Shimano Nexus 3: Funktion und Justierung der Nabenschaltung

Die Shimano Nexus Nabenschaltung ist bekannt für ihre Qualität und Zuverlässigkeit. Mittlerweile verfügt nahezu jedes Fahrrad über eine Gangschaltung. Dadurch kann die Geschwindigkeit an die erbrachte Leistung vom Radfahrer angepasst werden. Sie ist sogar so einfach zu nutzen und zu warten, dass du eine Shimano Nexus Gangschaltung selbst einstellen kannst. Dafür brauchst du nicht zum Fahrradmechaniker.

Funktionsweise der Nexus 3-Gang Nabenschaltung

Die Nexus 3Gang Nabenschaltung besitzt drei verschiedene Modi. Jeder Modi ist für eine bestimmte Beschaffenheit der Straße angepasst: Für das Fahren bergab, das Fahren bergauf und das Fahren auf einer nahezu geraden Ebene. Auch Batavus, Cortina und Giant nutzen häufig die Shimano Nexus Nabenschaltungen.

Werkzeug und Vorbereitung

Für die ganze Montage und Einstellung braucht man nur sehr wenig Werkzeug: Jeweils einen 15er und 10er Gabelschlüssel, einen Inbusschlüssel und einen Schraubenzieher. Als erster Schritt wird die vorherige Schaltbox (falls vorhanden) demontiert. Dazu muss die schwarze Schraube an der Gehäuserückseite gelockert werden. Anschließend kann der Schaltstift aus der Nabe der Gangschaltung gezogen werden. Die Achsmutter des Hinterrads liegt nun frei.

Montage

Beim Einbau der Nexus 3Gang Schaltung ist besonders auf den korrekten Sitz der speziellen Nasenscheiben auf der linken Seite der Nabe zu achten. Wenn die Nasenscheibe nicht richtig montiert ist, dreht sich die Achse beim Betätigen der Rücktrittbremse locker. Das Lager bekommt zu viel Spiel und die Nabe verschleißt innerhalb kürzester Zeit völlig. Zunächst zieht man die Achsenmutter des Hinterrads fest. Dann steckt man den Schaltstift in die Nabe. Anschließend kann die neue Schaltbox der Nexus 3Gang Nabenschaltung von Shimano vorsichtig auf die Achsmutter gesetzt werden.

Justierung der Shimano Nexus 3-Gang Schaltung

Es gibt verschiedene Gründe, die eine Neujustierung der Shimano Fahrradschaltung nötig werden lassen. Dies kann zum Beispiel der Ausbau des Hinterrades oder aber auch ein ausgetauschter Schaltzug sein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Justierung:

  1. Feststellung der Notwendigkeit: Zunächst musst du natürlich feststellen, ob du die Einstellung deiner Gangschaltung überhaupt korrigieren musst. Das merkst du beim Fahren von selbst. Auch wenn du den Drehgriff weiter drehen musst, als die Zahl darauf angibt, um deine Nexus schalten zu lassen, ist das ein Zeichen, dass du etwas tun musst.
  2. Einstellgang wählen: Um die Nexus Schaltung justieren zu können, muss die Schaltstellung auf dem zweiten Gang eingestellt sein.
  3. Kontrolle der Markierungen: Kontrolliere, ob sich der gelbe Streifen - den du auf der Nexus 3 Nabenschaltungsbox beim Hinterrad sehen kannst - zwischen den beiden weißen Linien befindet. Die richtige Einstellung der Nabe können Sie an den Markierungsstrichen ablesen. Bei der Nexus 3-Gang-Schaltung sehen Sie diese im Sichtfenster der Schaltbox am Hinterrad. Steht diese Markierung, so wie auf dem Foto, nicht mittig? Ihre Schaltung ist korrekt justiert, wenn sich die gelbe Markierung exakt mittig zwischen den beiden Begrenzungen befindet. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine Korrektur notwendig.
  4. Justierung der Zugspannung: Denn nur hier lässt sich die Zugspannung der Nexus 3Gang Nabenschaltung anpassen. Danach kann die Stellschraube entweder hinein oder hinaus gedreht werden, um die Vorspannung des Schaltzugs regulieren zu können. Damit die Schaltung optimal eingestellt ist, muss zwischen diesen beiden Linien ein gelb markierter Hebel im inneren der Schaltbox stehen. Die Stellschraub wird so lange hinein oder hinausgedreht, bis der gelb markierte Hebel zwischen den beiden Linien zu sehen ist.
  5. Lösen der Mutter: Löse die Mutter neben der Nabenschaltungsbox. Klappt es nicht von Hand? Verwende dann einen Schraubenschlüssel Nr. Die Mutter ist jetzt gelöst.
  6. Feinjustierung: Diese Nachjustierung wird an den beiden Einstellschrauben vorgenommen. Eine befindet sich an der Schaltbox, die andere am Drehgriffschalter am Lenker. Bevor Sie diese beiden drehen, muss allerdings zunächst die Kontermutter an der Schaltbox gelöst werden. Hierfür verwenden Sie ganz einfach einen passenden Maulschlüssel (10er). Im Anschluss können Sie mit dem Justieren über die Einstellschrauben beginnen.
  7. Positionierung des gelben Streifens: Kontrolliere, ob sich der gelbe Streifen genau zwischen den weißen Linien/Pfeilen befindet. Wenn sich die gelbe Markierung exakt mittig befindet, müssen Sie die Kontermutter wieder festziehen (Drehmoment: 5-6 Nm).
  8. Festziehen der Mutter: Schraube die Mutter wieder fest gegen die Nabenschaltungsbox. Sie sorgt dafür, dass die Stellschraube immer in der richtigen Position stehenbleibt.
  9. Testen der Schaltung: Als letzten Schritt sollten Sie immer mehrmals durch die Gänge schalten um die Einstellung zu überprüfen. Schalte jetzt ein paar Mal alle Gänge durch, also vom 1. bis zum 7. oder 8. und wieder zurück zum 1. Gang. So positioniert der Schaltzug sich wieder richtig. Du brauchst beim Schalten übrigens nicht die Pedale zu drehen. Kontrolliere sicherheitshalber noch einmal, ob die gelben Streifen genau in einer Linie stehen.

Weitere Informationen zu Nabenschaltungen

Auch bei Nabenschaltungen kann sich der Schaltzug im Laufe der Zeit längen. Da der Schaltzug meist komplett in der Außenhülle läuft, ist es schwierig, seine Spannung zu prüfen; dafür ist bei Shimano-Systemen (in der Regel sind diese verbaut) ein Sichtfenster vorgesehen - entweder in der Schaltbox, die außen auf die Hinterradachse gesteckt wird, oder am Ring zwischen Ritzel und Rahmen. Die Schaltung ist dann korrekt eingestellt, wenn die gelben Markierungen im kleinen Fenster parallel ausgerichtet bzw. diese zwischen den weißen Linien steht.

Fahrräder und E-Bikes mit Nabenschaltung können mit Ketten- oder Riemenantrieb ausgestattet sein. In beiden Fällen ist die optimale Spannung wichtig, denn Kette wie Riemen können über die Verzahnung hinwegrutschen, wenn sie nicht über ausreichend Spannung verfügen. Zu diesem Zweck hat ein Rahmen entweder eine Spannvorrichtung, oder das Hinterrad kann in langen, schräg liegenden Ausfallenden nach hinten gezogen werden. Letzteres System findet sich aber nur an Rädern mit Kettenantrieb. Während sich die Kette im Lauf ihrer Lebensdauer minimal längt und deshalb eventuell nachgespannt werden muss, längen sich Zahnriemen durch ihre Konstruktion nicht. Dadurch ist der Verschleiß eines Zahnriemens gegenüber der Kette auch wesentlich geringer.

Nabenschaltungen sind sehr pflegeleichte und zuverlässige Bauteile am Fahrrad und unter anderem deswegen auch sehr beliebt. Auch die meistens vorhandene Rücktrittbremse oder die Tatsache, dass im Stand geschaltet werden kann, wird von vielen Radlern geschätzt. Alles Wichtige befindet sich gut geschützt im Inneren und ist somit von Verschleiß und Verschmutzungen so gut wie gar nicht betroffen. Reparaturen sind an dieser komprimierten Fahrradkomponente allerdings recht kompliziert und oftmals nur vom Fachmann zu erledigen. Einige kleinere Einstellungen, wie zum Beispiel das richtige Justieren der Nabenschaltung, können aber auch Ungeübte mit wenigen Handgriffen und ohne Spezialwerkzeug ganz leicht selbst erledigen.

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