Shimano GRX vs. 105: Ein Vergleich

Die Schaltung ist das Herzstück deines Rennrads. Sie bestimmt, wie effizient du deine Kraft aufs Pedal bringst, wie leicht du Anstiege bewältigst und wie präzise du schalten kannst. Rennräder sind mit einer Vielzahl von Schaltgruppen ausgestattet, die auf unterschiedliche Anforderungen abgestimmt sind.

Was ist eine Rennrad Schaltgruppe?

Eine Rennrad Schaltgruppe besteht aus mehreren Komponenten, die zusammenarbeiten, um die Kraftübertragung effizient und präzise zu gestalten. Hier ist eine umfassende Übersicht über Rennrad Schaltgruppen, einschließlich Shimano und SRAM, sowie deren Komponenten und Funktionsweise.

Überblick über Schaltgruppen

Die vorgestellten ROAD Schaltgruppen werden auf nahezu allen Rennrädern und Gravelbikes verbaut. Abgesehen vom Standort der Hersteller (Shimano: Japan; Campagnolo: Italien; SRAM: USA;) bieten die 3 größten Hersteller ihre Schaltgruppen in unterschiedlichen Preisregionen an.

Hier ist ein Überblick über verschiedene Schaltgruppen:

Schaltgruppe/Modell Ganganzahl Typ Einsatzbereich Besonderheiten
Claris 8-fach Mechanisch Einsteigerklasse Robust, einfach zu bedienen, kostengünstig.
Sora 9-fach Mechanisch Freizeit und Fitness Ideal für längere Touren. Einsteigerklasse, erschwinglich, zuverlässig, für Freizeitfahrer.
Tiagra 10-fach Mechanisch Tourenfahrer und Training Präzisere Schaltvorgänge. Mittelklasse, robust, ideal für Training und Touren.
105 11- oder 12-fach Mechanisch/Elektronisch Mittelklasse Mechanisch oder Di2 (12-fach), vielseitig, präzise, ideal für Hobbyfahrer.
Ultegra 12-fach Mechanisch/Elektronisch Fortgeschrittene und Rennen Leicht, präzise, mechanisch oder Di2 verfügbar.

Shimano Rennrad Schaltgruppen im Detail

Shimano Sora

Die Shimano Sora gehört zu den beliebtesten Rennrad Schaltgruppen für Einsteiger. Mit 9 Gängen und mechanischer Bedienung bietet sie genug Flexibilität für flaches Terrain und leichte Anstiege. Die Schaltqualität ist solide, auch wenn sie nicht so präzise wie bei höherklassigen Gruppen ist. Sora zeichnet sich durch ihre Robustheit und ihr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis aus, benötigt jedoch etwas mehr Wartung.

Shimano Tiagra

Die Shimano Tiagra ist der Einstieg in die sportlicheren Rennrad Schaltgruppen. Mit ihrer 10-fach-Schaltung ermöglicht sie präzisere Gangabstufungen als die Sora. Sie ist perfekt für Tourenfahrer, die ein zuverlässiges System mit höherer Performance suchen, ohne zu tief in die Tasche greifen zu müssen. Die Shimano Tiagra Gruppe ist robust, hat 20 Gänge und bietet eine sehr ausgewogene Performance. Die Tiagra ist eine Schaltgruppe für fortgeschrittene Radsportler, die viel Radfahren.

Shimano 105

Die Shimano 105 ist eine der beliebtesten Rennrad Schaltgruppen im Mittelklasse-Segment. Sie bietet sowohl mechanische (R7000) als auch elektronische (Di2 R7100) Varianten. Die 11- oder 12-fach-Schaltung sorgt für präzise Gangwechsel, selbst unter Last. Das moderne Design kombiniert Leichtigkeit mit Langlebigkeit. Die Shimano 105 ist die Mittelklasse der Shimano Schaltgruppen und erfreut sich größter Beliebtheit. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der 105 ist sehr gut. Das Shimano 105 Schaltwerk lässt sich auch bei hochwertigen Urbanbikes mit Flatbar gruppenrein ansprechen.

Shimano Ultegra

Die Shimano Ultegra bietet eine ausgezeichnete Performance und Materialqualität. Die Shimano Ultegra richtet sich an fortgeschrittene Fahrer und Rennsportler. Diese Rennrad Schaltgruppe ist sowohl mechanisch (R8000) als auch elektronisch (Di2 R8150) erhältlich. Mit ihrer 12-fach-Schaltung, ihrer herausragenden Schaltgeschwindigkeit und den leistungsstarken hydraulischen Scheibenbremsen bietet sie eine hervorragende Balance zwischen Gewicht, Präzision und Preis.

Shimano Dura-Ace

Die Dura-Ace ist eine auf Leichtbau getrimmte Schaltgruppe für den Profi Radsport. Hier zählen primär Performance und Gewicht. Obwohl die Materialqualität bei der Dura-Ace die höchste ist, ist deren Haltbarkeit wegen des Ultra-Leichtbau-Prinzips geringer als bei der Ultegra Schaltgruppe aus der Oberklasse. Im Profi Sport muss ein Teil immer nur die beste Performance bringen. Wie bei vielen anderen Profi Sportarten liegt der Fokus nicht auf maximaler Haltbarkeit. Im Alltag von den Gewichtseinsparungen hauptsächlich betroffen ist dabei anhand vielseitiger Erfahrungswerte hauptsächlich die geringere Laufleistung der Fahrradkette und des Ritzelpakets. Die Shimano Dura-Ace ist die Spitzenklasse unter den Rennrad Schaltgruppen. Mit ihrer 12-fach-Schaltung und ausschließlich elektronischen Di2-Technologie bietet sie höchste Präzision und Geschwindigkeit. Ultraleichte Materialien wie Carbon machen sie zur Wahl vieler Profi-Rennfahrer.

Shimano GRX: Spezielle Gravelbike Schaltgruppen

Aus den Shimano Rennrad Schaltgruppen sind spezielle Gravelbike Schaltgruppen entstanden. Beim Gravelbike wurden in der Anfangszeit Komponenten aus den Rennrad Schaltgruppen verbaut. In seltenen Ausnahmen auch kombiniert mit den Komponenten aus MTB Schaltgruppen. Im Laufe der Zeit wurden bei Shimano die Rennrad Schaltgruppen an die Bedürfnisse der Gravelbike Radsportler angepasst.

Shimano GRX Besonderheiten

Bei der GRX Gruppe verzichtet Shimano bewusst auf ein zweites Kettenblatt, wodurch die Komplexität verringert wird - nach dem Motto “einfacher ist besser”. Wenn kein Umwerfer vorhanden ist, dann kann der auch nicht kaputt gehen. Es muss an der Stelle auch kein Seilzug mehr gewartet werden et cetera. Eine Neuheit bei Shimano ist die weitere Spreizung von 11-42 Zähnen. Shimano hat die GRX Gruppe ebenfalls bei den Bremshebeln überarbeitet. Im Gegensatz zu Shimano ist der Bremshebel nicht zum Schalten verwendbar. Ein tieferes Hineindrücken des Schalthebels bis zum 2.

Shimano GRX RX820 12-fach-Schaltgruppe

Mit der Einführung der GRX RX820 12-fach-Schaltgruppe setzt Shimano seine Tradition als Pionier im Bereich der Komponenten für das Gravel-Riding im Jahr 2023 fort. Verwurzelt in Einfachheit, Zuverlässigkeit und Abenteuer, bietet die neue GRX Shimano mechanische 12-fach-Schaltgruppe eine größere Auswahl an Schaltmöglichkeiten in Kombination mit unvergleichlicher Ergonomie. Die mechanische Shimano GRX-Schaltung mit 12 Gängen wurde speziell für den Einsatz im Gelände entwickelt und bietet hervorragende Leistung für jedes Gravelbike zu einem erschwinglichen Preis.

Es gibt verschiedene Setups:

  1. „Unbeatable‟ RX820 1x12: Dieses Setup umfasst eine 10-45er Kassette, die mit einem 40- oder 42-Zahn-Kettenblatt gepaart ist. Die Konfiguration verwendet das Schaltwerk RD-RX822-GS mit mittellangem Schaltkäfig, das speziell für die Kassette 10-45T entwickelt wurde.
  2. „Unstoppable‟ RX820 1x12: Bietet die breite Shimano 10-51T-Kassette zusammen mit einem 40- oder 42-Zahn-Kettenblatt.
  3. „Undroppable‟ RX820 2x12: Bei dieser Konfiguration kommen speziell für Schotter optimierte 48T-/31T-Kettenblätter in Kombination mit einer 11-34T- oder 11-36T-Kassette zum Einsatz.

Die RX820-Serie bietet nahtlose Schaltvorgänge über 12 Gänge ohne zusätzlichen Platzbedarf und wurde speziell für dauerhaften Komfort bei der Verwendung von Flare-Lenkern entwickelt - ein entscheidender Aspekt beim Fahren im Gelände.

Die neuen Kurbelgarnituren bieten speziell auf die Anforderungen von Gravel-Fahrten zugeschnittene Übersetzungsoptionen. Die RX610 2x12-Kurbelgarnitur ist mit 46T-/30T-Kettenblättern ausgestattet und in vier verschiedenen Kurbelarmlängen erhältlich: 165 mm, 170 mm, 172,5 mm und 175 mm.

Zusammen mit den mechanischen GRX-Komponenten stellt Shimano auch ein überarbeitetes Carbon-Gravel-Laufrad vor, das speziell für die rauen Bedingungen beim Fahren auf unbefestigten Straßen entwickelt wurde. Der neue RX880-Laufradsatz ist satte 64 g pro Paar leichter als sein Vorgänger und hat die gleiche flache 32-mm-Felgenhöhe für schnellere Beschleunigung und schnelleres Klettern. Die RX880-Laufräder sind schlauchlos und haben eine progressive 25-mm-Felgeninnenbreite, die für Reifen mit einer Breite von 32 mm bis 50 mm geeignet ist.

Shimano GRX Di2

Für Komponenten-Primus Shimano war die 2019 eingeführte GRX ein Selbstläufer. Mit der damals ersten ausgewiesenen Gravelbike-Schaltgruppe konnte man schließlich nicht viel falsch machen, wollte man einen der neuen Geländerenner ausstatten. Entsprechend oft wurde die Gruppe in den verschiedenen Qualitätsstufen an Serienräder geschraubt. Egal ob als Einsteiger-Version mit nur zehn mechanisch betätigten Gängen oder mit Oberklasse-Flair als 2x11-Elektroschaltung: Mit dem Gravelbike-Boom gingen auch die dazu passenden Shimano-Komponenten weg wie geschnitten Brot.

Bei den Antrieben gerieten die Japaner gleich nach der Vorstellung in Rückstand. SRAM nutzte bei seiner fast zeitgleich präsentierten AXS zwölf statt elf Ritzel; die “XPLR” genannten Ableger der Rennrad-Gruppen bieten attraktive Optionen mit Einfach-Kettenblatt und Kassetten mit Ritzelgrößen bis in Mountainbike-Dimensionen.

Mit Campagnolo und SRAM lassen sich zudem deutlich leichtere (wenngleich teurere) Räder aufbauen. Bis zu 300 Gramm war ein ansonsten identisches GRX-Rad zwangsläufig schwerer, weil die Japaner auf eher robuste Bauart und viel Aluminium statt Carbon setzten.

Schon der erste Blick auf das neue Gravel-Flaggschiff des Marktführers zeigt, dass sich auch das Update der Elektronik-Gruppe auf ein vorsichtiges Facelift beschränkt. Es übernimmt die Bremsen und den Antriebsstrang der mechanischen Variante, lediglich Schaltbremshebel, Umwerfer und Schaltwerk sind wirklich neu.

Das Schaltverhalten ist vorn wie hinten wie erwartet super, allerdings geht der Umwerfer recht laut zu Werke. Am Hinterrad arbeitet das neue Schaltwerk schnell und präzise. Der bewährte Dämpfer verhindert zuverlässig, dass die Kette bei Erschütterungen schlägt. Die Übersetzung mit zwei Kettenblättern vorn und 11-36-Kassette - fertigungstechnisch auf 105-Niveau - dürfte für die meisten Anwendungen gut passen. Untersetzungen für die Berge sind ebenso an Bord wie schnelle Gänge, und als Zwölffach-Paket ist das Getriebe angenehm fein abgestuft. Doch wer individuelle Ansprüche an sein Gravelbike-Getriebe hat, schaut bei der GRX Di2 in die Röhre.

Zur Abrundung der Schaltgruppe führt Shimano mit der Zwölffach-Generation der GRX passende Laufräder und SPD-Pedale ins Programm.

Shimano GRX vs. Shimano 105: Der Vergleich

Shimano ist seit über 100 Jahren einer der bekanntesten Hersteller für Fahrradkomponenten. Bei Schaltwerken nimmt das Unternehmen eine stabile Position als Weltmarktführer ein. Mit dem Shimano GRX und dem Shimano 105 hat es zwei Bestseller auf den Markt gebracht, die trotz ähnlicher Leistung für unterschiedliche Einsätze konzipiert sind. Sie unterscheiden sich in einigen wichtigen Details voneinander. Das ist vor allem für "Builder" interessant, die sich ihr individuelles Bike zusammenstellen wollen.

Im direkten Vergleich Shimano GRX vs. 105 zeigen beide Schaltwerke Stärken, allerdings mit unterschiedlichen Zielgruppen.

Die Shimano 105 Schaltgruppe ist ein traditionelles, bewährtes und beliebtes Set von Bauteilen für Renn- und Tourenräder. Sie überzeugt durch eine hohe Variabilität, Präzision und ausgereifte Technik. Da sie vorwiegend für Straßeneinsätze konzipiert ist, kann sie filigraner ausfallen. Besonders interessant an der Shimano 105 ist ihre Vielzahl an möglichen Gängen. Je nach Kurbelrad-Ritzel-Kombination sind bis zu 24 Gangstufen möglich. Die 105er Serie gilt als Einstieg in die Performance-Gruppe.

Das teurere aber dennoch leichtere Shimano GRX Schaltwerk ist im Vergleich zum 105 Schaltwerk mehr noch auf Robustheit und Zuverlässigkeit ausgelegt. Diese Orientierung braucht es auch, da es vorwiegend für den leichten Geländeeinsatz konzipiert ist. Sein Zuhause sind Waldwege, Schotterpisten und ebenes Gelände. Entsprechend werden für die GRX nur Scheibenbremsen angeboten. Scheibenbremsen bieten bessere Bremsleistung und Modulation in allen Bedingungen, insbesondere im Gelände und bei Nässe. Insgesamt bietet die Shimano GRX eine große Vielseitigkeit, die sich auch für "Radwander-Einsätze" eignet.

Wo Shimano drauf steht, ist Markenqualität drin. Performance, Belastbarkeit und Zuverlässigkeit kauft der Kunde mit dem Namen mit. Die Qualität ist über alle Zweifel erhaben und preislich liegen die Brems- Schaltgruppen im akzeptablen Bereich, wenngleich die GRX deutlich teurer ist als die alteingesessene Shimano 105.

Grundsätzlich ist die Shimano GRX als Schaltwerk für Gravel-Bikes und Cyclocrosser gedacht. Sie bietet bei leichten Geländefahrten, Waldwegen und Schotterstrecken eine ausreichende Performance und ist technisch höher entwickelt. Während die Shimano 105 nur mechanische Gangwechsel ermöglicht, ist bei der Shimano GRX optional eine elektrische Schaltung (Di2 - Digital integrated intelligence) möglich.

Weitere Unterschiede

  • Anzahl der Gänge: Bei der Shimano 105 sind, je nach Kombination aus Ritzel und Kettenrad, bis zu 24 Gänge möglich. Die Shimano GRX kommt mit maximal 22 Gängen auf zwei weniger.
  • Übersetzungsverhältnisse: Das GRX Schaltwerk bietet breitere Übersetzungsverhältnisse als die 105er Gruppe, um den Anforderungen von Gravel- und Adventure-Radfahrern gerecht zu werden.
  • Ergonomie: Die GRX-Schaltgruppen haben ergonomische Verbesserungen im Vergleich zur 105, um den Komfort und die Kontrolle bei Offroad-Fahrten zu erhöhen.
  • Kettenführung: Die GRX verfügt über eine bessere Kettenführung und Kettenstabilisierung, um das Risiko von Kettenabwürfen und Kettenschlagen in unebenem Gelände zu reduzieren.

Spätestens mit der elektronischen Variante werden die Preisunterschiede deutlich. Das Shimano GRX hat einen massiveren Look. Das Shimano GRX ist aus hochwertigem Aluminium und Kunststoff gefertigt. Der "Shadow Plus" Schaltmechanismus des Shimano GRX ermöglicht ein besonders präzises und schnelles Schalten.

Das Shimano GRX ist in 1x11- und 2x11-Gang-Konfigurationen erhältlich. Das Shimano 105 bietet 2x11- und 3x11-Gang-Konfigurationen.

Mechanisches 12fach-Schalten

In den vergangenen Jahren fokussierte sich Shimano voll auf elektronische Rennradkomponenten, jetzt schicken die Japaner mit der 105 und GRX neue Mechanik-Gruppen für den Straßen- und Gravel-Einsatz an den Start.

Anders als Mitbewerber Sram, der mit seiner Apex jüngst ebenfalls eine mechanische 12-fach-Gruppe präsentierte, halten die Japaner allerdings am zweiten Kettenblatt fest. Die 105 kommt als echte Rennradgruppe mit 2-fach-Kurbel in fünf gängigen Längen (160 bis 175 mm).

Übersetzung Shimano 105 12fach

Ein Blick auf die Zielgruppe - die 105 richtet sich eindeutig an Hobbyfahrer*innen - erklärt die verfügbaren Abstufungen der Kettenblätter: Die 105 ist in zwei Varianten erhältlich: mit Kompaktkurbel (50/34) oder, jetzt neu, mit Semikompaktkurbel (52/36). Am Hinterrad sitzt wahlweise eine 11-34er- oder eine 11-36er-Kassette, die mit neu entwickelten Zahnprofilen besonders präzise schalten soll.

Neu entwickelt sind auch das kompakt bauende Shadow RD-Schaltwerk, das ebenso wie der Umwerfer "besonders leichtgängig, effizient und geräuscharm" schalten soll, wie der Hersteller verspricht.

Die neuen Brems-/Schalthebel lobt Shimano für "modernste Ergonomie" und "ansprechendes, cleanes Cockpit-Design", viel wichtiger erscheint aber, dass die Hebel durch ihre kompakte Form auch mit kleinen Händen gut bedienbar sein sollen.

Shimano GRX: Die Gravellücke ist gefüllt

Im Sommer 2018 kam uns die Ultegra RX zu Hilfe - eine Kettenschaltung mit Schaltzügen für Rennräder und einer Käfigdämpfung. Trotzdem war es nicht das, worauf wir gewartet haben - erstens störte es den Puristen, keine einheitliche Schaltgruppe zu haben, und zweitens hatte die Ultegra RX ein wesentliches Problem. Der Käfig war nur mit Kassetten bis zu 34 Ritzeln kompatibel. Für 2x11-Antriebe war in der Gravel-Welt die Sache gelöst und bis heute kombinieren viele Leute z.B. Abhilfe hat hier die Shimano GRX-Gruppe geschafft, die endlich eine Kettenschaltung für Rennrad-Schalthebel hat, die eine Käfigdämpfung und einen Käfig für Kassetten mit einer maximalen Reichweite von 11t-42t aufweist.

Abgesehen von den offensichtlichen ästhetischen Aspekten, fällt auch das neue Design der Schalthebel schnell auf - der Griff selbst ist breiter und bietet einen sichereren Halt und Bremsen. Zusätzlich ist die Bremshebelachse angehoben, so dass die Kraft, die man zum Bremsen aufbringen muss, reduziert wird. Dadurch bedarf das Bremsen noch weniger Kraft, und die Modulation ist genauer.

Das Nächste, worauf Shimano setzt, ist, nach der aktuellen Mode auf breitere Reifen zu setzen. In diesem Fall haben wir hier eine geänderte Kettenlinie - die Kurbel steht 2,5 mm nach außen.

Shimano GRX: Welche Möglichkeiten stehen zur Wahl?

Die passende Übersetzungsumfang ist natürlich extrem wichtig. Es bietet einen eher standardmäßigen Übersetzungsumfang von 11-42t. Bei den Kurbeln hat man die Wahl zwischen RX800 (40t, 42t) und RX600 (40t). Fährt man also viel auf Asphalt, so ist es besser, eine Kurbel aus einer höheren Gruppe mit 42 Zähnen zu nehmen, sie wird uns die höchste Übersetzung von 3,82 bieten, statt 3,63 bei ein 40t-Ritzel. Die leichteste Übersetzung, die man erreichen kann, ist 40/42 also 0,95.

Eine Schaltung für Gruppen mit zwei Kettenblättern nimmt maximal eine 11-34t-Kassette auf. Die Kurbeln hingegen bieten Kombinationen von 46-30t (RX600) und 48-31t (RX800). Auch hier kann man sehen, dass für die höhere Gruppe intuitiv, je nach Fortgeschrittenheitsgrad, höhere Gänge zur Verfügung stehen. Mit der RX600 erhält man also ein Verhältnis von 4,18 bis 0,88 und mit der RX800 ein Verhältnis von 4,36 bis 0,91.

Die billigste GRX-Schaltgruppe, RX400, hat eine Kettenschaltung mit einem Umfang von 11-36t und eine Kurbel, genau wie die RX600, mit 46-30t Kettenblättern. Damit erhält man die niedrigste Umsetzung die man in Shimanos neuer Ausrüstung finden kann, d.h. von 4,18 bis 0,83.

Das beste Preis-/Leistungsverhältnis hat natürlich, ähnlich wie die Shimano 105, die mittlere RX600 Gruppe. Sie hat bereits eine vollständige Auswahl an Gängen - 1x11 oder 2x11, was für jede Reise ausreicht. Das Schalten ist zuverlässig und leise, die Kettenschaltung macht auch unter Last eine gute Figur. Die 2x11-Version ist ideal für die eher zum Endurance-Bike neigende Version eines Gravelbikes.

Die Shimano GRX RX800 ist in manchen Fällen ein Overkill. Gewicht und Verarbeitungsqualität sind auf noch besserem Niveau, aber die Überlegenheit in Hinsicht der Betriebskultur ist minimal. Der offensichtliche Unterschied ist natürlich nach dem Umstieg auf die Di2-Version spürbar.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Shimano wirklich sein Bestes gegeben hat und sich die Änderungen gegenüber anderen Gruppen nicht nur auf das Aussehen beschränken. Die Shimano GRX ist eine wirklich gut durchdachte Ausrüstung, die dauerhaft ihren Platz in der Fahrradgeschichte einnehmen wird.

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