Shimano Nexus Wartung: Eine detaillierte Anleitung

Viele betrachten Nabenschaltungen als wartungsfrei, aber das trifft nicht zu. Shimano empfiehlt für die Nexus 8 eine jährliche Wartung oder alle 2000 km, "unter harschen Bedingungen öfter".

Grundlegendes zur Wartung

Eine Shimano Nabenschaltung ist meist recht wartungsarm und muss nur selten eingestellt werden.

Hält man sich an die regelmäßigen Ölwechsel (ca. alle 5000km oder alle zwei Jahre), beugt man nämlich dem vorzeitigen Verschleiß vor und sorgt somit für eine langanhaltend gute Performance.

Dass sich die Schaltung aber ab und an verstellt, ist ganz normal, da sich der Schaltzug durch die Benutzung etwas längt.

Du kannst aber entspannt aufatmen: die Einstellung ist relativ simpel und auch von jedem selbst durchführbar - in der Regel benötigst du kein Werkzeug.

Den Weg zur Fachwerkstatt kannst du dir also sparen.

Die Einstellung der Schaltung erfolgt an unkritischen Stellen, weshalb man recht wenig kaputt machen kann - zumindest solange man nicht versucht, den Nabenkörper zu öffnen.

Wann muss eine Shimano Nabenschaltung eingestellt werden?

Es ist in der Regel recht deutlich bemerkbar, dass eine Nabenschaltung neu eingestellt werden muss.

Meistens lässt sich der gewünschte Gang nicht bzw. nur mit sehr viel Kraft einlegen oder du musst den Drehgriff weiter drehen, als es die aufgedruckte Anzeige vorgeben würde.

Auch ungewollte Schaltvorgänge gehören zu den gängigen Problemen.

Es muss jedoch nicht immer an der Einstellung der Schaltung liegen.

Vor allem bei Schwergängigkeit kann es auch manchmal an einer alten, verdreckten oder beschädigten Zughülle liegen.

Dadurch kann der Schaltzug nicht mehr ordentlich im Inneren gleiten, was bei jedem Schaltvorgang viel Kraft erfordert.

Es lohnt sich also, hier nachzusehen.

Solltest du keinen Mangel feststellen können, lese dir einfach im nächsten Abschnitt durch, wie deine Schaltung einzustellen ist.

Wie wird eine Shimano Nabenschaltung eingestellt?

Die Einstellung einer Shimano Nabenschaltung ist für alle Modelle recht ähnlich, im Detail gibt es aber Unterschiede.

Die passenden Handgriffe für jede Nabe haben wir dir nachfolgend Schritt für Schritt aufgeschrieben.

1. Den richtigen Gang einlegen

Um eine Shimano Nabenschaltung richtig einzustellen, musst du immer den passenden Referenzgang am Drehschaltgriff einlegen.

Dieser variiert je nach Modell:

  • Alfine 11-Gang Nabe: Sechster Gang
  • Alfine 8-Gang Nabe: Vierter Gang
  • Nexus 7-Gang Nabe: -
  • Nexus 8-Gang Nabe: -
  • Nexus 3-Gang Nabe: Zweiter Gang

2. Gelbe Markierung überprüfen

Bei einer Shimano Nexus 3-Gang Nabe findet man die Markierung an der silbernen Nabenschaltbox direkt am Ausfallende.

Hier sollte der gelbe Streifen mittig zwischen den beiden weißen Begrenzungslinien liegen.

Bei Nexus 7-/8-Gang und Alfine Modellen sind die Markierungen hingegen direkt am Nabenkörper angebracht.

Um den gelben Streifen einsehen zu können, muss lediglich der Kettenschutz etwas verschoben werden.

Jetzt sollte der kleine Streifen mit der zweiten gelben Markierung eine Linie bilden.

Praktisch: Die Markierungen sind oben und unten angebracht, so dass sie sowohl bei einem auf dem Kopf stehenden Fahrrad einsehbar sind, als auch im Montageständer.

Bei allen Modellen gilt: Sind die Markierungen nicht wie oben beschrieben, muss nachgestellt werden.

Das funktioniert mittels der Spannung des Schaltzugs

3. Spannung des Schaltzugs einstellen

Je nach Modell wird die Spannung des Schaltzugs am Schalthebel oder an der Nabe eingestellt.

Bei der Nexus 3-Gang Nabe ist letzteres der Fall, weshalb du entweder mit der Hand oder mit einem 10er Maulschlüssel die Mutter an der Nabenschaltungsbox lösen musst.

Nun kannst du an der Stellschraube drehen, bis die gelbe Markierung mittig zwischen den weißen Begrenzungsstreifen steht.

Dann ziehst du die Befestigungsmutter wieder an, damit sich die Stellschraube nicht verstellen kann.

Zum korrekten Anzugsmoment achte bitte auf die Angaben des Herstellers.

Bei den übrigen Shimano Modellen kannst du die Zugspannung direkt werkzeuglos an der Stellschraube am Schaltgriff einstellen.

Auch hier drehst du so lange nach links oder rechts, bis die gelbe Markierung passt.

Nach der Einstellung der Zugspannung solltest du bei allen Nabenschaltungen einmal in den ersten Gang und einmal über den Referenzgang hinaus schalten.

Die Markierungen sollten danach im Referenzgang immer noch passgenau sein.

Sollte die Einstellung mittels der Stellschrauben nicht möglich sein, weil du sie nicht weit genug drehen kannst, muss der Seilzug an der Nabe gelöst und mit etwas mehr Spannung festgezogen werden.

Das geht am besten mit einer schmalen Zange.

Wichtig ist, dass die Stellschrauben davor auf eine mittlere Position gedreht werden, um im Anschluss genug Spielraum zu haben.

Die Feinjustierung erfolgt nämlich erneut mit den Stellschrauben.

4. Einstellung testen

Wenn sich die gelben Markierungen wieder an Ort und Stelle befinden, solltest du die Schaltperformance testen.

Das geht denkbar einfach: Schalte langsam durch alle Gänge, ohne den Drehgriff über die jeweilige Anzeige zu drehen.

Lassen sich alle Gänge präzise, knackig und ohne großen Kraftaufwand einlegen, scheinst du alles richtig gemacht zu haben.

Der nächste Gegenanstieg wird somit zum Kinderspiel.

Ölbad für die Shimano Nexus-8 Nabe

Um die Shimano Nexus-8 Nabe zu warten muss sie alle paar tausend Kilometer zerlegt- und in einem Ölbad gebadet werden.

Bei Berufspendlern, Laternenparkern und Allwetterradlern noch öfter.

Bei der wesentlich teureren Shimano Alfine Nabe sorgt ein permanentes Ölbad samt Ölwechselschraube dafür, dass das Öl ohne Demontage der Nabe bequem von außen gewechselt werden kann.

Die Alfine ist dafür gegen Ölverlust abgedichtet.

Die Vorteile des Umbaus liegen auf der Hand: Die Nabe verschleißt durch ein permanentes Ölbad weniger, ist weniger anfällig für eindringende Feuchtigkeit, läuft dauerhaft leichter und sie erstarrt durch einfache Ölwechsel mit Spülöl nicht bis zum Exodus in ihrem eigenem Dreck.

Benötigte Teile und Werkzeuge:

Als einziges Teil wird eine öldichte Linsenkopfschraube benötigt.

Der Einfachheit halber entschied ich mich für die „Shimano Schraube mit Dichtung für SG-S700 / SG-S7001-11 Getriebenabe“ - also der Original Alfine Dichtungsschraube mit O-Ring, die schon ab 2,- EUR käuflich zu erwerben ist.

Weiterhin braucht man neben dem klassischen Werkzeug für die Demontage der Getriebeeinheit ein Gehäusedichtmittel wie z.B.

Umbau zur Ölbadschmierung - Schritt für Schritt

  1. Zunächst wird die Nexus-Getriebeeinheit aus der Nabe genommen.
  2. Das Ritzel sowie die Halterung für den Schaltbowdenzug können sitzen bleiben (dachte ich jedenfalls zunächst…).
  3. Mehr Spaß macht der Umbau, wenn die Nabe vor der Demontage zumindest grob mit einem Tuch gereinigt wird.
  4. Insbesondere die graue Kunststoffdichtung hinter dem Ritzel muss beim Einbau fettfrei sein, da sie mit Silikon abgedichtet werden muss.

Nach dem Ausbau der Nexus Getriebeeinheit präsentiert sich diese noch in sehr guter Verfassung.

Das neuwertige Getriebe hat seit dem Einbau erst max. 1.000 Kilometer gelaufen und stand seitdem trocken in einem ausgebauten Hinterrad.

Die eingespeichte Nexus Nabe SG-8R25 selbst ist von 2005. Auch sie hat innen keine sichtbaren Laufspuren, Schleifspuren oder Korrosion.

Für die Positionierung der Schmieröffnung wähle ich den rauen, nicht polierten Bereich im Nabenmantel, damit die Ölschraube keinesfalls mit der Mechanik der Getriebeinheit in Berührung kommen kann.

Innen gemessen sind das ca.

Auf der Außenseite der Nexus-Nabe übertrage ich das Maß an eine glatte Stelle ohne Höcker mit einem wasserfesten Filzstift.

Auf einen halben Millimeter kommt es bei dieser Positionierung nicht an.

Um ein senkrechtes Loch sauber in die Nabe zu bohren müsste ich das Rad eigentlich auspeichen.

Dieser Aufwand ist mir für einen ersten Testballon aber viel zu groß und so versuche ich mein Glück mit einem mittelgroßen Akkubohrschrauber, den ich tatsächlich möglichst gerade gut durch die Speichen halten kann.

Auch das klassische Gewindeschneiden muss so funktionieren, da ich kein Windeisen in den Speichen drehen kann.

Als Gewindeschneider dient mir ein ganz einfacher Billigsatz vom Discounter.

Zunächst bohre ich ein 3mm-Loch vor.

Dazu wähle ich beim Akkubohrschrauber die langsamere, aber starke Getriebeübersetzung, damit der Bohrer nicht so heiß läuft.

Von der Leichtigkeit überwältigt bohre ich danach ein 5mm-Loch nach, damit der M6 Gewindeschneider „noch genügend Fleisch“ hat.

Hier der eingespannte M6-Gewindeschneider im Bohrfutter des Akkuschraubers.

Beim ersten Test des neuen Gewindes mit einer Dummy-Schraube stellte ich allerdings fest, dass mein „Durch-die-Speichen-Gewinde“ doch ziemlich schief geraten war.

Dies wird erheblichen Einfluss - oder besser gesagt Ausfluss - auf die Dichtigkeit der Ölschraube haben, denn der winzige O-Ring kann einen so schiefen Winkel der M6-Ölschraube wahrscheinlich nicht mehr ausgleichen.

Das ist kein Weltuntergang, da sich Schrauben in ölgefüllten Gehäusen auch anders abdichten lassen, aber trotzdem ist es schade, da handwerklich nicht perfekt.

So sieht das erste Teilergebnis dann trocken aus: Die Ölschraube sitzt zwar fest, quetscht den O-Ring durch die schiefe Bohrung aber einseitig nach außen weg.

Innen sitzt die Schraube perfekt bündig in der Nabe.

Die Ölmenge eines Teelöffels sind ca.

Eine große Frage stellt sich nun: Wieviel Öl kann ich sinnvollerweise in die Nexus-Nabe füllen ohne dass es wieder heraus läuft?

Meine Hoffnung bestand in der geringen Ölwechselmengenangabe der Alfine-Nabe von 25 Milliliter Öl.

Das entspricht ungefähr der Menge von knapp 2-3 Esslöffeln.

Bei 25ml Getriebeöl leckte die Nabe nach stundenlangem Stehen des Fahrrads trotz Abdichtung an der Ritzelseite.

Stellt man das Rad leicht schräg auf den Seitenständer, läuft das Öl in die baulich hoch geschlossene Seite der Nabe und bleibt dicht.

Lehnt man das Fahrrad dagegen an die Wand der Kettenseite läuft es genau wann heraus?

Und was passiert bei schneller Fahrt, wenn es durch die Zentrifugalkräfte nach außen auf das Nabeninnere geschleudert wird?

Erschreckenderweise reicht schon die Menge eines einzigen Teelöffels aus (ca. 5ml), um bei geradem Stand oder während der Fahrt aus der Nabe auszulaufen.

Damit hatte ich nicht gerechnet, denn dieser eine Teelöffel wäre ungefähr die Mindestmenge, um alle beweglichen Teile der Nabe ölfeucht zu halten.

Von einem richtigen Ölbad könnte man aus meiner Sicht erst ab 10ml sprechen.

Eben genau der Menge, die auch der Brite als maximal alltagstauglich ermittelt hat.

Abdichtungsidee für das Dauer-Ölbad als „Ölsumpfschmierung“ der Nexus Nabe:

Auf der Ständerseite ist die Nabe hoch geschlossen.

Auf der Ritzelseite ist der Alukorpus aber komplett geöffnet.

Bei der Fahrt wird das Öl durch die Zentrifugalkraft nach außen an den Nabenkorpus geschleudert.

Deshalb muss nun die Staubkappe auf der Kettenseite sorgfältig abgedichtet werden.

Die Kunststoffkappe ist nicht so hoch geschlossen, hier wird das Öl eher auslaufen.

Steht das Rad geneigt auf dem Fahrradständer kann also bauartbedingt weniger passieren, als wenn das Fahrrad auf der Kettenseite z.B.

Die Dichtung der Staubkappe an der Ritzelseite und die Dichtungsnut in der Nabe werden mit Bremsenreiniger entfettet.

Dieser Schritt ist wichtig, damit die Gehäusedichtmasse ihren Zweck erfüllen kann.

Hinweis: Da die Staubkappe mit der Nabe quasi leicht verklebt wird, lässt sie sich nicht mehr so leicht lösen.

Oder anders gesagt: Die Getriebeeinheit kann in Zukunft nicht mehr so leicht aus der Nexus-Nabe entfernt werden.

Wird sie entfernt, muss das alte Dichtungsmaterial vor dem erneuten Abdichten sorgfältig entfernt werden.

Nach der Reinigung habe ich vorsichtig „Dirko HT“ auf die Staubkappe aufgetragen.

Die Dichtmasse zieht relativ schnell an und muss daher zügig an die richtige Position im Nabengehäuse gebracht werden.

Mir ist allerdings schleierhaft, wie der Autor das Band so schön faltenfrei um Nabe und Deckel im Winkel geklebt hat, um die Fuge zu dichten.

Evtl.

Dabei darf keine Gehäusedichtmasse in das Kugellager gelangen, da die Nabe mit Silikonbrei nicht mehr leicht läuft.

Das ist auch der Grund, warum ich das Kugellager nicht mit dem Fett eingestrichen habe: Die Dichtungsmasse und das Fett sitzen einfach zu eng aneinander.

Ich war diesmal zu faul: Entfernt man das Ritzel, kann natürlich auch die Staubkappe abgenommern werden und die Trennung von Schmiermittel und Dichtmasse wird erheblich einfacher.

Hinterher ist man eben immer schlauer!

Die Dichtmasse ist sehr farbintensiv und erzeugt auch beim Abputzen eine ziemliche Schweinerei.

Andere Fabrikate in Grau oder Schwarz sind an dieser Stelle optisch sicherlich besser geeignet, wie z.B.

Abschließend habe ich die Nabe wieder zusammengebaut und die überflüssige Gehäusedichtung abgewischt.

Der Umbau dauerte bei mir ca. zweieinhalb Stunden, aber ich hatte ja keine Anleitung…

Mein Ziel ist es die Nabe mit weiteren 5ml Öl zu befüllen und dann mit der Gesamtfüllung von 10ml dauerhaft dicht zu halten.

Zunächst schaue ich mir das Dichtigkeitsverhalten mit 5ml im stehenden Zustand an.

Ein paar Ölflecken in der Garage wären sicherlich nicht so schlimm, aber wenn das Öl die Speichen entlang in den Schlauch fließt, entsteht ein sehr unerfreulicher Gummi-Öl-Cocktail, auf den ich unbedingt verzichten möchte.

Wenn die Nexus-Nabe dauerhaft dicht hält, wäre das ein äußerst verlockender Aufschwung in den Shimano Alfine-Bereich.

Zum Ölwechsel benötigt man bei der Alfine eine handelsübliche Spritze, einen Auffangbecher, einen Aquariumschlauch mit Nippel und M6 Gewinde.

Und natürlich 50ml des kostspieligen Shimano Spezial Nabenöls:

Nachdem das Altöl über den Schlauch abgelaufen ist, wird die Alfine zunächst mit 25ml Frischöl gespült: Hinterrad am Montageständer durchdrehen, öfter alle Gänge durchschalten - oder eine Runde fahren.

Dann wird das Öl wieder abgelassen und danach final nochmals mit 25ml Öl befüllt.

Wer den jährlichen Shimano Alfine Ölwechsel günstiger als zu unglaublichen 70,- EUR Materialkosten haben möchte, kann z.B. das Rohloff-Set mit Shimano-Öl verwenden oder das günstige „Easybleed Ölpflege-Set“ nehmen.

Die Bewertungen bei Amazon dazu sind sehr gut.

Unklar bleibt die empfohlene Verwendung des Original-Shimano-Öls.

Die Einzelteile des Sets kosten zusammen nur ein paar Euro, allerdings wird es wahrscheinlich schwierig an den M6 Schraubnippel für den Ablaufschlauch zu kommen.

TüftlerInnen könnten dazu z.B. eine einfache „M6 Schlauchtülle“ oder „M6 Gewindetülle“ verwenden, die es z.B. aus Messing oder Kunststoff bei Ebay oder Amazon gibt.

Ich habe derzeit noch keine hier, denn es geht auch ganz ohne Ablaufschlauch und Schraubnippel: Einfach ein Tuch unter den Ölablauf in die Speichen massieren und das Öl dort hinein laufen.

Für meine umgebaute Nexus-Nabe, die zur Wartung ja ursprünglich in ein Ölbad getaucht wird habe ich bisher zum tauchen und auch jetzt zum Befüllen mit den 10ml einfach normales Motorrad Getriebeöl SAE 80 GL4 (z.B. Addinol für MZ-Oldtimer) benutzt.

Mit 5ml Öl war die Getriebenabe im Stehen auf beiden Seiten leicht geneigt schonmal dicht.

Ich habe mir jetzt nach 48 Stunden eine Spritze in der Apotheke besorgt und weitere 5ml Öl eingefüllt.

Das Hinterrad steht nun bereits mit aufgezogenem Reifen wieder erstmal für einen Dichtigkeitstest im Keller.

Am Wochenende habe ich dann bei zunächst strahlendem Sonnenschein eine Probefahrt mit der selbst gebauten Nexus-Permaölschmierung gemacht und kam nach 30 Kilometern Hausstrecke ziemlich nass wieder.

Der Mai ist auch nicht mehr was er mal war…

Erstes Fazit: Die Gänge schalten sich alle butterweich, selbst der vierte, klassische Problemgang der Nexus knackte nicht ein einziges mal und erzeugte auch keinen Leertritt, obwohl ich wirklich Gas gegeben habe.

Die Nabe scheint öldicht zu sein.

Einzig das Konuslager sollte ich noch ganz etwas weniger stramm einstellen, da sich die Pedalen beim Schieben noch etwas mitdrehen wollen.

Mit einem aufgezogenen Winterreifen ist das nun das perfekte Wechsel-Hinterrad für die dunkle Jahreszeit.

Interessant wird dann die Frage, wie sich das Öl bei kalten Temperaturen verhält.

Probleme wird es nicht geben, denn ich kann es jetzt ja ganz einfach gegen dünnflüssigeres Winter-Getriebeöl austauschen… für mich als Pendler eine tolle Option.

Wichtige Hinweise und Sicherheitshinweise

  • Achten Sie darauf, mit dem Schalthebel immer nur einen Gang nach oben oder unten zu schalten.
  • Während des Schaltvorgangs sollten Sie den Druck auf die Pedale verringern.
  • Falls Sie trotz hohem Druck auf die Pedale den Schalthebel betätigen oder versuchen, mehrere Gänge auf einmal zu schalten, könnten Ihre Füße von den Pedalen abrutschen, was unter Umständen zu schweren Verletzungen führt.
  • Dabei sollten die internen Komponenten ab der ersten Nutzung des Rads ungefähr alle zwei Jahre geschmiert werden (oder alle 5.000 km, falls Sie das Rad häufig nutzen).
  • Darüber hinaus empfehlen wir, dass Sie für Wartungsarbeiten das von SHIMANO für interne Naben entwickelte Schmiermittel bzw.

Empfohlene Werkzeuge

Die folgenden Werkzeuge sind zu Montage-, Einstellungs- und Wartungszwecken erforderlich.

  • 3 mm Innensechskantschlüssel
  • Schraubendreher [Nr. 1]
  • TL-S700-B
  • 10-mm-Schraubenschlüssel
  • TL-LR10
  • Engländer

Häufige Fragen und Probleme

  • Hinterrad knackt bzw.
  • Wie erkenne ich ein defektes Lager der Vorderradnabe bzw.
  • Vorderrad knackt bzw.
  • Vorderradnabe surrt bzw.

Wartungsintervalle und Tipps

Auch wenn Nabenschaltungen grundsätzlich wenig pflegeintensiv sind, empfiehlt der Hersteller, dass die Produkte spätestens alle 2000 Kilometer einmal pro Jahr gewartet werden sollten, um die Mechanik bestmöglich zu erhalten.

Wenn häufig schlechte Wetterbedingungen im Spiel sind, können sich diese Intervalle sogar verkürzen.

Shimano bietet für die Schmierung der Nabenschaltung 8-Gang Nexus von Shimano ein praktisches und komplettes Öl-Tauch-Set an.

Der Wartungsvorgang umfasst den Ausbau der internen Einheit der Nabe, den Öl-Tauchvorgang sowie den Wiedereinbau der internen Einheit.

Lesen Sie in der nachfolgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie Ihre Shimano Nexus 8-Gang Nabenschaltung korrekt warten sollten.

Wenn die Bremseinheit entfernt wurde, muss anschließend die Nabenhülse abgezogen werden.

Wenn eine Rücktrittbremse vorhanden ist, müssen Sie vor dem Öl-Bad noch die Bremsschuheinheit abziehen.

Mit dem Wartungs-Kit von Shimano gelingt die Schmierung der Einheit einfach und sicher.

Spannen Sie wieder die beiden abgeflachten Seiten der Nabenachse in einen Schraubstock ein.

Im nächsten Schritt wird die Bremsarmeinheit wieder angebracht.

Schrauben Sie danach den linken Konus sowie die linke Mutter wieder an.

Auswahl von Öl und Fett

Die Gretchenfrage lautet also: Welches Öl und welches Fett darf man für die Wartung der Shimano Nexus / Alfine Naben bei Freilauf-, Rollerbrake- oder Rücktrittversion benutzen?

Mit einem Bad in Getriebeöl SAE 80W90 GL4 macht man sicherlich erstmal nichts verkehrt (ohne Gewähr).

Das Getriebe-ÖL SAE 80 GL4 wird z.B. bei alten MZ-Motorrädern verwendet.

Konstruktionsbedingt könnten diese Anforderungen also sehr gut mit der Nexus-Funktionsweise hinkommen.

Die fast wartungsfreie Rollerbrake-Bremse selbst benötigt übrigens einmal im Jahr Shimano Rollerbrake-Spezialfett, um zuverlässig zu funktionieren.

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