Shimano Nabendynamo Stecker richtig anschließen: Eine ausführliche Anleitung

Wenn Sie an Ihrem Fahrrad mit Nabendynamo einen defekten Frontscheinwerfer austauschen oder erstmals eine Frontleuchte montieren, ist dies einfacher und schneller durchgeführt, als der Austausch des Rücklichts. Es gilt, die Lampe am Fahrrad zu montieren und das Lichtkabel am Nabendynamo anzuschließen.

Verkabelung der Fahrradbeleuchtung

Aktuelle Frontscheinwerfermodelle für Fahrräder bringen Ihr Verbindungskabel zum Nabendynamo gleich mit. Entweder ist dieses bereits fest mit der Lampe verbunden oder es liegt der Lampe bei und muss mit den Flachsteckern mit der Fahrradlampe verbunden werden.

Achten Sie bei der gesamten Verkabelung der Fahrradbeleuchtung auf die richtige Polung. Alle doppeladrigen Lichtkabel weisen eine schwarze und eine schwarz-weiße Ader auf. Das schwarz-weiße Kabel dient immer dem Masseanschluss. Alle Einzelkomponenten der Beleuchtung weisen an Ihren Anschlüssen und Steckern entsprechende Symbole auf.

Die stromführende Ader ist immer mit einem Plus-Symbol (+) gekennzeichnet. Der Minuspol, also der Masseanschluss, ist in der Regel mit einem Minuszeichen oder mit 2 anderen Symbolen (das eine erinnert an ein schräg-gestelltes "m" oder es zeigt 3 Striche übereinander die nach unten hin immer kleiner werden) versehen. Verbinden Sie also immer Minus (Masse) mit Minus und Plus mit Plus.

Montage der Frontlampe und Verlegung des Lichtkabels

Bringen Sie die Frontlampe entsprechend der Angaben des Herstellers an Ihrem Fahrrad an. Führen Sie das Lichtkabel von der Frontlampe an der Gabel herunter bis zum Nabendynamo. Sichern Sie das Stromkabel an der Gabel mit Kabelbindern oder Isolierband. So kann es nicht verrutschen und ist gegen Beschädigungen und Abreißen besser geschützt.

Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, können Sie das empfindliche Lichtkabel auch durch einen dünnen Isolierschlauch schieben und dieses dann wiederum mit Klebeband oder Kabelbindern an der Gabel sichern.

Anschluss des Lichtkabels am Nabendynamo

Jetzt muss noch das andere Ende des doppeladrigen Lichtkabels der Frontlampe mit dem Nabendynamo verbunden werden. Leider gibt es bei den Anschlüssen der Nabendynamos, je nach Hersteller, verschiedene Stecker und Verbindungen, die sich bei den bekannten Markenherstellern (Shimano, Shutter Precision etc.) aber doch sehr ähneln.

Dem Nabendynamo liegt im Lieferumfang ein Verbindungsstück bei. Drücken Sie mit einem Schraubenzieher in die kleine Lasche, um das Innenteil aus dem Stecker zu holen. Dann werden die abisolierten Enden (ca. 1,5 cm) des Lichtkabels durch die Löcher des Einsatzes geschoben und dieser dann wieder in den Anschluss gesteckt. Achten Sie unbedingt auf die richtige Polung (Masse-Symbol).

Ganz ähnliche Stecker verwenden übrigens SRAM, Shutter Precision und Supernova. Nur die SON-Nabendynamos verwenden ein anderes System.

Testfahrt

Führen Sie abschließend eine Testfahrt mit dem Bike durch und betätigen den Schalter am Frontscheinwerfer. Die Lampe sollte nun leuchten.

Was tun, wenn die Verkabelung neu verlegt werden muss?

Generell gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder, man verlegt zwei Kabel. Es wird also ein Doppelkabel vom Dynamo zum Scheinwerfer gelegt und ein weiteres Doppelkabel von zwei Anschlüssen des Scheinwerfers zum Rücklicht.

Jeder Scheinwerfer der für Nabendynamos geeignet ist, besitzt diese zusätzlichen Anschlüsse für das Rücklicht. Auch wenn ein Dynamo Wechselstrom liefert, sollte man die Polarität beachten. Denn teilweise ist sowohl die Masse des Nabendynamos als auch die Masse des Scheinwerfers mit dem Rahmen verbunden.

Ein Doppelkabel besteht i.d.R. aus einem schwarzen und einem schwarz-weißen Kabel. An Dynamo, Scheinwerfer und Rücklicht muss man nun natürlich wissen, welcher Anschluss der Masseanschluss ist.

Verlegung des Kabels

Zunächst wird man das Kabel irgendwo am Rahmen entlang verlegen müssen. Der kürzeste Weg wäre entlang des Oberrohrs. Das ist jedoch eher nicht empfehlenswert, da das Kabel dort besonders anfällig gegenüber Beschädigungen ist. Eine Möglichkeit ist es auch, das Kabel auf der kompletten Länge mit Isolierband zu überkleben.

Wesentlich eleganter, aber auch aufwändiger ist es, das Kabel im Rahmen zu verlegen. Das geht allerdings nur, wenn entsprechende Bohrungen im Rahmen vorhanden sind. Die Schwierigkeit ist dann, das Kabel hier hindurch zu bekommen.

Nun wird das Kabel an der Gabel bis zum Nabendynamo verlegt. Damit das Kabel auch an der Gabel bleibt, wird es dort in regelmäßigen Abständen befestigt. Meistens werden dazu Kabelbinder verwendet. Wenn man das ganze nun noch etwas robuster machen möchte, kann man auch zusätzlich einen Isolierschlauch bzw. Bougierrohr (ca. 5-6 mm Durchmesser) verwenden. Durch dieses schiebt man das Scheinwerferkabel hindurch und befestigt es dann, ebenfalls mit Kabelbindern oder Isolierband, am Rahmen.

Anschluss am Rücklicht

Vom Tretlager bis zur Nabe und dort an einer Gepäckträgerstrebe bis zum Rücklicht nach oben. Auch hier erfolgt die Befestigung wieder mit Kabelbindern oder Isolierband. Wenn man zusätzlichen Isolierschlauch verwenden will, um das Ganze robuster zu machen, lohnt es sich hier übrigens besonders.

Nun ist man also am Rücklicht angelangt und fast fertig. Jetzt kommt es darauf an, ob man die blanken Kabelenden sinnvoll am Rücklicht befestigen kann oder nicht. Manche Rücklichter sehen dafür verschiedene Klemmkontakte vor, andere aber auch nicht.

Wenn nicht, dann werden sich wohl auch hier 2,8 mm Flachstecker befinden. Man kommt dann leider nicht drum herum, am Kabelende noch zwei 2,8 mm Flachsteckhülsen zu montieren.

Flachsteckhülsen montieren

Möglicherweise muss man bei der Montage der Fahrradbeleuchtung Flachsteckhülsen an einem Kabel montieren. Wenn man ein Kabel mit bereits montierten Flachsteckhülsen verwendet, erspart man sich etwas Arbeit. Kabel ca. 5 mm abisolieren.

Kabel in den Kabelschuh legen, die vorderen Flügel müssen über dem abisolierten Teil liegen, die hinteren Flügel über der Isolierung. Mit einer Crimpzange schließen. ein kurzes Stück Schrumpfschlauch über den Stecker legen und durch Wärmezufuhr schrumpfen.

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