Die Wahl der richtigen Pedale ist entscheidend, da sie das Bindeglied zwischen Fahrer und Fahrrad darstellen und die gesamte Vortriebskraft übertragen. Oft werden an Neurädern günstige Plattformpedale verbaut, weshalb es sich lohnt, über alternative Pedalsysteme nachzudenken.
Welche Pedale brauche ich?
Die Wahl des richtigen Pedals hängt von der Nutzergruppe ab:
- Alltags- und Arbeitswegfahrer: Benötigen Pedale, die mit verschiedenen Schuhen kompatibel sind und eine einfache Handhabung bieten.
- Reise- und Tourenradfahrer: Legen Wert auf Komfort und Zuverlässigkeit auf langen Strecken.
- Sportlich orientierte Radfahrer: Benötigen Pedale, die eine optimale Kraftübertragung und Effizienz bieten.
Plattformpedale
Für Plattformpedale spricht die jederzeit und in alle Richtungen frei lösbare, lose Verbindung. Dadurch bekommt man in jeder Fahrsituation jederzeit sofort den Fuß vom Pedal und auf den Boden. Zudem ist diese Art von Pedal voll kompatibel zu Alltags-, Sport- und Ausgehschuhen. Reflektoren stellen die StVZO-Konformität sicher. Ein negativer Aspekt ist vor allem die schlechtere Treteffizienz im Vergleich zu Klickpedalen.
Bei der Standfläche beim Flatpedal sollte das Pedal vor allem zur Schuhgröße passen. Alltagsschuhe besitzen eine weiche Sohle, schmiegen sich gut ans Pedal an, können aber schlecht Kraft übertragen. Durch einen großen Schuh wird das Problem eher noch verstärkt.
Bezüglich der Traktion werden die Standflächen mit vier verschiedenen Schuhen getestet: Ein legerer Ausgehschuh mit Ledersohle, ein bequemer Sneaker, ein Outdoorschuh sowie ein Klickpedalschuh bitten um Halt. Dabei sei gesagt, dass die scharfkantigen Pins mancher Modelle aber recht grob zur Ledersohle sind. Griptape (Contec, Moto) oder Gummioberflächen (SQ-Lab, Shimano PD-T421) sind hier viel besser.
Klickpedale
Wie der Name schon andeutet, klickt man bei diesem Pedalsystem mit dem Schuh in das Pedal ein. Dazu sind Schuhe nötig, die spezielle Anforderung an den Sohlenaufbau stellen. Diese sind vor allem eine steife Auslegung und eine spezielle Aufnahmeplatte für das Klicksystem. Die großen Stärken von Klickpedalen sind die extrem gute Kraftübertragung samt Tritteffizienz, weil hier nicht nur auf das Pedal gedrückt, sondern über die feste Verbindung auf der gegenüberliegenden Seite auch gezogen werden kann.
Viele Radler haben großen Respekt vor dem Klickpedal, weil sie meinen, im Sturzfall nicht aus dem Pedal zu kommen. Diese Angst ist aber unbegründet, denn bei einem Sturz bleibt man nie statisch auf dem Rad sitzen. Sobald sich der Fuß verdreht, klickt er aus und ist frei.
Die Aufbauhöhe ist ebenfalls ein wichtiger Punkt bei der Ergonomie und steht für den Abstand der Pedalmitte zur Schuhaufstandsfläche (Flatpedal) oder zum oberen Ende des eingeklickten Pedalcleats (Klickpedal). Je kleiner der Abstand, umso näher sitzt der Schuh am Pedal und umso direkter und effizienter ist die Kraftübertragung.
Klickpedal vs. Plattformpedal
Für viele nicht zu glauben, ist das Klickpedal in der Praxis das ergonomisch deutlich bessere Pedal. Der Grund liegt in der festen, aber in sich flexiblen Position auf dem Pedal. Eingeklickt steht der Fuß zudem immer perfekt über dem Pedal. Das kann ein Plattformpedal nicht immer gewährleisten.
Kombipedale
Diese Spezies vereint auf der einen Seite ein Plattform- und auf der anderen ein Klickpedal. Somit braucht man sich nicht auf ein Pedalsystem festlegen und ist für den größtmöglichen Einsatzbereich gewappnet. Allerdings hat diese Variabilität auch einen Nachteil: Im Einsatz kommt es vor, dass der Fuß auf der falschen Seite steht und mit Blick nach unten die andere Pedalseite gesucht wird. Im dichten Verkehrsalltag oder einer fahrtechnisch fordernden Situation nicht gerade das, was man sich in Bezug auf Sicherheit wünscht.
Lagerung
Bei der Lagerung setzen die Hersteller meist auf einen Lagermix. An sich kommen Gleitlager auf Basis von Kunststoff oder Metall, Industrierillen-, Konus- oder Nadellagerungen zum Einsatz. Alle unterscheiden sich bezüglich Traglast, Verschleißfestigkeit, Leichtlauf, Wartungsarmut und Gewicht. Zwischen Pedalkörper und Achse sollte jeweils eine gute Dichtung sitzen, die die Lager vor Wasser und Schmutz schützt und so die Haltbarkeit signifikant erhöhen kann.
Shimano SPD-System
Bezüglich Klickpedalen muss als erstes das Klicksystem betrachtet werden. Das Shimano SPD-System ist der Urvater aller Klickpedale. Das System wird von vielen Herstellern kopiert, wodurch die stählernen Pedalplatten mit vielen Pedalen untereinander kompatibel sind. Auch ist die Fersenfreiheit bei SPD-Systemen meist gering, der Schuh löst sich also schon bei geringer Verdrehung aus. Bei Time ist die Auslösehärte in einem kleinen Bereich einstellbar, bei Crank Brothers gar nicht (was im Test aber niemanden störte).
Die verschiedenen Fahrrad-Klicksysteme
Klickpedale, oder auch Systempedale, sorgen dank der Cleat-Verbindung zwischen Pedal und Fahrradschuh für eine optimale Kraftübertragung und effizientes Pedalieren. Das Ergebnis ist maximale Performance und eine ergonomische Haltung. So ermöglichen Klickpedale neben einem runden Tritt auch eine gesunde Stellung des Fußes.
Aus diesen Gründen sind Klicksysteme besonders im sportlichen MTB- und Rennradbereich beliebt, aber auch immer mehr Pendler und Trekkingfahrer schätzen den einfachen Mechanismus. Es gibt eine Vielzahl von Fahrrad-Klicksystemen auf dem Markt. Diese unterscheiden sich in ihrer Bauweise, ihrer Funktion und ihrer Kompatibilität mit unterschiedlichen Fahrradschuhen.
Die größten Hersteller von Pedalsystemen sind die Marken Shimano, Look, Time und Speedplay. Jeder Hersteller verfolgt jedoch eine andere Philosophie in Bezug auf den Verbindungsmechanismus und Handhabung, weshalb die Systeme nicht miteinander kombiniert werden können. Welches Klicksystem am besten zu dir und deinem Fahrrad passt, hängt vom Biketyp, deinem Fahrstil sowie dem bevorzugten Terrain ab. Es empfiehlt sich daher verschiedene Klickpedale auszuprobieren, um die geeigneten zu finden.
Was sind eigentlich Cleats?
Cleats sind spezielle Schuhplatten, die mit zwei bis drei Schrauben an der Unterseite von Fahrradschuhen befestigt werden und eine Verbindung zwischen dem Schuh und dem Klickpedal herstellen. In der Regel bestehen Fahrrad-Cleats aus Metall oder Kunststoff und sind in Form und Größe auf das jeweilige Pedalsystem abgestimmt.
Je nach System gibt es die Platten mit verschiedenfarbigen Aufsätzen, an der sich die seitliche Bewegungsfreiheit (Float), also der Rotationswinkel des Cleat im Pedal vor dem Ausklicken, erkennen lässt. Mit Hilfe der Cleats-Pedalplatten wird ebenfalls der Winkel von Fuß und Bein zum Pedal bestimmt. Diese sollte so eingestellt sein, dass du beim Pedalieren keine Schmerzen hast und die Kraft optimal übertragen wird.
Rennrad Klickpedale
Klicksysteme sind für viele Rennradfahrer ein unverzichtbares Zubehör, da sie eine hocheffiziente Kraftübertragung ermöglichen und somit für eine optimale Leistung und Geschwindigkeit auf dem Rad sorgen. Da Rennradfahrer bei allen Komponenten an Gewicht sparen möchten, sind Klickpedale fürs Rennrad besonders leicht designt.
Im Verhältnis zur Pedalgröße ist die Auflagefläche der Rennrad-Klickpedale häufig relativ groß, damit die Kraft effizienter übertragen werden kann. Die Rennrad-Pedalsysteme der verschiedenen Hersteller unterscheiden sich hauptsächlich in Gewicht, Handhabung, Haltbarkeit, Bewegungsfreiheit (Float), Material und Preis.
SHIMANO SPD-SL Klickpedal-System
Shimano versteht es, seine Kunden mit einer breiten Produktpalette über alle Qualitätsstufen zu bedienen - so auch bei den Pedalen. In Anlehnung an die bekannten Komponentengruppen gibt es die SPD-SL Pedale in den Qualitätsstufen der Gruppe 105, Tiagra, Ultegra und Dura Ace, sowie günstigere “gruppenlose” SPD-SL Pedale.
Optisch unterscheiden sich die Shimano SPD-SL Pedale kaum, die Unterschiede liegen vielmehr in den verwendeten Materialien und im Gewicht. Während das Einstiegsmodell mit 320 Gramm für knapp 40 Euro (UVP) zu haben ist, kostet die Dura Ace-Variante um die 300 Euro (UVP). Die Auslösewinkel liegen zwischen 32 und 35 Grad, wobei du bei allen Pedalen die Auslösehärte über eine kleine Einstellschraube leicht verstellen kannst.
Für die Bewegungsfreiheit im Pedal (Float) bietet Shimano drei verschiedene Cleats an:
- Rote Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 0 Grad
- Blaue Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 2 Grad
- Gelbe Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 6 Grad
Für die meisten Rennradfahrer sind die gelben Cleats die beste Wahl, weil sie durch ihren hohen Bewegungsfreiraum das Knie beim Pedalieren schonen.
Klicksysteme von Look
Look Road Pedale erfreuen sich sowohl bei Freizeitsportler als auch im Profibereich sehr großer Beliebtheit. Der französische Hersteller gilt als Erfinder des heutigen Klickpedals und weiß, was sich Rennradfahrer von einem Pedal wünschen: geringes Gewicht, einfache Handhabung und eine ansprechende Optik.
Das sind die Merkmale, die Look in allen Produkten gekonnt umsetzt und daher bis heute einen Großteil des Marktes bedient. Die Einsteiger- und Mittelklasse Modelle Kéo Classic, Kéo Sprint und Kéo 2 Max sind mit ihrer einstellbaren Spiralfeder technisch einfacher aufgebaut als die Top-Modelle der Kéo Blade Reihe, bei denen ein Carbon-Federblatt die Bindung herstellt.
An den Blade-Modellen finden sich zudem Carbon-Körper und Titanachsen für geringes Gewicht bei zuverlässiger Funktion. So kommt das Top-Modell Kéo Blade Carbon TI für 250 Euro lediglich auf 248 Gramm inklusive der Cleats, während das günstige Look Pedalsystem Kéo Classic 348 Gramm auf die Waage bringt - dafür aber auch nur 35 Euro kostet.
Für die Bewegungsfreiheit im Pedal bietet Look drei verschiedene Cleats an:
- Schwarze Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 0 Grad
- Graue Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 4,5 Grad
- Rote Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 9 Grad
Der größte Teil der Rennradfahrer wählt die grauen Cleats mit +/- 4,5 Grad Float, weil sie den besten Kompromiss zwischen Bewegungsfreiraum und Kontaktgefühl zum Rad bieten.
Die Auslösehärte kann bei den Blade-Modellen durch Austausch des Carbon-Blattes (im Lieferumfang enthalten) entweder auf 12 Nm oder auf 16 Nm eingestellt werden. Bei den Modellen Kéo Sprint, Kéo Classic und Kéo Max kannst du die Auslösehärte über eine kleine Einstellschraube ähnlich wie bei Shimano verstellen.
Pedalsysteme von Time
Die Pedale von Time unterscheiden sich optisch deutlich von den Shimano und Look Modellen. Der ungewohnte Look hat aber auch seine Vorteile. So sind die Ausführungen von Time mit die leichtesten Klickpedale, die es derzeit auf dem Markt gibt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sämtliche Time Pedale nach dem gleichen Prinzip funktionieren: Sie kommen ohne die übliche Spiralfeder aus und stellen die Bindung lediglich mit einer Blattfeder her.
Time unterscheidet die Pedale der Xpresso Baureihe nach aufsteigenden Nummern. So bildet der beliebte Klassiker Xpresso 2 den Einstieg in die Pedal-Welt von Time und überzeugt mit schlanken 230 Gramm bei einem Preis von 50 Euro. Das Top-Modell Xpresso 15 dagegen wiegt federleichte 142 Gramm pro Paar, kostet allerdings auch über 400 Euro. Wie in dieser Preisklasse üblich, besteht die Achse des Spitzenpedals aus Titan, der Pedalkörper aus Carbon und das Lager aus Keramik.
Eine weitere Besonderheit der Time Road Pedale ist das patentierte I-Clic-System. Dieses ermöglicht ein noch leichteres Einrasten, da das System zwischen Aus- und erneutem Einklicken leicht geöffnet bleibt. Darüber hinaus verfügen alle Time Pedale über den gleichen Float, der mit 10 Grad sehr großzügig bemessen ist und somit auch Fahrern mit Kniebeschwerden entgegenkommt.
Fahrrad-Klicksysteme von Speedplay
Speedplay Pedale fallen sofort durch ihr reduziertes und auffälliges “Lollipop”-Design auf. Außer der Drehachse besitzen sie keinerlei Mechanik und ihr Klickmechanismus sitzt im Cleat. Auch Bindung und Auslösewinkel werden über die Cleats hergestellt, die wiederum über vier statt der üblichen drei Schrauben mit dem Radschuh verbunden werden.
Wichtig: Da nur wenige Klickschuhe diese Anzahl an Schauben aufnehmen können, ist eine Adapterplatte notwendig, die zwischen Schuh und Cleat verschraubt wird. Mit einem Einstiegspreis von 120 Euro liegen die Speedplay Zero CrMo schon auf einem recht hohen Niveau, sind dafür mit 220 Gramm aber im Vergleich zu den Einsteigermodellen der anderen Hersteller relativ leicht. Das 130 Gramm leichte Topmodell Zero Titanium Nanogramm kostet hingegen über 500 Euro.
Alle Speedplay Pedale verfügen über den gleichen Float, der mit 15 Grad äußerst großzügig bemessen ist und sich daher für Fahrer mit Knieproblemen bestens eignet. Die Besonderheit: Dadurch, dass der Klickmechanismus bei Speedplay Klicksystemen im Cleat integriert ist, kann der Fahrer auf beiden Seiten des Pedals einklicken. Zudem lässt sich die Bewegungsfreiheit optimal an die eigenen Vorlieben anpassen.
MTB-Klicksysteme
Da beim Mountainbiken der Untergrund meist holprig und anspruchsvoll ist, empfiehlt sich bei diesem Einsatzzweck eine Klickpedale mit größerer Standfläche. Die MTB-Modelle, speziell fürs Gelände sind meistens aus Metall und bieten so auch bei hoher Belastung starken Halt, selbst bei Sprüngen und wechselndem Terrain.
Besonders beliebt sind hierbei Klicksysteme, bei denen die Cleats komplett in der Sohle des Schuhs eingebettet sind und somit nicht beim Laufen stören. Des Weiteren setzen Mountainbiker auf Klicksysteme wie die Eggbeater von Crankbrothers. Diese Pedale zeichnen sich dadurch aus, dass Dreck und Schmutz dank der geringen Oberfläche kaum haften bleiben. Zudem kann sich der Fahrer an allen vier Seiten ganz einfach einklicken - ein echter Vorteil beim Fahren im Gelände.
Auch bei Mountainbike-Klicksystemen kann die seitliche Bewegungsfreiheit, der sogenannte Floatwinkel, individuell eingestellt werden. Im MTB- und Trail-Bereich wird in der Regel eine höhere Beweglichkeit des Fußes benötigt, weshalb der Floatwinkel weiter eingestellt wird. Ein spitzer Winkel bietet jedoch vor allem am Anfang ein größeres Sicherheitsgefühl. Wenn die Trails später anspruchsvoller werden, ist wiederum ein weiter Winkel von Vorteil, da du so aktiv und unterstützend mit den Füßen lenken kannst.
Shimano SPD Klickpedale
Der Off-Road-Bereich zeichnet sich durch anspruchsvolles Gelände aus, bei dem der Fahrer nicht nur über Stock und Stein fährt, sondern zwischendurch auch einige Passagen laufen muss. Deshalb entwickelte Shimano mit den SPD-Pedalen ein Klicksystem speziell fürs Mountainbiken. Hierfür versenkten sie die Cleats des SPD-Klicksystems in der Sohle, sodass das Material geschont wird und der Träger besser mit den Rennradschuhen laufen kann. Für eine noch längere Haltbarkeit verwendet Shimano bei seinem MTB-Klicksystem Pedalplatten aus widerstandsfähigem Metall, die schmutz- und abriebresistent sind.
Ein weiterer Unterschied zu der Shimano SPD-SL Variante ist, dass die Cleats beim SPD-System mit nur zwei Schrauben befestigt werden und daher eine kleinere Kontaktfläche haben. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass beim Mountainbiken die Kraftübertragung nicht so wichtig ist wie beim Rennradfahren. Dennoch ist die Klick-Verbindung zum Beispiel bei Berganstiegen eine wichtige Unterstützung für den MTB-Fahrer, um die eigene Performance zu steigern.
Shimano bietet beim MTB SPD-Klicksystem verschiedene Pedalplatten an, darunter Single-Release und Multi-Release. Die Single-Release Cleats ermöglichen einen einfachen Ausstieg, indem du die Ferse seitlich wegdrehst, um die Bindung zu lösen. Bei einer Multi-Release-Schuhplatte drehst du die Ferse nach außen oder kippst sie und drückst sie nach unten.
Die Auslösehärte lässt sich an allen Shimano SPD-Pedalen mittels einer Schraube härter oder weicher einstellen. Ob für Cross-Country, Downhill, MBX oder Trekking - die SPD-Reihe von Shimano ist so vielfältig wie keine andere. Während sich die Pedale für Cross-Country durch ein kompaktes Körperdesign und damit durch ein geringes Gesamtgewicht von knapp 310 Gramm kennzeichnen, sind die Enduro- und Trail-Modelle mit einer breiteren Plattform versehen, die für mehr Stabilität sorgt. Diese Klicksysteme sind aber auch bis zu 200 Gramm schwerer. Je nach Modell liegen die Preise für das SPD-Klicksystem zwischen 50 und 200 Euro.
Crankbrothers Klickpedal-System
Die MTB-Klickpedale von Crankbrothers zeichnen sich durch ihr minimalistisches Design aus. So hast du bei den Eggbeater-Pedalen die Möglichkeit, von vier Seiten einzusteigen - ein Vorteil, der sich besonders im abwechslungsreichen Cross-Country und Gravel-Bereich zeigt. Die Crankbrothers Pedale sind besonders schmutzresistent, da sich Schlamm und Staub im kompakten Pedal nur schwer verfangen. Zudem bestehen die Eggbeater aus hochwertigem Edelstahl und punktet daher neben Langlebigkeit auch mit einem geringen Gesamtgewicht.
Neben den Eggbeater setzen viele Mountainbiker auch auf die Candy-Pedale von Crankbrothers. Diese bieten mehr Oberfläche als die Eggbeater und eignen sich daher für Rides, bei denen du mehr Support brauchst. Das Besondere: Du kannst Float und Auslösewinkel bei diesem Klicksystem stark individualisieren und somit genau die Einstellung finden, die für dich am besten passt. Insbesondere Downhill- und Enduro-Fahrer schätzen diese Eigenschaft sehr.
Auch die für Crankbrothers charakteristisch weichen Übergänge beim Ein- und Ausklicken findest du bei den Candy wie auch bei den Eggbeater-Pedalen. Die Crankbrothers Pedale variieren sowohl im Gewicht als auch im Preis stark - je nachdem, aus welchem Material sie bestehen. So gibt es die Einsteigermodelle aus Kunststoff bereits ab knapp 50 Euro. Willst du jedoch echte Premium MTB-Wettkampfpedale aus Titan, musst du knapp 450 Euro investieren. Diese Klickpedale bestechen jedoch nicht nur durch ihren aufregenden Look, sondern punkten auch mit einem integrierten Traction Pad System und Double Seal System Doppeldichtung.
Time ATAC MTB-Klicksystem
Auch Time hat mit dem ATAC-Klicksystem Pedale im Sortiment, die speziell für die Anforderungen beim Mountainbiken zugeschnitten sind. Dabei handelt es sich um ein einfaches und konsistentes System, bei dem Zweiloch-Pedalplatten aus Messing in Metallbügel eingeklickt werden.
Das Besondere: Durch die Bewegung des Fußes baut sich Spannung zwischen den Bügeln auf, bevor du mit deinem Schuh ausklickst. Du musst also keine Auslösehärte einstellen - nicht umsonst bedeutet ATAC Auto Tension Adjustment Concept. Dabei überzeugt das Time MTB-System mit einem offenen Design, das sich bei jedem Tritt automatisch von Schmutz reinigt und so für eine zuverlässige Performance sorgt.
Zudem kannst du den Auslösewinkel der ATAC-Cleats zwischen 13 und 17 Grad variieren - je nachdem, ob du das rechte mit dem linken tauscht. Im Gegensatz zu anderen Systemen kannst du bei der Montage die Time Cleats nicht seitlich am Schuh verschieben. Stattdessen bieten sie dir einen gewissen Spielraum, sodass sich dein Schuh ...
Auswahl beliebter Shimano Klickpedale im Überblick
Hier ist eine Übersicht beliebter Shimano Klickpedale, einschließlich ihrer Eigenschaften und Eignung für verschiedene Fahrstile:
| Modell | Material | Kompatibilität | Eignung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| PD-EH500 | Synthetik | SPD | Allrounder | Doppelfunktion (Klick/Plattform), einstellbare Auslösehärte |
| XT PD-M8120 | Aluminium | SPD | Enduro, Mountainbike | Längere Kontaktfläche, effiziente Kraftübertragung |
| XT PD-M8100 | Aluminium | SPD | Mountainbike | Leicht, robust |
| SPD PD-M324 | Stahl | SPD | Vielseitig | Wendepedal (Klick/Plattform), Cleats enthalten |
| Deore XT PD-T8000 | - | SPD | Trekking | Austauschbare Pins, gedichtete Konuslager |
Mountainbike Klickpedale für Tour, Trail, Enduro
Volle Kontrolle, bergauf wie bergab: Diese Klickpedale bieten Extra-Standsicherheit - auch im harten Einsatz. Kontrolle ist alles, egal ob im Leben oder auf dem Trail.
Kein Wunder, dass die meisten Biker trotz einiger Vorteile von Flatpedals auf eine feste Bindung zu ihrem Liebling schwören: aufs Klickpedal. Dabei greift das Gros zu eher leichten, filigranen Modellen aus dem Cross-Country und Tour-Segment. Wer jedoch einen noch sichereren Stand sowie mehr Schutz für den Klickmechanismus sucht, wird erst bei Pedalen aus dem Enduro- und Downhill-Regal fündig - nämlich bei den neun Modellen aus diesem Test.
Alle Probanden versprechen eine ideale Verbindung zum Schuh, damit beste Kraftübertragung und dennoch einen einfachen Ausstieg in kniffligen Situationen. Und so viel vorweg: Wirklich schlecht ist in diesen Disziplinen keines der Testpedale.
Hersteller wie Acros, BBB, Contec, Crank Brothers, ISSI, Shimano, Time und Tatze sind seit Jahren bewährt. M-Wave läuft schon im Neuzustand rau, was dem Preisniveau geschuldet ist. Bei Moto liegt die Achse direkt im Pedalkäfig, dieser übernimmt hier auch gleich die Lagerung.
Wie funktionieren MTB Klickpedale?
Kurzum: Im Grundsatz ist der Klick-Mechanismus eines Pedals mit dem einer Skibindung vergleichbar. Am (Mountainbike-) Schuh ist eine Metallplatte, eine sogenanntes Cleat montiert. Damit klickt man in das Pedal ein und ist während der Fahrt mit dem Pedal fest verbunden. Dieser Mechanismus löst sich nur durch seitliches Drehen des Fußes bzw. bei hoher Krafteinwirkung z.B. im Fall eines Sturzes.
Die Grundfunktion ist bei allen Pedalen gleich, doch weisen die verschiedenen Systeme deutlich spürbare Unterschiede auf.
Wie stellt man Klickpedale richtig ein?
Bei den meisten Klickpedalen aus unserem Test lässt sich die Auslösehärte einstellen, lediglich die Crankbrothers Mallet E bieten keine Verstellmöglichkeit. Anfänger stellen den Mechanismus in der Regel leichter ein, um schneller aus dem Pedal zu kommen, fortgeschrittene Fahrer bevorzugen vorwiegend eine festere Bindung, um nicht ungewollt auszuklicken. Letztlich entscheiden aber die persönlichen Vorlieben.
Vor- und Nachteile von Klickpedalen im Vergleich zu Plattformpedalen
- Der Klick-Mechanismus fixiert den Fuß biomechanisch optimal auf dem Pedal. Dadurch wird die Kraft effizienter übertragen als bei Plattform-Pedalen.
- Bei korrekter Einstellung vermeidet der Biker mit Klickpedalen Fehlstellungen.
- Klickpedale verhindern ungewolltes Abrutschen in ruppigen Passagen.
- Das Ein- und vor allem Ausklicken muss geübt werden.
- Vor allem für Einsteiger Verletzungsgefahr, wenn das Aussteigen nicht gelingt.
- System erfordert mehr Pflege- und Wartungsaufwand als Plattform-Pedale
Testergebnisse ausgewählter MTB-Klickpedale (2021)
Im Jahr 2021 wurden verschiedene MTB-Klickpedale getestet, um ihre Leistung und Eignung für unterschiedliche Fahrstile zu bewerten. Hier sind einige Ergebnisse:
- Crankbrothers Mallet E LS: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Testsieger)
- DMR V-Twin: Gut
- Funn Ripper MTB: Gut
- HT T1: Sehr gut
- Magped Enduro: Sehr gut
- Shimano XTR PD-M9120: Sehr gut
- Tatze Mc Fly: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Kauftipp)
- Time Atac Speciale 8: Gut
- Xpedo GFX Neo: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Kauftipp)
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