Fahrradpedale sind ein unverzichtbarer Bestandteil jedes Fahrrads. Sie sind die Steigbügel unserer Drahtesel und sorgen für ein sicheres Fahrgefühl und einen starken Antrieb. Seit der Erfindung vor ungefähr 150 Jahren hat sich viel getan, und die einstigen Holzspulen sind kleinen High-Tech-Mechaniken gewichen.
Die Entwicklung der Fahrradpedale
Blockpedale waren lange Zeit der Standard. An den Tretkurbelenden der Rennräder waren lange Zeit Hakenpedale zu sehen. Mit Metallhaken, die den vorderen Teil des Schuhs umschließen, und einem Lederband, wird das Herausrutschen verhindert.
Klickpedale: Eine Weiterentwicklung
Eine Weiterentwicklung dieser Bauart stellen Klickpedale dar. Ein spezieller Schuh rastet in der Pedale ein, wodurch eine Kraftübertragung stattfindet. Cleats werden die Verbindungsplatten, aus Kunststoff oder Metall bestehend, genannt, die an der Schuhunterseite montiert werden. Der Schuh kann durch seitliches Drehen aus der Halterung gelöst werden. Jeder Hersteller verwendet hier sein eigenes System, somit ist unbedingt auf Kompatibilität zu achten.
Plattformpedale
Gefertigt aus einem gezackten Metallrahmen, bieten sie in Kombination mit Profilsohlen guten Grip. Wegen ihrer großen Grundflächen sind Plattformpedale populär bei Mountain-Bikern. Austauschbare Spikes auf beiden Seiten sorgen zusätzlich für Halt.
Materialien
Stahl und Stahllegierungen sind ein oft genutzter Werkstoff. Gerade für holprige Bergstrecken und bei hoher Belastung ist Robustheit gefragt. Wenn es hingegen mehr auf das Gewicht ankommt, dann sind Kunststoffe die bessere Wahl. Widerstandsfähigkeit und Leichtigkeit kombinieren Pedale aus Aluminium.
Shimano SPD-System
Das SPD-System von Shimano feiert dieses Jahr seinen 30. Geburtstag und ist mit Abstand das verbreitetste Klick-System am Markt. Während Shimano in den letzten Jahren die Trail-Pedale mit kleinem Käfig mehrfach erneuerte, mussten Gravity-Fahrer mit dem uralten DX-Pedal vorlieb nehmen.
Shimano Saint PD-M820
Der Grundaufbau des Saint PD-M820 ähnelt dem ebenfalls getesteten XT PD-M8020, es ist jedoch um einiges größer. Im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder verfügt das Saint-Pedal über auswechselbare Pins, deren Höhen sich über Unterlegscheiben anpassen lassen. Der Käfig ist hinten höher als vorne, was dazu führt, dass er im eingeklickten Zustand nur hinten am Schuh anliegt. Die Fläche um den Klick-Mechanismus ist jedoch deutlich größer als bei anderen Shimano-Pedalen und sorgt damit auch ohne den Käfig für einen stabilen Stand.
Der Klick-Mechanismus überzeugt mit der Shimano-typischen Präzision und lässt sich sowohl von hinten als auch von oben leicht einklicken. In der Praxis kann das SPD-System vor allem durch seine Einfachheit punkten. Die hohe Schuh-Kompatibilität und weltweite Verbreitung machen Shimanos Klick-Pedale zur ersten Wahl für Weltenbummler, denn passende Ersatz-Cleats gibt es wohl in jedem Bikeshop der Welt. Außerdem erweisen sich die Saint PD-M820 in unserem Test als äußerst zuverlässig, auch nach einem halben Jahr starker Beanspruchung haben wir keine nennenswerten Verschleißerscheinungen bemängeln können.
Das Shimano Saint PD-M820 ist das beste SPD-Pedal am Markt und kann uns mit seiner Einfachheit und Haltbarkeit voll überzeugen.
Alternative: DMR V-Twin
Das DMR V-Twin wirkt neben den anderen Pedalen im Test wie ein Monstertruck beim Cabrio-Treffen. Es ist nicht nur das größte und schwerste Pedal in diesem Vergleich, sondern auch das teuerste. Wer das DMR jetzt vorschnell abschreibt, tut ihm jedoch Unrecht, denn es verfügt über ein klares Alleinstellungsmerkmal: Der riesige Käfig bietet mit Abstand die größte Standfläche aller getesteten Pedale.
Während der Käfig bei den meisten Pedalen kaum mit den Schuhen Kontakt hat, liegen die DMR V-Twin satt an der Sohle an. Erstens lässt sich die Plattform des V-Twin über Spacer anpassen und damit genau auf die Höhe der Sohle einstellen. Zweitens ist der Klick-Mechanismus beweglich und gefedert gelagert und zieht den Schuh beim Einklicken quasi ans Pedal, wie beim legendären Shimano DX-Pedal.
Das Setup ist zwar zunächst etwas fummelig, hat man aber die passende Einstellung für den eigenen Schuh gefunden, steht man auf dem DMR wie auf einem guten Plattformpedal. Auf dem Trail führt dieses eigenständige Design zu einem völlig anderen Fahrgefühl als mit allen anderen Pedalen. Fährt man das DMR V-Twin mit den optionalen Pins, ist der Fuß wie festgeklebt. Das sorgt zwar für einen sehr stabilen Stand, allerdings lässt sich der Fuß dann auch nicht mehr in Kurven eindrehen und das Ausklicken wird etwas erschwert.
Das Ein- und Ausklicken gelingt trotz des beweglichen Mechanismus nicht ganz so intuitiv wie wir es von anderen SPD-Pedalen gewohnt sind und erfordert eine längere Eingewöhnungszeit. Die DMR V-Twin sind die klaren Außenseiter in diesem Test, wer jedoch auf der Suche nach maximalem Grip und einer großen Standfläche ist, sollte die Pedale unbedingt auf der Liste haben.
Versandinformationen
Alle Fahrräder werden in einer TÜV-zertifizierten Qualitätswerkstatt durch ausgebildete Zweirad-Mechaniker vor dem Versand komplett montiert, Probe gefahren und verpackt. Der Versand erfolgt per Versanddienstleister/Spedition.
Versandmöglichkeiten
- Quickversand: Vormontiert/Unmontiert bedeutet, dass das Rad so ist, wie es an uns ab Werk / vom Hersteller geliefert wird. Erste Einstellarbeiten sowie die Vormontage sind teilweise bereits ab Werk /Hersteller vorgenommen worden. Eine Schaltungs- und Bremsjustage sowie das Nachziehen der Schraubverbindungen ist nicht einbezogen. Teilweise (z.B. bei Mountainbikes, Cross- und Jugendrädern) wird das vordere Laufrad und je nach Hersteller der Lenker separat verpackt und beigelegt. Die Übergabe an den Versanddienstleister liegt hier in der Regel bei 24-48 Stunden an Werktagen.
- Standard Versand: Auslieferung über Hermes, Lieferzeit innerhalb Deutschlands in der Regel 3-6 Werktage nach Versand. Das Vorderrad kann im ausgebauten Zustand mitgeliefert werden. Darüber hinaus müssen lediglich die Pedale angeschraubt und der Lenker geradegestellt werden.
- Premium Versand: Lieferung per Speditionen GEL, Möglichkeit zur Vereinbarung eines individuellen Liefertermins. Das Bike kann vollständig (ohne dass das Vorderrad ausgebaut werden muss) im Karton verpackt werden. Es müssen nur noch die Pedale angeschraubt und der Lenker geradegestellt werden. Die Zustellzeit variiert in der Regel zwischen 1-3 Werktagen nach Versand.
Der Premium Versand bietet eine kürzere und genauere Lieferzeit. Zudem ist das Rad sofort startklar, sobald du den Lenker geradegestellt und die Pedale eingedreht hast.
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