Der Shimano SH-XM7 Gore-Tex Schuh ist eine echte Allzweckwaffe gegen nasse Füße. Er ist wasserdicht durch Gore-Tex und rutschfest durch die Vibram-Sohle.
Shimano SH-XM7: Der Alleskönner für jedes Abenteuer
Eckdaten und erster Eindruck
Ein neuer Alleskönner muss her - da kommt Shimanos 2016er Tourenkollektion genau richtig. Meine Wahl fällt auf den SH-XM7. Auch wenn der Name zugegeben den Charme eines industriellen Betonmixers versprüht, so kommt das Datenblatt doch recht vielversprechend daher. Die Gore-Tex Membran hält trocken. Robustes Nubukleder, laufstarke Vibramsohle, Gore-Tex Ausstattung und sogar ein Geröllrand - dieser Schuh ist für so ziemlich alles gewappnet. Auch das sportlich-rustikale Design weiß zu gefallen und ist dabei noch dezent genug, dass auf dem Weg ins Büro nicht das Gefühl aufkommt, man wäre an der letzten Biwakhütte falsch abgebogen.
Nimmt man die Trekking-Schuhe in die Hand, zeigt sich die nächste positive Überraschung - für so ein ernsthaftes Stück Ausrüstung sind sie erstaunlich leicht: 980 Gramm. Zu Carbon-Race-Flundern natürlich kein Vergleich, aber gegenüber ähnlich ausgestatteten Wanderschuhen mehr als in Ordnung.
Komfort und Passform
Das erste Anziehen ist durch den steifen Klettverschluss in Kombination mit eher straff sitzenden Schnürsenkeln etwas hakelig. Das gibt sich jedoch, ist der Schuh erst einmal eingetragen. Die für mich größte Offenbarung kommt, wenn man den SH-XM7 dann endlich am Fuß hat: Er sitzt, und wie. Hier hat Shimano im letzten Jahrzehnt enorm viel gemacht. Das clever geformte Fußbett unterstützt sehr angenehm, der Schuh lässt sich sportlich-straff schnüren, ohne gleich die Durchblutung abzuschneiden, und die Zehen können es sich im großzügig ausgeformten Leisten auch auf längeren Touren bequem machen. Bei aller Geräumigkeit findet die Ferse dennoch genug sicheren Halt - ein Segen für meine schwachen Knöchel. Der SH-MX7 ist definitiv mein bisher bequemster Radschuh - ich würde sogar so weit gehen zu sagen, es ist einer der bequemsten Schuhe, die ich je hatte. Der Shimano SH-XM7 Schuh ist auch zum Wandern bequem.
Sohle und Performance
Gemäß der offiziellen Einstufung für Cross-Mountain Adventure hat sich Shimano auch auf der Unterseite an einschlägigen Wanderschuhen orientiert. Die Laufsohle besteht aus griffigem, robustem Vibram und dämpft Stöße wirklich ausgezeichnet. Klar, der Ballenbereich ist fahrradgerecht versteift, doch die Sohle rollt und federt derart leichtfüßig, dass man das fast vergisst. Das offene, breite Profil sorgt für reichlich Trittsicherheit, so kann man sich selbst auf den kniffligsten Schiebe- und Tragepassagen auf das Wesentliche konzentrieren.
Auf dem Fahrrad
Bei aller Alltags- und Überalltauglichkeit, wie macht sich denn dieser Fahrradschuh nun auf dem Fahrrad? Wie bereits angedeutet: Ein endsteifer Carbontreter ist es nicht. Doch bringt der Schuh meine Kraft stets souverän aufs Pedal. Lediglich bei harten Antritten und im Sprint gibt er dann nach. Wer jedoch mit dem SH-XM7 ein Cross-Country-Rennen gewinnen will, macht etwas falsch. Klar gibt es schnellere Schuhe, doch dieser hier bringt dich noch voran, wenn andere längst eingepackt haben. Danke Vibram-Sohle und Klickmechanisms hat man in jeder Situation genug Grip auf dem Pedal.
Kaum ein Wetter kann den XM7 beeindrucken. Selbst bei schlimmstem Schnee-Matsch-Regen waren meine Füße wohlig trocken. Mit einer langen Regenhose, die gegen Wasser von oben schützt, ist man für so ziemlich alles gerüstet. Die Gore-Tex Ausstattung hält außerdem den Wind draußen, so dass auch ausgedehnte Touren bei kühleren Temperaturen kein Problem sind. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass der XM7 etwas wärmer am Fuß sitzt als andere Schuhe. Bei 20-25° C ist er noch problemlos tragbar, und wärmer war es ja diesen Sommer bis jetzt noch nicht.
Größenhinweis
Üblicherweise kauft man Shimano-Schuhe immer eine Größe größer. Das ist bei den Gore-Tex Modellen produktionsbedingt anders. Hier sollte man zu seiner tatsächlichen Größe greifen. Ich liege sonst bei 43-44 und habe mich für eine 44 entschieden, die auch sehr gut passt.
Shimano MW7 und SH-MW701: Für den Wintereinsatz konzipiert
Die Shimano MW7 sehen aus, als würden Spezialeinsatzkräfte sie tragen, wenn sie in feindliches Territorium hineinfahren. Die wasserdichte Gore-Tex-Membran und eine Schicht thermischer Isolation wird geschützt von einem synthetischen Obermaterial mit strukturierten, Gummi-verstärkten Paneelen. Der Einstieg in den Schuh fällt Dank der breiten Öffnung und dem Klettverschluss-Zungencover leicht.
Shimano hat den MW7 mit mehr lateralem Flex als andere, rennlastigere Schuhe designt. Sie nennen das „TORBAL“ (Torsionale Balance) und es hilft dabei, die Kontrolle über das Bike zu verbessern, da der Fersenbereich sich im gesamten Bewegungsspektrum des Fahrers mit verbiegen kann und dem Fuß so bis zu einem gewissen Grad erlaubt, sich um das Pedal zu wickeln, wie es auch bei Flat-Pedalen der Fall wäre. Der Flex lässt euch euren Fuß natürlich beugen, was diesen Winterschuhen ein gutes Gefühl dafür verleiht, was unter euch passiert. Warm, stabil und wasserdicht, mit einer breiten Einstellbarkeit und lateralem Flex, empfanden wir die Shimano als sehr bequem, sowohl beim Fahren, als auch beim Wandern.
Der Shimano SH-MW701 ist ein speziell für den Winter entwickelter Mountainbike-Schuh für Fahrer, die auch im Winter raus wollen. In der neuen Auflage kommt er jetzt mit dem Boa L6 Verschluss-System daher. Wie schon der Vorgänger, setzt auch der Neue auf die bewährte GORE-Tex Isolierung. Der Schuh wirkt auch den ersten Blick sehr steif und globig, dies wird sich im Test aber noch anders zeigen. Die Verarbeitung des Shimano SH-MW701 ist spitze, die Michelin®-Außensohle macht einen griffigen Eindruck.
Passform und Schnürung des SH-MW701
Björn hat sich die Shimano SH-MW701 Mountainbike Schuhe in Größe 48 liefern lassen mit dem Wissen, dass diese zu groß sein werden. Aber das sollte auch so sein, denn zum einen ist Luft ein Isolator und zum anderen passen so auch dicke Socken in die Schuhe. Björn war mit den “extra” großen Schuhen auf jeden Fall sehr zufrieden und auch die Passform war perfekt. Mag Björn bei Laufschuhen die Boa-Schnürung überhaupt nicht, liebt er sie bei Radschuhen. Einmal festdrehen und die Schuhe halten die gesamte Fahrt über perfekt. Selbst wenn man während der Fahrt noch mal nachjustieren möchte, ist dies problemlos möglich. Das Boa-System funktioniert auch, wenn es total verschlammt ist, einwandfrei.
Fahr- und Laufeigenschaften des SH-MW701
Selbst mit Radschuhen kommt es immer wieder vor, dass man mit diesen ein paar Meter gehen muss, sei es auf dem Weg zum Rad oder während der Tour, wenn man an Hindernissen absteigen muss. Mit den Shimano SH-MW701 ist dies problemlos möglich, wenn Björn mit den Schuhen aber trotzdem nicht kilometerweit laufen mag. Besonders die Michelin-Sohle mit ihrem griffigen Profil sorgte bei Björn auf Trails für Pluspunkte, da diese ihm immer den nötigen Grip bot. Die Fahreigenschaften sind schon wie beim Vorgängermodell sehr ausgewogen. Besonders, dass die Sohle nicht zu hart war, gefiel Björn sehr gut, so kam eine natürliche Flow-Bewegung zustande.
Wetterschutz des SH-MW701
Der Schuh verfügt über ein wasserdichtes Innenfutter mit GORE-TEX®-Isolierung und diese sorgte bei allen Testfahrten für trockene und warme Füße, auch nach über 4 Stunden. Lediglich, wenn der Temperaturbereich deutlich unter die 0-Grad-Grenze kam, wurden Björns Füße gegen Ende etwas kalt. Die hochgezogene Schutzkonstruktion aus Neopren sorgte dafür, dass von oben nichts in den Schuh kam. Leider hielt das bei Dauerregen nicht komplett stand und so trat leider Wasser von oben in die Schuhe.
Shimano GF8: Der Gravity Flat Schuh im Test
Mit dem neuen GF8 hat Shimano sein großes MTB Schuh Portfolio erweitert. Ausgestattet ist der Schuh mit der von Shimano entwickelten Ultread GF Gummisohle. Diese verspricht mehr Grip am Pedal, auch bei kälteren Bedingungen. Die Bezeichnung GF steht dabei für „Gravity Flat“ und suggeriert mehr Stabilität und Kontrolle. Erreicht wird dies mit Hilfe der Torbal 2.0 Zwischensohle. Ebenfalls eine eigene Entwicklung, die durch eine Unterteilung der Sohle in flexible und steife Zonen, eine verbesserte Kontrolle in der Abfahrt und höhere Effizienz beim Pedalieren verspricht. Damit die Füße trocken bleiben, ist der GF8 mit einer sockenartigen Knöchelmanschette sowie der bewährten Gore-Tex Membran ausgestattet.
Design und Passform des GF8
Sieht man den hochwertig verarbeiteten GF8 zum ersten Mal, wirkt er klobig und schwer. Doch der Eindruck täuscht. Mit 450Gramm pro Schuh (Wir haben selbst bei Größe 45 nachgewogen) trägt er sich angenehm leicht. Das Fußbett ist etwas breiter ausgelegt. Dank BOA und der flexiblen Konstruktion schafft der Schuh dennoch ordentlichen Halt, auch für schmalere Füße. Ein großer Benefit ist, dass an kalten Tagen der Schuh mit dickeren Strümpfen getragen werden kann und somit flexibel der Isolationsgrad bestimmt wird.
Performance des GF8
Im Uphill zeigt sich der Plattformschuh als treuer Unterstützer. Die Sohle überzeugt in Sachen Steifigkeit und Grip. Der hochgezogene Oberschuh folgt der Fußbewegung, ohne zu stören. Bei einem warmen Herbsttag mit 26° Celsius ist die Wärmeentwicklung im Schuh trotz Membran gut. Geht es Bergab, gibt der GF8 ein sicheres Gefühl auf dem Pedal. Trotz der flexibleren Sohle lässt sich das Bike gut über den Trail pushen. Die Balance zwischen Steifigkeit und Feingefühl ist gelungen.
Vergleich der getesteten Shimano Gore-Tex Schuhe
| Modell | Einsatzbereich | Besonderheiten | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| SH-XM7 | Allround, Touring | Vibram-Sohle, robustes Nubukleder | Hoher Komfort, vielseitig einsetzbar, wasserdicht | Steife Schnürsenkel beim ersten Anziehen |
| SH-MW701 | Winter, Mountainbike | GORE-TEX® Isolierung, Michelin-Sohle, BOA-Schnürung | Warme und trockene Füße, guter Grip | Wasser kann bei starkem Regen eindringen |
| GF8 | Gravity Flat, MTB | Ultread GF Gummisohle, Torbal 2.0 Zwischensohle, BOA-Schnürung | Guter Grip, Balance zwischen Steifigkeit und Feingefühl | Kein Knöchelschutz |
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