Ist es sinnvoll, den Umwerfer einzusparen und nur mit einem Kettenblatt zu fahren? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich daraus?
Grundlagen der Übersetzung am Fahrrad
Getriebe wandeln Drehmoment bzw. Drehzahl. Eine Übersetzung bezeichnet den Wandel vom Langsamen zu Schnellen, eine Untersetzung vom Schnellen zum Langsamen. Am Rad besteht das "Getriebe" aus ein bis zwei (drei sind veraltet) Kettenblättern und einer Kassette mit derzeit bis zu 13 Ritzeln.
Die Entfaltung ist die zurückgelegte Strecke je Kurbelumdrehung. Der Unterschied von der kleinsten bis zur größten Entfaltung bzw. Bandbreite ist von großer Bedeutung. Wieweit die Entfaltung bzw. Übersetzung aufeinanderfolgender Gänge prozentual auseinander liegt, bezeichnet man als Stufensprung.
Stufenlose Getriebe findet man in Werkzeugmaschinen und Fahrzeugen. Es gibt auch eine stufenlose Nabenschaltung von Enviolo für Fahrräder, allerdings mit nur etwas über 300% Bandbreite.
Persönliche Erfahrungen und Konfigurationen
Um diese verschiedensten Konfigurationen fallweise anpassen zu können, habe ich in meiner Werkstatt Kassetten von 11/23 bzw. Kurbelblätter in 28/44, 31/48 und 34/50. Am Zeitfahrrad sogar 39/53.
Wie oben dargestellt erfolgt bei 2-fach Kettenblättern eine Anpassung an verschiedene Bedingungen hauptsächlich über den Tausch der Kassette. Kettenblätter zu tauschen ist unter Umständen so teuer, dass man Tausch der ganzen Kurbel vorziehen könnte.
1-fach Antriebe im Test
Auf dem Trail wollten wir die neue XT-Gruppe in der Einfach-Variante testen. Als Schaltgruppe mit zwei Kettenblättern ist sie unbestritten eine Macht. Aber wie verhält sich das im Revier des Adlers…?
Der neue Shimano Einfach-Antriebsstrang funktioniert nach meiner Auffassung extrem gut. Das eingangs erwähnte Shimano-Schaltpräzisionsgefühl inklusive… Adlerauge, sei wachsam!
Die Schaltvorgänge sind knackig und „on point“. Die Gangwechsel laufen sauber, leichtgängig, geräuscharm und vor allen Dingen schnell ab. Aus diesem Blickwinkel konnte mich Shimanos neue 12-fach XT bereits überzeugen.
Was mir aber ausdrücklich gut gefallen hat, das sind die neuen Schalthebel. Dabei sind es nicht die gummierten Kontaktflächen der Schalt-Paddles, sondern vor allem der Verstellbereich der I-SPEC EV Montage.
Damit lassen sich die Hebel in seitlicher Richtung um mehr als 14 mm verschieben und wie gehabt auch in Rotationsrichtung anpassen. Das Thema Ergonomie ist damit definitiv vorbildlich gelöst. Dank 2-Way-Release Technik funktioniert der Schalthebel überdies auch intuitiv - je nach Vorlieben des Nutzers.
Neu ist dagegen die Schaltfunktion beim linken Hebel (nur für 2-fach Aufbauten): der neue Rapidfire Plus Mono Schalthebel weist nur mehr eine Bedienrichtung auf. Der erste Hebeldruck hebt den Umwerfer aufs große Kettenblatt und arretiert ihn dort. Der zweite löst ihn und hebt die Kette aufs kleine Blatt.
Vor- und Nachteile von 1-fach Antrieben
Durch den Verzicht auf weitere Kettenblätter, Umwerfer und einen Schalthebel spart „Mono“ viel Gewicht ein. Zudem ist 1-fach simpel und verschleißarm: Verschalter gibt es quasi nicht, und was nicht dran ist, kann nicht kaputt gehen.
Auch die Kette hält meist länger, da die „stressigen“ Kettenblattwechsel am Umwerfer entfallen, dafür ist der Verschleiß der Kassette etwas erhöht. Es stehen nur 11 Gänge zur Verfügung, die Bandbreite ist eingeschränkt.
So ist der Berggang mit einer 34er-Kurbel deutlich „dicker“ als bei 2- oder gar 3-fach. Mit dem größten Gang wiederum ist die Entfaltung geringer. 1-fach ist somit meist dem Rennsport (CC und Enduro) vorbehalten, hat aber auch unter Trail-Ridern seine Fans - je nach Topografie.
Die XTR-Kurbeln können mit folgenden Kettenblättern 1-fach gefahren werden: 30, 32, 34, 36 Zähne.
2-fach Antriebe: Der beste Kompromiss?
2-fach-Kurbeln haben sich in den letzten Jahren in vielen Segmenten durchgesetzt, da sie meist einen sehr guten Kompromiss aus geringem Gewicht, ausreichender Gangbandbreite, nicht zu komplexer Schaltlogik und moderatem Verschleiß bieten.
So werden je nach Kettenblattwahl Marathon-Rennfahrer genauso glücklich wie All-Mountain-Fans oder Enduristen. Bei der neuen XTR bietet die wohl gängigste Blattkombination mit 36/26 Zähnen 14 Gänge ohne Überschneidungsbereich.
Der kleinste Gang ergibt bei einem 29"-Bike mit 2,25"-Pneus eine Entfaltung von 1,51 Metern pro Kurbelumdrehung, der größte Gang 7,63 Meter. Shimanotypisch sind die Gänge sehr eng abgestuft, damit der Fahrer beim Wechsel des Kettenblatts am Schaltwerk kaum gegenschalten muss und stets eine optimale Trittfrequenz findet. Rhythm Step nennt Shimano dieses Konzept.
Kettenblattabstufungen der 2-fach-XTR-Kurbeln: 34/24, 36/26, 38/28.
3-fach Antriebe: Die volle Bandbreite
Früher war 3-fach konkurrenzlos, aus der Mode ist es aber noch lange nicht. Klar: Das Gewicht eines 3-fach-Antriebs ist höher als bei 1- oder 2-fach, die Kombination aus drei Blättern vorne und bis zu elf Ritzeln hinten „verführt“ zu Verschaltern.
Dennoch ist und bleibt 3-fach speziell für das Gros der Tourenbiker oft gesetzt. Kein Wunder, die Bandbreite ist schließlich enorm. So fällt der Berggang wunderbar leicht, der „Speed-Gang“ richtig dick aus - perfekt für Touren in den Alpen oder für sehr abwechslungsreiches Terrain.
Shimano GRX: Gravelgruppe im Praxistest
Shimano hat mit der GRX-Gruppe eine spezifische Gravelgruppe am Rennradmarkt. ROADBIKE hat die elektronische und mechanische Version ausgiebig getestet. Dazu: Die Übersicht aller Komponenten.
Shimano kombiniert unter dem Label GRX bewährte Rennrad- und Mountainbike-Technologien zu spezifischen Gravelkomponenten. Erhältlich sind gleich mehrere Versionen: Die neue Shimano GRX kommt wahlweise als elektronische oder mechanische Ausführung, mit 1- oder 2-fach Kurbeln und 10- und 11-fach Schaltwerken. 600 liegen etwa auf Ultegra bzw. 105-Niveau, der 10-fach-Antrieb mit Kürzel 400 entspricht etwa der Shimano-Tiagra-Gruppe. 12-fach - wie die neuen MTB-Gruppen - gibt’s die GRX nicht.
Die Shimano GRX-Gruppe kommt in vielen Ausführungen: 1- oder 2-fach vorne, 10- oder 11-fach hinten und mechanisch oder elektronisch.
Shimano GRX Kurbel und Umwerfer für mehr Reifenfreiheit
Die Shimano GRX Kurbeln sind speziell für den Gravel-Einsatz konzipiert. Die Kurbel sind etwas breiter und die Kettenlinie wandert um 2,5mm nach außen, um für mehr Reifenfreiheit am Hinterrad zu sorgen. Bis zu 42mm Reifenbreite sind möglich.
Außerdem haben die GRX-Kurbeln eine größeren Übersetzungs-Bandbreite. Die 2-fach GRX Kurbel kommt mit 48-31 Kettenblättern (11-fach) bzw. 46-30 Kettenblättern (10-fach). Das ist ein Unterschied von 17 (bzw. 16) Zähnen zwischen den beiden Kettenblättern.
Die 1-fach GRX-Kurbeln kommen mit 40 Zähnen. Um zu verhindern, dass die Kette vom Kettenblatt springt, verfügen die 1-fach Kurbeln über das Dynamic Chain Engagement Zahnprofil. Hierbei ist jeder zweite Zahn etwas breiter, was die Kette fester am Kettenblatt halten soll.
Shimano GRX Schaltwerk mit verschiedenen Käfiglängen
Um auch hinten an der Kassette möglichst viele Übersetzungen abzudecken, gibt es die elektronischen und mechanischen GRX-Schaltwerke in zwei Käfiglängen. Bis 34 Zähne gibt es ein Schaltwerk mit kurzem Käfig. Wer bis zu 42 Zähne auf dem größten Ritzel nutzen möchte, sollte das GRX Schaltwerk mit langem Käfig wählen.
Die GRX Gruppe kommt übrigens ohne eigenen Kassette und Kette. Stattdessen ist die GRX Schaltung mit Rennrad- und MTB-Kassetten kompatibel. Wer 11-fach schalten möchte, kann Ultegra oder 105er Rennradkassetten oder Deore XT oder SLX MTB-Kassetten verwenden. Die 10-fach GRX-Schaltwerke funktionieren mit Tiagra und Deore Kassetten.
Shimano GRX Schalthebel
Auch die Schalthebel unterscheiden sich in einigen Details von den Brems-Schalthebeln der Rennrad-Gruppen. Um für mehr Bremskraft auf Schotterabfahrten zu sorgen, wurde der Drehpunkt der Bremshebel nach oben versetzt. So erhöht sich die Hebelkraft des Bremshebels.
Außerdem gibt es trotz hydraulischer Bremsleitungen wieder die Möglichkeit, zusätzliche Bremshebel am Oberlenker zu montieren. So kann auch in der Oberlenkerposition gebremst werden. Für den 1-fach Betrieb gibt es auch spezielle linke Schalthebel - entweder mit starrem Bremshebel ohne interne Mechanik oder mit nach innen schwenkendem Bremshebel, an dem ein Zug für eine absenkbare Sattelstütze eingehängt werden kann.
Shimano GRX Bremsen und Laufräder
Die GRX Gruppe gibt es nur mit hydraulischen Scheibenbremsen geben. Wie alle anderen Rennrad-Scheibenbremsen von Shimano werden diese per Flatmount-Standard montiert.
Komplettiert wird das Shimano GRX-Sortiment mit zwei Alu-Laufradsätzen. Die GRX-Laufräder sind Tubeless ready, kommen mit 21,6mm Maulweite und in den Größen 28 Zoll und 650B.
ROADBIKE hat ein Paar in 28 Zoll getestet: Das Set aus Vorder- und Hinterrad bringt es inklusive Felgenband auf 1734 Gramm, ist sehr gut mittig und rund zentriert und erfreulich seitensteif (Vorderrad 88 Nm/°, Hinterrad 84 Nm/°). Der Fahreindruck nach knapp 1000 Kilometern ist positiv: Die Laufräder beschleunigen ordentlich, lenken präzise, zeigen sich haltbar und unanfällig für störende Knackgeräusche aufgrund des wahlweise staubigen oder schlammigen Offroad-Einsatzes. Kostenpunkt: 489,90 Euro für das Set (UVP).
Die mechanische Shimano GRX im Praxistest
ROADBIKE stand ein Testrad mit Shimanos GRX-Schaltgruppe zur Verfügung, die Komponenten aller drei Preisklassen mischt - Schaltwerk auf 800er-Ebene, Kurbel und Bremsschaltgriffe auf 600er-Niveau und Scheibenbremsen aus der 400er-Linie, dazu die MTB-Kassette der SLX-Gruppe und gruppen-übergreifende Kette, Innenlager, Bremsscheiben und Züge/Leitungen. Hier zeigt sich: Wie von den Straßengruppen bekannt, sind viele Teile untereinander kompatibel, sodass sich die eigene Gruppe gemäß individuellen Präferenzen, Fahrerprofil und Brieftaschengröße zusammenzustellen lässt.
11-40 und 11-42-Kassetten bieten ein breites Spektrum, das Schaltwerk bedient elf Gänge.
Im Fahreindruck überzeugte die mechanische Gruppe: Im Praxistest gab es kein Kettenschlagen, keine -abwürfe, -klemmer oder anderen Probleme. Im Gegenteil: Der Antrieb arbeitete präzise, geräuscharm - und schaltete etwas knackiger als die gewohnten Straßenkomponenten. Was die Übersetzung angeht, fühlt sich die Einfach-GRX "offroad" wohler, da dort die teils großen Gangsprünge weniger stören und auch die Bandbreite ausreicht.
Auf Asphalt müssen die Beine bei einer 40/11-Übersetzung ab ca. 45 km/h schon ganz schön wirbeln … 12-fach-Antriebe, wie sie Shimanos Mitbewerber für Straße und/oder MTB anbieten, haben hier etwas mehr zu bieten.
Gut dosierbar, auf Schotter aber fast etwas bissig zeigten sich die hydraulischen Bremsen. Sehr positiv fielen die Schaltbremsgriffe auf: Sie sind deutlich breiter und bieten mehr Auflagefläche für die Finger.
Zudem wurde die Oberfläche der Hebel leicht "gummiert", um ein Abrutschen zu vermeiden - sinnvoll, um kontrolliertes Bremsen auf holprigem Untergrund zu erleichtern, da waren sich alle RB-Tester einig.
Die Griff-Ergonomie bietet viel Kontrolle beim Bremsen und Schalten.
Die gemischte Testgruppe aus 800er, 600er, 400er und gruppen-unspezifischen Komponenten bringt es laut RB-Messung mit Einfach-Kurbel, 40er Kettenblatt, 11-40er-Kassette und 11-fach-Hebeln und -Schaltwerk auf 3034 Gramm. Addiert man alle Zirka-Preise des deutschen Importeurs, würde diese Zusammenstellung 979 Euro kosten.
Braucht es eine spezifische Rennradgruppe nur fürs Gravelbike? Warum nicht, könnte man fragen. Der Sektor boomt, kaum ein Radhersteller, der nicht mindestens einen Offroad-Renner im Programm hätte. Da liegt es nahe, auch entsprechende Antriebskomponenten auf den Markt zu haben - zumal, wenn sie so gut funktionieren wie Shimanos GRX.
742 Gramm bringt der 1-fach-Kurbelsatz mit 40er-Kettenblatt auf die Waage.
Allenfalls ließe sich Shimano vorwerfen, dass unter dem Label GRX "nur" bekannte Rennrad- und Mountainbike-Technologien zu spezifischen Gravelkomponenten kombiniert werden. Wirklich neu sind das vom MTB inspirierte Schaltwerk mit Dämpfer, der für eine konstant hohe Kettenspannung sorgt, und die Schaltbremsgriffe, bei denen insbesondere die Bremshebel überarbeitet wurden.
So scheint es nur eine Frage der Zeit, bis Shimano dort - wie schon am MTB - mit 12-fach nachlegt. So gesehen könnten die aktuellen GRX-Teile nur eine Übergangslösung darstellen. Spricht das gegen ihre Funktionalität? Wir denken: Nein.
Die elektrische GRX Di2 im Dauertest
Knapp 2500 Kilometer hat die GRX-Di2-Gruppe im RB-Dauertest abgespult, teils unter widrigsten Bedingungen. Und damit genug für einen Testbericht, der fast durchweg positiv ausfällt.
Die gute Nachricht für alle Traditionalisten vorab: Shimano bietet auch im Gravel-Segment weiterhin eine Zweifachkurbel an, mit Offroad-tauglicher Abstufung (48/31) und somit einem ungewöhnlich großen 17-Zähne-Sprung. Ob das funktioniert? Ja, und zwar absolut problemlos. Im Dauertest gab es nicht einen Kettenklemmer oder -abwurf!
Mit stoischer Präzision wuchtet der Umwerfer die Kette hin- und her - maximal verlässlich, untermalt vom typischen Geräusch des E-Motors. Kein Grund also, auf "Zweifach" im Gelände zu verzichten.
Die Bandbreite im Zusammenspiel mit einer 11-34-Kassette überzeugte, die Abstufung ist feiner als bei jedem Einfach-Ensemble, obwohl Shimano noch immer auf elf Ritzel setzt und nicht, wie bei den MTB-Top-Gruppen, auf deren zwölf. Auch das Schaltwerk funktionierte stets geschmeidig und präzise, Kettenschlagen unterbindet es verlässlich.
Zwei kapitale Stürze kratzten etwas am Lack von Hebel und Schaltwerk, der Funktion tat das keinen Abbruch.
Die Bremse lässt sich auch mit einem Finger bedienen, gerade wenn’s offroad mal ruppiger zur Sache geht, eine feine Sache - weil der Fahrer den Lenker fest im Griff behalten kann.
Auch Lukas Hoffmann, Redakteur bei MOUNTAINBIKE sowie Gasttester, war angetan: "Die GRX schaltet wie ein Uhrwerk und bietet eine tolle Hebel-Ergonomie. Mehr als einen Finger brauche ich nicht zum Bremsen. Nur das Feedback der Schalttasten könnte deutlicher sein - speziell bei der Bedienung mit Winterhandschuhen."
Der Verschleiß hält sich nach der relativ kurzen Laufzeit erwartungsgemäß in engen Grenzen: Die Bremsbeläge haben noch rund die Hälfte ihrer ursprünglichen Stärke, Kettenblätter und Kassette sehen noch sehr gut aus. Nur die Kette nähert sich der Verschleißgrenze und sollte getauscht werden. Eine Akkuladung hielt auch im Winter weit über 1000 Kilometer - genug selbst für ausgedehnte Gravel-Abenteuer.
Kurbelgarnitur Vergleich
Hier ist ein kurzer Überblick über einige Kurbelgarnituren im Vergleich:
| Position | Modell | Preis (ca.) | Verarbeitungsqualität | Kettenblatt | Lieferzeit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Shimano Acera FC-M361 | 39 € | Gut | 3-fach (42-32-22) | Lieferbar in wenigen Tagen |
| 2 | Dioche Speed Kurbelgarnitur | 43 € | Hervorragend | 2-fach (45-47) | Sofort lieferbar |
| 3 | SHIMANO Tourney FC-A070 Kurbelgarnitur | 54 € | Hervorragend | 2-fach (5-34) | Lieferbar in wenigen Tagen |
| 4 | Greliving Vierkant-Kurbelgarnitur | 31 € | Sehr gut | 1-fach (42) | Sofort lieferbar |
| 5 | Shimano Altus FC-M311 | 30 € | Hervorragend | 3-fach (48-38-28) | Lieferbar in wenigen Tagen |
Unsere Produkttests und Vergleiche sind objektiv und faktenbasiert. Hersteller haben keinen Einfluss auf die Bewertung. Wir sorgen für mehr Transparenz auf dem Markt und fördern so die Produktqualität.
Weitere Kurbelgarnituren im Überblick
- P4B Kettenradgarnitur: Geeignet für Stadträder, sehr gut verarbeitet.
- SHIMANO Altus FC-M371: Geeignet für Mountainbikes, Einsteiger-Schaltgruppe von Shimano.
- SHIMANO FC-T521: Hochwertiges Bauteil, kompatibel mit 9-Fach Kette.
Rennrad 1-fach oder 2-fach Schaltung - Was ist besser?
Einfach- oder doch lieber Zweifach-Schaltung am Rennrad? Keine leichte Entscheidung. Die Effekte sind sogar noch deutlich stärker, da auf komplette Bauteile verzichtet werden kann und nicht einfach nur die vorhandene Technik abgespeckt wird. Vorreiter beim Wechsel von der 3-fach Kurbel auf die 2-fach Kurbel war der Hersteller Sram, der als erstes erkannte, dass es keine Notwendigkeit für so viele Gänge am Rennrad gibt.
Auch heute geht Sram voran und hebt die Vorteile des 1-fach Antriebes hervor: Es gibt einfach keine Gangüberschneidungen mehr. Du fährst mit 11 „echten“ Gängen, alle leicht, direkt und intuitiv mit einer Hand zu bedienen. Einfacher kann eine Kettenschaltung kaum aufgebaut sein…doch ist das die ganze Wahrheit?
Ist das Einsatzgebiet mit einem 1-fach Antrieb stark eingeschränkt?
Ohne zu sehr in die Theorie einzutauchen kann man sagen, dass die Gesamtübersetzung beim 1-fach Antrieb nicht leidet, es sind weiterhin genau so leichte und schwere Gänge wie beim 2-fach Antrieb möglich.
Die Auswahl an Kettenblättern (von 38 bis 54) und Kassetten in unterschiedlichen Abstufungen ist so groß, so dass du ohne Weiteres die Kletterfähigkeit und Geschwindigkeit eines Rennrades mit 2-fach Antrieb erreichen kannst. Und genau darauf kommt es an: In welcher Region fährst du dein Bike und wie nutzt du es?
Wenn man die Standard 2-fach Übersetzung von handelsüblichen Rädern (vorne Kompaktkurbel 50/34, hinten Kassette 11-28) mit der Standard 1-fach Übersetzung vergleicht (Kettenblatt vorne 44, Kassette hinten 11-36), fällt auf, dass 44 x 36 etwa 34 x 28 entspricht. Somit wäre die Kletterfähigkeit annähernd vergleichbar. Mit 44 x 11 in der Ebene lässt sich ebenfalls ein hohes Tempo erreichen, erst in Geschwindigkeitsregionen ab 50 km/h wäre die 50 x 11 zum weiteren Beschleunigen sinnvoller…die Frage ist hier, wie oft du mit dieser Geschwindigkeit unterwegs bist.
Mit der Auswahl der jeweiligen Kassette und dem Kettenblatt kannst du also dein Rennrad entsprechend dem Einsatzzweck und deiner Region leicht optimieren, ein Einsatz im deutschlandweiten Raum ist bedenkenlos möglich.
Sind die Gangsprünge größer?
Bleibt als Nachteil des 1-fach Antriebs - wenn man das so überhaupt bezeichnen kann- neben der unkonventionellen Optik die größere Abstufung von Gang zu Gang. Auf dem Papier betrachtet sind die Gangsprünge natürlich größer, in der Praxis hat sich das jedoch als weniger problematisch erwiesen - hier hilft einzig und allein eine Probefahrt, um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen.
Kann ich jedes Rennrad auf 1-fach umbauen?
Natürlich musst du dir nicht gleich das Strada kaufen oder darauf warten, dass ein anderer Hersteller ein Rennrad nach deinen Vorstellungen baut, um in den Genuss des 1-fach Antriebes zu kommen. Du kannst auch dein vorhandenes Rad umrüsten (lassen), allerdings gibt es schon ein wenig mehr zu beachten, als lediglich den Umwerfer abzubauen.
Eine neue Kurbel oder Spider ist in notwendig, da das einzelnstehende Kettenblatt von der Linie her mittig zwischen den beiden Kettenblättern des 2-fach Antriebes steht. Auch das Kettenblatt ist neu gestaltet worden, um mit seinem Zahnprofil ein Abspringen der Kette praktisch unmöglich zu machen. Dabei hilft das optimierte Schaltwerk, das die Kette deutlich strammer führt und somit effektiv Kettendurchschläge verhindert.
Welche Hersteller und Schaltgruppen gibt es?
Wer an seinem Rennrad einen 1-fach Antrieb fahren möchte, kommt an Sram nicht vorbei. Aktuell bietet lediglich Sram komplette 1-fach Gruppen an, die die gewohnten Gruppennamen mit dem Zusatz „1“ tragen. In naher Zukunft werden aber mit Sicherheit auch andere Komponentenhersteller wie Shimano oder Campagnolo 1-fach Gruppen in ihr Programm aufnehmen.
Derzeit sind folgende 1-fach Gruppen erhältlich:
- Sram Apex 1 Schaltung
- Sram Rival 1 Schaltung
- Sram Force 1 Schaltung
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