Im Gegensatz zum Chaos in einer durchschnittlichen Damenhandtasche bevorzugen Mountainbiker eine feste Ordnung in ihrem Rucksack. Für das Nachziehen der Schrauben am Vorbau ihres Bikes greifen sie gezielt nach dem Minitool in der Hüftgurttasche ihres ebenfalls gut drei Kilo schweren Tagesrucksacks.
Die Vorteile eines gut organisierten MTB-Rucksacks
Ordnung ist die große Stärke der elf Modelle mit 12 bis 21 Litern Stauraum in diesem Test. Neben den praktischen Taschen am Hüftgurt, die man sogar während der Fahrt bequem erreicht, bieten die meisten Modelle ein großes Hauptfach mit Unterteilung, ein übersichtliches Werkzeugfach mit Platz für Pumpe, Schlauch und Ersatzteile sowie ein weich gepolstertes Fach für Brille oder Smartphone. Im besten Fall steckt die Trinkblase geschützt und griffbereit für schnelle Tankstopps in einem separaten Abteil.
Das Probepacken für diesen Test beweist die Vorzüge dieser klassischen Aufteilung: Die Testausrüstung lässt sich hier besonders intuitiv, schnell und griffgünstig unterbringen.
Ideale Taschenaufteilung
Taschenaufteilung in der Idealvorstellung:
- Das Minitool liegt griffbereit in der Hüftgurttasche.
- Luft- und Dämpferpumpe, Schlauch, Reifenheber und Kleinteile im weit aufklappbaren Werkzeugfach.
- Regenjacke und Wechsel-Shirt sowie Proviant und Erste-Hilfe-Set lagern im Hauptfach.
- Ein Extra-Fach erleichtert das Befüllen der Trinkblase.
- Geldbörse und Handy liegen gut geschützt im Wertsachenfach mit Clip für den Schlüsselbund.
Gut drei Kilo wiegt unsere Testladung, mit der wir alle Tagesrucksäcke bepacken. Einige Modelle erreichen damit schon ihre Kapazitätsgrenze, während Camelbak und Scott glatt die doppelte Ladung schlucken.
Ausgewählte Modelle im Test
Hier eine Übersicht einiger getesteter Modelle:
- Camelbak H.A.W.G. LR 20
- Cube Edge Trail
- Deuter Compact EXP 16
- Ergon BA3
- Evoc Stage 18l
- Gregory Drift 14 H20
- Osprey Raptor 14
- Scott Trail Rocket Evo FR 16
- Shimano Rokko III 16
- Thule Alltrail 15
- Vaude Ledro 18
Weitere getestete Produkte
Goodyear Newton Trail MTF Reifen
Goodyear ist die erfolgreichste Reifenmarke der Formel 1. Seit 1901 stellt die Firma aus Ohio Autoreifen her. Neuerdings bereifen sie auch Mountainbikes. Den Newton gibt’s mit drei Karkassen: Trail, Enduro, Downhill als Vorder- (MTF) und Hinterreifen (MTR). Ich entschied mich für den „Trail“ in der mittelweichen Mischung, um meinem Bike genügend Vortrieb zu spendieren. In der 29-Zoll-Version wiegt der Pneu satte 1212 Gramm und besitzt robuste Seitenwände, die eher an einen Enduro-Reifen erinnern.
Im Bikepark schlug sich der Newton Trail daher gut und dämpfte angenehm. Auf Trailrides spürte man das Gewicht. Er spielte seine Stärken in weicherem Boden aus und zeigte guten Kurvenhalt mit seinen hohen Seitenstollen. Auf Fels und hartem Untergrund hätte ich mir mehr Grip gewünscht - den weicheren Gummi „Grip3S“ gibt es allerdings nur in der Enduro- und DH-Version.
Als Trail-Reifen ist mir der Newton zu schwer, ans Enduro passt er besser.
Shimano GF600 Flat-Schuhe
Letzten Sommer stellte Shimano eine ganze Reihe neuer Schuhe vor. Einer davon war der Flat-Schuh GF600 für den Enduro- und Gravity-Einsatz. Markant bei Shimano: der hochgezogene, gepolsterte Schaft an der Innenseite, um die Knöchel zu schützen. Das robuste Obermaterial verträgt leichte Regen- und Matschfahrten ohne Wassereinbruch. Sonst ist der Schuh mit allen notwendigen MTB-Features ausgestattet, wie z. B. solidem Fersen- und Zehenschutz und einer griffigen Sohle, die am Pedal haftet.
Weniger sinnig wirkten die zu lang geratenen Schnürsenkel und die zu weiche Sohle. Auf langen, steilen Abfahrten spürt man im Mittelbereich so die Pedale deutlich. Das ist eher unangenehm und fördert Krämpfe in den Füßen. Kurzum: solider MTB-Schuh mit schmutzabweisendem Obermaterial. Die weiche Sohle fiel bei langen, steilen Abfahrten aber negativ auf. Teuer.
Shimano hat viel Erfahrungen in Sachen Gravity-Schuhe. Umso verwunderter war ich über die Wahl der zu weichen Sohle.
Cratoni Madflex Helm
Madflex heißt Cratonis neuer Trail- und Enduro-Helm mit extratiefer Nacken- und Schläfen-Abdeckung. Für optimale Sicherheit ist er mit Mips und Recco-Sensor ausgestattet und erfüllt zudem die NTA-Norm für S-Pedelcs. Das merkt man auch am Gewicht: Mit 426 Gramm liegt er deutlich über der Herstellerangabe und während der Fahrt merklich schwer auf dem Kopf.
Die Passform dagegen ist hervorragend und gerade für ovale Kopfformen sehr gelungen. Schon ein leichter Dreh am gut erreichbaren Verstellrädchen fixiert den Madflex sicher am Kopf. Für einen Helm dieser Kategorie ist der Cratoni zudem recht gut belüftet. Praktisch ist die verstellbare und leicht zu öffnende Ratsche am Gurtsystem.
Nicht optimal: Das vollflächige Visier löst sich zwar bei einem Sturz unbeschadet, was die Sicherheit für den Träger erhöht, lässt sich aber nicht in der Höhe verstellen. Achtung: Dicke Brillenbügel können an der tief gezogenen Helmschale anstoßen.
Cyclite Touring Backpack
Kein unnötiges Gewicht mitschleppen, darum geht es beim Bikepacking. Dieses Gebot verfolgte Cyclite auch beim 23 Liter fassenden Touring Backpack. Mit gerade mal 537 Gramm wiegt er weniger als die Hälfte vergleichbarer Modelle. Trotzdem sind alle wichtigen Features an Bord: Helmhalter, Regenhülle, Nasswäsche-, Werkzeug- und Trinkblasenfach. Zusätzlich nehmen diverse Mesh-Fächer Riegel, Handy und Co. auf - die Brust- und Hüfttaschen sind gut erreichbar.
Das Öffnen des Hauptfachs von der Rückseite ist anfangs ungewohnt, dann aber praktisch. Sie klappt vollständig auf und ermöglicht gute Übersicht über den Inhalt. Nutzt man eine Trinkblase, stört jedoch der quer laufende Schlauch. Trotz der luftigen Schultergurte klammert sich der Cyclite wie ein Äffchen an den Träger und wackelt dank der Kompressionsgurte auch auf dem Trail kaum. Wegen der instabilen Rückenplatte liegt der Touring sehr platt am Körper.
Shimano Unzen 4 Enduro
„Unzen 4 Enduro“ nennt Shimano seine neueste Innovation im Bereich spezieller Fahrrad-Rucksäcke. Mit seinem Rider Fit X-Harness System greift der Unzen 4 Enduro auf das bewährte Shimano Riemensystem zurück, das anstelle vertikal verlaufender Schultergurte vor der Brust kreuzende Riemen aufweist. Dadurch wird die Bewegungsfreiheit im Schulterbereich signifikant erhöht, zudem kann auf einen breiten Bauchgurt verzichtet werden, der die Atmung behindern kann.
Unzählige Halterungen - für Brillen, Protektoren, Standard- und Full-Face-Helme oder ein Rücklicht - machen den Unzen 4 Enduro zum kleinen Alleskönner, eine Fleete gefütterte Tasche schützt beispielsweise Mobiltelefondisplays vor Kratzern.
Weitere MTB-Rucksack Modelle im Detail
Evoc FR Trail Blackline
Der Rucksack FR Trail Blackline von Evoc ist aus Nylongewebe hergestellt. Das Material zeichnet sich durch hohe Robustheit, Abriebfestigkeit und Feuchtigkeitsschutz aus. Der Protektor kann und soll nach einem Sturz ersetzt werden. Mit einem Leergewicht von 1.400 g zählt das Exemplar zu den schwereren Rucksäcken. Er bietet ein Hauptfach mit Innentasche, eine Fronttasche und zwei Seitentaschen. Jedes Fach lässt sich per Reißverschluss öffnen.
Der Evoc MTB-Rucksack FR Trail Backline überzeugt mit einem Fassungsvermögen von 20 Litern und einem ergonomisch geformten Liteshield Rückenprotektor, der der CE-Norm EN 1621-2 entspricht. Kompatibel mit Trinksystemen und einer Helmhalterung ausgestattet, ist er ideal für Bike-Touren und Trails. Besonders positiv hervorzuheben ist die Signalpfeife am Brustgurt.
Evoc FR Enduro Blackline
Der Outdoor-Rucksack FR Enduro Blackline von EVOC besteht aus Nylon, PU, Air-Mesh, Neopren und Tarpaulin. Er gilt als idealer Begleiter beim Motorradfahren, Wandern oder für Bike-Touren. Dieser Rucksack von EVOC ist aus einer Materialzusammensetzung aus Nylon, PU, AirMesh sowie Neopren und Tarpaulin gefertigt und zudem wasserfest. Damit kann der Rucksack auch bei schlechtem Wetter und Regen verwendet werden.
Dieser Rucksack von EVOC ist mit einem leichten Rückenprotektor mit bis zu 95 % an Schockabsorption ausgestattet. Der Rückenprotektor entspricht zudem der CE-Norm EN 1621-2 und ist darüber hinaus auch noch TÜV-/GS-geprüft. Der Outdoor-Rucksack FR Enduro Blackline von EVOC hat ein Leergewicht von 1.400 g.
Mit einem beeindruckenden Fassungsvermögen von 16 Litern bietet er ausreichend Platz für alles, was Sie auf Ihren Outdoor-Touren benötigen. Besonders beeindruckend ist der integrierte Rückenprotektor, der nicht nur Motorradfahrern empfohlen werden kann. Dieser Rucksack ist ein wahrer Alleskönner für Liebhaber des Outdoor-Sports.
Evoc Trail Pro
Der Rucksack Trail Pro von Evoc ist mit einer praktischen Regenhülle ausgestattet, sodass der Inhalt bestmöglich vor Feuchtigkeit geschützt ist. Der Rucksack der Marke Evoc ist mit einem Liteshield-Plus-Protektor ausgestattet, welcher vom TÜV zertifiziert ist. Dieser sorgt für eine Schockabsorption in Höhe von 95 %. Somit ist er sehr rückenschonend.
Der EVOC TRAIL PRO ist mit einem Fach für eine Trinkblase mit einer Kapazität von bis zu 3 Litern versehen. Mit einem Fassungsvermögen von 16 l gehört der Trail Pro von Evoc zu den größeren Artikeln in unserem Vergleich.
Obwohl der TRAIL PRO Rucksack von Evoc mit einem Gewicht von 1.000 g vergleichsweise schwer ist, bietet er einen angenehmen Tragekomfort dank einer guten Rückenbelüftung.
Evoc FR Trail E-Ride 20
Akkus der Hersteller BOSCH, YAMAHA, SHIMANO sowie FAZUA passen in den Rucksack, wenn eine Akkugröße von 10 x 42 x 10 cm (B x H x T) nicht überschritten wird. Der Rucksack aus dem Hause Evoc ist mit ergonomischen Schulterträgern sowie einem Brustgurt ausgestattet, sodass ein angenehmer Tragekomfort sichergestellt werden kann.
Mit einem Gewicht in Höhe von 1.500 g gehört der Rucksack der Marke Evoc zu den sehr schweren Modellen in unserem Vergleich. Im Fach für einen zweiten Akku im Rucksack FR Trail E-Ride 20 von Evoc können Akkus bis zu einer Länge von 44 cm platziert werden. Der Rucksack der Marke Evoc hat ein großes Fassungsvermögen in Höhe von 20 l.
Der MTB-Rucksack FR Trail E-Ride 20 von Evoc bietet mit seinen 20 Litern Volumen ausreichend Platz. Besonders positiv hervorzuheben ist das geringe Gewicht von lediglich 500 g. Die im Rucksack integrierten Reflektoren sorgen für eine gute Sichtbarkeit im Dunkeln.
Evoc Ride 16
Der Ride 16 der Marke Evoc verfügt über keine reflektierenden Elemente. Der EVOC RIDE sollte nur von Hand gereinigt werden, eine Nutzung der Waschmaschine wird dagegen nicht empfohlen. Durch ein ausgeklügeltes Taschensystem lassen sich Handy, Geldbörse und andere Utensilien im Fahrradrucksack Ride 16 von Evoc verstauen. Ein Werkzeugfach nimmt Geräte zur Reparatur auf. Die Trinkflasche wird in einem separaten Fach untergebracht.
Der Ride 16 der Marke Evoc ist mit einer Air-Pad-Rückenpolsterung ausgestattet, die nicht nur für einen angenehmen Tragekomfort, sondern auch eine gute Belüftung sorgt. Der Fahrradrucksack der Marke Evox hat ein Gewicht in Höhe von 600 g.
Mit einem Volumen von 16 l liegt der Evoc MTB-Rucksack Ride 16 im mittleren Größenbereich. Besonders positiv ist die Ausstattung mit ergonomischen Schultergurten und einem Rückenprotektor.
Evoc FR Lite Race 10
Die Träger des MTB-Rucksacks FR LITE RACE 10 aus dem Hause Evoc verfügen über ein flexibles Verstellsystem, sodass er an die Körpergröße angepasst werden kann. Der MTB-Rucksack FR LITE RACE 10 aus dem Hause Evoc verfügt über eine TÜV-Zertifizierung und bietet damit guten Schutz.
Der MTB-Rucksack FR LITE RACE 10 aus dem Hause Evoc verfügt im Vergleich zum FR TRAIL UNLIMITED 20 nicht über einen Regenschutz. Der MTB-Rucksack FR LITE RACE 10 aus dem Hause Evoc hat im Vergleich zum FR ENDURO 16 nur ein Fassungsvermögen von 10 l.
Der MTB-Rucksack FR LITE RACE 10 aus dem Hause Evoc verfügt über ein Belüftungssystem, sodass Sie bei der Nutzung am Rücken weniger schwitzen.
Der Evoc FR Lite Race 10 hat ein geringes Gewicht von nur 970 Gramm bei einem Fassungsvermögen von 10 Litern. Uns hat besonders die gute Belüftung des Rückens beeindruckt, und auch die Möglichkeit, ihn mit einem Trinksystem zu kombinieren, ist sehr praktisch. Darüber hinaus hat er einen Rückenprotektor und eine Helmhalterung.
Evoc Stage 18
Der technische Tagesrucksack STAGE 18 von EVOC besteht aus Nylon, welches vom Hersteller beschichtet wurde, wodurch er wasserabweisend ist. Für starken Regen oder der Nutzung beim Wassersport kann der Rucksack mit einer Regenhülle bezogen werden, die im Lieferumfang enthalten ist und sich in einem kleinen Fach an der Außenseite befindet.
Das Hauptfach des Evoc Stage Rucksacks hat eine Kapazität von 18 l, womit ein kleiner Laptop in den Rucksack passt. Es gibt außerdem Nebenfächer zur Aufbewahrung von kleineren Gegenständen.
Der Evoc Stage ist ein überraschend geräumiger Rucksack für Radtouren, der mit seinem Fassungsvermögen von 18 Litern leicht ist. Obwohl die Rückenbelüftung nicht so gut abschneidet wie bei anderen Modellen, hat der Rucksack dennoch einige Vorteile. Schade ist jedoch, dass er keinen Rückenprotektor und auch keine Reflektoren besitzt. Dennoch eignet er sich gut für Radfahrer, die eine kompakte und dennoch geräumige Tasche suchen.
Deuter Race EXP Air
Der Race EXP Air Rucksack aus dem Hause Deuter wird mit einer abnehmbaren Regenhülle geliefert. Der Deuter Race Exp-Air-Rucksack ist mit dem Deuter Streamer 3.0 kompatibel. Ein entsprechendes Fach für das Trinksystem ist vorhanden, jedoch ist das Trinksystem nicht im Lieferumfang enthalten.
Der Deuter Race EXP Air MTB-Rucksack ist mit Reflektorenelementen versehen, die für zusätzliche Sicherheit bei nicht optimalen Wetterbedingungen oder Dunkelheit sorgen. Der Deuter Race Exp-Air-Rucksack verfügt über praktische Reflektorelemente und eine Blinklichthalterung. Diese erhöhen die Sichtbarkeit und somit die Sicherheit bei schlechten Lichtverhältnissen oder im Straßenverkehr.
Das Aircomfort Netzrücken-System des Deuter Race Exp-Air-Rucksacks reduziert den Flüssigkeitsverlust um bis zu 25 Prozent. Dies geschieht durch maximale Belüftung, was die Kreislaufbelastung verringert und somit für mehr Ausdauer sorgt.
Mit einem Fassungsvolumen von 14 Litern gehört der Deuter Unisex Race Exp Air Fahrradrucksack aus Mesh zu den kleineren Modellen auf dem Markt. Dabei liegt sein Gewicht mit 890 g im leichten Bereich. Dadurch eignet er sich besonders gut für schnelle Tagestouren. Wir haben bei unserem Vergleich bemerkt, dass der Rucksack qualitativ hochwertig verarbeitet ist.
Salomon Trailblazer 20
Der Trekkingrucksack LC1048400 von Salomon hat ein leichtes Eigengewicht und ist mit Inhalt gut bei täglichen Aktivitäten zu tragen. Der MTB-Rucksack des Herstellers Salomon ist mit einem gepolsterten Hüftgurt versehen, der bei Bedarf zur Stabilisierung des Rucksacks genutzt werden kann.
Der Salomon Trailblazer 20 Unisex-Rucksack ist ein Outdoor-Begleiter, der sich durch sein schlichtes Design und geringes Gewicht auszeichnet. Der Rucksack bietet ausreichend Stauraum und wird mit einem zuverlässigen Reißverschluss geschlossen. Bequeme Schultergurte sorgen für optimalen Tragekomfort. Das strapazierfähige Polyestermaterial gewährleistet eine hohe Langlebigkeit. Zusätzliche Taschen an den Seiten und vorne bieten zusätzlichen Platz für Kleinigkeiten.
E-Mountainbike-Rucksäcke
Die grundsätzliche Ausstattung eines E-Bike-Rucksacks unterscheidet sich nicht von einem normalen Bike-Rucksack. Besonderheiten sind die feste Fixierung des Akkus im Hauptfach des Rucksacks sowie ein hartes Rückenteil, damit der Akku keine zusätzliche Gefahr für die Wirbelsäule darstellt. Bis auf den Thömus sind deshalb alle Modelle im Test mit einem Rückenprotektor ausgestattet.
Der Ergon BA3 E besitzt mit 15 l Volumen zwar genug Platz für die meisten Utensilien, leider fällt sein Akkufach jedoch sehr klein aus und gerät bereits mit einem Bosch PowerTube-Akku an seine Grenzen. Die kleinere Version, der BA2 E, richtet sich mit seinen 10 l Volumen weniger an Tourenfahrer, sondern mehr an sportlich ambitionierte Biker, die nur eine kurze Runde drehen und dabei wenig Gepäck dabeihaben wollen und auch er bietet nur Platz für einen kompakten externen Akku.
Der Thömus E1 ist aufgrund des fehlenden Rückenprotektors leider nicht wirklich empfehlenswert - die potenziellen Folgen bei einem Sturz sind einfach zu schwerwiegend.
Wichtige Aspekte bei der Auswahl eines MTB-Rucksacks
Das A und O eines Rucksacks ist der richtige Sitz. Beim Mountainbiken ist es wichtig, dass der Schwerpunkt möglichst nah am Körper ist, um die Fahrdynamik nicht negativ zu beeinflussen - auch wenn die Belüftung darunter etwas leidet. Entscheidend ist hier außer dem perfekten Rückenteil auch die richtige Größe des Rucksacks, damit er im Downhill weder hoch in den Nacken oder gar gegen den Helm rutscht, noch seitlich hin- und herfliegt.
Die Größe des Rucksacks sollte also sowohl auf die Körpergröße als auch auf den tatsächlichen Transportbedarf abgestimmt sein. Einige Rucksäcke werden z. T. für verschiedene Körpergrößen, genauer gesagt Rückenlängen angeboten. Andere, vor allem kleinere Rucksäcke lassen sich durch ein intelligentes Verstellsystem an die unterschiedlichen Rückenlängen von S bis XL anpassen.
Man sollte sich auch darüber im Klaren sein, welches Fassungsvermögen man tatsächlich benötigt. Reicht die Größe eines kleines Tagesrucksacks, in dem man nur das Allernötigste verstauen kann, oder nimmt man für Touren gerne etwas mehr mit? Die Größe sollte man so wählen, dass im gefüllten Zustand wenig Leerraum übrig bleibt, um das Durchschütteln des Inhalts im Staufach zu vermeiden. Auch gut platzierte Kompressionsriemen können nicht zaubern und aus einem für das Transportvolumen zu großen Rucksack einen kleinen machen.
Ein gut aufgeteilter Stauraum hilft, Ordnung zu halten, damit man alles schnell griffbereit hat - vor allem, wenn es darin spezielle Fächer für Kleinkram wie Brillen, Tools oder Riegel gibt. Auch das Staufach für eine Trinkblase sollte separat abgegrenzt sein, damit die Blase vor spitzen Gegenständen geschützt und besser fixiert ist.
Ein weiteres Thema heißt Haltbarkeit: Ein Mountainbike-Rucksack hat kein leichtes Leben - er muss Schweiß, Staub, Schlamm, Nässe und Sonne trotzen. Nicht zu vergessen sind gelegentlicher Bodenkontakt, das ständige Auf und Zu von Reißverschlüssen und Schnallen und der auch sonst nicht gerade sanfteste Umgang.
Die Schultergurte müssen die Last gut auf den Schultern verteilen. Um die Schultern zu entlasten und den Rucksack richtig am Körper zu fixieren, sind Hüft- und Brustgurt unabdingbar. An der Hüfte kommt es auf das richtige Mittelmaß zwischen zu schmalen und zu breiten Gurten an, die richtig gepolstert sind und weder einschneiden noch einen Hitzestau verursachen.
Verwandte Beiträge:
- Shimano GRX Schaltwerk 11-fach: Test & Kaufberatung
- Shimano Dura Ace Kassette 11-fach: Test, Vergleich & Kaufberatung
- Shimano XT Übersetzung: Die optimale Übersetzung finden
- Shimano EP8 App Einstellungen: Optimale Einstellungen für Deine E-Bike Tour
- Shimano GRX Bremsscheibe im Test: Ultimative Performance für Gravel-Abenteuer Enthüllt!
- Radtouren am Kaiserstuhl: Die schönsten Routen & Tipps
Kommentar schreiben