Shimano Hydraulische Scheibenbremsen am Rennrad: Vorteile und Nachteile

Die Diskussion über Scheibenbremsen am Rennrad ist heikel und wird oft von Gefühlen geleitet. Es ist, als ob man einen Apple-User von einem Windows-PC überzeugen möchte und umgekehrt. RennRad hat für Sie die wichtigsten Argumente zusammengetragen. Die Entscheidung pro oder contra Scheibenbremsen ist schlussendlich eine individuelle Geschmacks-, aber auch Preisfrage.

Der Stand der Dinge

Fragt man in der Industrie nach, haben Felgenbremsen am Rennrad keine Zukunft. Hersteller wie etwa Focus setzen bei der Rahmenentwicklung zukünftiger Rennrad-Modelle ganz auf Scheibenbremsen. Die Konsumenten hingegen sind sich uneins. Für viele Rennradfahrer ist die Optik eines Disc-Renners ungewohnt, nicht wenige finden sie zu klobig, zu schwer. Das Plus an Bremsleistung sei außerdem ein zu geringes Kaufargument. Andere wiederum schwören auf die neue Technik. Auf langen Abfahrten, beispielsweise an einem Alpenpass, sei die Bremsleistung mit Disc besser.

Im Profibereich lässt der Weltradsportverband UCI seit dem 1. Juli 2018 Disc-Rennräder zu einzelnen Rennen zu. Genutzt wird die Option allerdings bisher nur von wenigen Teams. Zum einen dauert der Laufradwechsel bei einem Defekt länger. Zum anderen sehen einige die erhöhte Gefahr schwerwiegender Verletzungen bei Massenstürzen. Scheibenbremsen könnten beim Sturz zu starken Verbrennungen der Haut führen. Im schlimmsten Fall schneide man sich ein Bein auf, meinte zum Beispiel Fabian Cancellara erst kürzlich in einem Interview. Für ihn kommt die neue Technik nicht in Frage: „Ich werde in meiner letzten Saison nichts Neues ausprobieren“, erklärte er. „Bei Klassikern brauchen wir die Scheibenbremsen nicht.“

Und doch findet man Disc-Rennräder im Profi-Peloton bei einzelnen Rennen. Für das Team Sky testete Bernhard Eisel 2015 bei der Eneco Tour Scheibenbremsen an seinem Pinarello Dogma F8. Er zeigte sich hinterher überrascht. „Glauben Sie mir, ich bin der Letzte, der die Disc benutzen will, aber ich sollte sie ausprobieren. Hinterher könnte ich mich immer noch beschweren, meinte mein Team. Im Moment funktionieren sie perfekt. Überhaupt keine Beschwerden.

Viele Insider sagen hinter vorgehaltener Hand, dass die neuen Scheibenbremsen im Profi-Peloton sichtbar sein müssten, um den Massenmarkt zu erobern. Genau diese Korrelation zwischen dem Einsatz im Feld der Profis und dem Verkaufserfolg in der Breite könnte in Sachen Scheibenbremsen jedoch zum Zankapfel werden. Setzt sich die Disc in den nächsten zwei Jahren im Profibereich nicht durch, könnte ein veritabler Kaufgrund für den durchschnittlichen Radkäufer wegfallen.

Vorteile von Shimano Hydraulischen Scheibenbremsen

Dabei gäbe es durchaus gute Argumente für die möglichst weite Verbreitung von Scheibenbremsen. Da sind vor allem die auch bei nassen Bedingungen konstant guten Bremseigenschaften zu nennen. Zum Bremsen ist - bei hydraulischen Scheibenbremsen - weniger Fingerkraft nötig. Man kann seine geliebten Carbon-Laufräder „ewig“ lange fahren, da die Felgen nicht verschleißen. Viele potenzielle Disc-Käufer wissen um die Vorzüge der „Scheibe“. Nicht wenige unter ihnen drehen seit Jahren im Winter auf dem Mountainbike ihre Trainingsrunde. Niemand käme dabei auf die Idee, zurück zur Felgenbremse wechseln zu wollen.

  • Gleichbleibend hohe Bremsleistung auch auf langen Abfahrten.
  • Konsistente Bremsleistung unter allen Wetterbedingungen.
  • Anpassung der Brems-Performance an die unterschiedlichsten Bedingungen, Geländeformen, Fahrergewichte und Fahrtechnik-Niveaus.
  • Weniger Fingerkraft nötig.
  • Mehr Möglichkeiten beim Laufradbau.
  • Kein Felgenverschleiß
  • Keine Gefahr von Überhitzung der Felge auf langen Abfahrten
  • Kein Zugverschleiß (bei hydraulischen Systemen)

Wer als Otto-Normal-Verbraucher einmal mit dem Disc-Rennrad eine Passabfahrt genießen konnte, der weiß um die enormen Vorteile dort. Ein leichtes „Anlupfen“ der Bremshebel und das Rad bremst. Gut, auch Felgenbremsen sind im Laufe der Zeit besser und sicherer geworden. Aber gerade auf längeren Abfahrten, auf denen viel gebremst werden muss, laufen Carbon-Felgen noch immer Gefahr zu überhitzen. Nicht selten platzt dadurch der Schlauch. Die Folgen für den Fahrer sind unkalkulierbar. Mit Scheibenbremsen hingegen bleibt das Bremsen auf dem Rennrad bei allen Wetterbedingungen kalkulierbar. Auch bei Nässe kann man auf die konstant guten Bremseigenschaften vertrauen. Mit wenig Fingerkraft zu mehr Sicherheit. Für mich ist diese Gleichung entscheidend.

Außerdem kann sich der Disc-Kauf langfristig auch finanziell auszahlen, da man maximal die Bremsbeläge, die Flüssigkeit und die Scheiben austauschen muss. Dafür bleibt einem aber die weit teurere Felge erhalten.

Nachteile und Bedenken

Nach wie vor existieren aber auch berechtigte Einwände gegen den Einsatz von Disc-Rennrädern. Sie sind schwerer als Räder mit Felgenbremsen. Das Mehrgewicht an den Laufrädern wirkt sich auf die Straßenlage und das Fahrverhalten aus. Dazu kommen die gelegentlichen Schleifgeräusche. Eine Felgenbremse schleiffrei einzustellen, ist relativ einfach. Das Set-up einer Disc hingegen - dazu gehört auch die Entlüftung - ist mit einem deutlichen Mehraufwand verbunden. Darüber hinaus herrscht in der Branche Unklarheit darüber, wie groß die Bremsscheibe denn eigentlich sein muss, um dem Fahrer ein sicheres Bremsen zu ermöglichen. Einheitliche Standards? Bisher Fehlanzeige! Sram und Shimano bieten noch etliche Optionen bei den Scheibendurchmessern. Dazu hat Shimano allerdings durchsickern lassen, aktuell größere Bremsscheiben zu testen, als sie bisher verwendet werden. Dauerkonkurrent Campagnolo hat bereits seine Disc-Prototypen vorgestellt. Die Markteinführung steht aber noch nicht fest.

  • Erhöhtes Gewicht: Scheibenbremsen sind schwerer als Felgenbremsen.
  • Komplexere Wartung: Das Set-up und die Entlüftung sind aufwendiger.
  • Fehlende Standards: Unklarheit über die optimale Bremsscheibengröße.
  • Aerodynamische Nachteile: Im Windkanal sind Scheibenbremsen Felgenbremsen leicht unterlegen.
  • Verletzungsgefahr: Erhöhte Verletzungsgefahr bei Stürzen, insbesondere im Profi-Peloton.

Wind und Luftwiderstand sind die natürlichen Feinde des Radfahrers. Gerade im Bereich Aerodynamik hat es in den letzten Jahren wohl den größten technologischen Fortschritt gegeben. Mit den Aero-Rädern hat sich gar eine neue Rennradklasse etabliert. „Integration“ heißt das vielzitierte Zauberwort der Entwickler. In einer Zeit also, in der die Räder immer aerodynamischer und schneller werden, wirkt die Disc wie ein Schritt zurück.

Das große Thema aber lautet: Sicherheit. Hier haben Tests mit schwereren Fahrern gezeigt, dass die aktuellen Discs bei ständigem Bremsen - vor allem wegen ihrer meist geringen Scheibengrößen von 160 Millimetern vorne und 140 hinten - gerade auf langen Passabfahrten ans Limit kommen können.

Technische Details und Standards

Wie werden die Laufräder mit dem Rahmen verbunden? Bisher kannte man in diesem Fall die bewährte Schnellspannerlösung. Durch das Mehrgewicht der Disc im Gabelbereich setzen aber immer mehr Hersteller auf das im MTB-Bereich etablierte Steckachsensystem. Dieses soll vor allem eine bessere Kraftübertragung bei den Scheibenbremsen-Modellen ermöglichen. Doch auch hier fehlen aktuell einheitliche Lösungen. Von einer Standardlösung ist die Industrie noch weit entfernt.

Shimano bietet hydraulische Scheibenbremsen fürs Rennrad und für Cyclo-Crosser mit elektronischen Di2-Schaltungen an. Die Disc-Bremsen BR-R785 sollen unter allen Witterungsbedingungen gleichbleibend hohe Bremsperformance bieten. Das hydraulische Scheibenbremsen-Set von Shimano besteht aus komplett neu entwickelten Schalt-/Bremshebeln und Rennrad-Bremssätteln auf Ultegra-Niveau, einer neuen 140 mm Bremsscheibe mit Ice-Tech Kühlrippen und speziellen Scheibenbrems-tauglichen Center-Lock Naben und Laufrädern.

Die hydraulischen Rennrad-Scheibenbremsen sind mit der Ice-Tech Technologie ausgestattet, die in Mountainbike Gruppen wie XTR und XT eingeführt wurde. Die Bremsscheibe ist eine dreilagige Sandwichkonstruktion aus Edelstahl-Flanken mit einem Aluminium-Kern und bietet dadurch eine verbesserte Wärmeableitung. Mit zwei Optionen bei den Freeza SM-RT99 Bremsscheiben lässt sich die Bremspower individuell an die Bedürfnisse anpassen. Standardmäßig kommen Rotoren mit 140 mm zum Einsatz, bei besonderen Anforderungen an die Bremsleistung kann optional die 160 mm Bremsscheibe montiert werden.

Im Gegensatz zu den bisherigen, aus dem Mountainbike-Bereich bekannten Ice-Tech Bremsscheiben bieten die neuen Freeza Rotoren Aluminium-Kühlrippen, die die Systemtemperatur durch ihre vergrößerte Oberfläche, laut Shimano, um weitere 50 °C reduzieren können. Für die hydraulischen Scheibenbremsen gibt es keine Gewichtsbeschränkung.

Zusammen mit den hydraulischen Scheibenbremsen stellt Shimano einen kompatiblen Laufradsatz auf Ultegra Niveau vor. Der Trend ist klar, an Rennräder mit Scheibenbremsen wird sich in Zukunft jeder Road Biker gewöhnen müssen. Alle großen Hersteller von Antriebsgruppen sind mittlerweile auf den Zug aufgesprungen, auch eine immer größer werdende Zahl von Fahrradherstellern bevorzugt inzwischen das zugegebenermaßen einfach überlegene Bremssystem. Die Chancen stehen gut, dass auch dein nächstes Rennrad - oder vielleicht auch das übernächste - Scheibenbremsen hat. Bei allen Vorteilen haben sie aber auch ihre Eigenheiten und Nachteile. Da das Thema Scheibenbremsen bei Rennrädern stets kontrovers diskutiert wird und häufig Halbwissen ausgetauscht wird, haben sich unsere Kollegen von CyclingTips die Zeit genommen, die häufigsten Fragen rund um das Thema herauszuschreiben und sie alle auf einmal zu beantworten.

Mechanische vs. Hydraulische Scheibenbremsen

Eine mechanische Scheibenbremse funktioniert ziemlich genau wie eine klassische Felgenbremse. Der Bremshebel ist über den Bremszug mit dem Bremssattel verbunden, wenn du den Bremshebel ziehst, löst der Zug einen Bremskolben aus, der der einen einzelnen Bremsklotz bewegt, und zwar in Richtung der Bremsscheibe, die dann zwischen dem beweglichen und einem starren Bremsklotz eingeklemmt wird. Manche mechanischen Bremsen, die TRP Spare zum Beispiel, haben auch zwei bewegliche Bremsklötze, die gleichzeitig gegen den Rotor drücken.

Eine hydraulische Bremse ähnelt noch mehr einer modernen Autobremse, hier wird der Druck durch Flüssigkeit übertragen. Die Flüssigkeit befindet sich im Hauptbremszylinder, der sich innen im Bremshebel versteckt. Wenn du am Bremshebel ziehst, wird die Flüssigkeit aus dem Zylinder und in den Bremsschlauch gepresst. Diese Flüssigkeit drückt dann die Kolben des Bremssattels an beide Seiten des Rotors.

Warum sind hydraulische Bremsen besser? Mechanische Bremsen sind äußerst zuverlässig, die Züge und der Bremskörper sind aber weniger effizient in Sachen Kraftübertragung, Schmutz setzt sich leichter fest und sie müssen immer wieder manuell nachjustiert werden, da die Bremsklötzchen sich abnutzen. Im Gegensatz dazu gleichen hydraulische Bremsen automatisch den Verlust an Bremsbelag aus, sie sind leichter, und rundum versiegelt gegen Umwelteinflüsse. Zusätzlich dazu hat ein hydraulisches System weniger Kraftverlust durch Reibung zu verzeichnen, wenig Zug am Bremshebel generiert jede Menge Bremskraft.

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Aspekte zusammen:

Merkmal Mechanische Scheibenbremsen Hydraulische Scheibenbremsen
Funktionsweise Über Bremszug Über Bremsflüssigkeit
Wartung Manuelle Nachjustierung erforderlich Automatische Anpassung
Effizienz Weniger effizient Höhere Kraftübertragung
Zuverlässigkeit Zuverlässig, aber anfälliger für Schmutz Weniger anfällig für Umwelteinflüsse

Wartung von Shimano Hydraulischen Scheibenbremsen

Scheibenbremsen sind bei Mountainbikes aufgrund ihrer vielen Vorteile schon fast nicht mehr wegzudenken. Seit ein paar Jahren sind Scheibenbremsen auch bei Rennrädern auf dem Vormarsch. Es gibt zwar immer noch ein paar Rennräder mit Felgenbremsen, aber diese sind meist im Einstiegssegment zu finden. Im mittleren und gehobenen Segment sind Scheibenbremsen auch hier das bevorzugte Bremssystem. Höchste Zeit also für einen verständlichen und vollständigen Leitfaden für die Wartung deiner hydraulischen Scheibenbremsen.

Die Wartung der hydraulischen Scheibenbremsen an deinem Rennrad erfordert eine gute Vorbereitung und technisches Verständnis für die durchzuführenden Maßnahmen. Bitte beachten! Verwende immer die richtige Bremsflüssigkeit für die Marke und den Typ deiner Bremse. Bei Shimano Bremssystemen ist dies eine Flüssigkeit auf Mineralölbasis.

  1. Entferne das Laufrad und kippe das Fahrrad so, dass eine gleichmäßige Linie zwischen dem Bremssattel und dem Bremshebel nach oben zeigt.
  2. Verwende dazu einen flachen Gegenstand, z. B.
  3. Lege einen Bremsbelag-Abstandhalter zwischen die Kolben.
  4. Stecke den Füllschlauch auf die Spritze und fülle die Spritze zu etwa zwei Dritteln mit Shimano Mineralöl-Bremsflüssigkeit. Halte den Füllschlauch mit dem offenen Ende nach oben und drücke den Kolben (auch Plunger genannt) leicht hinein.
  5. Fixiere den Trichter. Befestige den Trichter für das Öl an der Entlüftungsöffnung oben auf dem Bremshebel. Klappe dazu den Bremshebelgummi zurück, sodass die Entlüftungsöffnung sichtbar wird. Shimano verwendet je nach Bremshebelmodell unterschiedliche Positionen für die Entlüftungsöffnung.
  6. Am besten wickelst du einen alten Lappen um die Rückseite des Bremshebels. Dadurch werden die Bremshebelgummis und das Lenkerband vor Verunreinigungen durch Bremsflüssigkeit geschützt. Entferne nun die Schraube, die die Entlüftungsöffnung verschließt.
  7. Befestige den Entlüftungsadapter am Trichter und schraube diese Konstruktion auf die Entlüftungsöffnung des Bremshebels.
  8. Die hydraulischen Bremshebel von Shimano sind mit internen Leitungen zum Bremsflüssigkeitsbehälter im Inneren des Bremshebels ausgestattet. Um sicherzustellen, dass die Luft vollständig aus dem Bremshebel entfernt wird, muss der Bremshebel in einer Steigung stehen. Der Grad der Neigung hängt vom jeweiligen Modell ab.
  9. Schließe die Spritze und den Schlauch mit der neuen Bremsflüssigkeit über die bereits erwähnte Entlüftungsöffnung an den Bremssattel an. Öffne nun den Entlüftungsanschluss um eine halbe Umdrehung. Drücke dann fast die gesamte Flüssigkeit durch den Bremssattel nach oben in Richtung des Trichters am Bremshebel.
  10. Wenn die austretende Flüssigkeit verschmutzt ist, muss sie ersetzt werden. Schließe den Trichter und entferne die alte Flüssigkeit. Bremsflüssigkeit gehört nicht in den Ausguss, entsorge diese bei deiner örtlichen Sammelstelle. Setze den sauberen Trichter wieder auf den Bremshebel und fülle ihn zu drei Vierteln mit neuer Flüssigkeit. Drehe den Lenker nach oben, sodass sich der Bremshebel in einem 45-Grad-Winkel befindet.
  11. B. ein Ziplock-Beutel befestigt ist (um überschüssige Flüssigkeit aufzufangen), wieder an die Entlüftungsöffnung des Bremssattels an.
  12. Betätige mehrmals den Bremshebel, um den Fluss der Bremsflüssigkeit zum Bremssattel einzuleiten. Überschüssige Flüssigkeit fängst du in dem Beutel am anderen Ende des Schlauchs auf. Klopfe vorsichtig an der Bremsleitung und am Bremssattel entlang, z. B. Achte darauf, den Trichter mit neuer Bremsflüssigkeit nachzufüllen, wenn er leer läuft, damit keine Luft in die Leitung gelangt.
  13. Fülle den Trichter erneut. Fülle den Trichter mit frischer Flüssigkeit auf. Halte dabei den Bremshebel gedrückt, um den Druck auf die Kolben aufrechtzuerhalten.
  14. Öffnen und Schließen der Entlüftungsöffnung. Öffne und schließe die Entlüftungsöffnung mit einer gleichmäßigen Bewegung. Das darf gerne etwas schneller geschehen. Der Druck vom Bremshebel verschwindet nun. Löse das Spannband und betätige den Bremshebel mehrmals, bis sich der Druck wieder auf das ursprüngliche Niveau aufgebaut hat. Wiederhole diese Schritte ein weiteres Mal.
  15. Kontrolliere den Bremshebel, ob die Dosierung deinen Vorstellungen entspricht. Wenn ja, ist es immer sinnvoll, auch noch das letzte bisschen Luft aus dem Bremssystem zu entfernen. Betätige die Bremse erneut mehrmals, um Luftblasen zu entfernen. Drehe nun den Lenker nach oben, bis die Oberseite des Bremshebels senkrecht zum Boden steht. Betätige die Bremse noch einige Male. Drehe nun den Lenker so, dass der Trichter aufrecht steht.
  16. Setze die Schraube mit der Gummischeibe wieder ein, sodass die Entlüftungsöffnung des Bremshebels wieder verschlossen ist.
  17. Entferne den Bremsbelagspreizer aus dem Bremssattel und reinige den Bremssattel mit Isopropanol-Alkohol, bevor du die Bremsbeläge austauschst.
  18. Die oben beschriebenen Schritte für Shimano Bremsen gelten normalerweise auch für SRAM- oder Campagnolo Bremssysteme. Achte nur darauf, dass du die richtige Bremsflüssigkeit verwendest. Bei SRAM handelt es sich beispielsweise um DOT-Flüssigkeit.

Wenn du deine hydraulischen Scheibenbremsen gewartet hast, solltest du auch prüfen, ob deine Bremsscheibe noch in Ordnung ist. Andernfalls ist deine Bremsleistung nämlich trotzdem noch nicht optimal.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0