Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung zur Reparatur und Wartung von Shimano RSX Schaltungen, die häufig an älteren Rennrädern zu finden sind. Eine nicht funktionierende Schaltung macht ein Fahrrad unfreiwillig zum Singlespeed.
Häufige Probleme und Lösungen
Schaltzugwechsel
Viele Benutzer haben sich gefragt, wie man am besten einen Schaltzug wechselt, da dieser oft zu kurz ist und die Schaltung nicht richtig funktioniert. Im Prinzip geht es immer genauso: Du löst ihn hinten und schiebst ihn vorn raus. Wie genau es bei diesen RSX-Hebeln geht, weiß ich nicht mehr. Vielleicht muss noch eine Kappe entfernt werden.
Verharzte Schalthebel
Wenn die Schaltung mal wieder hakt und ihr Gänge nicht hoch oder runter schalten könnt, liegt das bei einer indexierten Schaltung nicht selten an einem verdreckten bzw. verklebten Innenleben des Schalthebels durch altes Fett. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr das Problem beheben, ohne, dass ihr den Schalthebel zerlegen müsst. Viele Hebel haben kleine Wartungsöffnungen (kleines Loch). Nehmt euch einfach einen Entfetter oder WD-40 und sprüht dies in die Öffnung und am besten auch in jede andere Ritze, die ihr am Hebel finden könnt. Danach betätigt ihr die Schaltung ganz oft nach oben und nach unten.
Wenn das Fett im Schalthebel schon sehr alt ist, werdet ihr dieses kaum von außen lösen können. Dann könnt ihr den Schalthebel nur noch zerlegen und reinigen. Meistens reicht es dabei aber schon, wenn ihr die größeren Abdeckungen entfernt.
Reinigung mit WD-40
Die WD40 Nummer funktionert. Selbst schon MEHRFACH gemacht. Allerdings zerlegt ist zerlegt und wird davon nicht wieder heile. An meinem sehr alten Rennrad hatte ich genau das beschriebene Problem, hatte genau hier deswegen angefragt und auch die Antworten erhalten, wie Du sie jetzt bekommen hast. WD 40 half und hilft. Und im Prinzip habe ich die Hebel nur in WD40 ersäuft. Mit dem Rad fährt jetzt (gelegentlich) mein Sohn und im Frühjahr muss ich diese Prozedur jeweils wiederholen.
Mit WD40 fluten wurde ja schon genannt, schön oft wiederholen. Ich sammle immer den Rest aus den Sprühdosen in einem Glas, da durften die drin baden. Mit geeignetem Schmiermittel sollte man die gereinigte Mechanik wieder "verwöhnen". Ich nehm Bremsenreiniger aber auch nur, wenn WD40 nicht den gewünschten Erfolg zeigt.
Zerlegen der Schalthebel
Ich hab so nen Rennradschalthebel (Ultegra) einmal zerlegt, weil bei Shimano nach einigen Jahren gerne das Fett verharzt und dann nix mehr richtig geht. Das Ding lag 2-3 Tage zerlegt auf dem Küchentisch. Wenn man es nicht selbst zerlegt und alle Teile entsprechend beiseite gelegt hat oder ein leidenschaftlicher Hardcore-Bastler ist, dann wirds echt schwierig. In dem Fall mit WD40 fluten und viel bewegen. Wenn es dann wieder geht: Sprühfett rein. :thumpsup: Aufmachen würde ich die Dinger nicht.
Ich habe es bei einem MTB Schalthebel mal versucht, aber der nicht wieder zusammenbekommen. Ich weiß schon, warum ich nur Daumen. (MTB) bzw. Rahmenschalthebel (Rennrad) fahre. Am besten ist echt du notierst dir die genaue Bezeichnung der Schaltung und schaust im Netz nach einer Bauanleitung.
Da ist ziehmlich viel Mechanik drin, also Obacht beim aufschrauben. Das mache ich erst einmal nicht wieder denn ich habe richtig lange dran gesessen das Ding wieder zusammen zu bauen.
Ich habe meine RSX (7-fach) schon komplett zerlegt, gereinigt und wieder zusammen gesetzt. Will allerdings nicht verschweigen das ich dabei mehr Nerfen gelassen habe als bei anderen Projekten! Ich würde dir empfehlen die Hebel erst einmal ordentlich mit dünnen Öl zu fluten, einwirken lassen, paar mal versuchen zu schalten, wieder Öl rein, warten...usw. Klappt in ca. 80% der Fälle. Dann sind sie wieder gut für viele km.
Weitere Tipps zur Reinigung und Wartung
- Ich würde dir raten Sprühen, auf Heizung legen und warten.
- Wenns schneller gehen muss Ofen auf 50°C (auf keinen Fall mehr!!!) stellen 15min heizen lassen abstellen 10min warten, Hebel rein nach ca.
- (Weisheit meines ehemaligen Biologielehrers: "Viel hilft viel!") Hilft auch hier. Gerade wenn die Schalthebel längere Zeit nicht betätigt wurden, fördert das das Verkleben.
- Für solche Fälle hilft sehr gut eine Ultraschallreinigungsprozedur. Ob STI, alte Naben, alte Bremskörper, ..., wenn der Tank groß genug ist, kein Problem.
- Vielleicht anwärmen, danach mit Bremsenreiniger ausspülen und neu ölen? Ich könnte mir auch vorstellen, den Hebel über Nacht in Petroleum einzulegen, um das alte Fett zu lösen.
Einstellen der Kettenschaltung
Die meisten modernen Fahrräder sind mit einer Kettenschaltung ausgestattet. Der Schaltvorgang wird dadurch ausgeführt, dass die Kette von einem Ritzel oder Kettenblatt zum nächsten umgelenkt wird.
Komponenten der Kettenschaltung
- Der (vordere) Umwerfer besteht aus einem einfachen Käfig, der aus einem Blech gebogen ist und von links nach rechts bzw. rechts nach links bewegt werden kann.
- Schaltwerk und Umwerfer führen jeweils die Kette seitwärts, so dass die Kette nicht mehr gerade auf dem Ritzel bzw. Kettenblatt läuft, sondern in einem Winkel.
Funktionsweise
Wenn dieser Winkel spitzer wird, können die Zähne des Ritzels (bzw. Kettenblatts) nicht mehr in die Zwischenräume der Kette greifen und sie fällt auf das nächstgelegene kleinere Ritzel bzw. Wenn die Kette auf das nächstgrößere Kettenblatt bzw. Ritzel geschaltet werden soll, funktioniert das etwas anders. Die Kette wird gegen die Seite des nächstgelegenen größeren Kettenblatts (bzw. Ritzels) gedrückt. Irgendwann bleibt sie an einem Zahn des größeren Kettenblatts (bzw.
Moderne Kettenblätter (bzw. Ritzel) haben Schalthilfen in Form von speziell geformten Zähnen und seitlichen Rampen, die dabei helfen, diesen Vorgang geschmeidiger ablaufen zu lassen. Das ist der Hauptgrund dafür, dass moderne Kettenschaltungen besser funktionieren als alte Systeme.
Überprüfung des Schaltwerks
Bevor Du versuchst, ein Schaltwerk einzustellen, solltest Du wirklich sicher gehen, dass es nicht verbogen ist. Wenn ein Schaltwerk einen Schlag abbekommt, wird es nach Innen in Richtung der Speichen gebogen. Manchmal wird es tatsächlich zwischen die Speichen des sich drehenden Hinterrads gebogen. Das sind schlechte Nachrichten, falls das passiert. Wenn Du Glück hast, zerbricht das Schaltwerk in zwei Teile. Solltest Du weniger Glück haben, werden ein paar Speichen zerstört und möglicherweise das ganze Hinterrad unbrauchbar gemacht.
Bei ganz besonders großen Pechvögeln wird das Schaltwerk von den Speichen mit solcher Gewalt nach hinten mitgerissen, dass das Ausfallende nach hinten verbogen oder gar mit dem Schaltauge abgerissen wird. Bei einem starken Schlag ist es meistens nicht das Schaltwerk, das sich verbiegt, sondern das Schaltauge. Das liegt daran, dass ein Schlag meistens an seiner stärksten Stelle - dem Parallelogramm auftrifft.
Beachte: Bei vielen älteren oder billigen Fahrrädern ist das Schaltauge nicht Teil des Rahmens, sondern werden als Bauteil des Schaltwerks mit ausgeliefert. Dieser Schaltwerk Adapter wird im Wesentlichen von der Achsmutter oder dem Schnellspanner der Hinterachse geklemmt.
Visuelle Kontrolle
Du kannst die Ausrichtung des Schaltwerks grob mit dem Auge kontrollieren, indem Du das Schaltwerk von hinten betrachtest. Die beiden Kettenführungsrollen sollten exakt untereinander angeordnet sein, so dass die Kette in einer exakt geraden Linie von der Spannrolle zur Leitrolle verläuft. Gleichzeitig solltest Du die Ausrichtung dieser Rollen zum darüber liegenden Ritzel betrachten.
Gut meinende Menschen schnappen sich oft das Schaltwerk und versuchen es manuell nach außen in die richtige Stellung zu biegen. Unglücklicherweise packen sie dabei das Schaltwerk am Käfig - seiner schwächsten Stelle - an. Dabei verbiegen sie dann nicht nur das verbogenen Schaltauge sondern gleichzeitig den Käfig. Merke: Gut gemeint ist in dem meisten Fällen nicht gut gemacht.
Richten des Schaltauges
Wenn das Schaltauge verbogen ist, muss in den allermeisten Fällen das Schaltwerk demontiert werden, um es zu richten. Gute Fahrradwerkstätten haben ein spezielles Werkzeug (eine Art langer Hebel mit Schublehre), das in das Loch des Schaltauges geschraubt wird. Dieses Werkzeug hat genügend Hebel, um das Schaltauge gerade zu biegen, und besitzt gleichzeitig eine Messlehre, mit deren Hilfe man die parallele Ausrichtung kontrollieren kann. Unterwegs kann man das Schaltauge nach Demontage des Schaltwerks mit einem Engländer geradebiegen.
Begrenzungsschrauben
Die Begrenzungsschrauben sind zwei Schrauben, die festlegen, wie weit sich das Schaltwerk von links nach rechts bewegen kann. Sie sind zumeist auf der Rückseite des Parallelogramms zu finden. Manchmal sind sie auch auf der Außenseite angebracht. Die Begrenzungsschrauben sind nicht dazu da, das Schaltwerk zu bewegen, sondern stellen eine harte Bewegungslimitierung dar, wenn es durch den Schalthebel bewegt wird.
Wenn man die Begrenzungsschraube löst, kann sich das Schaltwerk weiter in die entsprechende Richtung bewegen. Normalerweise stellt man die Begrenzungsschrauben einmal nach der Montage des Schaltwerks ein und brauchen danach nicht wieder beachtet zu werden. Wenn man sie bei einem Fahrrad, das bisher gut schaltete, nachstellen muss, ist das ein Indiz dafür, dass das Schaltwerk (oder das Schaltauge) verbogen ist.
Bei neueren Schaltwerken sind die Begrenzungsschrauben mit einem "H" (high/groß) und "L" (low/klein) markiert. Bei manchen älteren Schaltwerken gibt es diese Markierung nicht, weil man die Enden der Schrauben sehen kann. Wenn man nun in einen großen Gang (kleines Ritzel) schaltet, schaut man, welche Schraube anstößt und weiß, dass dies die "H"-Schraube sein muss.
Diese Einstellarbeiten sind nicht übermäßig umständlich. Habe keine Hemmungen, die Schraube eine halbe oder eine ganze Umdrehung zu drehen. Es gibt nur eine etwas kritische Stelle mit der Einstellung des kleinsten Gangs (L). Hier kann man evtl. dem Schaltwerk so viel Bewegungsspielraum geben, dass die Kette zwischen Ritzel und Speichen fällt.
Begrenzungsschraube L (großes Ritzel)
Die Begrenzungsschraube für den kleinsten Gang (größtes Ritzel) wird üblicherweise mit dem Buchstaben "L" gekennzeichnet. Sie hindert das Schaltwerk daran, die Kette in die Speichen zu werfen. Falls sie zu lose ist, kann das Schaltwerk die Kette über das Ritzel hinaus überschalten und sie landet zwischen Ritzel und Speichen, was katastrophale Folgen haben kann.
Begrenzungsschraube H (kleinstes Ritzel)
Die Begrenzungsschraube für den größten Gang (kleinstes Ritzel) wird üblicherweise mit dem Buchstaben "H" gekennzeichnet. Sie hindert das Schaltwerk daran, die Kette über das kleinste Ritzel hinweg nach außen zwischen Ritzel und Ausfallende zu schalten. Wenn die Schraube zu lose ist, macht das bei indexierten Schaltungen (außer beim Invers-Schaltwerk) nichts, weil die Zuglänge verhindert, dass das Schaltwerk über das Ritzel hinaus schaltet. Wenn die Schraube zu fest angezogen ist, ist es unmöglich oder sehr schwierig auf das kleinste Ritzel zu schalten.
Schwierigkeiten auf das kleinste Ritzel zu schalten haben zumeist nicht den Grund, dass die Begrenzungsschraube H des Schaltwerks nicht richtig eingestellt ist.
Zugeinstellschraube
Die Zugeinstellschraube ist die am häufigsten verwendete Einstellmöglichkeit des Schaltwerks. Die Rastungen, die das indexierte Schalten ermöglichen, befinden sich im Schalthebel. Mit der Zugeinstellschraube ändert man die Zuglänge auf die korrekte Länge, die mit den Rastungen korrespondiert.
Wenn das Schaltwerk mit der Begrenzungsschraube H und L korrekt justiert wurde, ist dies die einzige nachträglich notwendige Einstellung des Schaltwerks, um Zuglängung auszugleichen oder neu verlegte Züge anzupassen.
Die Zugeinstellschraube ist eine Einstellschraube am Ende der Zughülle. Bei manchen Fahrrädern gibt es eine zweite Zugeinstellschraube, so dass man während der Fahrt den Zug justieren kann. Bei aufrechten Lenkern befinden sich diese direkt am Schalthebel. Bei Dropbars und entsprechenden Braltern befinden sich diese an der Stelle, an der die Zughülle am Unterrohr am ersten Zuganschlag endet. Dabei macht es keinen Unterschied, welche der beiden Zugeinstellschrauben man benutzt. Verwende diejenige, die dir am meisten komfortabel erscheint.
Bevor Du die Zugeinstellschraube betätigst, solltest Du in das kleinste Ritzel schalten und sicherstellen, dass der Zug so locker sitzt wie möglich. (Bei RapidRise Schaltwerken ist das natürlich umgekehrt und man schaltet in das größte Ritzel).
Schalte nun am Schalthebel in die nächste Rastposition und bewege die Pedale. Die Kette sollte nun auf das nächste Ritzel springen. falls es das nicht macht, ist der Zug zu locker. Drehe nun die Zugeinstellschraube eine halbe Umdrehung (gegen den Uhrzeigersinn), um den Zug zu spannen. Jetzt teste wieder, ob die Kette auf das nächste Ritzel springt. Anfänger drehen die Zugeinstellschraube häufig zu weit. Daraus resultiert dann meistens das Problem, dass die äußersten Gangpositionen nicht mehr gut schaltbar sind. Daher ist es ratsam am äußersten Ende (kleinstes und zweitkleinstes Ritzel) die Schaltung einzustellen.
Winkeleinstellung (Einstellschraube B)
Moderne Schaltwerke haben zwei mit Federn unter Spannung gehaltene Gelenke. Das untere Gelenk (manchmal das A-Gelenk genannt), zieht den Käfig zurück, um so das Durchhängen der Kette zu verhindern, wenn man auf kleinere Ritzel schaltet. Das obere Gelenk (B-Gelenk), sorgt dafür, dass das Parallelogramm des Schaltwerks zurückgezogen wird. Je ausbalancierter die Kräfte dieser beiden Gelenke sind, desto besser funktioniert die Schaltung.
Viele Schaltwerke haben eine Winkeleinstellschraube (Shimano nennt diese "Einstellschraube B"). Diese stellt die Spannung des oberen Gelenks (für das Parallelogramm) ein. Damit wird der Abstand der Leitrolle zum größten Ritzel verändert. Wenn Du nun das Ritzelpaket gegen eines mit größerem oder kleinerem großen Ritzel tauschst, musst Du diesen Winkel nachträglich verändern. Genauso musst Du hier Nacharbeiten, wenn Du eine längere oder kürzere Kette verbaust.
Wenn die Winkeleinstellung zu locker ist, kann die Leitrolle mit dem größten Ritzel in Kontakt kommen und entweder Geräusche verursachen oder zu Schaltproblemen führen. Daher solltest Du in der Kombination kleinstes Kettenblatt vorne und größtes Ritzel hinten diese Einstellung überprüfen. Möglicherweise kann ein größeres Kettenblatt dazu führen, dass Du auch ein neues Schaltwerk benötigst, das mehr Kapazität zur Winkeleinstellung mitbringt. In manchen Extremfällen (z.B. einem 36 Zähne Ritzel von Shimano), kann es sogar nötig sein, eine längere Winkeleinstellschraube zu besorgen - mancher installiert die Schraube daher verkehrt herum.
Weil ein Schaltvorgang den Winkel der Kette verändert, hilft ein steilerer Winkel dabei, den Schaltvorgang zu beschleunigen. Je näher die Leitrolle dem Ritzelpaket ist, desto steiler wird dieser Winkel für den kurzen Moment der Schaltwerkbewegung.
Campagnoloschaltwerke aus dem Jahr 2001 und später haben keine "Einstellschraube B". Stattdessen haben sie eine "A Spannung" Einstellschraube. Der Ausgleich der beiden Federspannungen im Schaltwerk wird über diese Schraube geregelt. Das funktioniert aber gegenteilig zur "Einstellschraube B".
Kettenlänge
Wenn Du die Kette oder Ritzel tauschst, solltest Du auch die Kettenlänge überprüfen. Neue Ketten werden länger ausgeliefert als für die meisten Fahrradkonfigurationen nötig. So gut wie immer wirst Du die Kette kürzen müssen, bevor Du sie montieren kannst. Falls die Kette zu kurz ist, kannst Du Dir das Schaltwerk blockieren und unter Umständen sogar zerstören, falls Du versehentlich auf die groß-groß (großes Kettenblatt, großes Ritzel) Kombination schaltest.
Wenn die Kette zu lange ist, kann sie in der klein-klein (kleines Kettenblatt, kleines Ritzel) Kombination durchhängen. Diese Kombination sollte man möglichst sowieso nicht schalten, so dass dies kein wirklich ernstes Problem ist. Wenn Du die empfohlenen Gangreichweiten für ein bestimmtes Schaltwerk überschreitest, wirst Du mit geringer Kettenspannung bzw.
Die beste Technik, um das richtige Kettenlängenmaß zu finden ist es, die Kette über die groß/groß (großes Kettenblatt, großes Ritzel) zu führen. Dabei wird das Schaltwerk ausgelassen. Halte die beiden Enden passend auf das große Kettenblatt, so dass sich ein komplettes Kettenglied (ein äußeres und ein inneres Halbglied) überlappt. In fast allen Fällen ergibt sich so die optimale Kettenlänge.
Hier überlappt nur ein halbes Kettenglied. Kette passt zusammen. Wird jedoch viel zu kurz für ein Fahrrad mit Kettenschaltung sein. Beginne mit der kürzest möglichen Kettenlänge, die ein Verbinden der Kettenlängen ermöglicht. Bedenke jedoch das extra Kettenglied wie oben links auf dem Bild zu sehen.
Wenn Du nun die Kettenenden so wie auf dem Bild oben rechts zusammenhälst, sollte die Kette durchhängen. Jetzt fädele die Ketten durch das Schaltwerk und verbinde die beiden Enden. Versuche niemals die Kette zu verlängern. Der richtige Weg ist immer das Kürzen der Kette, alles andere ist Zeitverschwendung.
Die schmalsten Ketten, die bei 11-fach (oder 10-fach) Schaltungen mitgeliefert werden, besitzen im Auslieferungszustand nur einen speziellen Einmalbolzen oder ein Kettenschloss.
Kettenpflege
Der Zustand der Kette hat wesentlich Einfluss darauf, wie gut das Gesamtsystem schaltet. Im Speziellen heißt das, wenn Deine Kette trocken und dreckig ist, wird sie nicht so gut schalten, weil die Kettenglieder schwergängig sind. Ketten verschleißen typischerweise nach wenigen tausend Kilometern. Währenddessen längen sie sich ein wenig. Man sollte die Kette regelmäßig auf dieses Signal hin überprüfen. Das wird im Wesentlichen in Sheldons Artikel über Kettenpflege abgehandelt.
Wenn Du beim Fahren einen regelmäßigen alle drei bis vier Pedalumdrehungen wiederkehrenden Sprung bemerkst, hat Deine Kette ein schwergängiges Kettenglied. Das entsteht normalerweise an der Stelle, an der die Kettenenden vernietet wurden. Der einfachste Weg diese Problemstelle zu entschärfen ist es, die Kette in eine "Z"-Form zu falten (das schwergängige Glied muss im diagonalen Teil sein) und die Kette seitwärts hin und her zu biegen. Wenn man die entsprechende Stelle leicht auffinden will, sollte man in die klein/klein Kombination, die man möglichst nicht zum Fahren benutzen soll, schalten.
Schaltwerksreinigung
Die beweglichen Teile eines Schaltwerks sollten möglichst sauber und geschmiert halten. Das vollständige Reinigen deines Schaltwerks gelingt am besten im ausgebauten Zustand. Bei montiertem Schaltwerk wackele am Schaltkäfig hin und her.
Die Schalträdchen am Schaltwerk sind die sich am schnellsten drehenden Bauteile am Fahrrad. Wenn die Lager der Schalträdchen nicht geschmiert bleiben und austrocknen, werden sie laut quietschen (Sheldon Brown sagte dann immer: "man wird von einer Schar hungriger Mäuse gejagt"). Wenn die Lager oder Zähne verschleißen, sollte man die Schalträdchen tauschen.
Das Gelenk des Käfigs ist normalerweise gut gekapselt. Wenn Du jedoch sehr ambitioniert bist, kannst Du es auseinanderbauen und auch dieses Gelenk schmieren. Diese Aufgabe kann recht knifflig sein, weil man alle Bauteile richtig platzieren muss, bevor man die Feder wieder unter Spannung setzt.
Man kann Schaltwerke ausschlachten, indem man zum Beispiel die Schalträdchen eines verbogenen Schaltwerks in ein Unverbogenes umbaut, oder den längeren Schaltkäfig eines Schaltwerks gleicher Serie umbaut.
Umwerfereinstellung
Der Umwerfer sollte nicht eingestellt werden, bevor das Schaltwerk perfekt arbeitet, weil die Einstellung des Umwerfers ma...
Ersatzteile
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| 01 | Y-3AV90120 | SCHNELLSPANNER KPL.159MM Y3AV90120 |
| 01 | Y-3AV90130 | SCHNELLSPANNER KPL.163MM Y3AV90130 |
| 02 | Y-3AV98010 | Komplette Nabenachse 137mm Y3AV98010 |
| 02 | Y-3AV98020 | komplette Nabenachse 141mm Y3AV98020 |
| 03 | Y-22005011 | Kontermutter 4,5 Y22005011 |
| 04 | Y-30107100 | UNTERLEGSCHEIBE 1.5 MM Y30107100 |
| 05 | Y-3AP98030 | Y3AP98030 |
| 06 | Y-37710000 | DICHTRING Y37710000 |
| 07 | Y-3AE03000 | KONUS RECHTS M10X9 Y3AE03000 |
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| 13 | Y-35904000 | FREILAUFKÖRPERSCHRAUBE Y35904000 |
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