Die Shimano Nexus SG-C6001-R8 8 Gang Nabenschaltung ist eine staubdichte und wasserfeste Aluminiumnabe, die speziell für Trekkingbikes, Lastenräder oder E-Bikes bis 25 km/h entwickelt wurde.
Der japanische Markenhersteller Shimano hat die Nexus SG-C6001-R8 8 Gang Nabenschaltung konzipiert. Durch den geräuschlosen Freilauf, die Schaltservo und den Unit Power Modulator werden Sie beim Treten optimal unterstützt.
Auch bei einer hohen Kettenspannung, wie sie bei E-Bike-Motoren üblich ist, lassen sich die Schaltvorgänge weich ausführen. Die Effizienz und die Schaltleistung sind um 300 % verbessert.
Mit etwa 1.710 g Gewicht ist die 8-Gang Nabe recht leichtgewichtig.
Die Shimano Nexus SG-C6001-R8 8 Gang Nabenschaltung wird mit 132 mm Einbaubreite, 32- oder 36-Loch in silber und schwarz verkauft und ist auf Felgen- und Rollenbremsen ausgelegt.
Die Achslänge liegt bei 184 mm und die Schaltkonstruktion ist Low-Normal. Die Gesamtübersetzung der Nabe beträgt insgesamt 307%.
Technische Details der Shimano Nexus 8 Gang Nabenschaltung
- Modell: Shimano Nexus SG-C6001-R8
- Gänge: 8
- Einbaubreite: 132 mm
- Lochzahl: 32 oder 36
- Farben: Silber und Schwarz
- Bremsentyp: Felgen- und Rollenbremsen
- Achslänge: 184 mm
- Schaltkonstruktion: Low-Normal
- Gesamtübersetzung: 307%
- Gewicht: ca. 1.710 g
Einsatzbereich und Kompatibilität
Damit du mit deinem Bike im richtigen Gang ans Ziel kommst, verbauen wir mit unserem Custom Made Prinzip viele verschiedene Schaltungsoptionen.
Ausgestattet mit einem Shimano Nexus 8-Gang-Getriebe, ermöglicht das Modell eine reibungslose und präzise Schaltung, die besonders für den Stadtverkehr und leichte Touren geeignet ist.
Die interne Schmierung sorgt dafür, dass die Schaltung zuverlässig funktioniert und dich sicher ans Ziel bringt.
Der Pflegeaufwand ist auf ein Minimum reduziert, sodass du dich noch mehr auf die Touren mit deinem Bike konzentrieren kannst.
Die Shimano Nexus 8 Gang Di2 bietet eine gute Bandbreite für alle Fahrten des Alltags. Dazu schaltet sie als elektronische Nabe präzise und leicht, ganz ohne mechanischen Widerstand.
Leichtes, elektronisches Schalten in Verbindung mit einer Rücktrittbremse: all das bringt die Shimano Nexus 8 Gang Di2 mit sich.
Alternativen zur Shimano Nexus 8 Gang Nabenschaltung
Mit ihrer höheren Bandbreite bietet die Alfine zusätzliche Gänge, die sich am Berg bezahlt machen. Für den sportlicheren Einsatz ist sie daher sehr zu empfehlen.
Kennern ist die deutsch Firma Rohloff lange Zeit schon ein Begriff. Mit der 14-Gang Nabenschaltung erhält man eine Bandbreite, die mit einer 27-Gang Kettenschaltung vergleichbar ist.
So ist die Nabe besonders für Radreisen und ambitionierten Toureneinsatz geeignet. Eine speziell für Pedelecs entwickelte Nabenschaltung, die auch die kräftigeren Motoren unterstützt.
Mit der Alfine kommt eine Nabenschaltung hinzu, die durch ihre Lagerung in Öl statt Fett sehr leicht läuft. Sie kann sportlich, im Alltagseinsatz oder auch im urbanen Bereich eingesetzt werden.
Mit ihren acht Gängen ist die Nexus ein guter Begleiter auf Trekkingtouren oder im Alltag.
Vergleich: Nabenschaltungen
| Modell | Anzahl Gänge | Besonderheiten | Einsatzbereich |
|---|---|---|---|
| Shimano Nexus | 8 | Robust, wartungsarm | Trekking, Alltag |
| Shimano Nexus Di2 | 5/8 | Elektronisch, präzise | Trekking, Alltag |
| Shimano Alfine | 8/11 | Leichtläufig, Ölbad | Sportlich, Alltag |
| Rohloff Speedhub | 14 | Hohe Bandbreite, Tandem-Zulassung | Radreisen, Touren |
Ketten- vs. Nabenschaltung
Eine Kettenschaltung zeichnet sich durch viele unterschiedlich große Ritzel, ein Schaltwerk hinten und bei den klassischen Fahrrädern durch einen Umwerfer vorn aus.
Besonders geeignet sind Kettenschaltungen für das Fahren in bergigen Gegenden, bei denen mehr Gangwahlmöglichkeiten wie ein besonders kleiner Gang zum Anfahren am Berg oder ein großer für höhere Endgeschwindigkeit nötig sind.
Ebenso werden sie bei sportlicheren Rädern verwendet, da sie Gewicht einsparen und ein direkteres Feedback geben.
Die Vorteile der Ketten- oder Nabenschaltungen werden durch die elektronische Umsetzung konsequent weitergedacht. Gangwechsel können so besonders präzise realisiert werden.
Dabei arbeiten Motorsoftware und Schaltung Hand in Hand, da die elektronischen Schaltungen am E-Bike an das Antriebssystem angeschlossen sind und so alle relevanten Daten direkt empfangen.
Auch Rohloff bietet eine elektronische Schaltung an, die über einen Taster die Gänge schnell und zuverlässig elektronisch schaltet.
Elektronische Varianten der Shimano Nexus
Als elektronische Version der Nexus 5 Gang bringt die Di2 Variante viele Vorteile mit - Langlebigkeit, ein robustes Design und die Fähigkeit, auch starke Mittelmotoren bis zu 85 Nm im Griff zu haben.
Die Shimano Nexus 5 Gang Di2 überzeugt mit Langlebigkeit und ist wenig pflegeintensiv - außerdem bringt sie eine Rücktrittbremse mit. Starke Mittelmotoren bis zu 85 Nm sind kein Problem.
Die Alfine 8 Di2 ist eine elektronische Nabenschaltung, die besonders leise, präzise und zuverlässig schaltet. Anders als viele andere Systeme nutzt sie Öl statt Fett - für einen besonders leichten und wartungsarmen Lauf.
Die Schaltung eignet sich ideal für sportliche Touren, den täglichen Einsatz und urbane Fahrten.
Die Shimano Alfine - Eine sportlichere Alternative
Mit der sportlich ausgelegten Alfine, auch S500 genannt, hat Shimano einen neuen Komponentensatz in Premiumversion für eine neue Kategorie sportlicher Fahrräder mit Nabenschaltungen entwickelt.
Die S500 verfügt unter anderem über eine optisch wie technisch aufgewertete 8-Gang-Nabe, hydraulische Scheibenbremsen, eine Kurbelgarnitur, spezielle Bremsgriffe und RapidFire Plus-Schalthebel.
Alle Teile der Gruppe wirken optisch sehr ansprechend und dürften Shimano-typisch wohl dauerhaft verlässlich arbeiten.
In der Nabe selbst funktioniert die Kraftübertragung durch Rollen aus beiden Getriebeteilen auf die Nabe (bei der 8-Gang ist es nur eine Rollenübertragung).
Auch ist die Alfine im Gegensatz zur üblichen 8-fach-Nabe gewichtsoptimiert (Prototyp ca. 1590 g).
Verwendet werden übrigens Nadellager wie bei der 8-Gang-Premiumversion gegen Verschleiß und besonders hohe Effizienz - gar „die höchste aller von Shimano produzierten Nabengetriebe“, strahlt Peiffer.
Zudem besitzt die Alfine ein edel poliertes, geschmiedetes Nabengehäuse - und als auffälligstes Merkmal einen filigranen Kettenspanner, der Radherstellern das Verbauen einer Alfine in Serienrahmen mit senkrechtem Ausfallende erlaubt.
Damit ist der Weg frei für Hersteller, in jeden Rahmen (egal ob fürs Trekkingrad, Fitnessbike, Crossrad, Mountainbike oder Reiserad) anstelle einer Kettenschaltung ein Nabengetriebe zu verbauen.
Ganz nebenbei erleichtert der Kettenspanner auch den Radausbau beziehungsweise -einbau bei Transport oder einer Reifenpanne erheblich.
Im blauen Shimano-Testrad entdeckten wir eine an die Nabe angeflanschte Scheibenbremse (auch im Vorderrad). Noch handelt es sich um eine XT-Version aus dem Mountainbike-Regal, später wird es eine Alfine-Discbrake geben.
Montiert am Testrad ist vorerst ist eine 2-fach-Rennradkurbel (50/34 Zähne, entliehen aus der „Tiagra“-Gruppe). Sie wird später durch eine technisch gleiche, aber wunderschön fließend geformte Alfine-Kurbel ersetzt, die uns schon präsentiert wurde.
Übrigens besitzt die Alfine-Kurbelgarnitur (Einfach- oder Doppelblatt-Version) ein integriertes Achsrohr für erhöhte Steifigkeit, Gewichtsersparnis und einfache Montage.
In der Ein Kettenblatt-Version ist sie mit einem integrierten Kettenschützer ausgestattet, damit die Bekleidung nicht verschmutzt.
Ihr Übersetzungsumfang entspricht den erprobten Nexus 8-Gang-Nabenschaltungen.
Zwei Ritzelalternativen fürs Hinterrad bietet Shimano an: mit 18 Zähnen oder 20 Zähnen für Räder, die in alpine Regionen gekauft werden.
Interessant: Die Umkehr des Zahnprofils sowie ein Plastikring sollen beim Kettenspringen (starke Stöße) und beim Rücklaufen der Kette (Rücktreten) einem Abspringen vorbeugen.
Hersteller haben die Möglichkeit, anstelle eines üblichen Umwerfers vorn den Shimano C-600 Power Changer zu verbauen - mit dem der Wechsel auf das benachbarte Kettenblatt mühelos vonstatten geht.
In einer unscheinbar unter dem Tretlager montierten Box befinden sich an die Kurbel gekoppelte Mitnehmerklinken, die nach der Gang-Auslösung am Lenker bei einer Viertelkreis-Kurbeldrehung - also mit Fußkraft! - durch eine Straffung des Schaltzugs die Kette verblüffend exakt auf das gewünschte Blatt schieben!
Müheloses Schalten hinten wie vorn.
Vorne gibt es für die normale Alfine 8-fach-Version wahlweise ein 39-er (für Berge) oder 45-er Kettenblatt (Flachland). Als dritte Option einen Doppel-Kurbelsatz aus der C600-Gruppe mit 34/46er Kettenblatt in „Komfortauslegung“ mit dem erwähnten PowerChanger-Umwerfer.
Qualitätsunterschiede und Varianten der Shimano Nexus
Es gibt noch die Nexus Standardvariante ohne den ehemals roten Streifen, Alfine 8-Gang, Alfine 11 Gang, Nexus mit Rücktritt oder für Roller- oder V-Brakes und eine diffuse Serienstreuung mit verschiedensten Qualitätsaussagen im Netz.
Bringen wir mal Licht in den Dschungel der Shimano Nabenschaltungen, die sich schon spürbar voneinander unterscheiden, vor allem in der Qualität für Viel- und Schnellfahrer-Innen. Offen dokumentiert wurden die Unterschiede der Shimano Naben leider so gut wie nie.
Es gab Explosionszeichnungen bei Paul Lange (dem deutschen Importeur), aber wer steigt da schon durch?
Egal welche an Shimano Nabenschaltung eingebaut ist, der Radhändler wird sie Ihnen als problemlos, pflegeleicht und völlig komfortabel unterjubeln. Millionenfach verkauft, Sie können eigentlich damit gar keinen keinen Fehler machen.
Das wird er oder sie sagen. Sie wollen einen Rücktritt wie 1980? Mit der Shimano Nexus kein Problem, das Modell gibt es sogar mit Rücktritt. Leider ist genau diese Version recht anfällig, man hört oft Klagen in den Fahrradforen: „Die Nabe mit Rücktritt hielt keine 500 Kilometer“, „China-Schrott durch billige Produktion“, usw. … glaube ich persönlich alles.
Die Qualität der Naben hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Viele ehrliche Radhändler bestätigen, dass die Naben ganz unterschiedlich leicht laufen und bestreiten nicht, dass es bei Shimano zeitweise „Problemnaben“ gab bzw. immer noch gibt.
Das Ganze ist für Omas Stadtrad auch gar nicht so relevant, denn die 8-Gang Nexus wird bei der typischen Zielgruppe „Anspruchslos 50+“ über 200 km im Jahr sehr wahrscheinlich halten. Probleme gibt es vor allem, wenn ein Rad wirklich sportlich gefahren wird.
Erfahrungsberichte zur Shimano Nexus
2005 kaufte ich ein Stevens City-Flyer mit einer Shimano Nexus 8-Gang Premium Nabenschaltung und bin bis heute begeistert.
Die Nabe hat bei mir ca. 18.000 km gehalten, danach habe ich das innere Getriebe einfach komplett ausgetauscht, weil es teigiger wurde.
Der 4. Gang ging immer etwas schwerer als alle anderen und knackt häufig, aber ansonsten eine sehr zuverlässige und unkomplizierte Schaltung, mit der ich jetzt noch gerne fahre. Das ist die Shimano Nexus Premium-Freilauf-Version ohne Rücktritt, äußerlich erkennbar am roten Streifen.
Vor 15 Jahren sehr gut. 2011 kaufte ich ein Dahon Bullhead Faltrad (zum ersten und letzten Mal ein Rad aus dem Internet) mit einer Shimano Nexus 8-Gang Standard Nabenschaltung und war von der Schaltung enttäuscht.
Im Gegensatz zur Premium-Version fehlen der optisch identischen Nabe (äußerlich ohne roten Streifen) die leichtgängigen Nadellager. Diese wurden durch billige Gleitlager ersetzt und erzeugen ca. 2-3% mehr innere Reibung.
Dies ist z.B. spürbar an den Pedalen, die sich im Freilauf beim Rollen ständig mitdrehen wollen. Mehr noch, mein vierter Gang machte Geräusche und rubbelte spürbar.
Ich schickte das Hinterrad ein, es wurde auf Kulanz repariert. Zurück kam ein neu abgeschmiertes Hinterrad, dass vor allem bei Kälte durch eine Fettfüllung noch schwerer rollte als vorher. Das bemerkte ich aber zu spät, denn die Geräusche waren erstmal weg.
Im Frühjahr 2014 brachte ich das Rad dann zu einem Fahrradhändler mit der Bitte, alles Fett zu entfernen, nachzusehen und die Nabe zu ölen. Das Ergebnis war so lala… zwar besser als vorher, aber dafür waren die Geräusche im vierten Gang wieder da.
Das ganze Roll- und Freilaufgefühl war ganz weit entfernt, von der Qualität der Premium-Nabe aus meinem Stevens Cityflyer.
Eine weitere Anfrage 2015, was ein ganz neues 20″ Hinterrad mit einer neuen Shimano Nexus Premium Nabe kosten würde: Unglaubliche 380-420,- EUR! Mehr als die Hälfte des ganzen Faltrads.
Ich fragte deshalb danach, weil die 28-Loch Shimano Nabe meines Dahon Fahrrads mittlerweile nicht mehr lieferbar ist und ich im Internet keine passende Nexus-Nabe mit 28 Löchern mehr finde.
Auch nicht, wenn ich das Hinterrad selbst neu einspeiche. So muss ich mir wohl oder übel eine neue 36-Loch-Felge und neue Speichen kaufen, um mir selbst ein 20″ Nexus- Premium 8-Gang Hinterrad einzuspeichen.
Shimano Nexus vs. Alfine: Ein Vergleich
Sehen wir uns neben der Shimano Nexus die Alfine-Nabe näher an. Sie sieht hochwertiger aus, ist aber gegenüber der Nexus vielleicht nur einfach schwarz lackiert. Hier gibt es keine Premiumversion mehr, dafür aber eine 11-Gang Alfine Nabe, die sehr viel teurer als die 8-Gang Alfine ist. Laut Fachhändler sollen beide Alfine-Versionen besser laufen, als die günstigeren Nexus-Varianten, die Shimano mittlerweile ebenfalls auf Wunsch in Schwarz (-matt) lackiert. Den roten Streifen der älteren Nexus-Premiumversion gibt es seit 2014 nicht mehr.
Die Shimano Naben können jetzt nur noch über die aufgedruckte Serien-Nr. erkannt werden.
Es ist von Shimano nie genau gesagt worden, wie sich die Alfine- und Nexus Premium- Nabe voneinander unterscheiden.
Zwei klare Unterschiede werden gern unter den Tisch gekehrt: Die Alfinenabe konnte auch vor ein paar Jahren schon mit einer Scheibenbremsaufnahme geliefert werden, das gab es bei der Nexus früher nicht - jetzt aber schon (Stand Februar 2025). Um die höheren Kräfte einer Scheibenbremse an der Nabe aufnehmen zu können, ist die Alfine-Achse anfangs etwas stabiler konstruiert worden.
Außerdem der „schicke Rapid-Fire-Hebel“ besteht bei der Alfine aus einem Daumenschalter, mit dem man pro Hub immer nur 2 Gänge herauf- oder herab schalten kann. Was sich nach einem kleinen Detail anhört, ist bei der günstigeren Nexus besser gelöst: Man bremst an einer roten Ampel aus hoher Geschwindigkeit ab und kann mit einem Drehschalter mit einer mühelosen Bewegung vom 8. in den 1. Gang schalten. Das ist ein echter Vorteil.
Vor- und Nachteile der Alfine 11-Gang
3 Gänge mehr spreizen den Wirkungsgrad einer Nabe natürlich immens, aber es gibt leider eine kleine Tücke: Die 3 Gänge liegen alle über dem 5. Gang.
Der fünfte Gang ist aber bei Shimano der Beste, weil er als einziger ohne Getriebe-Übersetzung auskommt und die Kraft vom Kettenblatt fast 1:1 auf das Hinterrad überträgt.
Im Normalfall sind Nabenschaltungen also so konstruiert, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit möglichst in einem 1:1 Gang ohne Getriebe gefahren werden kann. Die 11-Gang Alfine-Version verschenkt dadurch meiner Ansicht nach ihr eigentliches Potenzial, denn Ihre zusätzlichen 3 Gänge liegen alle über dem reibungsarmen 5. Gang der Nexus-Naben. Heißt auf Deutsch: Der ehemals leichte, fünfte Gang fehlt bei der Alfine 11. Ich fahre mit der 11-Gang-Alfine also im 6. oder 7. Gang von 11 Gängen und muss ständig das Planetengetriebe mit all den Reibungsverlusten bewegen. Die alte Nexus im 5. Gang (also 1:1 ohne Zahnrädchen übersetzt) läuft da sicherlich einen Tick leichter.
Das wäre aber gegenüber der 11-Gang-Alfine ein übereiltes Urteil, denn diese läuft zusätzlich in einem permanenten Ölbad statt in zähmen Fett. Der große Vorteil der Alfine 11-Gang-Nabe, liegt für mich nicht in den 3 Gängen mehr, sondern in ihrer leichtgängigen Perma-Ölfüllung, die dadurch ein leichteres Treten ermöglicht, als alle Nexus-Versionen samt der Alfine 8.
Ölfüllung bei Nabenschaltungen
Es gibt genau aus diesem Grund sogar Fahrrad-Freaks, die eine Shimano 8-Gang-Nexus-Schaltung auf Ölfüllung umgebaut haben: Nabe auseinander nehmen, Loch in die Trommel bohren, Ölnippel reindrehen, alles peinlich säubern, wieder zusammenbauen und eine leichtgängige Öl-Füllung á la Rohloff genießen. Deshalb empfiehlt Shimano regelmäßig einen Ölwechsel bzw. bei den geschlossenen Naben-Versionen ein regelmäßiges Tauchen der Innereien in einem Ölbad.
Details zur Wartung der Shimano Nexus gibt es hier.
Die Ölfüllung der Alfine 11-Gang ist theoretisch sehr reizvoll. Praktisch (er)fuhr ich bei einer Probefahrt auf einem teurem Cannondale BadBoy mit Shimano 11-Gang Alfine allerdings, dass sich auch hier die Pedalen im Freilauf gerne mitdrehen wollen, weil die innere Reibung der Nabe wohl doch relativ hoch ist. Bei einer Kettenschaltung passiert das jedenfalls nicht.
Wirkungsgrad und Reibungsverluste
Ein durchschnittlicher Radfahrer erzeugt auf einer Tour ca. 120 - 140 Watt. Eine Getriebenabe verschwendet durch die innere Reibung abhängig vom jeweilig eingelegten Gang zwischen 5 - 9 Watt.
Die edle Rohloff Speedhub bremst im Gegensatz zu Nexus, Alfine und Co nur halb so stark. Außerdem hat sie eine Zulassung für Tandems, auch das fehlt den Shimano Naben.
Die Rohloff Getriebenaben sind für mich persönlich der beste Kompromiss zwischen Wartungsfreiheit & Leichtläufigkeit an einem schnellen Rad für weite Touren.
Shimano Inter 5E: Speziell für E-Bikes
Die 2018 vorgestellte Inter 5E-Nabe von Shimano wurde speziell für E-Bikes bzw. Pedelecs entworfen. Da acht oder gar 11 Gänge bei zusätzlicher Motorunterstützung von vielen E-BikerInnen mit etwas Routine gern einfach überschaltet werden (z.B. 1, 3, 5 = 25 km/h), wurde diese Nabe zugunsten einer größeren Haltbarkeit mittels stabilerem Planetengetriebe mit nur fünf statt acht Gängen auf satte 60 Newtonmeter statt auf 50 Nm ausgelegt. Die unteren Gänge wurden reduziert und weisen bei einer Übersetzungsbandbreite von 263% höhere Gangsprünge auf. Zahnräder, Lagerungen und Schaltservoteile sind weniger kleinteilig und konnten naturgemäß stabiler ausgelegt werden.
Damit verträgt die Schaltung dauerhaft auch stärkere Motoren wie z.B. den hauseigenen Shimano Steps E6100 Antrieb. Dieser soll besonders gut mit der Inter 5E Nabe harmonieren, da beide Komponenten zusammen mit dem Bordcomputer eine intelligente Einheit bilden, die die Schaltvorgänge bei kräftiger Motorunterstützung aktiv mitgestaltet.
Zielgruppe sind interessanterweise City- und Trekkingbikes, also bezahlbare Massenprodukte (Straßenpreis ab ca.
Sogar eine elektronische DI2-Version ist erhältlich, die Schaltvorgänge sogar vollautomatisch durchführt.
Diese breite Auslegungs-Strategie kann selbstverständlich auch an sportlicheren Rädern sehr gut funktionieren, wie uns die Nexus 8 Premium und Alfine 11 jahrelang bewiesen haben. Wartungsarmut und lange Haltbarkeit lassen den 4-8 Prozent geringeren Wirkungsgrad im Vergleich zur Kettenschaltung gerade bei ambitionierten Pendlern, Commuterbikes und VielfahreInnen mit kräftigen Beinen gut verschmerzen, weil der Antrieb unauffällig jahrelang seinen Dienst tut.
Wartung und Pflege der Shimano Nexus
Wird die Getriebeeinheit wie von Shimano empfohlen in Öl getaucht, werden die Geräusche meist zurück gehen. Die Nabe schaltet sich danach angeblich wieder leichter und präziser.
Ein Anfahren am Berg in hohen Gängen in den Pedalen stehend mit viel Kraft ist unbedingt zu vermeiden, die Mitnehmer / Achsnasen durch das hohe Drehmoment sonst abbrechen können. Die Anzugsdrehmomente der Achmuttern samt der Montage der geriffelten Scheiben im Ausfallende sind zu beachten. Die Achse muss sonst ungewöhnliche Drehmomente aufnehmen, für die Sie nicht konstruiert wurde.
Die meisten Shimano Naben verschleißen im Alltag immer noch durch eindringende Feuchtigkeit und Schmutz. Falls Wasser eingedrungen ist, rostet die Nabe von innen bis sie schrottreif ist, wenn sie nicht demontiert und getrocknet wird.
Deshalb benötigt die Nabe regelmäßig ein Öl-Tauchbad: Dabei werden alte Metall-Partikel herausgespült u. Defekte Nexus 8 Nabe mit gebrochenem Lagerkäfig: Diese Nabe ist über 12.000 Kilometer überhaupt nicht gewartet worden.
Das Rad wurde oft im Regen geparkt und regelmäßig im Winter gefahren.
Fazit
Die Shimano Nexus 8 Gang Nabenschaltung ist eine solide Wahl für Alltags- und Trekkingräder. Sie bietet eine gute Balance zwischen Komfort, Wartungsarmut und Zuverlässigkeit. Für sportlichere Fahrer oder E-Bike-Nutzer gibt es jedoch interessante Alternativen wie die Alfine oder spezielle E-Bike-Naben.
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