Die Shimano Nexus 8 ist eine weit verbreitete Nabenschaltung, die für ihre Zuverlässigkeit und Wartungsarmut geschätzt wird. Dennoch können Probleme auftreten, insbesondere mit dem Freilauf. Ein schwergängiger Freilauf kann das Fahrgefühl erheblich beeinträchtigen und verschiedene Ursachen haben.
Mögliche Ursachen
- Verharzung oder Korrosion im Inneren der Nabe: Altes oder verschmutztes Fett kann verharzen und die Bewegung der Teile behindern. Die Nabe ist nicht wasserdicht, wodurch Feuchtigkeit eindringen und Korrosion verursachen kann.
- Falsche Einstellung der Lagerkonen: Von Werk aus sind die Lagerkonen oft zu stramm eingestellt, was zu Schwergängigkeit führt.
- Verschmutzung: Schmutz und Ablagerungen zwischen Ritzel und Nabe können die Leichtgängigkeit beeinträchtigen.
- Falsche Montage der Schaltansteuerung: Eine fehlerhafte Montage kann dazu führen, dass das Ritzel am Nabengehäuse schleift.
- Überlastung des Getriebes: Sportliche Fahrweise und hohe Belastungen können die Getriebenabe überlasten.
- Lagerdefekt: Ein defektes Kugellager in der Nabenschaltung kann zu einem erhöhten Widerstand führen.
Detaillierte Betrachtung der Ursachen
Verharzung oder Korrosion
Die Shimano Nexus Nabe ist nicht wasserdicht, wodurch Wasser eindringen und zu Korrosion führen kann. Eine Nexus zu zerstören geht am besten mit einem Hochdruckreiniger. Sie korrodiert danach innen sehr schnell, auch die Lager.
Unabhängig davon, ob die Nabe mit Wasser in Kontakt gekommen ist oder nicht, sollte man alle 2000 km oder einmal pro Jahr eine Wartung durchführen. Man kann den kompletten Getriebekörper der Nexus recht einfach entnehmen und über Nacht in ein spezielles Shimano-Reinigungsöl hängen (anderes Öl tut's wohl auch). 5 Minuten reichen.
Falsche Einstellung der Lagerkonen
Das richtige Einstellen der Lagerkonen ist sehr wichtig. Von Hause aus sind die Naben immer zu stramm eingestellt.
Verschmutzung
Es sollte sichergestellt werden, dass zwischen Ritzel und Nabe kein Schmutz klemmt.
Falsche Montage der Schaltansteuerung
Es gibt Berichte über Naben, bei denen die Schaltansteuerung falsch montiert war, was dazu führte, dass die Ritzel am Nabengehäuse schliffen.
Überlastung des Getriebes
Die Gefahr der Getriebeüberlastung ist einfach da, gerade bezüglich der Shimanonaben halten sich Gerüchte, wonach nicht jede 8-Gangnabe im Auslieferungszustand noch optimal gefettet ist, wenn sie verkauft wird. Ähnliches gilt auch für die SRAM-Naben. Man muss bedenken, dass eine Getriebenabe vielleicht irgendwo 1 1/2 -2 Jahre in einem Lager rumlag/rumstand, bis sie zum Einsatz kommt. Da kann allein duch die Standzeit das Fett schon angefangen haben, zu verharzen.
Lösungsansätze
- Reinigung und Schmierung: Der Getriebekörper der Nexus kann entnommen und in Reinigungsöl gebadet werden. Anschließend sollte die Nabe neu gefettet werden.
- Einstellung der Lagerkonen: Das Lagerspiel sollte mit passendem Werkzeug richtig eingestellt werden.
- Überprüfung der Schaltansteuerung: Die Schaltansteuerung sollte auf korrekte Montage überprüft werden.
- Kettenprüfung: Sicherstellen, dass die Kette nicht zu lang ist. Eine zu lange Kette kann dazu führen, dass der Kettenspanner beim Rückwärts drehen nachgibt und die Kette obenrum nicht mehr richtig spannt.
Weitere Überlegungen
- Garantie: Wenn das Fahrrad neu ist, sollte geprüft werden, ob noch Garantie besteht. In diesem Fall ist es ratsam, den Händler zu kontaktieren, bevor selbst Hand angelegt wird.
- Kettenspanner: Ein kürzerer und strammerer Kettenspanner kann das Problem ablaufender Kette an der Nexus verringern.
- Professionelle Hilfe: Bei Unsicherheit sollte ein Fachmann hinzugezogen werden.
Tabellarische Zusammenfassung der Ursachen und Lösungen
| Ursache | Lösung |
|---|---|
| Verharzung/Korrosion | Reinigung und Schmierung |
| Falsche Lagereinstellung | Lagerspiel korrekt einstellen |
| Verschmutzung | Reinigung der Nabe |
| Falsche Schaltansteuerung | Korrekte Montage sicherstellen |
| Zu lange Kette | Kette kürzen |
Einige Nutzer haben auch von Problemen mit der Schaltpräzision und knackenden Geräuschen berichtet. Diese Probleme können auf eine falsche Justierung der Schaltzüge zurückzuführen sein. Die korrekte Einstellung kann gemäß der Bedienungsanleitung vorgenommen werden.
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