalten möchte, muss mit der "alten" 11-fach-Variante Vorlieb nehmen, die noch eine Weile weiterlaufen soll.
Käufer der neuen R8100-Serie profitieren bis auf wenige Details von den technologischen Neuerungen der Top-Gruppe: Das 2 x 12-Getriebe wird per Funk angesteuert, soll genauso schnell schalten, die Discs genauso kraftvoll bremsen wie die der großen Schwester. Günstigere Materialien (keine Carbon-Hebel oder Titanritzel) und die etwas einfachere Verarbeitung (kein einteiliger Bremssattel, einfachere Nabentechnolgie bei den drei Laufradmodellen) sowie der Verzicht auf wenige Ausstattungsoptionen erlauben einen geringeren Preis (siehe Tabelle) bei rund 200 g Mehrgewicht für eine typische Konfiguration.
Da sich die Gruppe nicht primär an Profis richtet, entfallen die große 54/40-Kurbel, die 11-28-Kassette und die Laufräder mit Schlauchreifenfelgen. Dafür wird es auch von der R8100 eine Version mit mechanischer Felgenbremse geben und - erstmals - eine Ultegra-Kurbel mit integriertem Powermeter.
Weitere Details und Innovationen
Wie unschwer erkennbar ist, richtet sich die Dura-Ace R9150-Series an den sportiven Roadie, der ungern Kompromisse eingeht und ernste Absichten hat - egal ob es um den KOM-Titel in der Heimat oder die neidischen Blicke an der Eisdiele in Porto Cristo geht. Am Ende des Tages bringt dich die Summe aller Faktoren schneller von A nach B. Die wahren Helden.
Auch das Schaltwerk selbst wurde komplett überarbeitet. So kommt die Dura-Ace jetzt mit nur einer Käfiglänge aus und kann damit Kassetten mit bis zu 30 Zähnen schalten. „Der MTB-Sektor stand Pate für viele Neuerungen“, so Tim weiter. Da nicht nur auf langen Passabfahrten große Hitze entstehen kann, hat Shimano seinen Discs einen neuen Aluminiumkühlkörper spendiert, der die Temperatur der Scheibe (im Vergleich zur bisherigen Road-Disc) im Schnitt um 30 °C verringert. Das Bremsverhalten ist ausbalanciert und berechenbar, das Gesamtgewicht des Bremssystems verhältnismäßig leicht - ready to race!
Auch wenn uns unsere Bike-Tutoren beigebracht haben, nie „groß/groß“ (vorne 2./3. Gang, hinten 1. Gang) zu fahren, die Dura-Ace erlaubt selbst das. Die Position des Umwerfers wird so korrigiert, dass es nicht zur nervenaufreibenden Geräuschkulisse kommt, die wir alle nur zu gut kennen, wenn man „nur mal eben“ über eine Kuppe drücken möchte.
Wenn dein Bike einen Rennlenker hat und du die passende Schaltgruppe zum King Cage-Flaschenhalter und dem Chris King-Steuersatz suchst - there you go! Shimano möchte dem Fahrer so die Möglichkeit geben, sich mehr auf das Wesentliche zu konzentrieren. Hauptsächlich für den Triathlonbereich entwickelt, kommt Synchronized Shifting mit jeder Dura-Ace R9150 Series-Schaltgruppe. Umwerfers und wechselt zum „nächstbesten“ Gang: Schaltet man vorne in den kleinen Gang, so schaltet das Schaltwerk in den nächsthöheren Gang, um die Differenz zwischen den beiden Gängen zu verringern. herunter. Man kann also nur mit dem hinteren Schalthebel alle Gänge schalten. Wann der automatische Schaltvorgang stattfinden soll, kann bequem per App eingestellt werden. Der Schalthebel für vorne ist dabei nicht deaktiviert. Der Automatismus kann also zu jeder Zeit übersteuert werden.
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