Shimano Gangschaltung 21 Gang Erklärung: So nutzen Sie alle Gänge optimal

Viele Fahrräder sind mit einer 21-Gang-Schaltung ausgestattet. Doch wie nutzt man diese am besten? Dieser Artikel gibt Ihnen eine detaillierte Erklärung zur optimalen Nutzung einer Shimano 21-Gang-Schaltung, inklusive Tipps zur Vermeidung von Verschleiß und zur Anpassung an verschiedene Fahrsituationen.

Grundlagen der 21-Gang-Schaltung

Eine 21-Gang-Schaltung besteht aus drei Kettenblättern vorne und sieben Ritzeln hinten. Theoretisch ergeben sich daraus 21 Gänge. Allerdings gibt es bei vielen Einstellungen Überschneidungen, sodass nicht jede Kombination eine unterschiedliche Kraftübertragung bietet. Die 21 Gänge sind eher ein theoretischer Wert.

Die 21 Gänge sind ein eher theoretischer Wert, es gibt eben 21 theoretische Möglichkeiten, zwei Zahnräder zu kombinieren. Aber man sollte, wenn man vorne ein Zahnrad mit einer kleinen Nummer hat, auch hinten nur die kleinen Nummern nutzen.

Vermeidung von Schräglauf der Kette

Es ist wichtig zu beachten, dass die Kette nicht zu stark schräg stehen sollte, da dies zu hohem Verschleiß führt. Wenn die Kette vorne auf dem größten Kettenblatt und hinten auf dem größten Ritzel liegt, entsteht ein extremer Schräglauf, der vermieden werden sollte.

Ansonsten läuft die Kette von vorne nach hinten sehr schräg, was zu hoher Reibung und hohem Verschleiß bei den einseitig belasteten Zahnrädern führt, und es dem Kettenspanner schwer macht, die Kettenlänge ordentlich auszugleichen.

Das vermeidest du, indem du vorne aufs mittlere Kettenblatt und hinten eben auch ein kleineres Ritzel wählst. Das ergibt dann die gleiche Übersetzung, aber die Kette läuft wieder schön gerade und hat deutlich weniger Verschleiß. Gleiches gilt, wenn die Kette vorne auf dem kleinen Kettenblatt und hinten auf dem kleinen Ritzel liegt. Solltest du genauso vermeiden.

Empfohlene Gangwahl

In der Praxis empfiehlt es sich, vorne das kleine Kettenblatt mit den kleineren Ritzeln hinten zu kombinieren. Wenn du vorne das linke Zahnrad gewählt hast, kannst du hinten natürlich nicht das ganz rechte nehmen. Aus dieser Überlegung heraus ergibt sich, in welche Kombinationen du schalten kannst.

Folgende Faustregel: mit dem kleinen(linken) Kettenblatt (vorne), fährt man die großen ritzel hinten. Das sind die „Berggänge“. Mit dem großen Kettenblatt vorne fährt man hinten die kleinen Ritzel. Das sind die schnellen Gänge bei Rückenwind, Windschatten und bergab. Mir dem mittleren Kettenblatt kann man hinten alle Ritzel fahren. Bevorzugt aber die mittleren.

In der Praxis würde ich beim Zahnrad 1 vorne allerhöchstens bis 4 hinten nutzen und dann auf 2 hochschalten, dabei gleichzeitig hinten einen Gang zurück. Bei 5 hinten ginge ich dann vorne auf 3, je nachdem, wenn's nicht gerade gut läuft, bergab geht, auch wieder hinten ein Gang zurück. Beim Zurückschalten umgekehrt.

Funktionsweise der Schalthebel

Grundsätzlich funktionieren beide Schaltelemente, also der linke Schalthebel für den Umwerfer, der vorne die drei Kettenblätter schaltet, und der rechte Schalthebel für das Schaltwerk, das die 7 Ritzel hinten schaltet, unabhängig voneinander. Du brauchst also nicht am einen Schalter irgendwas Bestimmtes zu machen, um am anderen schalten zu können.

Mit dem rechten Schalthebel machst du dann die Feineinstellung. Du machst quasi mit dem linken Schalthebel die Grobeinstellung in drei Stufen: ob du gerade steil bergauf fährst, ob es nur ein Bisschen bergauf bzw. eher geradeaus geht oder ob du Tempo machen willst.

Wichtige Hinweise zur Nutzung

  • Vorausschauend fahren: Überlegen Sie sich im Voraus, welchen Gang Sie benötigen.
  • Klackern oder Schleifen vermeiden: Achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche, die auf eine ungünstige Gangkombination hinweisen können.
  • Sanft schalten: Vermeiden Sie zu starken Druck auf die Pedale während des Schaltvorgangs.

Schalten in verschiedenen Fahrsituationen

Wer die Schaltung beherrscht, weiß mit jeder Situation umzugehen und kommt auch in Kurven, am Berg oder bei Glätte gut voran.

Bergauffahren

Für steile Anstiege verwenden Sie das kleine Kettenblatt vorne und die größeren Ritzel hinten (Berggänge). Vermeiden Sie es, unter Last zu schalten, da dies die Kette beschädigen kann.

Ich würde auf der einen Seite ( bei mir links ) denn ersten Gang für steile Berge nach oben benutzen , rechte Seite dementsprechend an das Tempo angepasst , ergo 1-4 bei sehr steilen Bergen und 5-7 bei mittleren.

Bergabfahren und bei Rückenwind

Bei Rückenwind oder bergab verwenden Sie das große Kettenblatt vorne und die kleineren Ritzel hinten, um eine höhere Geschwindigkeit zu erzielen.

Fahren in der Ebene

Auf ebenen Strecken können Sie das mittlere Kettenblatt in Kombination mit den mittleren Ritzeln verwenden. So können Sie die Gänge für unterschiedliche Geschwindigkeiten anpassen.

Dann im 2. würde ich normales fahren oder auch „Cruisen“ , dementsprechend die höheren Gänge , wenn ich es etwas eilig habe und die niedrigeren meistens beim anfahren an Ampeln oder Elnfach langsames fahren.

Einfluss der Schaltung auf E-Bikes

Wer mit dem E-Bike bzw. Pedelec richtig schaltet, kann Akku sparen und dadurch die Reichweite steigern. Wenn du mit höheren Drehzahlen fährst, muss der Motor nicht so viel arbeiten, wodurch du Strom einsparen kannst.

Die Schaltweise hat einen wesentlichen Einfluss auf die Lebensdauer des Antriebsstrangs bei einem E-Bike. Aufgrund der zusätzlichen Kraft, die der Motor erzeugt, sind die Kette, die Ritzel und das Kettenblatt einem höheren Verschleiß ausgesetzt als bei einem herkömmlichen Fahrrad. Eine sanfte Schaltweise, die den Druck auf den Antriebsstrang minimiert, ist daher besonders wichtig, um die Lebensdauer zu verlängern.

Tabelle: Empfohlene Trittfrequenz für E-Bikes

FahrbedingungEmpfohlene Trittfrequenz (U/min)
Ebene Strecke80-100
Bergauf70-90
Bergab90-110

Wartung und Pflege der Schaltung

Um die Lebensdauer des Antriebsstrangs zu maximieren, sind regelmäßige Wartungsmaßnahmen entscheidend. Dazu gehören die Reinigung und das Schmieren der Kette, das regelmäßige Überprüfen der Spannung und des Zustands der Kette sowie der Austausch verschlissener Teile.

Einstellung der Schaltung

Um eine Shimano Schaltung einzustellen, die nicht mit einer Getriebenabe arbeitet, sondern als Kettenschaltung konstruiert ist, sind einige Schritte mehr erforderlich, kompliziert ist das Ganze aber nicht.

Die wichtigsten Schritte zur Einstellung einer Shimano-Schaltung

  1. Endanschläge einstellen: Die Endanschläge verhindern, dass die Kette nach innen oder nach außen über die Ritzel ins Leere fällt.
  2. Zugspannung justieren: Die richtige Zugspannung sorgt für präzise Schaltvorgänge.
  3. Abstand des Schaltwerks zur Kassette fixieren: Der korrekte Abstand gewährleistet optimale Schaltperformance.

Schaltung einstellen

Es gibt nichts, was einen Mountainbiker, Rennradler oder Tourenbiker mehr zur Weißglut bringt als eine Kette, die sich nicht entscheiden kann, auf welchem Ritzel und welchem Kettenblatt sie zum Liegen kommt. Die Lösung: Schaltung einstellen.

Wenn das Bike soweit sauber und alle Teile geprüft bzw. erneuert sind, kann es losgehen. Wir zeigen Dir hier die einzelnen Schritte an einem Shimano-Schaltwerk.

Winkeleinstellung

Einstellung kleinstes Kettenblatt/größtes Ritzel - mit B-Schraube Vorspannfeder und damit die Höhe des oberen Schaltröllchens verstellen - Abstand größtes Ritzel-Schaltröllchen sollte ca. 1 bis 1,5 Kettenglieder betragen.

Sauberkeit

Das Fahrrad - speziell Kette, Schaltwerk, Umwerfer, Kassette und Kettenblätter - sollte nicht allzu dreckig sein. Am besten Du reinigst Dein Bike zuvor mit einem Reiniger, wie dem Muc Off Bike Cleaner. Einfach aufsprühen, einwirken lassen und mit Wasser abspülen. Für Kette, Schaltwerk und weitere stark verunreinigte Teile nimmst Du am besten noch eine Zahnbürste oder spezielle Reinigungsbürste zu Hilfe.

Schaltzüge und Schalthüllen

Auf die Schaltzüge und Schaltaußenhüllen sollte man besonderes Augenmerk legen. Die Hüllen dürfen nicht beschädigt oder gar geknickt sein. Auch der Zugverlauf sollte keine zu engen Kurven aufweisen. Andernfalls können die Schaltseile nicht einwandfrei laufen und Du bekommst die Schaltung nie gut eingestellt.

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