Shimano Kassetten im Test: Haltbarkeit und Unterschiede

Die verschiedenen Kassetten von Shimano, wie Deore, SLX, XT usw., unterscheiden sich in Aufbau und Oberflächenfinish. Doch gibt es auch gravierende Unterschiede in Material und damit in der Haltbarkeit? Ab XT/XTR wird es interessant, da dort Titan zum Einsatz kommt, zumindest bei den hochbelasteten Ritzeln. Die Spider ist filigraner. Ob diese nun haltbarer sind, ist fraglich, da es dort irgendwann nur noch ums Gewicht geht.

Viele Anwender machen sich zu viele Gedanken über Ketten und Kassetten und fahren einfach, ohne sich den Kopf darüber zu zerbrechen, ob etwas 100 km länger hält oder 2 Gramm leichter ist. So wie schon hier geschrieben, geht es hauptsächlich um das Gewicht.

Haltbarkeit von Shimano Kassetten

In puncto Haltbarkeit ist XTR in der Regel schlechter, weil Leichtbau im Vordergrund steht. Eine Faustregel besagt, dass alle Ritzel aus Stahl sind bis auf das größte (oder die beiden größten). Das SLX hält genauso lang wie XT, weil der Hauptunterschied ist, dass das XT einen extra Ritzelträger (Spider) aus Alu hat, was Gewicht spart.

Alternativen und Erfahrungen

Einige Nutzer bevorzugen SRAM-Kassetten bei 9- und 10-fach Schaltungen, insbesondere das Top-Modell, das aus einem einzigen Stück Stahl gefräst ist und somit extra leicht ist. Es gibt auch die Erfahrung, dass Shimano länger hält als SRAM.

Kassetten unterscheiden sich im Aufwand der Ausfräsungen für Steighilfen (für weicheres, schnelleres Schalten) und Gewichtseinsparung. Bei der Haltbarkeit gibt es ab Deore keinen großen Unterschied. XT ist leichter, da die einzelnen Ritzel auf einem Spider montiert sind. XTR hat die größeren Ritzel statt aus Stahl aus Titan und ist nochmal leichter.

Ketten und Verschleiß

Bei Ketten gibt es ähnliche Eingruppierungen wie bei Kassetten. Dort ändert sich dann wohl nur die Güte der Oberfläche, sprich vernickelt oder auch nicht. Wer öfter mit dem MTB im Dreck fährt, hat etwas höheren Verschleiß. Eine HG50 Kette ist dann eine günstige Alternative. Eine E-Bike Kette von der Rolle wäre ideal. Ketten sind oft zu lang und der Rest ist dann leider für die Tonne. Ketten mit 110 Glieder gibt es, legt sich aber kaum jemand auf Lager, da kürzen doch kein Aufwand ist.

Die Längung der Kette wird immer mit einer Kettenverschleißlehre von Rohloff getestet. Eine Kassette macht maximal drei Ketten mit, dann sind die kleinen Ritzel fertig und ein Cassettentausch steht an. Hier im Flachland fährt man eher lange Gänge, deshalb konzentriert sich der Verschleiß auf wenige Ritzel.

Vergleich Shimano vs. SRAM

In der Welt der Schaltungen ist fanatische Loyalität weit verbreitet. Zitate wie „Shimano ist zuverlässig, SRAM ist Schrott“ schwirren in Forendiskussionen herum. Angesichts der Tatsache, dass beide Schaltgruppen exakt die gleiche Aufgabe auf nahezu identische Weise erfüllen, sind solch kontroverse Ansichten seltsam.

In der Anfangszeit des Mountainbikens dominierte Shimano über Jahrzehnte hinweg den Markt. Doch mit dem Aufkommen von SRAMs Eagle änderte sich alles. Mit 12 Gängen und einer Kassette mit 10-50 Zähnen erschuf SRAM die Eagle mit einer Bandbreite, die die Notwendigkeit eines Umwerfers obsolet machte. Shimanos Vorherrschaft lag in Trümmern. Mehrere Jahre lang hatte Shimano dem nichts entgegenzusetzen. Zwar wurde die XT-Kassette etwas größer, aber es schien, als sei kein Kampfgeist mehr vorhanden.

Shimano geht in direkte Konfrontation mit der formidablen SRAM X01 Eagle hinsichtlich Preis und Zielgruppe: Die XTR M9100 zielt auf anspruchsvolle Trail-Biker, die das Beste vom Besten wollen. Um herauszufinden, welche der beiden Schaltungen der King im Ring ist, wurden beide Schaltgruppen in einem schottischen Outdoor-Testlabor auf die Probe gestellt.

Performance im Test

Shimanos Freilauf mit SCYLENCE-Technologie ist eine Offenbarung. Fakt ist: SRAMs X01 Eagle hat die Notwendigkeit von Kettenführungen zunichte gemacht. Das X-SYNC 2-Kettenblatt mit einem Narrow-Wide-Zahnprofil krallt sich hartnäckig an der Kette fest. Shimanos XTR M9100 nutzt ein neues Dynamic Chain Engangement+, das nahezu identisch aussieht wie SRAMs älteres Zahnprofil und sehr effektiv ist. Es konnte nicht provozieren, dass die Kette vom Kettenblatt herunterspringt.

Shimanos XTR M9100-Schaltwerk besitzt eine stärkere RD+ Clutch, welche die Kette spürbar fester hält und lautloses Fahrvergnügen abliefert.

Gewicht vs. Robustheit

Bei diesem Kampf der Schwergewichte wurden die Gewichte sehr effektiv verringert und jede Komponente ist auf ihre bestmögliche Form reduziert worden. SRAM hat zwar die Nase vorn, aber nur um ein paar Gramm und hauptsächlich wegen der leichteren X01-Carbon-Kurbel. SRAMs einteilige Kassette mit 10-50 Zähnen ist ebenfalls ein Kunstwerk, mit einem entsprechenden Preis, aber jegliche Gewichtsersparnis wird durch das schwerere X01 Eagle-Schaltwerk zunichte gemacht.

Auch wenn Shimano rein auf dem Papier im Nachteil ist, besitzt die XTR M9100 eine kleinere ungefederte Masse (Kassette + Schaltwerk) und steckt mehr Gewicht in die robustere Kurbel, wo die Extra-Gramm von Vorteil sein können. Mit einer Carbon-Kurbel lässt sich zwar Gewicht sparen, aber es gibt bisher kaum gebrochene XTR-Aluminium-Kurbelarme.

Schaltperformance im Detail

Als die SRAM X01 Eagle herauskam, definierte sie geschmeidiges Schalten neu: Die gleichmäßigen Gangsprünge verteilen sich auf den mittleren Kassettenbereich, nur der finale Sprung auf das große 50-Zahn-Ritzel ist spürbar. Im Gegensatz dazu besitzt Shimanos XTR M9100-Kassette eine größere Bandbreite und verschiebt die größeren Sprünge zwischen die Ritzel mit 28 und 39 Zähnen. Auf dem Trail ergibt sich daraus ein sanfterer Übergang in das größte Ritzel mit 51 Zähnen, wodurch sich dieses mehr in die Bandbreite integriert anfühlt und weniger wie ein „Sicherheitsgang für den Notfall“.

Verglichen mit SRAMs X01 Eagle schaltet Shimanos XTR M9100 auf kurzen, knackigen Anstiegen und unter Last schneller und weicher auf die größten Ritzel. Das Einlegen des „Panik-Gangs“ in letzter Sekunde ist also kein Thema.

Wer in welligem Terrain zuhause ist, wird die grandiose Abstufung des mittleren Gangspektrums der SRAM X01 Eagle lieben. Wer jedoch in der Nähe von steilem Gelände mit harten Anstiegen lebt, wird die sanfteren Trittfrequenz-Wechsel in den letzten drei Gängen von Shimanos XTR M9100 zu schätzen wissen.

Wartung und Zuverlässigkeit

Es gibt keinen Zweifel daran, dass SRAMs X01 Eagle ein grandioser Antrieb ist, aber wie bei einem Supersportwagen sind sorgfältige Einstellung und Wartung nötig, um die beste Performance herauszukitzeln. Falls die B-Tension-Screw falsch eingestellt ist oder die Kabelspannung auch nur um das kleinste Maß nachlässt, beginnt sich die reibungslose Performance in Wohlgefallen aufzulösen und geisterhafte Schaltvorgänge und Verzögerungen treten auf.

In unserem Test hat sich Shimanos XTR M9100 ähnlich pingelig beim Einstellen verhalten, reagierte dafür aber unempfindlicher auf ein suboptimales Setup. Selbst als die B-Tension etwas verstellt wurde, blieben die Schaltvorgänge weiterhin weich und präzise.

Fazit des Tests

Auch in dem Versuch, jegliche Marketing-Übertreibungen oder kritische Kommentare zu vermeiden - was das Schalten angeht, ist Shimanos XTR M9100 einfach phänomenal. Selbst wenn man wie ein Idiot schaltet und unter Last die Gänge durch den Ritzelblock nach oben jagt: Das Schaltwerk verspottete unsere vergeblichen Versuche und arbeitete sich mit Nähmaschinen-gleicher Präzision durch die Gänge. Das Schalten ist knackig und wunderbar leichtgängig, mit gerade genug Widerstand, um eine grandiose Rückmeldung zu geben.

Im direkten Vegeich zu SRAMs X01 Eagle rasten die Gänge mit Shimanos neuem Instant Release-Mechanismus unter Last schneller und geschmeidiger ein, speziell in den größten Ritzeln. Ergonomisch gesehen sind die Schalthebel der Shimano XTR 9100 mit dem langen, gummierten Bereich unschlagbar - und die Möglichkeit, mit einem langen Drücken doppelt herunterzuschalten, kann SRAM ebenfalls nicht kontern.

In diesem Duell der Schwergewichte lieferten sich die beide Kontrahenden einen Kampf auf Augenhöhe, doch am Ende kann es nur einen Sieger geben. Shimano hat den Kampf zurück an SRAMs Türschwelle getragen und trumpft mit leichteren und effizienteren Schaltvorgängen gegenüber der SRAM X01 Eagle auf. Mit zuverlässiger Performance und überragender Ergonomie auf dem Trail sichert sich die XTR M9100 verdient den Sieg.

Allerdings hat sie auch eine Schwäche, eine Achillesferse und letztendlich hat das Ergebnis damit einen sehr faden Beigeschmack. Einen neuen Standard in Form des MICRO SPLINE-Freilaufs einzuführen, war kein unerwarteter Schritt - SRAM hat damals mit seinem XD-Freilaufkörper dasselbe getan. Aber da lediglich einige wenige Hersteller aktuell über kompatible Laufradsätze verfügen, werden die meisten Fahrer, die sich nach einem Upgrade umsehen - und wahrscheinlich bereits im Besitz eines teuren, jedoch inkompatiblen Laufradsatzes sind - den 7,6 Grad-Einrastwinkel der XTR-Nabe mit Konuslager als einen Schritt rückwärts ansehen.

Obwohl die XTR M9100 für Shimano einen riesigen Sprung nach vorn darstellt und die Messlatte in Sachen Schalten und Ergonomie höher legt, bedeutet der MICRO SPLINE-Freilauf in puncto Kompatibilität einen Schritt zurück.

Schaltgruppen im Überblick

Je teurer eine Schaltgruppe ist, desto besser und leichter ist sie auch. Doch muss es natürlich nicht immer eine XT oder XTR Schaltung sein. Für den Durchschnittmountainbiker reicht auch eine Alivio oder Deoreschaltung völlig aus, um sportliche Touren zu machen oder Spaß auf den Trails zu haben. Auch diese Schaltungen haben sich lange bewährt und garantieren lang anhaltenden Fahrspaß. Oftmals kommt in den günstigeren Schaltgruppen die gleiche Technik zum Einsatz, lediglich das Material unterscheidet sich.

Eine Schaltgruppe besteht meist aus Schaltwerk (hinten), Umwerfer (vorne), Kurbelgarnituren, Kassetten, Kettenblätter, Schalthebeln, Bremshebeln und den dazugehörigen Scheibenbremsen. Manchmal werden vom Hersteller des Fahrrads aber auch Komponenten ausgetauscht, sodass die Teile nicht alle der gleichen Gruppe angehören.

Shimano Schaltgruppen im Detail

  • Shimano Tourney: Konzipiert für Einsteiger- und Freizeit-Fahrräder. Bietet einfache Schaltung mit ausreichend Gängen und ist preisgünstiger.
  • Shimano Altus: Eine der Einstiegs-Schaltgruppen von Shimano und bietet eine solide Leistung zu einem erschwinglichen Preis.
  • Shimano Acera: Ermöglicht erste Erfahrungen im Gelände.
  • Shimano Alivio: Eine hochwertige Komponentengruppe, die für Alltagsfahrten und leichtes Gelände geeignet ist. Sie zeichnet sich durch reibungslose und präzise Schaltvorgänge aus.
  • Shimano Deore: Eine hochwertige und leistungsstarke Schaltgruppe, die für den Einsatz im Gelände und für Mountainbike-Touren geeignet ist. Sie zeichnet sich durch Robustheit und Zuverlässigkeit aus.
  • Shimano SLX: Bietet viele Vorteile für Mountainbiker, ist langlebig, zuverlässig, leicht und kompakt.
  • Shimano Deore XT: Eine hochwertige Komponentengruppe für Mountainbikes, die sich durch zuverlässige Schaltleistung, präzise Gangwechsel und robuste Bauweise auszeichnet.
  • Shimano XTR: Entwickelt für Fahrer, die höchste Anforderungen an die Leistung ihres Mountainbikes stellen. Bietet eine schnelle und präzise Schaltung und eignet sich für anspruchsvolle Trail-Sessions oder auch den Alpencross.

Die Richtige MTB Kassette Wählen

Die Wahl der richtigen MTB Kassette kann entscheidend für das Fahrerlebnis sein. Sie beeinflusst nicht nur die Gangwechsel, sondern auch die Gesamtleistung des Fahrrads. MTB Kassetten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, die jeweils spezifische Vorteile mitbringen:

  • 12-fach Kassetten: Diese Modelle, wie die Shimano XT M8100 oder die SRAM X01 Eagle, bieten eine breite Übersetzung und eine feine Gangabstufung.
  • 11-fach Kassetten: Die Shimano Deore XT M8000 und die SRAM X1 fallen in diese Kategorie.
  • 10-fach Kassetten: Diese Kassetten, wie die Shimano SLX M670, eignen sich für Einsteiger und Hobbyfahrer.

Eine regelmäßige Wartung der Kassette verlängert deren Lebensdauer und sorgt für gleichmäßige Gangwechsel. Regelmäßig sollten die Zähne auf Abnutzungspuren inspiziert werden.

11-fach vs. 12-fach Kassetten

Die Unterschiede zwischen 11-fach und 12-fach Kassetten sind entscheidend. 11-fach Kassetten, wie die Shimano SLX M7100, bieten eine breite Übersetzung und sind bekannt für ihre Zuverlässigkeit auf lange Strecken. Eine 12-fach Kassette bietet im Vergleich zur 11-fach Kassette mehr Zähne und somit eine größere Bandbreite. Dadurch kann man an steilen Anstiegen effizienter pedalieren. Die Wahl zwischen 11-fach und 12-fach hängt stark vom Fahrstil und dem Terrain ab. Möchte man schnelle Abfahrten und intensive Anstiege bewältigen, tendiert man oft zur 12-fach Kassette.

Materialien und Konstruktion

Die Materialien und die Konstruktion der MTB Kassetten spielen eine zentrale Rolle in ihrer Leistung und Haltbarkeit. Aluminiumkassetten wie die SRAM XG-1275 bieten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gewicht und Festigkeit. Auf der anderen Seite sind Stahlkassetten, wie die Shimano HG500, robuster, wiegen aber auch mehr. Die Konstruktion der Kassette beeinflusst auch die Gangwechselgeschwindigkeit. Ein besser gestaltetes Zahnprofil ermöglicht schnellere und präzisere Schaltvorgänge, wodurch man bei anspruchsvollen Fahrten Zeit spart. Die richtige Materialwahl hängt davon ab, was man von der Kassette erwartet.

Kompatibilität und Systeme

Die Kompatibilität der Kassette mit der Schaltung ist unerlässlich. Hersteller wie Shimano und SRAM haben ihre eigenen Standards, die sicherstellen, dass alle Komponenten reibungslos zusammenarbeiten. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist das Shimano 12-fach System, das nicht mit dem 11-fach-System kompatibel ist. Einige Marken bieten jedoch Mischsysteme an, die es einem ermöglichen, Komponenten verschiedener Hersteller zu kombinieren.

Pflege und Wartung

Langfristig ist die Pflege von Kassetten wesentlich, um ihre Lebensdauer zu verlängern. Regelmäßige Reinigung und Schmierung reduzieren den Verschleiß und erhalten die Schaltpräzision. Die dauerhafte Leistung einer MTB Kassette hängt stark von der regelmäßigen Wartung ab. Die Verwendung hochwertiger Kettenölprodukte fördert den reibungslosen Betrieb. Wartung beinhaltet auch eine regelmäßige Überprüfung der Zähne. Abgenutzte Zahnkränze können die Schaltleistung negativ beeinflussen. Werfen Sie einen Blick auf die Zähne, um zu erkennen, ob sie abgerundet oder stark abgenutzt sind. Ein gängiger Ansatz zur Reinigung ist das Abnehmen der Kassette und das Verwenden eines speziellen Reiniger-Mittels.

Auswahl und Vorteile Hochwertiger Kassetten

Die Entscheidung für eine hochwertige MTB Kassette bringt zahlreiche Vorteile mit sich, die sich direkt auf das Fahrerlebnis auswirken. Sie beeinflusst nicht nur die Effizienz des Schaltvorgangs, sondern auch die gesamte Performance des Bikes. Ein wichtiger Vorteil hochwertiger Kassetten ist das optimierte Gewicht in Verbindung mit der Performance.

Die Auswahl der perfekten MTB Kassette gibt einen entscheidenden Einfluss auf die Performance und das allgemeine Fahrerlebnis. Bei der Auswahl einer MTB Kassette ist die Kompatibilität mit anderen Antriebskomponenten essenziell.

Kompatibilität und Preis-Leistungs-Verhältnis

Schaltungssysteme sind nicht universell; sie variieren je nach Hersteller. Beispielsweise passen Shimano Kassetten, wie die Shimano Deore CS-M6100, optimal zu ihren entsprechenden Schaltungen, etwa der Shimano Deore XT M8100. Die Anzahl der Geschwindigkeiten der Kassette muss auch zur verwendeten Schaltung passen. Eine 12-fach Kassette wie die SRAM XG-1299 funktioniert nicht mit einer 10-fach Schaltung. Kompatibilität mit der Nabe kann ebenfalls wichtig sein, da unterschiedliche Nabenstandards eingesetzt werden. Das gilt zum Beispiel für die Umstellung von Shimano Hyperglide auf die XD-Ratchet-Naben von SRAM.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis spielt eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der geeigneten MTB Kassette. Hochwertige Kassetten bieten nicht nur eine verbesserte Leistung, sondern auch eine längere Lebensdauer. Low-Budget-Alternativen wie die Shimano CS-HG200-9 sind zwar günstiger, zeigen aber oft schneller Abnutzungserscheinungen und bieten weniger präzise Gangwechsel. Bei der Betrachtung des Preis-Leistungs-Verhältnisses müssen auch die möglichen Wartungs- und Austauschkosten im Auge behalten werden. Die Entscheidung sollte auch darauf basieren, wie oft das Rad benutzt wird und in welchem Terrain gefahren wird.

Tabelle 1: Vergleich von Fahrrad-Kassetten

Modell Geeignet für Anzahl Gänge Gewicht Übersetzung Material
Shimano Deore XT Citybike | Mountainbike | Rennrad 11 Gänge 600 g leichte Übersetzung Aluminiumbeschichteter Stahl
Bolany BIKECO-04020 Mountainbike 10 Gänge 460 g leichte Übersetzung keine Herstellerangabe
Sram XG-1275 GX Eagle Citybike | Mountainbike | Rennrad 12 Gänge 816,5 g leichte Übersetzung Stahlbeschichteter Stahl
Gdwd 31ZTZ MTB-Kassette 10-fach Mountainbike | Rennrad 10 Gänge 538 g leichte Übersetzung Stahlbeschichteter Stahl
Ktkeet ‎11-32T Mountainbike | Rennrad 10 Gänge 356 g mittlere Übersetzung beschichteter Stahl
Shimano CS-HG500 Citybike | Mountainbike | Rennrad 10 Gänge 300 g leichte Übersetzung beschichteter Stahl
Mszweirad Shimano CS-HG200 Citybike | Mountainbike | Rennrad 9 Gänge 450 g leichte Übersetzung Stahl

Der persönliche Fahrstil hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Auswahl der Kassette. Für Cross-Country-Fahrer, die hauptsächlich auf längeren Strecken und in gemäßigtem Gelände unterwegs sind, eignen sich Kassetten mit engeren Übersetzungsabständen, wie die Shimano SLX CS-M7100. Freerider und Enduro-Fahrer hingegen profitieren von einem breiten Übersetzungsbereich, der steile Anstiege und technische Abschnitte besser bewältigt.

Regelmäßige Wartung ist entscheidend für die Lebensdauer jeder MTB Kassette. Schmutz und Schleifpartikel können die Zahnräder abnutzen und die Gangwechsel beeinträchtigen. Zur Pflege benutze ich einen speziellen Kettenreiniger und eine weiche Bürste, um die Kassette gründlich zu reinigen. Anschließend trage ich ein hochwertiges Kettenöl wie das Finish Line Wet Lube auf, um eine reibungslose Funktion zu gewährleisten.

Materialien, Gewicht und Zugänglichkeit

Die Materialien und die Konstruktion der Kassette haben wesentlichen Einfluss auf Gewicht und Haltbarkeit. Hochwertige Kassetten setzen oft auf eine Kombination aus geschmiedetem Aluminium und gehärtetem Stahl. Günstigere Modelle setzen häufig auf minderwertige Materialien, was zu schnellerem Verschleiß führt.

Das Gewicht der Kassette ist ein oft übersehener, aber entscheidender Faktor. Während viele Fahrer Wert auf ein leichtes Bike legen, bietet eine leichtere Kassette oft eine bessere Gesamtperformance. Im Gegensatz dazu wiegt eine herkömmliche Kassette wie die Shimano CS-HG200-9 über 500 Gramm und kann den Fahrer zusätzlich belasten.

Die Zugänglichkeit der Kassette ist ein weiterer Punkt, der bei der Auswahl berücksichtigt werden sollte. Für spezielle Modelle wie die Shimano XTR oder SRAM XX1 kann eine vorherige Recherche nötig sein, um Verfügbarkeit zu prüfen. Auch das passende Werkzeug zur Installation einer neuen Kassette muss für reibungslose Montage bereit liegen.

Die Wahl der richtigen MTB Kassette ist entscheidend für ein optimales Fahrerlebnis. Sie beeinflusst nicht nur die Gangwechsel sondern auch die gesamte Performance des Bikes. Durch regelmäßige Wartung kann man die Leistung der Kassette langfristig sichern und den Fahrspaß maximieren.

Es gibt auch aktuelle Entwicklungen wie die Shimano XTR M9200 Di2-Schaltgruppe, eine kabellose High-End-Gruppe, die jedoch auch Kompromisse mit sich bringt, wie etwa eine höhere Geräuschentwicklung in der Abfahrt.

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