Shimano MTB Schuhe Größe 44 im Test: Eine umfassende Analyse

Shimano ist nicht nur im Bereich der Komponenten eine feste Größe, sondern bietet auch ein umfangreiches Radschuhsortiment. Dieses reicht von Mountainbike-Schuhen über spezielle Trekking- und Touring-Schuhe bis zu Einsteiger- und High-Class-Rennradschuhen. Schön bei Shimano ist: Die Preise sind im Vergleich zur Konkurrenz niedrig. Doch geht das zu Lasten der Qualität?

Flatpedal-Schuhe im Test

Ein Testbericht über den Shimano SH-GR7B Flatpedalschuh zeigt, dass Shimano auch im Bereich ohne Klick etwas Ordentliches zu bieten hat. Der Schuh bringt genügend Stabilität mit, ist aber auch nicht zu fest, sodass man nicht das Gefühl hat, einen Klotz am Fuß zu tragen. Das Gewicht des einzelnen Schuhs beträgt ungefähr 360 g, was für einen Schuh dieser Klasse wenig ist. Five Tens Freerider beispielsweise ist definitiv schwerer. Darunter leidet aber keinesfalls die Stabilität des Schuhs. In der Endabrechnung macht ihn das agiler.

Größentipp: In Sachen Größenthematik kann man die Größenempfehlung, die Schuhe am besten eine Nummer größer zu bestellen, nur bestätigen.

Der Flatpedalschuh von Shimano ist mit einer Michelin-Gummiaußensohle ausgestattet, welche sowohl für hervorragenden Halt auf Pedal als auch dem Boden sorgen soll. Das kann man insofern bestätigen, als dass der Halt gut ist - allerdings ist die Sohle nicht so klebrig wie die von Five Ten. Aber das gefällt, weil man dadurch mobiler auf dem Bike ist. D. h. man kann die Füße besser umstellen, wenn man mal den Fuß vom Pedal nehmen muss in einer steilen Kurve. In Kombination mit dem geringen Gewicht verleiht ihm das eine Agilität, die man persönlich schätzt.

Robustheit und Material

Auf dem Mountainbike ist die Robustheit der Schuhe ein wichtiges Thema. Kleinere Äste oder Gestrüpp sollten dem Schuh nichts anhaben, Dreck natürlich ebenfalls nicht. Der Oberschuh ist aus einem perforierten Synthetik-Leder mit wärmeregulierendem Netzgewebe gefertigt, was eine ordentliche Atmungsaktivität bei gleichzeitiger Widerstandsfähigkeit bedeutet. Die Materialien absorbieren kaum Wasser und Dreck, daher trocknen sie auch schnell wieder, wenn sie nass werden. Und sie verdrecken nicht zu hart, was sie langlebiger macht. Zudem sind sie sehr leicht zu reinigen, einfach mit einem feuchten Lappen drüber. Durch das glatte Synthetikmaterial bleibt der Dreck auch nicht so leicht hängen.

Die gute Belüftung des Schuhs wird im Winter dazu führen, dass es ohne sehr dicke Socken schnell zu kalt am Fuß wird. Der SH-GR7B verfügt über eine geformte äußere Zehenkappe (Gummilippe) für zusätzlichen Schutz dieses exponierten Bereichs. So gibt‘s keine Blessuren, wenn man mal nicht so sauber durch den nächsten Felsenteppich fährt. Das ist zwar Standard, aber dennoch erwähnenswert. Der clever gestaltete Sprunggelenksschaft aus Stretchgewebe bietet zusätzlichen Schutz vor Steinen, in dem er einen sauberen Abschluss über der Ferse bildet. Durch dieses kleine Extra habe ich wirklich weniger Dreck und Steine in den Schuhen als bei anderen Modellen.

Design und Fazit

Der Style des SH-GR7 ist allerdings ein wenig gewöhnungsbedürftig. Der Schuh kommt etwas klobig und grob designt daher. Aber das ist ja auch Geschmackssache, zudem tut es der Leistung keinen Abbruch. Ein kleines Style-Highlight gibt‘s aber immerhin: ein zusätzliches Paar Schnürsenkel in anderer Farbe.

Der SH-GR7 ist ein leichter, stabiler und gut zu reinigender Flatpedalschuh, der farblich heraussticht. Aber machen wir uns nix vor: Einen Style- oder Design-Preis hat er nicht verdient, da gibt es weit schönere MTB-Schuhe. Die Passform ist gut, der Grip der Sohle ist ausreichend, diese kann sich auf jeden Fall im Matsch und Dreck sehen lassen. Sehr praktisch ist die Sprunggelenkskontruktion, damit Schmutz und Steinchen draußen bleiben. Die Haltbarkeit der Sohle ist darüber hinaus bisher sehr gut, es gibt noch keine Löcher durch Pedalpins. Der Preis ist als UVP schon okay, zum aktuellen Preis mit dem Rabatt ist er unschlagbar! Man wird sich schwer tun, einen Schuh mit gleicher Leistung zu so einem Preis zu finden.

Gravel-Schuhe im Test: Shimano RX801

Der Shimano RX801 Gravel-Schuh gefällt wie sein Vorgänger wegen seiner schlanken, rennrad-typischen Silhouette. Das spricht nicht nur Gravel-Fahrer an, die aus der Rennrad-Ecke kommen. Durch seine sehr steife Carbonfaserverbundsohle (Steifigkeitswert 10 von 12) fühlt er sich wie ein Straßenradschuh an, nur eben mit SPD-System und einer Sohle, mit der man mehr als drei Schritte zum Rennrad machen kann.

Bemerkenswert ist die sehr gute Passform des Schuhs. Laut Shimano weist der Neue einen integrierten Fersenstabilisator auf, der für mich im Vergleich zum Vorgänger keinen Unterschied macht. Dafür merkt man den etwas breitere Zehenbereich des RX801. Ich habe keinen breiten Fuß, der sich auch im RX800 wohl fühlt. Im RX801 haben Vorfuß- und Zehenbereich allerdings mehr Platz.

Mit 268 Gramm (Größe 42 ohne Cleats) ist der Shimano RX801ein Leichtgewicht unter den Gravel-Schuhen. Wie schon beim Vorgänger fällt beim Shimano ERX801auf, wie gut der Kraftschluss mit den SPD-Pedalen ist. Ich merke keinen wirklichen Unterschied zu Rennradschuhen mit Look KEO oder Shimano SPD-SL. Dies gilt für meine Shimano XTR-Pedale genau wie für die wesentlich günstigeren aber leichten SPD-Pedale BBB Forcemount BPD 14, die ich an zwei meiner Räder fahre.

Der BOA Li2-Drehverschluss des Shimano RX801 sorgt für leichtes Öffnen und Schließen sowie präzise Feineinstellung, auch während der Fahrt. Der BOA-Verschluss zieht zwei Laschen von oben eng über den Fuß. Ansonsten ist positiv zu erwähnen, dass ich dank der Gummierung im mittleren Bereich der Sohle des RX801 nicht vom Pedal rutsche, wenn ich aus Versehen beim Einklicken das Pedal nicht richtig treffe.

Der neue Gravel-Schuhe Shimano RX801 hat eine klare Kaufempfehlung. Selbst Rennradfahrer, die SPD-Pedale bevorzugen, werden mit diesem Schuhmodell glücklich werden. Mit einer UVP von 249,95 EUR liegt der RX801 preislich in der oberen Mittelklasse, wobei der Online-Preis ein halbes Jahr nach Markteinführung schon wesentlich niedriger liegt.

Weitere Testeindrücke und Nutzererfahrungen

Viele Nutzer berichten von positiven Erfahrungen mit Shimano MTB Schuhen. Hier eine Zusammenfassung der Eindrücke:

  • Passform: Viele Nutzer empfehlen, die Schuhe eine Nummer größer zu bestellen. Breite Füße profitieren von Modellen, die speziell für breitere Passformen ausgelegt sind.
  • Komfort: Die Schuhe werden als bequem für Fahrten in gemischtem Gelände beschrieben. Der Tragekomfort ist gut, ohne störende Kanten.
  • Verschlusssystem: Das BOA-System wird als praktisch und einfach zu bedienen gelobt, obwohl einige Nutzer feststellen, dass es etwas mehr Aufwand erfordert, um sicherzustellen, dass der Schuh überall gut sitzt.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Viele Nutzer sind der Meinung, dass man viel für sein Geld bekommt und das Preis-Leistungs-Verhältnis unglaublich ist.

Es gibt auch einige kritische Anmerkungen:

  • Einige Nutzer haben Probleme mit der Haltbarkeit des BOA-Verschlusses gemeldet.
  • Die Belüftung kann im Winter dazu führen, dass die Füße schnell kalt werden.

Vergleich verschiedener Modelle

Ein Vergleich verschiedener Modelle zeigt, dass Shimano eine breite Palette an MTB-Schuhen anbietet, die für unterschiedliche Einsatzbereiche geeignet sind. Hier eine Übersicht:

Modell Einsatzbereich Besonderheiten
SH-GR7B Flatpedal, Gravity Leicht, stabil, gut zu reinigen, Michelin-Gummisohle
RX801 Gravel, Rennrad Leichtgewicht, steife Carbonsohle, BOA-Verschluss
ET5 Allmountain-Touren Gute Belüftung, steife Zwischensohle

Weitere getestete Mountainbike-Schuhe im Überblick

Neben den bereits genannten Modellen wurden auch andere Mountainbike-Schuhe getestet, darunter:

  • Crankbrothers Mallet E Boa
  • Five Ten Trailcross CL
  • Fizik Gravita Tensor
  • Fox Union
  • Ion Rascal Select Boa
  • Leatt 4.0 Clip
  • Ride Concepts Tallac Clip
  • Scott MTB Shr-alp Boa Evo
  • Shimano SH-AM903

Jedes Modell hat seine eigenen Vor- und Nachteile, die je nach den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben des Fahrers relevant sein können.

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