Shimano PD-EH500 Pedale einstellen: Eine umfassende Anleitung

SPD-Pedale (Shimano Pedaling Dynamics) gehören zu den beliebtesten Klickpedalen, denn sie bieten den idealen Kompromiss zwischen Komfort, Bewegungsfreiheit und Sportlichkeit. Sie eignen sich nicht nur für Rennräder, sondern werden häufiger noch bei Mountainbikes, Cyclocross-Rädern und nicht zuletzt auch Alltags- und Stadträdern verbaut. Meistens ist es so, dass Mountainbiker eine Alternative zu Plattformpedalen oder Rennradfahrer eine alltagsfreundliche Alternative zu gewöhnlichen Klickies suchen. Aber das einsteigerfreundliche System eignet sich auch für Neulinge, die noch nie mit Pedalen dieser Art gefahren sind. All das und mehr zu den SPD-Pedalen von Shimano und kompatiblen Alternativen, hier in unserem Ratgeber.

Kompatibilität von SPD-Pedalen

Fahrradteile sind selten standardisiert, nicht jeder Bremsgriff passt an jeden Lenker. Nicht jeder Lenker an jeden Vorbau. Deshalb unsere Tipps zu Shimano SPD Pedalen - darauf musst Du achten:

  • Volle Kompatibilität: SPD Pedale passen zu allen modernen Fahrradkurbeln.
  • Bei Fahrradpedalen herrscht ein weitreichender Gewinde-Standard.
  • Die passenden Cleats sind bei den neuen SPD Pedalen dabei.
  • Cleats verschiedener Hersteller können in der Regel nicht miteinander ausgetauscht werden. Du benötigst also nur die passenden Schuhe.
  • Für gewöhnliche SPD-Pedale benötigt man Radschuhe mit dem 2-Loch-Standard / SPD-Norm.
  • Bei SPD-SL-Pedalen hat man jedoch den 3-Loch-Standard.

SPD-Pedale für MTB und Rennrad

Im Vergleich zu anderen Klickies aus dem Radsport ermöglicht das SPD-System mehr Bewegungsfreiheit für den Fahrer und die Verbindung zu den Pedalen lässt sich leichter lösen. Außerdem sind die SPD-kompatiblen Schuhe sehr viel komfortabler, da die Cleats in der Sohle verschwinden und die Sohle nicht so hart ist. Die leichtere Verbindung ist wohl das Hauptkriterium für den Einsatz am MTB. Trotzdem braucht es etwas Übung für die Ausklick-Bewegung, um im Falle eines Sturzes schnell genug aus den Pedalen rauszukommen. Im Vergleich zu Plattformpedalen lässt sich das Hinterrad mit den Klickies dafür besser kontrollieren und Bunnyhops (genauer gesagt die english-Bunnyhop Variante) sind deutlich einfacher.

Die Cleats für SPD und SPD SL-Pedale - man sieht deutlich den Unterschied. Deshalb braucht man verschiedene Schuhe für diese unterschiedlichen Systeme. Wer SPD-Pedale für das Rennrad sucht, der sucht meistens nach den speziellen SPD SL-Pedalen, die den Rennrad-Clickies anderer Hersteller ähneln. Die festere Verbindung, die größere Aufstandsfläche und auch die speziellen Rennradschuhe sind eindeutige Vorteile für den Gebrauch im Radsport. Trotzdem ist das letztendlich eine Frage des Geschmacks und man erreicht mit den SPD-Pedalen für Mountainbikes annähernd gleiche Verhältnisse, was Kraftübertragung angeht. Wer sein Rennrad außerdem eher als Tourenrad verwendet und auch mal öfters absteigt, der wird sich über die SPD-kompatiblen Schuhe freuen.

SPD Pedale im Test: Ein Überblick

Hier eine Übersicht verschiedener SPD-Pedale. Anzumerken ist, dass dieses System zwar von Shimano entworfen wurde, aber es mehrere andere Hersteller gibt, die SPD-kompatible Klickpedale herstellen, wie Time und CrankBrothers. Das heißt, dass man für diese Klickpedale die selben 2er-Gewinde-Schuhe benötigt. Die passenden Cleats sind bei den hier vorgestellten Klickpedalen im Lieferumfang mitenthalten.

Vergleich verschiedener SPD-Pedale

Name Klickpedal-System Einsatzzweck Gewicht Preis
Shimano PD-M520 SPD MTB, Cross Country 380g 47,10 EUR
Shimano Tiagra PD-EH500 Kombi-Pedal: SPD + Plattform Stadtrad, Touren, MTB 383g 49,95 EUR
Shimano PD-A600 SPD Rennrad, Touren 286g 64,90 EUR
Shimano DXR PD-MX70 SPD BMX, Enduro, Downhill 414g 69,95 EUR
Time ATAC MX4 SPD Allzweck - MTB, Trail, Cyclocross, Gravel 384g 79,95 EUR

SPD Cleats / Ersatzteile

Wenn man sich neue SPD-Pedale bestellt, bekommt man in der Regel die passenden Cleats dazu. Cleats lassen sich aber auch einzeln bestellen, falls man die alten verloren hat oder sonstigen Bedarf für ein neues Paar Cleats hat. Hierbei sollte man auf die Hinweise des Herstellers achten - denn obwohl verschiedene Hersteller SPD-kompatible Pedale herstellen, kann man die Cleats nicht untereinander austauschen. Lediglich bei den Schuhen kann man sich sicher sein, dass alle 2er-Gewinde-Schuhe zu allen SPD-kompatiblen Pedalen passen.

Doch wenn man sich Ersatz-Cleats bestellt, sollte man versuchen, herstellertreu zu bleiben: Shimano Cleats für Shimano Pedale, Time ATAC Cleats für Time ATAC Pedale, etc.

SPD Pedale einstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Montage und Einstellung neuer SPD-Pedale: Von der Montage der Pedale bis zur Feineinstellung der Cleats und der Auslösehärte.

SPD-kompatible Schuhe

Hier eine Übersicht zu verschiedenen SPD-kompatiblen Schuhen. Wie bei den SPD-Pedalen auch ist man hier nicht unbedingt von Shimano abhängig - es gibt eine Vielzahl verschiedener Hersteller, deren Schuhe zum SPD-System passen. Das wohl wichtigste Kriterium bei Radschuhen ist die Steifigkeit der Sohle. Eine steifere, leichtere Sohle ermöglicht eine höhere Kraftübertragung vom Bein zum Pedal. Dafür kann eine solche Sohle extrem ungemütlich sein, wenn man längere Fußmärsche eingeplant hat. Was die Sohle angeht, findet man bei den großen Verkaufsportalen in der Regel genügend Nutzerberichte und -Beiträge.

Übersicht SPD-kompatibler Schuhe

Name Hersteller Größen Farben Klickpedal-System
Shimano SH-MT3L Touring Schuhe Shimano 36-48 Schwarz/Orange, Blau/Orange 2xGewinde (SPD)
Shimano SH-CT5 Trekking Damenschuhe Shimano 36-43 Navy, Mint, Schwarz/Pink 2xGewinde (SPD)
O'Neal Session MTB-Schuhe O'Neal 36-47 Schwarz, Schwarz/Gelb 2xGewinde (SPD)
Scott Trail Boa Trekking Fahrradschuhe Scott Sports 40-48 Schwarz/Grün 2xGewinde (SPD)
Shimano SH-XM7 MTB-Schuhe GORE-TEX Shimano 38-48 Grau 2xGewinde (SPD)
Pearl Izumi Kombi-Schuh Pearl Izumi 40-48 Schwarz/Grün 2xGewinde + 3xGewinde (SPD + SPD-SL)

FAQ zu SPD-Pedalen

Wie funktionieren SPD Pedale?

SPD-Pedale funktionieren im Prinzip wie auch andere Klickpedal-Systeme. Diese Pedale haben einen speziellen Einrast-Mechanismus und lassen sich daher nicht mit gewöhnlichen Schuhen fahren. Wenn man sich ein Paar SPD-Pedale bestellt, bekommt man nämlich in der Regel passende Cleatsdazu, die das Gegenstück zu den Pedalen darstellen. Diese Cleats sind Platten, die man an die Sohlen von speziellen Fahrradschuhen schraubt. Damit lassen sich die Schuhe in die Pedale einklicken - eine feste Verbindung entsteht zwischen den Beinen des Fahrers und den Kurbeln des Fahrers. Natürlich gibt es immer auch einen Ausklick-Mechanismus: Mithilfe einer seitlichen Drehbewegung nach außen öffnet sich der Mechanismus. Die Fahrradschuhe müssen zum SPD-System passen - das heißt, dass sie an der Unterseite je zwei Gewinde haben, um die passenden Cleats zu befestigen.

Welche SPD-Pedale für das Rennrad?

Das Klickpedal-System für das Rennrad von Shimano nennt sich SPD-SL. Dieses System ähnelt dem Look-System und eignet sich ebenso für den Gebrauch am Rennrad. Man benutzt die gleichen Schuhe dafür (3 Gewinde zur Befestigung der Cleats).Viele Rennradfahrer fahren aber auch mit SPD-Pedalen, wie man sie an Stadträdern und Mountainbikes benutzt. Manche Rennradler bevorzugen die flexiblere Sohle, mit der sich schon ein paar Meter zu Fuß zurücklegen lassen. Viele Radsportler haben außerdem verschiedene Fahrräder: ein Rennrad, ein Stadtrad, ein Mountainbike und vielleicht auch noch ein Tourenrad. Das SPD-System eignet sich für jedes Fahrrad - damit muss man nicht zwischen verschiedenen Systemen wechseln und benutzt immer die gleichen Schuhe.

Was sind SPD Pedale?

SPD-Pedale sind spezielle Fahrradpedale zum Einklicken (mehr dazu erfährst Du hier: Klickpedale). Die Abkürzung steht für Shimano Pedaling Dynamics - wie der Name verrät, wurde dieses System von Shimano entworfen. Doch mittlerweile findet man eine Vielzahl verschiedener Fahrradpedale, die kompatibel mit dem SPD-System sind. Das SPD-System unterscheidet sich von der Bauweise her von anderen Klickpedal-System dadurch, dass die Cleats mithilfe von nur zwei Gewinden an der Sohle befestigt werden. Das System eignet sich eher für Mountainbiker und Alltagsfahrer. Aber auch Rennradfahrer, die viel touren oder sich mehr Komfort wünschen, fahren oft mit SPD-Pedalen.

Montage der Schuhplatten (Cleats) und Ausrichtung der Shimano SPD-Cleats

Beim Montieren der Schuhplatten (Cleats) allgemein und der Ausrichtung der beliebten Shimano SPD-Cleats im Speziellen gibt es allerdings ein paar Vorgaben, die man zur Vermeidung von Überanstrengung, Schmerzen oder Taubheit entlang der Fußsohle, im Sprunggelenk, innerhalb der Wadenmuskulatur oder sogar im Knie einhalten sollte. Außerdem nimmt bei falscher Montageposition die Effizienz beim Pedalieren ab.

Das Kürzel „SPD“ bezeichnet einen sehr verbreiteten Klickpedalstandard des japanischen Fahrradkomponenten-Herstellers Shimano, es gibt aber auch andere Marken, die Pedale und Schuhplatten mit diesem System vertreiben. Sie sind untereinander kompatibel. Kennzeichnend ist die spezielle Form des Cleats mit zwei nebeneinander liegenden Löchern beziehungsweise den entsprechenden Gewinden in der Schuhsohle. Verwechslungen mit den Shimano Rennrad-Pedalen namens SPD SL mit drei Schrauben ist daher nur namentlich möglich.

Hast du neue Fahrradschuhe, willst du deine alten Cleats durch neue ersetzen oder hast deine allerersten Klickpedale angeschafft, brauchst Du zur Montage eigentlich nur einen Inbus- oder Innensechskantschüssel (4 Millimeter), wie er - vielleicht innerhalb eines Multitools - in jede gute Satteltasche gehört. Hilfreich sind zusätzlich ein Lineal, ein Bleistift und etwas Klebeband. Neue Cleats liegen beim Kauf den Pedalen bei, nicht den Schuhen. Man kann sie für unter zehn Euro aber auch separat kaufen. Neben den zwei Schuhplatten bekommt man die vier passenden Schrauben und zwei Unterlegscheiben in Form einer Art Brille. Bei neuen Schuhen muss man oft vor der Montage der Schuhplatten je eine verschraubte Blende aus dem vorderen Teil der Profilsohle entfernen, darunter befinden sich dann die Gewinde. Statt der benötigten zwei Gewinde tauchen dort meist vier auf, man nutzt je nach Anatomie des Fußes entweder die vorderen oder hinteren beiden. Es gibt bei Cleats keine linke und rechte Version, dafür markiert ein Pfeil die Platzierung in Fahrtrichtung.

Schritte zur Ausrichtung der Platten

In Schritt zwei erfolgt die Ausrichtung der Platten. Damit wird die spätere Stellung des Fußes auf dem Pedal definiert, leichte Rotationsbewegungen von vier Grad lässt das Spiel zwischen SPD-Pedal und Cleat später noch zu. Trotzdem sind die folgenden Schritte recht entscheidend für den späteren Fahrkomfort und nicht zuletzt auch für die Leistung und den gesundheitlichen Nutzen beim Radfahren.

Los geht’s: Die SPD-Pedalplatten können längs, quer und in rotierender Weise ausgerichtet werden. Am Ende sollte die Mitte des Cleats zentral unter dem sogenannten Quergewölbe des Fußes sitzen, das entspricht dem Verlauf vom Großzehgelenk, auch als Fußballen bekannt, zum entsprechenden Pendant am Kleinen Zeh. Die Fußspitzen sollten später von oben betrachtet neutral nach vorn oder in einem leichten „V“ nach außen zeigen, das entspricht am ehesten der natürlichen Fußstellung und Biomechanik beim Gehen und ist damit besonders schonend.

Auch zu Fuß wird die Kraft beim Abdruck über dieses Quergewölbe in den Boden geleitet, eine andere Positionierung, zum Beispiel mit dem Mittelfuß auf der Pedalmitte, könnte Taubheit, Muskelbrennen und vorzeitige Ermüdung der Füße mit sich bringen.

Detaillierte Anleitung zur Markierung und Ausrichtung

  1. Zieh deine Radschuhe an.
  2. Ertaste auf der Innenseite deines Fußes die Mitte des Großzehballens und markiere die Stelle dann unauffällig mit einem Stift oder der Spitze eines Aufklebers auf Höhe der Schuhsohle.
  3. Vollzieh das gleiche Prozedere auf der Fußaußenseite mit dem äußersten also fünften Zehengrundgelenk. Dieser Punkt ist weniger prominent und schwerer zu ertasten. Kleine Hilfe: Die Zehen mehrmals auf und ab bewegen und versuchen, das Drehzentrum des Kleinen Zehs zu verorten. Markiere diese Stelle ebenfalls.
  4. Sind beide Schuhe mit je zwei Markern versehen, zieh sie aus und drehe die Sohlen zu dir.
  5. Finde mittels Lineal oder Klebebandstreifen die exakte Linie zwischen den zwei Punkten jedes Schuhs, ein Bleistiftstrich mittig über die Sohle legt die spätere Längsposition des Cleats fest.
  6. Finde nun die exakte Mitte dieser Linie von der einen Außenkante der Schuhsohle bis zur anderen und ergänze die bestehende Linie genau auf dieser Höhe mit einer senkrecht dazu stehenden. Dieses Kreuz bildet den Ausgangspunkt für individuelle Feinkorrekturen der Cleat-Position (s.u.).
  7. Für den korrekten Winkel des Cleats kann man sich an der Mittelachse des Schuhs von seiner Ferse zur Schuhspitze oder an den Montageschienen für die Schuhplatten orientieren. Das Cleat wird entweder exakt daran ausgerichtet oder mit seiner vorderen Spitze leicht zur Schuhinnenseite weisend verdreht montiert.
  8. Tipp: Ertaste im Vorfeld auch die Lage von mittlerem und zweitem Zeh im Schuh, die Cleat-Spitze sollte maximal auf einen dieser Beiden oder auf den Spalt dazwischen zeigen.
  9. Sind beide Cleats nach diesen Vorgaben ausgerichtet, nun alle vier Schrauben mit einem Inbus-Werkzeug fest anziehen, empfohlen werden je nach Schuh-Hersteller 5 bis 8 Nm mittels Drehmomentschlüssel, bitte an deren Vorgaben halten.

Feinanpassung und individuelle Bedürfnisse

Die exakt mittige Positionierung kann im Nachhinein in Grenzen an persönliche Bedürfnisse angepasst werden und muss rechts und links nicht identisch sein. Bist du noch nicht mit der Position deiner Cleats zufrieden? Nachbesserungen im Millimeter- oder Gradbereich sind problemlos möglich.

Sportliche Radfahrer und Radfahrerinnen können das Cleat etwas weiter außen auf der eingezeichneten Linie montieren, damit die Füße für einen kleineren, effizienten Q-Faktor* nah an die Kurbel rutschen, kräftig gebaute Biker*innen können für etwas mehr Platz zwischen Rahmen und Schenkeln die Platten zwei, drei Millimeter weiter einwärts verschieben.

Ambitioniertere Mountainbiker, Cyclocrosser und Gravelbiker mit höheren Trittfrequenzen sollten die Cleats so ausrichten, dass die Füße parallel zum Rad stehen. Wer seltener und eher gemütlich pedaliert, darf die Außenrotation der Füße auf dem Klickpedal gerne etwas vergrößern.

In Längsrichtung spielen Trittfrequenz, Untergrund und die Kraft in den Waden eine Rolle, das Cleat zwei Millimeter vor der eingezeichneten Linie bedarf mehr Ausdauer im Unterschenkel, dafür fällt es vielen so leichter, flüssig und explosiv zu treten. Mehr als zwei Millimeter Richtung Ferse versetzt spart man etwas Energie, neigt aber eher zu stampfendem Pedalieren.

Werkzeug und Hilfsmittel für den Pedalwechsel

Im Prinzip benötigst du nur wenig Werkzeug, um die Pedale an deinem Fahrrad zu wechseln. Je nach Pedal kann sich das benötigte Werkzeug unterscheiden. Entweder du nutzt einen Pedalschlüssel oder je nach Pedal-Modell einen 6er bzw. 8er Inbusschlüssel. Andere Werkzeuge zur Montage und Demontage deiner Pedale sind nicht notwendig.

Ein weiteres Hilfsmittel ist Montagefett oder Montagepaste, welches du auf das Gewinde der neuen Pedale auftragen solltest, um Korrosion zu vermeiden.

Benötigtes Werkzeug für den Pedalwechsel:

  • 6er oder 8er Inbusschlüssel alternativ einen Pedalschlüssel
  • Montagepaste/Montagefett

Schritte zum Wechseln der Pedale

Schritt 1: Alte Pedale vom Fahrrad lösen und abschrauben

Bevor du die neuen Pedale montieren kannst, musst die alten abschrauben. Stelle dein Fahrrad zuerst stabil auf dem Vorderrad und Hinterrad ab. Beginne mit dem rechten Pedal, auf der Antriebsseite. Setze den Pedalschlüssel zwischen Pedale und Kurbelarm an und drehe ihn in die linke Richtung. Alternativ kannst du einen 6er beziehungsweise 8er Inbusschlüssel nehmen und auf der Rückseite der Kurbel die Pedale damit demontieren. Allerdings musst du dann in die andere Richtung (nach rechts) drehen.

Als Nächstes drehst du das Fahrrad einmal um, stellst wieder stabil auf Vorder- und Hinterrad ab und gehst bei der zweiten Pedale fast genauso vor wie bei der ersten. Allerdings mit dem Unterschied, dass das Gewinde auf der linken Seite der Kurbel ein Linksgewinde hat. Dadurch kann sich das linke Pedal bei der Fahrt nicht eigenständig locker drehen. Wenn du also von vorn mit dem Pedalschlüssel die Pedale auf der linken Seite demontieren möchtest, musst du den Schlüssel nach rechts drehen. Wenn du einen Inbusschlüssel nutzt und damit von hinten in den Kurbelarm an der Pedalachse drehst, musst du nach links drehen.

Manchmal sitzen die Pedale so fest, dass du sie nicht abbekommst. Dies kann passieren, wenn die beiden Gewinde durch Korrosion aneinander haften. Du kannst dann mit mehr Kraft drücken, in dem du den Hebel verlängerst. Nimm dazu einen längeren Schlüssel, oder verlängere den bereits genutzten. Außerdem kannst du mit Kriechöl versuchen, die Gewinde wieder geschmeidig zu machen. Auch ein Schlag mit dem Gummihammer kann Wunder wirken.

Schritt 2: Neue Pedale einfetten

Als Nächstes musst du die neuen Pedale vor dem Montieren einfetten. Schmiere dazu die Gewinde beider Pedale mit einer Montagepaste ein. Dazu kannst du einen Pinsel, einen Lappen oder auch deine Finger nehmen. Das Schmieren soll vermeiden, dass eine Korrosion zwischen den beiden Gewinden (Pedale und Kurbel) auftritt. Im schlimmsten Fall könnten die beiden Gewinde ohne Montagefett so stark zusammenstecken, dass du sie nicht mehr Trennen kannst und beides Austauschen musst.

Schritt 3: Neue Pedale montieren und festschrauben

Im letzten Schritt schraubst du die neuen Pedale dann am Kurbelarm wieder an. Dabei kannst du dir die folgende Regel zur Pedalmontage merken: links nach links und rechts nach rechts drehen. Wenn du also das mit R markierte, rechte Pedal montierst, musst du es nach rechts (im Uhrzeigersinn) drehen. Drehe es zuerst mit der Hand fest, bis das Gewinde im Kurbelarm verschwunden ist. Als Nächstes nimmst du wieder den Inbus- oder Pedalschlüssel zur Hand und ziehst das Pedal fest. Wenn du die Möglichkeit hast einen Drehmomentschlüssel zu nutzen, dann stell ihn auf ungefähr 30 NM ein. Falls nicht, dann dreh die Pedale handfest, also so weit an, bis du das Gefühl hast, dass sie richtig fest sitzt.

Die Pedale auf der linken Seite, die mit einem kleinen L markiert ist, drehst du nach dem gleichen Prinzip fest. Allerdings musst du sie zum Festschrauben nach links drehen.

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