Die Nexus Inter Nabenschaltungen bzw. Getriebenaben von Shimano erfreuen sich seit langer Zeit großer Beliebtheit im City- und Trekkingbereich, aber zunehmend auch im E-Bike bzw. Pedelec Bereich.
Grundlagen und Technik der Shimano Nexus Nabenschaltungen
Ich war schon immer ein Fan von Nabenschaltungen. So weit so gut? Nun ja, auch bei Nabenschaltungen ist nicht alles Gold, was glänzt. Die eben beschriebenen Vorteile werden mit geringerer Abstufung, geringerem Übersetzungsbereich und geringerer Effizienz im Sinne eines höheren Widerstands erkauft. Wer es genau wissen will: Eine gute gepflegte oder neue hochwertige Kettenschaltung brilliert mit einem Wirkungsgrad von ca.
Die Vorteile der Ketten- oder Nabenschaltungen werden durch die elektronische Umsetzung konsequent weitergedacht. Gangwechsel können so besonders präzise realisiert werden. Dabei arbeiten Motorsoftware und Schaltung Hand in Hand, da die elektronischen Schaltungen am E-Bike an das Antriebssystem angeschlossen sind und so alle relevanten Daten direkt empfangen.
Eignung für E-Bikes
Doch sind die Nexus Nabenschaltungen den hohen Belastungen am E-Bike überhaupt gewachsen und geeignet? Um es gleich vorweg zu sagen: Die Modelle Inter-3, Inter-7 und Inter-8 wurden nie für E-Bikes entwickelt, so dass wir vor der Verwendung im belastungsstarken E-Bike abraten.
Eine Neuentwicklung von Shimano speziell für moderne E-Bikes ist das Modell Inter-5E mit 5 Gängen. Sie verkraftet laut Shimano auch höhere Drehmomente von bis zu 60 Newtonmetern und bietet eine Übersetzungsbandbreite von 263%, was recht überzeugend ist.
Die Nachteile von Nabenschaltungen spielen bei Pedelecs keine Rolle. Da schiebt der Motor fleißig an und egal, ob in der Ebene oder bergauf, man wählt die passende Unterstützungsstufe und pedaliert dahin - aus Freude am Fahren.
Nexus Inter-5E: Speziell für E-Bikes
Die NEXUS INTER-5E Getriebenabe (Modell SG-C7050-5) ist speziell auf die Bedürfnisse von E-Bikern abgestimmt. Die mit fünf Gängen entwickelte E-Bike-Nabe kann mit Motor-Drehmomenten bis zu 85 Nm eingesetzt werden und hält hohe Drehmomente von Antrieb und Muskelkraft aus.
Die NEXUS INTER-5E Getriebenabe (Modell SG-C7050-5) zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie mit den Motor-Drehmomenten bis zu 60 Nm eingesetzt werden kann und die hohen Drehmomente von Antrieb und Muskelkraft aushält. Damit sollen beim Schaltvorgang deutlich größere Lasten toleriert werden können, sodass diese Nabe als spezifische E-Bike-Nabe spürbare Vorteile bringen soll. So die Theorie laut SHIMANO.
Die 2018 vorgestellte Inter 5E-Nabe von Shimano wurde speziell für E-Bikes bzw. Pedelecs entworfen. Da acht oder gar 11 Gänge bei zusätzlicher Motorunterstützung von vielen E-BikerInnen mit etwas Routine gern einfach überschaltet werden (z.B. 1, 3, 5 = 25 km/h), wurde diese Nabe zugunsten einer größeren Haltbarkeit mittels stabilerem Planetengetriebe mit nur fünf statt acht Gängen auf satte 60 Newtonmeter statt auf 50 Nm ausgelegt.
Von daher können wir den Einsatz der Nexus Inter-5 am E-Bike empfehlen. Allerdings bietet die Nexus Inter-5 nur 5 Gänge, was manchem E-Biker zu wenig ist. Wünschen Sie mehr Gänge am E-Bike, dann sollten Sie zu den 14-Gang Rohloff Nabenschaltungen greifen.
Als elektronische Version der Nexus 5 Gang bringt die Di2 Variante viele Vorteile mit - Langlebigkeit, ein robustes Design und die Fähigkeit, auch starke Mittelmotoren bis zu 85 Nm im Griff zu haben.
Die Shimano Nexus 5 Gang Di2 überzeugt mit Langlebigkeit und ist wenig pflegeintensiv - außerdem bringt sie eine Rücktrittbremse mit. Starke Mittelmotoren bis zu 85 Nm sind kein Problem.
Fahrgefühl und Schaltperformance
Bei der diesjährigen Eurobike konnten die Besucher ein Test-Bike mit dem speziell für City- und Trekkingradfahrer konzipierten neuen Antrieb SHIMANO STEPS E6100 in Kombination mit der elektronisch gesteuerten E-Bike-Nabe fahren. Zügig schaltet die Automatik hoch, dritter, vierter Gang, schnell sind die 25 km/h erreicht, die ich im extra lang übersetzten fünften Gang dahin cruise. Wie gesagt, Entspannung pur. Die Gangwechsel erfolgen schnell und geschmeidig.
Ich fahre im höchsten Unterstützungsmodus „High“ an einer Steigung an und beschleunige volle Pulle bergauf. Was passiert? Nichts Besonderes! Klasse, die Elektronik macht’s möglich. Nur fünf Gänge? Ja, weniger ist mehr!
Die NEXUS INTER-5E Getriebenabe ist gezielt auf die Anforderungen bei einem E-Bike abgestimmt. Da die leichten Gänge wegen des höheren Drehmoments weniger genutzt werden, beschränken sich die fünf Gänge der Inter-5E auf den vortriebsrelevanten Bereich der mittleren und höheren Gänge. Der fünfte Gang ist dabei besonders lang übersetzt, für entspanntes Pedalieren bei höheren Geschwindigkeiten.
Die E-Bike-Nabe mit „nur“ fünf Gängen ist nach meiner Einschätzung ein großer Wurf. Fahrperformance: perfekt, agil, souverän.
Technische Details der Nexus Inter-5E
Die technischen Finessen der Nexus Inter-5EDer angenehme Gangwechsel wird im Fall der Nexus Inter-5E, ebenso wie bei den anderen Modellen der Nexus-Gruppe, durch die integrierte Schaltservotechnik von Shimano bedingt, die den Übersetzungswechsel unterstützend begleitet.
Anders als die meisten anderen Nabenschaltungen kann die Nexus Inter-5E ein Drehmoment bis hin zu 60 Newtonmetern verkraften. Für gewöhnlich muss der Elektromotor des e-Bikes auf 50 Nm gedrosselt werden, was daran liegt, dass Nabenschaltungen mit nur einem Ritzel und einem Kettenblatt auskommen.
Veränderungen im Inneren der Nabe der Nexus Inter-5E sorgen für ein reduziertes Antriebsmoment während dem Wechsel der Übersetzung. Die Nexus Inter-5E ist als V-Brake, Scheibenbremsen-, Rollenbremsen- und Rücktrittbremsen-Variante erhältlich und daher auf breiter Fläche kombinierbar.
Übersetzung der Nexus Inter-5E
Die Shimano Nexus Inter-5E Nabenschaltung stellt eine überzeugende Übersetzungsbandbreite von 263 % bereit. Die Auswahl aus fünf Gängen klingt unter diesem Gesichtspunkt nicht nach besonders viel.
Bei einer Fahrgeschwindigkeit unter 25 km/h wird die City e-Bike Fahrt maßgeblich durch den Antrieb begleitet. Daher verringert sich die eigene Anstrengung beim Pedalieren. Der Shimano Steps E6100 unterstützt die Pedalleistung intelligent und erleichtert somit große Gangsprünge, bei denen Kraft benötigt wird. Der Elektromotor gestaltet den Sprung in den höheren Gang mit.
Elektronische Variante: Nexus Inter-5E Di2
Die elektronische Variante der Nexus Inter-5EDie Di2-Version der Nexus Inter-5E bietet gegenüber der mechanischen ihre ganz eigenen Vorteile. Grundsätzlich sind elektronische Schaltungen sehr komfortabel und simpel in der Benutzung und arbeiten dabei sehr präzise. Das ist bei der Nexus Inter-5E nicht anders.
Integrierte Schaltvorgänge, der Start-Modus und der vollautomatische Gangwechsel ergeben ein überzeugendes Gesamtbild.
Vergleich mit anderen Shimano Nabenschaltungen
Nicht viel anders ist das Prozedere mit der beliebten SHIMANO Alfine Achtgangnabe, die besonders in der elektronisch schaltenden Version (Di2) angenehmen Fahrkomfort bietet.
Es gibt noch die Nexus Standardvariante ohne den ehemals roten Streifen, Alfine 8-Gang, Alfine 11 Gang, Nexus mit Rücktritt oder für Roller- oder V-Brakes und eine diffuse Serienstreuung mit verschiedensten Qualitätsaussagen im Netz.
Bringen wir mal Licht in den Dschungel der Shimano Nabenschaltungen, die sich schon spürbar voneinander unterscheiden, vor allem in der Qualität für Viel- und Schnellfahrer-Innen. Offen dokumentiert wurden die Unterschiede der Shimano Naben leider so gut wie nie.
Es gab Explosionszeichnungen bei Paul Lange (dem deutschen Importeur), aber wer steigt da schon durch? Egal welche an Shimano Nabenschaltung eingebaut ist, der Radhändler wird sie Ihnen als problemlos, pflegeleicht und völlig komfortabel unterjubeln. Millionenfach verkauft, Sie können eigentlich damit gar keinen keinen Fehler machen. Das wird er oder sie sagen.
Sie wollen einen Rücktritt wie 1980? Mit der Shimano Nexus kein Problem, das Modell gibt es sogar mit Rücktritt. Leider ist genau diese Version recht anfällig, man hört oft Klagen in den Fahrradforen: „Die Nabe mit Rücktritt hielt keine 500 Kilometer“, „China-Schrott durch billige Produktion“, usw. … glaube ich persönlich alles. Die Qualität der Naben hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen.
Viele ehrliche Radhändler bestätigen, dass die Naben ganz unterschiedlich leicht laufen und bestreiten nicht, dass es bei Shimano zeitweise „Problemnaben“ gab bzw. immer noch gibt. Das Ganze ist für Omas Stadtrad auch gar nicht so relevant, denn die 8-Gang Nexus wird bei der typischen Zielgruppe „Anspruchslos 50+“ über 200 km im Jahr sehr wahrscheinlich halten. Probleme gibt es vor allem, wenn ein Rad wirklich sportlich gefahren wird.
Nexus Premium vs. Standard
2005 kaufte ich ein Stevens City-Flyer mit einer Shimano Nexus 8-Gang Premium Nabenschaltung und bin bis heute begeistert. Die Nabe hat bei mir ca. 18.000 km gehalten, danach habe ich das innere Getriebe einfach komplett ausgetauscht, weil es teigiger wurde. Der 4. Gang ging immer etwas schwerer als alle anderen und knackt häufig, aber ansonsten eine sehr zuverlässige und unkomplizierte Schaltung, mit der ich jetzt noch gerne fahre.
Das ist die Shimano Nexus Premium-Freilauf-Version ohne Rücktritt, äußerlich erkennbar am roten Streifen. Vor 15 Jahren sehr gut. 2011 kaufte ich ein Dahon Bullhead Faltrad (zum ersten und letzten Mal ein Rad aus dem Internet) mit einer Shimano Nexus 8-Gang Standard Nabenschaltung und war von der Schaltung enttäuscht.
Im Gegensatz zur Premium-Version fehlen der optisch identischen Nabe (äußerlich ohne roten Streifen) die leichtgängigen Nadellager. Diese wurden durch billige Gleitlager ersetzt und erzeugen ca. 2-3% mehr innere Reibung. Dies ist z.B. spürbar an den Pedalen, die sich im Freilauf beim Rollen ständig mitdrehen wollen. Mehr noch, mein vierter Gang machte Geräusche und rubbelte spürbar.
Ich schickte das Hinterrad ein, es wurde auf Kulanz repariert. Zurück kam ein neu abgeschmiertes Hinterrad, dass vor allem bei Kälte durch eine Fettfüllung noch schwerer rollte als vorher. Das bemerkte ich aber zu spät, denn die Geräusche waren erstmal weg. Im Frühjahr 2014 brachte ich das Rad dann zu einem Fahrradhändler mit der Bitte, alles Fett zu entfernen, nachzusehen und die Nabe zu ölen. Das Ergebnis war so lala… zwar besser als vorher, aber dafür waren die Geräusche im vierten Gang wieder da. Das ganze Roll- und Freilaufgefühl war ganz weit entfernt, von der Qualität der Premium-Nabe aus meinem Stevens Cityflyer.
Eine weitere Anfrage 2015, was ein ganz neues 20″ Hinterrad mit einer neuen Shimano Nexus Premium Nabe kosten würde: Unglaubliche 380-420,- EUR! Mehr als die Hälfte des ganzen Faltrads. Ich fragte deshalb danach, weil die 28-Loch Shimano Nabe meines Dahon Fahrrads mittlerweile nicht mehr lieferbar ist und ich im Internet keine passende Nexus-Nabe mit 28 Löchern mehr finde. Auch nicht, wenn ich das Hinterrad selbst neu einspeiche. So muss ich mir wohl oder übel eine neue 36-Loch-Felge und neue Speichen kaufen, um mir selbst ein 20″ Nexus- Premium 8-Gang Hinterrad einzuspeichen.
Shimano Alfine
Sehen wir uns neben der Shimano Nexus die Alfine-Nabe näher an. Sie sieht hochwertiger aus, ist aber gegenüber der Nexus vielleicht nur einfach schwarz lackiert. Hier gibt es keine Premiumversion mehr, dafür aber eine 11-Gang Alfine Nabe, die sehr viel teurer als die 8-Gang Alfine ist. Laut Fachhändler sollen beide Alfine-Versionen besser laufen, als die günstigeren Nexus-Varianten, die Shimano mittlerweile ebenfalls auf Wunsch in Schwarz (-matt) lackiert.
Den roten Streifen der älteren Nexus-Premiumversion gibt es seit 2014 nicht mehr. Die Shimano Naben können jetzt nur noch über die aufgedruckte Serien-Nr. erkannt werden. Es ist von Shimano nie genau gesagt worden, wie sich die Alfine- und Nexus Premium- Nabe voneinander unterscheiden. Zwei klare Unterschiede werden gern unter den Tisch gekehrt: Die Alfinenabe konnte auch vor ein paar Jahren schon mit einer Scheibenbremsaufnahme geliefert werden, das gab es bei der Nexus früher nicht - jetzt aber schon (Stand Februar 2025).
Um die höheren Kräfte einer Scheibenbremse an der Nabe aufnehmen zu können, ist die Alfine-Achse anfangs etwas stabiler konstruiert worden. Außerdem der „schicke Rapid-Fire-Hebel“ besteht bei der Alfine aus einem Daumenschalter, mit dem man pro Hub immer nur 2 Gänge herauf- oder herab schalten kann. Was sich nach einem kleinen Detail anhört, ist bei der günstigeren Nexus besser gelöst: Man bremst an einer roten Ampel aus hoher Geschwindigkeit ab und kann mit einem Drehschalter mit einer mühelosen Bewegung vom 8. in den 1. Gang schalten. Das ist ein echter Vorteil.
3 Gänge mehr spreizen den Wirkungsgrad einer Nabe natürlich immens, aber es gibt leider eine kleine Tücke: Die 3 Gänge liegen alle über dem 5. Gang. Der fünfte Gang ist aber bei Shimano der Beste, weil er als einziger ohne Getriebe-Übersetzung auskommt und die Kraft vom Kettenblatt fast 1:1 auf das Hinterrad überträgt. Im Normalfall sind Nabenschaltungen also so konstruiert, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit möglichst in einem 1:1 Gang ohne Getriebe gefahren werden kann.
Die 11-Gang Alfine-Version verschenkt dadurch meiner Ansicht nach ihr eigentliches Potenzial, denn Ihre zusätzlichen 3 Gänge liegen alle über dem reibungsarmen 5. Gang der Nexus-Naben. Heißt auf Deutsch: Der ehemals leichte, fünfte Gang fehlt bei der Alfine 11. Ich fahre mit der 11-Gang-Alfine also im 6. oder 7. Gang von 11 Gängen und muss ständig das Planetengetriebe mit all den Reibungsverlusten bewegen. Die alte Nexus im 5. Gang (also 1:1 ohne Zahnrädchen übersetzt) läuft da sicherlich einen Tick leichter.
Das wäre aber gegenüber der 11-Gang-Alfine ein übereiltes Urteil, denn diese läuft zusätzlich in einem permanenten Ölbad statt in zähmen Fett. Der große Vorteil der Alfine 11-Gang-Nabe, liegt für mich nicht in den 3 Gängen mehr, sondern in ihrer leichtgängigen Perma-Ölfüllung, die dadurch ein leichteres Treten ermöglicht, als alle Nexus-Versionen samt der Alfine 8.
Die Shimano Nexus 8 Gang Di2 bietet eine gute Bandbreite für alle Fahrten des Alltags. Dazu schaltet sie als elektronische Nabe präzise und leicht, ganz ohne mechanischen Widerstand.
Leichtes, elektronisches Schalten in Verbindung mit einer Rücktrittbremse: all das bringt die Shimano Nexus 8 Gang Di2 mit sich.
Wartung und Pflege
Es gibt genau aus diesem Grund sogar Fahrrad-Freaks, die eine Shimano 8-Gang-Nexus-Schaltung auf Ölfüllung umgebaut haben: Nabe auseinander nehmen, Loch in die Trommel bohren, Ölnippel reindrehen, alles peinlich säubern, wieder zusammenbauen und eine leichtgängige Öl-Füllung á la Rohloff genießen.
Deshalb empfiehlt Shimano regelmäßig einen Ölwechsel bzw. bei den geschlossenen Naben-Versionen ein regelmäßiges Tauchen der Innereien in einem Ölbad. Details zur Wartung der Shimano Nexus gibt es hier.
Die Ölfüllung der Alfine 11-Gang ist theoretisch sehr reizvoll. Praktisch (er)fuhr ich bei einer Probefahrt auf einem teurem Cannondale BadBoy mit Shimano 11-Gang Alfine allerdings, dass sich auch hier die Pedalen im Freilauf gerne mitdrehen wollen, weil die innere Reibung der Nabe wohl doch relativ hoch ist. Bei einer Kettenschaltung passiert das jedenfalls nicht.
Wartungsarmut und lange Haltbarkeit lassen den 4-8 Prozent geringeren Wirkungsgrad im Vergleich zur Kettenschaltung gerade bei ambitionierten Pendlern, Commuterbikes und VielfahreInnen mit kräftigen Beinen gut verschmerzen, weil der Antrieb unauffällig jahrelang seinen Dienst tut.
Wird die Getriebeeinheit wie von Shimano empfohlen in Öl getaucht, werden die Geräusche meist zurück gehen. Die Nabe schaltet sich danach angeblich wieder leichter und präziser.
Ein Anfahren am Berg in hohen Gängen in den Pedalen stehend mit viel Kraft ist unbedingt zu vermeiden, die Mitnehmer / Achsnasen durch das hohe Drehmoment sonst abbrechen können. Die Anzugsdrehmomente der Achmuttern samt der Montage der geriffelten Scheiben im Ausfallende sind zu beachten. Die Achse muss sonst ungewöhnliche Drehmomente aufnehmen, für die Sie nicht konstruiert wurde.
Die meisten Shimano Naben verschleißen im Alltag immer noch durch eindringende Feuchtigkeit und Schmutz. Falls Wasser eingedrungen ist, rostet die Nabe von innen bis sie schrottreif ist, wenn sie nicht demontiert und getrocknet wird. Deshalb benötigt die Nabe regelmäßig ein Öl-Tauchbad: Dabei werden alte Metall-Partikel herausgespült u. Defekte Nexus 8 Nabe mit gebrochenem Lagerkäfig: Diese Nabe ist über 12.000 Kilometer überhaupt nicht gewartet worden. Das Rad wurde oft im Regen geparkt und regelmäßig im Winter gefahren.
Hier ist eine Anleitung zur Wartung der Nexus-8-Nabe und eine gute Übersicht deutschsprachiger Montageanleitungen zur Shimano Nexus- und Alfine Schaltung.
Problemlösung bei der Shimano Nexus 8-Gang
Ich liebe mein Brommie, das mit einer 8-Gang Shimano Nexus ausgestattet ist. In letzter Zeit hat mich aber der 5. Gang zur Weißglut getrieben. Insbesondere bei Belastung oder am Berg kracht der Gang und er gibt nach. Auch Experimente mit der Einstellung haben nicht wirklich Besserung gebracht. Nun habe ich mir eine neue Nabe gegönnt und diese heute umgebaut. Neues Ritzel, neue Anbauteile der Nabe.
Zunächst läuft die Nabe sehr sauber, aber natürlich auch deutlich schwergängiger, was angesichts des Umstands, dass sich die Nabe noch einlaufen muss, nicht ungewöhnlich ist. Bei der Testfahrt passiert was - der 5. Gang kracht und rutscht stellenweise durch. Ich bin mit meinem Latein am Ende. Hat jemand einen Tipp für mich? Stimmen denn die beiden Markierungen im 4. Die stimmen ganz genau überein. Bei der Nabe, die schon ein paar tausend Kilometer drauf hatte, habe ich ein bisschen mit der Einstellung der Markierungen experimentiert, aber das hat jeweils nur vorübergehend funktioniert. Eine endgültige Lösung habe ich bislang nicht gefunden.
Die Gänge sind bei der Nexus im Schalter gerastet, nicht in der Nabe. Wenn zwei Naben, davon eine neu, trotz penibler Einstellung denselben Fehler zeigen und das nur in einem Gang würde ich ihn da suchen, wo nicht getauscht worden ist: Schalter und Schaltzug, ggf. auch Schaltmimik, falls nicht getauscht. Das ist ein guter Hinweis - ich habe gestern am Rad bzw. der Nabe tatsächlich alles getauscht, sodass der Drehgriff als nächstes geprüft werden sollte. In den Ressourcen findest Du btw.
Genau diese Odyssee habe ich vor einigen Jahren ebenfalls an einer Nexus 8-Gang durchgemacht. Geholfen hat ein neuer Schaltzug mit 1,1 statt 1,2 mm. vielen Dank für diesen wichtigen Hinweis. Ich habe jetzt auch einen neuen Drehgriff montiert, was aber auch noch nicht den Durchbruch gebracht hat. Dann werde ich mich mal an den Schaltzug machen. In jedem Fall vielen Dank!
Nachdem die bisherigen Anstrengungen nicht recht von Erfolg gekrönt waren, hatte ich schon fast etwas resigniert. Dann habe ich die Sache von einer anderen Seite her betrachtet und zwar hat mich die ausgesprochen (vielleicht auch gefühlt) mäßige Bremsleistung des Rades gestört. Nachdem ich parallel auch zwei andere Brommies fahre, ist mir der Unterschied deutlich aufgefallen.
Also habe ich jetzt die Shimano-Bremshebel bzw. den kombinierten Brems-Schalthebel abmontiert und setze auf die originalen Brompton-Bremshebel in Verbindung mit dem Shimano-Dreh-Schaltgriff. Das erfordert ergonomisch einen Kompromiss, der aber aus meiner Sicht verschmerzbar ist. Subjektiv bremst das Rad deutlich besser - da die Bremszangen ja an allen Rädern identisch sind, macht wohl der Bremsgriff den Unterschied. Subjektiv greift die Bremse besser und ist auch besser dosierbar.
Um die Bremshebel und den Drehgriff nebst den Brooks Griffen am Lenker unterzubekommen, musste ich diesen links und rechts moderat verlängern. Das stört aber beim Falten nicht. Der neue Drehgriff rastet jetzt auch sehr sauber und sehr stramm ein und siehe da: das Problem mit dem 5. Gang ist gelöst. Das Problem lag nicht bei der Nabe, sondern bei der Rasterung im Griff, denn anders als bei der Rohloff, findet die Gangrasterung nicht in der Nabe, sondern im Griff statt. Vielen Dank für Eure Hinweise!
Alternativen: Rohloff und Co.
Ein durchschnittlicher Radfahrer erzeugt auf einer Tour ca. 120 - 140 Watt. Eine Getriebenabe verschwendet durch die innere Reibung abhängig vom jeweilig eingelegten Gang zwischen 5 - 9 Watt. Die edle Rohloff Speedhub bremst im Gegensatz zu Nexus, Alfine und Co nur halb so stark. Außerdem hat sie eine Zulassung für Tandems, auch das fehlt den Shimano Naben.
Die Rohloff Getriebenaben sind für mich persönlich der beste Kompromiss zwischen Wartungsfreiheit & Leichtläufigkeit an einem schnellen Rad für weite Touren.
Kennern ist die deutsch Firma Rohloff lange Zeit schon ein Begriff. Mit der 14-Gang Nabenschaltung erhält man eine Bandbreite, die mit einer 27-Gang Kettenschaltung vergleichbar ist. So ist die Nabe besonders für Radreisen und ambitionierten Toureneinsatz geeignet.
Weitere Schaltungsoptionen
Damit du mit deinem Bike im richtigen Gang ans Ziel kommst, verbauen wir mit unserem Custom Made Prinzip viele verschiedene Schaltungsoptionen. Durch ihre geschlossene Bauform ist die Nabenschaltung der zuverlässige Begleiter bei Wind und Wetter. Die interne Schmierung sorgt dafür, dass die Schaltung zuverlässig funktioniert und dich sicher ans Ziel bringt. Der Pflegeaufwand ist auf ein Minimum reduziert, sodass du dich noch mehr auf die Touren mit deinem Bike konzentrieren kannst. Mit ihrer höheren Bandbreite bietet die Alfine zusätzliche Gänge, die sich am Berg bezahlt machen. Für den sportlicheren Einsatz ist sie daher sehr zu empfehlen.
Eine speziell für Pedelecs entwickelte Nabenschaltung, die auch die kräftigeren Motoren unterstützt. Die Einstiegs-Nabenschaltung. Sie ist perfekt geeignet für den City-Einsatz, ist mit ihren sieben Gängen sehr robust. Mit der Alfine kommt eine Nabenschaltung hinzu, die durch ihre Lagerung in Öl statt Fett sehr leicht läuft. Sie kann sportlich, im Alltagseinsatz oder auch im urbanen Bereich eingesetzt werden. Mit ihren acht Gängen ist die Nexus ein guter Begleiter auf Trekkingtouren oder im Alltag. Das stufenlose System von Enviolo bringt Radfahren auf ein neues Level. Mit dem Drehgriff kann die Trittfrequenz stufenlos angepasst werden. Mit einem besonders großen Übersetzungsverhältnis punktet das Pinion Getriebe, welches sich komplett am Tretlager befindet. Das Non-Plus-Ultra der Fahrradschaltung. 18 Gänge, eine riesige Bandbreite und eine Zuverlässigkeit, die ihresgleichen sucht.
Eine Kettenschaltung zeichnet sich durch viele unterschiedlich große Ritzel, ein Schaltwerk hinten und bei den klassischen Fahrrädern durch einen Umwerfer vorn aus. Besonders geeignet sind Kettenschaltungen für das Fahren in bergigen Gegenden, bei denen mehr Gangwahlmöglichkeiten wie ein besonders kleiner Gang zum Anfahren am Berg oder ein großer für höhere Endgeschwindigkeit nötig sind. Ebenso werden sie bei sportlicheren Rädern verwendet, da sie Gewicht einsparen und ein direkteres Feedback geben.
Die Shimano CUES U6000 bietet mit ihren 10 Gängen eine mittlere Bandbreite und überzeugt auch im hügeligen Gelände. Sollte es mal bergiger werden, so ist die Shimano CUES U8000 mit ihren 11 Gängen eine besonders gute Wahl. Das knackige Schaltverhalten verdankt sie der Linkglide Technologie. Die Fahrradschaltgruppe CUES U4000 bringt mit 18 Gängen eine gute Bandbreite mit, die für die alltgäglichen Situationen mit dem Rad optimal ist. Mit der CUES U6000 Schaltgruppe von Shimano ist das Fahrrad für hügeliges Gelände perfekt ausgestattet. Durch ihre 22 Gänge ist die Shimano CUES U8000 am Fahrrad eine gute Wahl, wenn es bergig wird. Die 9 Gänge der Shimano CUES U4000 lassen sich durch die Linkglide Technologie besonders leicht schalten.
Auch Rohloff bietet eine elektronische Schaltung an, die über einen Taster die Gänge schnell und zuverlässig elektronisch schaltet.
Die Alfine 8 Di2 ist eine elektronische Nabenschaltung, die besonders leise, präzise und zuverlässig schaltet. Anders als viele andere Systeme nutzt sie Öl statt Fett - für einen besonders leichten und wartungsarmen Lauf. Die Schaltung eignet sich ideal für sportliche Touren, den täglichen Einsatz und urbane Fahrten.
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