Shimano Kettenblatt 32 Zähne 11 Fach Test: Die Optimale Übersetzung für Dein Mountainbike

Die Wahl des richtigen Kettenblatts ist entscheidend für die Performance Deines Mountainbikes. Insbesondere bei 1-fach-Antrieben spielt die Größe des Kettenblatts eine zentrale Rolle, um die passende Übersetzung für unterschiedliche Streckenprofile zu finden. Dieser Artikel beleuchtet das Shimano Kettenblatt mit 32 Zähnen für 11-fach-Schaltungen und vergleicht es mit Alternativen von SRAM.

Die Bedeutung der Kettenblattgröße

Die Größe des Kettenblatts beeinflusst maßgeblich die Übersetzung Deines Antriebs. Dabei ist es wichtig, die Bandbreite Deiner Kassette zu berücksichtigen. Die meisten modernen Mountainbikes sind mit 12-fach-Antrieben ausgestattet, die bei SRAM Kassetten 50 oder 52 Zähne auf dem größten Ritzel bieten, während Shimano 51 Zähne verwendet.

Berechnung der Übersetzung

Um die Übersetzung Deines Antriebs zu berechnen, kannst Du folgende Formeln verwenden:

  1. Leichtester Gang: Zähnezahl Kettenblatt / Zähnezahl größtes Ritzel der Kassette = Untersetzung im leichtesten Gang
  2. Schwerster Gang: Zähnezahl Kettenblatt / Zähnezahl kleinstes Ritzel der Kassette = Übersetzung im schwersten Gang

Beispiel: Ein 32-Zähne-Kettenblatt in Kombination mit einer SRAM Kassette 10-52 ergibt:

  • Leichtester Gang: 32 / 52 = 0,615
  • Schwerster Gang: 32 / 10 = 3,2

Das bedeutet, dass bei einer vollen Kurbelumdrehung im leichtesten Gang das Hinterrad nur knapp über eine halbe Umdrehung macht, während es im schwersten Gang 3,2 Umdrehungen sind.

Einordnung der Übersetzungen

Die folgende Tabelle bietet eine grobe Einordnung der Übersetzungen:

Gang Untersetzung/Übersetzung Eignung
Leichtester Gang Kleiner als 0,6 Sehr leicht, extrem bergtauglich, auch für weniger Trainierte
Leichtester Gang 0,6 bis 0,7 Moderat, gute Wahl für durchschnittlich Trainierte
Leichtester Gang Größer als 0,7 Eher schwer, für starke Fahrer und/oder flacheres Gelände
Schwerster Gang Kleiner als 3,0 Relativ wenig Endgeschwindigkeit, bergab tritt man leicht "ins Leere"
Schwerster Gang 3,0 bis 3,4 Durchschnittliche Endgeschwindigkeit, meist voll ausreichend
Schwerster Gang Größer als 3,4 Sehr schwere Gänge für hohe Geschwindigkeit bergab

Es ist wichtig zu beachten, dass die Bandbreite der Kassette begrenzt ist, sodass extrem leichte und schwere Gänge nicht gleichzeitig realisiert werden können. Persönlich fahre ich auf meinen beiden 29er Mountainbike Fullys jeweils ein 32T-Kettenblatt und eine 10-50T SRAM Kassette und komme überall gut zurecht.

Vergleich von Shimano und SRAM

Die Wahl zwischen Shimano und SRAM ist oft eine Frage der persönlichen Präferenz. Beide Hersteller bieten hochwertige Schaltungen mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Die Bandbreite der Kassette hat bei allen Kettenschaltungen einen wesentlichen Einfluss auf die nutzbare Übersetzung. In der Regel wird das kleinste und das größte Ritzel angegeben, bei einer 10-42-Kassette hat also das kleinste Ritzel 10 Zähne und das größte 42 Zähne.

Die Bandbreite erhält man, indem man die Zähne des größten Ritzels durch die Zähne des kleinsten teilt, also z. B. 42/10 = 4,20 = 420 %. Dabei wird offensichtlich, dass auch kleinste Veränderungen am kleinen Ritzel die Bandbreite sehr stark beeinflussen. Eine 9-46-Kassette von E*thirteen hat z. B. 511 %, während eine 11-46-Kassette von Shimano gerade einmal 418 % bietet. In der Praxis kommt es also nicht immer auf die Anzahl der Gänge an, sondern vor allem auf die Bandbreite der Kassette.

Während die Wahl der Kassette die Bandbreite des Antriebs festlegt, kann diese mit der Wahl des Kettenblatts verschoben werden. Je kleiner das Kettenblatt, desto leichter wird der kleinste Klettergang; je größer das Kettenblatt, desto höher wird die Endgeschwindigkeit, in der man im größten Gang noch pedalieren kann.

Ausgangspunkt ist eine Shimano XT 11-46-Kassette und ein Kettenblatt mit 32 Zähnen. In dieser Konfiguration hat der kleinste Gang eine Untersetzung von 32/46 = 0,696 und der größte Gang eine Übersetzung von 32/11 = 2,909. Eine SRAM 10-42-Kassette hat zwar eine sehr ähnliche Bandbreite, hätte bei einem 32er Blatt aber eine Untersetzung von 32/42 = 0,762 im kleinsten Gang und eine Übersetzung von 32/10 = 3,200 am anderen Ende des Spektrums.

Wechselt man beim SRAM-Antrieb auf ein 30er Kettenblatt, erhält man mit 30/42 = 0,714 bzw. 30/10 = 3,000 wieder eine ähnliche Übersetzung wie bei der Shimano XT mit 32er Blatt.

Empfehlungen der Redaktion

Bei einer kleinen internen Umfrage hat sich ein klarer Favorit herausgestellt: Die meisten würden auf eine SRAM Eagle oder die 12-Fach XTR mit einem 32er Kettenblatt bei 29” bzw. einem 34er Kettenblatt bei 27,5” setzen. Gleiches gilt für einen Shimano-Antrieb mit 11-46-Kassette, bei SRAMs 1×11 Schaltungen würden die meisten ein 30er Kettenblatt bei 29” und ein 32er bei 27.5” auswählen.

Kettenverschleiß und Wartung

Die Kette ist ein entscheidendes Bauteil, das mit einem hohen Wirkungsgrad die Kraft ans Hinterrad leitet. Regelmäßige Schmierung ist wichtig, um den Verschleiß zu minimieren. Durch Reibung wird Material abgetragen, was zu einer Längung der Kette führt. Eine gelängte Kette stresst die Ritzel und Kettenblätter und sorgt auch dort für verstärkten Verschleiß.

Es empfiehlt sich, die Kette rechtzeitig zu wechseln, um teure Reparaturen zu vermeiden. Die absoluten Kilometerleistungen können dabei stark variieren. Ein sportlich betriebenes E-Bike kann eine Kette auf 1000 Kilometer hinrichten, während sie am gepflegten Schönwetterrad auch 7000 Kilometer und mehr halten kann.

Verschleißtest von Fahrradketten

Ein Test auf dem Prüfstand fördert erhebliche Unterschiede im Verschleißverhalten zutage. Auffällig ist, dass zwei ausgewiesene E-Bike-Ketten im Test - von KMC und von Miché - besonders schlecht abschneiden. Extrem haltbar sind hingegen alle Shimano-Ketten, auch die ganz günstigen, sowie die KMC X10.

Die schlechtesten Fahrradketten im Test verschlissen siebenmal schneller als die Top-Modelle. Regelmäßig gereinigte und geölte Ketten halten deutlich länger als verschmutzte.

Testergebnisse im Überblick:

Kette Preis Verschleiß (mm) Testurteil
KMC E10 52,95 Euro 0,078 BEFRIEDIGEND
KMC X10 33,90 Euro 0,017 SEHR GUT (Testsieger 3/2019)
KMC X10 EL Gold 54,90 Euro 0,054 GUT
Miché E-Bike 48,38 Euro 0,111 AUSREICHEND
Miché 10 Speed 36,50 Euro 0,035 GUT
Shimano CNE 6090 42,95 Euro 0,017 SEHR GUT
Shimano Deore HG 54 29,95 Euro 0,016 SEHR GUT
Shimano HG 95 32,95 Euro 0,016 SEHR GUT
SRAM PC 1031 22,00 Euro 0,102 AUSREICHEND
SRAM PC 1071 48,90 Euro 0,026 SEHR GUT
Wippermann 10 S1 67,50 Euro 0,023 SEHR GUT
Wippermann 10 SE 57,90 Euro 0,024 SEHR GUT
Wippermann 10 SO 34,90 Euro 0,028 SEHR GUT

Shimano gegen SRAM: 1x12 Schaltungen im Test

Ein Vergleich von Shimano und SRAM 1x12 Schaltungen zeigt, wer aktuell die beste Schaltung bietet. Shimano ist mit den neuen SLX- und XT-Gruppen zurück und bietet dank 10-51er-Kassette noch mehr Bandbreite als Sram (10-50 bzw. 11-50 Zähne).

Testergebnisse

  • Shimano XT (M8100): Überragend (90 Punkte)
  • SRAM GX Eagle: Sehr Gut (83 Punkte)
  • Shimano SLX (M7100): Sehr Gut (76 Punkte)
  • SRAM NX Eagle: Gut (69 Punkte)

Die neue Shimano XT setzt den neuen Maßstab in dieser Klasse. Srams GX ist ebenso eine Topgruppe, in Nuancen aber schlechter. Ebenso kann sich die Shimano SLX leicht von der NX Eagle absetzen.

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