Shimano Felgenbremse: Test, Tipps und Informationen

Die Fahrradbremse ist das wichtigste Sicherheitsbauteil am Fahrrad. Damit die Bremse zuverlässig funktioniert und das Fahrrad bei normalen Bremsvorgängen aber auch bei Gefahrenbremsungen zum Stillstand bringt, sollten die Bremsbeläge und die Bremsen Hand in Hand arbeiten. Im Bremsbelag Test schauen wir uns Fahrrad Bremsbeläge genauer an und stellen Unterschiede heraus, die auch 2025 wichtig sind.

Grundlagen von Felgenbremsen

Grundsätzlich unterscheiden wir in diesem Beitrag zwischen zwei der verschiedenen Arten von Fahrradbremsen: Felgenbremsen (V-Brakes, Seitenzugbremsen, Cantilever-Bremsen) und Scheibenbremsen. Beide Bremsarten haben Bremsbeläge, die von außen sichtbar sind und bei denen man den Verschleiß optisch erblicken kann. Die klassische Felgenbremse ist dabei oftmals die einfachere Variante, wenn es um den Austausch von Bremsbelägen geht. Der Austausch von Bremsschuhen bei V-Brakes ist oftmals auf für Laien umsetzbar.

Werden die Bremsschuhe oder Bremsbeläge erneuert, so sind immer beide Seiten auszutauschen. Selbst wenn der Verschleiß einseitig stärker sein mag, sollten beide Bremsbeläge aus dem selben Material bestehen und den selben Härtegrad aufweisen. An dieser Stelle der Hinweis, ist ein Bremsbelag merklich stärker abgenutzt, ist die Bremse evtl. nicht korrekt eingestellt oder Defekt. Es sollte, sofern der Mangel nicht selbst erkannt und behoben werden kann, ein Fachmann konsultiert werden.

Es kann bei den Bremsbelägen ebenfalls eine „linke“ und eine „rechte“ Seite geben. Wird dies auf dem Belag angegeben, ist darauf zu achten, dass dies bei der Montage und dem Wechsel beachtet wird. Die meisten Bremsschuhe weisen eine leichte Krümmung auf und signalisieren damit ein „Oben“ und „Unten“, diese Krümmung wird bei der Montage an die Rundung der Felge angelegt. Passen die Rundungen zusammen, sind die Bremsbeläge korrekt positioniert.

Ähnlich wie es bei Fahrradreifen der Fall ist, können Bremsbeläge auch einen unterschiedlichen Härtegrad aufweisen. Alleine durch Temperaturunterschiede können die Materialien im Winter wesentlich härter sein als im Sommer. Die Bremswirkung wird bei der Felgenbremse durch Reibung ausgelöst. Je nach Reibungswiderstand hält das Rad schneller oder nicht so schnell an. Verringert sich die Reibung, dauert ein Bremsvorgang bei sonst gleichen Bedingungen, länger. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die Bremsschuhe exakt auf der Felge sitzen und mit der gesamten Fläche die Felge berühren.

Materialien und Eigenschaften von Bremsbelägen

Auch Das Material für die Bremsschuhe für die Felgenbremse, V-Brake oder U-Brake kann unterschiedlich hart sein. Auch hier kommt auf die eigenen Bedürfnissen und Ansprüchen an, dazu spielt jedoch das Material der Felge ebenfalls eine Rolle. Nicht jeder Bremsschuh ist für Stahl und Aluminiumfelgen geeignet. Hier gilt es die Beschreibung zu lesen. Bremsschuhe mit unterschiedlichen Materialien sollen verschiedene Eigenschaften miteinander kombinieren. So können die Klötze aus weichem und hartem Material bestehen. Maserungen oder Schlitze können dafür sorgen, dass Feuchtigkeit beim Anpressen der Klötze an die Felge, verdrängt werden kann und der Bremsschuh nicht auf einem Wasserbett gleitet.

Abnutzung und Wartung

Der Verschleiß ist bei Felgenbremsen oft besser zu sehen als bei Scheibenbremsen. Da das Prinzip von Bremsen denkbar einfach ist, bleibt es nicht aus, dass die Bremsbeläge abnutzen. Durch mechanische Kraft wird ein Material an das andere Gedrückt. Durch die entstehende Reibung wird ein Abbremsen verursacht. Je dreckiger die Felge und der Bremsbelag ist, umso mehr Material wird dabei von der Felge und von dem Bremsbelag gerieben. Der Bremsbelag sollte daher auch immer weicher als das Material der Felge sein, dies ist wiederum der Grund, wieso nicht alle Bremsschuhe gleichermaßen für jede Felge geeignet ist. Verschmutze Felgen und Bremsen sollten regelmäßig gereinigt und von Dreck und Öl befreit werden.

Shimano Bremsen für E-Bikes

Höchste Achtung ist bei Shimano Bremsen geboten, denn diese können im Zweifel zwischen Leben und Tod entscheiden. Doch was macht eine gute Bremse aus? In diesem Ratgeber erfahren Sie worauf es bei einer Shimano Bremse fürs E-Bike ankommt und welche Modelle empfehlenswert sind.

Den Bremsen wird beim Kauf von einem E-Bike häufig nur wenig Beachtung geschenkt. Viele Käufer lassen sich von vermeintlich hochwertigen Motoren und unrealistischen Reichweitenangaben blenden. Die Shimano Bremsen werden beim Kauf nur mit wenigen Blicken gecheckt. Häufig wird den Angeboten im Internet mit „hochwertigen Shimano Scheibenbremsen“ geworben. Der normale Kunde nimmt dies so zur Kenntnisse und glaubt, dass diese Bremsen grundsätzlich immer sehr gut sind.

Dass es bei den Scheibenbremsen jedoch große und signifikante Unterschiede gibt, wird von den meisten Herstellern verschwiegen. In diesem Artikel erfahren Sie alles was Sie über die Shimano Bremsen wissen müssen und wie Sie die unterschiedlichen Modelle erkennen können.

Welche Bremssysteme werden bei E-Bikes verbaut?

Da es sich bei den E-Bikes fast ausschließlich um sehr neue Modelle handelt, werden natürlich keine alten Bremssysteme wie etwa der Band- oder Trommelbremse verbaut. Die meisten E-Bikes sind mit Felgenbremsen oder Scheibenbremsen ausgestattet. Diese unterscheiden sich jeweils nochmal in mechanische und hydraulische Modelle. Grundsätzlich sind immer die hydraulischen Shimano Bremsen den mechanischen Shimano Bremsen vorzuziehen.

Einfach gesagt wäre die Reihenfolge von schlechter bis besser:

  • mechanische Felgenbremsen
  • mechanische Scheibenbremsen
  • hydraulische Felgenbremsen
  • hydraulische Scheibenbremsen

Außerdem gibt es natürlich auch noch einige Modelle, welche mit einer Rücktrittbremse ausgestattet sind. Dies ist häufig bei den beliebten City E-Bikes für die Stadt der Fall.

Mechanische Shimano Bremsen

Die mechanischen Bremsen werden mit einem klassischen Seilzug betätigt. Diese Technik wird bei Fahrrädern bereits seit mehreren Jahrzehnten eingesetzt und gilt als grundsolide. Allerdings gibt es einige Nachteile, welche sich besonders bei den schweren und schnellen E-Bikes bemerkbar machen. Die mechanischen Bremsen benötigen hohe Bedienkräfte und besitzen damit in der Regel längere Bremswegr als die hydraulischen Bremsen.

Außerdem muss mit zunehmenden Verschleiß der Bremsbeläge auch regelmäßig die Bremse nachgestellt werden, da der Betätigungsweg des Bremshebels sonst immer länger wird. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass diese einfache Technik auch für Laien einfach zu verstehen ist, sodass kleine Reparaturen ohne Spezialwerkzeuge in Eigenregie durchgeführt werden können.

Hydraulische Shimano Bremsen

Bei den hydraulischen Shimano Bremsen wird statt einem Seilzug eine spezielle Bremsflüssigkeit als Übertragungsmedium verwendet. Die hydraulischen Bremsen wurden erstmals bei den Mountainbikes serienmäßig verbaut und ähneln dem Prinzip einer Auto- bzw. Motorradbremsen. Der große Vorteil bei dieser Art von Shimano Bremse ist, dass nur sehr geringe Betätigungskräfte notwendig sind, um eine maximale Verzögerung zu erreichen.

Für ungeübte Fahrer stellt das Bremsen mit einer hydraulische Bremsen eine kurze Umgewöhnungsphase mit sich. Im Anschluss wird man jedoch mit einem deutlich besseren Fahrgefühl und einer besseren Dosierbarkeit der Bremskraft entschädigt. Als Nachteil muss jedoch erwähnt werden, dass für die Wartung und Reparatur von hydraulischen Bremsen spezielle Werkzeuge benötigt werden.

Shimano: Scheibenbremsen oder Felgenbremsen?

Ich persönliche rate sowohl bei den E-Mountainbikes als auch bei einem City und Trekking E-Bike immer zu hydraulischen Shimano Scheibenbremsen. Scheibenbremsen bieten eine bessere Dosierbarkeit, sind weniger Wartungsintensiv und bieten meistens auch eine bessere Bremskraft. Bei den Felgenbremsen gibt es darüberhinaus das Problem, dass die Bremskraft dieser Modelle stark von der Witterung abhängig sind. Bei Regen etwa wird die Bremskraft von Felgenbremsen starkt beeinträchtigt.

Natürlich spiegelt sich dies auch im Kaufpreis des E-Bikes wieder und so sind die Modelle mit hydraulischen Scheibenbremsen meistens auch etwas teurer, als die Modelle mit Felgenbremsen.

Fahrradbremse Vergleich 2025

Die besten Fahrradbremsen: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.

Shimano Deore Fahrradbremse

Die Deore Bremsanlagen von Shimano überzeugen mit hervorragender Bremsleistung. Beim Vergleich mit anderen Bremsen für Fahrräder sticht dieses Modell heraus. Wie unsere Tabelle zeigt, beträgt das Gewicht 240 g und das Material ist Aluminium.

Boao Fahrradbremsen-Set

Das Boao-Fahrradbremsen-Set überzeugt in unserem Vergleich mit einer hervorragenden Bremsleistung. In dem Set sind Bremsen für sowohl Vorder- als auch Hinterrad enthalten. Das Gewicht der Bremsen ist dafür recht hoch. Dennoch gute Bremsen für alle, denen Sicherheit wichtig ist.

CNC Fahrradbremse

Das CNC-Fahrradbremsen-Set können wir allen empfehlen, die eine hochwertige und zuverlässige Bremse für ihr Citybike suchen. Die Bremse ist aus einer leichtgewichtigen Aluminiumlegierung gefertigt und bietet eine hohe Haltbarkeit. Sie ist zudem einfach zu installieren und hat uns in unserem Fahrradbremsen-Vergleich durch ihre zuverlässige Bremsleistung überzeugt. Das mittelpreisige Modell ist außerdem in mehreren Farbvarianten erhältlich.

Libershine Fahrrad Bremsen Set

Das Komplett-Set Fahrradbremse von Libershine enthält alle Materialien sowie Werkzeug, um eine Vorder- sowie Hinterbremse einzubauen. Preislich orientiert sich das Set im unteren Bereich unseres Vergleichs. Uns gefiel vor allem, dass für die Fertigung der Teile eine hochwertige Aluminiumlegierung verwendet wird.

Chooee Fahrrad V Bremse

In den mittleren Preisbereich unseres Vergleichs ordnet sich das V-Brake Bremsen-Set von Chooee ein. Uns überzeugte vor allem die laut Kundenmeinungen besonders gute Bremsleistung und dass die Federspannung einfach einzustellen ist.

Promax Fahrradbremse

Das V-Brake Bremsen-Set für Fahrräder von Promax liegt im unteren Preisbereich unseres Vergleichs. Uns gefiel zum einen die hervorragende Bremswirkung und zum anderen das vergleichsweise geringe Eigengewicht von nur 480 g.

P4B Fahrradbremse

Die vielseitig anpassbare P4B-Fahrradbremse aus galvanisiertem Stahl ist als komplettes Fahrradbremsen-Set erhältlich, das sich in unserem Fahrradbremsen-Vergleich durch eine sehr robuste und langlebige Ausführung auszeichnet. Das Produkt ist zwar vergleichsweise teuer, doch bietet es gleich zwei Bremsen, eine für das Vorderrad und eine fürs Hinterrad. Wir empfehlen dieses Set für alle herkömmlichen Fahrradtypen.

Shimano BR-T4000

Die Fahrradbremse BR-T4000 V-Brake von Shimano besteht aus Aluminium. Wir mögen, dass die Federspannung einfach einstellbar ist. Zudem ist sie günstig im Vergleich zu vielen ähnlichen...

Tabelle: Fahrradbremse Vergleich

Modell Geeignet für Länge Material Vorteile
Shimano Deore Fahrradbremse Stadträder 120 mm Aluminium Hervorragende Bremsleistung, geringes Gewicht
Boao Fahrradbremsen-Set Stadträder 110 mm Aluminium Hervorragende Bremsleistung, Set inkl. Bremshebeln
CNC Fahrradbremse Mountainbikes, Stadträder 110 mm Aluminiumlegierung Federspannung einfach einstellbar, besonders großer Bremsbelag
Libershine Fahrrad Bremsen Set Stadträder, Mountainbikes 101 mm Aluminium Hochwertige Aluminiumlegierung, komplettes Set, langlebig
Chooee Fahrrad V Bremse Mountainbikes, Stadträder, Kinderräder 110 mm Aluminium Gute Bremsleistung, Federspannung einfach einstellbar, breite Anwendbarkeit
Promax Fahrradbremse Mountainbikes, Stadträder 110 mm galvanisierter Stahl Hervorragende Bremsleistung, zwei Bremsen für Vorder- und Hinterrad
P4B Fahrradbremse Stadträder 110 mm Aluminium Set inkl. Bremshebeln, Bremshebel per Schrauben an Fingerlänge anpassbar
Shimano BR-T4000 Mountainbikes, Stadträder 107 mm Aluminium Einfach einstellbare Federspannung

Felgenbremsen: Ein Auslaufmodell?

Unter Rennradfahrern ist es die Stammtischfrage schlechthin: Felgen- oder Scheibenbremse? "Innovation und Fortschritt", jubeln die einen, "Teufelszeug und Kulturbruch", wettern die anderen. Gegenstand heißer Diskussionen: Felgen- oder Scheibenbremse?

"Im Nachrüstmarkt sind Felgenbrems-Laufräder immer noch ein großes Thema", betont jedoch Christian Brumen, Category Manager Dropbar bei Rose. Und Freunde der klassischen Radverzögerung müssen nicht verzagen: Wer dem eigenen Felgenbrems-Renner mit neuen Laufrädern frischen Schwung verleihen will, findet derzeit noch eine große Auswahl an Produkten.

Interessanter Nebeneffekt der vorliegenden, 20 Produkte umfassenden Leistungsschau verschiedener Preisklassen: Auf einen Blick lässt sich erkennen, wie und wo sich höhere Preise bemerkbar machen. Die Erkenntnisse: Die vier getesteten High-End-Laufradsätze um 2000 Euro kommen ausschließlich mit Carbon-Felgen, überzeugen mit top Steifigkeitswerten und liefern mehrheitlich Spitzenwerte, was Gewicht und Trägheitsmessungen angeht - also jenen Aspekten, die auf das Fahrerlebnis einzahlen, etwa durch leichtfüßige Beschleunigung. Teurer bedeutet hier also tatsächlich auch besser.

Gleichzeitig gilt aber auch: Die besten Vertreter der Preisklasse um 1000 Euro bleiben auf Schlagdistanz - egal, ob sie mit Carbon- oder Alu-Felgen aufgebaut sind. Und selbst die Modelle um 600 Euro, die ausschließlich auf Alu-Felgen setzen, schlagen sich wacker. Das heißt: Freunde von Felgenbrems-Laufrädern finden aktuell noch viele überzeugende Produkte - selbst wenn es die letzten ihrer Art sein sollten.

Test von Felgenbrems-Laufrädern

20 Modelle hat ROADBIKE für diesen Artikel in Labor und Praxis getestet - in drei Preiskategorien: um 600 Euro, um 1000 Euro und um 2000 Euro. Das Testfeld setzt sich aus alten Bekannten und Newcomern zusammen, wobei eins auffällt: Neu entwickelte Felgenbrems-Laufräder in den beiden günstigeren Preiskategorien waren nicht zu kriegen - hier findet offenbar keine Entwicklung mehr statt. Also wurden für die Preisbereiche um 600 und um 1000 Euro bekannte und teils schon länger am Markt befindliche Modelle getestet.

Wenn überhaupt noch wirklich neue Laufradmodelle für Felgenbremsen auf den Markt kommen, geschieht dies offenbar "nur" noch im im hochpreisigen Sektor. Und selbst da wird nicht alles komplett neu entwickelt, sondern adaptiert: "Felgenbrems-Laufräder profitieren von den technischen Erkenntnissen und Fortschritten aus der Disc-Laufradentwicklung", erklärt Alex Gebert, Produktmanager bei Giant.

Aero-Optimierung, Carbon-Speichen, Hookless-Felgen - all das übernimmt zum Beispiel der getestete Cadex-Laufradsatz von seinem Schwesterprodukt für Scheibenbremsen. Zwar wird manchem überzeugten Felgenbrems-Fan das Herz bluten angesichts der Tatsache, dass Felgenbrems-Laufräder den Herstellern nur noch in Ausnahmefällen die Entwicklungskosten wert sind, hervorragende Produkte findet er/sie trotzdem noch.

Testergebnisse der Laufräder um 2000 Euro

Cadex 42 Tubeless (Testsieger)

Cadex 42 Tubeless begeisternde Laborwerte Messerspeichen aus Carbon teuer, eingeschränkte Reifenwahl. Im Labor begeistern die 42 Tubeless mit hohen Steifigkeitswerten und extremem Leichtgewicht. In der Praxis gefallen die gute Beschleunigung und die tolle Bremspower, allerdings bringt Seitenwind schnell Unruhe ins Fahrwerk. Die hakenlose Felge schränkt die Reifenauswahl stark ein, der sehr laute Freilauf ist Geschmackssache. Fazit: Cadex’ teures Erstlingswerk legt beeindruckende Laborwerte hin. In der Praxis trüben kleine Details die Freude.

Rose RC Fifty Carbon (Preis-Leistungs-Tipp)

Rose FC Fifty Carbon toller Fahreindruck sehr viel Leistung fürs Geld. Ähnlich wie sein Disc-Pedant überzeugt es auf der Straße mit spritzigem Antritt dank Fliegengewicht, großer Lenkpräzision und hoher Fahrstabilität. Vor allem aber hält das RC Fifty Carbon hohes Tempo beeindruckend leicht - womöglich der Aero-Vorteil der höchsten Felge im Test. Auch die Bremspower der SwissStopp-Beläge stimmt. Fazit: Spritzig, agil, schnell: Zum vergleichsweise attraktiven Preis schnürt Rose ein tolles Paket.

Campagnolo Bora WTO 33

Campagnolo Bora WTO 33 leicht, steif, schnell tolle Bremsleistung, aber... ...lautes Pfeifen beim Bremsen. Mit knapp über 1400 Gramm Set-Gewicht gefällt der Satz aber auch als Gipfelstürmer, der im Labor bei Steifigkeits- und Trägheitsmessungen fleißig Punkte sammelt. Auf der Straße gefallen die quirlige Beschleunigung und die sehr präzise Lenkung, auch die Bremspower beeindruckt. Geschmackssache ist dabei aber das sehr laute Pfeifgeräusch beim Bremsen, die aufgeraute Flanke sorgt zudem für ordentlichen Belagverschleiß. Fazit: Die flinken Bora WTO 33 sind nicht nur für Campa-Fans eine Empfehlung, bremsen allerdings recht laut.

DT Swiss PRC 1400 Spline 35

DT Swiss PRC 1400 Spline 35 toller Fahreindruck Garantie- und Crash-Replacement-Bestimmungen niedrigstes Gewichtslimit im Vergleich. Auf der Straße gefällt es mit einem sehr ausgewogenen Fahreindruck: Die Beschleunigung ist sehr gut, die Lenkung extrem präzise, hohes Tempo hält das Set ausgesprochen willig, die Bremspower ist hoch. Fazit: Macht Spaß: Das PRC 1400 von DT Swiss ist vielseitig und schnell. Im Labor sammeln andere mehr Punkte.

Testergebnisse der Laufräder um 1000 Euro

Easton EA90 SL (Testsieger)

Easton EA90 SL leicht, steif, komfortabel tolles Bremsverhalten kein Gewichtslimit. Im Sattel begeistern die EA90 SL mit sattem Vortrieb und spritziger Beschleunigung, das Lenkverhalten ist wendig-agil und zugleich absolut präzise. Dank breit bauender Reifen stimmt auch der Komfort. Fazit: Leicht, steif, komfortabel - Eastons EA 90 SL überzeugt auf ganzer Linie. Auch als Tipp für schwere Piloten.

Mavic Ksyrium Pro UST (Preis-Leistungs-Tipp)

Mavic Ksyrium Pro UST sehr leicht und sportlich großer Lieferumfang mit Tubeless-Vollausstattung geringste Torsionssteifgkeit. So wie das Ksyrium Pro UST, dessen Beschleunigung und Agilität dem Fahrer ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert. Den Preis-Leistungs-Tipp sicherten sich die Franzosen durch den großen Lieferumfang mit Tubeless-Vollausstattung: Reifen und Ventile sind schon montiert, nur Dichtmilch einfüllen und ab dafür. Fazit: Findet Mavic nach unternehmerischen Querelen zurück in die Spur? Produktseitig spricht nichts dagegen.

DT Swiss PR 1400 Dicut Oxic 21

DT Swiss PR 1400 Dicut Oxic 21 leicht , steif, schnell dauerhaft schwarze Bremsflanke etwas schwächere Bremsleistung bei Nässe. Alu-Flanken verlieren aber oft ihre Farbe. Nicht so die Oxic-Modelle von DT Swiss mit elektrochemischer Keramikbeschichtung. Die Bremswirkung ist hoch, setzt bei Nässe aber verzögert ein - der einzige Kritikpunkt. Fazit: Der DT-Satz überzeugt in Labor und Praxis, dank dauerhaft schwarzer Bremsflanke gibt’s auch was fürs Auge.

Die Magura HS22 EVO2 Easy Mount

Willkommen liebe Speedfreaks und Heizer, liebe Raser und Adrenalinjunkies! Bitte seid nicht traurig, dieses Mal gibt es wieder nichts für euch. Es ist Zeit für eine weitere Ausgabe der Reihe „Dirks Helden des Alltags“. Hier gibt es keine Hyper-Extrem-Turboparts, sondern Komponenten, die unaufgeregt halten und funktionieren. Heute: Maguras hydraulische Felgenbremse HS 22 EVO02 Easy Mount.

Hydraulische Bremse Sinnvoller Sonderling

Die Magura HS 22 hat ihre eigenen Vorteile, die sie sowohl von mechanischen Felgenbremsen als auch von Scheibenbremsen abheben. Jeder, der den salzig-nassen deutschen Winter durchradelt, kann sicher Geschichten von gammeligen und schwergängigen Bowdenzügen erzählen. Natürlich lässt sich das mit regelmäßiger Pflege und Wartung unterbinden. Doch gerade beim Rad für den täglichen Weg zur Arbeit ist es sehr angenehm, wenn man es abends einfach ohne weiteren Aufwand im Keller abstellen kann. Wochenendkampfmaschinen und Rennvollblüter hegen und hätscheln wir gern stundenlang, unser wöchentliches Arbeitstier soll bitteschön einfach und klaglos funktionieren.

Scheibenbremsen sind wesentlich unanfälliger gegenüber den Unbilden der Witterung, doch bringen sie ihre eigenen Probleme mit sich. Für maximale Bremspower ist der Spalt zwischen den Bremsbelägen wenige Millimeter schmal, so dass die saubere und schleiffreie Montage gerade für Gelegenheitsschrauber schnell zur Geduldsprobe wird. Auch der Laufradwechsel erfordert mehr Geschick und Vorsicht, will man die Scheibe ohne Anecken und Verkanten einfädeln.

Nahezu Wartungsfrei

Die Magura HS 22 löst beide Probleme mit einem Schlag: Als geschlossene Hydraulikanlage ist sie nahezu wartungsfrei, und Montage bzw. Radwechsel sind einfacher als bei hydraulischen Scheibenbremsen oder mechanischen Systemen.

Montage

Zunächst entferne man gammelige Bowdenzüge samt montierter Felgenbremse. Je nach Art und Position des Gepäckträgers muss dieser ggf. auch etwas abgerückt werden. Danach kommen Distanzscheiben und EVO02 Adapter auf die Cantisockel, und die SSP Schraube wird eingedreht. Als Nächstes werden beide Bremszylinder aufgesteckt und fixiert. Die Höhe zur Felge wird bei diesem Schritt ebenfalls eingestellt. Wenn nötig passt man nun den Abstand zur Felge mit der Easy Mount Nase an und rotiert den Bremszylinder gleich mit in die richtige Position. Das alles geschieht sehr einfach und intuitiv.

Zuletzt muss nur noch der Griff am Lenker positioniert werden. Die Schelle ist dabei vollständig teilbar, das Setup am Cockpit kann also weitestgehend unberührt bleiben. Über Maguras praktische Shiftmix-Klemmen lässt sich so ziemlich jeder moderne Schalthebel direkt mit der Bremse kombinieren. Für Rahmen mit „altmodischen“ Zuganschlägen gibt es außerdem schöne Leitungsführungen, mit denen sich die Hydraulikleitung unauffällig und technisch sinnvoll am Rahmen befestigen lässt.

Bremsen

Die Magura HS 22 EVO02 ist weder Abrissbirne noch Chirurg. Am ehesten würde ich sie als einen guten Butler bezeichnen: Sie ist immer für dich da, du kannst dich in jeder Situation auf sie verlassen; kurzum, sie tut ihren Dienst diskret, unaufdringlich und gewissenhaft. Die langen 3-Finger-Hebel muten vielleicht etwas ungewöhnlich an, in Zeiten wo man mit einem Finger auf nem 10-Cent Stück stoppen kann. Doch sie sorgen dafür, dass man die Bremse immer und überall sicher zu fassen bekommt - auf Langstrecke und im Stadtverkehr haben die Hände schließlich noch einiges mehr zu tun als sich nur schraubstockartig am Lenker festzukrallen.

Stichwort Kontrolle: Die HS 22 schnippt dich nicht gleich aufs Pflaster, wenn du sie mal schief anschaust. „Biss“ ist hier definitiv nicht das richtige Wort. Sie steigt sehr sanft ein und lässt sich dann mit zunehmendem Druck sehr gut modulieren, bis hin zu einer recht beachtlichen Endkraft.

Die Magura HS 22 EVO02 Easy Mount ist eine durch und durch durchdachte und sinnvolle Bremse. Montage und Einstellung sind auch dank des Easy Mount Kolbens so einfach und unkompliziert wie bei kaum einem anderen Bremssystem. Das Bremsverhalten vermittelt stets Souveränität und Sicherheit, man kommt immer und überall sanft und kontrolliert zum Stehen. Wer jede Bremsung aufs Letzte ausreizen will, sollte woanders suchen. Wer jedoch auf Sicherheit und Zuverlässigkeit setzt, liegt mit der HS 22 EVO02 Easy Mount nach wie vor goldrichtig.

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