Shimano Alfine 8-Gang Nabenschaltung: Wartung und Pflege

Die Shimano Alfine 8-Gang Nabenschaltung ist eine moderne Schalteinheit, die grundsätzlich wenig Pflegeaufwand benötigt. Um die Mechanik bestmöglich zu erhalten, empfiehlt der Hersteller jedoch, die Produkte spätestens alle 2000 Kilometer oder einmal pro Jahr zu warten.

Auch wenn Nabenschaltungen grundsätzlich wenig pflegeintensiv sind, empfiehlt der Hersteller, dass die Produkte spätestens alle 2000 Kilometer einmal pro Jahr gewartet werden sollten, um die Mechanik bestmöglich zu erhalten.

Bei schlechten Wetterbedingungen schadet es auch nicht, wenn diese Intervalle verkürzt werden, um optimale Bedingungen für die Mechanik zu schaffen.

Shimano bietet für die Schmierung Ihrer Nabenschaltung ein praktisches und komplettes Öl-Tauch-Set an. Das Komplett-Set von Shimano für die Wartung beinhaltet alles Nötige für die bevorstehende Schmierung.

Wartungsprozess der Alfine 8-Gang Nabenschaltung

Der Wartungsvorgang der Alfine 8-Gang Nabenschaltung von Shimano umfasst den Ausbau der internen Einheit der Nabe, den Öl-Tauchvorgang sowie den Wiedereinbau der internen Einheit.

Im nachfolgenden Abschnitt können Sie diesen Vorgang Schritt für Schritt nachvollziehen und anschließend selbst durchführen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Wartung

  1. Die zwei abgeflachten Seiten der Nabenachse werden in einen Schraubstock gespannt.
  2. Nehmen Sie die Staubkappe ab.
  3. Wenn die Bremseinheit entfernt wurde, muss anschließend die Nabenhülse durch stetiges hin- und herdrehen abgezogen werden.
  4. Wenn eine Rücktrittbremse vorhanden ist, müssen Sie vor dem Öl-Bad noch die Bremsschuheinheit abziehen.
  5. Spannen Sie erneut die beiden abgeflachten Seiten der Nabenachse in den Schraubstock.
  6. Als nächstes wird die Bremsarmeinheit wieder angebracht.
  7. Schrauben Sie danach den linken Konus sowie die linke Mutter wieder an.

Mit dem Wartungs-Kit von Shimano gelingt die Schmierung der Einheit einfach und sicher.

Spannen Sie wieder die beiden abgeflachten Seiten der Nabenachse in einen Schraubstock ein.

Im nächsten Schritt wird die Bremsarmeinheit wieder angebracht.

Schrauben Sie danach den linken Konus sowie die linke Mutter wieder an.

Shimano Öl Service-Set für 8-fach Getriebenaben

Mit dem Shimano Öl Service-Set kann man 3-, 5-, 7- und 8-fach Getriebenaben warten.

Es besteht aus einem Kanister mit 1 Liter Öl und einem Gefäß, in das die innere Getriebeeinheit mit der linken Seite nach unten bis zum ersten Zahnkranz 90 Sekunden lang eingetaucht wird.

Anschließend wird das überschüssige Öl ca. 1 Minute lang abgetropft. So wird ein gleichmäßiger Ölwechsel erzielt. Das Wartungsöl ist wiederverwendbar.

Das Set ist nicht für 11-fach Nabenschaltungen geeignet, für sie gibt es ein spezielles Servicekit.

Die Gefahrstoffkennzeichnung, Gefahren-, Sicherheits- und Anwendungshinweise für das mitgelieferte Öl findest Du unter Shimano Wartungsöl für 3- bis 8-fach Getriebenaben.

Kompatibilität:

  • Shimano 3-fach Getriebenaben
  • Shimano 5-fach Getriebenaben
  • Shimano 7-fach Getriebenaben
  • Shimano 8-fach Getriebenaben

Features:

  • Ölwechsel und Reinigung der Getriebeeinheit
  • Herstellernummer: Y-0029801A

Lieferumfang:

Öl Service-Set Shimano für 3-/5-/7-/8-fach Getriebenaben, bestehend aus:

  • 1 x Wartungsöl 1 Liter
  • 1 x Tauchgefäß

Winterproblematik und Fehlerbehebung

Bei extremen Temperaturen um -12°C kann die Nabe schaltunwillig sein und gerade mal Gang 5 und 6 zulassen. Dies bessert sich gering nach Warmfahren. Es ist wichtig zu überprüfen, ob der Schaltzug oder die Nabe die Kälte nicht verträgt.

Der Schaltzug meiner Alfne ist bei den Temperaturen auch eingefroren (unten am Zug fehlt die Gummimanschette).

Da die Schaltung beim Hochschalten auf Zug arbeitet, kann ich beliebig am Schalthebel runterschalten, aber nicht höher als der Gang, bei dem die Schaltung eingefroren ist.

Wenn ich das Rad nach einer Nacht in Tiefkühlung (plus windchill) fahre geht zunächst nur der 5. Gang.

Beim Herunterschalten entsteht Lose im Zug und es wird kein Schaltvorgang ausgelöst.

Das Hochschalten will selbst mit Kraft kaum gelingen.

Nach einiger Strecke und spätestens nach der Standzeit in der Morgensonne an der KiTa gehen die Gänge 5,6,7 und später auch die 8. Die 1 bis 4 lassen sich kaum je schalten. Das Problem tritt nur bei wirklich strengem Frost auf, Gefrierpunkt bis runter auf ca.

Es motiviert, die Wartung / Reparatur bald mal anzugehen und sich nicht dem Schicksal zu ergeben.

Ich nehme an, dass man, so lange die Dimensionen stimmen, einen "ganz normalen" Schaltzug mit Hülle ordern kann.

Bei Deinen Frostproblemen würde am ehesten auf den Schaltzug tippen.

Früher war es mir sogar mal passiert, daß Bremszüge gefroren waren!

Alternativen zu Shimano Öl und Fett

Es gibt Überlegungen, das teure Öl und Fett durch günstigere Produkte aus dem Automobil-Bereich zu ersetzen: Liqui Moli Getriebeöl SAE 80W und Nigrin Mehrzweckfett. Die Frage ist, ob es einen Unterschied macht.

Der Liter Original Shimano-Getriebeöl kostet je nach Bezugsquelle 88,- bis 220,-€ (fahrrad.de, beispielsweise, 50ml = 11,-€).

Beim Klassenfeind A.T.U. gibt es 500ml Gebinde Getriebeöl wie oben für 6,99, also zum Literpreis von 14,-€.

Wenn man das nicht dauernd macht und dafür literweise das Öl benötigt, anderereseits bei der Joghurtbecher-Tauche auch nicht wegen 50ml Gebinden geizen will, scheinen mir 500ml sinnvoll.

Nach dem zu urteilen, was ich mir im Netz angelesen habe, ist das mit der Ölsorte sowieso nicht das allerwichtigste. Letztlich geht es darum, überhaupt einmal die Nabe von Abrieb zu reinigen und zu spülen.

Ein Getriebeöl macht insoweit Sinn, als das es scherstabil ist und es hält aufgrund der Additivierung Abrieb schön in Suspension, was in einem Getriebe und der Getriebenabe gleichermassen Sinn macht.

Zusätzliche Tipps und Hinweise

Ein Brite hat darüber hinaus bei YouTube die Wartung sehr schön erklärt und gefilmt, 20 Minuten lang, und dabei sogar die Entbehrlichkeit des einen Shimano Werkzeugs (Nabenschlüssel) herausgestellt.

Bisschen fragwürdig fand ich, dass er nur gefettet und nicht Öl-getaucht hat. Denn ich vermute, dass letzteres wichtig ist, um den Metallschmirgel zu entfernen.

Andererseits scheint die Empfehlung, das ganze Getriebe eher nur kurz im Ölbad zu tauchen (90 Sekunden) daher zu rühren, dass man nicht das Fett komplett auswaschen soll.

Ich würde, nach Kenntnisstand jetzt, die komplette freigesetzte Getriebe-Nabe (man soll sie ja garnicht weiter zerlegen) als erstes mit einem Fussel-freien Tuch (Papier?) reinigen und abtropfen lassen.

Dann alles ebenjene 90 Sekunden im Getriebeöl tauchen. Mit Ritzelseite oben. Wie tief? 95mm werden erwähnt, stimmt das?

Dann würde ich nach kurzem Abtropfenlassen überschüssigen Öles und einer Sichtinspektion (Partikelreste? nochmals tauchen im nochmals frischen Öl?) noch abfetten.

Wo genau abfetten? Die Kugellager des Zweigang-Getriebes? Noch mehr? Das ist wirklich ein komischer Punkt.

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