Ein Durchschlag im Reifen und der damit einhergehende Luftverlust, können den Ausbau des Hinterrades zu Reparaturzwecken zwingend erforderlich machen. Für gewöhnlich benötigen Sie hierfür kaum Werkzeug, lediglich etwas Zeit und ein gesundes Maß an Sorgfalt, technischem Verständnis und Fingerspitzengefühl sind hierfür in aller Regel ausreichend. Hier finden Sie eine umfassende Anleitung, um Ihr Hinterrad mit Shimano Kettenschaltung fachgerecht auszubauen.
Werkzeug und Vorbereitung
Wenn Ihr Hinterrad über einen Schnellspanner befestigt ist, brauchen Sie theoretisch kein zusätzliches Werkzeug. Ist das Rad mit zwei Muttern befestigt, brauchen Sie nur einen Schraubenschlüssel in der korrekten Größe. Von den Fahrradherstellern wird meist ein 15er-Gabelschlüssel verwendet.
Schalten Sie bei einem Fahrrad mit Kettenschaltung hinten auf den größten Gang (= kleinstes Ritzel). Das erleichtert den späteren Ausbau.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Ausbau
- Vorbereitung: Drehen Sie das Fahrrad auf den Kopf, indem Sie es sicher auf Lenker und Sattel positionieren.
- Bremsen lösen: Wenn Sie Scheibenbremsen haben, müssen Sie sich um nichts kümmern. Backenbremsen, z.B. V-Brakes, müssen Sie meistens aushängen, da der Reifen sonst nicht hindurchpasst. Alternativ können Sie auch einfach die Luft ablassen und den Mantel hindurchdrücken.
- Schnellspanner oder Muttern öffnen: Öffnen Sie nun den Schnellspanner und lockern Sie die gegenüberliegende Mutter ein wenig. Wenn Sie keinen Schnellspanner haben, lockern Sie die Muttern auf beiden Seiten. Prägen Sie sich ggf.
- Schaltwerk positionieren: Ziehen Sie jetzt das Schaltwerk ganz nach hinten.
- Rad herausnehmen: Heben Sie das Fahrrad hoch und geben Sie dem Hinterrad einen Stoß, es fällt dann in der Regel nach unten heraus.
Wiedereinbau des Hinterrads
Beim Einbau des Hinterrades gehst du im Prinzip in umgekehrter Reihenfolge vor wie beim Ausbau. Allerdings musst du hierbei auf ein paar Dinge achten, damit das Rad hinterher richtig im Rahmen sitzt.
- Kette auflegen: Für den Einbau des Hinterrads achten Sie darauf, dass Sie die Kette wieder korrekt auf die Kassette des Hinterrades legen. Bauen Sie das Rad stets ein, wenn die Kette mittig liegt. Legen Sie dann den oberen Teil der Kette auf die Kassette und lassen den unteren Teil der Kette unterhalb der Kassette laufen.
- Positionierung im Rahmen: Zum Einfädeln des Hinterrades in den Hinterbau drücken Sie das Schaltwerk wieder nach hinten, setzen die Kette auf das kleinste Ritzel und drücken diese nach unten.
- Achse befestigen: Ziehen Sie die Achse fest.
Besonderheiten bei E-Bikes, Rennrädern und MTBs
Die Vorgehensweise beim Ausbau des Hinterrades kann sich je nach Fahrradtyp unterscheiden:
- E-Bike: Besitzt das Rad eine Kettenschaltung, befindet sich am hinteren Reifen die sogenannte Kassette. Wählen Sie den höchsten Gang und entspannen damit die Kette.
- Rennrad: Ein Rennrad verfügt in der Regel über einen Schnellspanner. Stellen Sie die Kette zunächst auf das kleinste Kettenblatt.
- MTB: Auch hier schalten Sie hinten wieder auf das kleinste Ritzel. Öffnen Sie danach den Schnellspanner.
Wichtige Hinweise
Achten Sie darauf, dass die Bremsscheibe korrekt in den hinteren Bremssattel eingeführt wird.
Grundsätzlich sollten Sie als Laie bei hochwertigen Rädern immer die Gebrauchsanleitungen des jeweiligen Herstellers beachten und sich, wenn Sie unsicher sind, an einem Zweiradmechaniker bzw.
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