Shimano Kettenblatt 36 Zähne im Test: Ein umfassender Überblick

In diesem Artikel werden wir uns das Shimano Kettenblatt mit 36 Zähnen genauer ansehen und es auf Herz und Nieren prüfen. Dabei werden wir auch auf den Verschleiß von Rennradketten eingehen und einen Vergleich mit anderen Kettenblättern ziehen.

Shimano XTR Kurbel: Ein genauerer Blick auf das 36-Zähne Kettenblatt

Die Shimano XTR Kurbel wurde mit einer 2 x 11 Race Konfiguration getestet, wobei die Abstufung 36/26 Zähne und die Kurbelarmlänge 175 mm betrug. Wegen der 36/26-Abstufung fuhren wir fast ausschließlich auf dem großen Kettenblatt. Das besteht aus einem Mix aus Alu und Carbon-Faser-verstärktem Kunststoff und sieht nach 2000 Kilometern noch sehr gut aus.

Der kleinste Gang mit 26-40 Zähnen entspricht etwa 24-36 bei 10fach-Schaltungen.

Shimano XTR: Weitere Komponenten im Test

Neben dem Kettenblatt wurden auch andere Komponenten der Shimano XTR Gruppe getestet:

  • Schaltwerk: Das Schaltwerk der neuen Shimano XTR schaltet präzise wie ein Uhrwerk.
  • Umwerfer: Der neue Side-Swing-Umwerfer schaltet extrem kraftvoll und schnell.
  • Kette: Bei der Haltbarkeit enttäuschte uns die speziell beschichtete Kette allerdings: Bereits nach 1500 Kilometern war das 50 Euro teure Bolzen-Laschen-Konstrukt laut Verschleiß-Lehre reif zum Wechseln.
  • Kassette: Nachdem wir nach 1500 Kilometern eine neue Kette montiert hatten, rutschte sie unter Last übers 11er-Ritzel drüber.
  • Schalthebel/Züge: Die Schaltvorgänge sind sehr direkt. Die abgedichteten Zughüllen samt der Polymer-beschichteten Züge funktionieren nach 2000 Kilometern einwandfrei und reibungsarm.

Verschleiß von Rennradketten: Ein wichtiger Aspekt

Ein offen liegendes Getriebe mit zwölf Ritzeln, wie es heute am Rennrad üblich ist, ist eigentlich verrückt. Aber es funktioniert! Sogar ziemlich gut. Wie lange das Getriebe problemlos arbeitet, hängt vor allem an der Kette, deren Pflege und Schmierung.

Denn Rennradketten verschleißen unweigerlich - und dann nehmen auch die teuren Kettenblätter und Ritzel Schaden. Kleine Ritzel sind für Verschleiß gefährdeter als große, denn die wenigen Zähne sind öfter dran, wenn die Rennradkette über sie hinwegschnurrt.

Außerdem spielt für die Abnutzung eine Rolle, wie groß das vordere Kettenblatt ist. Je kleiner, umso ­größer sind die Kettenkräfte, desto mehr Verschleiß ist zu erwarten. Eine neue Rennradkette ist auf stark eingelaufenen Ritzeln aber nicht mehr fahrbar, sie springt beim Antritt über die Zahnspitzen. Deshalb sollte man den Kettenverschleiß im Auge behalten und rechtzeitig wechseln, bevor die Zahnräder leiden.

Rennradketten im Test: Ergebnisse

Ein Test von Rennradketten ergab folgende Ergebnisse:

  • Shimano Dura-Ace und Ultegra zeigen im Testzeitraum nur minimale Ansätze von Verschleiß.
  • Campagnolos Ketten liegen auf vergleichbarem Niveau.
  • SRAM zeigt den stärksten Verschleiß.

Insbesondere die Rival-Kette ist schwach, verschleißt rasant, ist nach 20 Stunden schon knapp austauschpflichtig und nach 36 Stunden völlig ausgeleiert.

Hochgerechnete Betriebskosten pro Kilometer

Laut einer Kalkulation verursacht Shimanos Ultegra die niedrigsten Kilometerkosten, was den Antrieb betrifft. Schwächere Ketten und sehr teure Kassetten treiben bei SRAM die erwarteten Betriebskosten.

Kettenblatt Vergleich 2025

Hier ist ein Vergleich verschiedener Kettenblätter, basierend auf einem Test aus dem Jahr 2025:

Modell Material Kompatibilität Vorteile
Ybeki Kettenblätter 104 BCD Aluminium CNC-gefräst 8-Gang, 9-Gang, 10-Gang, 11-Gang Varianten mit bis zu 52 Zähnen, in Rot und Schwarz erhältlich, vielseitig einsetzbar
Shimano Y1J898080 Stahl 9-Gang Reduziert Reibung und Lärm, mit 36 Zähnen, in Silber
Kmc ‎03378593 Aluminium CNC-gefräst keine Herstellerangabe Reduziert Reibung und Lärm, speziell für Bosch Gen.4 geeignet, mit 40 Zähnen
Sram ‎2286482356 Aluminium CNC-gefräst keine Herstellerangabe Besonders robust und langlebig, speziell für Sram Eagle Ketten geeignet, reduziert Reibung und Lärm

Schalten auf höchstem Niveau mit Shimano 105

Mit der neuen 105 gibt’s keinen Grund mehr, eine mechanische Ultegra zu vermissen. Das neue, komplett überarbeitete Shadow-Schaltwerk erlaubt die bereist erwähnten extrem geschmeidigen Gangwechsel, und auch der Umwerfer hebt die Kette selbst unter Last klag- und problemlos auf das jeweils andere Kettenblatt.

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