Unter dem Motto "For those who never compromise" präsentiert Shimano die neue Dura-Ace Di2 9200, eine Top-Gruppe, die Perfektion anstrebt. Das Update von Shimanos Flagschiff war längst überfällig, und nun wurde die neue Top-Gruppe endlich vorgestellt.
Im Spätsommer 2021 mag es wenig spektakulär klingen, dass Shimano auf das zwölfte Ritzel setzt, aber der Marktführer aus Japan ist tatsächlich der letzte der drei großen Komponentenhersteller, der diesen Schritt geht. Auch Funk ist bei der neuen Gruppe zumindest teilweise mit an Bord, aber auch das ist nicht ganz neu.
Im Fall der neuen Dura-Ace ist es die Vielzahl von Verbesserungen, die am Ende ein eindrucksvolles Bild ergeben. Shimano nennt es "Science of Speed", und der erste Praxistest der neuen Top-Gruppe hat dies bestätigt.
Dura-Ace nur noch elektronisch
Um dem Ziel der Perfektion nahezukommen, wird es die R9200 nur noch als Di2 geben, die mechanische Dura-Ace ist Geschichte. Kaum ein Bauteil blieb unangetastet: Antriebsstrang, Elektronik, Bremsen, Laufräder.
Auch die Ergonomie wurde weiter optimiert. Die Schalt-/Bremshebel zum Beispiel bieten mit längerem Griffkörper und höheren Höckern großen Händen mehr Platz und mehr Variationen beim Greifen. Die Hebel sind leicht nach außen gestellt, die Schalttasten fallen etwas größer aus, sind klarer voneinander abgesetzt - und treffsicherer bedienbar. Schaltbefehle werden vom STI-Hebel nun per Funk übertragen, wenn gewünscht.
Eine Knopfzelle (CR1632) in jedem Hebel liefert den Strom und soll bis zu zwei Jahre halten. Alternativ ist weiterhin eine Anbindung per Kabel möglich. Bei den Hebeln für mechanische Felgenbremsen, die Shimano auch zur neuen R9200-Gruppe optional anbietet, ist die Verkabelung obligatorisch: Felgenbrems-Anhänger müssen auf die Funkschaltung verzichten, deren Hebel gibt’s nicht drahtlos. Aber zumindest müssen Felgenbrems-Fans nicht komplett auf die neue Dura-Ace mit 12 Ritzeln verzichten.
Auch die bekannten Sprinter- oder Oberlenker-Schalttasten, die sich zusätzlich in das System einbinden lassen und deutlich kompakter ausfallen (sowie in kompatible Lenker nahezu unsichtbar zu integrieren sind), setzten weiterhin auf Kabel. Die Steckverbinder aller Kabel bauen dabei schlanker als die der noch aktuellen Di2-Modelle. Die bekannten "Junctions", wo alle Kabel zusammenlaufen, und auch das "D-Fly"-Funkmodul entfallen künftig, die "Intelligenz" samt Funksender (ANT+ und Bluetooth) sitzt im Schaltwerk, das nur noch in einer Käfiglänge zu haben ist und alle verfügbaren Kassetten (11-28, 11-30, 11-34) bedient.
Schneller Schalten trotz Funk
Umwerfer und Schaltwerk werden auch künftig von einem zentralen Akku mit Strom versorgt, kommen also nicht komplett kabellos. Über diese interne Verkabelung laufen auch die Schaltbefehle vom Funkempfänger im Schaltwerk zum Umwerfer. Das zahlt nicht nur auf die Optik und Größe der Komponenten ein, die ohne aufgesetzten Akku auskommen. Shimano verspricht auch "absolute Zuverlässigkeit" sowie eine "massiv erhöhte Schaltgeschwindigkeit". In Zahlen: 58 % schnellere Gangwechsel am Schaltwerk, 45 % schneller am Umwerfer.
Dazu soll das proprietäre Funkprotokoll seinen Teil beitragen, das laut Hersteller deutlich stromsparender und schneller funktioniert als vergleichbare gängige Protokolle. Trotz Funk versprechen die Japaner eine vergleichbare Akku-Laufzeit wie beim Vorgänger, also "über 1000 Kilometer". Geladen wird der Akku nicht mehr über ein separates Ladegerät, sondern über ein USB-Kabel mit eigenem Anschluss - der gleiche, der auch den Akku der optional lieferbaren Powermeter-Kurbel der Dura-Ace mit Strom versorgt.
Wie gehabt erlaubt auch die R9200 die Anpassung typischer Di2-Features an eigene Vorlieben über die - ebenfalls überarbeitete - E-Tube-App, namentlich: Schaltgeschwindigkeit, Belegung der Schalttasten, Schaltmodi (Synchro- und Semi-Synchro-Shift mit automatisierter Umwerfer-Betätigung sowie Multi-Shift zum Durchschalten beliebig vieler Gänge mit einem Knopfdruck).
Neuer Freilaufkörper, aber mit 11-fach Freilauf kompatibel
Einen kundenfreundlichen Weg geht Shimano beim neuen 12-fach-Standard und setzt nicht auf ein kleines 9er- oder 10er-Ritzel, sondern hält am 11er fest. Aus zwei Gründen: ein besserer Wirkungsgrad des Antriebs durch größere Umschlingungswinkel und die Abwärtskompatibilität der 12-fach-Kassette. Heißt: Das neue 12-fach-Ritzelpaket passt auf alle Laufräder mit Shimano 11-fach-Freilaufkörper.
Wer teure Laufräder sein Eigen nennt, weiß das sicher zu schätzen. Zwar weist die neue Kassette eine engere Verzahnung auf (nicht identisch mit Microspline wie am MTB), um hohe Drehmomente besser zu verkraften, "alte" Laufräder lassen sich aber weiterhin verwenden. Umgekehrt klappt’s dagegen nicht: Auf Laufräder mit neuem 12-fach-Freilaufkörper passen keine 11-fach-Kassetten mehr.
Neue Übersetzungen
Dem Trend zu immer höheren Geschwindigkeiten im Profiradsport begegnet Shimano mit einer neuen Kettenblattkombination: Die klassische "Heldenkurbel" 53/39 entfällt, 54/40 ist das neue Maß der Dinge. Semikompakt- (52/36) und Kompaktkurbel (50/34) bleiben im Programm. Ebenso wie die bereits erwähnten Felgenbremsen, was Traditionalisten freuen wird.
Innovativer gibt sich erwartungsgemäß die grundlegend überarbeitete Disc-Variante: Dank neuer Hebelübersetzung ("Servo Wave"-Technologie) packt die Bremse schneller kräftig zu, einteilige Bremskörper bringen mehr Steifigkeit bei minimalem Gewicht, 10 % mehr Abstand zwischen Belägen und Scheibe sollen für weniger Geräusche sorgen. Und "neue", aus dem MTB-Line-up übernommene Scheiben - wie gehabt in Alu-Stahl-Sandwichbauweise - sollen sich hitzebeständiger zeigen als die Vorgänger.
Dura-Ace Di2: Preise und Gewichte
Last but not least stellen die Japaner der neuen Gruppe auch neue Laufräder zur Seite: mit aero-optimierten Vollcarbon-Felgen (deshalb nur für Disc-Bremsen freigegeben) und neuem Freilauf, der 63 % schneller greifen soll als der Vorgänger. Die Tubeless-ready-Sätze wiegen je nach Felgenhöhe (35, 50 oder 60 mm) ab 1338 g (1465 und 1609 g mit den höheren Modellen) und sind für den professionellen Einsatz auch mit Schlauchreifenfelge zu haben. Apropos zu haben: Die neue Dura-Ace soll ab Oktober im Handel und an den ersten Kompletträdern verfügbar sein. Preislich zwar etwas günstiger als der Vorgänger (siehe Tabelle) und trotz zwölftem Ritzel nur wenige Gramm schwerer, bleibt die Dura-Ace aber, was sie immer war: ein exklusives Vergnügen.
Die neue Shimano Dura-Ace Di2 im Praxistest
Die Ergonomie der Hebel ist noch etwas besser als bei der alten Dura-Ace, große Hände haben mehr Platz, die höheren Hörnchen bieten mehr Möglichkeiten zu greifen. Die größeren Schalttasten mit definierterem Feedback sind ebenfalls ein Schritt nach vorn. Die Geschwindigkeit beim Gangwechsel ist spürbar schneller.
Vor allem der Umwerfer begeistert bei jedem Schaltvorgang: Unabhängig vom Pedaldruck und der Umlaufgeschwindigkeit wechselt die Kette in atemberaubender Geschwindigkeit von einem Blatt aufs andere. Beeindruckend! Kein Kettenabwurf, kein Klemmer, egal unter welchen Umständen. Dieser Antrieb legt die Messlatte ein gutes Stück höher, so viel steht fest. Das Test-Set-up mit 52/36-Kurbel und 11-30er-Kassette bietet ausreichend Entfaltung und ein eng gestuftes Getriebe mit Eingang-Sprüngen vom 11er- bis zum 17er-Ritzel. Top!
Auch die Scheibenbremse präsentiert sich stabiler, glänzt mit toller Dosierbarkeit ohne große Handkräfte, dank "Servo Wave"-Übersetzung mit sanft ansteigendem Bremsdruck. Der größere Abstand der Beläge zur Scheibe zeigt ebenfalls Wirkung: Das gefürchtete Klingeln bei heißgebremster Anlage ließ sich im Test nur mutwillig provozieren. Selbst harte Bremsungen bei der Abfahrt vom Hautacam in den Pyrenäen brachten die Anlage nicht aus der Ruhe. Das lässt hoffen - aktuelle Shimano-Bremsen werden mit zunehmendem Alter anfälliger für Geräusche.
Dass sich der Akku-Ladestand und die Schaltmodi nun nicht mehr an der Junction unterm Vorbau oder im Lenkerende abfragen bzw. einstellen lassen, sondern direkt am Schaltwerk, mag dagegen mancher bedauern. Das cleanere Erscheinungsbild macht den Verlust teilweise wett wie auch die Tatsache, dass sich jede Di2 ab sofort ohne zusätzlichen Funksender per App individualisieren oder mit einem Radcomputer koppeln lässt.
Shimano Ultegra R8100
Parallel zur Dura-Ace präsentierte Shimano auch eine neue Ultegra. 12-fach. Mit Funk. Und allen wesentlichen Neuerungen des Top-Ensembles. Wermutstropfen: Eine mechanische Version der beliebten Nummer 2 im Shimano-Portfolio mit zwölf Ritzeln soll es nicht geben! Wer künftig auf Ultegra-Niveau mechanisch schalten möchte, muss mit der "alten" 11-fach-Variante Vorlieb nehmen, die noch eine Weile weiterlaufen soll.
Käufer der neuen R8100-Serie profitieren bis auf wenige Details von den technologischen Neuerungen der Top-Gruppe: Das 2 x 12-Getriebe wird per Funk angesteuert, soll genauso schnell schalten, die Discs genauso kraftvoll bremsen wie die der großen Schwester. Günstigere Materialien (keine Carbon-Hebel oder Titanritzel) und die etwas einfachere Verarbeitung (kein einteiliger Bremssattel, einfachere Nabentechnolgie bei den drei Laufradmodellen) sowie der Verzicht auf wenige Ausstattungsoptionen erlauben einen geringeren Preis (siehe Tabelle) bei rund 200 g Mehrgewicht für eine typische Konfiguration.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist deutlich attraktiver. Da sich die Gruppe nicht primär an Profis richtet, entfallen die große 54/40-Kurbel, die 11-28-Kassette und die Laufräder mit Schlauchreifenfelgen. Dafür wird es auch von der R8100 eine Version mit mechanischer Felgenbremse geben und - erstmals - eine Ultegra-Kurbel mit integriertem Powermeter.
Der Dura-Ace Antrieb
Im Vergleich zu den Wettbewerbern ist die Auswahl an Übersetzungen vergleichsweise gering: Die Standard-Kassette mit 11-30 Zähnen ist extrem fein abgestuft, zweite Option ist eine Bergkassette mit 11-34 Zähnen. Damit lässt sich maximal eine 1:1-Übersetzung realisieren. Neben der traditionellen Kompaktkurbel mit 50/34 gibt es noch eine sportliche 52/36; Profis fahren 54/40. Die Kassetten passen dank des größeren Anfangsritzels (SRAM und Campagnolo beginnen mit zehn statt elf Zähnen) auf den Standard-HG-Freilauf und damit auch auf ältere Laufräder; Einschränkungen bei der Laufradwahl gibt es damit nicht.
Kritikpunkte im Betrieb sucht man vergeblich. Die größten Pluspunkte sind der ruhige Lauf, ein sehr geschmeidiges Schaltverhalten und nicht zu teure Verschleißteile.
Vor- und Nachteile
- Plus: ruhiger Lauf, perfektes Schaltverhalten, relativ preiswerte Verschleißteile
- Minus: geringe Auswahl an Kassetten
Die Shimano Dura-Ace Schaltung
Während es bei anderen Getrieben vor allem beim Schalten auf kleinere Ritzel immer mal kracht, wechselt Shimanos Top-Gruppe die Gänge etwas leiser. Geheimnis sind über Jahrzehnte verfeinerte, perfekt aufeinander abgestimmte Ritzel und Ketten. Auch der vordere Umwerfer arbeitet beeindruckend schnell und präzise in allen Situationen - besser geht es derzeit nicht. Die Schaltung lässt sich simpel und intuitiv einstellen. Die Montage bekommt man ohne Weiteres auch ohne Anleitung hin, die Feineinstellung des Schaltwerks mit der Shimano-App ist ein Kinderspiel.
Der zentrale und verkabelte Akku, der das Schaltwerk und den Umwerfer versorgt, ist meist fest im Rahmen verbaut - das Rad muss zum Aufladen per Magnetkabel deshalb immer in die Nähe einer USB-Steckdose gebracht werden.
Vor- und Nachteile
- Plus: geschmeidige Schaltvorgänge, simple Einstellung
- Minus: Akku nicht entnehmbar, teures Powermeter-Upgrade
Bedienung und Ergonomie
Die Anordnung der Schaltknöpfe hinter den Bremshebeln geht auf Shimanos Schaltlogik der mechanischen Systeme zurück: Der vordere Knopf wechselt auf ein größeres Ritzel oder Kettenblatt, der hintere auf ein kleineres. Wer die mechanischen Shimano-Hebel noch gewohnt ist, kommt damit schnell zurecht. Alternativ lassen sich die Tasten umprogrammieren oder eine Automatik einstellen.
Die beiden Schalttasten sind klarer voneinander abgegrenzt und auch mit Handschuhen eindeutig zu fühlen. Die schlanken Griffkörper können kleine wie große Hände gut greifen, die Griffweite lässt sich einstellen. Der vordere Höcker ist leicht nach innen geneigt und bietet guten Halt, wenn man sich im Wind flach machen will.
Vor- und Nachteile
- Plus: bequeme Griffe, gut unterscheidbare Schalttasten, Zusatzknöpfe am Griffhöcker
- Minus: -
Die Dura-Ace Scheibenbremsen
Die Shimano-Disc spricht sensibel an und lässt sich gut dosieren. Bei leichten Bremsungen benötigt sie etwas mehr Handkraft als Campagnolo und SRAM. Doch im Ernstfall steht auch bei der Dura-Ace (und der etwas günstigeren Ultegra) viel Bremskraft zur Verfügung, weil ein integrierter Bremskraftverstärker mit zunehmendem Hebelweg immer mehr Bremsleistung herausholt.
Eine Schwäche sind die leichten Bremsscheiben mit Aluminiumkern. Bei Nässe sind sie anfällig für Quietschgeräusche. Bei starken Bremsungen können sie anschließend leicht an den Belägen schleifen. Schwere Athleten sollten auf Vollstahlscheiben setzen, denn uneingeschränkt standfest ist die Sandwich-Konstruktion nicht.
Vor- und Nachteile
- Plus: sensibles Ansprechverhalten, viel Bremskraft bei starken Bremsungen
- Minus: empfindliche Scheiben, Quietschen bei Nässe
App & Zusatzfunktionen
Die Shimano-App zeigt sich nutzerfreundlich und bietet viel: Die Schaltung ist schnell gekoppelt, per Smartphone lassen sich dann die Schaltung einstellen, Knöpfe neu belegen oder Schaltautomatiken festlegen. Zusatzknöpfe auf dem Höcker der Schaltgriffe können mit Funktionen belegt werden, zum Beispiel für die Bedienung von Garmin- oder Wahoo-Computern.
Im Detail ist die Menüführung etwas umständlich, bietet aber mehr Individualisierungsoptionen als die Konkurrenz. Auch das optionale Powermeter (ca. 1.000 Euro) wird hier verwaltet, allerdings nur Ladezustand und Kalibrierung.
Vergleich Top-Gruppen
Im direkten Vergleich der Scheibenbremsen von Shimano Ultegra, Sram Force und Campagnolo Chorus zeigt sich, dass alle drei Systeme im Trockenen überzeugen und eine starke Bremskraft mit geringer Handkraft aufbauen. Bei Nässe bietet Shimano die höchste Bremsleistung, während Campagnolo etwas mehr Handkraft erfordert. Im Belastungstest zeigt sich, dass Sram die hitzebedingte Belastung am besten verkraftet, während Shimanos IceTech-Scheibe bei extremen Bedingungen an ihre Grenzen stoßen kann. Bezüglich des Belagverschleißes verschleißen Shimanos organische Resin-Beläge schneller als die der Konkurrenz.
Insgesamt überzeugt Srams Force in diesem Vergleich mit beeindruckender Bremskraft, geringem Verschleiß, kurzen Bremswegen und hoher Hitzeresistenz. Shimanos Ultegra bremst vor allem mit geringer Handkraft stark, zeigt aber Schwächen bei extremer Belastung und Verschleiß.
Unabhängig vom Bremssystem gilt: Lieber kurz und hart bremsen, keine Schleif- oder Dauerbremsungen! Und: Neue Beläge immer erst einbremsen!
Shimano Dura-Ace Di2 ST-R9270 DUAL CONTROL-Hebel
Die Shimano DURA-ACE Di2 ST-R9270 DUAL CONTROL-Hebel haben im Vergleich zum Vorgängermodell ein deutliches Plus an Ergonomie erfahren. Sie überzeugen mit toller Haptik und wirken qualitativ hochwertig. Die leicht nach außen gestellten Schalt-Bremshebel sind sowohl zum Schalten als auch zum Bremsen gut zu erreichen und lassen sich durch die Einstellung von Reach und Druckpunkt gut an die persönlichen Bedürfnisse anpassen. Die einzelnen Schaltwippen für das Hoch- bzw. Runterschalten sind bei der neuen DURA-ACE deutlich stärker voneinander abgegrenzt und lassen sich dadurch auch bei ruppiger Fahrbahn viel besser unterscheiden. Ein falscher Gangwechsel wird so unwahrscheinlicher.
Überzeugend ist auch das Griffgummi selbst. Es ist bei den ST-R9270 DUAL CONTROL-Hebeln sehr formstabil, lässt sich nicht verdrehen und findet seine Position auch nach dem Entlüften der Bremsen wieder.
Shimano DURA-ACE Di2 RD-R9250-Schaltwerk
Das Schaltwerk ist bei der neuesten Generation der japanischen Top-Gruppe DURA-ACE zum Herzstück des Systems avanciert. Hier befindet sich zukünftig neben der Junction-Box auch die Funkeinheit für Bluetooth und ANT+ sowie die Ladebuchse für den Akku, der Schaltwerk und Umwerfer speist.
Das Shimano DURA-ACE Di2 RD-R9250-Schaltwerk kann nun Kassetten bis zu 34 Z aufnehmen. Laut Shimano sollen die Schaltvorgänge am Schaltwerk um 58 % schneller vonstattengehen. Neben der Ladebuchse befindet sich am Shimano DURA-ACE Di2 RD-R9250 auch eine LED-Anzeige, die Auskunft über den Ladezustand des Akkus gibt und außerdem Infos liefert zur Verbindung zwischen STIs und Schaltwerk und zur Feinabstimmung des Bauteils.
Das neue Shimano DURA-ACE Di2 RD-R9250-Schaltwerk begeistert mit extrem schnellen, präzisen und trotzdem etwas weicheren Gangwechseln - besser geht es kaum!
Shimano DURA-ACE Di2 FD-R9250-Umwerfer
Auch beim Shimano DURA-ACE Di2 FD-R9250-Umwerfer gibt es sowohl optische als auch technische Neuerungen. Zuerst fällt auf, wie klein der Körper des Umwerfers geworden ist: Ganze 33 % geringer ist der frontale Querschnitt. Dadurch ist der Umwerfer nicht nur leichter geworden, auch sein Luftwiderstand soll kleiner geworden sein. Trotzdem schaltet man nun 45 % schneller.
Der Umwerfer der japanischen Top-Gruppe war aus Performance-Sicht schon vor dem Update seinen Konkurrenten von SRAM und Campagnolo überlegen. Seinen Vorsprung baut er in der jüngsten Ausbaustufe als FD-R9250 nochmals aus. Er schaltet unter allen Umständen absolut zuverlässig und wechselt die Gänge kraftvoll, schnell und akkurat.
Shimano DURA-ACE BR-R9270-Bremse
Die Japaner haben an vielen Stellschrauben gedreht, um die Performance der Shimano DURA-ACE BR-R9270-Bremse zu verbessern. Zunächst wurden in den STIs die sogenannten SERVO-WAVE-Module implementiert. Sie wirken vereinfacht gesagt wie ein Verstärker. Dadurch kann zusammen mit dem 13 % größeren Dosierbereich mehr Hydrauliköl in die Bremsleitung gedrückt werden. Das ermöglicht Shimano, die Bremsbeläge weiter von der Bremsscheibe zu entfernen - um 10 %.
Dazu kommen die neuen RT-MT900-Bremsscheiben, deren Verformung bei Wärme im Vergleich zum Vorgänger um stolze 66 % verringert worden sein soll. Die gewaltige Bremskraft wird in geübten Händen neue Abfahrts-KOMs ermöglichen.
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