Als Fahrradfahrer kennt man das: Während der Fahrt taucht plötzlich ein Hindernis auf. Für mehr Sicherheit beim Bremsen hat sich ein Hersteller etwas einfallen lassen: die Rollenbremse.
Die Rollenbremse: Eine Weiterentwicklung der Rücktrittbremse
Die Rollenbremse gehört zu den Nabenbremsen und ist aus einer Weiterentwicklung der klassischen Rücktrittbremse entstanden. Erster und bisher einziger Hersteller und Anbieter für Rollenbremsen ist die Traditionsmarke Shimano. Die Rollenbremsen werden auch unter der englischen Bezeichnung Rollerbrakes geführt.
Die Shimano-Rollenbremse besteht aus einem Ring mit Metallrollen, welche an einer Scheibe mit Nocken befestigt sind. Damit die Bremse während der Fahrt nicht überhitzt, sorgt eine integrierte Kühlscheibe mit Kühlrippen dafür, dass das Innere der Bremse sowie das Bremsfett durch den Fahrtwind gekühlt werden. Beim Betätigen der Bremse drehen sich Nockenscheibe und Rollen.
Liegt der Bremsbelag an der Bremstrommel an, führt das zu einer Reibung und dadurch zur gewünschten Bremswirkung. Wie andere Systeme müssen auch Rollenbremsen regelmäßig gefettet werden.
Wartung der Rollenbremse
Das Einfetten der Rollenbremse ist denkbar einfach. Öffne einfach die meist schwarze Kunststoffkappe an der Bremse und drücke das Bremsfett direkt aus der Tube in die Öffnung hinein. Etwa fünf Gramm Fett sollten für einen Vorgang ausreichen. Anschließend den Verschluss wieder aufsetzen. Fertig.
Der wohl größte Vorteil der Rollenbremse neben der zuverlässigen und sanften Bremswirkung ist der geringe Wartungsaufwand und Verschleiß. Das benötigte Rollenbremsfett lässt sich zudem durch den simplen Verschluss auch ohne Vorkenntnisse und ohne Werkzeug ganz einfach nachfüllen.
Vor- und Nachteile der Rollenbremse
- Vorteile: Zuverlässige und sanfte Bremswirkung, geringer Wartungsaufwand und Verschleiß.
- Nachteile: Kann auf extremen Strecken durch starke Reibung und Wärmeentwicklung schwächeln, weniger geeignet für Mountainbikes.
Die Rollenbremse kann auf extremen Strecken durch eine sehr starke Reibung und Wärmeentwicklung schwächeln. Das zeigt sich vor allem bei Bergabfahrten mit teils hohen Geschwindigkeiten. Das macht die Rollenbremse für solche Touren und damit besonders für Mountainbikes wenig geeignet.
Bei Fahrten in der Stadt oder auf eher flachem Terrain ist dieser Aspekt aber zu vernachlässigen. Das macht die Rollenbremse besonders bei Fahrern von Citybikes sehr beliebt.
Der Power Modulator, das Anti-Blockier-System an der Shimano-Rollenbremse, soll Stürze durch Vorderradblockierung verhindern. Sowohl Fachleute als auch Fahrradfahrer sind sich deshalb uneinig, ob die Bremskraftbegrenzung durch das System ein Vorteil oder ein Nachteil der Rollenbremse ist.
Die Shimano-Rollenbremse ist wie erwähnt äußerst robust und wartungsarm. Fülle also im Fall von Problemen zunächst wie weiter oben beschrieben Rollenbremsenfett nach. Prüfe anschließend, ob die Rollenbremse nun wieder rund läuft.
Für die Rollenbremse braucht es spezielle Naben. Sind diese nicht vorhanden, kann man diese Bremse auch nicht ohne weiteres nachrüsten, sondern muss zuerst auf die entsprechenden Laufräder mit Naben für Rollenbremsen umrüsten.
Die Rollenbremse ist eine robuste und wartungsarme Bremslösung für dein Fahrrad. Vorausgesetzt, sie passt zu deinen individuellen Vorlieben und Lieblingsstrecken.
Rücktrittbremse im Vergleich
Die Rollenbremse ist sozusagen die Weiterentwicklung der Rücktrittbremse. Die Rücktrittbremse entspringt dem Wunsch nach einer wartungsfreien Bremse, genau so wie die Nabenschaltung.
Die klassische einfache Rücktrittbremsennabe ist ohne Gangschaltung. Vom Lenker aus verlaufen keine Züge zur Bremse. Rücktrittbremsen sind normalerweise recht schmal.
Mögliche Ursachen für Quietschen und deren Behebung
Wenn eine Shimano Nexus Rücktrittbremse quietscht, kann dies verschiedene Ursachen haben. Hier einige mögliche Gründe und Lösungsansätze:
- Mangelnde Schmierung: Wie bei der Rollenbremse kann auch bei der Rücktrittbremse mangelnde Schmierung zu Geräuschen führen.
- Verschmutzung: Schmutz und Ablagerungen im Inneren der Bremse können ebenfalls Quietschen verursachen.
- Verschleiß: Abgenutzte Bremsbeläge oder andere Verschleißteile können Geräusche verursachen.
Um das Quietschen zu beheben, sollte man zunächst die Bremse reinigen und neu fetten. Verwenden Sie dazu ein geeignetes Bremsfett mit hoher Temperaturtoleranz. Überprüfen Sie auch die Bremsbeläge auf Verschleiß und tauschen Sie diese gegebenenfalls aus.
Shimano Nexus 8-Gang Schaltung einstellen
Um die Shimano Nexus 8-Gang Schaltung (Modell SG-C6011) mit wenigen Handgriffen und in nur wenigen Minuten selbst einzustellen, können Sie dieses ganz einfach selbst durchführen. Stellen Sie bei Ihrer Shimano Nexus 8-Gang Schaltung den 4. Gang ein. Stellen Sie im nächsten Schritt das Fahrrad auf den Kopf, also auf den Sattel und Lenker. Betrachten Sie die Schalteiniheit. Hier sehen Sie zwei gelbe Markierungen. Stellen Sie diese genau in Flucht, sollte sie nicht bereits so eingestellt sein. Um die Nabenschaltung richtig einzustellen, müssen Sie die Einstellschraube am Schalthebel justieren. Anschließend sollten Sie einige Male die Gänge der Shimano Nexus 8-Gang durchschalten um die Einstellung zu prüfen. Danach sollten Sie mit dem Fahrrad eine Probefahrt durchführen.
Umgang mit Problemen bei Nabenschaltungen
Nabenschaltungen erfreuen sich aufgrund vielfältiger Vorteile stetig wachsender Beliebtheit. Alle Getriebebauteile sind in der Nabe vor Witterung und Schmutz geschützt, so dass die Haltbarkeit gesteigert und der Verschleiß so gering wie möglich gehalten wird. Zudem muss die Nabe so gut wie gar nicht gewartet werden.
So ist es keine Überraschung, dass die Fahrradnabe im Allgemeinen den Ruf eines recht zuverlässigen Bauteils genießt.Naben von Shimano zeichnen sich durch schnelle, leichte und präzise Schaltvorgänge, auch unter höheren Lasten, aus. Für den Nutzer bedeutet das sanfte und komfortable Gangwechsel. Die engeren Gangabstufungen und die deutlich höhere Übersetzungsbreite (im Vergleich zur Inter-7) ermöglichen eine effizientere Trittfrequenz.
Dennoch kann es natürlich trotzdem zu gelegentlichen Problemen kommen. In den meisten Fällen liegt hier eine falsche Justierung der Schaltzüge vor, die allerdings recht einfach behoben werden kann.
1) Geräusche
Treten ungewöhnliche Geräusche auf, sollten Sie zunächst überprüfen, ob der Zug korrekt justiert ist. Hierfür stellen Sie den Schalthebel in den vierten Gang. Anschließend verstellen Sie die Zugeinstellschrauben so lange, bis die roten Markierungslinien von Schaltrad und Halterung übereinstimmen. Überprüfen Sie Ihre Justierung, indem Sie zunächst den Schalthebel in den ersten und danach wieder in den vierten Gang stellen. Die Markierungslinien müssen übereinstimmen. Korrigieren Sie gegebenenfalls nach.
Wenn die Geräusche nach dem Justieren immer noch vorhanden sind, müssen möglicherweise einzelne Bauteile ausgetauscht werden. Treten die störenden Laute während des Schaltvorgangs auf, sollten die Träger- sowie die Achseinheit gewechselt werden. Dies gilt für alle Gänge, mit Ausnahme von Geräuschen beim Schalten vom fünften in den sechsten Gang und umgekehrt. Hier wäre zusätzlich der Austausch der Kupplungseinheit fällig.
2) Kein Schalten möglich
Auch in diesem Fall überprüfen Sie zunächst, ob der Schaltzug korrekt justiert ist. Gehen Sie hierfür wie bereits unter Punkt 1 beschrieben vor. Besteht das Problem weiterhin, sollten Sie das Laufrad ausbauen und kontrollieren, ob das Schalten nun funktioniert. Wenn ja, liegt die Ursache wahrscheinlich in einem defekten Schalthebel. In diesem Fall tauschen Sie den Schalthebel aus.
Wenn nein, liegt das Problem in der Nabe. Tauschen Sie in diesem Fall die Achs- sowie die Trägereinheit aus.Schaltprobleme während des Tretens können vielfältige Ursachen haben. Wenn zum Beispiel der eingelegte Gang nicht mit der Ganganzeige übereinstimmt wird ebenfalls ein Austausch von Achs- und Trägereinheit empfohlen. Das Gleiche gilt auch, wenn das Drehen des Drehgriffschalters nicht möglich ist oder der Gang nur sehr schwerfällig wechselt (4. Gang, 8. Gang). Tritt eines dieser beiden Probleme außer beim 4. und 8. Gang auf, ist voraussichtlich nur die Trägereinheit betroffen und sollte ausgetauscht werden.
Wenn der Konus rau und unstimmig läuft, empfiehlt es sich, den Antrieb sowie den rechten Konus zu wechseln.
Bei Schaltproblemen während des Nicht-Tretens könnte eine Blockade des Freilaufs vorliegen.
Wenn bei Ihnen ein Austausch einer der genannten Komponenten fällig ist, müssen Sie je nach Kenntnisstand entscheiden, ob Sie die Reparaturarbeiten selbst durchführen möchten, oder ob Sie Ihr Bike in die Fahrradwerkstatt Ihres Vertrauens geben. Halten Sie sich bei jeglicher Art von Reparaturen immer genau an die Gebrauchsanleitung und an die Herstellerangaben.
Im nachfolgenden Abschnitt lesen Sie als Hilfestellung eine stichpunktartige Kurzleitung zur teilweisen Demontage der Shimano Inter-8 Fahrradnabe. Beachten Sie bitte, dass es sich hierbei um keine detaillierte Anleitung, sondern nur um eine Gedankenstütze handelt.
Mit einem Schraubenzieher wird nun der Sicherungsring entfernt. (Achtung! Die Träger- und Hohlradeinheit können nun vorsichtig nach oben abgezogen werden. Zur Entfernung des rechten Konus wird nun das Werkzeug TL-8S11 benötigt (Wichtig!). Es wird in die Vertiefung gesteckt, so dass die Klinke die Kante berührt.
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