Shimano Nexus 8 dreht durch: Ursachen und Lösungen

Nabenschaltungen erfreuen sich aufgrund vielfältiger Vorteile stetig wachsender Beliebtheit. Alle Getriebebauteile sind in der Nabe vor Witterung und Schmutz geschützt, so dass die Haltbarkeit gesteigert und der Verschleiß so gering wie möglich gehalten wird. Zudem muss die Nabe so gut wie gar nicht gewartet werden. So ist es keine Überraschung, dass die Fahrradnabe im Allgemeinen den Ruf eines recht zuverlässigen Bauteils genießt.

Naben von Shimano zeichnen sich durch schnelle, leichte und präzise Schaltvorgänge, auch unter höheren Lasten, aus. Für den Nutzer bedeutet das sanfte und komfortable Gangwechsel. Die engeren Gangabstufungen und die deutlich höhere Übersetzungsbreite (im Vergleich zur Inter-7) ermöglichen eine effizientere Trittfrequenz. Dennoch kann es natürlich trotzdem zu gelegentlichen Problemen kommen. In den meisten Fällen liegt hier eine falsche Justierung der Schaltzüge vor, die allerdings recht einfach behoben werden kann.

Häufige Probleme und deren Behebung

1. Geräusche

Treten ungewöhnliche Geräusche auf, sollten Sie zunächst überprüfen, ob der Zug korrekt justiert ist. Hierfür stellen Sie den Schalthebel in den vierten Gang. Anschließend verstellen Sie die Zugeinstellschrauben so lange, bis die roten Markierungslinien von Schaltrad und Halterung übereinstimmen. Überprüfen Sie Ihre Justierung, indem Sie zunächst den Schalthebel in den ersten und danach wieder in den vierten Gang stellen. Die Markierungslinien müssen übereinstimmen. Korrigieren Sie gegebenenfalls nach.

Wenn die Geräusche nach dem Justieren immer noch vorhanden sind, müssen möglicherweise einzelne Bauteile ausgetauscht werden. Treten die störenden Laute während des Schaltvorgangs auf, sollten die Träger- sowie die Achseinheit gewechselt werden. Dies gilt für alle Gänge, mit Ausnahme von Geräuschen beim Schalten vom fünften in den sechsten Gang und umgekehrt. Hier wäre zusätzlich der Austausch der Kupplungseinheit fällig.

2. Kein Schalten möglich

Auch in diesem Fall überprüfen Sie zunächst, ob der Schaltzug korrekt justiert ist. Gehen Sie hierfür wie bereits unter Punkt 1 beschrieben vor. Besteht das Problem weiterhin, sollten Sie das Laufrad ausbauen und kontrollieren, ob das Schalten nun funktioniert. Wenn ja, liegt die Ursache wahrscheinlich in einem defekten Schalthebel. In diesem Fall tauschen Sie den Schalthebel aus.

Wenn nein, liegt das Problem in der Nabe. Tauschen Sie in diesem Fall die Achs- sowie die Trägereinheit aus.

Schaltprobleme während des Tretens können vielfältige Ursachen haben. Wenn zum Beispiel der eingelegte Gang nicht mit der Ganganzeige übereinstimmt wird ebenfalls ein Austausch von Achs- und Trägereinheit empfohlen. Das Gleiche gilt auch, wenn das Drehen des Drehgriffschalters nicht möglich ist oder der Gang nur sehr schwerfällig wechselt (4. Gang, 8. Gang). Tritt eines dieser beiden Probleme außer beim 4. und 8. Gang auf, ist voraussichtlich nur die Trägereinheit betroffen und sollte ausgetauscht werden. Wenn der Konus rau und unstimmig läuft, empfiehlt es sich, den Antrieb sowie den rechten Konus zu wechseln.

Bei Schaltproblemen während des Nicht-Tretens könnte eine Blockade des Freilaufs vorliegen.

Wenn bei Ihnen ein Austausch einer der genannten Komponenten fällig ist, müssen Sie je nach Kenntnisstand entscheiden, ob Sie die Reparaturarbeiten selbst durchführen möchten, oder ob Sie Ihr Bike in die Fahrradwerkstatt Ihres Vertrauens geben. Halten Sie sich bei jeglicher Art von Reparaturen immer genau an die Gebrauchsanleitung und an die Herstellerangaben.

Kurzleitung zur teilweisen Demontage der Shimano Inter-8 Fahrradnabe

Im nachfolgenden Abschnitt lesen Sie als Hilfestellung eine stichpunktartige Kurzleitung zur teilweisen Demontage der Shimano Inter-8 Fahrradnabe. Beachten Sie bitte, dass es sich hierbei um keine detaillierte Anleitung, sondern nur um eine Gedankenstütze handelt.

Mit einem Schraubenzieher wird nun der Sicherungsring entfernt. (Achtung! Die Träger- und Hohlradeinheit können nun vorsichtig nach oben abgezogen werden. Zur Entfernung des rechten Konus wird nun das Werkzeug TL-8S11 benötigt (Wichtig!). Es wird in die Vertiefung gesteckt, so dass die Klinke die Kante berührt.

Shimano Nexus 8-Gang Schaltung einstellen

Um die Shimano Nexus 8-Gang Schaltung (Modell SG-C6011) mit wenigen Handgriffen und in nur wenigen Minuten selbst einzustellen, können Sie dieses ganz einfach selbst durchführen. Sie benötigen nur unsere Schritt-für-Schritt Anleitung und keine technische Vorkenntnisse.

  1. Stellen Sie bei Ihrer Shimano Nexus 8-Gang Schaltung den 4. Gang ein.
  2. Stellen Sie im nächsten Schritt das Fahrrad auf den Kopf, also auf den Sattel und Lenker.
  3. Betrachten Sie die Schalteiniheit. Hier sehen Sie zwei gelbe Markierungen. Stellen Sie diese genau in Flucht, sollte sie nicht bereits so eingestellt sein.
  4. Um die Nabenschaltung richtig einzustellen, müssen Sie die Einstellschraube am Schalthebel justieren.

Anschließend sollten Sie einige Male die Gänge der Shimano Nexus 8-Gang durchschalten um die Einstellung zu prüfen. Danach sollten Sie mit dem Fahrrad eine Probefahrt durchführen.

Video: Nabenschaltung richtig einstellen

Eine falsch eingestellte Gangschaltung kann ganz schön nervig sein, deshalb zeigt David in diesem Video, wie man mit wenigen Handgriffen schnell und einfach die Nabenschaltung wieder zum Laufen bekommt.

Wann muss eine Shimano Nabenschaltung eingestellt werden?

Es ist in der Regel recht deutlich bemerkbar, dass eine Nabenschaltung neu eingestellt werden muss. Meistens lässt sich der gewünschte Gang nicht bzw. nur mit sehr viel Kraft einlegen oder du musst den Drehgriff weiter drehen, als es die aufgedruckte Anzeige vorgeben würde. Auch ungewollte Schaltvorgänge gehören zu den gängigen Problemen.

Es muss jedoch nicht immer an der Einstellung der Schaltung liegen. Vor allem bei Schwergängigkeit kann es auch manchmal an einer alten, verdreckten oder beschädigten Zughülle liegen. Dadurch kann der Schaltzug nicht mehr ordentlich im Inneren gleiten, was bei jedem Schaltvorgang viel Kraft erfordert. Es lohnt sich also, hier nachzusehen. Solltest du keinen Mangel feststellen können, lese dir einfach im nächsten Abschnitt durch, wie deine Schaltung einzustellen ist.

Wie wird eine Shimano Nabenschaltung eingestellt?

Die Einstellung einer Shimano Nabenschaltung ist für alle Modelle recht ähnlich, im Detail gibt es aber Unterschiede. Die passenden Handgriffe für jede Nabe haben wir dir nachfolgend Schritt für Schritt aufgeschrieben.

1. Den richtigen Gang einlegen

Um eine Shimano Nabenschaltung richtig einzustellen, musst du immer den passenden Referenzgang am Drehschaltgriff einlegen. Dieser variiert je nach Modell:

  • Alfine 11-Gang Nabe: Sechster Gang
  • Alfine 8-Gang Nabe: Vierter Gang
  • Nexus 7-Gang Nabe
  • Nexus 8-Gang Nabe: Vierter Gang
  • Nexus 3-Gang Nabe: Zweiter Gang

2. Gelbe Markierung überprüfen

Bei einer Shimano Nexus 3-Gang Nabe findet man die Markierung an der silbernen Nabenschaltbox direkt am Ausfallende. Hier sollte der gelbe Streifen mittig zwischen den beiden weißen Begrenzungslinien liegen.

Bei Nexus 7-/8-Gang und Alfine Modellen sind die Markierungen hingegen direkt am Nabenkörper angebracht. Um den gelben Streifen einsehen zu können, muss lediglich der Kettenschutz etwas verschoben werden. Jetzt sollte der kleine Streifen mit der zweiten gelben Markierung eine Linie bilden.

Praktisch: Die Markierungen sind oben und unten angebracht, so dass sie sowohl bei einem auf dem Kopf stehenden Fahrrad einsehbar sind, als auch im Montageständer.

Bei allen Modellen gilt: Sind die Markierungen nicht wie oben beschrieben, muss nachgestellt werden. Das funktioniert mittels der Spannung des Schaltzugs

3. Spannung des Schaltzugs einstellen

Je nach Modell wird die Spannung des Schaltzugs am Schalthebel oder an der Nabe eingestellt. Bei der Nexus 3-Gang Nabe ist letzteres der Fall, weshalb du entweder mit der Hand oder mit einem 10er Maulschlüssel die Mutter an der Nabenschaltungsbox lösen musst. Nun kannst du an der Stellschraube drehen, bis die gelbe Markierung mittig zwischen den weißen Begrenzungsstreifen steht. Dann ziehst du die Befestigungsmutter wieder an, damit sich die Stellschraube nicht verstellen kann. Zum korrekten Anzugsmoment achte bitte auf die Angaben des Herstellers.

Bei den übrigen Shimano Modellen kannst du die Zugspannung direkt werkzeuglos an der Stellschraube am Schaltgriff einstellen. Auch hier drehst du so lange nach links oder rechts, bis die gelbe Markierung passt.

Nach der Einstellung der Zugspannung solltest du bei allen Nabenschaltungen einmal in den ersten Gang und einmal über den Referenzgang hinaus schalten. Die Markierungen sollten danach im Referenzgang immer noch passgenau sein.

Sollte die Einstellung mittels der Stellschrauben nicht möglich sein, weil du sie nicht weit genug drehen kannst, muss der Seilzug an der Nabe gelöst und mit etwas mehr Spannung festgezogen werden. Das geht am besten mit einer schmalen Zange. Wichtig ist, dass die Stellschrauben davor auf eine mittlere Position gedreht werden, um im Anschluss genug Spielraum zu haben. Die Feinjustierung erfolgt nämlich erneut mit den Stellschrauben.

4. Einstellung testen

Wenn sich die gelben Markierungen wieder an Ort und Stelle befinden, solltest du die Schaltperformance testen. Das geht denkbar einfach: Schalte langsam durch alle Gänge, ohne den Drehgriff über die jeweilige Anzeige zu drehen. Lassen sich alle Gänge präzise, knackig und ohne großen Kraftaufwand einlegen, scheinst du alles richtig gemacht zu haben. Nun wird auch der nächste Gegenanstieg zum Kinderspiel.

Umbau auf Ölbadschmierung

Um die Shimano Nexus-8 Nabe zu warten muss sie alle paar tausend Kilometer zerlegt- und in einem Ölbad gebadet werden. Bei Berufspendlern, Laternenparkern und Allwetterradlern noch öfter. Bei der wesentlich teureren Shimano Alfine Nabe sorgt ein permanentes Ölbad samt Ölwechselschraube dafür, dass das Öl ohne Demontage der Nabe bequem von außen gewechselt werden kann. Die Alfine ist dafür gegen Ölverlust abgedichtet.

Eigentlich ist der Umbau ganz einfach, allerdings hab ich ihn an einem eingespeichten 28-Zoll Rad mit einfachsten Mitteln und relativ unbedarft vorgenommen. Hier gab es dann doch ein paar Herausforderungen und Erfahrungen zu machen. Der Umbau ist also nichts für unerfahrene SchrauberInnen. Ich kann ihn nur dann guten Gewissens empfehlen, wenn eine zweite „Opfernabe“ oder ein ganzes Nexus-Hinterrad zum Experimentieren zur Verfügung steht. Bei neuwertigen Fahrrädern mit gut laufender Nexus Nabenschaltung würde ich vom Umbau ohne triftigen Grund eher abraten.

Die Vorteile des Umbaus liegen auf der Hand: Die Nabe verschleißt durch ein permanentes Ölbad weniger, ist weniger anfällig für eindringende Feuchtigkeit, läuft dauerhaft leichter und sie erstarrt durch einfache Ölwechsel mit Spülöl nicht bis zum Exodus in ihrem eigenem Dreck.

Benötigte Teile und Werkzeuge:

Als einziges Teil wird eine öldichte Linsenkopfschraube benötigt. Der Einfachheit halber entschied ich mich für die „Shimano Schraube mit Dichtung für SG-S700 / SG-S7001-11 Getriebenabe“ - also der Original Alfine Dichtungsschraube mit O-Ring, die schon ab 2,- EUR käuflich zu erwerben ist.

Weiterhin braucht man neben dem klassischen Werkzeug für die Demontage der Getriebeeinheit ein Gehäusedichtmittel wie z.B.

Zunächst wird die Nexus-Getriebeeinheit aus der Nabe genommen. Das Ritzel sowie die Halterung für den Schaltbowdenzug können sitzen bleiben (dachte ich jedenfalls zunächst…).Mehr Spaß macht der Umbau, wenn die Nabe vor der Demontage zumindest grob mit einem Tuch gereinigt wird. Insbesondere die graue Kunststoffdichtung hinter dem Ritzel muss beim Einbau fettfrei sein, da sie mit Silikon abgedichtet werden muss.

Nach dem Ausbau der Nexus Getriebeeinheit präsentiert sich diese noch in sehr guter Verfassung. Das neuwertige Getriebe hat seit dem Einbau erst max. 1.000 Kilometer gelaufen und stand seitdem trocken in einem ausgebauten Hinterrad. Die eingespeichte Nexus Nabe SG-8R25 selbst ist von 2005. Auch sie hat innen keine sichtbaren Laufspuren, Schleifspuren oder Korrosion.

Für die Positionierung der Schmieröffnung wähle ich den rauen, nicht polierten Bereich im Nabenmantel, damit die Ölschraube keinesfalls mit der Mechanik der Getriebeeinheit in Berührung kommen kann. Innen gemessen sind das ca. Auf der Außenseite der Nexus-Nabe übertrage ich das Maß an eine glatte Stelle ohne Höcker mit einem wasserfesten Filzstift. Auf einen halben Millimeter kommt es bei dieser Positionierung nicht an.

Um ein senkrechtes Loch sauber in die Nabe zu bohren müsste ich das Rad eigentlich auspeichen. Dieser Aufwand ist mir für einen ersten Testballon aber viel zu groß und so versuche ich mein Glück mit einem mittelgroßen Akkubohrschrauber, den ich tatsächlich möglichst gerade gut durch die Speichen halten kann.

Auch das klassische Gewindeschneiden muss so funktionieren, da ich kein Windeisen in den Speichen drehen kann. Als Gewindeschneider dient mir ein ganz einfacher Billigsatz vom Discounter. Zunächst bohre ich ein 3mm-Loch vor. Dazu wähle ich beim Akkubohrschrauber die langsamere, aber starke Getriebeübersetzung, damit der Bohrer nicht so heiß läuft. Von der Leichtigkeit überwältigt bohre ich danach ein 5mm-Loch nach, damit der M6 Gewindeschneider „noch genügend Fleisch“ hat.

Beim ersten Test des neuen Gewindes mit einer Dummy-Schraube stellte ich allerdings fest, dass mein „Durch-die-Speichen-Gewinde“ doch ziemlich schief geraten war. Dies wird erheblichen Einfluss - oder besser gesagt Ausfluss - auf die Dichtigkeit der Ölschraube haben, denn der winzige O-Ring kann einen so schiefen Winkel der M6-Ölschraube wahrscheinlich nicht mehr ausgleichen. Das ist kein Weltuntergang, da sich Schrauben in ölgefüllten Gehäusen auch anders abdichten lassen, aber trotzdem ist es schade, da handwerklich nicht perfekt. So sieht das erste Teilergebnis dann trocken aus: Die Ölschraube sitzt zwar fest, quetscht den O-Ring durch die schiefe Bohrung aber einseitig nach außen weg. Innen sitzt die Schraube perfekt bündig in der Nabe.

Eine große Frage stellt sich nun: Wieviel Öl kann ich sinnvollerweise in die Nexus-Nabe füllen ohne dass es wieder heraus läuft? Meine Hoffnung bestand in der geringen Ölwechselmengenangabe der Alfine-Nabe von 25 Milliliter Öl. Das entspricht ungefähr der Menge von knapp 2-3 Esslöffeln.

Bei 25ml Getriebeöl leckte die Nabe nach stundenlangem Stehen des Fahrrads trotz Abdichtung an der Ritzelseite. Stellt man das Rad leicht schräg auf den Seitenständer, läuft das Öl in die baulich hoch geschlossene Seite der Nabe und bleibt dicht. Lehnt man das Fahrrad dagegen an die Wand der Kettenseite läuft es genau wann heraus? Und was passiert bei schneller Fahrt, wenn es durch die Zentrifugalkräfte nach außen auf das Nabeninnere geschleudert wird?

Erschreckenderweise reicht schon die Menge eines einzigen Teelöffels aus (ca. 5ml), um bei geradem Stand oder während der Fahrt aus der Nabe auszulaufen. Damit hatte ich nicht gerechnet, denn dieser eine Teelöffel wäre ungefähr die Mindestmenge, um alle beweglichen Teile der Nabe ölfeucht zu halten. Von einem richtigen Ölbad könnte man aus meiner Sicht erst ab 10ml sprechen. Eben genau der Menge, die auch der Brite als maximal alltagstauglich ermittelt hat.

Abdichtungsidee für das Dauer-Ölbad als „Ölsumpfschmierung“ der Nexus Nabe:

Auf der Ständerseite ist die Nabe hoch geschlossen. Auf der Ritzelseite ist der Alukorpus aber komplett geöffnet. Bei der Fahrt wird das Öl durch die Zentrifugalkraft nach außen an den Nabenkorpus geschleudert. Deshalb muss nun die Staubkappe auf der Kettenseite sorgfältig abgedichtet werden. Die Kunststoffkappe ist nicht so hoch geschlossen, hier wird das Öl eher auslaufen. Steht das Rad geneigt auf dem Fahrradständer kann also bauartbedingt weniger passieren, als wenn das Fahrrad auf der Kettenseite z.B.

Die Dichtung der Staubkappe an der Ritzelseite und die Dichtungsnut in der Nabe werden mit Bremsenreiniger entfettet. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Gehäusedichtmasse ihren Zweck erfüllen kann.

Hinweis: Da die Staubkappe mit der Nabe quasi leicht verklebt wird, lässt sie sich nicht mehr so leicht lösen. Oder anders gesagt: Die Getriebeeinheit kann in Zukunft nicht mehr so leicht aus der Nexus-Nabe entfernt werden. Wird sie entfernt, muss das alte Dichtungsmaterial vor dem erneuten Abdichten sorgfältig entfernt werden.

Nach der Reinigung habe ich vorsichtig „Dirko HT“ auf die Staubkappe aufgetragen. Die Dichtmasse zieht relativ schnell an und muss daher zügig an die richtige Position im Nabengehäuse gebracht werden. Dabei darf keine Gehäusedichtmasse in das Kugellager gelangen, da die Nabe mit Silikonbrei nicht mehr leicht läuft. Das ist auch der Grund, warum ich das Kugellager nicht mit dem Fett eingestrichen habe: Die Dichtungsmasse und das Fett sitzen einfach zu eng aneinander.

Die Dichtmasse ist sehr farbintensiv und erzeugt auch beim Abputzen eine ziemliche Schweinerei. Andere Fabrikate in Grau oder Schwarz sind an dieser Stelle optisch sicherlich besser geeignet, wie z.B.

Abschließend habe ich die Nabe wieder zusammengebaut und die überflüssige Gehäusedichtung abgewischt.

Mein Ziel ist es die Nabe mit weiteren 5ml Öl zu befüllen und dann mit der Gesamtfüllung von 10ml dauerhaft dicht zu halten. Zunächst schaue ich mir das Dichtigkeitsverhalten mit 5ml im stehenden Zustand an. Ein paar Ölflecken in der Garage wären sicherlich nicht so schlimm, aber wenn das Öl die Speichen entlang in den Schlauch fließt, entsteht ein sehr unerfreulicher Gummi-Öl-Cocktail, auf den ich unbedingt verzichten möchte.

Wenn die Nexus-Nabe dauerhaft dicht hält, wäre das ein äußerst verlockender Aufschwung in den Shimano Alfine-Bereich.

Ölwechsel bei der Alfine-Nabe

Zum Ölwechsel benötigt man bei der Alfine eine handelsübliche Spritze, einen Auffangbecher, einen Aquariumschlauch mit Nippel und M6 Gewinde. Und natürlich 50ml des kostspieligen Shimano Spezial Nabenöls.

Nachdem das Altöl über den Schlauch abgelaufen ist, wird die Alfine zunächst mit 25ml Frischöl gespült: Hinterrad am Montageständer durchdrehen, öfter alle Gänge durchschalten - oder eine Runde fahren. Dann wird das Öl wieder abgelassen und danach final nochmals mit 25ml Öl befüllt.

Wer den jährlichen Shimano Alfine Ölwechsel günstiger als zu unglaublichen 70,- EUR Materialkosten haben möchte, kann z.B. das Rohloff-Set mit Shimano-Öl verwenden oder das günstige „Easybleed Ölpflege-Set“ nehmen. Die Bewertungen bei Amazon dazu sind sehr gut.

Unklar bleibt die empfohlene Verwendung des Original-Shimano-Öls. Die Einzelteile des Sets kosten zusammen nur ein paar Euro, allerdings wird es wahrscheinlich schwierig an den M6 Schraubnippel für den Ablaufschlauch zu kommen. TüftlerInnen könnten dazu z.B. eine einfache „M6 Schlauchtülle“ oder „M6 Gewindetülle“ verwenden, die es z.B. aus Messing oder Kunststoff bei Ebay oder Amazon gibt.

Für meine umgebaute Nexus-Nabe, die zur Wartung ja ursprünglich in ein Ölbad getaucht wird habe ich bisher zum tauchen und auch jetzt zum Befüllen mit den 10ml einfach normales Motorrad Getriebeöl SAE 80 GL4 (z.B. Addinol für MZ-Oldtimer) benutzt.

Mit 5ml Öl war die Getriebenabe im Stehen auf beiden Seiten leicht geneigt schonmal dicht. Ich habe mir jetzt nach 48 Stunden eine Spritze in der Apotheke besorgt und weitere 5ml Öl eingefüllt. Das Hinterrad steht nun bereits mit aufgezogenem Reifen wieder erstmal für einen Dichtigkeitstest im Keller.

Erstes Fazit: Die Gänge schalten sich alle butterweich, selbst der vierte, klassische Problemgang der Nexus knackte nicht ein einziges mal und erzeugte auch keinen Leertritt, obwohl ich wirklich Gas gegeben habe. Die Nabe scheint öldicht zu sein.

Allgemeine Tipps und Erfahrungen von Nutzern

Viele Nutzer haben unterschiedliche Erfahrungen mit der Shimano Nexus 8-Gang Nabenschaltung gemacht. Einige berichten von Problemen wie:

  • Mitdrehen der Pedale
  • Geräusche und Knacken
  • Schaltprobleme und Durchrutschen
  • Rost und Korrosion

Andere Nutzer sind sehr zufrieden mit der Nabenschaltung und loben die Wartungsarmut und Zuverlässigkeit. Einige Tipps und Erkenntnisse aus den Erfahrungen der Nutzer:

  • Regelmäßige Wartung und Ölung (alle 1500-5000 km) können die Lebensdauer der Nabe verlängern.
  • Bei Problemen mit dem Mitdrehen der Pedale kann ein Ölbad helfen, um die Sperrklinken zu reinigen und zu schmieren.
  • Die korrekte Einstellung des Schaltzugs ist entscheidend für einwandfreie Schaltvorgänge.
  • Bei häufiger Schlechtwetternutzung sollte die Nabe öfter gewartet werden.

Es ist wichtig, die individuellen Erfahrungen und Empfehlungen zu berücksichtigen und die Wartung der Nabenschaltung entsprechend anzupassen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0