Shimano Optislick vs. Polymer: Ein Vergleich von Schaltzugbeschichtungen

Um Schaltvorgänge auszuführen, ist der rechte Schalthebel mit dem Schaltwerk und der linke Schalthebel mit dem Umwerfer verbunden. Diese Verbindung wird mit Schaltzügen hergestellt, die entlang des Fahrrad-Rahmens geführt werden, dabei handelt es sich um beschichtete Stahlseile. Damit man sie um Kurven leiten kann, werden sie durch Außenhüllen gefädelt.

Die Beschichtung sorgt dafür, dass sich das Seil möglichst reibungsfrei in den Hüllen bewegen kann.

Leichtläufigkeit dank spezieller Beschichtungen

Wie in der Einleitung schon erwähnt, werden Schaltzüge beschichtet, um die Reibung zu verringern und sie korrosionsbeständiger zu machen. Diese Schicht ist so dünn, dass sie optisch nicht wahrnehmbar ist. Fährt man jedoch mit den Fingern das Schaltseil entlang, merkt man sofort, dass die Oberfläche im Vergleich zu unbeschichteten Stahlseilen sehr glatt ist.

Je nach Qualitäts- und Preisklasse kommen hier unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Shimano, der Platzhirsch auf dem Fahrrad-Markt, verwendet unter anderem Polymere oder Fluorpartikel, die genaue Zusammensetzung seiner Beschichtungen behält der Hersteller jedoch für sich.

Um auch die Innenseite der Außenhüllen so reibungsfrei wie möglich zu gestalten, befindet sich im Inneren der Hüllen ein Kanal aus Kunststoff, über den das Stahlseil gleiten kann. Die Hüllen für Schaltzüge sind dünner als die von mechanischen Bremsen, daher kann man nicht dieselben Außenhüllen für Bremse und Schaltung verwenden.

Montage eines Schaltzugs

Das Schaltseil wird zuerst durch den Schalthebel gefädelt. Dazu muss eine kleine Plastikschraube geöffnet werden, die sich an der Außenseite des Schalthebels befindet. Bei Rennrädern wird der Griffgummi nach hinten gestülpt, um den Zug einzufädeln. Wichtig ist, dass der Schalthebel für den Umwerfer vor dem Einfädeln auf den ersten Gang und der Hebel für das Schaltwerk auf den höchsten Gang gestellt wird, da es nur in diesen Gangpositionen möglich ist, den Schaltzug einzufädeln oder herauszunehmen.

Die Kompatibilität ist in jedem Fall gegeben, wenn man ein Schaltseil des Herstellers verwendet, der auch den Schalthebel produziert hat. Greift man auf ein Produkt einer anderen Marke zurück, sollte vor dem Kauf geprüft werden, ob es zu dem Hebel passt.

Nun wird das Stahlseil durch die Außenhüllen am Rahmen entlanggefädelt, bis es beim Schaltwerk oder Umwerfer ankommt. Dort wird es mit einer Schraubklemmung befestigt. Anschließend wird das überstehende Material mit einem Cable & Housing Cutter abgeschnitten. Das ist ein speziell zum Schneiden von Schaltzügen und Außenhülle konstruierter Kabelschneider. Auf keinen Fall sollte man einen Seitenschneider oder Ähnliches verwenden, denn dadurch wird das Schaltseil ausgefranst.

Nachdem das überschüssige Material abgeschnitten wurde, schiebt man eine Endkappe über das offene Ende und klemmt diese mit einer Zange fest.

Wenn auch die Außenhüllen gewechselt werden sollen, kann man sich bei der Länge an den alten orientieren. Wenn keine Hüllen mehr vorhanden sind, da diese bereits entsorgt wurden oder Sie das Fahrrad selbst neu aufbauen, sollten Sie sich professionelle Hilfe holen.

Kundenbewertungen zu Shimano Schaltzugbeschichtungen

Einige Kunden haben ihre Erfahrungen mit Shimano Schaltzugbeschichtungen geteilt. Hier eine Zusammenfassung:

  • Ein Kunde berichtet, dass er einen Shimano "Optiglide" Zug als Ersatz für seinen gerissenen Dura-Ace Zug eingebaut hat, aber schnell wieder zum Originalzug zurückgekehrt ist, da dieser spürbar besser und leichter zu schalten war.
  • Ein anderer Kunde nutzt nur noch beschichtete Züge, da diese eine deutlich bessere Schalt-Performance bieten. Allerdings bemängelt er, dass die Lebensdauer aufgrund des sich ablösenden Polymers nicht so hoch ist wie bei Standard-Zügen.

Diese Bewertungen deuten darauf hin, dass beschichtete Züge, wie Shimano Optislick und Polymer, eine verbesserte Schaltperformance bieten können, aber möglicherweise eine geringere Lebensdauer haben.

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