Shimano Nabendynamo Anschluss Anleitung: Die ultimative Anleitung

Vor allem in der dunkleren Jahreszeit fällt es immer auf, dass viele Fahrräder ohne passende Beleuchtung unterwegs sind und erst sehr spät erkannt werden. Die korrekte Fahrradbeleuchtung an jedem Fahrrad ist einerseits per StVZO vorgeschrieben, noch dazu ist sie eben auch von größter Bedeutung für Ihre Sichtbarkeit und somit Sicherheit! Nehmen Sie diesen Punkt nicht auf die leichte Schulter, weder für sich noch für Ihre Kinder!

Die passende Aufrüstung im Bereich Beleuchtung am Bike ist auf jeden Fall eine lohnende Investition in Ihr Fahrrad bzw. in Ihre Gesundheit. Heutzutage ist die wohl modernste und auch beliebteste Form der Lichtgewinnung am „Drahtesel“ die Verwendung eines Shimano Nabendynamos.

Nabendynamos von Shimano

Nabendynamos aus dem Hause Shimano können sogar am alten Bike nachgerüstet werden, was natürlich besser kaum sein kann. Wenn Sie das ganze Laufrad austauschen, haben Sie insgesamt weniger Arbeit - jedoch ist dies die wohl kostenintensivere Prozedur. Sie benötigen also ein neues Laufrad mit Nabendynamo von Shimano. Beim Kauf ist auf jeden Fall auf die korrekte Größe achten, damit es später kein böses Erwachen gibt.

Wenn Sie den Fahrradreifen des alten Vorderrades weiter benutzen möchten, müssen Sie diesen mit einem Reifenheber herunterhebeln nachdem Sie das alte Vorderrad ausgebaut haben. Dann wird der Schlauch entfernt und beides wird dann in umgekehrter Reihenfolge direkt auf das neue Laufrad montiert. Wenn Sie diese Schritte erledigt haben, kann das neue Laufrad am Fahrrad angebracht werden.

Nabe austauschen

Wenn Sie nicht das komplette Laufrad wechseln möchten, sondern lediglich die Fahrradnabe austauschen, haben Sie etwas mehr Arbeit. Die alte Felge kann weiterverwendet werden - Sie brauchen nur eine neue Shimano Nabe mit Dynamo. Diese hat dann einen größeren Durchmesser als die vorherige Nabe ohne Dynamo. Daher sind jetzt auch neue kürzere Speichen mit den dazu passenden Speichennippeln erforderlich.

Das Öl nun - sparsam! - für die Speichenlöcher an Dynamo und Felge verwenden. So lassen sich später die Speichen leichter einführen. Die Felge so hinlegen, dass sich das Loch für das Schlauchventil Ihnen direkt gegenüber befindet. Wenn Sie genau schauen, sehen Sie, dass sich die Speichenlöcher teils oberhalb und teils unterhalb einer gedachten Mittellinie auf der Felge befinden. Die erste Speiche wird in dieses Loch gesteckt.

Nun neben Sie die neue Nabe von Shimano und stecken in jedes 2. Loch eine Fahrradspeiche. Jetzt werden alle Speichen, die sich in der Nabe befinden, an der Felge festgeschraubt. Drehen Sie die Felge um und beginnen auf dieser Seite mit dem Speichenloch am Shimano-Dynamo. Danach wieder jeweils 1 Loch Abstand an der Nabe und 3 Löcher Abstand an der Felge lassen, um hier die Speichen dieser Seite zu montieren.

Stecken Sie jetzt weitere Speichen in die übrigen Löcher der ersten Seite - aber Obacht! Belassen Sie die Felge auf der zweiten Seite dabei! Drehen Sie die Felge nicht für diese Arbeitsschritte, sondern stecken sie von oben in den unteren Flansch. Nun kann die Felge wieder gedreht werden!

Verkabelung der Fahrradbeleuchtung

Da hat man nun seine schöne neue Dynamo-Fahrradlampe montiert. Aber was wenn nicht? Was wenn man die Verkabelung ganz oder teilweise neu verlegen muss? Wie geht man vor? Diese Anleitung wird sich eher an Anfänger richten und wird diverse Speziallösungen (Verlegung in der Gabel usw.) ausklammern. Auch bin ich mir bewusst, dass es viele Dinge gibt, die man im Detail anders machen kann. Aber so wie ich es hier beschreibe, sollte es zumindest funktionieren.

Ich werde in dieser Anleitung übrigens von einem Nabendynamo ausgehen. Entweder, man verlegt zwei Kabel (bzw. Bei der Eindrahtverkabelung spart man sich ein wenig Draht. Es wird also ein Doppelkabel vom Dynamo zum Scheinwerfer gelegt und ein weiteres Doppelkabel von zwei Anschlüssen des Scheinwerfers zum Rücklicht. Jeder Scheinwerfer der für Nabendynamos geeignet ist, besitzt diese zusätzlichen Anschlüsse für das Rücklicht.

Auch wenn ein Dynamo Wechselstrom liefert, sollte man die Polarität beachten. Denn teilweise ist sowohl die Masse des Nabendynamos als auch die Masse des Scheinwerfers mit dem Rahmen verbunden. Ein Doppelkabel besteht i.d.R. aus einem schwarzen und einem schwarz-weißen Kabel. An Dynamo, Scheinwerfer und Rücklicht muss man nun natürlich wissen, welcher Anschluss der Masseanschluss ist.

Jetzt weiß man also, welches Kabel man wo anschließen muss und kann theoretisch loslegen. In der Praxis stellt sich natürlich vor allem die Frage, wie man das Kabel am besten verlegt und anschließt, damit die Verbindung möglichst lange hält. Bei vielen Scheinwerfern kann man sich diesen Schritt sparen: das Anschlusskabel ist ohnehin bereits fest mit dem Scheinwerfer verbunden.

Nun wird das Kabel an der Gabel bis zum Nabendynamo verlegt. Damit das Kabel auch an der Gabel bleibt, wird es dort in regelmäßigen Abständen befestigt. Meistens werden dazu Kabelbinder verwendet. Wenn man das ganze nun noch etwas robuster machen möchte, kann man auch zusätzlich einen Isolierschlauch bzw. Bougierrohr (ca. 5-6 mm Durchmesser) verwenden. Durch dieses schiebt man das Scheinwerferkabel hindurch und befestigt es dann, ebenfalls mit Kabelbindern oder Isolierband, am Rahmen.

Zuletzt fehlt nun noch der Anschluss des Kabels am Nabendynamo. Hier gibt es je nach Hersteller unterschiedliche Systeme. Am weitesten verbreitet dürften Nabendynamos von Shimano sein. Hier wird zum Dynamo ein kleiner Stecker mitgeliefert. Um diesen zu öffnen, drückt man die kleine Lasche mit einem Schraubenzieher herein und zieht das Innenteil heraus. Die beiden Kontakte des Anschlusskabels werden dann ca. 1,5 cm abisoliert und von oben durch das Innenteil geführt (Polung beachten, Massesymbol ist auf dem Innenteil aufgeprägt). Die Kontakte dann nach oben biegen und das Außenteil wieder auf den Stecker schieben.

Ganz ähnliche Stecker verwenden übrigens SRAM, Shutter Precision und Supernova. Nur die SON-Nabendynamos verwenden ein anderes System. Zunächst wird man das Kabel irgendwo am Rahmen entlang verlegen müssen. Der kürzeste Weg wäre entlang des Oberrohrs. Das ist jedoch eher nicht empfehlenswert, da das Kabel dort besonders anfällig gegenüber Beschädigungen ist.

Eine Möglichkeit ist es auch, das Kabel auf der kompletten Länge mit Isolierband zu überkleben. Wesentlich eleganter, aber auch aufwändiger ist es, das Kabel im Rahmen zu verlegen. Das geht allerdings nur, wenn entsprechende Bohrungen im Rahmen vorhanden sind. Die Schwierigkeit ist dann, das Kabel hier hindurch zu bekommen. Teilweise wird empfohlen, erst einen dünnen Faden hindurchzufädeln und diesen mit einem Staubsauger anzusaugen.

Nun gibt es eine Möglichkeit, von der ich jedoch abraten würde. In manchen Schutzblechen sind Kontaktstreifen integriert, über die man den Strom leiten kann. Ich würde daher lieber das Kabel wie gehabt weiter verlegen. Vom Tretlager bis zur Nabe und dort an einer Gepäckträgerstrebe bis zum Rücklicht nach oben. Auch hier erfolgt die Befestigung wieder mit Kabelbindern oder Isolierband. Wenn man zusätzlichen Isolierschlauch verwenden will, um das Ganze robuster zu machen, lohnt es sich hier übrigens besonders.

Nun ist man also am Rücklicht angelangt und fast fertig. Jetzt kommt es darauf an, ob man die blanken Kabelenden sinnvoll am Rücklicht befestigen kann oder nicht. Manche Rücklichter sehen dafür verschiedene Klemmkontakte vor, andere aber auch nicht. Wenn nicht, dann werden sich wohl auch hier 2,8 mm Flachstecker befinden.

Man kommt dann leider nicht drum herum, am Kabelende noch zwei 2,8 mm Flachsteckhülsen zu montieren. Zumindest habe ich noch keine Scheinwerferkabel für das Rücklicht zu kaufen gesehen, welches an beiden Enden Flachsteckhülsen besitzt. Würde auch wenig Sinn machen, weil die benötigte Kabellänge schließlich unterschiedlich ist und man dieses ggf.

Auch am Frontscheinwerfer muss das Kabel noch angeschlossen werden, hier sind eigentlich immer 2,8 mm Flachstecker vorhanden. Bedenken sollte man, dass das Kabel nicht zu straff montiert werden darf, da es sonst durch den Lenkeinschlag beschädigt wird. Also hier etwas Spiel lassen.

Möglicherweise muss man bei der Montage der Fahrradbeleuchtung Flachsteckhülsen an einem Kabel montieren. Wenn man ein Kabel mit bereits montierten Flachsteckhülsen verwendet, erspart man sich etwas Arbeit. Kabel ca. 5 mm abisolieren. Kabel in den Kabelschuh legen, die vorderen Flügel müssen über dem abisolierten Teil liegen, die hinteren Flügel über der Isolierung. Mit einer Crimpzange schließen. ein kurzes Stück Schrumpfschlauch über den Stecker legen und durch Wärmezufuhr schrumpfen. Die Isolierung per Schrumpfschlauch kann man zur Not auch weglassen. Aber es macht sich recht gut, weil der Stecker dann besser geschützt und isoliert ist.

Ich hoffe diese Anleitung hat dir geholfen, deine Verkabelung anzubringen. Und für alle, die nach dem Lesen dieser Anleitung jetzt der Mut verlässt noch ein Tipp. So schwer ist das Ganze nicht. Aber zugegeben: wenn man das das erste Mal macht, wird man wohl eine ganze Weile benötigen.

Ganz abgesehen davon, dass man sich eine Menge Kleinzeug, ggf. eine Crimpzange usw. Passionierte Bastler wird das nicht abschrecken, aber allen anderen empfehle ich, mal im nächstgelegenen Fahrradgeschäft nachzufragen. Die wissen in der Regel wie man sowas macht und haben das nötige Material da.

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