Der japanische Markenhersteller Shimano hat mit der Nexus SG-C6001-R8 8 Gang Nabenschaltung eine staubdichte und wasserfeste, stabile Aluminiumnabe für Ihr Trekkingbike, Lastenrad oder E-Bike bis 25 km/h konzipiert. Durch den geräuschlosen Freilauf, die Schaltservo und den Unit Power Modulator werden Sie beim Treten optimal unterstützt. Auch bei einer hohen Kettenspannung, wie es bei E-Bike-Motoren üblich ist, lassen sich die Schaltvorgänge weich ausführen. Die Effizienz und die Schaltleistung sind um 300 % verbessert. Mit etwa 1.710 g Gewicht ist die 8-Gang Nabe recht leichtgewichtig.
Die Shimano Nexus SG-C6001-R8 8 Gang Nabenschaltung wird mit 132 mm Einbaubreite, 32- oder 36-Loch in silber und schwarz verkauft und ist auf Felgen- und Rollenbremsen ausgelegt. Die Achslänge liegt bei 184 mm und die Schaltkonstruktion ist Low-Normal. Die Gesamtübersetzung der Nabe beträgt insgesamt 307%.
Vor- und Nachteile von Nabenschaltungen
Ich war schon immer ein Fan von Nabenschaltungen. So weit so gut? Nun ja, auch bei Nabenschaltungen ist nicht alles Gold, was glänzt. Die eben beschriebenen Vorteile werden mit geringerer Abstufung, geringerem Übersetzungsbereich und geringerer Effizienz im Sinne eines höheren Widerstands erkauft. Wer es genau wissen will: Eine gute gepflegte oder neue hochwertige Kettenschaltung brilliert mit einem Wirkungsgrad von ca.
Die Nachteile von Nabenschaltungen spielen bei Pedelecs keine Rolle. Da schiebt der Motor fleißig an und egal, ob in der Ebene oder bergauf, man wählt die passende Unterstützungsstufe und pedaliert dahin - aus Freude am Fahren. So schnell, dass man mit dem Schalten kaum nachkommt. Nicht viel anders ist das Prozedere mit der beliebten SHIMANO Alfine Achtgangnabe, die besonders in der elektronisch schaltenden Version (Di2) angenehmen Fahrkomfort bietet.
Shimano Nexus Inter-5E: Speziell für E-Bikes
Die NEXUS INTER-5E Getriebenabe (Modell SG-C7050-5) ist speziell auf die Bedürfnisse von E-Bikern abgestimmt. Die mit fünf Gängen entwickelte E-Bike-Nabe kann mit Motor-Drehmomenten bis zu 85 Nm eingesetzt werden und hält hohe Drehmomente von Antrieb und Muskelkraft aus. Die NEXUS INTER-5E Getriebenabe (Modell SG-C7050-5) zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie mit den Motor-Drehmomenten bis zu 60 Nm eingesetzt werden kann und die hohen Drehmomente von Antrieb und Muskelkraft aushält. Damit sollen beim Schaltvorgang deutlich größere Lasten toleriert werden können, sodass diese Nabe als spezifische E-Bike-Nabe spürbare Vorteile bringen soll. So die Theorie laut SHIMANO.
Kann die Nabe das Versprechen in der Praxis halten? Bei der diesjährigen Eurobike konnten die Besucher ein Test-Bike mit dem speziell für City- und Trekkingradfahrer konzipierten neuen Antrieb SHIMANO STEPS E6100 in Kombination mit der elektronisch gesteuerten E-Bike-Nabe fahren. Zügig schaltet die Automatik hoch, dritter, vierter Gang, schnell sind die 25 km/h erreicht, die ich im extra lang übersetzten fünften Gang dahin cruise. Wie gesagt, Entspannung pur. Die Gangwechsel erfolgen schnell und geschmeidig. Ich fahre im höchsten Unterstützungsmodus „High“ an einer Steigung an und beschleunige volle Pulle bergauf. Was passiert? Nichts Besonderes! Klasse, die Elektronik macht’s möglich.
Nur fünf Gänge? Ja, weniger ist mehr! Die NEXUS INTER-5E Getriebenabe ist gezielt auf die Anforderungen bei einem E-Bike abgestimmt. Da die leichten Gänge wegen des höheren Drehmoments weniger genutzt werden, beschränken sich die fünf Gänge der Inter-5E auf den vortriebsrelevanten Bereich der mittleren und höheren Gänge. Der fünfte Gang ist dabei besonders lang übersetzt, für entspanntes Pedalieren bei höheren Geschwindigkeiten. Die E-Bike-Nabe mit „nur“ fünf Gängen ist nach meiner Einschätzung ein großer Wurf.
Erfahrungen und Probleme mit der Shimano Nexus 8
Problematisch und enttäuschend für ihn war die mangelhafte Dichtigkeit der Nabe an einem E-Bike, welches als Pendler-Rad bei jedem Wetter eingesetzt wurde. Die im Zweiradhandel gern als „völlig wartungsfrei“ angepriesene Shimano Nexus-8, versagte ihren Dienst in Form eines kapitalen Getriebeschadens. Wie falsch diese Wartungsfrei-Aussage für all diejenigen ist, die nicht nur gelegentlich bei Sonnenschein mal eine kleine Radtour machen, erfuhr der Allwetterradler dann auf der heimischen Werkbank. „Die Nabe lief 8.000 km problemlos, das Rad stand in dieser Zeit immer trocken. Darauf folgte ein Umzug der es nötig machte, dass Rad draußen (…in der Witterung) anzuketten. Es wurde täglich für 22 km Arbeitsweg genutzt und da es sich um ein schweres eBike handelt, war tägliches aus dem Keller holen keine Option. Die darauf folgenden 3.000 km waren extrem stressig. … Der Teileverschleiß ging bei Schlechtwetter-Fahrten exorbitant in die Höhe, dann bei ca. 11.000 km waren die Gänge 5-8 nicht mehr zu gebrauchen.
Die Probleme, die Henrik mit der Nexus SG-8R36 hatte, sind typische Erfahrungen von Allwetter-Pendlern bzw. Winterfahrer-Innen. Sobald auch nur eine geringe Menge Wasser oder Taumittel in das Nabeninnere kommt, sind die problemlosen Tage der Nexus-Schaltungen gezählt. Für die Fotos und die ausführliche Beschreibung möchte ich mich bei Henrik ganz herzlich bedanken. So haben wir alle etwas davon! mit Bosch Tretlagermotor der 2. Generation, welche seine Antriebskraft direkt an die Kette bzw. das Fahrrad wiegt 30 Kilogramm plus Pendler-Gepäck und Fahrer-In, das gesamte Systemgewicht liegt bei ca.
Henrik hat sich bereits eine gebrauchte Nexus SG-8R36 besorgt und tauscht einfach die „Trägereinheit Y36V98030“ - also das Innenleben der Nabe aus. So kann er das Hinterrad weiternutzen, ohne die Nabe auszuspeichen. Das Ersatzteil würde neu ca. 55,- bis 70,- EUR kosten. Auf diese Weise können Nexus-Standard-Naben mit Gleitlagern übrigens > nachträglich (!) auf die Nexus Premium-Version mit leichtgängiger Nadellagerung umgebaut werden.
Meine persönliche Einschätzung: Die Nexus-Nabe tat trotz hoher Dauerbelastung problemlos ihren Dienst, bis das Fahrrad dauerhaft im Regen geparkt- und oft bei schlechtem Wetter im Winter gefahren wurde. Das Gesamtgewicht des schweren E-Bikes mit Radlerin und Gepäck von ca. 100 Kilogramm liegt im Rahmen des Alltäglichen. Ob die Shimano Nexus- und Alfine-Naben ebenfalls klaglos die hohen Drehmomente über einen Mittelmotor verkraften, kann ich nicht beurteilen. Besser ist auf Dauer sicherlich die Verteilung der Tret- und Motorkräfte über ein gesondertes Getriebe oder über das Vorderrad. Dadurch entstehen natürlich wieder andere Nachteile, die ich hier nicht näher erörtern möchte, aber ein schräg gezogenes und dadurch verspannt montiertes Hinterrad durch reißenden Motorpower ist Gift für die Nexus-Nabenlager sowie die Schaltmechanik.
Denkbar ist z.B. Im Gegensatz zur Alfine 11 ist die Nexus Nabe nicht 100%ig abgedichtet: Salzwasser kann eindringen, kommt aber kaum mehr aus dem fast geschlossen System heraus und verursacht im Laufe der Zeit heftige Korrosionsschäden. Zusätzlich wird aus der ehemals frischen Öl-Fettfüllung ab Werk durch mechanischen Partikelabrieb eine Art Metall-Schleifpaste, die normalerweise alle zwei Jahre gegen ein frisches Ölbad samt Fett gewechselt werden muss. Winterfahrer-Innen und Laternenparker sollten das unbedingt jedes Jahr machen. Die Alfine-11 Nabe hat übrigens eine echte „Flüssig-Ölfüllung“.
Meine eigene Nexus-Premium Nabe hat jetzt 18.000 Kilometer runter und 14 Fahrrad-Jahre auf dem Buckel. > Nachtrag: Mittlerweile habe ich sie ausgetauscht. Hätte ich die hier geschilderten Nexus-8 Probleme früher selbst gekannt, hätte ich die empfohlenen Ölwechsel bzw. besser gesagt „Öltauchungen“ genauso regelmäßig wie beim Auto gemacht: > Dazu gibt es auch für Nabenschaltungen eine DIY-Anleitung.
Nachtrag 12.2021 von Leser Jörg: „Shimano hat die Wartungsintervalle vor einiger Zeit für ALLE Getriebenaben angepasst auf einmal jährlich oder 2.000 km. Für 3-, 4-, 5-, 7- und 8-Gang Naben sollte dann ein Ölbad Service erfolgen und bei Alfine 11-Gang ein Ölwechsel.
Shimano Nexus vs. Alfine
Das Foto zeigt die Shimano 8-Gang Nabenschaltung Nexus Premium. Es gibt noch die Nexus Standardvariante ohne den ehemals roten Streifen, Alfine 8-Gang, Alfine 11 Gang, Nexus mit Rücktritt oder für Roller- oder V-Brakes und eine diffuse Serienstreuung mit verschiedensten Qualitätsaussagen im Netz. Bringen wir mal Licht in den Dschungel der Shimano Nabenschaltungen, die sich schon spürbar voneinander unterscheiden, vor allem in der Qualität für Viel- und Schnellfahrer-Innen. Offen dokumentiert wurden die Unterschiede der Shimano Naben leider so gut wie nie. Es gab Explosionszeichnungen bei Paul Lange (dem deutschen Importeur), aber wer steigt da schon durch?
Egal welche an Shimano Nabenschaltung eingebaut ist, der Radhändler wird sie Ihnen als problemlos, pflegeleicht und völlig komfortabel unterjubeln. Millionenfach verkauft, Sie können eigentlich damit gar keinen keinen Fehler machen. Das wird er oder sie sagen. Sie wollen einen Rücktritt wie 1980? Mit der Shimano Nexus kein Problem, das Modell gibt es sogar mit Rücktritt. Leider ist genau diese Version recht anfällig, man hört oft Klagen in den Fahrradforen: „Die Nabe mit Rücktritt hielt keine 500 Kilometer“, „China-Schrott durch billige Produktion“, usw. … glaube ich persönlich alles. Die Qualität der Naben hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Viele ehrliche Radhändler bestätigen, dass die Naben ganz unterschiedlich leicht laufen und bestreiten nicht, dass es bei Shimano zeitweise „Problemnaben“ gab bzw. immer noch gibt.
Das Ganze ist für Omas Stadtrad auch gar nicht so relevant, denn die 8-Gang Nexus wird bei der typischen Zielgruppe „Anspruchslos 50+“ über 200 km im Jahr sehr wahrscheinlich halten. Probleme gibt es vor allem, wenn ein Rad wirklich sportlich gefahren wird. 2005 kaufte ich ein Stevens City-Flyer mit einer Shimano Nexus 8-Gang Premium Nabenschaltung und bin bis heute begeistert. Die Nabe hat bei mir ca. 18.000 km gehalten, danach habe ich das innere Getriebe einfach komplett ausgetauscht, weil es teigiger wurde. Der 4. Gang ging immer etwas schwerer als alle anderen und knackt häufig, aber ansonsten eine sehr zuverlässige und unkomplizierte Schaltung, mit der ich jetzt noch gerne fahre. Das ist die Shimano Nexus Premium-Freilauf-Version ohne Rücktritt, äußerlich erkennbar am roten Streifen. Vor 15 Jahren sehr gut.
2011 kaufte ich ein Dahon Bullhead Faltrad (zum ersten und letzten Mal ein Rad aus dem Internet) mit einer Shimano Nexus 8-Gang Standard Nabenschaltung und war von der Schaltung enttäuscht. Im Gegensatz zur Premium-Version fehlen der optisch identischen Nabe (äußerlich ohne roten Streifen) die leichtgängigen Nadellager. Diese wurden durch billige Gleitlager ersetzt und erzeugen ca. 2-3% mehr innere Reibung. Dies ist z.B. spürbar an den Pedalen, die sich im Freilauf beim Rollen ständig mitdrehen wollen. Mehr noch, mein vierter Gang machte Geräusche und rubbelte spürbar. Ich schickte das Hinterrad ein, es wurde auf Kulanz repariert. Zurück kam ein neu abgeschmiertes Hinterrad, dass vor allem bei Kälte durch eine Fettfüllung noch schwerer rollte als vorher. Das bemerkte ich aber zu spät, denn die Geräusche waren erstmal weg. Im Frühjahr 2014 brachte ich das Rad dann zu einem Fahrradhändler mit der Bitte, alles Fett zu entfernen, nachzusehen und die Nabe zu ölen. Das Ergebnis war so lala… zwar besser als vorher, aber dafür waren die Geräusche im vierten Gang wieder da. Das ganze Roll- und Freilaufgefühl war ganz weit entfernt, von der Qualität der Premium-Nabe aus meinem Stevens Cityflyer.
Eine weitere Anfrage 2015, was ein ganz neues 20″ Hinterrad mit einer neuen Shimano Nexus Premium Nabe kosten würde: Unglaubliche 380-420,- EUR! Mehr als die Hälfte des ganzen Faltrads. Ich fragte deshalb danach, weil die 28-Loch Shimano Nabe meines Dahon Fahrrads mittlerweile nicht mehr lieferbar ist und ich im Internet keine passende Nexus-Nabe mit 28 Löchern mehr finde. Auch nicht, wenn ich das Hinterrad selbst neu einspeiche. So muss ich mir wohl oder übel eine neue 36-Loch-Felge und neue Speichen kaufen, um mir selbst ein 20″ Nexus- Premium 8-Gang Hinterrad einzuspeichen.
Sehen wir uns neben der Shimano Nexus die Alfine-Nabe näher an. Sie sieht hochwertiger aus, ist aber gegenüber der Nexus vielleicht nur einfach schwarz lackiert. Hier gibt es keine Premiumversion mehr, dafür aber eine 11-Gang Alfine Nabe, die sehr viel teurer als die 8-Gang Alfine ist. Laut Fachhändler sollen beide Alfine-Versionen besser laufen, als die günstigeren Nexus-Varianten, die Shimano mittlerweile ebenfalls auf Wunsch in Schwarz (-matt) lackiert. Den roten Streifen der älteren Nexus-Premiumversion gibt es seit 2014 nicht mehr. Die Shimano Naben können jetzt nur noch über die aufgedruckte Serien-Nr. erkannt werden.
Es ist von Shimano nie genau gesagt worden, wie sich die Alfine- und Nexus Premium- Nabe voneinander unterscheiden. Zwei klare Unterschiede werden gern unter den Tisch gekehrt: Die Alfinenabe konnte auch vor ein paar Jahren schon mit einer Scheibenbremsaufnahme geliefert werden, das gab es bei der Nexus früher nicht - jetzt aber schon (Stand Februar 2025). Um die höheren Kräfte einer Scheibenbremse an der Nabe aufnehmen zu können, ist die Alfine-Achse anfangs etwas stabiler konstruiert worden. Außerdem der „schicke Rapid-Fire-Hebel“ besteht bei der Alfine aus einem Daumenschalter, mit dem man pro Hub immer nur 2 Gänge herauf- oder herab schalten kann. Was sich nach einem kleinen Detail anhört, ist bei der günstigeren Nexus besser gelöst: Man bremst an einer roten Ampel aus hoher Geschwindigkeit ab und kann mit einem Drehschalter mit einer mühelosen Bewegung vom 8. in den 1. Gang schalten. Das ist ein echter Vorteil.
3 Gänge mehr spreizen den Wirkungsgrad einer Nabe natürlich immens, aber es gibt leider eine kleine Tücke: Die 3 Gänge liegen alle über dem 5. Gang. Der fünfte Gang ist aber bei Shimano der Beste, weil er als einziger ohne Getriebe-Übersetzung auskommt und die Kraft vom Kettenblatt fast 1:1 auf das Hinterrad überträgt. Im Normalfall sind Nabenschaltungen also so konstruiert, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit möglichst in einem 1:1 Gang ohne Getriebe gefahren werden kann. Die 11-Gang Alfine-Version verschenkt dadurch meiner Ansicht nach ihr eigentliches Potenzial, denn Ihre zusätzlichen 3 Gänge liegen alle über dem reibungsarmen 5. Gang der Nexus-Naben. Heißt auf Deutsch: Der ehemals leichte, fünfte Gang fehlt bei der Alfine 11. Ich fahre mit der 11-Gang-Alfine also im 6. oder 7. Gang von 11 Gängen und muss ständig das Planetengetriebe mit all den Reibungsverlusten bewegen. Die alte Nexus im 5. Gang (also 1:1 ohne Zahnrädchen übersetzt) läuft da sicherlich einen Tick leichter.
Das wäre aber gegenüber der 11-Gang-Alfine ein übereiltes Urteil, denn diese läuft zusätzlich in einem permanenten Ölbad statt in zähmen Fett. Der große Vorteil der Alfine 11-Gang-Nabe, liegt für mich nicht in den 3 Gängen mehr, sondern in ihrer leichtgängigen Perma-Ölfüllung, die dadurch ein leichteres Treten ermöglicht, als alle Nexus-Versionen samt der Alfine 8. Es gibt genau aus diesem Grund sogar Fahrrad-Freaks, die eine Shimano 8-Gang-Nexus-Schaltung auf Ölfüllung umgebaut haben: Nabe auseinander nehmen, Loch in die Trommel bohren, Ölnippel reindrehen, alles peinlich säubern, wieder zusammenbauen und eine leichtgängige Öl-Füllung á la Rohloff genießen. Deshalb empfiehlt Shimano regelmäßig einen Ölwechsel bzw. bei den geschlossenen Naben-Versionen ein regelmäßiges Tauchen der Innereien in einem Ölbad.
Details zur Wartung der Shimano Nexus gibt es hier. Die Ölfüllung der Alfine 11-Gang ist theoretisch sehr reizvoll. Praktisch (er)fuhr ich bei einer Probefahrt auf einem teurem Cannondale BadBoy mit Shimano 11-Gang Alfine allerdings, dass sich auch hier die Pedalen im Freilauf gerne mitdrehen wollen, weil die innere Reibung der Nabe wohl doch relativ hoch ist. Bei einer Kettenschaltung passiert das jedenfalls nicht.
Wartung und Pflege
Ein durchschnittlicher Radfahrer erzeugt auf einer Tour ca. 120 - 140 Watt. Eine Getriebenabe verschwendet durch die innere Reibung abhängig vom jeweilig eingelegten Gang zwischen 5 - 9 Watt. Die edle Rohloff Speedhub bremst im Gegensatz zu Nexus, Alfine und Co nur halb so stark. Außerdem hat sie eine Zulassung für Tandems, auch das fehlt den Shimano Naben. Die Rohloff Getriebenaben sind für mich persönlich der beste Kompromiss zwischen Wartungsfreiheit & Leichtläufigkeit an einem schnellen Rad für weite Touren.
Die 2018 vorgestellte Inter 5E-Nabe von Shimano wurde speziell für E-Bikes bzw. Pedelecs entworfen. Da acht oder gar 11 Gänge bei zusätzlicher Motorunterstützung von vielen E-BikerInnen mit etwas Routine gern einfach überschaltet werden (z.B. 1, 3, 5 = 25 km/h), wurde diese Nabe zugunsten einer größeren Haltbarkeit mittels stabilerem Planetengetriebe mit nur fünf statt acht Gängen auf satte 60 Newtonmeter statt auf 50 Nm ausgelegt. Die unteren Gänge wurden reduziert und weisen bei einer Übersetzungsbandbreite von 263% höhere Gangsprünge auf. Zahnräder, Lagerungen und Schaltservoteile sind weniger kleinteilig und konnten naturgemäß stabiler ausgelegt werden. Damit verträgt die Schaltung dauerhaft auch stärkere Motoren wie z.B. den hauseigenen Shimano Steps E6100 Antrieb. Dieser soll besonders gut mit der Inter 5E Nabe harmonieren, da beide Komponenten zusammen mit dem Bordcomputer eine intelligente Einheit bilden, die die Schaltvorgänge bei kräftiger Motorunterstützung aktiv mitgestaltet. Zielgruppe sind interessanterweise City- und Trekkingbikes, also bezahlbare Massenprodukte (Straßenpreis ab ca.
Sogar eine elektronische DI2-Version ist erhältlich, die Schaltvorgänge sogar vollautomatisch durchführt. Diese breite Auslegungs-Strategie kann selbstverständlich auch an sportlicheren Rädern sehr gut funktionieren, wie uns die Nexus 8 Premium und Alfine 11 jahrelang bewiesen haben. Wartungsarmut und lange Haltbarkeit lassen den 4-8 Prozent geringeren Wirkungsgrad im Vergleich zur Kettenschaltung gerade bei ambitionierten Pendlern, Commuterbikes und VielfahreInnen mit kräftigen Beinen gut verschmerzen, weil der Antrieb unauffällig jahrelang seinen Dienst tut.
Wird die Getriebeeinheit wie von Shimano empfohlen in Öl getaucht, werden die Geräusche meist zurück gehen. Die Nabe schaltet sich danach angeblich wieder leichter und präziser. Ein Anfahren am Berg in hohen Gängen in den Pedalen stehend mit viel Kraft ist unbedingt zu vermeiden, die Mitnehmer / Achsnasen durch das hohe Drehmoment sonst abbrechen können. Die Anzugsdrehmomente der Achmuttern samt der Montage der geriffelten Scheiben im Ausfallende sind zu beachten. Die Achse muss sonst ungewöhnliche Drehmomente aufnehmen, für die Sie nicht konstruiert wurde.
Die meisten Shimano Naben verschleißen im Alltag immer noch durch eindringende Feuchtigkeit und Schmutz. Falls Wasser eingedrungen ist, rostet die Nabe von innen bis sie schrottreif ist, wenn sie nicht demontiert und getrocknet wird. Deshalb benötigt die Nabe regelmäßig ein Öl-Tauchbad: Dabei werden alte Metall-Partikel herausgespült u. Defekte Nexus 8 Nabe mit gebrochenem Lagerkäfig: Diese Nabe ist über 12.000 Kilometer überhaupt nicht gewartet worden. Das Rad wurde oft im Regen geparkt und regelmäßig im Winter gefahren.
Es gibt die Nexus 8 und Nexus 8 Premium. Premium hatte als Erkennungsmerkmal mal einen roten Ring und läuft leichter, da Nadellager statt Gleitlager verwendet werden. Beide Nexus-Naben haben keine Perma-Ölfüllung. Alfine 8 und Alfine 11 sind oft besser verarbeitet. Die 8er Alfine ist wahrscheinlich nur eine schöner designte Nexus 8 Premium in besserer Fertigungsqualität. Die 11er Alfine kostet gleich 200-300,- EUR mehr, hat drei Gänge mehr nach oben und läuft im Ölbad. Alle vier Shimano-Naben laufen im 5.
Für die meisten Freizeit-Radler ist es sicherlich sinnvoll die Übersetzung einer Nabenschaltung leicht in Richtung Bergsteigefähigkeit zu ändern, indem man das hintere Ritzel tauscht (1-2 Zähne mehr), da die theoretische Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 24 km/h oder schneller kaum erreicht wird. Ich schätze sie liegt bei ca.
Eine gute Übersicht deutschsprachiger Montageanleitungen zur Shimano Nexus- und Alfine Schaltung.
Übersicht: Shimano Nexus und Alfine Modelle
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede und Eigenschaften der verschiedenen Shimano Nexus und Alfine Modelle zusammen:
| Modell | Gänge | Besonderheiten | Wartung |
|---|---|---|---|
| Nexus 8 Standard | 8 | Gleitlager, kein Ölbad | Regelmäßiges Fetten |
| Nexus 8 Premium | 8 | Nadellager, kein Ölbad, roter Ring (ältere Modelle) | Regelmäßiges Fetten |
| Alfine 8 | 8 | Bessere Verarbeitung als Nexus, kein Ölbad | Regelmäßiges Fetten |
| Alfine 11 | 11 | Ölbad, teurer | Ölwechsel |
| Nexus Inter-5E | 5 | Speziell für E-Bikes, höhere Drehmomente | Regelmäßiges Fetten |
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