Klickpedale sind bei Mountainbikes und Rennrädern beliebte technische Helfer, die die Kraftübertragung beim Treten in die Pedale effektiver machen. Damit alles reibungslos funktioniert, stellen Sie die Cleats auf die für Sie optimale Position ein und montieren die Platten an den Fahrradschuhen.
Warum Klickpedale verwenden?
Schuhe mit Cleats und Klickpedalen sorgen dafür, dass deine Füße auf den Pedalen optimalen Halt haben und du drücken bzw. ziehen kannst, ohne dass sich die Füße bewegen. Dein Tritt wird hierdurch flüssiger und effizienter. Da deine gesamte Kraft auf die Pedale übertragen wird, wirst du schneller und hast mehr Energie übrig.
Grundlagen der Cleat-Einstellung
Die Füße übertragen im Wesentlichen die Leistungen der großen Muskeln um Hüft- und Kniegelenk. Nur ein kleiner Teil der Tretleistung stammt aus der Streckung des Sprunggelenks. Der Fuß sollte so auf dem Pedal stehen, dass die gesamte Gelenkkette geschmeidig arbeitet und keine Spannungsspitzen in der Muskulatur auftreten. Nicht nur über die Position der Pedalplatten, auch über den Abstand der Pedale zueinander und Einlagen in den Schuhen kann man korrigierend in den Bewegungsablauf eingreifen.
Millimeterarbeit an den Pedalplatten
Es lohnt sich, mit der Position der Pedalplatten zu experimentieren, um das individuelle Optimum zu finden; schon wenige Millimeter können den Unterschied machen. Ziel ist immer ein lockerer, unverkrampfter Tritt. Bei größeren Änderungen müssen Sie Ihrem Körper Zeit geben, sich an die neuen Bedingungen zu gewöhnen, sonst können - vor allem rund ums Knie - Schmerzen die Folge sein. Ihre optimale Platten-Position können Sie mit Schablonen auch auf neue Schuhe übertragen, zum Beispiel mit der Schuhplattenschablone von Ergon.
Schuhplatten vor und zurück setzen
In Ausgangsstellung liegt der Fußballen über der Pedalachse. Die Schuhplatte kann deutlich zurückgesetzt werden, damit der Fuß mittiger auf dem Pedal steht. Das entlastet die Wade und verringert die Haltearbeit - besonders für Langstrecken eine Option. Die Spritzigkeit im Antritt leidet etwas bei zurückgesetzten Schuhplatten, aber die Dauerleistung wird nicht beeinflusst. Wenn Sie die Schuhplatten mittiger platzieren, sollten Sie den Sattel um einige Millimeter tiefer stellen. Für kraftbetontes Pedalieren und volle Sprint-Power fixiert man die Pedalplatten eher weiter vorne, so dass der Ballen über der Pedalachse steht.
Schuhplatten zur Seite
Der seitliche Abstand der Füße orientiert sich an der Hüftbreite, die Beine sollen sich in der Senkrechten möglichst parallel bewegen. Das kann man auf der Rolle vor einem Spiegel kontrollieren, Markierungspunkte an den Gelenken und ein Linienlaser können beim Feintuning helfen. Mit unterschiedlich langen Pedalachsen lässt sich der Abstand zwischen linkem und rechtem Pedal ebenfalls in Grenzen beeinflussen. Ziel ist es, die Beine gerade und parallel zu führen. Speedplay bietet die größte Auswahl unterschiedlich langer Pedalachsen an, weshalb das System auch bei professionellen Bikefittern beliebt ist.
Der Winkel der Pedalplatten
Der Fersenwinkel orientiert sich am natürlichen Gang. Eine leichte Außenrotation der Knie ist weit verbreitet, entsprechend dürfen die Schuhspitzen auf den Pedalen etwas nach außen zeigen. Bei Schuhplatten mit seitlicher Bewegungsfreiheit kann sich der Fuß frei positionieren.
Überblick über die verschiedenen Pedalplatten-Systeme
Drei Pedalbauarten stehen zur Wahl, die jeweils andere Pedalplatten erfordern. Die Schuhplatten sind Teil des Bindungssystems, werden mit dem Schuh verschraubt und rasten ins Pedal ein; eine Drehung der Ferse gibt den Fuß frei. Die meisten Rennradschuhe sind nur für eines der drei Bindungssysteme ausgelegt. Mit Adaptern sind Anpassungen möglich, erfordern aber Kompromisse.
Drei-Loch-Schuhplatten
Diese Befestigung ist bei Rennradschuhen am weitesten verbreitet. Typische Pedale, deren Platten auf die drei Bohrungen in der Schuhsohle passen, kommen von Shimano (SPD SL) und Look (Kéo). Die besten Schuhplatten baut Shimano: Sie verschleißen am wenigsten, sind am leichtesten zu montieren, und man kann im Vergleich mit den anderen Systemen am besten damit gehen. In Fahrt nehmen sich die verschiedenen Pedale dieses Typs wenig. Alle Hersteller bieten Pedalplatten an, welche den Fuß entweder starr auf dem Pedal fixieren oder seitliche Bewegungsfreiheit erlauben. Die Pedale unterscheiden sich geringfügig im Gewicht, der Qualität ihrer Lager und dem Einstellbereich der Federspannung für die Auslösehärte. Schon günstige Modelle funktionieren sehr gut.
Speedplay (Vier-Loch-System)
Speedplay baut besonders leichte und minimalistische Pedale mit sehr leichtgängiger, einstellbarer Drehfreiheit. Nicht umsonst hat das System schon viele TOUR-Testsiege eingefahren. Für minimalen Fußabstand zur Pedalachse sind allerdings spezielle Sohlen mit vier Gewindebuchsen notwendig. Per Adapter gelingt auch der Anschluss an Drei-Loch-Sohlen. Der Mechanismus zum Verriegeln sitzt in der Schuhplatte. Nachteil: Ein Tritt in den Dreck, und das System kann streiken. Auch der Gehkomfort der Schuhplatten ist schlecht; aufsteckbare Gummikappen helfen, den Landgang zu verbessern.
SPD-MTB-System (Zwei-Loch-System)
Shimano und diverse Nachahmer bauen Mountainbike-Pedale, die ebenso für Gravelbikes und Rennräder geeignet sind. Eine kleine, verschleißfeste Stahlplatte, die vertieft zwischen den Profilblöcken der Sohle montiert wird, rastet ins Pedal ein. Dadurch stören die Pedalplatten kaum beim Gehen und sind weitgehend unempfindlich gegen Verschmutzung. Nachteil: Man steht etwas kippeliger auf dem Pedal als bei den anderen Systemen - abhängig vom Verschleiß des Schuhprofils.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Einstellen von Shimano SPD Cleats
Wir zeigen hier die Einstellung der Cleats anhand des Shimano SPD-Systems, weil dies nach wie vor das am meisten genutzte Klicksystem bei Mountainbike-Pedalen ist. Die meisten Schritte können aber exakt so auch auf Systeme von Crankbrothers, Time, Look und anderen übertragen werden. Kleine Ausnahme: Bei der seitlichen Ausrichtung und im Winkel sind manche Cleats anderer Hersteller etwas eingeschränkt.
- Zehengelenke ertasten: Ohne Schuhe lassen sich die Zehengrundgelenke leichter ertasten. Damit das Cleat an der ergonomisch richtigen Stelle sitzt, ertastet man zuerst die Grundgelenke von großem und kleinem Zeh ohne Schuh. Es geht leichter, wenn man die Zehen dabei etwas anzieht. Nur wenn man beide Gelenke als Ausgangsbasis nimmt, sitzt das Cleat, wo es hinsoll: mittig unter den Zehengrundgelenken.
- Zehengelenke im Schuh ertasten: Mit etwas Gefühl lassen sich die entsprechenden Stellen auch durch den Schuh ertasten. Dann schlüpft man in den Schuh, erfühlt die beiden Grundzehengelenke und markiert die entsprechenden Stellen mit einem Marker auf einem Stück Tape, das man zuvor am Schuh angebracht hat. Man kann die Position natürlich auch mit einem wasserlöslichen Stift markieren.
- Cleats ausrichten: Für optimale Kraftübertragung sollte das Cleat mittig unter den Zehengrundgelenken stehen. Dazu verbindet man die beiden Markierungen mit einem Lineal und verschiebt das lose montierte Cleat so in den Langlöchern, dass es mittig unter dem Lineal liegt.
- Knieposition einstellen: Um Schmerzen beim Pedalieren zu verhindern, sollte das Knie senkrecht über dem Pedal oder den Zehen stehen. Am besten lässt sich die richtige Position überprüfen, indem eine zweite Person von vorne mit einem Lot über die gedachte Linie vom Knie zu den Zehen peilt. Steht das Knie zu weit außen, werden die Cleats weiter nach innen in der Aufnahme versetzt und anders herum. Viele Cleats lassen sich seitlich in der Aufnahme verschieben. Ideal für die optimale Anpassung.
- Winkel der Cleats ermitteln: Die Fußstellung auf dem Pedal sollte dem natürlichen Stand entsprechen. Das heißt: Zeigen die Fersen im Stand eher nach innen, dreht man die Cleats mit dem Pfeil leicht nach innen und anders herum. Die Fußstellung lässt sich leicht ermitteln, indem man auf der Stelle springt und anschließend die Stellung der Füße überprüft.
- Längsposition: Fühlt sich die Cleat-Position noch nicht richtig an, kann man mit der Längsausrichtung experimentieren. Hier ist natürlich ein Schuh mit möglichst langem Pedalkanal von Vorteil. Bei manchen Bike-Schuhe lassen sich die Cleats nur um wenige Zentimeter versetzen. Enduro-Biker setzen die Cleats übrigens für mehr Kontrolle gerne etwas nach hinten - das entlastet die Waden und sorgt für einen deutlich sichereren Stand im technischen Gelände. Racer positionieren die Cleats weiter Richtung Ballen, um effektiver treten zu können.
- Cleats fixieren: Sobald die ideale Position feststeht, zieht man die Cleats mit circa 4 bis 5 Newtonmeter Drehmoment fest. Ein Tropfen Schraubensicherung verhindert, dass sich die Cleats während der Fahrt lösen. Zu lockere Cleats können zu schweren Stürzen führen!
Die Einstellhilfe
Wer häufig Cleats, Schuhe oder Pedale wechselt, kann sich auch eine Einstellhilfe für die Cleats anschaffen. Ergon hat hier schon seit langem mit dem TP1 Pedal Cleat Tool ein cleveres System im Programm. Im Mountainbike-Bereich gibt es die Kunststoffplatte mit Rasterung und Aussparung für die Cleats für Shimano SPD und Crankbrothers Cleats. Mit der Ergon TP1 Pedal Cleat Box lassen sich die Cleats in wenigen Schritten absolut exakt und einfach ausrichten.
Montage der Cleats
- Stellen Sie sicher, dass Sie das richtige Pedal an die richtige Seite montieren.
- Setzen Sie nun die Pedale am Innengewinde des Kurbelarms an und drehen Sie diese zunächst von Hand in Fahrtrichtung ein.
- Anschließend ziehen Sie die Pedale mit einem Innensechskantschlüssel oder Maulschlüssel gemäß den Herstellerangaben fest.
Um die Cleats zu montieren, müssen Sie zunächst die richtige Position bestimmen. Diese befindet sich in zentraler Position unter dem Fuß auf Höhe des Großzehengrundgelenks. Das ist die breiteste Stelle am Fuß. Markieren Sie diese Stelle an Ihren Fahrradschuhen, am besten weit unten, in der Nähe der Sohle.
- Legen Sie sich die Cleats mit allen Zubehörteilen zurecht und versehen Sie auch hier das Gewinde der Schrauben mit etwas Montagepaste. Die Cleats werden so montiert, dass der Richtungspfeil nach oben zeigt.
- Drehen Sie die Cleats in die zwei vorderen Langlöcher, mit Hilfe eines Innensechskantschlüssels, zunächst locker ein.
- Unter Verwendung eines Lineals können Sie die Cleats nun noch so verschieben, dass sie genau auf die Höhe Ihrer Markierung am Schuh gelangen. Unter Umständen müssen Sie auf die hinteren zwei Langlöcher umstellen.
- Wenn Sie die korrekte Position gefunden haben, ziehen Sie die Schrauben mit dem passenden Innensechskantschlüssel bzw. Drehmomentschlüssel fest.
- Zum Schluss können Sie die Federspannung an den Pedalen einstellen. Sie bestimmt wie leicht Sie Ihren Schuh von den Pedalen lösen können.
Führen Sie nach dem Beenden der Montage der SPD Pedale und Clerats eine Probefahrt durch. Wenn Sie das erste Mal Klickpedale verwenden, können Sie das Ein- und Ausklicken zunächst auch einige Male im Stand üben.
Unser Tipp: Achten Sie stets auf die Kompatibilität!
Werkzeug zur Montage
Nachfolgend zeigen wir dir das Werkzeug, das du zum Anbringen deiner Cleats an deinen Fahrradschuhen benötigst.
- Einen 3-4 mm großen Innensechskantschlüssel oder ein Multitool
- Einen Satz Cleats
- Einen Filzstift
- Ein Klebeband
- Ein Tuch
9 Schritte zum Montieren deiner Cleats
Du montierst zum ersten Mal Cleats an deinen Schuhen? Nachfolgend beschreiben wir dir in 9 Schritten, wie du vorgehst.
- Ziehe deine Schuhe an
- Nimm ein Klebeband und klebe einen Streifen horizontal an der Sohle entlang im vorderen Bereich auf die Innenseite des Schuhs.
- Zeichne auf dem Klebeband mit einem Filzstift auf Höhe des Knochens des großen Zehs ("des sogenannten ersten Mittelfußknochens") eine Markierung.
- Ziehe deine Schuhe wieder aus und platziere deine Cleats auf den Sohlen
- Füge die 3 als Zwischenstück zwischen Cleat und Schraube dienenden Platten hinzu
- Drehe die Schrauben, ohne sie ganz festzuziehen. Du musst die Cleats noch bewegen können.
- Richte die Achse der Cleats so aus, dass sie mit der Markierung übereinstimmt (erstes Zehenglied)
- Ziehe die Schrauben zum Abschluss fest.
7 Wichtige Schritte zum Austausch deiner Cleats
Es ist an der Zeit, deine Cleats zu wechseln? Du fühlst dich in deinen Cleats wohl? Du hast das Gefühl, die optimale Position gefunden zu haben? Hier erklären wir dir in 7 Schritten, wie du deine Cleats so austauschen kannst, dass sie genau dieselbe Position haben wie zuvor.
- Nimm ein Blatt Papier sowie einen Stift oder einen Filzstift zur Hand.
- Zeichne sorgfältig die Konturen deiner Cleats unter den Sohlen deiner Schuhe nach.
- Löse die Schrauben und entferne deine Cleats.
- Reinige deine Sohlen mit einem Lappen und entferne Verschmutzungen aus den Löchern.
- Bringe deine neuen Cleats auf deinen Schuhen in Position.
- Platziere sie entsprechend den Konturen, die du nachgezeichnet hast.
- Ziehe schließlich die Schrauben wieder fest.
HINWEISE: Achte bei Schuhen mit Carbonsohlen darauf, im letzten Schritt unserer Beschreibung die Schrauben nicht zu fest anzuziehen, damit die Sohlen nicht beschädigt werden bzw. reißen. Nach der Montage bzw. dem Austausch deiner Cleats empfehlen wir dir eine kurze, nicht zu intensive Tour. So kannst du feststellen, wie sich die neu montierten Cleats anfühlen und ob evtl. Schmerzen auftreten. Vergiss nicht, dein Multitool oder einen Innensechskantschlüssel auf die Tour mitzunehmen, falls du die Cleats noch einmal verstellen musst. Im Anschluss an diese erste Tour solltest du noch einmal prüfen, ob die Schrauben der Pedalplatten fest sitzen. Wenn du regelmäßig auf deinem Fahrrad unterwegs bist, solltest du den Sitz der Schrauben monatlich überprüfen. Wenn alles OK ist, wünschen wir dir viele schöne Touren. Solltest du hingegen Schmerzen empfinden, empfehlen wir dir, den nachfolgenden Artikeln zu lesen:
Woran erkennst du Rennradschuhe- und Cleats?
Cleats und Fahrradschuhe für Rennräder erkennst du daran, dass sowohl die Schuhsohlen als auch die Cleats mit 3 Löchern versehen sind. Diese 3 Löcher dienen zur Befestigung der Cleats mithilfe der mitgelieferten Schrauben.
Die unterschiedlichen Gradangaben der Cleats
Bei der Suche nach der passenden Rennradausrüstung wirst du feststellen, dass es mehrere Marken mit verschiedenen Farbcodierungen gibt. Die Farben entsprechen jeweils einem bestimmten Winkel zwischen Pedal und Cleat, also in anderen Worten wird ausgedrückt, wie weit sich der Fuß im Pedal bewegen lässt. Es gibt feste Verbindungen, Verbindungen mit wenig Spiel und solche mit viel Bewegungsfreiheit.
Wir haben dir eine Liste mit den bekanntesten Marken und ihrer Farbcodierung erstellt.
- Look
- Starr: Schwarz (O°)
- Etwas Bewegungsfreiheit: Grau (4,5°)
- Viel Bewegungsfreiheit: Rot (9°)
- Shimano
- Fest verbunden: Rot (0°)
- Etwas Bewegungsfreiheit: Blau (2°)
- Viel Bewegungsfreiheit: Gelb (6°)
- BBB
- Fest verbunden: Grau (0°)
- Etwas Bewegungsfreiheit: Rot und schwarz (6°)
- Viel Bewegungsfreiheit: Rot (9°)
- Time & Spidlay
- Bei diesen beiden Marken gibt es keine farbliche Markierung zur Bestimmung der Bewegungsfreiheit der Cleats. Die entsprechende Gradangabe befindet sich direkt auf den Cleats und beträgt 0° bis 15°.
Welche Gradangabe ist für dich geeignet?
Starre Cleats empfehlen wir Radprofis bzw. Sportlern mit einem gewissen Niveau.Diese Cleats haben den Vorteil einer optimalen Kraftübertragung insbesondere bei Sprints. Sie eignen sich für Radsportler ohne Knieprobleme, da sie den Knien aufgrund ihrer „starren“ Konstruktion keinerlei seitliche Bewegungsfreiheit bieten. Die entsprechenden Sportlern wissen genau, wie sie ihre Cleats einstellen müssen.
Cleats mit „etwas Bewegungsfreiheit” “, d.h. einem Winkel von 2 bis 6 Grad (je nach Marke) eignen sich für Fahrer, die bereits über Erfahrung mit Cleats mit viel Bewegungsfreiheit verfügen oder keine starren Cleats fahren können. Die entsprechenden Cleats bieten ein wenig Bewegungsfreiheit und sind beim Treten trotzdem noch sehr effizient. Diese Art Pedalplatten werden am häufigsten benutzt.
Cleats mit „viel Bewegungsfreiheit“ ” empfehlen wir schließlich Radsportlern, die den Einstieg in das Fahren mit Klickpedalen wagen. Mit diesen Pedalplatten können Fahrer ihre Füße relativ frei bewegen und dank des großen Bewegungswinkels gibt es nur wenig Beschränkungen für die Gelenke. Zur Erinnerung: Cleats mit „viel Bewegungsfreiheit“ verfügen über einen Winkel von 6° bis 9°, in dem ein Bewegen des Fußes möglich ist.
Woher weißt du, ob deine Cleats richtig eingestellt sind?
Gut eingestellte Cleats verbinden Komfort mit guter Kraftübertragung! Logischerweise verspürst du mit gut eingestellten Cleats keinerlei Schmerzen und gehst kein Verletzungsrisiko ein. Falsch eingestellte Pedalplatten können hingegen schmerzhaft und sogar gefährlich sein.
Falsch eingestellte Cleats kannst du an den folgenden Hinweisen erkennen:
- Wenn du Schmerzen an den Knieaußenseiten verspürst, solltest du die Cleats leicht nach außen drehen.
- Wenn du Schmerzen an den Knieaußenseiten verspürst, solltest du die Cleats ein wenig nach innen verstellen.
- Schmerzt dein Bein im Bereich der Achillesferse, solltest du deinen Fuß weiter nach vorne bringen, indem du die Pedalplatte nach hinten schiebst.
Montiere deine Cleats mithilfe des Klebebands ruhig noch einmal ganz neu, wenn du mit der Einstellung nicht zufrieden bist. Wenn du dich für starre Cleats bzw. Pedalplatten mit wenig Bewegungsfreiheit entschieden hast, dann empfehlen wir dir bei Schmerzen auf solche mit viel Bewegungsfreiheit umzusteigen, damit deine Knie mit weniger Beschränkungen auf natürlichere Weise die richtige Position einnehmen.
Weitere Tipps zur Cleat-Einstellung
- Kleine Ganganalyse bzw. Großzehengelenk markieren: Beginnen wir mit der Markierung des Großzehgelenks.
- Ganganalyse: Für die Einstellung der Rotation ist eine kleine Analyse der Fußstellung wichtig.
- Anatomie Exkurs: Ein kleiner Ausflug in die Anatomie: Vom großen Zeh zum kleinen Zeh haben wir einen diagonalen Verlauf, der möglichst ausgeglichen werden muss.
- Montage: Positionierung des Großzehengelenks: Orientiert euch an eurer Markierung und positioniert das Großzehgelenk 1,5 - 2 cm vor der Pedalachse.
- Montage: Justierung der Rotation: Die Rotation ist der zweite wichtige Teil bei der Justierung der Pedalplatten.
Also nochmal kurz zusammengefasst: Unterschätzt nicht die Einstellungsmöglichkeiten euer Cleats oder Pedalplatten.
Anpassung an persönliche Bedürfnisse
Die exakt mittige Positionierung kann im Nachhinein in Grenzen an persönliche Bedürfnisse angepasst werden und muss rechts und links nicht identisch sein. Wer schon länger mit Klickpedalen fährt, möchte seine Schuhplatten nach dem verschleißbedingten Tausch meistens an die gleiche Position montieren, hier sind die TP1-Schablonen von Ergon beim Übertrag sogar eine noch größere Hilfe.
Bist du noch nicht mit der Position deiner Cleats zufrieden? Nachbesserungen im Millimeter- oder Gradbereich sind problemlos möglich. Sportliche Radfahrer und Radfahrerinnen können das Cleat etwas weiter außen auf der eingezeichneten Linie montieren, damit die Füße für einen kleineren, effizienten Q-Faktor* nah an die Kurbel rutschen, kräftig gebaute Biker*innen können für etwas mehr Platz zwischen Rahmen und Schenkeln die Platten zwei, drei Millimeter weiter einwärts verschieben.
Ambitioniertere Mountainbiker, Cyclocrosser und Gravelbiker mit höheren Trittfrequenzen sollten die Cleats so ausrichten, dass die Füße parallel zum Rad stehen. Wer seltener und eher gemütlich pedaliert, darf die Außenrotation der Füße auf dem Klickpedal gerne etwas vergrößern.
In Längsrichtung spielen Trittfrequenz, Untergrund und die Kraft in den Waden eine Rolle, das Cleat zwei Millimeter vor der eingezeichneten Linie bedarf mehr Ausdauer im Unterschenkel, dafür fällt es vielen so leichter, flüssig und explosiv zu treten. Mehr als zwei Millimeter Richtung Ferse versetzt spart man etwas Energie, neigt aber eher zu stampfendem Pedalieren.
Wann Cleats austauschen?
Ist es nicht mehr so einfach, die Fahrradschuhe ein- oder auzusklicken? Oder sitzt dein Schuh nicht mehr richtig im Pedal fest und rutschst du ständig vom Pedal ab? Möglicherweise sind deine Cleats abgenutzt und müssen ersetzt werden.
Montage von Rennrad- und MTB-Cleats
Grundsätzlich besteht zwischen dem Montieren von Cleats für dein MTB und für dein Rennrad kein großer Unterschied. Du befestigst ein Rennrad-Cleat (fast) immer mit 3 Schrauben an deinem Schuh. Dies gilt unter anderem für Cleats von Shimano SPD-SL, Look Keo und Time. Cleats für MTB-Schuhe werden immer mit 2 Schrauben befestigt. Shimano SPD-PD, Crankbrothers, Time, Ritchey und Look sind einige Marken, die Cleats für Mountainbikeschuhe haben.
Feinabstimmung der Cleat-Position
Wenn du deine Cleats anders einstellen möchtest oder wenn du Cleats für neue Fahrradschuhe montieren möchtest, gibt es drei Stellen an deinem Schuh, die du dir genauer ansehen solltest. Zunächst ist die Position des Fußballens zur Pedalachse wichtig. Damit bestimmst du, wie weit dein Fuß nach vorne oder nach hinten auf dem Pedal steht.
Zeigen deine Zehen nach innen oder nach außen, wenn du ruhig stehst? Danach solltest du darauf achten, in welchem Winkel deine Ferse zum Kurbelarm steht. Und als Letztes spielt noch der Abstand zwischen deinem Fahrradschuh und deinem Kurbelarm eine wichtige Rolle.
- Die meisten Rennradfahrer oder Mountainbiker achten darauf, dass der Fußballen direkt über der Pedalachse liegt.
- Bei fast niemandem stehen die Füße ganz gerade. Entweder zeigen deine Füße mit den Zehen nach innen, oder deine Füße zeigen mit den Zehen nach außen.
- Du kannst ein Cleat auch von links nach rechts schieben. Diese Einstellung ist von Person zu Person unterschiedlich.
Jetzt, da du weißt, an welcher Stelle auf den Schuhen du deine Cleats montieren musst, ist es Zeit, wirklich loszulegen.
Montage von neuen Cleats
Montierst du neue Cleats und fandest du deine alten Cleats richtig positioniert? Zeichne dann die Form deiner alten Cleats auf die Schuhsohle, bevor du die Cleats entfernst. Dann kannst du sicher sein, dass du die neuen Platten genau an der gleichen Stelle montierst.
Schraube deine Cleats gut fest.
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