Shimano Nexus 8-Gang Hinterrad Ausbauen: Eine Anleitung

Nabenschaltungen erfreuen sich an Fahrrädern großer Beliebtheit, da sie eine hohe Zuverlässigkeit bieten. In den meisten Fällen funktionieren sie über lange Zeit zuverlässig und nahezu wartungsfrei. Wenn das Hinterrad mit der Nabenschaltung dennoch einmal ausgebaut werden muss, liegt der Grund dafür meist in einem platten oder abgefahrenen Reifen.

Werkzeug für den Aus- und Einbau

Der Aus- und Einbau der aktuell verbreiteten Nabenschaltungen der Hersteller Shimano, Rohloff und SRAM gestaltet sich recht einfach. Du benötigst nur wenig Werkzeug, um diese Arbeit zu bewerkstelligen. Während du bei der Rohloff Nabe komplett auf Werkzeug verzichten kannst, benötigst du für die Nabenschaltungen von Shimano und SRAM:

  • Einen passenden Maulschlüssel, um die Schraubachse zu lösen
  • Gegebenenfalls weitere Maulschlüssel zum Lösen des Schaltzugs
  • Einen Schlitzschraubenzieher, sofern die Nabe über eine zusätzliche Abstützung am Rahmen verfügt (dies ist bei Naben mit Rücktrittbremsen oft der Fall)

Ausbau des Hinterrades bei einer Nabenschaltung: So wird es gemacht

Im Folgenden findest du eine skizzenhafte Anleitung, wie du dein Hinterrad mit Nabenschaltung aus- und wieder einbaust. Die Reihenfolge der Schritte ist hierbei für die Nabenschaltungen aller Hersteller dieselbe.

1. Bremsen lösen

Wenn dein Hinterrad durch eine Felgenbremse gebremst wird, musst du diese öffnen, um das Rad später entnehmen zu können.

2. Abstützung der Rücktrittbremse lösen (falls vorhanden)

Naben mit Rücktrittbremse verfügen auf der Nicht-Antriebsseite, d. h. auf der in Fahrtrichtung linken Seite, über eine Abstützung für die integrierte Bremse. Diese Stütze wird über eine Schraube mit einer Schelle an der Kettenstrebe verbunden. Löse diese Schraube mithilfe eines passenden Schraubenziehers (meist Schlitz). Eventuell musst du einen Maulschlüssel zum Gegenhalten an der Mutter auf der Rückseite nutzen.

Bei Naben mit Scheibenbremsen findest du die Bremsscheibe auf der in Fahrtrichtung linken Seite der Nabe. Hier musst du nichts lösen, sondern nur darauf achten, die Scheibe beim Arbeiten nicht zu beschmutzen.

3. Lösen der Schaltzüge

Der nächste Schritt ist das Lösen der Schaltzüge. Bei den Nabenschaltungen von Shimano und SRAM schaltest du hierzu in den ersten Gang. In diesem ist der Schaltzug am wenigsten stark gespannt und lässt sich daher am einfachsten lösen. Wenn du dem Verlauf des Schaltzugs folgst, wirst du sehen, dass die Außenhülle an einer Halterung, die parallel zur Kettenstrebe verläuft, endet. Der Innenzug wird durch diese Halterung hindurch geführt und wird dann in einem Hebel eingehängt. Wenn du diesen Hebel ein wenig nach vorne drückst, solltest du den Innenzug aus diesem Hebel aushängen können. Nun lässt sich auch die Außenhülle aus ihrer Halterung ziehen.

Rohloff: Auch hier musst du die Schaltzüge von der Nabe lösen. Die Verbindung findet hier mittels einer Schaltbox statt, die du per Hand lösen kannst, indem du die silberne Schraube, die sich auf dieser Box befindet, löst. Welcher Gang dabei eingelegt ist, spielt für den Ausbau keine Rolle, für den späteren Einbau macht es jedoch Sinn, den größten oder den kleinsten Gang zu wählen.

4. Achse lösen

Um das Hinterrad aus dem Rahmen nehmen zu können, musst du nun die Achse lösen. Die Naben von Shimano und SRAM sind mit jeweils einer Mutter auf jeder Seite im Rahmen befestigt. Entferne diese Muttern samt Unterlegscheiben. Merke dir die Reihenfolge und die Position der Unterlegscheiben.

Rohloff: Die Naben von Rohloff werden mit einem Schnellspanner im Rahmen befestigt. Diesen musst du einfach nur öffnen, um das Hinterrad ausbauen zu können.

5. Rad herausnehmen

Nun kannst du das Hinterrad aus den Rahmen nehmen. Hebe dann die Kette vom Ritzel.

Einbau eines Hinterrades mit Nabenschaltung

Beim Einbau des Hinterrades gehst du im Prinzip in umgekehrter Reihenfolge vor wie beim Ausbau. Allerdings musst du hierbei auf ein paar Dinge achten, damit das Rad hinterher richtig im Rahmen sitzt.

1. Rad einsetzen

Lege die Kette um das Ritzel und setze die Nabe in die Ausfallenden. Achte dabei auf die richtige Position des Rades. Die Führung für den Schaltzug muss an der richtigen Stelle sitzen und auch die Bremsabstützung muss, sofern eine solche vorhanden ist, an der richtigen Position sitzen.

2. Auf geraden Sitz achten

Wenn sich die Nabe in den Ausfallenden deines Rades verschieben lässt, schiebe das Hinterrad so weit nach hinten, dass die Kette gut gespannt ist. Achte bei der Befestigung darauf, dass das Hinterrad gerade ist.

3. Züge befestigen

Damit dein Rad wieder einsatzbereit ist, musst du nun noch die Züge bzw. den Zug befestigen. Bei SRAM und Shimano Nabenschaltungen befestigst du den Innenzug hierzu in der dafür vorgesehenen Vertiefung. Dann ziehst du die Außenhülle so weit nach hinten, dass du ihn wieder in die Halterung einhängen kannst.

Rohloff: Hier ist das Vorgehen noch einfacher. Kontrolliere, ob der Schaltgriff noch in der Position ist, in der er war, als du die Box abgeschraubt hast. Dann musst du die Schaltbox wieder aufstecken und festschrauben. Für den Fall, dass sich die Box nicht direkt aufstecken lässt, drücke sie leicht gegen die Halterung während du den Schaltgriff ein wenig hin und her drehst. Die Box sollte sich nun wieder aufschieben lassen.

4. Bremsen befestigen

Wenn dein Hinterrad über eine extra Abstützung an der Kettenstrebe verfügt, denke daran, diese wieder zu montieren. Wenn dein Rad über Felgenbremsen verfügt, hänge diese wieder ein.

5. Funktionen testen

Bevor du dich wieder auf dein Rad setzt, überprüfe noch die folgenden drei Funktionen:

  • Dreht sich das Rad ohne zu schleifen?
  • Lassen sich alle Gänge durchschalten?
  • Funktionieren die Bremsen?

Montage des Hinterrades bei einer Nabenschaltung

Bei der Montage des Hinterrades bei einer Nabenschaltung ist auf folgendes zu achten:

  • Auf den korrekten Sitz der Fixierscheiben.
  • Achs-Schrauben mit dem richtigen Drehmoment 35-40 Nm anziehen.
  • Ziehen Sie auch die Befestigungsschraube für die Rücktrittbremse an (wenn vorhanden).
  • Fehlerhafte Montage kann zum Versagen der Bremse führen.

Wichtig: Nach Abschluss aller Arbeiten sollten Sie unbedingt eine Bremsprobe machen.

Shimano Nabenschaltung korrekt einstellen

Die bekanntesten Nabenschaltungen von Shimano sind momentan die der Serie „Inter“ und „Nexus“. Wenn Sie Probleme beim Schalten haben oder ein beschädigter Schaltzug ausgetauscht werden muss, müssen Sie die Shimano Nabenschaltung wieder korrekt einstellen. Diese neue Justierung ist vor allem notwendig, wenn Sie Ihr Hinterrad ausbauen mussten.

Da die Arbeiten einerseits simpel, aber doch viel Zeit dafür draufgeht, sollten Sie ein Ausbau des Hinterrades - soweit es geht - vermeiden, selbst wenn Sie eine Reifenpanne zu beheben haben.

Schritte zur Justierung der Shimano Nabenschaltung

  1. Bringen Sie dafür den Schalthebel auf die erste Stufe.
  2. Unterhalb des Schalthebels wird die Hülle des Schalthebels mit drei kleinen Schrauben zusammen gehalten. Damit Sie das alte Schaltseil demontieren können, müssen Sie diese Hülle abnehmen, indem Sie diese drei kleinen Schrauben lösen.
  3. Schneiden Sie nun am anderen Ende des Schaltzugs, also an der Achse des Hinterrads, das Schaltseil durch.
  4. Fädeln Sie nun das neue Schaltseil am Schalthebel neu ein und ziehen Sie es vorbei an den drei Führungsrollen, die Sie im Schalthebel sehen, durch die Einstellschraube hinein in die neue Außenhülle.
  5. Achten Sie jedoch darauf, dass die neue Außenhülle genauso lang ist wie die alte. Am besten legen Sie die alte Außenhülle neben die neu, bevor Sie diese montieren, und gleichen die Länge der neuen Außenhülle genau an die Länge der alten an.
  6. Der nächste Schritt ist, dass Sie den Befestigungsbolzen, der an der Nabenschaltung eingehängt wird, auf der richtigen Länge auf das Schaltseil montieren. Ausgehend vom Ende der Außenhülle, also genau dort, wo am Hinterrad das Schaltseil die Außenhülle verlässt, messen wir genau 10,1 cm (im Falle einer Inter-3 Nabenschaltung) bzw. 12,7 cm (in Falle einer Inter-7 bzw. Nexus Inter-8 Nabenschaltung) ab und fixieren genau an diesem Punkt den Bolzen.
  7. Bei einigen Modellen von Shimano Nabenschaltungen variiert dieser Schritt dadurch, dass das Schaltseil einerseits auch um eine Umlenkrolle gelegt wird, andererseits wird das Schaltseil nicht über einen Befestigungsbolzen an der Nabe eingehängt, sondern das Schaltseil wird mit einer Klemmschraube an der Nabe befestigt.
  8. Schalten Sie zuerst in den vierten Gang, um die Nabenschaltung justieren zu können. Abhängig vom Modell Ihrer Shimano Nabenschaltung finden Sie entweder oberhalb der Nabe zwei rote Markierungsstriche oder unterhalb der Kettenstrebe (am besten stellen Sie dazu Ihr Fahrrad auf dem Kopf) ebenfalls zwei rote bzw. gelbe Markierungsstriche.
  9. Legen Sie nun mittels Schalthebel die erste Stufe ein und danach erneut die vierte Stufe und kontrollieren Sie, ob die beiden Striche noch exakt neben einander stehen.

Nach korrekter Einstellung der Nabenschaltung dürfen Sie nun eine Testfahrt durchführen.

Wichtige Hinweise zur Kompatibilität von Nexus-Naben

Nicht alle Shimano Nexus-8-Naben sind untereinander kompatibel. Der Austausch des Nabenkörpers in älteren Modellen gegen modernere war nicht möglich, da die alten Versionen der Nexus Inter-8 mit Sperrklinken ausgerüstet sind.

Verschlissene oder defekte Nexus-Nabenkörper können zwar einfach getauscht werden, aber nur wenn sie kompatibel sind. Dadurch muss kein neues Hinterrad angeschafft werden, sondern lediglich ein passendes Ersatzteil des Nexus Nabenkörpers der Inter-8.

Unterschiede zwischen alten und neuen Nexus-Naben

Die alten Nexus-Versionen erkennt man an einer Nabentrommel mit schräg gefrästen Nuten im hinteren Bereich. Hier können die Sperrklinken eingreifen. Am Nabenkörper selbst stehen die Sperrklinken „in Form einer Metallkrone“ leicht ab.

Die ältere SG-8R25 mit Sperrklinken kann also nicht in eine neuere Nabentrommel eingebaut werden. Die neuere SG-8R31 oder SG-8R36 hat einen glatten Rollen-Freilauf, welches sich in der Nabe als passendes Pendant wiederfindet.

Wartung der Shimano Nexus 8-Gang Nabe

Eine gut laufende Shimano Nexus 8-Gang Nabe demontiert man selbstverständlich nicht einfach aus Spaß. Bei Schönwetter-Radlern lohnt eine Neuschmierung gleich im ersten Jahr überhaupt nicht. Solche Naben lässt man lieber zusammen.

Bei Radlern, die oft im Regen fahren, ist eine regelmäßige Wartung schon viel interessanter: Eingedrungenes Wasser und Metallabrieb kann nicht wieder heraus. Dadurch entsteht eine Art „innere Schleifpaste“, die aufgrund ihrer winzigen Partikel gerne rostet. Im Winter können aggressive Taumittel eindringen und irreparable Schäden anrichten.

Das empfohlene Ölbad alle 2.000 Kilometer mit frischem Fett verlängert die Lebensdauer der Nabe wirklich. So ist die Wartung bzw. ein leicht rostiges Lager macht sich durch einen rauen Lauf beim Schieben und Rollen des Rads bemerkbar.

Schritte zum Ausbau des Hinterrades mit Nexus 8-Gang Nabe am i:sy Fahrrad

  1. Schaltung in den 1. Gang schalten.
  2. Evtl. Termin nach 6 Monaten.. bleibt nur og.
  3. am Hinterrad.
  4. ab Punkt 3.

Einfacher Ausbau des Hinterrades mit Nexus 8-Gang Nabe

Der Ausbau eines Hinterrades mit „Nexus 8“-Nabe geht fast genauso schnell und ebenso einfach, wie das einer Kettenschaltung.

  1. Ersten Gang rein (dann ist der Zug maximal entlastet)
  2. Bremszüge aushängen
  3. Luft vom Reifen lassen (mein Schutzblech ist sonst zu dicht am Rad)
  4. Dann mit einem kleinen Stift (Inbus oder so) den Schaltzug herunterziehen und aushängen.

Der Einbau geht genauso nur eben anders herum. Wirklich keine Hexerei!

Montage einer Schalteinheit für eine 8-Gang Shimano Nexus Nabenschaltung

Nachfolgend beschreiben wir Ihnen Schritt für Schritt und anhand von Bildern und einem Video, wie Sie eine Schalteinheit für eine 8-Gang Shimano Nexus Nabenschaltung montieren. Mit ein wenig handwerklichem Geschick und dem richtigen Werkzeug ist dieses auch für den Laien recht einfach zu bewerkstelligen.

  1. Zuerst setzen Sie die Metallkappe, dann den Zahnkranz auf. Auf der 8-Gang Nabe ist die Kappe oft bereits montiert.
  2. Setzen Sie ihn am besten so herum auf, dass später eine möglichst gerade Kettenlinie mit dem Kurbeltrieb zustande kommt. In den meisten Fällen wird die Wölbung nach innen zeigen, wie nachfolgend abgebildet.
  3. Anschließend legen Sie den Sicherungshebel auf.
  4. Verriegeln Sie den Hebel gemäß der Aufschrift (Lock) mit ca.
  5. Fertig.

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