Shimano Nexus 8: Anleitung zum Ändern der Übersetzung

Hinter Nexus verbirgt sich eine ganze Familie an Bauteilen, von denen die Nexus Inter 8 Acht-Gang-Nabenschaltung eine ist. Dieser Artikel bezieht sich ausschließlich auf Shimano Acht-Gang-Nabenschaltungen. Es gibt einen allgemeineren Artikel, der sich generell über Technische Informationen zu Nexus und Alfine Drei-, Vier-, Sieben-, Acht- und Elf-Gang-Naben auslässt. Es ist sicherlich sinnvoll, sich auch mit diesen Artikeln begleitend zu diesem zu beschäftigen.

Die Gesamtebandbreite der Shimano Acht-Gang-Naben ist 307%. Die Nexus und Alfine Acht-Gang-Naben sind robuster als zumindest die älteren Siebenagang-Modelle.

Ein gelegentliches Klappern bei einer Shimano Acht-Gang-Nabe ist normal. Es handelt sich dabei um das rotierenden Sonnenrad, das in die Achsensperrklinken einklinkt. Sogar wenn man sehr vorsichtig pedaliert hört man das Geräusch bzw. kann das spüren, es ist nur weniger laut. Je härter man während des Schaltvorgangs oder kurz danach pedaliert, desto lauter wird das Geräusch. Das Geräusch verändert sich mit zunehmendem Alter der Nabe. Komplettes Reinigen und Schmieren stellt normalerweise die Funktion wie im Neuzustand wieder her. Dennoch kann man über einen längeren Gebrauch der Nabe eine leichte Änderung des Geräuschs erwarten.

Manchmal kann die Schaltfeder auf der Achse schwach werden oder die Buchse, die die Sperrklinken anhebt, kann verklemmen, wenn sie verschleißt. Man sollte darauf acht geben, dass man die Kraft auf die Pedale etwas reduziert, wenn man schaltet. Wenn man Kraft auf eine nur teilweise eingeklinkte Sperrklinke gibt, kann diese beschädigt werden. Stoßlasten können auch andere Teile des Achsaufbaus beschädigen.

Die Nexus Acht-Gang-Naben haben normalerweise ab Werk einen Mutternabstand von 132 bis 135 mm. Siehe auch Shimanos Mutternabstanstabelle für Nexus Naben. Man kann diesen Abstand beim Nexus Rollerbrake/Freilauf-Modell auf 126mm reduzieren, indem man die Rollerbrake weglässt und dünnere Kontermuttern einsetzt. Dazu findet man mehr im Artikel Das 1x1 der Shimano Rollerbrake.

Der innenliegen Mechanismus dieser Naben ist komplex. Der übliche Reparaturweg ist es, das Innenleben in seiner Gesamtheit zu tauschen. Shimano deutet an, dass es wenig Austauschbarkeiten zwischen Modellen mit verschiedenen Nabenkörpern gibt. Solange die Nabe der gleichen Serie entstammt, kann man das Innenleben einer alten Nabe durch ein Neues ersetzen (mit oder ohne Rücktrittbremse, gleiche Zahl von Rollengesperren). Dabei sollte man auf einige Unterschiede achten, die den Aufbau der Nabe anders gestalten können. Shimano erklärt in diesem Dokument die innenliegenden Unterschiede.

Shimano verkauft Achsaufbauten nur als Einheiten und liefert keine Neuaufbauanleitungen. Man kann sie jedoch aus Versehen oder als Teilespender auseinanderbauen. Die rechtsliegende Lagerabdeckung der Nabe ist empfindlich gegenüber Verschmutzungen durch Wasser. Die werksseitige Schmierung ist nicht ausreichend. Daher ist Nachschmieren ratsam - auch bei einer neuen Nabe. Die rechtsliegende Lagerabdeckung wird als Ersatzteil in einigen Ersatzteillisten aufgeführt. Die alte musste man aus der Nabe extrahieren und eine neue wird eingepresst.

Schmiere niemals den Schaltarm. Die einfacheren Modelle haben eine Rastung und Sperrklinken auf der linken Seite des internen Mechanismus sowie eine Rollengesperre in der Mitte. Die hochwertigen Modelle haben zwei oder drei Rollengesperre statt nur einem. Das ist nur einen geringe Effizienzverbesserung. Das ist allerdings leiser als der Sperrklinkenmechanismus und der Mechanismus greift schneller nach dem freilaufen lassen oder nach einem Gangwechsel. Ein rotes Band auf dem Gehäuse identifiziert eine Nexus Nabe mit Nadellagern mit höherer Effizienz.

Die niedrigere Effizienz im vierten Gang im Vergleich zum fünften Gang ist merklich bei eine Nexus Acht-Gang-Nabe mit einfach gelagerten Getrieben. Die SG-8R20, SG-8R22 und SG-8R31 haben jeweils einfache Lager. Die SG-8R25, SG-8R27 und SG-8R45 haben jeweils Nadellager. Wie andere Modelle mit Rollengesperre an der linken Seite haben auch die Modelle SG-8R30, SG-8R31, SG-8R35 und SG-C6000 einfache Lager. Die Modelle the SG-8R36, SG-8R55, SG-8R56, SG-C6010 und SG-C6060 haben Nadellager.

Eine Schleppfeder bringt weitere Aspekte und wird sogar bei manchen Modellen ohne Rücktrittbremse benutzt, um das Eingreifen des Rollengesperres zu verbessern. Die Alfine SG-S500 basierenden Modelle (Naben und Laufradsätze) haben jeweils eine "A" und eine "B" Version. Die "A" Versionen haben Innenleben mit zwei Rollengesperren. Das heißt, sie haben Sperrklinken auf der rechten Seite und das Hauptrollengesperre (Mitte des Nabenkörpers) wird durch eine Schleppfeder vorgespannt, die in den Nabenkörper eingesetzt wird (Diesen Aufbau findet man auch bei den meisten Rücktrittbremsenversionen und bei Nexus Naben mit Sperrklinken wie zum Beispiel SG-8R25 und SG-8R27). Dahingegen haben die Nexus SG-8R25 und SG-8R27 (Rollerbrake/auch bremsenlos, später mit Rücktrittbremse und auch Alfine) Naben keine Zinnenbewehrung auf ihren Rollenhalteringen.

Während die Achsaufbauten zum größten Teil identisch sind, ist ein Abschnitt der linken Seite der Alfineachse wie auch bei einigen anderen, deutlich dicker, um den Biegekräften durch die optionale Scheibenbremse zu widerstehen. Der linksseite Lagerkonus der Alfine wird auf den dickeren Teil der Achse geschraubt. Die Alfine benötigt einen größeren Mutternabstand als die Nexus Nabe ohne Rollerbrake. Es gibt eine größere Zahl an Teilenummern für linksseitige Lagerkonen.

Die Rollerbrake- und Rücktrittbremsen sind wasserdicht, schleifen jedoch leicht, wenn sie nicht aktiviert werden. Wenn also Effizienz eine Rolle spielt, sollte man sie vermeiden. Sie überhitzen leicht, wenn man sie auf langen Bergabfahrten benutzt. Bei allen Nexus und Alfine Acht-Gang-Naben außer der S7000-Serie (Alfine) gilt, dass im kleinsten Gang der Schaltzug locker ist.

Sehr leicht können sich Einzelteile (Sperrklinken oder Lagerkugeln) lösen, während man die Naben zusammensetzt. Beispielsweise fallen gerne die Lagerkugel(n) aus dem Ring während man Zusammenbaut oder eine Wartung durchführt (sobald die Lagervorspannung gelöst wird). Daraus resultiert sehr oft eine Zerstörung der Nabeninnenteile - insbesondere bei den einfachen oder doppelten Rollengesperren mit dem Sperrklinkenantrieb auf der rechten Seite, weil die Kugeln zwischen die Sperrklinken geraten und sie abbrechen.

Daher gebe ich den Ratschlag an alle, die an diesen Naben arbeiten, die Innereien nur mit demontiertem Ritzel und Staubkappe durchzuführen. Dabei sollte man immer darauf Acht geben, dass alle Lagerkugeln am Platz sind und dass die Koneneinstellung erledigt sind, bevor man die Staubkappen einsetzt. Ähnliches gilt, falls die Nabe den Sperrklinkenantrieb auf der linken Seite hat (für die Gänge eins bis fünf). Die Innereien sollten rückwärts rotiert werden, wenn man sie einsetzt. Anderenfalls könnten Sperrklinken herausfallen.

Shimano hat Informationen zu den meisten (aber nicht allen) Acht-Gang-Modellen. Diese Naben wurden einigen kleineren Designänderungen unterzogen, die in neue Modellnummern und Teileinkompatibilitäten mündeten. Nabenteilenummern beginnen mit SG aber es gibt auch andere Teile, die gelistet sind. Dazu gehören auch Bremsen und Schalthebel.

SG-C6xxx für neuere Nexusnaben. Diese können eine Aufnahme für eine Rollerbrake, eine Rücktrittbremse oder Gewinde für eine Bandbremse haben. SG-8Rxx für ältere Nexus Freilauf-/Rollerbrakenaben. Die erste Stelle nach dem R repräsentiert die Serie und gibt die Zahl der Rollengesperre wieder und ob die Nabe zugangesteuert oder für elektrisches Schalten vorgesehen ist.

Idealerweise hat der Rahmen eine Einbauweite zwischen 127 und 135 mm, damit die Nexusnabe passt. Ältere Fahrräder sind üblicherweise enger als dieses Maß. Bei Stahlrahmen ist es normalerweise möglich, das hintere Rahmendreieck aufzuweiten. Jeder gute Fahrradmechaniker kann das machen oder man kann sich auch selbst daran trauen und den Rahmen aufweiten.

Wie früher schon erwähnt, wenn man die Rollerbrake weglässt, kann man auch auf eine Einbauweite von 126mm heruntergehen. Das hat Sheldon Brown bei seinem Nexus-Fahrrad so gemacht. Die Rollerbrake ist ein separates Modul, das beim kauf der Nabe nicht einmal montiert ist. Das Bremsenmodul wäre am Flansch beim Einspeichen der Nabe im Weg.

Anleitung: Shimano Nexus 8-Gang Schaltung einstellen

Um die Shimano Nexus 8-Gang Schaltung (Modell SG-C6011) mit wenigen Handgriffen und in nur wenigen Minuten selbst einzustellen, können Sie dieses ganz einfach selbst durchführen. Sie benötigen nur unsere Schritt-für-Schritt Anleitung und keine technische Vorkenntnisse.

  1. Stellen Sie bei Ihrer Shimano Nexus 8-Gang Schaltung den 4. Gang ein.
  2. Stellen Sie im nächsten Schritt das Fahrrad auf den Kopf, also auf den Sattel und Lenker.
  3. Betrachten Sie die Schalteinheit. Hier sehen Sie zwei gelbe Markierungen.
  4. Stellen Sie diese genau in Flucht, sollte sie nicht bereits so eingestellt sein. Um die Nabenschaltung richtig einzustellen, müssen Sie die Einstellschraube am Schalthebel justieren.
  5. Anschließend sollten Sie einige Male die Gänge der Shimano Nexus 8-Gang durchschalten um die Einstellung zu prüfen.
  6. Danach sollten Sie mit dem Fahrrad eine Probefahrt durchführen.

Wann muss eine Shimano Nabenschaltung eingestellt werden?

Es ist in der Regel recht deutlich bemerkbar, dass eine Nabenschaltung neu eingestellt werden muss. Meistens lässt sich der gewünschte Gang nicht bzw. nur mit sehr viel Kraft einlegen oder du musst den Drehgriff weiter drehen, als es die aufgedruckte Anzeige vorgeben würde. Auch ungewollte Schaltvorgänge gehören zu den gängigen Problemen.

Es muss jedoch nicht immer an der Einstellung der Schaltung liegen. Vor allem bei Schwergängigkeit kann es auch manchmal an einer alten, verdreckten oder beschädigten Zughülle liegen. Dadurch kann der Schaltzug nicht mehr ordentlich im Inneren gleiten, was bei jedem Schaltvorgang viel Kraft erfordert. Es lohnt sich also, hier nachzusehen.

Wie wird eine Shimano Nabenschaltung eingestellt?

Die Einstellung einer Shimano Nabenschaltung ist für alle Modelle recht ähnlich, im Detail gibt es aber Unterschiede. Die passenden Handgriffe für jede Nabe haben wir dir nachfolgend Schritt für Schritt aufgeschrieben.

1. Den richtigen Gang einlegen

Um eine Shimano Nabenschaltung richtig einzustellen, musst du immer den passenden Referenzgang am Drehschaltgriff einlegen. Dieser variiert je nach Modell:

  • Alfine 11-Gang Nabe: Sechster Gang
  • Alfine 8-Gang Nabe: Vierter Gang
  • Nexus 7-Gang Nabe: Vierter Gang
  • Nexus 8-Gang Nabe: Vierter Gang
  • Nexus 3-Gang Nabe: Zweiter Gang

2. Gelbe Markierung überprüfen

Bei einer Shimano Nexus 3-Gang Nabe findet man die Markierung an der silbernen Nabenschaltbox direkt am Ausfallende. Hier sollte der gelbe Streifen mittig zwischen den beiden weißen Begrenzungslinien liegen. Bei Nexus 7-/8-Gang und Alfine Modellen sind die Markierungen hingegen direkt am Nabenkörper angebracht. Um den gelben Streifen einsehen zu können, muss lediglich der Kettenschutz etwas verschoben werden. Jetzt sollte der kleine Streifen mit der zweiten gelben Markierung eine Linie bilden.

Praktisch: Die Markierungen sind oben und unten angebracht, so dass sie sowohl bei einem auf dem Kopf stehenden Fahrrad einsehbar sind, als auch im Montageständer. Bei allen Modellen gilt: Sind die Markierungen nicht wie oben beschrieben, muss nachgestellt werden. Das funktioniert mittels der Spannung des Schaltzugs.

3. Spannung des Schaltzugs einstellen

Je nach Modell wird die Spannung des Schaltzugs am Schalthebel oder an der Nabe eingestellt. Bei der Nexus 3-Gang Nabe ist letzteres der Fall, weshalb du entweder mit der Hand oder mit einem 10er Maulschlüssel die Mutter an der Nabenschaltungsbox lösen musst. Nun kannst du an der Stellschraube drehen, bis die gelbe Markierung mittig zwischen den weißen Begrenzungsstreifen steht. Dann ziehst du die Befestigungsmutter wieder an, damit sich die Stellschraube nicht verstellen kann. Zum korrekten Anzugsmoment achte bitte auf die Angaben des Herstellers.

Bei den übrigen Shimano Modellen kannst du die Zugspannung direkt werkzeuglos an der Stellschraube am Schaltgriff einstellen. Auch hier drehst du so lange nach links oder rechts, bis die gelbe Markierung passt. Nach der Einstellung der Zugspannung solltest du bei allen Nabenschaltungen einmal in den ersten Gang und einmal über den Referenzgang hinaus schalten. Die Markierungen sollten danach im Referenzgang immer noch passgenau sein.

Sollte die Einstellung mittels der Stellschrauben nicht möglich sein, weil du sie nicht weit genug drehen kannst, muss der Seilzug an der Nabe gelöst und mit etwas mehr Spannung festgezogen werden. Das geht am besten mit einer schmalen Zange. Wichtig ist, dass die Stellschrauben davor auf eine mittlere Position gedreht werden, um im Anschluss genug Spielraum zu haben. Die Feinjustierung erfolgt nämlich erneut mit den Stellschrauben.

4. Einstellung testen

Wenn sich die gelben Markierungen wieder an Ort und Stelle befinden, solltest du die Schaltperformance testen. Das geht denkbar einfach: Schalte langsam durch alle Gänge, ohne den Drehgriff über die jeweilige Anzeige zu drehen. Lassen sich alle Gänge präzise, knackig und ohne großen Kraftaufwand einlegen, scheinst du alles richtig gemacht zu haben. Der nächste Gegenanstieg wird somit zum Kinderspiel.

Übersetzung ändern: Ritzel tauschen

Es gibt verschiedene Hilfe-Seiten im Internet, wo man nach der Eingabe von bestimmten Parametern individuelle Ergebnisse bekommt. Will man z.B. erfahren , welche Auswirkungen ein anderes Ritzel auf die Endgeschwindigkeit oder die Entfaltung (der Pedalumdrehung) hat, dann kann man das auf der vorgenannten "Ritzelrechner"-Seite überprüfen - so zeigt die Seite die Ergebnisse analog an, das sieht schön aus, digitale Werte kann man über einen Schalter einblenden. Dabei muss man berücksichtigen, dass die "Kreuzotter"-Seite die Entfaltung nur für den "direkten" Gang anzeigt (dass ist bei einer Shimano Nexus Inter 8 Nabenschaltung z.B. der fünfte Gang) - die "velophil"-Seite zeigt aber die Entfaltung für alle 8 Gänge an und auch für andere Schaltsysteme. Ausserdem findet man auf beiden Seiten diverse zuätzliche interessante Berechnungen.

Beim Tausch des Ritzels ist zu beachten:

  • Mit 2 Schraubenziehern den Sprengring des Ritzels abnehmen. Vorsicht: Wenn der in die Landschaft fliegt, war es das wahrscheinlich.
  • Die Kette ist jetzt viel zu lang, wenn ein kleineres Ritzel montiert wird!

Es ist wichtig zu beachten, dass die maximal zu bewältigende Steigung entsprechend sinkt. Wird der 1. Gang an einer 8-Gang-Nexus normalerweise nicht benötigt, kann man die Übersetzung um bis zu 22% anheben, ohne etwas zu vermissen.

Wartung der Shimano Nexus 8-Gang Nabe

Shimanos Wartungs-Empfehlung für die Nexus-8-Schaltung lautet jedes Jahr oder alle 2.000 Kilometer ausbauen, reinigen, in ein Ölbad legen und zusätzlich gefettet wieder einbauen. Obwohl der große Vorteil einer Nabenschaltung durch Ihre Kapselung vor Dreck vor allem darin besteht nahezu wartungsfrei zu sein, verbleiben eben auch winzige, abgeriebene Metallpartikel in der Nabe. Sie können wie bei einer Kettenschaltung nicht einfach abfallen, sondern schmirgeln permanent an den Oberflächen der Kugel- Nadellager samt der Lagerflächen.

Dazu wird die innere Schalteinheit der Nexus-(bzw. Alfine 8)-Nabe ein paar Minuten in ein spezielles, sündhaft teures Naben-Öl von Shimano getaucht. Nach dem Abtropfen werden die Kugellager noch mit einem weißen Shimano-Spezialfett einmassiert, die Schalteinheit wird wieder in die gereinigte Nabe eingebaut und das Hinterrad wird wieder montiert.

Die Shimano Alfine 11-Gang- und die teuren Rohloff-Naben haben übrigens ein kleines Wartungsloch mit einer gedichteten Madenschraube in der Nabe, mit der man einen Ölwechsel auch ohne Demontage der Getriebenabe machen kann. Es gibt auch einzeln modifizierte Nexus-Naben von Fahrrad-Freaks, die nachträglich mit einer künstlichen Wartungsöffnung zum Ölwechsel versehen worden sind. Die Sache ist aber komplizierter, weil die Nabe für eine Ölfüllung extra abgedichtet werden muss. Sonst zieht das Öl über die Schwerkraft in die Reifen bzw.

DIY-Wartung der Nexus 8-Gang Nabe:

  1. Die komplette Shimano Nexus 8 Getriebeeinheit aus der Nabe ziehen. Falls die Getriebeeinheit klemmt, kann sie mit einem weichen Gegenstand, wie einem Gummihammer oder Holzklotz vorsichtig heraus geklopft werden. Achtung, die Getriebeeinheit kann dann leicht herausfallen, also an der Gegenseite festhalten!
  2. Als Ölbad wird einfach ein handelsübliches Getriebeöl für Motorroller bzw. Motorräder genommen (Literpreis ca. 8,- EUR). Als Öl-Behälter zum Tauchen kann z.B. eine leere Eisdose benutzt werden. Die Nexus- oder Alfine- Getriebeeinheit wird darin maximal bis zum Konuslager der Antriebsseite mindestens 1h eingelegt, evtl. auch über Nacht.
  3. Die Nabe muss gründlich abtropfen, damit kein überschüssiges Öl an der Speichen entlang in die Felgen bzw. Reifen läuft.
  4. Die beiden Konus-Kugellager außen und das große Kugellager an der Ritzelseite werden zusätzlich noch mit hochwertigem, wasserfesten Lagerfett eingestrichen.

In den Foren steht: Weißes Fett mit hohem Nylon- bzw. Silikonanteil benutzen. Es darf die verwendeten Kunststoffteile und Dichtungen nicht aufquellen lassen. Achtung bei montierten Rollerbrakebremsen: Diese können sehr heiß werden und das Lagerfett schmilzt. Bitte unbedingt einen Fachhändler nach der richtigen, hitzeresistenten Fettsorte fragen oder das empfohlene Shimano-Spezial-Fett benutzen.

Nabe und Hinterrad werden wieder eingebaut, dreht sich das Hinterrad nicht leicht ist das Lagerspiel zu stramm eingestellt und muss korrigiert werden. Hat das Hinterrad leichtes Spiel bzw. Spiel, wurde zu locker eingestellt.

Die Pedalen sollten sich beim Schieben jetzt nicht mehr mitdrehen, der richtige Leichtlaufeffekt setzte bei mir aber erst nach ca. 200 Kilometern ein.

Die fast wartungsfreie Rollerbrake-Bremse selbst benötigt übrigens einmal im Jahr Shimano Rollerbrake-Spezialfett, um zuverlässig zu funktionieren.

Viele Fahrradhändler tauschen bei Schaltungsproblemen verständlicherweise lieber gleich das ganze Innere der Shimano-Nabe gegen eine neue Getriebeeinheit aus, anstatt zu versuchen sie wieder gangbar zu machen - geschweige denn sie zu reparieren. Bei dem Zeitaufwand und dem hohen Risiko einer defekten Nabe ist das verständlich.

Häufige Probleme und Lösungen

Bekannt geworden sind Probleme bei Nexus-Winterfahrern-Innen: Das rechte Kugellager samt Konus am Ritzel leidet unter massivem Verschleiß durch eingedrungenen Schmutz. In älteren Versionen der Shimano-Nexus-Nabe verabschiedet sich auch gern das große Nexus-Kugellager in der Nähe des Antriebsritzels in Form von zerborstenen Lager-Einzelteilen, die bei Weiterfahrt durch Metallpartikel in kürzester Zeit die gesamte Nabe schrotten.

Beide Kugellager auf der Ritzelseite sollte man deshalb besonders im Auge behalten. Shimano hat im Laufe der Nexus-8-Baureihe öfter die Dichtungen geändert, um die Wartungsfreiheit zu verbessern. Deshalb unterscheiden sich viele Naben aus verschiedenen Baujahren insbesondere durch ihre Dichtungsvarianten.

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