Shimano GRX RX600 Gruppe im Test: Die Gravel-Schaltgruppe auf dem Prüfstand

Seit 2019 ist die GRX-Gruppenfamilie von Shimano erhältlich. Diese Lücke möchte Shimano mit seiner GRX-Familie schließen. Wir haben die 11-fach-Gruppe RX600 getestet.

Übersicht: Shimano GRX

Folgende Ausführungen sind von der Shimano GRX erhältlich:

  • RX400 mit 2x10 Gängen
  • RX600 mit 2x11 Gängen oder 1x11 Gängen
  • RX810 mit 2x11 Gängen oder 1x11 Gängen
  • RX815 mit 2x11 Gängen oder 1x11 Gängen und elektronischer Schaltung (GRX Di2)

Hydraulische Scheibenbremsen sind bei allen Gruppen Standard. Wir haben die Variante RX600 mit Zweifach-Antrieb (46/30) und 11-34-Kassette getestet.

Shimano GRX im Praxistest

Ist die GRX nun eine sinnvolle Ergänzung für die Anforderungen, die das Gravel-Profil stellt? Oder der Versuch, den Offroad-Trend auch mit einer weiteren Neuheit zu bedienen? Beim Losfahren macht sich zunächst das bemerkbar, was man in den Händen hält: die Brems- und Schaltgriffe. Diese unterscheiden sich spürbar von den bekannten Shimano-Griffen der 105er- oder Ultegra-Serie.

Der Hebelpunkt liegt etwas versetzt, die Hebel sind leicht nach außen gestellt und ergonomischer geformt; der Bereich für die Handablage ist schön breit und rutschfest.

Das alles sorgt dafür, dass der erste Eindruck von der neuen GRX äußerst positiv ist und sich auch im weiteren Verlauf nicht wandelt. Der Druckpunkt ist hervorragend gewählt, die Bedienkraft ist genau richtig. Da stellt sich eigentlich nur noch die Frage, warum der japanische Hersteller dies nicht auf die Straßengruppen überträgt.

Die hydraulischen Scheibenbremsen - in puncto Performance nicht zu toppen - lassen sich über die Hebel butterweich ansteuern, auch Schaltwerk und Umwerfer führen klaglos alle Befehle von oben aus. Präzision und Performance der Schaltvorgänge liegen auf Niveau der Straßengruppe Shimano 105; mindestens.

Wer das Maximum herausholen möchte, kann den Schaltwerk-Stabilisator (Shadow RD+) an- und ausschalten. Dies vermindert das Schlagen und Abfallen der Kette bei ruppigem Untergrund; man sollte nur nicht vergessen, die Funktion vor dem Laufrad-Ausbau wieder zu deaktivieren.

Einfach- oder Zweifach-Antrieb?

Alle, die überwiegend im Gelände unterwegs sind, könnten von der Einfach-Ausführung mit weit abgestufter Kassette profitieren. Wer indes auch auf der Straße und auf gemischten Untergründen unterwegs ist, fährt nach unserer Erfahrung besser mit einem Zweifach-Antrieb. Das Prinzip ist, grob gesagt: Auf der Straße kann man mit dem 46er-Blatt alle leichten An- und Abstiege bewältigen und in den größten Gängen auch mal Gas geben.

Sobald man die befestigten Wege verlässt, lässt man die Kette aufs 30er-Blatt fallen und sucht sich den richtigen Gang für Schotter und Erde.

Gibt es einen Grund, sich gegen eine GRX-Schaltung zu entscheiden? Zumindest preislich ist die Schaltgruppe noch nicht im untersten Einsteiger-Segment angesiedelt: Selbst für ein Bike mit 10-fach-Antrieb und hydraulischen Scheibenbremsen werden deutlich mehr als 1.000 Euro fällig. Wer weniger für ein Gravelbike ausgeben möchte, muss wahrscheinlich mit Shimanos Tiagra oder Srams Apex vorliebnehmen.

Weiterhin bedient die GRX eine bestimmte Gang-Bandbreite, die auf der Straße oder in besonders schwierigem Gelände an ihre Grenzen stößt.

Details zur Shimano GRX

Abseits von viel befahrenen Straßen, auf unwegsamen Strecken, auf Wald- oder Schotterwegen - das Gravel Bike macht es möglich Asphalt und Gelände zu verbinden, ohne sich für ein Rennrad oder ein Mountainbike entscheiden zu müssen. Shimano war hierbei einer der Vorreiter und hat 2019 mit der GRX Gruppe ihren Ansatz für den Gravelbereich auf den Markt gebracht.

Die GRX-Serie folgt der Analogie von Shimano und bietet drei Abstufungen hinsichtlich des Preises und der Qualität - vergleichbar grdsl. Die Top Gruppe der GRX Serie mit dem Namen RX800, ist als mechanische sowie als elektronische Di2 Variante möglich. Die RX600 ist vergleichbar mit Shimano 105, ist etwas schwerer, dafür preislich günstiger als das Topmodell.

Die Einstiegs-Komponenten nennen sich RX400 und sind ausschließlich mit zweifach Kettenblättern und hinten 10-fach Ritzel erhältlich. Je nach gewünschten Übersetzungsverhältnissen und Einsatzzweck des Gravelbikes empfiehlt es sich vorne mit einem einfach- oder zweifach-Kettenblatt zu fahren. Nachteil ist, dass einem ggf.

Das Schaltwerk wird wie im Mountainbike-Bereich mit einem Schaltwerk Dämpfer ausgestattet. Diese Technologie mit dem Namen Shimano Shadow Plus verhindert Kettenschlagen und sorgt für Ruhe im Antriebsstrang. Ein besonderes Highlight der Shimano GRX Gruppe sind die speziell entwickelten Schaltbremshebel.

Der Drehpunkt der Hebel wurde nach oben gesetzt, was zu einer erhöhten Hebelkraft der Bremshebel und somit zur besseren Bremswirkung führt.

Langzeittest der Shimano GRX

Die Shimano GRX Schaltgruppe ist seit knapp einem Jahr auf dem Markt. Die Aufregung um die Gruppe war von Anfang an gewaltig und das Interesse an ihr ist nach wie vor groß. Es handelt sich hierbei nämlich um die einzige Gruppe von Shimano, die ausdrücklich für die wachsende Gravel-, Bikepacking- und Cyclocross-Sparte vorgesehen ist.

Aber auch Reiserennradler und Randonneure dürften sich von ihrem breiten Übersetzungsspektrum angesprochen fühlen. Bislang war es in all diesen Bereichen üblich, klassische Rennradkomponenten zu fahren.

Nun tritt Shimano jedoch mit dem Anspruch an, erstmals eine eigenständige und vollständig „durchdachte Lösung“ für das Breitreifensegment unterhalb des Mountainbikes entwickelt zu haben: mit einer „auf Schotter abgestimmte[n] Halterungsergonomie“, robusteren Komponenten und geräuscharmen Antrieb.

Ich habe die Shimano GRX jetzt seit einem Jahr mit einer Laufleistung von 11000 Kilometern auf Herz und Nieren geprüft. Zum Schaltverhalten kann man nur sagen: Das flutscht. Man muss die Schaltlogik von Shimano mögen, aber die Gruppe funktioniert einwandfrei, ohne große Schaltfehler.

Gangwechsel erfolgen sowohl am Umwerfer, als auch am Schaltwerk jederzeit geschmeidig, zuverlässig und schnell. Mit oder ohne Handschuhe klappt die Bedienung hervorragend. Auch ohne Kettenfänger kam es nur sehr selten zu Kettenabwürfen.

Auch im Gelände möchte ich den Luxus von relativ engen Gangabstufungen genießen. Da es von der GRX keine Schellenversion gibt, habe ich stattdessen auf Shimano 105 FD7000 gesetzt. Die Kassette von Sram harmoniert wunderbar mit den Shimano-Komponenten.

Bei der Langlebigkeit gibt es Abzüge: Zum einen löste sich bei mir recht schnell die „Anti-Rutsch-Beschichtung“ an den Hebeln, die laut Werbeaussage von Shimano für extra „Grip“ sorgen soll. Zum anderen stellt sich mir die Frage, warum die Bauweise der Hebel „halboffen“ ausgeführt ist. Dadurch gelangt sehr viel Sand und Staub in die Mechanik.

Ein größeres Problem entstand, als die Spannfeder im rechten Hebel anbrach und die Funktionstüchtigkeit des Hebels nicht mehr vollständig gegeben war. Überraschend war für mich hierbei, dass die kleine Wippe nach genauer Inspektion lediglich von zwei kleinen Federn, beziehungsweise Drähten abhängt. Nach langem Hin und Her wird mir der rechte Hebel schließlich auf Garantie ersetzt.

Die Kettenblätter zeigen bereits deutliche Verschleißzeichen und werden daher nach dem nächsten Kettenwechsel ebenfalls gewechselt werden. Die Beschichtung der Kurbel scheint relativ robust zu sein. Lediglich grobe Steine haben dem Lack etwas angetan. Allerdings verschwindet das Logo recht schnell, wenn man mit dem Fuß an die Kurbel herankommt.

Die Schaltröllchen vom Shimano 105 Schaltwerk waren nach etwa 8000km verschlissen. Etwa zeitgleich musste ich die Ritzel meiner „Lieblingsgänge“ wechseln.

Das Bremsverhalten würde ich als sehr knackig und mit deutlichem Druckpunkt beschreiben. Entlüften musste ich bisher nicht. Die mitgelieferten Bremsbeläge halten außerordentlich lange: vorn nach ca. 6000km getauscht und hinten läuft immer noch der erste Satz.

Einen Schwachpunkt stellt jedoch die Befestigung der Bremsbeläge dar: Warum verwendet Shimano hier eine Schlitzschraube als Befestigung? Unterwegs ist mit dem Multitool schnell mal ein Malheur passiert und der Schraubenkopf beschädigt. Das sollte man schleunigst tauschen.

Ich denke ja - schon allein wegen mangelnder Alternativen. Das Schalt- und Bremsverhalten ist insgesamt sehr überzeugend. Die Übersetzungsbandbreite der GRX eröffnet zweifellos neue Möglichkeiten. Dabei erwies sich die Gruppe nicht nur für Räder abseits der Straße geeignet: Sie passt auch hervorragend ins Lastenheft der modernen Randonneure und Bikepacker auf der Straße.

An der Haltbarkeit und Verarbeitungsqualität muss Shimano allerdings noch arbeiten.

Shimano GRX im Detail

Shimano kombiniert unter dem Label GRX bewährte Rennrad- und Mountainbike-Technologien zu spezifischen Gravelkomponenten. Erhältlich sind gleich mehrere Versionen: Die neue Shimano GRX kommt wahlweise als elektronische oder mechanische Ausführung, mit 1- oder 2-fach Kurbeln und 10- und 11-fach Schaltwerken. 600 liegen etwa auf Ultegra bzw. 105-Niveau, der 10-fach-Antrieb mit Kürzel 400 entspricht etwa der Shimano-Tiagra-Gruppe. 12-fach - wie die neuen MTB-Gruppen - gibt’s die GRX nicht.

Shimano GRX Kurbel und Umwerfer

Die Shimano GRX Kurbeln sind speziell für den Gravel-Einsatz konzipiert. Die Kurbel sind etwas breiter und die Kettenlinie wandert um 2,5mm nach außen, um für mehr Reifenfreiheit am Hinterrad zu sorgen. Bis zu 42mm Reifenbreite sind möglich.

Außerdem haben die GRX-Kurbeln eine größeren Übersetzungs-Bandbreite. Die 2-fach GRX Kurbel kommt mit 48-31 Kettenblättern (11-fach) bzw. 46-30 Kettenblättern (10-fach). Das ist ein Unterschied von 17 (bzw. 16) Zähnen zwischen den beiden Kettenblättern.

Die 1-fach GRX-Kurbeln kommen mit 40 Zähnen. Um zu verhindern, dass die Kette vom Kettenblatt springt, verfügen die 1-fach Kurbeln über das Dynamic Chain Engagement Zahnprofil. Hierbei ist jeder zweite Zahn etwas breiter, was die Kette fester am Kettenblatt halten soll.

Shimano GRX Schaltwerk

Um auch hinten an der Kassette möglichst viele Übersetzungen abzudecken, gibt es die elektronischen und mechanischen GRX-Schaltwerke in zwei Käfiglängen. Bis 34 Zähne gibt es ein Schaltwerk mit kurzem Käfig. Wer bis zu 42 Zähne auf dem größten Ritzel nutzen möchte, sollte das GRX Schaltwerk mit langem Käfig wählen.

Die GRX Gruppe kommt übrigens ohne eigenen Kassette und Kette. Stattdessen ist die GRX Schaltung mit Rennrad- und MTB-Kassetten kompatibel. Wer 11-fach schalten möchte, kann Ultegra oder 105er Rennradkassetten oder Deore XT oder SLX MTB-Kassetten verwenden. Die 10-fach GRX-Schaltwerke funktionieren mit Tiagra und Deore Kassetten.

Shimano GRX Schalthebel

Auch die Schalthebel unterscheiden sich in einigen Details von den Brems-Schalthebeln der Rennrad-Gruppen. Um für mehr Bremskraft auf Schotterabfahrten zu sorgen, wurde der Drehpunkt der Bremshebel nach oben versetzt. So erhöht sich die Hebelkraft des Bremshebels.

Außerdem gibt es trotz hydraulischer Bremsleitungen wieder die Möglichkeit, zusätzliche Bremshebel am Oberlenker zu montieren. So kann auch in der Oberlenkerposition gebremst werden. Dies war bisher nur mit mechanischen Bowdenzug-Bremsen möglich.

Für den 1-fach Betrieb gibt es auch spezielle linke Schalthebel - entweder mit starrem Bremshebel ohne interne Mechanik oder, wie bekannt, mit nach innen schwenkendem Bremshebel, an dem ein Zug für eine absenkbare Sattelstütze eingehängt werden kann.

Shimano GRX Bremsen und Laufräder

Die GRX Gruppe gibt es nur mit hydraulischen Scheibenbremsen geben. Wie alle anderen Rennrad-Scheibenbremsen von Shimano werden diese per Flatmount-Standard montiert.

Komplettiert wird das Shimano GRX-Sortiment mit zwei Alu-Laufradsätzen. Die GRX-Laufräder sind Tubeless ready, kommen mit 21,6mm Maulweite und in den Größen 28 Zoll und 650B.

Die mechanische Shimano GRX im Praxistest

Im Fahreindruck überzeugte die mechanische Gruppe: Im Praxistest gab es kein Kettenschlagen, keine -abwürfe, -klemmer oder anderen Probleme. Im Gegenteil: Der Antrieb arbeitete präzise, geräuscharm - und schaltete etwas knackiger als die gewohnten Straßenkomponenten.

Was die Übersetzung angeht, fühlt sich die Einfach-GRX "offroad" wohler, da dort die teils großen Gangsprünge weniger stören und auch die Bandbreite ausreicht. Auf Asphalt müssen die Beine bei einer 40/11-Übersetzung ab ca. 45 km/h schon ganz schön wirbeln … 12-fach-Antriebe, wie sie Shimanos Mitbewerber für Straße und/oder MTB anbieten, haben hier etwas mehr zu bieten.

Gut dosierbar, auf Schotter aber fast etwas bissig zeigten sich die hydraulischen Bremsen. Sehr positiv fielen die Schaltbremsgriffe auf: Sie sind deutlich breiter und bieten mehr Auflagefläche für die Finger. Zudem wurde die Oberfläche der Hebel leicht "gummiert", um ein Abrutschen zu vermeiden - sinnvoll, um kontrolliertes Bremsen auf holprigem Untergrund zu erleichtern, da waren sich alle RB-Tester einig.

Die gemischte Testgruppe aus 800er, 600er, 400er und gruppen-unspezifischen Komponenten bringt es laut RB-Messung mit Einfach-Kurbel, 40er Kettenblatt, 11-40er-Kassette und 11-fach-Hebeln und -Schaltwerk auf 3034 Gramm.

Die elektrische GRX Di2 im Dauertest

Knapp 2500 Kilometer hat die GRX-Di2-Gruppe im RB-Dauertest abgespult, teils unter widrigsten Bedingungen. Und damit genug für einen Testbericht, der fast durchweg positiv ausfällt.

Shimano bietet auch im Gravel-Segment weiterhin eine Zweifachkurbel an, mit Offroad-tauglicher Abstufung (48/31) und somit einem ungewöhnlich großen 17-Zähne-Sprung. Ob das funktioniert? Ja, und zwar absolut problemlos. Im Dauertest gab es nicht einen Kettenklemmer oder -abwurf!

Mit stoischer Präzision wuchtet der Umwerfer die Kette hin- und her - maximal verlässlich, untermalt vom typischen Geräusch des E-Motors. Kein Grund also, auf "Zweifach" im Gelände zu verzichten.

Auch das Schaltwerk funktionierte stets geschmeidig und präzise, Kettenschlagen unterbindet es verlässlich. Zwei kapitale Stürze kratzten etwas am Lack von Hebel und Schaltwerk, der Funktion tat das keinen Abbruch.

Die Bremse lässt sich auch mit einem Finger bedienen, gerade wenn’s offroad mal ruppiger zur Sache geht, eine feine Sache - weil der Fahrer den Lenker fest im Griff behalten kann.

Der Verschleiß hält sich nach der relativ kurzen Laufzeit erwartungsgemäß in engen Grenzen: Die Bremsbeläge haben noch rund die Hälfte ihrer ursprünglichen Stärke, Kettenblätter und Kassette sehen noch sehr gut aus. Nur die Kette nähert sich der Verschleißgrenze und sollte getauscht werden. Eine Akkuladung hielt auch im Winter weit über 1000 Kilometer - genug selbst für ausgedehnte Gravel-Abenteuer.

ROSE BACKROAD AL GRX RX600 1X11 im Test

Mit dem BACKROAD AL GRX RX600 1X11 will ROSE ein attraktives Gravel-Bike zum fairen Preis bieten. Der Alu-Rahmen des ROSE ist aufgrund der organischen Rohrübergänge aus gar nicht mal weiter Ferne nur sehr schwer von seinen Pendants aus Carbon zu unterscheiden und verfügt über sämtliche Anschraubpunkte, die man jemals benötigen könnte: 4 Anschraubpunkte für Trinkflaschen, Schutzbleche, Umwerfer und sogar Seitenständer. Verarbeitung und Finish sind trotz günstigem Preis auf höchstem Niveau.

Mit sage und schreibe 9 Größen von 46 bis 64 deckt das Rahmenset ein riesiges Spektrum an potenziellen Interessenten ab. Dabei kommen in den Größen 46 und 49 Laufräder in 650B zum Einsatz.

Unser Test-Bike ist ausgestattet mit einer 1×11 Shimano GRX RX600-Kurbel, Shimano GRX RX812-Schaltwerk, Shimano SLX CS-M7000-Kassette mit 11-42 T und Shimano GRX RX400-Bremsen mit 160-mm-Rotoren an Front und Heck.

Das Handling des BACKROAD AL präsentiert sich ab dem ersten Meter sehr gutmütig und intuitiv. Sein Fahrverhalten und der sehr stabile Geradeauslauf machen es zum idealen Begleiter für Einsteiger und alle, die einfach entspannt abseits der Straßen eine gute Zeit haben wollen. Für Gravel-Racer ist die Front zu hoch, wodurch man bei aggressiven Manövern zum Untersteuern tendiert - hier muss das Körpergewicht aktiv verlagert werden.

Im Antritt geht es das BACKROAD vergleichsweise gemütlich an. Hauptgründe hierfür sind das Gesamtgewicht und die recht hohe rotierende Masse des DT Swiss P1850-Laufradsatzes. Das ROSE ist kein sportlich-spritziges Bike, aber umso mehr ein entspannter Cruiser für jede Gelegenheit.

Das ROSE BACKROAD AL GRX RX600 1X11 ist ein ideales Gravel-Bike für Einsteiger und Multisportler, die in den Schotterbereich eintauchen möchten.

Gewichte der Testgruppe

Die gemischte Testgruppe aus 800er, 600er, 400er und gruppen-unspezifischen Komponenten bringt es laut RB-Messung mit Einfach-Kurbel, 40er Kettenblatt, 11-40er-Kassette und 11-fach-Hebeln und -Schaltwerk auf 3034 Gramm. Der 1-fach-Kurbelsatz mit 40er-Kettenblatt wiegt 742 Gramm.

Shimano GRX RX600: Vor- und Nachteile

Vorteile Nachteile
Ergonomische Brems- und Schaltgriffe Preislich nicht im untersten Einsteiger-Segment
Präzise Schaltvorgänge Begrenzte Gang-Bandbreite für extreme Bedingungen
Zuverlässige hydraulische Scheibenbremsen Haltbarkeit und Verarbeitungsqualität könnten verbessert werden
Schaltwerk-Stabilisator für unruhiges Gelände

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